Funktion des Schaltplans

OP #7005204
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Hallo,

ich habe gerade den Schaltplan vom ESP FireBeetle angeschaut und 
verstehe die Stromversorgung nicht ganz.
Dass der RT9080 von der Batterie über den Mosfet isoliert werden soll 
wenn usb angeschlossen ist ist mir klar, aber was ist die Aufgabe von 
D10? Die sollte doch erst ab 6.2V leiten und daher nie benutzt werden?

Und der rechte Teil ist denke ich zum Batterieladestatus messen, aber 
was soll R10? als 0 ohm widerstand?

Viele Grüße
Lino
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Gast #7005258
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Lino Z. schrieb:
> aber was ist die Aufgabe von
> D10? Die sollte doch erst ab 6.2V leiten und daher nie benutzt werden?

Es sieht danach aus, dass VB auch größer sein kann, z.B. 12V. Dann wirkt 
Q3 mit D10 wie ein einfacher Längsregler, der die VCC auf ca. 8-9V 
begrenzt.
Das ist allerdings seltsam, denn der RT9080 verträgt nur max. 6.5V (max. 
Ratings).

Lino Z. schrieb:
> Und der rechte Teil ist denke ich zum Batterieladestatus messen, aber
> was soll R10? als 0 ohm widerstand?
0Ω-Widerstände werden gerne mal verbaut, um auftrennen zu können ohne 
eine Leiterbahn zu durchtrennen. Entweder für Varianten oder zum 
Kalibrieren.
Wenn das mit einem µC-ADC gemessen werden soll, erscheinen mir die 
beiden Spannungsteilerwiderstände zu hochohmig.
Gast #7005320
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HildeK schrieb:
> 0Ω-Widerstände werden gerne mal verbaut, um auftrennen zu können ohne
> eine Leiterbahn zu durchtrennen. Entweder für Varianten oder zum
> Kalibrieren.

Ja, gerade bei Batteriespannungs-Messungen - wenn man die nicht braucht, 
will man ja den Akku nicht unnötig entladen. Und wenn man keine Batterie 
hat, aber den I/O-Pin anderweitig verwenden will, will man den 
10nF-Kondensator vielleicht abkoppeln können.

HildeK schrieb:
> Wenn das mit einem µC-ADC gemessen werden soll, erscheinen mir die
> beiden Spannungsteilerwiderstände zu hochohmig.

Das geht schon (bei ESP12 und ESP32S2 getestet) - die Batteriespannung 
ändert sich ja im Allgemeinen vergleichsweise langsam, und der 
10nF-Kondensator ist ausreichend viel größer als der ADC-interne 
Sample-and-Hold-Kondensator.

Arno
Gast #7005331
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Arno schrieb:
> Das geht schon (bei ESP12 und ESP32S2 getestet) - die Batteriespannung
> ändert sich ja im Allgemeinen vergleichsweise langsam,

Ja, wenn man dann auch ausreichend langsam misst, so dass sich der 10nF 
über die 500k wieder vollständig laden kann. 5τ sind hier 25ms, die Zeit 
muss man sich dann nehmen.
Gast #7005356
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> HildeK schrieb:
>> 5τ sind hier 25ms,
> Die Zeit hätte man nicht, wenn die Spannungsmessung z.B. für eine
> Überwachung eines Versorgungsausfalls oder einer gefährlichen Ablage
> verwendet wird und man ggf. noch einen Fehler melden will.

Evtl. war die Absicht nicht "richtiges messen", sondern bloss ein 
bisschen möchtegern schätzen...
OP #7005378
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HildeK schrieb:
> Lino Z. schrieb:
>> aber was ist die Aufgabe von
>> D10? Die sollte doch erst ab 6.2V leiten und daher nie benutzt werden?
>
> Es sieht danach aus, dass VB auch größer sein kann, z.B. 12V. Dann wirkt
> Q3 mit D10 wie ein einfacher Längsregler, der die VCC auf ca. 8-9V
> begrenzt.
> Das ist allerdings seltsam, denn der RT9080 verträgt nur max. 6.5V (max.
> Ratings).

Danke!!
Bedeutet man könnte die Diode auch weglassen?
Gast #7005442
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Das Gate von Q3 ist direkt mit der 5V-Versorgung verbunden. D10 schützt 
das Gate von Q3 (und letztlich auch U5) vor Überspannungen auf der 
5V-Versorgungsleitung.
Hat die 5V-Versorgung einen entsprechenden EMV-Schutz, kann diese Diode 
durchaus entfallen.

Mario P.
#7005457
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Lino Z. schrieb:
> ...aber was ist die Aufgabe von D10?

Transienten-Schutz? In Rev. 4.0 sitzt die TVS-Diode unmittelbar am 
Stromversorgungspin der USB-Buchse.

Lino Z. schrieb:
> ...aber was soll R10? als 0 ohm widerstand?

Der 0 Ohm Widerstand (Lötbrücke?) ergibt wenig Sinn, zumal für die 
Batterie zwei sehr hochohmigen Widerständen eine absolut 
vernachlässigbare Last darstellen.
Gast #7005625
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HildeK schrieb:
> Es sieht danach aus, dass VB auch größer sein kann, z.B. 12V. Dann wirkt
> Q3 mit D10 wie ein einfacher Längsregler, der die VCC auf ca. 8-9V
> begrenzt.
> Das ist allerdings seltsam, denn der RT9080 verträgt nur max. 6.5V (max.
> Ratings).

Ich muss diese Aussage von mir korrigieren: Der RES1A müsste dann an VB 
gehen - ist also keineswegs eine Art Längsregler, wie ich behauptet 
hatte. Sorry.
Der FET dient als Schalter, der VB trennt, wenn '5V' da ist.

Es ist im Plan etwas unglücklich gezeichnet, die Nähe am Gate hat mich 
verwirrt. Die Z-Diode hat nur die Aufgabe, den LDO vor einer 
Überspannung am Eingang zu schützen; man hätte sie unterhalb von D2 
zeichnen sollen oder direkt am Pin1 vom Längsregler.

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