News Neues Arduino-Cloudportal, Price-go-Up und viel Lesestoff


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von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Lesenswert?

Die Welt der Elektronik steht nie still: neben einer Anpassung der Arduino Cloud-Oberfläche gibt es Whitepapers, einen kostenlosen Onlinekongress, Markttiefendaten und andere Neuankündigungen.

Worum geht es hier?

Wie immer: kurze Meldungen, die für einen Standalone-Artikel zu wenig Fleisch bieten, unter’m Strich aber trotzdem interessant sind! Diesmal liegt der Fokus auf Literatur, eine Birulki-Liste zu neuen Produkten folgt bald.

Arduino Cloud: neues Portal

Arduino möchte Entwicklern die Arbeit mit dem hier in der Vergangenheit mehrfach besprochenen Clouddienst (siehe z.B. https://www.mikrocontroller.net/topic/521135) erleichtern – neu ist die URL https://cloud.arduino.cc/, unter der sich Entwickler nicht nur in das Backend einloggen können, sondern auch diverse Fallstudien finden.

Omicron: 11th Power Analysis & Design Symposium, abermals virtuell

Omicron Labs – das Unternehmen ist für den Bode100 bekannt – veranstaltet seinen Kongress zu messtechnischen Fragen aufgrund der Coronaviruspandemie abermals online. Für Elektroniker ist dies vor allem deshalb angenehm, weil die Teilnahme nun kostenlos ist.

(Bildquelle: Screenshot)

Die Anmeldung bzw Veranstaltung erfolgt nun über WebEx, das “Onboarding” beginnt unter der URL https://meet-omicron.webex.com/meet-omicron/j.php?RGID=re4398c0737620a7c7d4719aed4c3d83e.

EBV Elektronik: Preise und Lead Times steigen weiter

Chipverfügbnarkeiten sind mieserabel und stellen ein Problem für Wirtschaft und Industrie dar – so bekannt, so ärgerlich. Mittlerweile verschlechtert sich die Verfügbarkeit allerdings auch abseits des Mikrocontrollers (Stichwort z.B. Leuchtdioden). Dies ist zumindest die Kernaussage eines neuen Markttiefenberichts des Distributors EBV Elektronik, der vor wenigen Stunden erschien.

(Bildquelle: Screenshot)

Unter der URL https://bit.ly/3BjoADl findet sich ein zehnseitiges PDF, das die Gesamtsituation nach Hersteller und Produktkategorie aufsplittet.

Wuerth: Application Note zur Ausbalancierung von Superkondensatoren

Superkondensatoren kommen oft in Gruppen zum Einsatz. Durch Balancierung der einzelnen Kondensatoren lassen sich Fertigungstoleranzen ausgleichen, was zu einer höheren Lebensdauer des Verbunds führt. Wie so oft gibt es hier allerdings keine Freikugeln, weshalb Wuerth nun eine mathematisch detaillierte Application Note mit Vergleichen verschiedener Balancierungsmethoden anbietet.

(Bildquelle: Screenshot)

Auch hier gilt – unter https://www.we-online.com/catalog/media/o671684v410%20ANP090a_EN.pdf finden sich mehr Informationen zum Thema.

CoilCraft: XGL6020-Serie bietet bis zu 40% niedereren ohm’schen Widerstand

Im Bereich der Induktoren geht der Trend zur Mineaturisierung immer weiter – neuartige Keramiken und Fertigungsmethoden erlauben die Reduktion der Gehäusegröße bei gleichzeitiger Verbesserung der sonstigen Parameter. CoilCraft bietet mit der XGL6020 nun eine von 0.18 µH bis 10 µH reichende Spulenserie an, für die das amerikanische Unternehmen industrieführend geringe Widerstands- und Verlustwerte verspricht.

(Bildquelle: Screenshot)

Weitere Informationen zu dieser Produktpalette finden sich unter https://www.coilcraft.com/en-us/products/power/shielded-inductors/molded-inductor/xgl/xgl6020/.

Qt: Anpassung der Lizenzstaffel

Das Cross-Plattform-Framework Qt ist seit dem Abverkauf von Nokia vor Allem durch Lizenzänderungen und (wirre) Preiserhöhungen in den Medien. Insbesondere im Bereich Qt für Mikrocontroller (mehr Informationen zu diesem QML-Renderer unter https://www.mikrocontroller.net/topic/521775) gab es nun abermals Anpassungen. Während die Anpassungen – Stichwort Enhancement von Vielfliegerprogrammen – im Allgemeinen eher den Interessen der Qt Company dienen, gibt es auch ein Entgegenkommen an Kunden. Ab Sofort dürfen Qt-basierte Applikationen (Qt for MCU ist NICHT betroffen) auch nach Ablauf der Lizenz weitervertrieben werden:

1
You have told us that the requirement to have a valid developer subscription license to distribute your products is hindering you, and we have listened! We have decided to remove this requirement to protect your investment in Qt licenses.
2
Previously, our license agreements did not allow customers to distribute applications without a valid developer license. These terms were intended to give you the ability to address security and maintenance issues and update your products. However, based on your feedback, these limitations are now lifted for licenses purchased under the Qt License Agreement (Version 4.4) released today.

Weitere Informationen finden sich unter https://www.qt.io/blog/simplifying-the-commercial-licensing-portfolio.

Regulatorische Unbill für App Stores und Plattformbetreiber

Der “Open App Markets Act” – die Beschlussvorlage ist auch inter dem Namen S.2710 bekannt – ist nun im US-Kongress angekommen. Während sich Anwendungsentwickler auf einige Erleichterungen freuen dürfen, sind die Auswirkungen auf das Gesamtökosystem nicht unbedingt positiv. Die Application Developers Alliance – sie ist eine Art Interessensvertretung für Entwickler – bietet unter https://www.developersalliance.org/news/what-does-us-senate-bill-s2710-mean-for-software-developers-and-the-app-economy nun eine Übersicht der Änderungen an, die ante Portas stehen.

Malware-Erkennung durch EMC

Die französische Univ Rennes schlägt in “Obfuscation Revealed: Leveraging Electromagnetic Signals for Obfuscated Malware Classification” eine neuartige Methode zur Erkennung von Malware vor – anstatt am Endgerät einen Virenscanner auszuführen, nutzen die Forscher AI und eine Feldsonde. Die damit erreichbaren Resultate sind – so zumindest der in US-Medien weit verbreitete Abstract – durchaus beeindruckend:

1
. . . we were able to predict three generic malware types (and one benign class) with an accuracy of 99.82%. . . . we are able to classify altered malware samples with unseen obfuscation techniques during the training phase, and to determine what kind of obfuscations were applied to the binary, . . .

Während das eigentliche Paper (https://dl.acm.org/doi/10.1145/3485832.3485894) hinter einer Bezahlschranke ist, findet sich der (gut kommentierte) Beispielcode in GitHub unter der URL https://github.com/ahma-hub/analysis.


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