Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Transistorschaltung zum Umpolen (Vcc - GND) eines Kondensators gesucht


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von Tobias S. (tost42)


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Hallo zusammen,
ich benötige etwas Hilfe und hoffe hier an der richtigen Stelle zu sein. 
Falls es eine gänzlich andere Lösung gibt, bin ich dafür natürlich auch 
offen.

Mein allgemeines Problem ist folgendes: Für eine Spannungskaskade muss 
ich einen Kondensator (im Bild C3) ständig umpolen - hierzu generiere 
ich mir mit einem 74HC einen Takt (~30kHz). Der Kondensator soll nun 
zwischen einer vorhandenen Versorgungsspannung (variable zwischen 30 – 
100V bzw. zur Not auch negativ möglich) und Ground umgepolt werden. Eine 
Regelung per Komparator schaltet den Takt ein bzw aus. Oberstes Ziel ist 
ein möglichst kleiner Verbrauch.

Meine unvollständige Lösung ist in der Abbildung gezeigt – der NMOS in 
der Simulation ist mehr Dummy als ausgewählte Komponente. Aus dem Takt 
generiere ich mir ein break-before-make Signal um zwei Transistoren 
anzusteuern. Das funktioniert mit dem NMOS für die low-side auch ganz 
gut, aber für die high-side stehe ich auf dem Schlauch… Hinzu kommt das 
Problem, dass ich für den PMOS sehr schnell V_GS überschreite…

Die simple aber für den Verbrauch sehr schlechte Lösung wäre es den 
Schalter in der high-side gegen einen Widerstand zu wechseln… aber dann 
fliest einfach zu viel Strom und ich bin schnell >500uA im Mittel.


Ich hoffe ihr habt einen Tipp für mich – vielen Dank schon mal im Voraus 
für eure Mühe
Tobias

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Tobias S. schrieb:
> Ich hoffe ihr habt einen Tipp für mich
Nimm einen der üblichen Gatedriver.
Da sind High- und Low-Side-Treiber in einem 8-Pinner zusammengefasst.
https://www.mouser.de/c/semiconductors/power-management-ics/gate-drivers/

> bzw. zur Not auch negativ möglich
Mach einen Brückengleichrichter davor.

: Bearbeitet durch Moderator
von Falk B. (falk)


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Tobias S. schrieb:
> Hallo zusammen,
> ich benötige etwas Hilfe und hoffe hier an der richtigen Stelle zu sein.
> Falls es eine gänzlich andere Lösung gibt, bin ich dafür natürlich auch
> offen.
>
> Mein allgemeines Problem ist folgendes: Für eine Spannungskaskade muss
> ich einen Kondensator (im Bild C3) ständig umpolen -

Nö, du must eine Wechselspannung einspeisen. Das ist was anderes.

> Eine
> Regelung per Komparator schaltet den Takt ein bzw aus. Oberstes Ziel ist
> ein möglichst kleiner Verbrauch.

> Die simple aber für den Verbrauch sehr schlechte Lösung wäre es den
> Schalter in der high-side gegen einen Widerstand zu wechseln… aber dann
> fliest einfach zu viel Strom und ich bin schnell >500uA im Mittel.

Man nehme eine passende Halbbrücke, ggf. diskret mit Treiber + 2 MOSFETs 
aufgebaut.

Aber was soll es denn INSGESAMT werden? Dein Lösungsansatz ist 
vermutlich nicht sonderlich gut.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Für 30kHz und hohen Spannungen kann man die Endstufe diskret aufbauen. 
Die Ansteuerung muss zwar auch die hohe Spannung liefern, aber braucht 
nicht mehr so belastbar sein. Eine Emitterschaltung mit high-side 
Widerstand genügt als Ansteuerung.

von Falk B. (falk)


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Michael M. schrieb:
> Für 30kHz und hohen Spannungen kann man die Endstufe diskret aufbauen.

Kann man, aber der OP scheint eine sehr sparsame Schaltung anzustreben.

"fliest einfach zu viel Strom und ich bin schnell >500uA im Mittel."

> Die Ansteuerung muss zwar auch die hohe Spannung liefern, aber braucht
> nicht mehr so belastbar sein. Eine Emitterschaltung mit high-side
> Widerstand genügt als Ansteuerung.

Der aber auch einiges an Strom zieht, vor allem bei 100V.

von Nautilus (Gast)


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Stichwort Ladungspumpe.
siehe Datenblatt ICL7660

von Falk B. (falk)


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Nautilus schrieb:
> Stichwort Ladungspumpe.
> siehe Datenblatt ICL7660

TOLL! Und der IC arbeitet mit 30-100V?

von H. H. (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Nautilus schrieb:
>> Stichwort Ladungspumpe.
>> siehe Datenblatt ICL7660
>
> TOLL! Und der IC arbeitet mit 30-100V?

Als Rauchgenerator schon.

von Falk B. (falk)


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Wenn es um die sparsame Erzeugung einer höheren Spannung mit sehr 
geringem Ausgangsstrom geht (<1mA), kann ich den LT1073 empfehlen. Im 
Datenblatt Seite 14 gibt es eine Schaltung mit zusätzlicher Kaskade zur 
Erzeugung von 90V. Man kann da auch noch mehr Stufen nehmen, um höhere 
Ausgangsspannungen zu erreichen. Der IC arbeitet von 1-30V!

von Andrew T. (marsufant)


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Tobias S. schrieb:
> fliest einfach zu viel Strom und ich bin schnell >500uA im Mittel.

Das bist Du immer bei 30kHz, 100V und 0.2 uF.

Tipp: einfach mal rechnen, welche Ladungsmenge Du da rein- und 
rausbringst.

von Tobias S. (tost42)


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Hallo zusammen,
erst mal vielen herzlichen Dank für die zahlreichen und schnellen 
Rückmeldungen!

So dann versuche ich mal alle Beiträge zu beantworten, ich hoffe ich 
übersehe nichts.


Lothar M. schrieb:
> Da sind High- und Low-Side-Treiber in einem 8-Pinner zusammengefasst.
Danke, daran hatte ich auch schon sehr kurz gedacht und gesucht… aber 
was ich findet hat einen quiescent current von min. 250uA oder will als 
VCC 10-20V haben. Ich habe mich jetzt noch nicht durch alle Datenblätter 
gelesen, aber ca 10 dürfte ich schon durch haben. Meint ihr ich findet 
etwas passendes mit I<100uA und Vcc 3-5V aber Vhs >100V ?

>> bzw. zur Not auch negativ möglich
> Mach einen Brückengleichrichter davor.
Sorry, da hatte ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich meine ich 
habe als „Versorgungsspannung“ der Kaskade entweder eine Spannung im 
Bereich von 30-100V, könnte aber, wenn es die Schaltung einfacher macht 
auch – aber ungern – auf -30 bis -100V umsteigen.


Falk B. schrieb:
> Nö, du must eine Wechselspannung einspeisen. Das ist was anderes.
Jain, ich muss den Kondensator C3 zwischen zwei Spannungen hin und her 
schalten… und genau das möchte ich zwischen Vcc (30-100V) und GND 
erledigen.

> Aber was soll es denn INSGESAMT werden? Dein Lösungsansatz ist
> vermutlich nicht sonderlich gut.
Für eine einfache, günstige UND low power Alternative bin ich natürlich 
offen! Ziel ist es eine Spannungskaskade möglichst sparsam zu treiben. 
Dabei sollen alle Stufen möglichst den gleichen Potentialunterschied 
haben. Daher möchte ich die Kaskade mit einer Analogspannung (deltaV = 
Vcc- GND) treiben. So stelle ich sicher, dass alle Stufen deltaV 
auseinander liegen. Als Versorgung habe ich 5V, die aktuell über einen 
Boost-Konverter LT8365 und DAC auf die 30-100V geregelt werden.

>Kann man, aber der OP scheint eine sehr sparsame Schaltung anzustreben.
Genau, solange die Kaskade nicht belastet ist und ich deshalb nicht 
pumpen muss, sollte der Aufbau so gut wie nichts (<~50uA 5V) 
verbrauchen. Während der Nachregelung (der Kondensator wird umgepolt) 
sollten die Verluste klein bleiben. Sprich wenn ich nur mit einem NMOS 
schalte, muss ich den Widerstand hoch wählen, damit mir die max.100V 
nicht nach GND weg rennen. Gleichzeitig begrenze ich mit dem Widerstand 
aber meine Pumpleistung enorm. Diesen hohen Strom meinte ich mit den 
500uA… wenn ich dort einen 100kOhm einsetzte und der NMOS mit 50% duty 
cycle schaltet – der ist dann für nichts geflossen nur von Vcc über 100k 
nach GND.

Andrew T. schrieb:
>> <500uA
> Das bist Du immer bei 30kHz, 100V und 0.2 uF.
Jep, das ist mir klar. Für diesen Strom bekomme ich aber immerhin meine 
höhere Spannung. Wenn ich den 0.2uF reduziere gehen meine Verluste auf 
kosten der Geschwindigkeit runter. Da die Kaskade aber beim Erreichen 
der nötigen Spannung abgeschaltet wird, ist das nur während des pumpens 
relevant – ähnlich wie bei der Lösung mit Widerstand. Die 
Widerstandslösung ließe sich evtl durch einen duty cycle ~10-20% 
verbessern, wobei auch dies auf die Geschwindigkeit und Pumpleistung 
geht, sobald die Kaskade belastet wird. Ich denke den Wert von C3 werde 
ich durch ausprobieren Stück für Stück reduzieren – dazu muss ich aber 
mit einer belasteten Kaskade testen.


Vielen Dank für eure Mühe und ich bin mal gespannt, ob jemand noch eine 
Idee hat. Derweil suche ich weiter nach einem passenden IC wie ihn 
Lothar M. vorgeschlagen hat, der aber kaum etwas verbraucht und dennoch 
100V vertragen kann. Außerdem werde ich mal eine Simulation mit 
Widerstand und anderem duty cylce für die Leistung laufen lassen.


Viele Grüße
Tobias

von Falk B. (falk)


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Tobias S. schrieb:
>> Aber was soll es denn INSGESAMT werden? Dein Lösungsansatz ist
>> vermutlich nicht sonderlich gut.
> Für eine einfache, günstige UND low power Alternative bin ich natürlich
> offen! Ziel ist es eine Spannungskaskade möglichst sparsam zu treiben.

Warum? Willst du das Weltklima retten oder hat das auch handfeste 
Gründe, wie Batteriebetrieb?

> Dabei sollen alle Stufen möglichst den gleichen Potentialunterschied
> haben. Daher möchte ich die Kaskade mit einer Analogspannung (deltaV =
> Vcc- GND) treiben. So stelle ich sicher, dass alle Stufen deltaV
> auseinander liegen. Als Versorgung habe ich 5V, die aktuell über einen
> Boost-Konverter LT8365 und DAC auf die 30-100V geregelt werden.

Das ist deine aktuelle Lösung, aber NICHT das Ziel! Welche 
Ausgangsspannung und welchen Strom brauchst du? Welchen Stromverbrauch 
soll das Ganze haben?

>>Kann man, aber der OP scheint eine sehr sparsame Schaltung anzustreben.
> Genau, solange die Kaskade nicht belastet ist und ich deshalb nicht
> pumpen muss, sollte der Aufbau so gut wie nichts (<~50uA 5V)
> verbrauchen.

Warum? Ist deine Energiequelle so schlaff? 50uA sind schon arg wenig.

> Während der Nachregelung (der Kondensator wird umgepolt)

Der Kondensator wird NIEMALS umgepolt, die Spannung hat IMMER die 
gleiche Polarität. Er wird bestenfalls nachgeladen.

> sollten die Verluste klein bleiben. Sprich wenn ich nur mit einem NMOS
> schalte, muss ich den Widerstand hoch wählen, damit mir die max.100V
> nicht nach GND weg rennen.

Wirres Zeug.

> ich durch ausprobieren Stück für Stück reduzieren – dazu muss ich aber
> mit einer belasteten Kaskade testen.

Du steckst schon viel zu sehr in deiner Lösung fest. Sag was INSGESAMT 
rauskommen soll. Siehe oben.

> Lothar M. vorgeschlagen hat, der aber kaum etwas verbraucht und dennoch
> 100V vertragen kann.

Unsinn. Du hast gar keine 100V, brauchst die vermutlich auch gar nicht. 
Das ist nur deine Idee, bestenfalls ein Zwischenschritt. Man kann auch 
hohe Spannungen ohne Kaskade erzeugen, z.B. mit einem passenden Trafo. 
Das hat den Vorteil, daß man einfache, sparsame ICs für 5V nehmen kann, 
denn diese 5V hast du schon.

 Außerdem werde ich mal eine Simulation mit
> Widerstand und anderem duty cylce für die Leistung laufen lassen.

Vergiss die Simulation, du brauchst erstmal ein sinnvolles Konzept. Das 
hast du nicht.

von Tobias S. (tost42)


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Hallo Falk B.,
hmm ich scheine mich missverständlich ausgedrückt zu haben... ich 
probiere es einfach noch mal:

Falk B. schrieb:
> Warum? Willst du das Weltklima retten oder hat das auch handfeste
> Gründe, wie Batteriebetrieb?
Genau, das Ganze muss über eine Batterie betrieben werden und soll daher 
im Standby (also die Kaskade ist nicht belastet) „nichts“ verbrauchen. 
Wenn die Kaskade belastet wird und ich somit pumpen muss, möchte ich 
natürlich möglichst effizient bleiben...

>> Dabei sollen alle Stufen möglichst den gleichen Potentialunterschied
>> haben. Daher möchte ich die Kaskade mit einer Analogspannung (deltaV =
>> Vcc- GND) treiben. So stelle ich sicher, dass alle Stufen deltaV
>> auseinander liegen. Als Versorgung habe ich 5V, die aktuell über einen
>> Boost-Konverter LT8365 und DAC auf die 30-100V geregelt werden.
>
> Das ist deine aktuelle Lösung, aber NICHT das Ziel! Welche
> Ausgangsspannung und welchen Strom brauchst du? Welchen Stromverbrauch
> soll das Ganze haben?
Doch das ist mein Ziel! 30-100V in der ersten Kaskadenstufe und jeweils 
30-100V in den darauf folgenden Stufen. Damit meine ich nicht, dass die 
Stufen in diesem Bereich variieren dürfen, sondern dass ich eine 
Spannung z.B. U=45V als Versorgung und damit als erste Stufe und als 
deltaV=U wähle. Diese Spannung U muss ich zwischen 30V und 100V 
variieren können. Dabei soll der Spannungsunterschied je Stufe U sein. 
Ja ich weiß, dass das nicht genau so geht, weil ich einen 
Spannungsabfall über den Dioden habe, aber eben so gut es geht.

>>>Kann man, aber der OP scheint eine sehr sparsame Schaltung anzustreben.
>> Genau, solange die Kaskade nicht belastet ist und ich deshalb nicht
>> pumpen muss, sollte der Aufbau so gut wie nichts (<~50uA 5V)
>> verbrauchen.
>
> Warum? Ist deine Energiequelle so schlaff? 50uA sind schon arg wenig.
Ist eben nur eine kleine Batterie, die so lange wie möglich halten soll. 
50uA sind schon ziemlich viel für eine Schaltung, die ohne zu pumpen im 
Idle ist....

>> Während der Nachregelung (der Kondensator wird umgepolt)
>
> Der Kondensator wird NIEMALS umgepolt, die Spannung hat IMMER die
> gleiche Polarität. Er wird bestenfalls nachgeladen.
Ok, ich bin kein Germanist. Der Kondensator wird geladen und entladen 
und das mit der Clock-Frequenz.

>> sollten die Verluste klein bleiben. Sprich wenn ich nur mit einem NMOS
>> schalte, muss ich den Widerstand hoch wählen, damit mir die max.100V
>> nicht nach GND weg rennen.
>
> Wirres Zeug.
Ja stimmt, ich beziehe das alles auf die Lösungsversion, wo ich anstatt 
des Schalters einen Widerstand einsetzte... also wenn der NMOS leitet 
der Strom durch diesen Widerstand direkt nach GND fliest.

>> ich durch ausprobieren Stück für Stück reduzieren – dazu muss ich aber
>> mit einer belasteten Kaskade testen.
>
> Du steckst schon viel zu sehr in deiner Lösung fest. Sag was INSGESAMT
> rauskommen soll. Siehe oben.
Ich kenne meine Last an der Kaskade leider momentan noch nicht genau, 
vermute aber, dass sie unter 1mA liegt... aber in Peaks bis dahin 
ansteigen kann.

>> Lothar M. vorgeschlagen hat, der aber kaum etwas verbraucht und dennoch
>> 100V vertragen kann.
>
> Unsinn. Du hast gar keine 100V, brauchst die vermutlich auch gar nicht.
> Das ist nur deine Idee, bestenfalls ein Zwischenschritt. Man kann auch
> hohe Spannungen ohne Kaskade erzeugen, z.B. mit einem passenden Trafo.
> Das hat den Vorteil, daß man einfache, sparsame ICs für 5V nehmen kann,
> denn diese 5V hast du schon.
S.o. die 100V brauche ich. Ja es ginge auch mit einem Trafo. Dafür muss 
ich dann nur einen mit mind. 1:10 und Oberflächenmontage finden. Ein 
wirklich gut regelbaren Step-Down-Konverter suchen, buffern.... und dann 
könnte es gehen.

Ich hoffe ich konnte mich jetzt etwas klarer ausdrücken.
Viele Grüße
Tobias

von H. H. (Gast)


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Tobias S. schrieb:
> Ziel ist es eine Spannungskaskade möglichst sparsam zu treiben.

Als Selbstzweck?


Oder soll damit doch etwas versorgt werden...

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Tobias S. schrieb:
> Ein wirklich gut regelbaren Step-Down-Konverter suchen
???
Nimm doch gleich einen Stepup.

> Ich kenne meine Last an der Kaskade leider momentan noch nicht genau,
> vermute aber, dass sie unter 1mA liegt...
Welche Spannung braucht die Last dabei? Und wie stabil muss die Spannung 
dafür sein?

H. H. schrieb:
> Oder soll damit doch etwas versorgt werden...
Nachdem die Frage nach der finalen Ausgangsspannung jetzt immer noch 
undefiniert oder zumindest unklar ist, wären Informationen zur Last auch 
ein Ansatz.

von Tobias S. (tost42)


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Lothar M. schrieb:
> Nimm doch gleich einen Stepup.
Hmmm das könnte eine Idee sein. Wenn ich mit einem StepUp auf max 20V 
gehe, sollte sich das mit einem Transistor gut schalten lassen und ich 
brauche nur noch einen Trafo mit 1:5 ... (Dann muss es aber vermutlich 
ein SEPIC sein, damit ich weit genug runter komme.)

>> Ich kenne meine Last an der Kaskade leider momentan noch nicht genau,
>> vermute aber, dass sie unter 1mA liegt...
> Welche Spannung braucht die Last dabei? Und wie stabil muss die Spannung
> dafür sein?
> H. H. schrieb:
>> Oder soll damit doch etwas versorgt werden...
> Nachdem die Frage nach der finalen Ausgangsspannung jetzt immer noch
> undefiniert oder zumindest unklar ist, wären Informationen zur Last auch
> ein Ansatz.

Die Kaskade soll je Stufe die Spannung für einen PMT erzeugen, daher 
auch die Vorgabe der Stufenabstände. Da die Grundlast am PMT noch nicht 
klar ist, kann ich keine genauen Aussagen zum Strom tätigen.


Danke für eure Mühe und viele Grüße
Tobias

von Falk B. (falk)


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Tobias S. schrieb:

> Genau, das Ganze muss über eine Batterie betrieben werden und soll daher
> im Standby (also die Kaskade ist nicht belastet) „nichts“ verbrauchen.

Dann schalte sie einfach aus. ;-) Wenn die Kaskade nicht belastet wird, 
braucht auch keiner die Spannung.

> Doch das ist mein Ziel! 30-100V in der ersten Kaskadenstufe und jeweils
> 30-100V in den darauf folgenden Stufen.

Du willst also mehrere Spannungsstufen mit 30-100V erzeugen, wofür auch 
immer. Das macht eine Kaskade, auch relativ genau.

>> Warum? Ist deine Energiequelle so schlaff? 50uA sind schon arg wenig.
> Ist eben nur eine kleine Batterie, die so lange wie möglich halten soll.
> 50uA sind schon ziemlich viel für eine Schaltung, die ohne zu pumpen im
> Idle ist....

50uA sind hier VERDAMMT wenig, erst recht mit deinem Wissen. Aber selbst 
Profis haben hier ARG zu kämpfen. Geh mal lieber mit 500-1000uA in 
Rennen.

>>> Während der Nachregelung (der Kondensator wird umgepolt)
>>
>> Der Kondensator wird NIEMALS umgepolt, die Spannung hat IMMER die
>> gleiche Polarität. Er wird bestenfalls nachgeladen.
> Ok, ich bin kein Germanist. Der Kondensator wird geladen und entladen
> und das mit der Clock-Frequenz.

Clock-Frequenz? Soso.

> Ich kenne meine Last an der Kaskade leider momentan noch nicht genau,
> vermute aber, dass sie unter 1mA liegt... aber in Peaks bis dahin
> ansteigen kann.

> S.o. die 100V brauche ich. Ja es ginge auch mit einem Trafo. Dafür muss
> ich dann nur einen mit mind. 1:10 und Oberflächenmontage finden. Ein
> wirklich gut regelbaren Step-Down-Konverter suchen, buffern.... und dann
> könnte es gehen.
>
> Ich hoffe ich konnte mich jetzt etwas klarer ausdrücken.

Nur bedingt. Du hast immer noch nicht wirklich gesagt, was INSGESAMT 
rauskommen soll. Wozu brauchst du die Spannungsstufen? Wieviele? 
Geigerzähler?

von H. H. (Gast)


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Tobias S. schrieb:
> Die Kaskade soll je Stufe die Spannung für einen PMT erzeugen, daher
> auch die Vorgabe der Stufenabstände. Da die Grundlast am PMT noch nicht
> klar ist, kann ich keine genauen Aussagen zum Strom tätigen.

Ein Sperrwandler mit mehreren Ausgängen macht das viel besser.

von Falk B. (falk)


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Tobias S. schrieb:
> Die Kaskade soll je Stufe die Spannung für einen PMT erzeugen, daher
> auch die Vorgabe der Stufenabstände.

AHA!!!!!

Na dann würde man einen passenden 1:10 Trafo nehmen, der dann die 
30-100V am Ausgang erzeugt. Den kann man mit 3-10V am Eingang ansteuern, 
dafür gibt es einfache, SPARSAME MOSFET-Treiber. Fertig.

von Falk B. (falk)


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H. H. schrieb:
> Ein Sperrwandler mit mehreren Ausgängen macht das viel besser.

Dafür braucht es aber Know How und einen kundenspezifischen Trafo.

von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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H. H. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Nautilus schrieb:
>>> Stichwort Ladungspumpe.
>>> siehe Datenblatt ICL7660
>>
>> TOLL! Und der IC arbeitet mit 30-100V?
>
> Als Rauchgenerator schon.

Das ist der so genannte "one shot"-Betrieb  :D

von dg0mg (Gast)


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@Tobias: Evtl kannst Du wirklich etwas ausführlicher beschreiben, was Du 
konkret vorhast. Und bissl weiter vorn anfangen, als mit der Spannung, 
mit der die Kaskade getrieben werden soll ;)
Möglicherweise gibts ja auch ganz andere Lösungen für Dein Problem.

Es soll extrem leistungsarm ein PMT versorgt werden: Eine "Photo 
Multiplier Tube", oder Sekundärelektronenvervielfacher SEV. Es geht also 
sicher um die Messung ionisierender Strahlung mit einem Szintillator.

Hier hatte ich schonmal selbst einige Links zu diesem Thema gesammelt:
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,417.msg6343.html#msg6343

Bei den Strahlungsmesstechnikfreunden ist ein ca. 25 Jahre altes 
US-Gerät namens "STE mini Radiation Pager" sehr beliebt - ein 
zigarettenschachtelgroßes Warngerät für den Hosengürtel, das genau die 
geforderte Schaltung in noch handlebarer SMD-Technik enthält. Es kann 
aus 2 AA-Batterien ~1 Jahr(!) betrieben werden und hat wirklich eine mit 
fast 1000 Volt betriebene Röhre eingebaut. Zufälligerweise hat erst 
letzte Woche ein extrem geduldiger und sehr fleißiger Interessierter den 
kompletten Schaltplan herausgezeichnet. Hier zu finden: 
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,6.msg11726.html#msg11726 
(Registrierung notwendig).
Da kannst Du zumindest mal schauen, wie ein kommerzieller Konstrukteur 
das  gelöst hat, der ein Gerät für FBI und Homeland-Security entwickelt 
hat.

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