Bescheuerte Konstruktion mit Ausfallgarantie bei BSH Backofen

#6989355
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Hallo zusammen
Für die Suchmaschinen:
Bosch Siemens Backofen, 6 Jahre alt HE73GU531 /58  FD: 9510 00018

Am Dienstag, als meine Frau den Backofen einschaltete blitze es darin 
kurz auf und dann blieb es dunkel darin. OK, mal wieder die Birne 
kaputt. Die Backfunktion war aber weiterhin gegeben.
Meine Frau bestellte zwei Backofenglühlampen im Netz von denen sie heute 
einschraubte. Nix. Zweite genommen. Auch nix.
Jetzt musste ich ran.

Ich hatte zunächst einen Halbleiterschalter im Verdacht, den die 
sterbende Glühlampe mitgerissen haben könnte.
Wars nicht. Die schalten die Glühlampe klassisch mit Relais, aber...
Ein eingesparter Halbleiter dessen Position vorbereitet ist ist mit zwei 
Nullohm Widerständen überbrückt. Die hat es beide gerissen.
Das Bild auf dem die Widerstände heile aussehen ist von einer 
Ersatzplatine die mir ein Techniker, nach einem Temperaturproblem 
während der Garantiezeit, freundlicherweise dagelassen hatte.
Hab dann einen Draht darüber gelötet.
Der BSH-Kundendienst hätte wahrscheinlich die ganze Platine 
getauscht....

Vielleicht hilfts ja mal jemandem.

Gruß Armin
Angehängte Dateien:
#6989473
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Armin X. schrieb:
> Und für wieviel mA sollen die Null Ohm Widerstände ausgelegt gewesen
> sein?
Gegen den Plasmabogen in der durchbrennenden Glühlampe hat es ja 
offensichtlich geholfen. Ich schätze mal, viel mehr als 1A in 1 s machen 
die Dinger nicht.

> Platz für einen amtlichen Sicherungswiderstand wäre ja vorhanden.
Das wäre aber teuerer gewesen. Sowohl bei der Montage als auch vom 
Material.
#6989527
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Armin X. schrieb:
> Ein eingesparter Halbleiter dessen Position vorbereitet ist ist mit zwei
> Nullohm Widerständen überbrückt. Die hat es beide gerissen.

Man muss nicht immer zwanghaft an die sog. „geplante Obsoleszenz“ 
denken. Bei einer normalen Backofenlampe, was sollten das für Halbleiter 
sein. So wie das Layout aussieht könnte es auch ein Ausgang für eine 
andere Option bei einem anderen Modell sein. Kann Beleuchtung sein, vlt. 
auch etwas ganz anderes. Würde passen zu einem Triac im D2PAK + MOC3020 
Optokoppler für z.B. Dimming.
#6989565
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DANIEL D. schrieb:
> Wie funktioniert das, wäre ein bisschen Leiterbahnen nicht genauso gut?
Das ginge auch, aber so hat man halt Bestückungsvarianten. Keine Ahnung 
was die da geplant hatten.

Harald A. schrieb:
> Man muss nicht immer zwanghaft an die sog. „geplante Obsoleszenz“
> denken.
Eben.

H. H. schrieb:
> In 1206: 2(10)A
Dann muß aber schon was passiert sein, daß die beide durch sind. Ein 
Grund mehr, keine Lötbrücke da rein zu machen.
Gast #6989579
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Andreas B. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> In 1206: 2(10)A
> Dann muß aber schon was passiert sein, daß die beide durch sind. Ein
> Grund mehr, keine Lötbrücke da rein zu machen.

Lichtbogen in der Glühlampe ist ja nichts besonderes. Die Leiterbahnen, 
Litzen und das Relais können das ab, und der LS beendet das Spiel ja 
sehr schnell.
Gast #6989628
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Hm,


ich würde die 0R Widerstände bei Gelegenheit wieder einlöten, da hätte 
ich einfach ein besseres Gefühl dabei.

Die Würfelzuckerrelais sind im übrigen auch Mist, die sind so gebaut, 
das die Wicklung und der Kontakt in einer Kammer sitzen, mit der Zeit 
wird dann durch verdampftes Material an den Kontakten eine leitfähige 
Verbindung zwischen den Kontakten und der Spule aufgebaut die den 
Controller killt. Da die Controllermasse und der PE verbunden sind, gibt 
es einen Erdschluss der den FI wirft => Die Konstruktion ist sicher im 
Sinne des Gesetzes du brauchst aber diesmal wirklich eine neue 
Platine!!!
#6990120
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An unserem alten Backofen haben wir bestimmt vier bis fünf Mal die 
Glühlampe ausgetauscht. Problemlos.
Jetzt war es eben gleich beim zweiten Mal mit Folgeschaden wegen 
übertriebenem Elektronikeinsatz. Denn der Drehknopf für die 
Heizartvorwahl enthält ja noch einen mechanischen Kontakt...

Ich werde aber dennoch einen Sicherungswiderstand einlöten. Sonst gibt 
es nächstes Mal womöglich noch größeren Kollateralschaden.
Eine neue Birne hat einen Kaltwiderstand von 103 Ohm. Macht rund 2,3A.
Da sollte ein Widerstand im niedrigen einstelligen Bereich ausreichend 
sein. Platz ist ja.

Harald A. schrieb:
> z.B. Dimming.
Eine gedimmte Backofenlampe? Wofür?

Grüße aus der Nacht
#7017620
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Hallo,

genau den Fehler hatte ich vor einer Weile auch. Dass eine Glühbirne 
beim Durchbrennen auch schon mal extreme Srtöme verursacht, sollte den 
Konstrukteuren bekannt sein. Wahrscheinlich sind deswegen die 
SMD-Widerstände als "Sicherungen" drin. Sehr nachhaltig...

Warum nicht einfach eine Feinsicherung einbauen, die sich wechseln 
lässt? So habe ich es gelöst, ein entsprechender Sicherungshalter passte 
ganz gut auf die Platine. Finde leider grade das Foto davon nicht.

Carsten
Gast #7017752
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Bernd schrieb:
> Ich frage mich ja auch immer, ab welchem Wert ich einen 5% 0 Ohm
> Widerstand reklamieren darf...

Beliebter Gag.
In anderen Datenblättern hatte ich schon gesehen, dass der 0Ω mit 
typisch 50mΩ angegeben war. Dann kann man wieder Toleranzen angeben 😀.
Gast #7020183
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Andreas B. schrieb:
> Schau Dir auch mal an, welche Glühlampen Du da einsetzt. Eigentlich
> sollten Glühlampen eine interne Sicherung wg. des Plasmabogens beim
> Durchbrennen enthalten (durch dünnen Draht in der Zuleitung). Da gibt es
> scheinbar Unterschiede. Leider wird so etwas nirgendwo spezifiziert.

Die normalen Kerzenlampen 40 Watt zünden leider gern einen zweiten 
Lichtbogen im Sockel, wenn der "dünne Draht" durchbrennt. Da löst dann 
die Sicherung aus (und manchmal auch der FI) und der Sockel hat ein 
schönes Loch im Gewindeteil.

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