Hilfestellung für Lötaktion

#7022636
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Hallo zusammen,

ich hab hier ne Aufgabe, bei der ich mir sicher bin, dass ich das nicht 
umsetzen kann. Es geht darum, auf einer Platine einen CP2102 zu 
verlöten. Ich habe hier ein YR1035 Messgerät und möchte die Daten an 
meinen Computer schicken.

Das geht aber ohne diesen Chip nicht und dieser ist leider nicht 
aufgelötet. Siehe Bild im Anhang. Das Problem das ich habe ist, dass ich 
mir schon damals mit SMD LED`s ziemlich schwer getan habe und das hier 
wohl noch etwas komplizierter zu löten ist, vor allem weil ich da mit 
dem Lötkolben wahrscheinlich nicht mal an die Pins komme. Eine 
Heißluftstation hab ich nicht. Gibts da irgendwelche Tricks? Der Chip 
sollte so 5mm x 5mm haben.

Ich hab mal nen ROM von ner HDD Platine ausgetauscht, das eigentlich 
noch möglich war, aber da hatte ich auch ein spezielles Lötzinn (wurde 
schon sehr früh flüssig) und ich bin da an die Pins einigermaßen 
hingekommen.

Leider kenn ich keine Elektroniker in meiner Nähe, die ich sonst gefragt 
hätte.
Hmmm...

Tobi
Angehängte Dateien:
Gast #7022662
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Ungut, dass alles drumherum schon bestückt ist.
Das macht Heißluft schwieriger.

Ist das Teil einseitig bestückt?
Hat es zwischen den Pads Lötstopplack?
Dann könnte Herdplatte o.ä. gehen.
Die anderen Bauteile schwimmen dabei natürlich ebenfalls nochmal im Lot 
rum. Normalerweise sollten die aber von der Oberflächenspannung des Lots 
an Ort und Stelle gehalten werden.

Persönlich löte ich sowas überhaupt nicht mehr, sondern lasse es gleich 
bestückt liefern.
#7022713
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Schritte 1 und 2 würde ich auch so vorschlagen.
Schritt 3 kann man vermeiden wenn man den Rest der nicht heiß werden 
soll mit Alufolie mehrlagig abschirmt.
Schritt 4 muss auch nicht sein. Der Trick ist, dass man den Chip auf das 
flüssige Lot setzt und dann unter Heißluft nach unten flach auf die 
Platine drückt. Dann hält man den nach unten gedrückt, geht mit der 
Heißluft weg und wartet bis das Lot fest wird. Durch das Runterdrücken 
wird überschüssiges Lot an den Seiten herausgedrückt. Das hat man dann 
also in Form von Perlen/Tropfen an dem Seiten des Chips. Da nimmt man 
den Lötkolben und fährt einmal um den Chip um dieses überschüssige Lot 
einzusammeln. Und danach geht man nochmal mit Heißluft dran und 
verflüssigt nochmal. Der letzte Schritt ist dazu da, denn beim 
Einsammeln der Lötkugeln entstehen gerne Brücken an den Pins die werden 
mit Heißluft wieder geöffnet.
Schritt 5 ist schwierig zu sagen. Bei kleinen Chips wie diesem würde ich 
mit Düse rangehen, es soll ja nur dieses kleine Gebiet heiß werden. Aber 
je nach thermischer Masse muss man auch vorheizen oder die Düse 
weglassen. Sehr oft geht das aber gut mit Düse und ohne Vorheizen.

Der Profi ist wohl Louis Rossmann der in sehr vielen Videos gezeigt hat 
wie er SMD lötet. Hier ist eines in dem er einen QFN Chip tauscht:
https://www.youtube.com/watch?v=mr1UVPsExiE
#7023818
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Wenn die Platine im Reflow gelötet wurde, dann sollte die Zinnmenge auf 
dem Pad ja genau die richtige sein, auch wenn das auf dem Foto 
tatsächlich etwas üppig aussieht.

Ansonsten könntest du statt des QFN-Chips auch einfach ein kleines 
Breakout-Board mit dem Chip mittels Fädeldraht dranlöten. Ist zwar auch 
nicht ganz ohne, wenn man nicht das passende Werkzeug hat, aber ohne 
Heißluft vermutlich die einzige Möglichkeit. Es sind auch nur wenige 
Verbindungen nötig, und die Signale sind vielleicht auch woanders als am 
kleinen Footprint des Chips abgreifbar. Ist die Frage, wie viel 
Improvisation erlaubt ist, aber bei nem 50€ Chinamessgerät ists 
vielleicht vertretbar, wenn das Board außen am Gerät klebt wenns nicht 
mehr reinpasst ;).
Gast #7023950
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> Wenn unter der Massefläche ausreichend Durchkontaktierungen sitzen, kann

Unwahrscheinlich. Der Chip ist ja ein Durchschnittsschnulli ohne 
besondere
Ansprueche bezueglich HF oder Kuehlung. Interessanterweise hat er sogar 
noch einen GnD Pin aussen am Gehaeuse. Ich wuerde notfalls mal messen ob 
das IC zwischen diesem Pin und dem ExposedPAD eine Verbindung hat. Dann 
koennte man es mal probieren die Kontaktierung am ePad wegzulassen. Muss 
nicht klappen, aber kann....

Olaf
Gast #7024000
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Olaf schrieb:
> Ich wuerde notfalls mal messen ob
> das IC zwischen diesem Pin und dem ExposedPAD eine Verbindung hat. Dann
> koennte man es mal probieren die Kontaktierung am ePad wegzulassen. Muss
> nicht klappen, aber kann....

Es steht sicher im Datenblatt, ob man das Exposed Pad an GND anschließen 
muss oder nicht. Oft steht explizit drin: man muss, weil z.B. der 
weitere GND-Pin gar nicht ausreicht für den Strom.

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