Ralph B. schrieb:
> Ehrlicher sind schon die Angaben von Telegärtner.
> [...]
> Obwohl die ja auch nur schwer abschätzen können, wie groß die parasitäre
> Kapazität am Oszilografeneingang wirklich ist.
Tun sie auch nicht. Im Datenblatt steht, dass die Rückflussdämpfung mit
offenem Oszilloskop-Ende gemessen ist.
Da mich das auch interessiert, habe ich das gerade schnell ausprobiert:
Mit einem Telegärtner J01006A0013 BNC-Durchgangsabschluss, und mit einem
BNC-T-Stück mit BNC-Abschlusswiderstand (beide auch von Telegärtner) --
siehe Anhang.
Dabei sind die Rückflussdämpfungen unter folgenden Bedingungen gemessen:
- Rote Kurve (Mem2): Mit offenem Oszilloskop-Ende (gemäß
Telegärtner-Vorschrift).
- Grüne Kurve (Mem3): An einem uralten HP 54503A bei 500 mV/div (an der
Frontplatte steht 7 pF Eingangskapazität).
- Blaue Kurve (Trc1): Zwischen zwei Ports des Netzwerkanalysators, wobei
der Port 2 (Oszilloskop-Ende) eine Impedanz von 1 MΩ hat, und zusätzlich
vor dem Port ein virtueller 5 Ω Reihenwiderstand und dahinter ein
virtueller 7 pF Kondensator nach Masse hinzugerechnet sind.
Lustigerweise ist das T-Stück sehr viel besser als der
Durchführungsabschluss.
Ferner hängt die blaue Kurve sehr empfindlich von dem virtuellen
Netzwerk (Widerstand und Kapazität) ab, das hinzugerechnet ist. Daraus
kann man schließen, dass die Rückflussdämpfung stark vom Oszilloskop
beeinflusst wird.