Quadratischer Temperaturkoeffizient berechnen

Gast #7045973
Lesenswert?

Hi,

ich habe einen Widerstand bei 3 T_1 = 0°C, T_2 = 50°C und T_3 = 100°C 
vermessen.

Den quadratischen Temperaturkoeffizienten würde ich mit

bestimmen. R_1 beschreibt dabei den gemessenen Widerstand bei T_1 usw.
Hat jemand eine Ahnung, wieso das so nicht korrekt ist?

LG
Markus
Gast #7046280
Lesenswert?

Hoffe so passt es :D

Wolfgang schrieb:
> Suchst du eine mathematisch formschöne Beschreibung oder reicht auch
> eine simple nummerische Lösung?

Ich hätte die Beziehung eigentlich analytisch aus der Taylorreihe der 
Temperaturabhängigkeit von Widerständen hergeleitet, die nach dem 
quadratischen Term abgebrochen wurde.

Aus
R(T) = R1*(1+a*(T-T1)+b*(T-T1)^2)

hätte ich ein Gleichungssystem mit T1,T2, T3 und den zugehörigen 
Widerstandswerten, dann nach alpha und beta aufgelöst. Aber eine 
numerische Lösung würde ich auch nicht ausschlagen :)
Gast #7046287
Lesenswert?

Markus L schrieb:

> Ich hätte die Beziehung eigentlich analytisch aus der
> Taylorreihe der Temperaturabhängigkeit von Widerständen
> hergeleitet, die nach dem quadratischen Term abgebrochen
> wurde.
>
> Aus
> R(T) = R1*(1+a*(T-T1)+b*(T-T1)^2)
>
> hätte ich ein Gleichungssystem mit T1,T2, T3 und den
> zugehörigen Widerstandswerten, dann nach alpha und beta
> aufgelöst. Aber eine numerische Lösung würde ich auch
> nicht ausschlagen :)

Das gibt für mich keinen Sinn, weil das m.E. doppelt
gemoppelt ist.

ENTWEDER Du hast schon eine analytische Beschreibung
der Abhängigkeit R(T), dann kannst Du Dir einen
Entwicklungspunkt suchen (bei Dir ist vermutlich T2 am
sinnvollsten) und über die TAYLOR-Reihe alpha und beta
bestimmen -- ODER Du hast die drei Messpunkte und
interpolierst die mit einer Parabel und einem 3x3-LGS,
so wie von Dir angegeben.

Bei beiden Methoden werden unterschiedliche Koeffizienten
herauskommen, weil das eine eben eine Approximation im
quadratischen Mittel ist und das andere eine Interpolation.
Letztere trifft die Stützstellen exakt, wenn Du richtig
gerechnet hast.
Gast #7046323
Lesenswert?

Egon D. schrieb:
> Bei beiden Methoden werden unterschiedliche Koeffizienten
> herauskommen, weil das eine eben eine Approximation im
> quadratischen Mittel ist und das andere eine Interpolation.
> Letztere trifft die Stützstellen exakt, wenn Du richtig
> gerechnet hast.

Bei 3 Messpunkten und einer Funktion 2. Ordnung gibt es da nicht viele 
Möglichkeiten für verschiedene Lösungen - durch zwei Punkte wird eine 
Gerade eindeutig definiert, durch drei eine Parabel.
Gast #7046414
Lesenswert?

Wolfgang schrieb:
> Bei 3 Messpunkten und einer Funktion 2. Ordnung gibt es da nicht viele
> Möglichkeiten für verschiedene Lösungen

Genau genommen gibt es nur eine...

Das Ganze ist ja ansich nicht so schwer und nur ein Gleichungssystem aus 
drei Gleichungen und drei unbekannten.

Da setzt man jetzt seine drei Punkte ein:

Das System kann man jetzt auf verschiedenen Wegen lösen. Eine Methode 
ist die Cramersche Regel:

Die Koeffizienten berechnen sich dann zu

Die Determinanten kann man in dieser Form jetzt einmal ziehen (Da hatte 
ich keine Lust drauf). Das macht entweder die Sarrus-Regel oder 
Wolfram-Alpha für dich.
#7046433
Lesenswert?

Lüdenberger Markus schrieb:
> Hat jemand eine Ahnung, wieso das so nicht korrekt ist?

Das haengt davon ab wie man es benutzen will. Geht es um einen 
Thermistor (NTC) ? Dann ist es besser die Steinhart-Hart equation zu 
benutzen weil die besser die Natuerliche Kurve einer Thermistor-curve 
naehert. So wird es auch immer im Thermistor-Datasheet gegeben

https://en.wikipedia.org/wiki/Steinhart%E2%80%93Hart_equation

Nachteil von deine 'quadratischen' funktion ist das es ein 2.-Grad 
mathematische funktion ist die hat also immer ein 'tiefepunkt'. Das hat 
ein NTC nie.

(Sorry mein deutsch ist nicht so gut aber hoffentlich verstehst du was 
ich meine)
Patrick aus die Niederlaende

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren