Warum sind GPIB Kabel so teuer?

#6986464
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Schönen Donnerstag Vormittag,

gibt es eigentlich einen Grund warum GPIB Kabel so teuer sind?
Die kosten nämlich fast überall mehrere Hundert Euro.

Das ist doch nur ein ganz normales geschirmtes Kabel, oder?

Warum diese übertriebenen Preise?

Oder bin ich einfach der einzige der das seltsam findet?
Gast #6986468
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Andre G. schrieb:
> Warum diese übertriebenen Preise?

Weil es sich um "historische" Messtechnik handelt.
Und es handelt sich nicht um "ganz normales geschirmtes Kabel".

Moderne Messgeräte haben USB-Anschlüsse.
Zwischendurch gab es auch welche mit serieller Schnittstelle.
Gast #6986519
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> Die kosten nämlich fast überall mehrere Hundert Euro.

Naja, das ist etwas uebertrieben. Aber krass chinesisch billig
waren die noch nie weil man bei solchen Kabeln immer einen gewissen
Qualitaetsanspruch hatte. Wenn du dir 1985 ein Centronicsdruckerkabel
gekauft hast gab es das auch nicht fuer 5DM.

Vermutlich ist es heute aber klueger wenn du dir Kais USB-Adapter 
nachbaust:

https://github.com/xyphro/UsbGpib

Du kannst ja mal schauen was der Kram von Agilent kostet. :-D

Olaf
Gast #6986549
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> Kennst du ihn? Mich würde interessieren, ob man den auch als

Nur den Entwickler, nicht den Adapter. Ich bin selber im USB/LAN 
Zeitalter angekommen. :-D

> Drucker/Plotter konfigurieren kann, wobei ein Messgerät ihm einen Plot
> "druckt".

Musst du ihn mal selber fragen. Wuerde mich aber auf Anhieb wunder weil 
dafuer ein anderer Modi notwendig ist und wer will schon ernsthaft heute 
auf einem Gerät drucken. Da kann man doch besser auslesen und dann vom 
PC aus drucken.

Olaf
Moderator Persönliche Seite #6986554
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STK500-Besitzer schrieb:
> Moderne Messgeräte haben USB-Anschlüsse.

Oft genug trotzdem auch noch GPIB. Ist im Gegensatz zu USB 
echtzeitfähig, d.h. du hast ein wohl definiertes Zeitverhalten des 
Busses.

Ein bestimmt "modernes" Exemplar:

https://download.tek.com/datasheet/RSA5000_Datasheet-EN-US-37W-26274-21.pdf

Suche nach "GPIB" im Dokument – und du wirst fündig werden.
#6986555
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Olaf schrieb:
>> Die kosten nämlich fast überall mehrere Hundert Euro.
>
> Naja, das ist etwas uebertrieben. Aber krass chinesisch billig
> waren die noch nie weil man bei solchen Kabeln immer einen gewissen
> Qualitaetsanspruch hatte. Wenn du dir 1985 ein Centronicsdruckerkabel
> gekauft hast gab es das auch nicht fuer 5DM.
>
> Vermutlich ist es heute aber klueger wenn du dir Kais USB-Adapter
> nachbaust:
>
> https://github.com/xyphro/UsbGpib
>
> Du kannst ja mal schauen was der Kram von Agilent kostet. :-D


Was es nicht alles gibt ...


Ja, die "originalen" GPIB/USB Adapter kosten über 1k €, das ist schon 
etwas krass.
(Im "normalen" Anwendungsgebiet solcher Geräte ist 1k aber ja so gut wie 
nichts ...)

Aber teilweise bekommt man GPIB PCIe Karten gebraucht um wenig Geld ...
Gast #6986574
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> Den ollen Advantest Spekki bekomme ich irgendwie nicht ausgelesen.

Mit eigener Software? Ich hab 10Jahre vor Kai auch mal sowas gebaut. 
(noch mit Mega8 :-) Das ganze war hier und da etwas Tricki was Timing, 
Kommandos, Dokumentation  und vor allem Slavemode (weglassen!) angeht. 
Nach meinen Erfahrungen bekommt man es aber zumindest fuer ein 
spezielles Geraet immer irgendwie hin vor allem wenn man nicht auf 
maximale Geschwindigkeit wert legt. Die Kunst ist dann nur etwas zu 
schaffen das mit allen Geraeten auf Anhieb funktioniert, aber das 
braucht man privat ja nicht.


> Oft genug trotzdem auch noch GPIB. Ist im Gegensatz zu USB
> echtzeitfähig, d.h. du hast ein wohl definiertes Zeitverhalten des
> Busses.

Mag ja sein, aber man hat privat ja keine Produktionstrasse anzusteuern 
sondern will nur ab und an mal einen Screenshot oder ein paar Daten 
uebertragen. Wuerde ich sowas heute nochmal machen dann wuerde ich 
vermutlich sogar den GPIP an einen ESP8266 dran knueppern und das ganze 
als UDP durchs Wlan schicken damit man sich den Kabelkram sparen kann.

Olaf
Moderator Persönliche Seite #6986596
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Olaf schrieb:
>> Den ollen Advantest Spekki bekomme ich irgendwie nicht ausgelesen.
>
> Mit eigener Software?

Auch damit nicht, nichtmal an einer richtigen™ GPIB-Karte (habe hier 
noch 'ne PCI-Karte in einem Computer).

Es gibt für diesen Typ praktisch keine Doku (das entsprechende Kapitel 
im Handbuch ist leer :-o), und auf die Kommandos, die für andere 
Advantest-Geräte dokumentiert sind, gibt es keinerlei Reaktion. 
Advantest gehört mittlerweile zu Rohde&Schwarz, aber ich fürchte, dass 
die bei ihrem Erbe da auch nicht noch mehr an Doku mitbekommen haben 
werden.

>> Oft genug trotzdem auch noch GPIB. Ist im Gegensatz zu USB
>> echtzeitfähig, d.h. du hast ein wohl definiertes Zeitverhalten des
>> Busses.
>
> Mag ja sein, aber man hat privat

Es war ja auch nicht die Frage des Threads, ob man sowas privat nun 
braucht, sondern warum die Kabel teuer sind … aber soooo teuer wie vom 
TE beschrieben sind sie am Ende auch nicht.

Und wenn man das beruflich an irgendeinem 50-k€-Messgerät braucht, 
fallen 100 Euro für ein Kabel ohnehin kaum auf.
Gast #6986613
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Andre G. schrieb:

> gibt es eigentlich einen Grund warum GPIB Kabel so teuer sind?
> Die kosten nämlich fast überall mehrere Hundert Euro.
>
> Das ist doch nur ein ganz normales geschirmtes Kabel, oder?

Bei normgerechten GPIB-Kabel sind die Kabel paarweise verdrillt und dann 
gemeinsam geschirmt. Wie bei echten Centronics-Druckerkabeln. Das treibt 
den Preis, ein Druckerkabel hat 1984 auch DM 150,- gekostet.

GPIB funktioniert auch mit einfach verseilter geschirmter Steuerleitung, 
und sogar mit Flachbandkabel. Zumindest bei den heute üblichen kurzen 
Bussen mit wenigen Teilnehmern. D.h. da ist sowohl qualitativ als auch 
preislich eine Menge Luft nach unten.
#6986614
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Im neuen "Funkamateur" (3/2022 S.194-196) steht ein Artikel von Thomas 
Baier DG8SAQ (sein VNA ist ja bekannt) zum Thema GPIB. Es benutzt einen 
"Arduino Pro micro" als Normwandler USB/GPIB. Und er empfiehlt eine 
Softwarebibliothek für GPIB von John Miles KE5FX 
http://ke5fx.com/gpib/readme.htm

>Centronicsdruckerkabel
Thomas hat zuviel Asterix gelesen, er schreibt es Centronix
Gast #6986631
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Jester schrieb:
> Hat jemand eine Quelle für diese stapebaren GPIB-Stecker?

Das sind 24-polige "Centronics" Stecker und Buchsen, das mechanische für 
die Stapelei musst du selbst machen.


Ursprünglich war das Serie 57 von Amphenol, auch als Micro Ribbon 
Connector bekannt.
Gast #6986653
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Diese Leitungen waren schon immer verhältnismäßig teuer und manchmal 
recht unpraktisch weil störrsich beim Verlegen, wenn man mehrere 
Meßgeräte in einem Geräteschrank fest installieren musste. Was mich am 
meisten enttäuscht hatte war, daß selbst Markenware damals von HP zum 
Teil fehlerhaft war und schon nach kurzer Zeit ausgetauscht werden 
mußte. D.h es waren immer ca. 20% mehr Leitungen notwendig, damit man 
ausreichend Austauschleitungen für das Gesamtsystem vorrätig hatte.

P.S. Wenn man die teueren Rechner von HP (ca. 12.000DM) mit HPUX (als 
Steuerrechner der Messtechnik) gegen einen preiswerten Industrierechner 
(ca. 2.000DM) mit LINUX eintauschen wollte, dann kam man leider nicht an 
der dreisten GPIB-Karten-Preisgestaltung von NI vorbei. Die boten die 
GPIB-Karte mit ca. 1.400DM Verkaufspreis an, was ich ein wenig als 
unverschämt betrachtet habe. Letztlich war der Wechsel zum LINUX-Rechner 
die richtige Wahl.
#6986655
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Jester schrieb:
> Hat jemand eine Quelle für diese stapebaren GPIB-Stecker? Wenn es geht
> mit Preis...
>
> Weil Kabel hat man ja noch rum liegen. Obwohl, braucht es da nicht
> twistet-pair?
>
> Jester


Aliexpress hat male und femaleeinzeln fuer ca. 1.50eur pro Stück als 
print Variante. Die Platine dazwischen musst du dann selbst machen.

So nen twisted pair gedönse braucht man nur wenn man ganz klassisch mit 
einem Controller mehrere devices ansteuert.

Daher hab ich das von Olaf oben erwähnte usb dings entwickelt was direkt 
auf den USB Stecker geht. Kabel bauen hätte mich mehr Zeit gekostet. 
Läuft sehr stabil seit Jahren mit diversen Gerätegenerationen und der 
Vorteil gegenüber anderen Kram ist dass es nativ USBTMC Protokoll ist 
und somit keine Kunstgriffe braucht wie seriell zu gpib Konverter.
#6986662
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Die von Amphenol waren nur einseitig, mit Blechdeckel und stehen bei 
Mouser und Newark als nicht mehr lieferbar verzeichnet.

https://www.datatec.de/gpib-kabel-und-interface
Original Keysight/HP ab 93€ die sind tatsächlich noch teuer.
https://www.meilhaus.de/produkte/schnittstellen/gpib/
"ab 113€"
https://www.plug-in.de/messtechnik/ieee-488-gpib-adapter-kabel
"ab 76€"
https://www.milestek.com/c-2253-gpib
auch keine Doppelstecker

Didier Juges KO4BB hat noch Vorschläge:
http://www.ko4bb.com/getsimple/index.php?id=controlling-instruments-via-gpib
Gast #6986695
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Jörg W. schrieb:
> Oft genug trotzdem auch noch GPIB. Ist im Gegensatz zu USB
> echtzeitfähig, d.h. du hast ein wohl definiertes Zeitverhalten des
> Busses.

Das Verhalten braucht man doch nur, wenn man irgendwas regeln will.
Wenn man nur ein Messgerät betreibt, kann man auch auf "biiligere" 
Schnittstellen zurückgreifen. Die hat ja auch das RSA.
Gast #6986725
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> Wenn das Ding nutzlos wäre, würden es die Messgerätehersteller sehr
> sicher nicht mehr unterstützen. ;-)

Mein gerade gekaufter RTB hat kein HPIB mehr. :-)

Das es noch in der ein anderen Kiste drin ist liegt wohl eher daran das
Messgeraetehersteller auch irgendwie konservativ sind und ihre Kunden
manchmal auch wenn sie schon seit 30Jahren dieselben Fertigungsstrassen
haben und nur ab und an mal ein Geraet dort modernisieren.
Aber eine Notwendigkeit besteht wohl er nicht.

Olaf
#6986727
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Jörg W. schrieb:
> STK500-Besitzer schrieb:
>> Das Verhalten braucht man doch nur, wenn man irgendwas regeln will.
>
> Oder wenn du beispielsweise koordiniert einen Generator und einen
> Analyzer starten möchtest.
>
> Wenn das Ding nutzlos wäre, würden es die Messgerätehersteller sehr
> sicher nicht mehr unterstützen. ;-)

Ich denke / dachte das GPIB einfach ein "Standard" für die 
Ansteuerung/Datenausgabe von Messinstrumenten ist, ähnlich wie mit der 
Zeit USB zu einer Standardschnittstelle für PCs geworden ist.

Aber was weiß ich schon ...
#6986756
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GPIB (IEEE488) ist ein paralleler Bus, asynchron, mit Handshake und kann 
mit bis zu 2M Flanken betrieben werden, vorausgesetzt, der Host konnte 
das auch.
Da alles mit Handshake laeuft bremmst das langsamste Geraet den Bus aus.
Auch konnte man Bus verkabelungen machen, locker 10m, in 2m Stuecken. Da 
immer der GND mitgefuehrt wird, hat ein paar 100 Ohm impedanz. Der Bus 
laeuft mit 100 Ohm pullups am Ende des Busses. Bedeutet der Treiber muss 
heftig Leistung vor verfuegung stellen.

Ja, die prohibitiv hohen Kosten haben seine Verbreitung limitiert auf 
Labors und Forschungseinrichtungen, daher alles mit kleiner Stueckzahl. 
Naja, im Vergleich zu heute USB, welches consumer ist.

USB ist obwohl der Name das suggeriert, kein Bus, sondern Punkt zu 
Punkt. Falls noetig mit Hub
Gast #6986777
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In diesem Forum kann die Entstehung und Entwicklung des GPIB-Adapters 
AR488 mittels Arduino nachverfolgt werden.

AR488 : 
https://www.eevblog.com/forum/projects/ar488-arduino-based-gpib-adapter/

Weiter oben wurde bereits einmal darauf bezug genommen.

P.S. Für mich stellt sich heute die Frage, wie eine solche Lösung 
validiert werden kann, so daß ich diese Lösung mit blindem Vertrauen in 
einem bestehtenden Meßgerätepark verwenden kann. Ich habe noch keine 
Lösung hierfür...
Gast #6986781
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> P.S. Für mich stellt sich heute die Frage, wie eine solche Lösung
> validiert werden kann, so daß ich diese Lösung mit blindem Vertrauen in
> einem bestehtenden Meßgerätepark verwenden kann. Ich habe noch keine
> Lösung hierfür...

Ja garnicht. Wenn du Papierkram willst dann kaufst du alles bei 
Agilent/National usw und bekommst fuer deine 1000Euro noch viel Papier 
dabei. Das geht dann zwar auch nicht wenn es mal nicht geht, aber dann 
kannst du unschuldig kucken mit Zetteln rumwedeln wenn der Kacke am 
dampfen ist.

Olaf
#6986809
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Olaf schrieb:
>> P.S. Für mich stellt sich heute die Frage, wie eine solche Lösung
>> validiert werden kann, so daß ich diese Lösung mit blindem Vertrauen in
>> einem bestehtenden Meßgerätepark verwenden kann. Ich habe noch keine
>> Lösung hierfür...
>
> Ja garnicht. Wenn du Papierkram willst dann kaufst du alles bei
> Agilent/National usw und bekommst fuer deine 1000Euro noch viel Papier
> dabei. Das geht dann zwar auch nicht wenn es mal nicht geht, aber dann
> kannst du unschuldig kucken mit Zetteln rumwedeln wenn der Kacke am
> dampfen ist.
>
> Olaf

Genau, der ganze Garantie und Papierkram nützt auch nichts in dem Moment 
in dem das ausfällt.

So oder so steht dann alles.

Also ist es eigentlich egal ob man nun die "guten" Kabel oder die 
"billigen" Kabel nimmt.
Gast #6986828
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> Also ist es eigentlich egal ob man nun die "guten" Kabel oder die
> "billigen" Kabel nimmt.

Naja, ganz so stark wuerde ich das auch nicht sehen. Es lohnt sich schon
bei Produktion und so auf ein gewisses Mass an Qualitaet zu achten.

Privat und zuhause wuerde ich aber nur 2m Flachbandkabel kaufen und mir 
da die Buchsen wo notwendig drauf quetschen.


Olaf
#6986927
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Andre G. schrieb:

>> Vermutlich ist es heute aber klueger wenn du dir Kais USB-Adapter
>> nachbaust:
>>
>> https://github.com/xyphro/UsbGpib
>
> Ja, die "originalen" GPIB/USB Adapter kosten über 1k €, das ist schon
> etwas krass.
> (Im "normalen" Anwendungsgebiet solcher Geräte ist 1k aber ja so gut wie
> nichts ...)
>
> Aber teilweise bekommt man GPIB PCIe Karten gebraucht um wenig Geld ...

HP/Agilent/... 82357B aus China gibt's bei Ebay für etwa 100 €. Wie echt 
und original die sind, weiß ich nicht. Ich habe vor ein paar Jahren 
einen für damals 95 $, gekauft, der funktioniert problemlos.
#6987214
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Also von der Dumpster-Diving-Seite her wundere ich mich auch - ich habe 
mittlerweile mehrere NI-GPIB-Karten in verschiedenen Macharten für den 
PC gefunden, aber GPIB-Kabel habe ich in all den Jahren noch nichtmal 
gesehen.

Neulich sah ich mal Kabel mit Centronics-Stecker in 2x12-polig, also 
wohl für GPIB passend, aber nicht mit Schrauben sondern mit diesem 
Draht-Klemmbügel. Und leider vergossen mit merkwürdigen Koaxkabeln 
drinnen, weil für einen VGA/Tastatur-Umschalter.
#6987250
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Aus Erfahrung kann ich sagen dass die clones als solche erkannt werden 
Und den Dienst versagen, zumindest die NI nachbauten. Lustig wenn auf 
einmal alle clones in der Firma sind und die unbekannten Kollegen sich 
die originalen eingesackt haben und man dann bei nem dringenden Problem 
in Eskallationsphase "dunkelrot" dasteht und nicht weiterkommt :-/
Gast #6987419
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> tut einfach. Bei USB muss man Treiber installieren, dann hängt sich das
> USB auf usw.

Interessante Einschaetzung. Meine Erfahrung ist eher so das USB einfach 
so funktioniert. Aber bei GPIB musst du Gigabyteweise Treiber und andere 
Systemsoftware installieren. Ich hab teilweise GPIB rausgeworfen, das 
Messgeraet mit einem USB-RS232 Adapter verbunden und dann selber eine 
kleine Software zusammengehackt. Das war dann einfacher als sich mit der 
Bloatware zu engagieren. Zumal zumindest Agilent den Eindruck vermitteln 
als wenn sie mittlerweile auch fuer alles Geld oder Daten oder beiden 
von dir wollen wenn du nur einen kleinen Treiber oder irgendein banales 
Tool willst.

Olaf
Moderator Persönliche Seite #6987426
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Olaf schrieb:
> Das war dann einfacher als sich mit der Bloatware zu engagieren.

Die Bloatware musst du ja nicht nehmen. Ursprünglich gab's viel Tcl-Code 
dafür, mittlerweile halt Python.

Den Kartentreiber braucht man natürlich trotzdem.

Andre G. schrieb:
> Das die Kabel so steif sind ist eher weniger ein Problem wenn man damit
> Geräte verbindet die sich alle "fest verbaut" in einem Rack befinden ...

Für das Handheld-Gerät auf dem Arbeitstisch ist GPIB ziemlich 
ungeeignet. ;-)
#6987609
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H. H. schrieb:
> Das sind 24-polige "Centronics" Stecker und Buchsen, das mechanische für
> die Stapelei musst du selbst machen.

gab es als Schneidklemm male & female für Flachbandkabel 1,27mm, wie 
schon geschrieben "das mechanische für die Stapelei musst du selbst 
machen"

ich bin ja eher noch der Meinung, statt Platine, Teile & löten, Gehäuse 
beschaffen für mehr als ein Gerät lieber was Fertiges, man findet eine 
Menge um 150,-€ und Nachbauten ab 20,-€ die ich natürlich noch nicht 
getestet habe.
Ich überlegte auch lange nachbauen oder kaufen, aber SMD löten macht mir 
keinen Spass mehr!
#6987630
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Zum Thema bloatware... Wer sich über die Größe von NI Visa oder agilent 
Visa ärgert sollte sich mal RSVisa anschauen von R&S. Schön kompakt, 
kompatibel mit allem (auch nicht RS Geräten) und pyvisa und Co klappen 
auch einwandfrei.
Gerade vor 5 minuten erst wieder benutzt :-)
Gast #6987638
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Kai G. schrieb:
> Wer sich über die Größe von NI Visa oder agilent
> Visa ärgert .....

..... hat es wohl noch nicht verstanden dass man auch ohne diese
fettleibige Software elektronische Geräte ohne viel Mehraufwand
(dafür wesentlich kompakter) programmieren/fernsteuern kann.

Jedes einigermassen standardisierte Gerät kann man per TCP
über SCPI-Kommandostrings steuern und das Hirn rostet dabei
wenigstens nicht ein. Und die Lizenzgebühren fallen dann
auch nicht an ....

Beitrag "NI-Visa Lizenz"
Gast #6987640
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Andre G. schrieb:
> Ich denke / dachte das GPIB einfach ein "Standard" für die
> Ansteuerung/Datenausgabe von Messinstrumenten ist,

Mit GPIB wurden noch ganz andere Dinge gemacht. Zum Beispiel 
Festplatten, Bandlaufwerke, Floppylaufwerke, Drucker und Plotter 
angebunden. Eben alles was man damals an Peripherie hatte. Messgeräte 
waren nur eine andere Art von Peripherie.

Das GP (general purpose) im Namen war ernst gemeint.
#6987655
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Gast #6987659
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hf werker schrieb:
> Jedes einigermassen standardisierte Gerät kann man per TCP
> über SCPI-Kommandostrings steuern und das Hirn rostet dabei
> wenigstens nicht ein. Und die Lizenzgebühren fallen dann
> auch nicht an ....

Oh, kann man? Das geht so lange gut bis einer weint. Wenn man zum 
Beispiel auf so wunderbare Protokolle wie VXI-11 trifft, natürlich 
standardisiert. Da muss man erst mal per ONC-RPC mit Payload in XDR 
anklopfen.

Das kann man natürlich als Teil des Gehirntrainings schön nach Standard 
programmieren. Wenn man halbwegs schnell in die Gänge kommen will nimmt 
man statt dessen was Fertiges.
#6987686
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> ..... hat es wohl noch nicht verstanden dass man auch ohne diese
> fettleibige Software elektronische Geräte ohne viel Mehraufwand
> (dafür wesentlich kompakter) programmieren/fernsteuern kann.

Das wird halt nur dann einfach wenn man nicht verstanden hat das es auch 
Geräte gibt die kein ethernet haben :-)

Und ja auch das kann man ändern. Aber Visa ist halt praktisch weil es 
dasselbe interface für verschiedene Schnittstellen gibt.

Aber ich glaub wir bewegen uns richtung Glaubensfragen. Avr8 ist besser 
als PIC, Amiga besser als Atari. Jeder soll das machen was er für besser 
hält und daran ist auch nichts verkehrt :-)
Gast #6987692
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Kai G. schrieb:
> Das wird halt nur dann einfach wenn man nicht verstanden hat das es auch
> Geräte gibt die kein ethernet haben

Was redest du da für einen Käse? TCP (und damit SCPI) ist eine
Implementierung die unabhängig von der Art der Kommunikations-
schnittstelle arbeitet.

Messgeräte die SCPI implementiert haben können im Allgemeinen
über jede Schnittstelle die sie in Hardware vorweisen können
auch über SCPI kommunizieren.
#6987701
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Christoph db1uq K. schrieb:
> 
https://www.digikey.de/de/products/filter/d-shaped-connectors-centronics/438?s=N4IgjCBcoBw1oDGUBmBDANgZwKYBoQB7KAbXAFYwBOAJipAF0CAHAFyhAGVWAnASwB2AcxABfUQXIIQzKGBazIYAAzKJIAGzS%2BAEw4BaFTRAt2kECZCsAnsxwcdWZOKA
>
> Immerhin gibt es noch ein paar Hersteller zu mäßigen Preisen
> 
https://www.digikey.de/de/products/detail/te-connectivity-amp-connectors/552301-1/294004
> 148 auf Lager 3,03€
> https://www.digikey.de/de/products/detail/norcomp-inc/111-024-103L001/955139
> 140 auf Lager 3,61€
> PLUG mit geraden Anschlüssen, bei RCPT (Recepticles) scheint Winkel
> häufiger zu sein

Ja, die Stecker selbst sind nicht sooo extrem teuer.
Deshalb habe ich mich ja gewundert dass die Kabel so teuer sind.

Aber weil da ja manche Adern miteinander verdrillt sind ist das wohl 
kein "Standardkabel" das man bei jedem Hersteller einfach so bekommt.
#6987703
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Geht so schrieb:
> Andre G. schrieb:
>> Ich denke / dachte das GPIB einfach ein "Standard" für die
>> Ansteuerung/Datenausgabe von Messinstrumenten ist,
>
> Mit GPIB wurden noch ganz andere Dinge gemacht. Zum Beispiel
> Festplatten, Bandlaufwerke, Floppylaufwerke, Drucker und Plotter
> angebunden. Eben alles was man damals an Peripherie hatte. Messgeräte
> waren nur eine andere Art von Peripherie.
>
> Das GP (general purpose) im Namen war ernst gemeint.

Also wie USB, nur dass es den Namen wirklich verdient hat.

Bei manchen Oszis kann/konnte man ja direkt am GPIB Port einen Drucker 
anschließen und dann den Bildschirminhalt ausdrucken, ganz ohne einen 
PC.
Gast #6987712
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Andre G. schrieb:
> Aber weil da ja manche Adern miteinander verdrillt sind ist das wohl
> kein "Standardkabel" das man bei jedem Hersteller einfach so bekommt.

"Twisted-pair Flachbandkabel"...

Andre G. schrieb:
> Bei manchen Oszis kann/konnte man ja direkt am GPIB Port einen Drucker
> anschließen und dann den Bildschirminhalt ausdrucken, ganz ohne einen
> PC.

Will man das denn heute überhaupt noch?
Normalerweise werden die gemessenen Daten doch noch irgendwie 
anderweitig ausgewertet, mit Messwerten anderer Geräte verrechnet oder 
anders dargestellt.
#6987714
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STK500-Besitzer schrieb:
> Andre G. schrieb:
>> Bei manchen Oszis kann/konnte man ja direkt am GPIB Port einen Drucker
>> anschließen und dann den Bildschirminhalt ausdrucken, ganz ohne einen
>> PC.
>
> Will man das denn heute überhaupt noch?

Die Generation "Internetausdrucker" möchte bestimmt auch Oszi 
Bildschirme ausdrucken. Das ist doch nur folgerichtig.
Moderne Scopes speichern auf USB oder man bekommt gleich alle Daten der 
Messung (nicht nur das Bild) via Netzwerk auf den PC.
#6987728
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STK500-Besitzer schrieb:
> Andre G. schrieb:
>> Aber weil da ja manche Adern miteinander verdrillt sind ist das wohl
>> kein "Standardkabel" das man bei jedem Hersteller einfach so bekommt.
>
> "Twisted-pair Flachbandkabel"...

Aber beim GPIB sind ja nicht ALLE Adern irgendwie verdrillt, manch sind 
nicht verdrillt.
Klar, jede Ader mit GND zu verdrillen kann sicher nicht schaden ...

STK500-Besitzer schrieb:
> Andre G. schrieb:
>> Bei manchen Oszis kann/konnte man ja direkt am GPIB Port einen Drucker
>> anschließen und dann den Bildschirminhalt ausdrucken, ganz ohne einen
>> PC.
>
> Will man das denn heute überhaupt noch?
> Normalerweise werden die gemessenen Daten doch noch irgendwie
> anderweitig ausgewertet, mit Messwerten anderer Geräte verrechnet oder
> anders dargestellt.

Ich sagte nur dass man das kann, nicht dass es "heutzutage" sinnvoll 
ist.
Obwohl es ein tolles Beispiel dafür ist dass man nicht für jede digitale 
"Aufgabe" einen PC braucht ...
#6987986
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Pandur S. schrieb:
> Da alles mit Handshake laeuft bremmst das langsamste Geraet den Bus aus.

Das stimmt nicht ganz.

Solange das am Bus hängende Gerät nicht adressiert und damit 
angesprochen wird hält es sich komplett zurück. Das heist er bestätigt 
auch kein Handshake.

Erst wenn es adressiert wird und es deswegen antworten muss, bestimmt er 
das Tempo, sofern er der langsamste im Bus ist.

Ralph Berres
#6988232
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Manfred schrieb:
> Andre G. schrieb:
>> Aber beim GPIB sind ja nicht ALLE Adern irgendwie verdrillt, manch sind
>> nicht verdrillt.
>
> Willst Du eigentlich nur heulen oder hast Du konkreten Bedarf?
> Ich mag Dich nicht trösten, aber bei konkretem Bedarf könnte Dir hier
> geholfen werden.

Nein, ich wollte nur sagen das die Kabel nicht unbedingt "normale" 
verdrillte Kabel sind die man überall bekommt und sie deshalb 
wahrscheinlich etwas mehr kosten.


Konkreten Bedarf habe ich eigentlich nicht (mehr), ich habe mich nur 
gewundert warum die Dinger verglichen mit anderen "Datenkabeln" teuer 
sind.
(Sonst hätte ich im "Markt" Forum gefragt oder einfach die "teuren" 
Kabel gekauft wenn es ein "akuter Bedarf" gewesen wäre).
Gast #6988382
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> Nein, ich wollte nur sagen das die Kabel nicht unbedingt "normale"
> verdrillte Kabel sind die man überall bekommt und sie deshalb
> wahrscheinlich etwas mehr kosten.

Nein, die Kabelpreise sind vermutlich eher irrelevant. Das stellen dir 
bei entsprechender Abnahmemenge die Hersteller einfach so her.

Aber wenn du so ein mehrfach verdrilltes Kabel hat, wer loetet 
eigentlich danach dort den Stecker an? Das muss man dann ja auch 
auseinander droeseln und korrekt den Pins zuordnen. Ich vermute mal das 
da noch eine Menge Handarbeit drin steckt. Wenn man also keinen Wert auf 
indische Kinderarbeit legt dann wird man wohl gerne etwas mehr bezahlen 
fuer so ein Kabel.

Olaf
Gast #6988492
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Eine Anmerkung: Für Punkt zu Punkt Verbindungen langsamer Hardware, 
reicht ein einfaches gelötetes/gequetschtes Kabel aus. Eine 
Commodore-Floppy über einen R6522 anzusteuern klappt bestens. (Sollte 
ich mal wieder zusammenstöpseln ;-)

Im Verbund mehrerer IEC-Bus Geräte mit xx488 oder µPD7210 und 75161/162 
Treibern, ist eine sichere Übertragung mit schlechten Kabeln nicht mehr 
garantiert.
Gast #6989260
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Philipp C. schrieb:
> Jemand schrieb:
>
>> Ethernet ist in Punkto Flexibilität schlicht unschlagbar
>
> Bei GPIB kann man echt gleichzeitig triggern. Geht das mit LXI auch?

LXI spezifiziert Erweiterungen unter anderem dafür, wird aber deshalb 
auch nicht überall understützt und einen Plasterouter will man dann 
sicherlich auch nicht dazwischen haben.
#6990381
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>Verbund mehrerer IEC-Bus Geräte

Meine bisher einzige GPIB-Erfahrung war irgendwann 1983/84 mit einem 
CBMirgendwas Commodore, der hatte wohl einen 6522 als Port, daran ein 
R&S-Messender SMS und irgendein Digitalvoltmeter mit GPIB.
https://www.radiomuseum.org/r/rohde_signal_generator_sms_3024.html
Damit habe ich Korrekturdaten für ein EPROM ermittelt um eine Messkurve 
geradezubiegen. Das ganze am Klimaschrank mit mehreren Temperaturen. 
Eprom-Programmer gab es in der Firma noch nicht, aber ein Kollege hatte 
privat einen, auch an einem Commodore.
Die Bus-Kabellänge war schon etwas grenzwertig für den schwachen 
Treiber.

Später hatte wir einen HP-VNA, der konnte über GPIB S-Parameter 
aufnehmen und im Touchstone.Format ablegen.
Der Plotter 7470 und 7475 lief auch über GPIB.

Seit der letzten UKW-Tagung vor Corona habe ich einen HP-Spek Bj. 82, da 
möchte ich den Bildspeicher mal über GPIB auslesen. Endlich habe ich mal 
einen Grund, mich mit der alten Technik zu befassen.
#6990469
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Hatte der Commodore noch Treiber?
https://de.wikipedia.org/wiki/Commodore-Produkt%C3%BCbersicht#B%C3%BCrocomputer
vermutlich 4000er oder schon 8000er Serie

http://archive.6502.org/datasheets/rockwell_r6522_via.pdf
Output Low Current (Sinking) min. 1.6 mA
das ist kein Arduino mit bis zu 20 mA (nicht gleichzeitig)

Ich fand nur die Aussage "All devices should use 48 mA three-state 
drivers"

Der GPIB braucht vor allem low-Treiber, das sind 
Open-Collector-Ausgänge.
gibt es eine Spezifikation zum pull-up-Widerstand?
#6990490
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Hallo zusammen.

> ...einen HP-Spek Bj. 82, da möchte ich den Bildspeicher
> mal über GPIB auslesen.

Es gibt eine Fa. EMSYSTECH, die vor Jahren einen GPIB-Grabber zur 
Bildübertragung hergestellt hat. Ein kleines Kästchen, in die IEC-Buchse 
des Gerätes und USB zum PC. Die Übertragung  wird vom Gerät gestartet, 
das Bild auf dem PC gespeichert. Das Bild muss man sich dann mit dem 
Programm '7470' von John Miles, KE5FX, ansehen. Das ist ein 
Plotter-Emulator, und das gibt es als Freeware auf der I-Seite von 
KE5FX.
Ich nutze es mit einem Advantest 4131, aber in letzter Konsequenz wird 
es doch selten gebraucht.
Leider fertigt die Fa. nur noch Bienenkorbwaagen, eine Anfrage wird wohl 
nicht mehr sinnvoll sein, leider!!!

73
Wilhelm
Persönliche Seite #6990491
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Ralph B. schrieb:
> Bei mir sind gut 20 Geräte über den IEC-Bus vernetzt. Das funktioniert
> bei mir seit Jahren einwandfrei.

Ich habe es bei mir aufgeteilt und nur noch ca. 12 Geräte pro Bus, davor 
gab es teilweise Probleme. Wobei die meisten Geräte an einem Agilent 
E5810A hängen und der Rest an einem Pi+Agilent 82357B.
Beim Agilent funktionen original und clone sehr gut mit dem Pi. Ich auch 
noch einen NI GPIB-USB-HS. Das funktioniert prinzipiell auch mit dem Pi, 
aber deutlich hakeliger. Der will ab und zu auch mal wirklich stromlos 
gemacht werden.
#6990523
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Ein HP853 Grundgerät, das hat schon zwei digitale Bildspeicher für beide 
Traces von 401*801 Pixel. Da die Ausgabe als aufeinanderfolgende 
XY-Paare  geschieht, könnte ich HP-GL-Vektorgrafik daraus erzeugen. Mit 
hp2xx ließe sich damit ein schönes Pixelbild generieren.
Das Handbuch gab es noch von HP, in schlechter Bildqualität aber lesbar, 
hier nur der GPIB-Teil.
Angehängte Dateien:
Persönliche Seite #6990527
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Christoph db1uq K. schrieb:
> Ein HP853 Grundgerät, das hat schon zwei digitale Bildspeicher für beide
> Traces von 401*801 Pixel. Da die Ausgabe als aufeinanderfolgende
> XY-Paare  geschieht, könnte ich HP-GL-Vektorgrafik daraus erzeugen. Mit
> hp2xx ließe sich damit ein schönes Pixelbild generieren.
> Das Handbuch gab es noch von HP, in schlechter Bildqualität aber lesbar,
> hier nur der GPIB-Teil.

Das Ding scheint doch auch einfach in ASCII die Daten ausgeben zu 
können. Das kann man sich dann ja wieder in float konvertieren und ganz 
normal plotten.
#6990648
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Ja das Umrechnen ist kein Problem, außer ASCII gibt es auch Binär, das 
geht etwas schneller. Eine Vektorgrafik ließe sich eben größer 
ausdrucken ohne Pixel.

Viel mehr kann das Gerät nicht, das war noch am Anfang 
computergesteuerter Messtechnik. Zwei Textzeilen in den 
Oszilloskopschirm einblenden geht noch.
Für diesen einen Zweck wäre auch die Arduino-Lösung AR488 möglich. 
Solange er keine längeren Kabel und mehrere Eingänge bedienen muss, 
dafür sind seine Ausgangsströme dann etwas schwach.
#6991393
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900ss D. schrieb:
> Benutzt du eine "Original" GPIB Karte oder einen Clone o.ä.? Wenn Clone,
> welcher ist es dann? Oder welcher Selbstbau?

Dann versuche ich es nochmal.

Es sind Original Agilent karten.

Sowohl PCI Karte HP82350B als auch USB-Adapter 82357A

Ich habe aber zur Zeit nur die PCI Karte im Einsatz.

Kabellängen sind unterschiedlich zwischen 0,5m und 4m. Das meiste 1m.

Aber 20m insgesamt überschreite ich glaube ich noch nicht.

Ralph Berres

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