Platinen Lack (?)

OP #6976628
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Hallo zusammen,

bei vielen Serienplatinen von Kfz.-Herstellern habe ich gesehen, dass 
diese mit einer Art "Lack" überzogen sind. Dieser ist durchsichtig und 
fühlt teilweise ein bisschen "gummig" an. Dieser Lack verhindert auch 
recht gut, dass man an der Platine messen kann (zumindest ohne den 
Gummilack abzufummeln).
Weiß jemand was genau das ist? Danke schon mal !

Gruß
Bob
(Firma: tsx89) Persönliche Seite #6976662
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Zum selber machen: transparenten Epoxidharz (5 Min oder 30 Min Type) 
mit Isopropanol oder Spiritus mischen. Ziemlich dünnflüssig machen.

Die Sache wegen Anschlussbuchsen und Terminals muss man sich gut 
überlegen - z.B. Lötstellen abdecken, und Buchsen nachher einlöten - man 
will die ja nicht zukleistern. Und die Stellen anschließend mit dem Lack 
/ Gemisch einpinseln. Oder ähnliches... Außerdem sind Nachbearbeitung 
und Reperatur durchs Coating ziemlich erschwert. Also erst gaaanz am 
Schluss lackieren. Man kann es mit Hitze und nem Messer bzw. 
Meisel-Lötkolbenspitze wieder entfernen. Gruß
Gast #6977175
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Parylene (transparent) war und ist die erste Wahl bei der Versiegelung 
von Platinen nach meiner Erfahrung. Je nach Platine sind vorbereitende 
Maßnahmen (Abdeckungen, Verschlüsse, etc.) nicht ganz trivial und 
erfordern entsprechende Hilfsmittel, Dokumentation, Arbeits- und 
Prüfaufwand.
#7875734
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CM Z. schrieb:

Parylene (transparent) war und ist die erste Wahl bei der Versiegelung von Platinen nach meiner Erfahrung. Je nach Platine sind vorbereitende Maßnahmen (Abdeckungen, Verschlüsse, etc.) nicht ganz trivial und erfordern entsprechende Hilfsmittel, Dokumentation, Arbeits- und Prüfaufwand.

Kann jemand eine Produktempfehlung für den Schutzlack machen? Auftrag per Hand. Menge <250mL. idealerweise schnell lieferbar aus D. Danke vorab!

#7876821
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Passt nicht unbedingt zur Frage.

Bei mir hat sich ein Lack bewährt, bei dem man auch nach dem Auftragen einzelne Lötstellen bei Bedarf nochmals löten kann. (z.B bei nachträglichen Umdimensionierungen oder Reparaturen) Leider weiß ich nicht, ob es solche Lacke heute noch gibt. Für den Eigenbedarf habe ich noch einen kleinen Lackvorrat aus DDR-Zeiten.

Vielleicht kennt Jemand einen ähnlichen Lack aus heutiger Zeit.

#7877133
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Weiß gar nicht warum alle immer über SK10 motzen. Das ist halt ein Naturstoff. Wenn man geduldig ist und das Zeug aushärten lässt klebt da nichts mehr. Am besten einige Tage auf einen Heizkörper legen. Und das SK10 stinkt auch nicht so extrem wie Plastikspray. Habe noch Leiterplatten von 1993 hier. Da ist nichts oxidiert oder angelaufen. Man darf nur nicht zu sparsam auftragen, weil man angst hat das es klebt oder ewig trocknet. Oder 2 mal sprühen.

Vielleicht schicke ich mal Fotos.

PS: Im KFZ gibt es natürlich andere Anforderungen. Da würde ich dann auch lieber Plastikspray verwenden.

#7877232
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CM Z. schrieb:

Parylene (transparent) war und ist die erste Wahl bei der Versiegelung von Platinen nach meiner Erfahrung. Je nach Platine sind vorbereitende Maßnahmen (Abdeckungen, Verschlüsse, etc.) nicht ganz trivial und erfordern entsprechende Hilfsmittel, Dokumentation, Arbeits- und Prüfaufwand.

Das mag sein, hilft aber dem TO nix weil es kein Lack ist sondern aufgedampft wird, in einer leider sehr teuren Anlage. Alternativ käme eine Nanobeschichtung in Frage, da muss man im besten Fall gar nichts maskieren sondern tauch die ganze Platine wie sie ist in die Suppe.

Aber ich glaube, gefragt ist hier einfach ein ganz normaler Sprühlack auf Acrylatbasis, wie ihn unsere Kunden auch jährlich zehntausendfach aufbringfen lassen.

Gast #7877402
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Vermutlich hat das mal ein Professor in Indien so vie gemacht seit dem machen es tausende nach. So wie diese "genial einfachen" Kurzschluss-Schutz Schaltungen mit nur einem Billig-Relais, die von hunderten "Facharbeitern" bei Youtube präsentiert werden.

#7877533
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Vanye R. schrieb:

Halbwegs durchloetbar ist Plastik70

PLASTIK 70: Schnell trocknender, farblos-transparenter Isolier- und Schutzlack auf Acrylharzbasis, durchlötbar

PLASTIK 70 SUPER: Schnell trocknender, farblos-transparenter Isolier- und Schutzlack auf Basis neuartiger Acrylharze. Mit erhöhter Temperaturbelastbarkeit und höherem Feuchteschutz. Durchlötbar, mit blauem UV Tracer

URETHAN 71: Lufttrocknender Einkomponenten-Polyurethan-Alkydharzlack mit UV Tracer, keine Angaben zur durchlötbarkeit.

https://www.kontaktchemie.com/KOC/KOCtdsV2.csp

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