MOSFET schaltet nicht ganz durch

#6993182
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Hallo zusammen,

folgender MOSFET: 
https://www.mouser.de/datasheet/2/427/sqjq900e-2584272.pdf

(einer davon) ist am Source direkt auf Masse gelegt. Am Drain liegen 12V 
und ein (12V-)LED-Streifen an. Wenn ich den MOSFET nun mit 3.3V (also 
UGS=3.3V) ansteuer schaltet dieser nicht vollständig durch. Die LED 
leuchten zwar, aber nicht in der Helligkeit wie sie eigentlich leuchten 
sollten..

Woran liegt das? Wie ich das sehe müsste bei U_GS 3.3V minimum 10A 
möglich sein.

Verstehe das Problem nicht..

Danke vorab,

Bob
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6993231
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Bob E. schrieb:
> Woran liegt das?
Wieviel Spannung fällt im Fehlerfall bei welchem Strom an DS ab?

Alle Tabellenwerte fangen erst bei Ugs = 4,5V an. Eine Ugs mit 3V taucht 
dann 1 einziges Mal im Diagramm auf. Und dort im Grunde nur, um zu 
zeigen, dass der Mosfet für diese Spanung nicht geeignet ist.
Angehängte Dateien:
#6993289
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Bob E. schrieb:
> Wie ich das sehe müsste bei U_GS 3.3V minimum 10A
> möglich sein.

Das Diagramm zeigt typische Werte. Je nach Exemplar kann das 
unterschiedlich sein.
Die Streubreite kannst du in etwa abschätzen über den Streubereich der 
"Gate-source threshold voltage": 1,5...2,5V. Die Kurve kann also 
exemplarabhängig um die +/- 0,5V verschoben sein.
Verbindliche Spezifikationen findes du nur unter "Drain-source on-state 
resistance": da ist der kleinste spezifizierte Wert von U_GS 4,5V.
Und auch das gilt nur bei 25°C. Bei niedrigeren Temperaturen muss man 
noch mehr Reserve einplanen.
Gast #6993621
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Teo D. schrieb:
> OK, Dabla angesehen. Hm, bei 10A verlierst Du schon 3-5V. Evtl. taugt
> der doch nicht für deine Anwendung.

Wo steht geschrieben, dass der TO als Anfänger LED mit 10A betreiben 
will?
Wäre sehr sportlich.

Vermutlich sackt seine NT-Spannung schon bei 0,5A ab.
Wer so wenig Kenntnisse hat, sollte die Finger von 10A lassen.
#6993629
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michael_ schrieb:
> Teo D. schrieb:
>> OK, Dabla angesehen. Hm, bei 10A verlierst Du schon 3-5V. Evtl. taugt
>> der doch nicht für deine Anwendung.
>
> Wo steht geschrieben, dass der TO als Anfänger LED mit 10A betreiben
> will?

Wo steht es denn nichtgeschrieben?

Davon abgesehen gibt es Threads von Anfängern die mit Hochvoltakkus im 
KW-Bereich hantieren wollen. Dagegen sind 10A ein laues Lüftchen.
#6993644
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Jobst Q. schrieb:
> Da der Mosfet schon vorhanden ist, ist ein Optokoppler deutlich
> preiswerter.

Frage mich wie der TO auf den Mosfet gekommen ist?


Und der RDS(On) ist beim SQJQ900E niedriger.

Bei der Anwendung vollkommen irrelevant.


> Zudem ist das ansteuernde Gerät mit Optokoppler besser geschützt, wenn
> etwas schief geht.

Dann sind Millionen von Schaltungen gefährdet.

Aber Hauptsache der Optokoppler kommt zum Einsatz;-)


PS: Du bist lange genug im Forum, benutze bitte die Zitierfunktion. Das 
wird hier ja langsam zur Seuche.
#6993650
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michael_ schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Frage mich wie der TO auf den Mosfet gekommen ist?
>
> Eher die Frage, wieso auf "Diesen"?

Was Unterscheidet das von meiner Frage?


> Hat er den in der 4ma mitgehen lassen.

Es heißt „Firma“ und Du solltest dumme Unterstellungen lassen.


> Und bei 12V ist erst mal der R-DS absolut wurscht.
> Egal ob da 0,1V oder 0,8V abfallen.
>
> In der Helligkeit einer LED bemerkt das Niemand.

Doch, merkt man. Die Vdrlustleistung am Transistor sollte auch nicht 
außer acht gelassen werden.

Dem TO fehlt es an Grundlagen, falls Dir das entgangen sein sollte.
Gast #6993654
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Jörg R. schrieb:
>> Hat er den in der 4ma mitgehen lassen.
>
> Es heißt „Firma“ und Du solltest dumme Unterstellungen lassen.

Deine Witze gefallen der Menschheit :-)
Als privater Bastler wählt man so einen Doppel-MOS nicht aus.

Jörg R. schrieb:
> Doch, merkt man. Die Vdrlustleistung am Transistor sollte auch nicht
> außer acht gelassen werden.

Ach? Rechne das doch mal vor.
Sagen wir mal bei 1A.
#6993660
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michael_ schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>>> Hat er den in der 4ma mitgehen lassen.
>>
>> Es heißt „Firma“ und Du solltest dumme Unterstellungen lassen.
>
> Deine Witze gefallen der Menschheit :-)

War kein Witz.


> Als privater Bastler wählt man so einen Doppel-MOS nicht aus.

Doch, wenn es zur Anwendung passt. Beim TO passt es halt nicht, mal ganz 
davon abgesehen dass auch die Specs nicht passen.


> Jörg R. schrieb:
>> Doch, merkt man. Die Vdrlustleistung am Transistor sollte auch nicht
>> außer acht gelassen werden.
>
> Ach? Rechne das doch mal vor.
> Sagen wir mal bei 1A.

0,1W zu 0,8W, das war einfach. Ein erheblicher Temperaturunterschied am 
Transistor.
#6994015
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Jörg R. schrieb:
>> Zudem ist das ansteuernde Gerät mit Optokoppler besser geschützt, wenn
>> etwas schief geht.
>
> Dann sind Millionen von Schaltungen gefährdet.

Es ist ein Unterschied zwischen geschlossenen und vielfach erprobten 
Fertiggeräten und Bastel- und Experimentierschaltungen.

Und wenn der FET durchbrennt und die 12V zB auf Raspi-GPIOs gehen, die 
nur für 3,3V vorgesehen sind, ist das schon eine Preisfrage.

Es ist ja schön, dass es so Low-Voltage FETs wie IRF3708 gibt, aber ich 
würde sie nur anwenden, wenn keine höhere Spannung zur Verfügung steht. 
Da es physikalisch bedingt ja auch auf Kosten anderer Daten geht.
>
> Aber Hauptsache der Optokoppler kommt zum Einsatz;-)

Optokoppler sind einfach optimal,um die Ansteuerung vor Rückwirkungen 
der Leistungselektronik zu schützen und um Potentialunterschiede zu 
überwinden. Dazu sind sie preiswert und einfach einzusetzen.

>
> PS: Du bist lange genug im Forum, benutze bitte die Zitierfunktion. Das
> wird hier ja langsam zur Seuche.

Meistens mache ich das auch, in diesem Fall bin ich nur 
fälschlicherweise davon ausgegangen, dass meine Antwort direkt auf deine 
folgt.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6994118
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Jobst Q. schrieb:
> Ich würde mit einem Optokoppler die 12V auf das Gate schalten
Ich würde nur einen Optokoppler nehmen, wenn ich einen Optokoppler 
brauche.

Denn der Nachteil an dieser "Gateansteuerung via Optokoppler" ist der, 
dass der Optokoppler nur auf einen Pegel aktiv schalten kann. Der 
jeweils andere Pegel muss dann der hochohmige(re) Pullwiderstand machen. 
Also hat man sehr unterschiedliche Schaltzeiten zwischen an-aus bzw. 
aus-an.

Darüber hinaus sind Optokoppler schnarchlangsam, wenn man nicht gerade 
digitale Koppler nimmt (die dann auch nur für 3,3..5V geeignet sind)...

Jobst Q. schrieb:
> Zudem ist das ansteuernde Gerät mit Optokoppler besser geschützt, wenn
> etwas schief geht.
Auch wieder so ein "Totschlagargument". So einen Kalauer dürfen 
eigentlich nur Versicherungsverkäufer bringen.

> Da der Mosfet schon vorhanden ist, ist ein Optokoppler deutlich
> preiswerter.
Ein simpler Transistor, der die Ansteuerung so gut wie der OK erledigen 
könnte, ist noch viel billiger. Oder wenn schon, dann gleich ein 
richtiger amtlicher Lowside-Gatetreiber vom Schlage UCC27518 oder 
IX4310T o.ä.
#6995396
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Lothar M. schrieb:
> Jobst Q. schrieb:
>> Ich würde mit einem Optokoppler die 12V auf das Gate schalten
> Ich würde nur einen Optokoppler nehmen, wenn ich einen Optokoppler
> brauche.
>
> Denn der Nachteil an dieser "Gateansteuerung via Optokoppler" ist der,
> dass der Optokoppler nur auf einen Pegel aktiv schalten kann. Der
> jeweils andere Pegel muss dann der hochohmige(re) Pullwiderstand machen.
> Also hat man sehr unterschiedliche Schaltzeiten zwischen an-aus bzw.
> aus-an.

Und was macht das aus bei so einer simplen Schaltanwendung? Wer merkt 
die paar Mikrosekunden Unterschied? Und falls es nötig sein sollte,zB 
bei schneller PWM, kann man 2 gegenläufig angesteuerte Optokoppler 
nehmen.

> Darüber hinaus sind Optokoppler schnarchlangsam, wenn man nicht gerade
> digitale Koppler nimmt (die dann auch nur für 3,3..5V geeignet sind)...

Immerhin werden Optokoppler auch für MIDI-Signale mit 31,5 KBaud 
verwendet. Für die übliche PWM-Frequenz von 500hz reichen sogar die 
billigen 817er.

>
> Jobst Q. schrieb:
>> Zudem ist das ansteuernde Gerät mit Optokoppler besser geschützt, wenn
>> etwas schief geht.
> Auch wieder so ein "Totschlagargument". So einen Kalauer dürfen
> eigentlich nur Versicherungsverkäufer bringen.

So günstige Versicherungsbeiträge wie die Kosten eines Optokopplers wird 
kein Versicherungsverkäufer anbieten können. Solange mir niemand 
garantieren kann, dass die Gateisolation beim Durchlegieren eines 
MOSFETs unbehelligt bleibt,verzichte ich lieber auf die direkte Kopplung 
zwischen 3,3V Systemen und 12V. Und bei Logic-Level-FETs ist die 
Isolierschicht nochmal extra dünn.

>
>> Da der Mosfet schon vorhanden ist, ist ein Optokoppler deutlich
>> preiswerter.

> Ein simpler Transistor, der die Ansteuerung so gut wie der OK erledigen
> könnte, ist noch viel billiger.

Für einen N-FET braucht es mindestens zwei Transistoren und zwei 
Widerstände statt dem Optokoppler. Also deutlich mehr Lötarbeit und 
keine galvanische Trennung.

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