Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Linearkugelllager Schrott, Maschinenbauer sind gefragt


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von Phillip H. (Gast)


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Hallo,

habe hier die Welle eines Linearkugellagers, die laut Webseite des 
deutschen Herstellers geschliffen sein soll. Die Welle hat außen 16mm 
und innen 8.5mm (Kernloch für M10).

Meine Frage an die Maschinenbauer: Wie sind die Kugelbahnen in die Welle 
eingebracht? Gefräst kann das nicht sein und geschliffen schon zweimal 
nicht.

Mir sieht das so aus, als ob die Kugelbahnen irgendwie eingewalzt sind. 
Bei genauerem Hinsehen sieht man, dass der Grund der Kugelbahn der Länge 
nach aufgerissen, siehe letztes Bild. Sieht mir nach billigster und 
übelster China Ware aus.

Kennt jemand diese "Meterware"?

Phillip

von Horst (Gast)


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Phillip H. schrieb:
> Hallo,
>
> habe hier die Welle eines Linearkugellagers, die laut Webseite des
> deutschen Herstellers geschliffen sein soll. Die Welle hat außen 16mm
> und innen 8.5mm (Kernloch für M10).
>
> Meine Frage an die Maschinenbauer: Wie sind die Kugelbahnen in die Welle
> eingebracht? Gefräst kann das nicht sein und geschliffen schon zweimal
> nicht.
>
> Mir sieht das so aus, als ob die Kugelbahnen irgendwie eingewalzt sind.
> Bei genauerem Hinsehen sieht man, dass der Grund der Kugelbahn der Länge
> nach aufgerissen, siehe letztes Bild. Sieht mir nach billigster und
> übelster China Ware aus.
>
> Kennt jemand diese "Meterware"?
>
> Phillip

Ne kenn ich nicht. Sieht aber aus wie aus Chinesium geknetet.
Ist die "Welle" ferromagnetisch? Wenn nicht ist sie eventuell aus den 
Deckeln von Joughurtbechern, die in gelben Säcken exportiert wurden...

Echte Wellen von Linearkugellagen benötigen nach meiner Ansicht gar 
keine Nuten als Kugelbahnen.

Haste mal nen Link auf die Herstellerseite?

Gruß Horst

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Horst schrieb:
> Echte Wellen von Linearkugellagen benötigen nach meiner Ansicht gar
> keine Nuten als Kugelbahnen.

Die Nut könnte sich sogar als störend erweisen und wenn es mehrere sind, 
dann erst recht!

von heinz (Gast)


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Die Nut dient zum Übertragen von Drehmomenten. Wie die bei dir 
bearbeitet ist weis ich nicht. Bei Star oder INA sind die geschleiffen.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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>wie aus Chinesium geknetet
so einen Kugelkopf-Schraubstock habe ich auch. Das Original von 
Bernstein hat eine polierte Kugel, das Chinesium ist anscheinend 
gegossen und keineswegs kugelförmig. Es frißt sich fest.

von MaWin (Gast)


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Phillip H. schrieb:
> Sieht mir nach billigster und übelster China Ware aus.

Nö, ist doch:

Phillip H. schrieb:
> des deutschen Herstellers

Das ist das Beste, was Deutschland noch kann.

Wenn dir das nicht gefällt: kauf nächstes Mal in China.

von herbert (Gast)


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Die Welle schaut mir auch nicht geschliffen aus.Geschliffen ist 
hochglänzend wie ein Spiegel. Also ich habe hier zwei 10mm Liearwagen 
welche ich für das führen meines Schiebe Anschlages an meiner Eigenbau 
Kreissäge verbauen will.Die 10mm Welle glänzt wie die Sau und läuft 
seidenweich mit null Spiel.

von Ferronator (Gast)


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> Phillip H. schrieb:
>> des deutschen Herstellers
>
> Das ist das Beste, was Deutschland noch kann.

Blödes Geschwätz!

Phillip H. schrieb:
> Mir sieht das so aus, als ob die Kugelbahnen irgendwie eingewalzt sind.

Kann gut sein, dass die Halbzeuge vorbearbeitet sind, und so aus China 
kommen. Dann allerdings werden sie geschliffen und induktiv gehärtet 
(die Kugelbahnen).

Ich würde fast vermuten, dass Du ein faules Ei bekommen hast, das aus 
irgendwelchen Gründen diese Fertigungsschritte übersprungen hat.

Wir sehen es ja selbst... bekommt teilweise nurnoch Idioten in die 
Fertigung. Und dass diese dann genau solche Arbeiten abliefern, ist 
traurige Realität.

Wer was von sich hält, studiert. Wer - aus welchen Gründen auch immer - 
keinen wirklichen Bildungswegs angestrebt hat, spielt dann in der Liga 
"Komm morgen bitte nicht mehr zur Arbeit".

von Phillip H. (Gast)


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herbert schrieb:
> Die 10mm Welle glänzt wie die Sau und läuft seidenweich mit null Spiel.

So hatte ich das eigentlich auch erwartet. Da das aber alles andere als 
seidenweich lief, habe ich das Ganze mal demontiert.

heinz schrieb:
> Die Nut dient zum Übertragen von Drehmomenten.
Genau so ist es.

> Bei Star oder INA sind die geschliffen.
Die haben solche Führungen?

von herbert (Gast)


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Hier mal zum schauen...

von heinz (Gast)


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>Die haben solche Führungen?

https://www.boschrexroth.com/de/de/produkte/produktgruppen/lineartechnik/kugelbuchsenfuhrungen/drehmoment-kugelbuchsen-und-linear-sets/drehmoment-kugelbuchsen

Warum sollten die keine Kugelbüchsen haben. Nur weil die oft falsch 
eingesetzt werden sind sie ja nicht schlecht

von herbert (Gast)


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MaWin schrieb:
> Nö, ist doch:
>
> Phillip H. schrieb:
>> des deutschen Herstellers

Gibt genug die in Deutschland unter deutschen Namen verticken aber in 
China einkaufen.
Das sind zb. "Blechzuschneider " nach Vorgabe ,die dann +- 2mm Schnitt 
Toleranz angeben. Gibt genug davon und die langen Lieferzeiten sprechen 
nicht für einen Zuschnitt in Deutschland.
Damals bei Siemens hatten wir auch eine Schlagschere und mit der habe 
ich +-0,1mm zugeschnitten ...maximal. Ist ein tolles Geschäft wenn der 
deutsche Händler im Internet die bestellte Ware dann in China Auge mal 
pi zuschneiden lässt. 2mm Toleranz ich fasse es nicht,im Baumarkt 
schneiden die mir Holz +- 0,1mm zu.

von Phillip H. (Gast)


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Ferronator schrieb:
>> Phillip H. schrieb:
>>> des deutschen Herstellers
>>
>> Das ist das Beste, was Deutschland noch kann.
>
> Blödes Geschwätz!

Ich wollte ihn eben fragen, ob er heute schon seine Tabletten 
eingenommen hat. Im Bereich Elektronik kann er ja öfter mit Fachwissen 
punkten, im Bereich Mechanik durchgehend ein peinlicher Griff ins Klo. 
Wieso er hier nicht die Finger still halten kann, ist mir ein Rätsel.

von Lichtleinaus (Gast)


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Michael M. schrieb:
> Horst schrieb:
>
>> Echte Wellen von Linearkugellagen benötigen nach meiner Ansicht gar
>> keine Nuten als Kugelbahnen.
>
> Die Nut könnte sich sogar als störend erweisen und wenn es mehrere sind,
> dann erst recht!

So ist es.

von MaWin (Gast)


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Phillip H. schrieb:
> Wieso er hier nicht die Finger still halten kann, ist mir ein Rätsel.

Warum hältst du nicht die Finger still sondern schreibst

Phillip H. schrieb:
> übelster China Ware

Nationalstolz ? Die Firma, die es dir geschickt hat und behauptet sie 
würde es herstellen, war deutsch.

Ich hab genügend gesehen im Leben um schlechte deutsche Qualität und 
gute chinesische Qualität zu erleben.

Mechanisch steht hier z.B. die Wabeco Fräse neben der Sieg Drehbank, und 
Wabeco macht Made in Germany als Warnsymbol alle Ehre.

Es ist tief verwurzelt in Deutschland, dem Kunden den übelsten Müll 
anzudrehen, hör dich hier im Forum um wie viele zwar gerne Geld mit 
Elektronik verdienen würden aber alles versuchen um jeglicher 
Verantwortung für ihren Schrott zu entgehen.

So wie VW und dessen Mitarbeiter gerne jegliche Verantwortung für ihren 
Dieselbetrug entgehen wollten, die Mentalität ist nicht nur auf die 
Kleinen beschränkt.

Auch der Bauer liefert eine Qualität ab, bei der man das zähe und fade 
Fleisch aus Qualzucht nicht mehr kaufen kann und das prinzipiell unreif 
gepflückte Obst wegen noch nicht abgebauter Allergene und nicht 
aufgebauter Süsse nicht essen kann, so wie einem der Bäcker seine 
aufgebackenen Teiglinge als angeblich echtes Brot unterschummeln will.

In China ist das Obst noch reif, die Backwaren frisch und die Autos 
sauberer. Ich kann über mein aus China mitgebrachtes Werkzeug nicht 
meckern.

von Lichtleinaus (Gast)


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Es gab nie einen Dieselbetrug durch VW. Das ist eine fiese Unterstellung 
durch die grünen Spinner in der Regierung...

von Alex (Gast)


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Phillip H. schrieb:
> Kennt jemand diese "Meterware"?

Reklamiere es doch einfach?! Ist offensichtlich nicht geschliffen. Hast 
du die Nut absichtlich bestellt oder wolltest du normale Wellen? Die Nut 
ist für verdrehgesicherte Linearführungen und sollte natürlich auch 
geschliffen sein - nicht unbedingt bis zum Grund, aber zumindest die 
Lauflächen.

schönen Gruß,
Alex

von Mombert H. (mh_mh)


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Alex schrieb:
> Reklamiere es doch einfach?!
Das kannst du doch nicht ernsthaft erwarten. Als nächstes erwartest du 
noch, dass der TO den Hersteller oder sogar einen Link zu der erwähnte 
Website angibt.

Phillip H. schrieb:
> habe hier die Welle eines Linearkugellagers, die laut Webseite des
> deutschen Herstellers geschliffen sein soll.

von Lichtleinaus (Gast)


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Geschliffen und poliert sollten sie sein!

von Phillip H. (Gast)


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Alex schrieb:
> Reklamiere es doch einfach?!

So einfach ist das nicht, denn die Linearführung ist in einer 
Vorrichtung verbaut. Laut der technischen Beschreibung zur Vorrichtung 
wurden natürlich nur hochwertigste Komponenten verbaut (Linearkugellager 
geschliffen und poliert).  Schraubt man das Teil dann auseinander, kommt 
einem der minderwertigste Chinamüll entgegen.

Da die GmbH offensichtlich nicht seriös arbeitet, will eine Rücksendung 
der Vorrichtung gut überlegt sein. Wenn die sich nach der Rücksendung 
nicht mehr rühren, bin ich doppelt angeschissen. Alles schon da gewesen.

Die Frage war allerdings, wie die Kugelnuten in die Welle eingebracht 
wurden. Keine Maschinenbauer am Start?

von Rettungsdienst (Gast)


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Stranggepresst vielleicht?

von michael_ (Gast)


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Der krümeligen Oberfläche nach, wäre mein erster Gedanke, da ist die 
Schutzfolie noch drauf.
So schlimm sieht eigentlich keinerlei Metalloberfläche aus.

von Mombert H. (mh_mh)


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Phillip H. schrieb:
> Da die GmbH offensichtlich nicht seriös arbeitet, will eine Rücksendung
> der Vorrichtung gut überlegt sein. Wenn die sich nach der Rücksendung
> nicht mehr rühren, bin ich doppelt angeschissen. Alles schon da gewesen.
Du könntest ja mal nen Link auf die Beschreibung dieser Vorrichtung hier 
einstellen. Dann kann dir vielleicht jemand eine zweite Meinung zur 
Seriösität geben. Und wenn du nicht bereit bist deine Widerruf- und 
Gewährleistungsrechte einzufordern ...

von Maschinist (Gast)


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Phillip H. schrieb:
> Die Frage war allerdings, wie die Kugelnuten in die Welle eingebracht
> wurden. Keine Maschinenbauer am Start?

Diese sog. Nutwellen gibt es geschliffen und gezogen. Letztere 
Fertigungsmethode muss nicht unbedingt schlecht sein, wenn man den 
Prozess im Griff hat. Was bei den Chinesen in der Regel nicht der Fall 
ist.

Was die Chinesen aber immer gut können, ist billig, minderwertig und 
fehlerhaft. Die Nutwelle ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür. Wobei 
die Welle mit dem eingerissenen Nutboden schlicht und ergreifend 
Ausschuss ist.

Phillip H. schrieb:
> ... will eine Rücksendung der Vorrichtung gut überlegt sein.

Das siehst du völlig richtig. Denn die werden kaum mit der beworbenen 
sauber geschliffenen Welle um die Ecke kommen. Im besten Fall schrauben 
die eine noch üblere Schrottwelle rein, dann ging der Schuss komplett 
nach hinten los. Besser kann man nicht vom Regen in die Traufe kommen.

von Maschinist (Gast)


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Mombert H. schrieb:
> Und wenn du nicht bereit bist deine Widerruf- und
> Gewährleistungsrechte einzufordern ...

Sammle erst mal ausreichend Lebenserfahrung!

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Phillip H. schrieb:
> Die Frage war allerdings, wie die Kugelnuten in die Welle eingebracht
> wurden?

Achtung! Das ist keine Kugelnut! Es handelt sich hierbei nicht um eine 
Kugelumlaufspindel!

(Kugelumlaufspindel siehe Bild)

von Phillip H. (Gast)


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Michael M. schrieb:
> Achtung! Das ist keine Kugelnut! Es handelt sich hierbei nicht um eine
> Kugelumlaufspindel!

Aha. Und was willst du mir damit sagen?
Dass du im Internet ein Bild gefunden hast?

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Phillip H. schrieb:
> Dass du im Internet ein Bild gefunden hast?

Wie ich sehe, hast du schon eine Kugelumlaufspindel (Längssupport). Kann 
es sein dass deine Nutenwelle einfach nur für das Übertragen des 
Drehmoments, für den automatischen Antrieb des Quersupports an einer 
Drehbank, eingesetzt wird?

von Heinrich U. (Gast)


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Phillip H. schrieb:
> Aha. Und was willst du mir damit sagen?

Dass heute Samstag ist und der Kindi zu hat.

von Alex (Gast)


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Phillip H. schrieb:
> Da die GmbH offensichtlich nicht seriös arbeitet, will eine Rücksendung
> der Vorrichtung gut überlegt sein. Wenn die sich nach der Rücksendung
> nicht mehr rühren, bin ich doppelt angeschissen. Alles schon da gewesen.

Wenn du nicht den beschriebenen Artikel aus "hochwertigen Komponenten" 
bekommen hast, dann wäre eine Reklamation doch naheliegend.
Bei einer Deutschen GmbH gilt deutsches Recht. Das funktioniert soweit 
auch ganz gut - wichtig ist natürlich, dass du das auf offiziellem Weg 
reklamierst und nicht einfach nur zurück sendest.

schönen Gruß,
Alex

von Phillip H. (Gast)


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Alex schrieb:
> wichtig ist natürlich, dass du das auf offiziellem Weg
> reklamierst und nicht einfach nur zurück sendest.

Verstehe ich nicht ganz, was ist ein "offizieller Weg"?

Habe die Vorrichtung online gekauft und per Post bekommen, wie sollte 
sie bei einer Reklamation anders als per Post zum Hersteller zurück 
gelangen?

Nicht selten ist nach einer Rücksendung "Stille im Walde", wie man jede 
Woche in mehreren Verbrauchersendungen sehen kann. Erst wenn der Herr 
von "Markt mischt sich ein" durchstartet, kommt wieder Bewegung in die 
Sache. Dann war alles ein bedauernswertes Missverständnis ...

von Phillip H. (Gast)


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Alex schrieb:
> Wenn du nicht den beschriebenen Artikel aus "hochwertigen Komponenten"
> bekommen hast, dann wäre eine Reklamation doch naheliegend.

Es liegt nahe, dass es die "hochwertigen Komponenten" nur auf der 
Webseite  gibt. Was sollte also eine Reklamation bringen?

Glaubst du, die lassen für mich eine Nutwelle plus Kugelmutter als 
Einzelstück schleifen? Sicher nicht, denn das wäre unbezahlbar.

von Ralf X. (ralf0815)


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Phillip H. schrieb:
> Was sollte also eine Reklamation bringen?

Und was soll Dein ganzer Aufstand hier, wenn Du weder den 
Verkäufer/Webseite nennst und eh alles für sinnlos ansiehst, was Du 
jetzt machen könntest?

von Phillip H. (Gast)


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Ralf X. schrieb:
> Und was soll Dein ganzer Aufstand hier, wenn Du weder den
> Verkäufer/Webseite nennst

Klar, mal wieder Ralf X. mit seiner grenzenlosen Neugier.
Der Verkäufer bzw. dessen Webseite tut absolut nichts zur Sache!

Kannst du nicht woanders spielen?

Die eigentliche Frage (1. Beitrag) war an Leute vom Fach gerichtet 
(Maschinenbauer) und lautete: Wie wurden die Kugelbahnen in die Welle 
eingebracht?

von Blechbieger (Gast)


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Phillip H. schrieb:
> Es liegt nahe, dass es die "hochwertigen Komponenten" nur auf der
> Webseite  gibt. Was sollte also eine Reklamation bringen?

Und solche Hersteller soll man belohnen indem man so einen Pfusch 
akzeptiert? Der Verkäufer (nicht der Hersteller) hat zwei 
Nachbesserungsversuche (falls Privatkunde) ansonsten kann man das Geld 
zurückfordern. Solche Verkäufer und Hersteller lernen nur durch 
(finanzielle) Schmerzen.

von Phillip H. (Gast)


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Blechbieger schrieb:
> Und solche Hersteller soll man belohnen indem man so einen Pfusch
> akzeptiert?

Die Lebenserfahrung zeigt, dass man in einem solchen Fall die Arschkarte 
gezogen hat.

> Der Verkäufer (nicht der Hersteller) hat zwei Nachbesserungsversuche
> (falls Privatkunde) ansonsten kann man das Geld zurückfordern.

Dann fordere mal. Was machst du, wenn keine Kohle kommt? 500 km fahren 
und dem Hersteller die Fabrik anzünden? Ich hoffe, deine Frau kommt dich 
später 1x im Monat im Gefängnis besuchen. Mehr Termine gibt es dort 
nämlich nicht.

Wenn du zum Rechtsanwalt gehst, wird der dir sagen, dass dich der 
Versuch der Rückforderung mehr als der Streitwertes kosten wird. Ein 
seriöser Anwalt wird dir raten, den Flop als Lehrgeld zu verbuchen und 
den schlechten Geschmack im Mund mit einem Bier runter zu spülen.

Der Herr von "Markt mischt sich ein" wird sich auch nicht um deine 
Rückforderung kümmern, weil er nämlich mindestens 1000 solcher Fälle auf 
dem Tisch liegen hat.

Die einzige Möglichkeit, einen solchen Hersteller abzustrafen besteht 
darin, sich vorab zu erkundigen, ob sein Zeug was taugt und dann eben 
NICHT zu kaufen.

Leider handelt es sich hier um ein rel. teures Nischenprodukt, 
Erfahrungen im Netz gibt es keine. Aufgeschraubt hat das Teil wohl auch 
noch niemand, denn ich habe im Netz keine Bilder vom Innenleben finden 
können. Am Ende war es volles Risiko und nun ein Griff ins Klo.

von herbert (Gast)


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Ich habe immer noch keine Ahnung um welches Produkt es sich bei dir 
handelt.
Es Fehlen Informationen die du hast wenn dein Problem real ist oder 
nicht hast wenn du trollst.
Den Thread kann man ausklingen lassen wenn du uns weiter im Unklaren 
lässt.

von Phillip H. (Gast)


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herbert schrieb:
> Ich habe immer noch keine Ahnung um welches Produkt es sich bei dir
> handelt.

Das ist auch gut so, denn um das Produkt geht es hier gar nicht. 
Offensichtlich noch einer, der hier nur seine Neugierde befriedigen 
will. Brot und Spiele gibt es wo anders.

> Den Thread kann man ausklingen lassen

Klink dich einfach aus, davon profitieren alle Beteiligten.

von Thomas R. (thomasr)


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Antwort vom Maschinenbauer:

Gezogene bzw. kaltverformte Welle mit gedrückter Nut. Dabei findet eine 
Verfestigung des Grundmaterials statt was oft ein zusätzliches Härten 
ersetzt/erübrigt (je nach Anwendungsfall/geforderter Härte). Da die 
Oberfläche dabei am meisten verdichtet wird, kommt es dort zu 
Mikrorissen. Solange das keine echte Lauffläche ist (das sind bei 
Kugelbahnen nur die 4 Flanken) wäre das nicht weiter schlimm.

Aber der Rest der Welle wurde ganz sicher nicht geschliffen und schon 
gar nicht poliert (das sind verschiedene Bearbeitungsmethoden mit völlig 
unterschiedlichen Ergebnisse!)

: Bearbeitet durch User
von herbert (Gast)


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Phillip H. schrieb:
> Klink dich einfach aus, davon profitieren alle Beteiligten.

Ich glaube, dein "Problem" ist eine pure Erfindung.

von Phillip H. (Gast)


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Thomas R. schrieb:
> ... kaltverformte Welle mit gedrückter Nut.

Wie geht solch ein Prozess? Wenn ich in eine Hohlwelle (D16/D8mm) eine 
Nut reindrücke, dann verquetsche ich doch die Welle. Selbst wenn ich 
innen einen Kern einlege, muss das verdrängte Material doch irgendwo 
hin. Die Welle ist doch danach nicht mehr rund.

von Phillip H. (Gast)


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herbert schrieb:
> Ich glaube

Für den Glauben haben wir die Kirche und für Kinder den Kindergarten.
Geh einfach wo anders spielen und gut ist.

von depp (Gast)


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Maschinist schrieb:
> Phillip H. schrieb:
>
>> Die Frage war allerdings, wie die Kugelnuten in die Welle eingebracht
>> wurden. Keine Maschinenbauer am Start?
>
> Diese sog. Nutwellen gibt es geschliffen und gezogen. Letztere
> Fertigungsmethode muss nicht unbedingt schlecht sein, wenn man den
> Prozess im Griff hat.

Diese "gezogene" Welle ist nicht gezogen, sondern geschält...sieht man 
an der Oberfläche...
Geschälte Wellen haben eine sehr gute Ofl. Und sind i. d. R. noch 
poliert. Und auf jeden fall besser als blankgezogene und nur 
geschliffene Wellen...wenn man den Prozess im Griff hat...aber das gilt 
ja immer

von depp (Gast)


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Was Du da hast is ne unbearbeitete, blank gezogene (kalt) Welle, 
wahrscheinlich wurde die Nut direkt mitgezogen, war also schon im 
Ziehstein drin, das Könnte auch den durchgehenden Spannungsriss 
erklären.
Schaut mir vom Glanzgrad her nach Edelstahl aus...

von Hermann S. (diphtong)


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Michael M. schrieb:
> Phillip H. schrieb:
>> Die Frage war allerdings, wie die Kugelnuten in die Welle eingebracht
>> wurden?
>
> Achtung! Das ist keine Kugelnut! Es handelt sich hierbei nicht um eine
> Kugelumlaufspindel!
>
> (Kugelumlaufspindel siehe Bild)

Steht schon in der Überschrift..."Linearkugellager..."
Das hat nix mit Kugelumlaufspindeln zu tun

von Hermann S. (diphtong)


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Michael M. schrieb:
> Phillip H. schrieb:
>> Dass du im Internet ein Bild gefunden hast?
>
> Wie ich sehe, hast du schon eine Kugelumlaufspindel (Längssupport).
Das ist doch ne stinknormale Trapezgewindespindel

> Kann es sein dass deine Nutenwelle einfach nur für das Übertragen des
> Drehmoments, für den automatischen Antrieb des Quersupports an einer
> Drehbank, eingesetzt wird?

Du meinst die Zugspindel?!

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Hermann S. schrieb:
> Das ist doch ne stinknormale Trapezgewindespindel

Richtig. Je nach Ausführung haben die Drehbänke als Leitspindel eine 
Trapezgewindespindel, oder eine Kugelumlaufspindel, die nicht für hohe 
Kräfte konstruiert ist, dafür aber auf Genauigkeit ausgelegt ist.

Hermann S. schrieb:
> Du meinst die Zugspindel?!

Genau. Die Zugspindel dagegen, kann mit ihrer Nut formschlüssig hohe 
Kräfte übertragen. Es laufen aber keine Kugeln in der Nut, so wie es 
oben behauptet wird!

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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: Bearbeitet durch User
von Mombert H. (mh_mh)


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Andreas S. schrieb:
> Phillip H. schrieb:
>> Leider handelt es sich hier um ein rel. teures Nischenprodukt,
> Wahrscheinlich geht es um eine Fickmaschine:
> 
https://www.spexter.com/sextoys/dildos/hankeys-toys/fickmaschine-xtreme-power-engine-verstellbar.html
> https://www.gayfreude.com/filme/mit-einer-fickmaschine-gefickt/
Hast du selbst schlechte Erfahrungen mit den verlinkten Produkten oder 
deren Hersteller gemacht?

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Andreas S. schrieb:
>
> https://www.gayfreude.com/filme/mit-einer-fickmaschine-gefickt/

Ich fall gleich hinten rüber. 😯 Sowas habe ich ja noch nie gesehen! In 
der Phantesie mag man sich sowas vielleicht schon mal heimlich 
vorgestellt haben, aber dass es sowas in Echt gibt... Mein lieber Herr 
Gesangsverein.

von depp (Gast)


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Haha...so ne fickmaschine is doch nur ne billige kopie vom stump 
grinder:
https://shockchan.com/2-guys-1-stump/

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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depp schrieb:
> kopie vom stump grinder

Bei euch piepts wohl? Ich glaub jetzt geht's hier richtig los!

von depp (Gast)


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Aber am geilsten is ja der Kommentar:
"The 2 Guys 1 Stump video is an important work because it makes the 
audience think about the gay military amputees and the challenges they 
face on a daily basis."

von Purzel H. (hacky)


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Ich habe die Ahnung, dass die Nut allenfalls gewalzt sein koennte. Das 
geht natuerlich nicht in hochfesen Stahl, dafuer aber in Buechsenblech.
Was allenfalls auch geschehen konnte was dass sich die Oberflaechte 
durch Stromtransport zerfressen hat. Man sollte nie Stron durch eine 
Kugellagerung lassen. Die Stromdichte ist ueber die Beruehrunspunkte zu 
hoch, da wird jede Oberflaeche zerstoert. Speziell Buechsenblech 
Qualitaet.

von Hermann S. (diphtong)


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Ne ich glaub ned dass die Nut allein gewalzt ist...da würde es eine 
wulst raus drücken...überhaupt wäre beim walzen der Nutgrund nicht so 
komisch geschuppt.

Klar kann man auch hochfesten Stahl walzen und ziehen, was glaubst wie 
kaltgezogene Werkzeugstahlwellen hergestellt werden?

Nee...des is doch kein Lochfrass durch Strom...das ist ne ganz normale 
Ofl für so hergestellte Halbzeuge

Meine Meinung: einfache kalt gezogene Welle wo die nut gleich mitgezogen 
wurde. Im Nutgrund wirds hier zu erheblicher kaltverfestigung und 
Umformarbeit gekommen sein, sodass aufgr. Der Spannungen die Nut 
schuppig und rissig wurde.

: Bearbeitet durch User
von Phillip H. (Gast)


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depp schrieb:
> Schaut mir vom Glanzgrad her nach Edelstahl aus...

Ist kein Edelstahl, da voll magnetisch und gehärtet.

Hermann S. schrieb:
> Meine Meinung: einfache kalt gezogene Welle wo die nut gleich mitgezogen
> wurde.

Da die Welle innen hohl ist (16mm/8.5mm), würde sich beim Mitziehen der 
Nut die Welle innen verformen.

von Hermann S. (diphtong)


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Phillip H. schrieb:
> depp schrieb:
>> Schaut mir vom Glanzgrad her nach Edelstahl aus...
>
> Ist kein Edelstahl, da voll magnetisch und gehärtet.
>
> Hermann S. schrieb:
>> Meine Meinung: einfache kalt gezogene Welle wo die nut gleich mitgezogen
>> wurde.
>
> Da die Welle innen hohl ist (16mm/8.5mm), würde sich beim Mitziehen der
> Nut die Welle innen verformen.

Ah die ist hohl...ok...dann würde es beim nachträglichen Einbringen der 
Nut aber sowohl an der Innenwandung, wie auch and er Aussenwandung zu 
Überhöhungen/Verformungen kommen.

Das geht schon...es gibt ja auch nahtlos gezogene Rohre...hast halt noch 
nen Dorn in der Mitte...

von DANIEL D. (hiege) Benutzerseite


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MaWin schrieb:
> Ich hab genügend gesehen im Leben um schlechte deutsche Qualität und
> gute chinesische Qualität zu erleben.

Gib was von deinen Drogen ab. Wenn die Qualität von Produkten aus 
Deutschland nicht stimmt, steht made in China drauf.

von Hermann S. (diphtong)


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es kann doch heut keiner mehr sagen was wo hergestellt wurde. Selbst 
wenn "made in Germany" drauf steht...kann sein dass in Deutschland nur 
noch der Aufkleber drauf kommt.

Produkte aus China müssen nicht schlecht sein, die haben die letzten 
Jahrzehnte auch dazu gelernt, wir (der Westen) haben sie ja auch dafür 
aufqualifiziert (verlängerte Werkbank der Welt). Und wenn man Qualität 
aus China will, bezahlt man die Qualität auch.
Andererseits gibts auch deutsche Produkte die Schrott 
sind...Winkelschleifer von Fein...Getriebegehäuse abgerissen. Wo werden 
Fein Winkelschleifer hergestellt, weiß man das?^^ -ist mir aber 
eigentlich egal wo was hergestellt wurde, solang die Qualität passt.

: Bearbeitet durch User
von Phillip H. (Gast)


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DANIEL D. schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Ich hab genügend gesehen im Leben um schlechte deutsche Qualität und
>> gute chinesische Qualität zu erleben.
>
> Gib was von deinen Drogen ab. Wenn die Qualität von Produkten aus
> Deutschland nicht stimmt, steht made in China drauf.

Den Nagel punktgenau auf den Kopf getroffen! Wobei meist "Made in 
Germany" drauf steht und "Made in China" drin ist. Eine ganz üble, aber 
weit verbreitete Praxis.

Da wird wie in meinem Fall mit "Made in Germany" geworben und auf den 
Seiten finden sich Fotos von hochwertigen Komponenten. Schraubt man die 
Kiste dann auseinander (weil der Schrott klemmt), kommt einem der 
übelste und billigste China-Schrott entgegen. Und natürlich nimmt man 
richtig Kohle für den Schrott. Am Ende faselt man noch was von 
Nachhaltigkeit, um sich einen grünen Anstrich zu verpassen.

MaWin schrieb:
> Ich hab genügend gesehen im Leben um schlechte deutsche Qualität und
> gute chinesische Qualität zu erleben.

Nicht schon wieder diese Schallplatte vom ahnungslosen MaWin.

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