LM358P als Subtrachierer kommt nicht bis 0V

Gast #7072834
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Hallo zusammen,

ich verwende einen LM358P als Subtrahierer wie in der angehängten 
Schaltung. Die Widerstände sollten eigentlich 5.6k und 2.2k sein, aber 
ich habe meine durchgemessen und die exakten Werte reingeschrieben.

So wie die Schaltung aufgebaut ist, sollte am Ausgang eigentlich 0V 
anliegen, stattdessen liegt da aber 0.76V an, obwohl der LM358 
eigentlich das 0V Rail erreichen kann.

Wenn ich beide Eingänge stattdessen auf GND lege, habe ich tatsächlich 
0V am Ausgang.

Ist der LM358P das Problem oder habe ich etwas anderes übersehen?

Die LTSpice Simulation mit einem LM358 Modell zeigt einen Wert von 
0.003V am Ausgang. Auch andere Opamps haben alle Werte von <0.2V
Angehängte Dateien:
Gast #7072872
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Rechner schrieb:
> So wie die Schaltung aufgebaut ist, sollte am Ausgang eigentlich 0V
> anliegen, stattdessen liegt da aber 0.76V an, obwohl der LM358
> eigentlich das 0V Rail erreichen kann.

Wer sagt das mit den 0V?
Im Datenblatt kannst du in Fig. 6-12 bei 1.6mA einen deutlich davon 
verschiedenen Werte ablesen.
#7072881
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Christoph db1uq K. schrieb:
> Ein pull-down Widerstand am Ausgang hilft.

... wenn du einen findest, der bei 0V noch seine 1,6 mA zieht und bei 
z.B. 5V nicht zu viel Strom zieht.

Nope. Den GND Anschluss vom LM358 auf negative Spannung von z.B, -2V 
legen. Prinzipbedingt sind auch alle echten rail2rail OpAmps an den 
Extremen etwas limitiert. Will man wirklich runter auf 0V, kommt man um 
negative Versorgung schlecht herum.
Gast #7072899
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(prx) A. K. schrieb:
> Rechner_ schrieb:
>> Wo genau auf das Datasheet kann ich schauen?
>
> Über Q13 kommt der Ausgang nicht unter ca 0,7V. Darunter gelten die
> 50µA.

Wo hast du das Datenblatt mit diesen Graphen gefunden? Es scheint viele 
Datenblätter für den LM358 von verschiedenen Herstellern zu geben - und 
bei weitem nicht alle sind so detailliert wie man es sich wünschen 
würde.
Gast #7072917
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Rechner schrieb:
> Wenn ich beide Eingänge stattdessen auf GND lege, habe ich tatsächlich
> 0V am Ausgang.
Der LM358 würde dir schon gerne die 0V liefern (mit den vermessenen 
Widerständen sogar etwas weniger), kann es aber nicht - siehe die 
Erklärungen bisher.
Dass er es in dem Sonderfall tut, liegt einfach daran, dass der Ausgang 
über R1 und R3 auch nach GND gezogen wird.
Sobald am Eingang eine positive Spannung anliegt, wird der Ausgang über 
R1 auf den Pegel der Teilerspannung von R4 und R2 gezogen, muss also 
Strom aufnehmen. Und in dem Grenzbereich schafft er dann die 0V nicht 
mehr.
Es hilft dann nur:

(prx) A. K. schrieb:
> Will man wirklich runter auf 0V, kommt man um
> negative Versorgung schlecht herum.
Gast #7072927
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Eine negative Spannung habe ich nicht zu Verfügung, aber ich will auch 
nicht bis ganz nach 0V, mir würde schon 0.2 reichen.

Die Schaltung soll eigentlich eine digitale Logik implementieren 
zusammen mit einer Spannungswandlung:
Habe zwei 12V Eingänge. Der Ausgang soll immer logisch 0 (<0.7V) sein, 
außer Eingang A ist 12V und Eingang B ist 0V - in diesem Fall soll der 
Ausgang 5V sein.

Um Bauteile zu sparen habe ich mir also einen Subtrachierer gebastelt, 
der genau das tut - außer dass er gefährlich nah an den 0.7V ist...

Mit einem besseren OP würde es wahrscheinlich klappen - kann mir da 
zufällig jemand einen empfehlen?
#7072949
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(prx) A. K. schrieb:
> Dafür gibts Komparatoren, z.B. LM319,LM339. Die haben u.A. eine für
> Logik gedachte Ausgangsstufe.

Aber kann der auch die 5V am Ausgang erreichen oder wird er stark hin 
und her schwanken?

(prx) A. K. schrieb:
> Rechner schrieb:
>> Das hab ich schon versucht - war bei ~100k immer noch bei 0.65V
>
> Dann hast du evtl den Pullup des darauf folgenden Eingangs nicht auf der
> Rechnung, oder treibst einen TTL-Eingang.

Ich habs erstmal ohne darauffolgende Schaltungen aufgebaut.
Gast #7073212
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Rechner schrieb:
> Die Schaltung soll eigentlich eine digitale Logik implementieren
> zusammen mit einer Spannungswandlung:
> Habe zwei 12V Eingänge. Der Ausgang soll immer logisch 0 (<0.7V) sein,
> außer Eingang A ist 12V und Eingang B ist 0V - in diesem Fall soll der
> Ausgang 5V sein.


Ein NPN-Bipolartransistor (oder Mosfet), vier Widerstände:
A---2k2--------+---+---Out
              |/   |
B---2k2---+---|   1k5
         2k2  |>   |
GND-------+----+---+---GND


HTH
(Firma: Autotronic) #7073214
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Rechner schrieb:
> Die Schaltung soll eigentlich eine digitale Logik implementieren
> zusammen mit einer Spannungswandlung:
> Habe zwei 12V Eingänge. Der Ausgang soll immer logisch 0 (<0.7V) sein,
> außer Eingang A ist 12V und Eingang B ist 0V - in diesem Fall soll der
> Ausgang 5V sein.

Dann genügt es auch einfach nur eine Diode mit einem 10k Widerstand 
dahinter zu schalten.
Angehängte Dateien:

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