Stromsparende Funkübertragung durch Mehrfamilienhaus

#6972313
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Hi!
Ich möchte folgendes erreichen / möchte wissen ob es machbar ist:

Ich habe in meinem Stromkasten im Keller einen smarten Stromzähler 
eingebaut bekommen. Diesen möchte ich nun über Funk mit einem IR Sensor 
auslesen und die Werte dann über Funk übertragen.

Problem dabei: der Zähler ist im Keller (kein Mobilfunk erreichbar), und 
die Wohnung im 5. Stock. Das heißt das Funksignal muss potentiell durch 
4 andere Wohnungen.

Das ganze ist eher eine Challenge oder eine Machbarkeitsstudie denn eine 
Notwendigkeit. Ich lade die Anwesenden ein sich mit Ideen auszutoben.

Geht das? Geht das nicht? Wenn ja wie? Zigbee? Was auch immer? Raspi 
Nano Zero? Mit Akku?

Ich bitte um ein Brainstorming!
Gast #6972408
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Christoph P. schrieb:
> Das heißt das Funksignal muss potentiell durch
> 4 andere Wohnungen.

Wenn es so ein modernes 6er Papperdeckelhaus ist, reicht 
WLAN-Richtfunkantenne bei Sender und Empfänger. Wohnen aber dazwischen 
so Funkmastgegner, dann werden diese Dich lynchen, wenn sie Dir drauf 
kommen dass Du durch sie durchstrahlst.
(Firma: Q3) #6972509
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Wolfgang schrieb:
> Heinz schrieb:
>> Nimm LoraWAN oder wenn du die Daten nicht durchs Internet leiten willst,
>
> Was hat LoRaWAN mit Internet zu tun?
> Jeder kann sich seinen eigenen Gateway hinstellen.

Man kann LORA-Transmitter in zwei Betriebsarten betreiben:

- direkte Kommunikation Point-to-Point
- Kommuniktion über ein WAN-Gateway

Für die Datenübertragung im Nahbereich (je nach Umgebung bis zu 10km und 
mehr), würde ich die direkte Verbindung wählen.
#6972813
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Christoph P. schrieb:
> Max M. schrieb:
>> Powerline Modem
>
> Und das geht durch die komplette Hausverteilung?
Der Zähler ist hinter der Hausverteilung. Es ist ein MFH. Durch die 
Wohnungsverteilung sollte man kommen vorausgesetzt man bleibt auf 
derselben Phase und hat nicht zu viel switchmodegeraffel und Phasenan- 
oder abschnittdimmer mit darin.
Das dumme ist nur, eine Hausverteilung mit Zählerinstallation ist 
verplombt.
#6972823
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Pepe T. schrieb:
> Kannst du neben dem stromkabel ein weiteres kabel einziehen? Einfach
> pudern und durch den kabelkanal einschieben? Ich hab das mit dem cat5
> kabel so gemacht.

Kleinspannung und Niederspannung benötigen i.d.R. Schutz- und 
Respektabstand. Ausnahmen gibt es.
siehe 
https://www.elektropraktiker.de/ep-2004-06-454-455.pdf?eID=tx_nawsecuredl&falId=6680&hash=dc628533a46f96e251a7acd33d84902a

Ausserdem:  wer sagt dass die Verbindung vom UG nach 5 OG nicht unter 
Putz, oder in einem Schacht an eine Leiter gestripst ist?
Gast #6972925
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> Gibts ein Kellerfenster? Dann einen Funk- oder Wlan-Adapter draussen
> anbringen,

Wenn es nicht gerade bedampfte Thermofenster sind, reicht die
Antenne drinnen am Fenster uebrigens auch.
Getestet aus einer 4. Etage zu einem danebenstehenden Flachbau.
Es sollte aber wirklich eine richtige Antenne sein und kein
Chipwuerfelchen im Geraet.
#6973296
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Sebastian L. schrieb:
> LoRaWan sollte das können.

Danke für das Stichwort! Schaue ich mir an!

Pepe T. schrieb:
> Kannst du neben dem stromkabel ein weiteres kabel einziehen?

Leider nicht. es gibt da keinen Nutzbaren Kabelkanal.

Frank E. schrieb:
> Gibts ein Kellerfenster?

Leider auch nicht. Ist wirklich in alle Richtungen Beton rundherum. Es 
gibt wie gesagt auch 0 Handy Empfang.

Dieter schrieb:
> Wenn es so ein modernes 6er Papperdeckelhaus

Tja. Es ist ein gute, solides 5-stöckiges Stadt-Reihenhaus ;-)

Michael U. schrieb:
> 2 Stück ESP32-Lora
> Modulen.

danke für den Tipp!

Sebastian L. schrieb:
> Das dumme ist nur, eine Hausverteilung mit Zählerinstallation ist
> verplombt.

Ja genau. Ich habe heute mit dem Elektriker gesprochen, der den Zähler 
angebracht hat. Er sagt es gibt keine Möglichkeit an der Stelle in die 
Verteilung zu gehen. Bedeutet dann auch, dass ich kein Netzstrom zur 
Verfügung habe.

Oliver S. schrieb:
> vielleicht günstiger einfach oben nochmal selbst zu messen.

Ja. Das könnte sein. Das werde ich dann nochmal in Betracht ziehen.

Sebastian L. schrieb:
> wer sagt dass die Verbindung vom UG nach 5 OG nicht unter
> Putz, oder in einem Schacht an eine Leiter gestripst ist?

Keine Chance leider... Würde auch die Notwendigkeit der Zustimmung der 
WEG nach sich ziehen.

Ich habe auf das Stichwort LoRaWa und Smart Meter hin dies hier 
gefunden:

https://shop.imst.de/wireless-modules/lora-products/69/ioke868-lorawan-smart-metering-kit

Wäre das nicht genau das was man braucht? Ist nur die Frage wie lange 
der Akku hält.
#6976731
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Sebastian L. schrieb:
> Warum holst du dir die Daten nicht einfach über ein API beim
> Messstellenbetreiber/TSO?

Weil der Zähler bisher keine Verbindung zum Versorger hat. Da muss auch 
einer runter gehen und den manuell ablesen.

●DesIntegrator ●. schrieb:
> wozu eigentlich?

Naja um z.B. die Wohnung bzgl. der Stromkosten zu optimieren. Nicht 
jeder Verbraucher lässt sich einzeln messen. Also muss man über die 
Summe gehen und schauen.

Gruß
Gast #6976744
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Ich würde vielleicht einfach einen zweiten Zähler in die Wohnung machen. 
Einfach um die Neugier zu befriedigen ob auch beide das gleiche Anzeigen 
werden.

Ansonsten finde ich die Idee mit dem Powerlane genial. Vielleicht 
versuchen irgendwie die Datenrate nach zu reduzieren damit stabiler 
funktioniert. Für Geräte wie Kamera taugt das nämlich nicht, weil immer 
Abbrüche da sind. Aber der Sender kann ja auch Daten vorhalten.
Gast #6976787
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Christoph P. schrieb:
> Ich habe auf das Stichwort LoRaWa und Smart Meter hin dies hier
> gefunden:
>
> 
https://shop.imst.de/wireless-modules/lora-products/69/ioke868-lorawan-smart-metering-kit
>
> Wäre das nicht genau das was man braucht? Ist nur die Frage wie lange
> der Akku hält.

Soll man Dir die auf der von Dir verlinkten Seite vorhandene technische 
Doku auch noch vorlesen? Ist doch haarklein mit verschiedenen 
Nutzungsszenarien dokumentiert. Um's kurz zu machen, jahrelanger Betrieb 
ist möglich. Das nützt nur alles nix, wenn man das Teil nicht kaufen 
kann, weil vergriffen.
#6976834
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> Ich würde vielleicht einfach einen zweiten Zähler in die Wohnung machen.

Das wäre auch mein Vorschlag: Wenn du im SIcherungskasten in der Wohnung 
noch Platz für 4 Sicherungen(=4TE) hast, kannst du einen 3-Phasen 
Hutschienen-Zähler einbauen lassen. Die Teile gibt es ungeeicht und ohne 
Interface für unter 50 Euro, mit M-Bus, oder sogar Ethernet entsprechend 
teurer, 120-150 Euro. Müsste nur ein Elektriker machen, weil der unten 
im Zählerraum mal kurz abschalten muss, oder oben unter Spannung 
arbeiten müsste.
Hast du unten beim Zähler (vor/nach) eigentlich Sicherungen nur für 
deine Wohnung) (Ich denke als Absicherung für die Leitung nach oben 
müsste das doch schon länger Vorschrift sein.)
Wenn ja und du da ran kommst, könnte eigener Einbau theoretisch auf 
klappen.
(Nach abschalten der Sicherungen) Ist kein Platz vorhanden wäre ein 
zusätzlicher kleiner Aufputzkasten neben den Sicherungen die Alternative 
(wenn es denn vom WAF her akzeptiert wird.)
Mit Batteriebetriebenen Sendern unten im Zählerraum würde ich nicht 
anfangen. Ich selbst habe ein Haus und so einen Zähler hinter dem alten 
Ferarriszähler eingebaut. Damit sehe ich jede Phase einzeln und den 
Momentanverbrauch. Das bleibt dann auch so, sollte der Versorger-Zähler 
mal gegen einen elektronischen getauscht werden.
#6976850
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Ich würden den Einsatz eines Lichtwellenleiter auf Kunstoffbasis 
überlegen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Polymere_optische_Faser

Die Faser ist leicht in die vorhanden Elektroinstallation einzuziehen 
und leicht mit Stecker zu versehen. Bei weitem nicht so empfindlich wie 
eine Glasfaser. Da isolierend kein Problem mit der Netzspannung.

https://www.conrad.at/de/p/tru-components-1570944-pof-kabel-simplex-meterware-1570944.html

2cm minimaler Biegeradius
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #6977405
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Christoph P. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> wozu eigentlich?
>
> Naja um z.B. die Wohnung bzgl. der Stromkosten zu optimieren. Nicht
> jeder Verbraucher lässt sich einzeln messen. Also muss man über die
> Summe gehen und schauen.

Ich finde, dass sich das auch mit kurzen Überlegungen
auch so überblicken lässt.

Die Stromfresser sind normalerweise bekannt.
Heizgeräte, Eis-/Kühlschränke, Zirkulationspumpen im Dauerlauf.

Wenn man sich jetzt noch anschaut,
wo alles nur kleine Softtasterchen ran sind,
wo überall kleine Lämpchen leuchten, wenn es eigentlich "aus" ist.
Siehe da:
Die Microwelle kann auch heute noch rein mechanisch gekauft werden.
Bedienpanel für die Jalousie? Hausautomation?

Hat Die Couch etwa ein Netzteil für das Verstellen
von Lehne oder Liegefläche?

Hängt der Multischalter für die SAT-Anlage ständig am Netz?
WLAN-Geschichten nachts im Sparmodus haben oder evtl ganz abschalten...

Auch wenn z.B. mit Öl oder Gas geheizt wird,
spart jede Nuance, die es kühler sein kann, auch Strom.

und DAS womit man den Verbrauch ermitteln will, evtl dauerloggen will,
zieht natürlich selbst auch.
Gast #6977430
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Christoph P. schrieb:
> Michael U. schrieb:
>> 2 Stück ESP32-Lora
>> Modulen.
>
> danke für den Tipp!

Schau dir dazu am besten Meshtastic.org an. Das ist eine perfekte 
Grundlage für dein Vorhaben, da MQTT und LoRa bereits fertig ist. 
Einfach die IR Verbindung einbauen und fertig ist das Ding. Sogar 
verschlüsselt und an die Richtlinien der EU angepasst.

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