Wie nennt sich das einstellbare Bauteil?

#6992822
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Andre G. schrieb:
> Könnt eine Spule sein bei der sich die Position des Kerns verstellen
> lässt.

Quatsch, das ist eindeutig ein Schleifer, und damit ein normales Poti.

Einsteller schrieb:
> Woraus ist denn der an den Enden vergoldete silbergraue Stift?

Aus einem Widerstandsmaterial, oder aus einem Isolatorstift und einer 
Widerstandsschicht.
Das kann alles mögliche sein, Presskohle, irgendwelche schrägen 
Metallmischungen oder Metalloxyde, oder im Falle des Isolatorstifts auch 
feiner Draht (aber dann wäre der fast rundum mit irgendwas geschützt und 
da wo die Schleifer anliegen sieht man den Draht).
#6992864
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Murmeltier schrieb:
> Preomat heißt der.

Genau, denn er wurde von der Fa. Preh entwickelt.

Aus Blöcken davon wurden in Fernseh- und hochwertigen HiFi-Geräten 
Festfrequenz-Stationstasten realisiert.

Die Abstimmspannung wurde einmalig an dem Spindeltrimmer auf den 
gewünschten Sender eingestellt, danach konnte diese Spannung bei jedem 
Druck auf den zugehörigen Taster wieder aktiviert werden.

Gruß... Bert
#6992972
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Hallo Einsteller,

es ist ein "Fokuseinsteller" für Farbfernsehgeräte.
(vermutlich für Geräte der ehemaligen Firma "G.....g")
Der Stab ist ein "VDR"- -also ein spannungsabhängiger
Widerstand der mit ca. 4 kVolt zur Einstellung der
Fokussierspannung an der Bildröhre diente.
Davon liegen bei mir noch einige seit ca. 30
Jahren herum - werden natürlich wohl nie mehr benötigt.

Gruß Hans
#6993728
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Kann mir jemand erklären warum man einen VDR als Spannungsteiler 
benutzt?
Warum kein "normales" Poti? Klar, Hohe Spannung und so, aber 
grundsätzlich: was kann ein VDR anders als ein einfacher Festwiderstand?
Und ich mein jetzt nicht "der ist spannungsabhängig", Dadjokes kann ich 
selber.
Verbiegt das die Winkel/Teilerverhältnis-Kennlinie?
Beitrag #6993745 wurde von einem Moderator gelöscht.
(Firma: matzetronics) #6993868
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Hans-Joachim S. schrieb:
> (vermutlich für Geräte der ehemaligen Firma "G.....g")

Schreib ruhig Grunzig :-P

Übrigens ist der Unterschied zwischen Fokuseinsteller und Preomat durch 
Messen des Widerstandes leicht rauszufinden. Fokus liegt im Megaohm 
Bereich und Preomaten meist um die 100kOhm. Letztere waren erst sinnvoll 
mit der Erfindung von Kapazitätsdioden, vorher mussten wir Spulen 
umschalten oder an Drehkos drehen.
#6993989
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Hallo Einsteller ++,

Einsteller schrieb:
> mal sehen wer das hergestellt hat

Jens M. schrieb:
> Kann mir jemand erklären warum man einen VDR als Spannungsteiler
> benutzt?

hier noch einige Infos dazu:
Dieser "VDR-Stab" wurde sowohl von "Gr....g" als auch
unter anderem von "Lö.. Op.." verwendet.
(-ich liebe diese kleinen Ratespiele)
Ich vermute, er wurde von "Valvo" hergestellt, da beide Gerätehersteller
sich von diesem Bauelementehersteller beliefern ließen.
Die Typenbezeichnung bei Grundig (...ups !) war:
OV6770 ST6,0 bis ST8,5 KC3 (-also Ansprechspannungen von 6 kV bis 8,5 kV
-abhängig von der jeweiligen Bildröhrendiagonale)

Diese VDR-Widerstände (Varistoren) weisen eine bidirektionale
Durchbruch-Eigenschaft auf - wie zwei gegensinnig geschaltete
Z-Dioden - stabilisieren also die Kopfpunktspannung des 
Fokuseinstellers.
Der wurde dann etwa auf die Hälfte des Schleiferweges eingestellt
(3 bis 4,5 kV).

Warum ?
Da kommen dann Begriffe wie "Bildbreiten-Stabilisierung", 
"Strahlstrombegrenzung", "automatische Kontrastregelung"
Farbsperrpunkteinstellung ++ in´s Spiel - das will niemand mehr wissen.

Gruß Hans
Gast #6994093
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Bert 0. schrieb:
>> Preomat heißt der.
>
> Genau, denn er wurde von der Fa. Preh entwickelt.


Jetzt würde ich doch gerne mal wissen warum behauptet wird so sicher, 
adss es ein Preomat ist??
Man hätte ja zumindest "vermutlich" dazu schreiben können, wenn man es 
nicht genau weiß. Das Teil ist von seiner Dimension ja schon ganz anders 
als ein Preomat
#6994198
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Er begrenzt die Spannung, ein normales Poti kann das nicht.

Harr Harr Harr wat hebbt wi lacht.
Ich weiß was ein VDR macht. Warum nutzt man einen als Poti?
Damit man nicht Poti und parallel einen VDR verbauen muss?

Hans-Joachim S. schrieb:
> stabilisieren also die Kopfpunktspannung des
> Fokuseinstellers.

Also ein Konstantspannungsregler, damit das Poti immer eine bestimmte 
feste Spannung hat, weil die Kaskade nicht stabil liefert?
#6994255
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Hallo,

Matthias S. schrieb:
> Die hiessen aber nicht "Lö.. Op..", sondern "Lo... Op.." :-)

äh .... ja .... ich wollte es nicht so schwer machen! :-))
(Ich repariere gerade einige mehrstellige DVM - da sind
schon so viele 0.0000000 oder sind das O.OOOOOOO ?) :-))

Jens M. schrieb:
> Also ein Konstantspannungsregler, damit das Poti immer eine bestimmte
> feste Spannung hat, weil die Kaskade nicht stabil liefert?

ja, so ist es. Jetzt, könnte man das Thema ausweiten - nur kurz:
Wenn sich beim Aufdrehen der Bildhelligkeit oder des Kontrasteinstellers
die Bildbreite ändert, ist das ein Zeichen dafür, dass durch den höheren 
Strahlstrom die Spannung an der Kaskade weich wird.
Dann ändert sich evtl. auch die Fokussierung (besonders an den 
Bildrändern).
Das hängt eben alles zusammen - deshalb gab es da auch einige
Regelschleifen, die diese unschönen Effekte vermeiden sollten -
zumal die Energie der Ablenkspulen ja auch aus dem "Zeilentrafo / 
Hochspannungstrafo" gewonnen wurde und dann wird Ganze noch einmal etwas
spannender !
(Es gab durchaus auch Fokuseinsteller die aus einer Reihenschaltung von
R1 (z.B. 22 MOhm) plus Poti (z.B. 10 MOhm) plus R2 (z.B. 4,7 MOhm) 
aufgebaut waren. Da wurde die Spannungs-Steifigkeit durch andere 
Maßnahmen
erreicht.)

Selbsternannter Weltverbesserer schrieb:
> Werde ich jetzt
> gesteinigt?
Ich wage nicht, diese Namen aus zu schreiben, weil die Namensrechte ja
verkauft wurden und wohl noch benutzt werden. Ich bin Techniker und
kein Jurist - also man weiss ja nie !

Gruß Hans
Gast #6994321
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Hans-Joachim S. schrieb:

> Ich wage nicht, diese Namen aus zu schreiben, weil die Namensrechte ja
> verkauft wurden und wohl noch benutzt werden. Ich bin Techniker und
> kein Jurist - also man weiss ja nie !

Und wie machst Du das dann im Elekromarkt? "Ich hätte gern das 
Bildwiedergabegerät von Sa**g und den Datenscheibenabspieler von To**"?

Spass beiseite, natürlich kannst Du Markennamen verwenden, um eben diese 
Markenprodukte zu beschreiben. Der Fernseher von Grundig bleibt ein 
Fernseher von Grundig, auch denn die Markenrechte am Wort "Fernseher" 
seit 60 Jahren abgelaufen sind und der Name "Grundig" seit 30 Jahren 
nicht mehr dem Max gehört. Verboten ist natürlich, Markennamen im 
Zusammenhang mit der Bewerbung fremder Produkte zu verwenden. "Sieht aus 
wie eine Rolex, ist aber keine" oder "Papst-Lüfter von Sunon" könnte 
dann Ärger geben.

Auf den Kartons von Mobiltelefonen steht übrigens fast nie "Handy" 
drauf. Die Marke gehört(e) Bosch Telecom.
Gast #6994573
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Michael M. schrieb:
> ...und auch bei Röhrenfernsehern aus den 70ern mit kombiniertem
> Drucktastenaggregat.

Haben die Dinger auch einen herstellerneutralen Namen? Preomat ist mir 
vertraut, aber mindestens Kuba-Imperial hatte sowas auch von Ruwido.

Dass das angefragte 'Poti' etwas ganz anderes ist, wurde ja geklärt und 
man muß schon ziemlich alt sein, diese noch zu kennen.

Soul E. schrieb:
> Auf den Kartons von Mobiltelefonen steht übrigens fast nie "Handy"
> drauf. Die Marke gehört(e) Bosch Telecom.

Hast Du dafür eine Quelle?

Das erste handliche Mobiltelefon, was ich mit dem Label Bosch gesehen 
habe, war von Dancall, die Bosch sich gekauft hat, schätze so 1995. Das 
müsste das GSM509 gewesen sein, dessen verdecktes Servicemenü sich noch 
mit 3262255 = Dancall aufrufen ließ.
Angehängte Dateien:
Gast #6994666
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https://archive.org/details/TNM_Thyrite_varistors_quick_catalog_1963_-_Genera_20180115_0183

GE hat hier das DIAC-Symbol für seine Thyrite genannten Varistoren 
verwendet, hier eine Applikation von 1963  zur AC-Stabilisierung und 
Frequenzvervielfachung(!)

Hans-Joachim S. schrieb:

> Die Typenbezeichnung bei Grundig (...ups !) war:
> OV6770 ST6,0 bis ST8,5 KC3...

Danke für die Info, hab jetzt meine Bücherkisten durchwühlt und weitere 
Anwendungen gefunden.

- generell waren die kleinen Stab- und Scheibenförmigen aus 
Siliziumkarbid (Karborund), hatten S-förmige Kennlinien, nicht so zackig 
wie die Neuen Typen aus Metalloxid und wurden sehr vielfältig 
eingesetzt.

Hier von Conradty und Valvo unter Varistor/VDR und in den USA von 
General Electric als Thyrite, Nennspannung 6 Volt bis 10 kV, Uss 40kV 
für alle möglichen Anwendungen, also doch ein sehr interessantes Bauteil 
- hab zwei dieser unbenutzten Stäbe - vlt. fällt mir irgendein 
HS-Quatsch ein.
Angehängte Dateien:
Gast #6994708
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Manfred schrieb:

> Das erste handliche Mobiltelefon, was ich mit dem Label Bosch gesehen
> habe, war von Dancall, die Bosch sich gekauft hat, schätze so 1995. Das
> müsste das GSM509 gewesen sein, dessen verdecktes Servicemenü sich noch
> mit 3262255 = Dancall aufrufen ließ.

Das war 1997. Zu der Zeit hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei Bosch, 
bei dem mir eine etwas verlegene Personalerin erklärte, man brauche 
eigentlich gar keine Leute mehr, da man soeben eine ganze Firma 
übernommen habe.

Das erste "Handy" kam noch zu C-Netz-Zeiten: 
http://www.oebl.de/C-Netz/Geraete/Bosch/C9/Bosch_C9.html
Gast #6995272
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OT
>> Das erste "Handy" kam noch zu C-Netz-Zeiten:
> Dann erklär das mal:
>
> Motorola, on 3 April 1973 were first company to mass produce the the
> first handheld mobile phone.

Warum postest du so eine dümmliche Scheisse?
Dann erkläre das mal:

"Even though Motorola had showcased the world’s first cell phone in 
1973,
it was still a prototype. It would take years of work for the Motorola 
Dynatac 8000x to become available to the general public."
Gast #6995277
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Mitleser schrieb:

> "Even though Motorola had showcased the world’s first cell phone in
> 1973,
> it was still a prototype. It would take years of work for the Motorola
> Dynatac 8000x to become available to the general public."

Und das wurde unter dem Markennamen "Dynatec" verkauft,  nicht unter dem 
Markennamen "Handy" oder "Porty".
Gast #6995451
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Soul E. schrieb:
>> müsste das GSM509 gewesen sein, dessen verdecktes Servicemenü sich noch
>> mit 3262255 = Dancall aufrufen ließ.
>
> Das war 1997. Zu der Zeit hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei Bosch,
> bei dem mir eine etwas verlegene Personalerin erklärte, man brauche
> eigentlich gar keine Leute mehr, da man soeben eine ganze Firma
> übernommen habe.

An welchem Standort war das, Berlin, später an Motorola verkauft?

Es gab auch ein paar Entwickler in Salzgitter, die an GSM gebastelt 
haben. Das passte aber irgendwie nicht zu Bosch und wurde nach 
überschaubar geringer Zeit aufgegeben, ebenso wie der Versuch, DECT für 
den Endkundenmarkt zu machen.

> Das erste "Handy" kam noch zu C-Netz-Zeiten:
> http://www.oebl.de/C-Netz/Geraete/Bosch/C9/Bosch_C9.html

Oops, das kannte ich nicht.

Falschposter schrieb:
> Soul E. schrieb:
>> Das erste "Handy" kam noch zu C-Netz-Zeiten:
> Dann erklär das mal:
> Motorola, on 3 April 1973 were first company to mass produce the the
> first handheld mobile phone.

Die Bezeichnung "Handy" ist nur in Deutschland üblich, alle anderen 
sprechen von "mobile" oder "gsm".
Gast #6995470
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Manfred schrieb:

> Die Bezeichnung "Handy" ist nur in Deutschland üblich, alle anderen
> sprechen von "mobile" oder "gsm".

Tempotücher und Pabstlüfter kennt da auch keiner. Dafür sagen die Amis 
"Scotch" wenn sie Tesafilm meinen. Wir denken da an Getränke.

Markennamen waren damals noch regional, nicht global. Kein Spanier hätte 
einen schwanzverlängernden SUV "Mitsubishi Pajero" genannt.
#6995487
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Einsteller schrieb:
> Dieser Einsteller war in älteren Fernsehern verbaut und diente wohl der
> Einstellung einer Spannung.

Ich sehe keine Lötspuren, der ist wohl NOS aus einem Pollin-Paket? :)

Ich habe vor Jahrzehnten mal mindestens einen ausgelötet. Wenn ich ihn 
noch hätte, könnte ich die VDR-Eigenschaften nachmessen.

Aus derselben Zeit stammt so ein charakteristischer Thyristor aus der 
Zeilenablenkung, der in einem Stück blanken Alurohr steckte. Der hieß so 
ähnlich wie TN600?

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