NVRAM: speichert keine User-Einstellungen mehr

#6981465
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Hallo,

Ich habe einen gebraucht gekauften 19" Audio-Switcher (Peavey Midi Pro), 
den man per Midi ansteuern kann und der ein Eingangsignal auf 
verschiedene Ausgänge routen kann, Das Ganze kann man am Gerät 
programmieren und speichern.

Die Speicherflüchtigkeit (bei ausgeschaltetem Gerät) der 
User-Einstellungen hat sich in den letzten 12 Monaten von ca. einem Tag 
auf wenige Minuten erhöht. Sprich: Wenn ich eine Einstellung abspeicher 
ist sie nach 10 Minuten wieder weg,während das Gerät noch an ist...

Der Switcher hat keine Backup-Batterie sondern einen NVRAM,auf dem die 
User-Settings gespeichert werden...habe ich aber noch nicht wirklich 
herauslokalisieren könne, welches Bauteil auf der Plantine das genau 
ist.

Ist der NVRAM defekt und muss ausgetauscht werden oder was kann der 
Grund für den dramatischen "Gedächnisverlust" sein?

Danke

VG olly
#6981491
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Oliver F. schrieb:
> Der Switcher hat keine Backup-Batterie sondern einen NVRAM,auf dem die
> User-Settings gespeichert werden...

NVRAM ist eine allgemeine Bezeichnung, unter die auch 
batteriegepufferter RAM fällt. Es gibt RAM-Bausteine, in denen die 
Batterie direkt integriert ist.

> habe ich aber noch nicht wirklich herauslokalisieren könne, welches
> Bauteil auf der Plantine das genau ist.

Woher weißt du dann, dass es ein NVRAM ist und nicht z.B. EEPROM?
Gast #6981493
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Teo D. schrieb:
> Tja, das is die Batterie halt mit integriert.....

g457 schrieb:
> ..oder es ist ein ausgetrockneter Supercap unterwegs.

Das ist jeweils eine von mehreren Möglichkeiten.
https://de.wikipedia.org/wiki/NVRAM#Arten

Ohne Kenntnis der verwendeten Hardware, wird man an dem 
Gedächtnisverlust nichts ändern können und wenn irgendetwas defekt ist, 
wird man es tauschen müssen.
Gast #6981502
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Teo D. schrieb:
> R42 schrieb:
>>> Ich habe einen gebraucht gekauften 19" Audio-Switcher (Peavey Midi Pro),
>>> den man per Midi ansteuern kann und der ein Eingangsignal auf
>>> verschiedene Ausgänge routen kann, Das Ganze kann man am Gerät
>>> programmieren und speichern.
>>
>> R42 ist kaputt.
>
> Du hast den Witz nicht verstanden, lass es lieber!

Wer von sich selbst in der dritten Person schreibt, ist kaputt...
(Firma: S-C-I DATA GbR) #6981585
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Teo D. schrieb:
> Hatte ich noch nie und hab nicht im geringsten ne Vorstellung von, wie
> das gehen sollte. ?-/

Ganz einfach, der µC behält die Einstellung in seinem RAM, biss er es 
gespeichert zu haben glaubt.
und dann wenn er es Nicht schafft, "Adios Datos" :-) kenne ich von 
ROLAND Geräten :-( Meistens prüfte die Software von damals nicht ob es 
auch wirklich korrekt gespeichert wurde, Holt dann aber bei Fehler, den 
Default oder Alternative Setup.
(Firma: matzetronics) #6981592
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Teo D. schrieb:
> Kann ich leider nicht mit deiner Fehlerbeschreibung in Einklang bringen!

Das Ding ist von 1994 und damit kann es schon sein, das der 24C02 breit 
ist - oder kennst du die Schreibstrategie von Peavey?

Wir haben jedenfalls in den alten dänischen Elektroautos ähnlichen 
Alters schon öfter zermürbte I2C EEPROMs gehabt. Einfach einen 
fabrikfrischen reinstecken.
Gast #6981596
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Patrick L. schrieb:
> Ganz einfach, der µC behält die Einstellung in seinem Ramm, biss er es
> gespeichert zu haben glaubt.
> und dann wenn er es Nicht schafft, "Adios Datos" :-) kenne ich von
> ROLAND geräten :-( Meistens prüfte die Softwar von damals nicht ob es

Das ist die eine Möglichkeit, andere wäre, der uC überwacht die 
Versorgung vor dem Regler, und schreibt die Daten erst in EEPROM, wenn 
die Versorgung ausfällt. Wenn der Stützkondensator aber über die Jahre 
seine Kapazität teilweise eingebüßt hat ...
#6981604
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Patrick L. schrieb:
> Teo D. schrieb:
>> Hatte ich noch nie und hab nicht im geringsten ne Vorstellung von, wie
>> das gehen sollte. ?-/
>
> Ganz einfach, der µC behält die Einstellung in seinem RAM, biss er es
> gespeichert zu haben glaubt.

Ahh, OK nu is der Groschen gefallen. Danke :)


Matthias S. schrieb:
> Das Ding ist von 1994 und damit kann es schon sein, das der 24C02 breit
> ist - oder kennst du die Schreibstrategie von Peavey?

Selbst wenn, halt ich das für extrem unwahrscheinlich. ?-/
(Firma: matzetronics) #6981610
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Teo D. schrieb:
> Patrick L. schrieb:
>> Teo D. schrieb:
>>> Hatte ich noch nie und hab nicht im geringsten ne Vorstellung von, wie
>>> das gehen sollte. ?-/
>>
>> Ganz einfach, der µC behält die Einstellung in seinem RAM, biss er es
>> gespeichert zu haben glaubt.
>
> Ahh, OK nu is der Groschen gefallen. Danke :)
>
> Matthias S. schrieb:
>> Das Ding ist von 1994 und damit kann es schon sein, das der 24C02 breit
>> ist - oder kennst du die Schreibstrategie von Peavey?
>
> Selbst wenn, halt ich das für extrem unwahrscheinlich. ?-/

Was heisst unwahrscheinlich? Ich habs hier selber erlebt.
Beim Kewet El-Jet musst du aber den EEPROM vorinitialisieren, das war 
ein Spass ;-) Mein eigener El-Jet 4 hat einen tauben 93C46 gehabt.

Ich würde mir heute vermutlich sogar sicherheitshalber mal eine Kopie 
des EPROMs machen, wenn ich den Peavey Router hätte.
(Firma: S-C-I DATA GbR) #6981641
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Ganz vergessen, Ich habe bei den Roland Geräten die 24C02 gegen ein FRAM 
getauscht! Kein Kunde hatte jemals mehr Probleme. ;-)

Müsste jetzt aber echt nachschauen wie ich das damals gemacht hatte und 
welchen ich da genommen habe das ist schon ne ganze weile her :-)
(Firma: S-C-I DATA GbR) #6981693
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STK500-Besitzer schrieb:
> Allerdings in DIP? SMD rulez! Und dann noch mit "nur" 2KB?

Ich weis das wir dazu ein Adabter gemacht hatten (Liegen glaube sogar 
noch welche in der "Wühlbox" aus der alten Firma)
Weis jetzt nicht grad ob wir da nicht ein MSP430FRxxx als EEPROM Ersatz 
verbaut hatten :-)

Und gehe jetzt auch nicht danach suchen, wen ja eh kein Interesse daran 
besteht, habe genug andere Arbeit ;-)
#6982126
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Guck aber das du eine 5V Variante erwischt. Es gibt inzwischen Typen, 
die keine 5V mehr vertragen.
Ein leeres EEPROM kann besser sein, als eins  mit korruptem Inhalt.
Ich hatte mal den Fall, das der Adaptech SCSI Controller 2490UW mit der 
recht schnell wieder zurückgezogenen Firmware 3.10 gebrickt wurde, wenn 
man nicht penibel, wie in der Readme angegeben, die Buskabel vor dem 
Flashen abzog und die Defaultwerte im BIOS aufrief.
Wenn der Controller sich tot stellte, half es, den 93C46 gegen einen 
leeren Chip auszutauschen.
Ich habe damals gebrickte Controller auf Ebay gekauft und wieder 
aufgemöbelt ;-)
Meine Vermutung geht dahin, das damals der physische Speicherort einiger 
Werte sich änderte, der Prüfsummenalgoritmus allerdings gleich blieb. So 
war die Prüfsumme okay, die Einstellungen gaben aber keinen Sinn. War 
die Prüfsumme abweichend, dann wurden die Defaultwerte aus der FW im 
Flash eingetragen.
#6990660
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Oliver F. schrieb:
> vielen Dank! Der Tipp mit dem rausziehen und wieder reinstecken hat
> geholfen!

Wenn das Teil nicht stationär im Studio steht, sondern transportiert 
wird, würde ich einen gescheiten Sockel einlöten, wo du den Fehler schon 
mal gefunden hast. Entweder Präzisionssockel, oder die abbrechbaren 
Kontaktreihen mit gedrehten Kontakten.
Nichts ist frustrierender, wenn das Ding wieder zu ist und produktiv 
genutzt werden soll und erneut spinnt.

Frei nach Murphy:"es ist nie Zeit, etwas gründlich zu machen, aber es 
ist immer Zeit, etwas noch einmal zu machen" fg
Gast #6990690
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Gerald B. schrieb:

> Wenn das Teil nicht stationär im Studio steht, sondern transportiert
> wird, würde ich einen gescheiten Sockel einlöten, wo du den Fehler schon
> mal gefunden hast.

Unsinn. Das Problem ist hier nicht zu viel Bewegung im Sockel, sondern 
zu wenig.

Im übrigen kennt man (mit einiger Erfahrung) solche Probleme von vielen 
Steckverbindern, z.B. denen von RAM-Modulen in PCs.

Es bilden sich einfach im Laufe der Zeit Oxid-Krusten, die hervorragend 
isolieren. Mechanische Bewegung zerstört sie, weil sie halt die 
Metalloberflächen wieder blank kratzt. Das ist der ganze Trick.

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