Ich lerne grade für die Prüfung und musste Grinsen, als mir die obige
Prüfungsfrage untergekommen ist. Natürlich ist Antwort D richtig, aber
mir ist beim Abhören von Amateurfunkbetrieb aufgefallen, dass fast schon
übertrieben häufig immer 59er Rapporte gegeben werden. Sogar dann, wenn
die Stationen Probleme haben sich zu verstehen.
Station nennt ihr Rufzeichen
Gegensation sagt much QRM my Friend much QRM please repeat
Station wiederholt ihr Rufzeichen
... längeres Hin und Her
zum Schluss: Aaahh 5 by 9 my friend. 5 by 9 my friend...
...
Ich finde das nicht schlimm, aber eher amüsant. Da haut jeder sein 5 by
9 raus als sei es eine Höflichkeitsfloskel :D
Lehrling schrieb:> Ich finde das nicht schlimm, aber eher amüsant. Da haut jeder sein 5 by> 9 raus als sei es eine Höflichkeitsfloskel :D
Schon mal an Radio 5 und S ( Signalstäke ) 9 gedacht?
Manchmal möchte man die Verbindung möglichst kurz und die
Wahrscheinlichkeit von Missverständnisse klein halten, z.B. bei einem
Pileup. Dann gibt man halt 59(9).
Oder manche haben kein S-Meter, wieder andere interessieren sich
schlicht nicht für Rapporte und geben das nur weil es für eine gültige
Verbindung notwendig ist.
Ist auch im Contest so: es soll schnell gehen ohne Missverständnisse.
Als UKW-Contester gebe ich häufiger mal ‚echte‘ Rapporte, das endet
immer wieder mal in Punktabzug für mich weil die Gegenstation
überrumpelt wurde und es falschherum im Log einträgt (gesendeter und
empfangener Rapport verwechselt).
FiveNine ist idiotensicher…
Bei Contesten wird grundsätzlich 59(9) gegeben. Ist zwar ziemlich
sinnlos, aber ist so.
Bennu schrieb:> Oder manche haben kein S-Meter
Eher unwahrscheinlich. Eher will man dem Funkpartner schmeicheln und
nichts negatives sagen.
Lehrling schrieb:> Ich finde das nicht schlimm, aber eher amüsant. Da haut jeder sein 5 by> 9 raus als sei es eine Höflichkeitsfloskel :D
Klingt doch immerhin besser als 'Mahlzeit'
Achso. Wie das Amen in der Kirche. Jeder tut so, als würde er voll
verstehen was einem der Herr vorgebetet vom Verstrahltesten vermitteln
möchte, versteht in Wirklichkeit aber nur Bahnhof (ihr Zug fuhr vor 5
Minuten von Gleis 9) und möchte seine geistlichen Defizite unauffällig
unter die Bank kehren, um nicht ausgegrenzt zu werden. Verstehe.
swr schrieb:> als sei es eine Höflichkeitsfloskel
Es ist eine! Auch wenn es ursprünglich mal nicht so gedacht war, hat es
sich dahin entwickelt. Niemand nimmt die Rapporte wirklich ernst.
Karl schrieb:> Funkamateure fühlen sich schnell auf den Schlips getreten.
Schreib öffentlich "Amateurfunker" und halte eine Schüssel bereit.
Danach hast du genug Tomatensalat für den Rest der Woche 🤣
Ja, leider ist das so.
Im Contest wird 59(9) oft im Programm vorgegeben und das dauert halt 1-3
Sekunden den echten Rapport einzutragen. Ausserdem müsste man auf die
Anzeige achten.
Ich hasse sowas, aber es gibt noch echte Ansagen, aber eigentlich nur
ausserhalb von Contesten.
Es geht auch anders.
Letztens nur 44 bekommen, Sachsen nach Nordsee und nach Zürich.
Die Nordseestation meinte nur, daß ich auch eine Schlechte
Empfangsantenne haben muss, weil mit 1KW muss mehr als 58 bei mir
ankommen...
Hier geht aber wieder einiges durcheinander. Wieviele von den Antworten
kommen von Funkamateuren (und wie viele von Amateurfunkern hi)?
Im Contest ist 599(9) üblich, auch wenn es total an der Realität vorbei
geht. Bei Sonderrufzeichen ist es genauso, ebenso wie bei DXpeditionen.
Bei den Klöhn-QSOs auf 80m interessiert das auch keinen.
Bei QSOs unter ungewöhnlichen Bedingungen, z.B. Ende April auf 6m, oder
im Winter auf 10m, oder bei short skip, oder oder oder wird dagegen in
der Regel ein präziser Rapport gegeben. Was passieren kann ist dass ich
ein S8 auf S9 aufrunde, falls die Gegenstation S9 gegeben hat, einfach
aus Höflichkeit und weil S-Meter sowieso alle anders gehen.
Schwieriger wird es beim R-Wert. Ich kenne Kollegen, die nur R5 oder R4
geben, weil bei R3 kein Austausch mehr möglich ist. Ich persönlich sehe
das anders, und habe für Wortfetzen auch schon R3 gegeben.
Ausserdem gibt's noch Fading (wir nennen das QSB) - eben noch S6, jetzt
S9. Das kommt vor!
Am schwierigsten ist der T-Wert, weil heute eigentlich alle Sender bis
auf Eigenbauten einen sauberen Ton hinbekommen. Wenn ich ein chirp höre
(da schmiert der Ton ab, weil die Endstufe nicht richtig vom Oszillator
entkoppelt ist), gebe ich T8, obwohl T9c eigentlich korrekt wäre.
Jaja, wir Funkamateurfunker..
OM schrieb:> Was passieren kann ist dass ich> ein S8 auf S9 aufrunde, falls die Gegenstation S9 gegeben hat, einfach> aus Höflichkeit und weil S-Meter sowieso alle anders gehen.
Was hat das mit Höflichkeit zu tun? Die Ausbreitungsbedingungen sind so
wie sie sind.
Hallo zusammen, hallo Lehrling.
Heutzutage mag dein Unverständnis für dieses seltsame Verhalten durchaus
nachvollziehbar sein. In Zeiten von Smart-Phone und störungsfreiem
Telefonieren von fast jedem Ort der Welt mag das seltsam erscheinen.
Man beachte die Historie und gehe einige -zig Jahre in der
Funkgeschichte zurück, als u.a. noch viel telegrafiert wurde.
Was bedeutet RST?
R = Readability -> Lesbarkeit, von 1-5
S = Signal Strength -> Feldstärke, von 1-9
T = Tonqualität -> ..des Morsetons, von 1-9
Ich fange mit 'S'
S1 -> man möchte mit dem Ohr noch hinter die Lautsprechermembran
kriechen
S9 -> die Membran fliegt einem in Fetzen um die Ohren ;-)
'R'
R1 -> S dann meist klein, da ist was, aber nicht genau zu erfassen
oder S gut, aber z.B. Störungen...
R5 -> alles klar
'T'
Heute ist alles T9, wer etwas anders mit gekauftem Equipment in die luft
setzt, gehört erschlagen oder seine Mühle ist kaputt.
Früher war das anders; einfachere Ausrüstung (Selbstbau), vllt. Brumm
auf der Leitung oder Chirp u.v.a.m. Der OP auf der Gegenseite war froh,
auf solche Unzulänglichkeiten hingewiesen zu werden, weil mit seinem
Gerät etwas nicht in Ordnung war. Wird auch heutzutage bei
selbstgebautem Equipment genutzt. -> muss man nochmal nacharbeiten...
Bei Kontesten sind die ganzen Überlegungen ja nur hinderlich, es muss
schnell gehen, nicht nachdenken; darum 59(9) und weiter zum nächsten
QSO.
Nicht wundern, es nutzt nichts.
73
Wilhelm
Kann mir jemand mal sinnvoll erklären wie es bei so einen Contest zugeht
oder eine Youtube Link schicken, wo ich mir das mal Beispielhaft ansehen
kann um einen Eindruck zu bekommen?
OM schrieb:> Naja, ob das jetzt so repräsentativ ist...
Es zeigt was von der Abwicklung der Verbindungen im UKW-Contest und wie
ernsthaft man es betreiben KANN.
Klar, weniger Aufwand geht immer. Es gibt entsprechend auch die zwei
Wertungsgruppen Mehrmann- und Einmannstationen. Ich selbst nehme in der
Einmann-Wertung teil mit (gutem) festen Standort, also viel weniger
Logistikaufwand.
Eigentlich ist an jedem Wochenende was los. Hier ist der Kalender:
https://www.contestcalendar.com/weeklycont.php
Am nächsten Wochenende ist ein Großereignis, der CQ WW WPX in CW. Da
mache ich als Einmannstation mit 100W mit.
Wilhelm S. schrieb:> T = Tonqualität -> ..des Morsetons, von 1-9
Wie ist das mit Tonqualität gemeint? Es werden ja eigentlich keine Töne
übertragen. Die Töne werden im Empfänger generiert.
Wilhelm S. schrieb:> R = Readability -> Lesbarkeit, von 1-5
Was ist mit Lesbarkeit gemeint? Die "Morsehandschrift" des Operators
oder die Beeintächtigung durch QRM?
pillepalle schrieb:> Wie ist das mit Tonqualität gemeint?
Das kommt aus alten Zeiten...gemeint ist, ob Du in CW einen reinen
Sinuston aussendest - das wäre T9 - oder ob da Brummanteile drauf sind.
T1 wäre dann der Halbwellengleichrichterton, muss grausam sein. Etwas
anderes als T9 kann man nur mit Selbstbau erreichen.
Hallo OM.
OM schrieb:> Simulant schrieb:>> UKW-Contest hier:>> https://www.youtube.com/watch?v=2Rh3-K8V4_o>> Naja, ob das jetzt so repräsentativ ist...so sehen Gewinner aus, klar,> aber es geht auch "casual" von zu Hause aus und als single-op (Ein-Mann> Station).> So etwa:>> https://www.youtube.com/watch?v=QwEzX3rrQU4>> (okay, ist auch nicht ganz repräsentativ...)
Richtig. Es geht aber auf jeden Fall einige Nummern kleiner. Hier ein
Bild
einer 2m Portabelstation im Bergischen Land während des
UKW-Fruehlingscontests am 02Apr2022:
"DARC-UKW-Fruehlingscontest_DL1EIC-p_JO31NC_I_Reduziert_02Apr2022.jpg"
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hallo Pillepalle.
pillepalle schrieb:> Was ist mit Lesbarkeit gemeint? Die "Morsehandschrift" des Operators> oder die Beeintächtigung durch QRM?
Das ist nirgendwo festgelegt, soviel ich weiss. Logischerweise
beinträchtigt beides die Lesbarkeit, und darum fliesst beides in die
Bewertung ein.
Solange ich den Eindruck habe, die Probleme kommen von meiner eigenen
Unfähigkeit beim Hören und Niederschreiben, gibt es eine fünf.
Erst wenn mir QSB, QRN, QRM oder eine schmierige Gebeweise deutlich
auffallen, gehe ich mit dem Wert herunter. Meistens mit Angabe des
Grundes, z.B. QSB.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> Es geht aber auf jeden Fall einige Nummern kleiner. Hier ein> Bild einer 2m Portabelstation im Bergischen Land während des> UKW-Fruehlingscontests am 02Apr2022
Respekt! Bei dem Wetter wäre ich im warmen Shack geblieben. Mit
Handschuhen kann ich auch kein CW geben.
Hallo OM.
OM schrieb:> Respekt! Bei dem Wetter wäre ich im warmen Shack geblieben.
A) Es war überhaupt nicht so kalt. Das ist z.B. daran zu erkennen, dass
der Schnee fast weggetaut ist.
B) Waren es auch nur zwei Stunden. Mehr machte der Akku nicht mehr.
C) Der Wind war lästiger. Der verdrehte immer die Antenne und stand
teilweise auf dem Mikrophon.
D) Ich habe kein Shack, weil ich keinen Wohnsitz habe, wo ich sinnvoll
eine Antenne errichten kann.
> Mit> Handschuhen kann ich auch kein CW geben.
A) Ich habe SSB gemacht, weil mein CW für Contestzwecke zu langsam ist.
Zugegeben, bei Telegraphie stellt sich das Problem mit dem Wind auf dem
Mikrophon erst gar nicht. ;O)
B) Der Ansatz mit Handschuhen zu geben ist ja auch teilweise der falsche
Ansatz. Der bessere Ansatz wäre, die Taste mit in den Handschuh zu
stecken. ;O)
Siehe: "Knietaste_KaelteschutzOffen-III.JPG" und
"KnietasteVonLinks.JPG".
Zugegeben, das Teil ist etwas fummelig. Darum kommt es auch erst ab
deutlichen Minustemperaturen zum Einsatz. Vorher normal die Knietaste
und ein Handschuh mit abgeschnittenen Fingern.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> Der Ansatz mit Handschuhen zu geben ist ja auch teilweise der falsche> Ansatz. Der bessere Ansatz wäre, die Taste mit in den Handschuh zu> stecken.
Interessante Idee. Aber geht das auch mit einem Paddle? Ich kann mit
einer Handtaste nicht geben, habe direkt squeeze-keying mit paddle
gelernt (entgegen der Empfehlung im Lehrbuch).
Kann das sein, dass ich so eine Knietaste im Film "Dunkirk" gesehen
habe, wo ein Pilot sowas bedient?
OM schrieb:> Interessante Idee. Aber geht das auch mit einem Paddle? Ich kann mit> einer Handtaste nicht geben, habe direkt squeeze-keying mit paddle> gelernt (entgegen der Empfehlung im Lehrbuch).
Kontakte außen am Handschuh an Daumen und Zeigefinger befestigen und als
Paddle benutzen?
alf schrieb:> Kontakte außen am Handschuh an Daumen und Zeigefinger befestigen und als> Paddle benutzen?
Du meinst als direkten elektrischen Kontakt? Das würde dann aber nicht
federn, dann kann man nicht schnell geben, denke ich.
OM schrieb:> Du meinst als direkten elektrischen Kontakt? Das würde dann aber nicht> federn, dann kann man nicht schnell geben, denke ich.
Federung ist nicht unbedingt nötig. Es gibt ja auch diese Sensortasten
ganz ohne Mechanik. Ich selber habe keine solche Taste. Aber es gibt
durchaus Leute, die sind damit sehr schnell.
Bernd W. schrieb:> Es geht aber auf jeden Fall einige Nummern kleiner. Hier ein Bild> einer 2m Portabelstation im Bergischen Land während des> UKW-Fruehlingscontests
Ah, wie ich sehe bin ich nicht der einzige der Notenständer
zweckentfremdet.
;-)
Sehr cool!
Andre schrieb:> Schreib öffentlich "Amateurfunker" und halte eine Schüssel bereit.> Danach hast du genug Tomatensalat für den Rest der Woche 🤣
Nimm die speziell für diese Spezies gedachte Version, am besten noch
gegendert:
die Funkamateurfunker*in
Der * markiert wo man ein Geräusch ähnlich eines Schluckaufs einfügen
muss. Oder war das mit dem Gendern nicht
die Funkamateurfunkerperson,
ohne Schluckauf? Egal, die werden sich schon ausreichend aufregen.
Hallo OM und Kilo S.
OM schrieb:> Interessante Idee. Aber geht das auch mit einem Paddle?
Bestimmt. Statt einer Hammertaste kann man an gleicher Position auch
eine Schlackertaste oder einen Sidesweeper montieren.
> Ich kann mit> einer Handtaste nicht geben, habe direkt squeeze-keying mit paddle> gelernt (entgegen der Empfehlung im Lehrbuch).
Bei mir ist es umgekehrt. Ich habe Probleme mit Bugs/El-Bugs.
Wegen Lehrbuch: Ich halte es eher für wichtig, dass man das Hören an
guter Maschinenschrift lernt und übt. Vermutlich wird einem dann selber
eher auffallen, wenn man schmiert.
Der Mithörton klingt dann anders als der gewohnte Rythmus.
> Kann das sein, dass ich so eine Knietaste im Film "Dunkirk" gesehen> habe, wo ein Pilot sowas bedient?
Keine Ahnung, weil den Film habe ich nicht gesehen.
Aber eine klassische britische Knietaste aus dem zweiten Weltkrieg und
der Zeit danach ist sowas:
Siehe "BritischeKnietaste_I.jpg".
Später, in den 80er Jahren, zur Zeit der "Clansman" Geräteserie
verwendeten sie so etwas:
Siehe "ClansmanTaste_II.jpg"
Der Nachteil dieser Art von Schnürungen ist, dass sie sich extrem
lockert, wenn man sie sich auf den Oberschenkel schnallt und dann
irgendwann das Bein streckt. Der Oberschenkel wird dann viel "dünner".
Die Amerikaner verwendeten die "J37" Tastenserie. Ebenso war die im Rest
der Nato und auch bei der Bundeswehr verbreitet, z.B. als Zubehör zum
GRC9.
Siehe "AmerikanischeKnietaste_J-37_VI.jpg" und
"AmerikanischeKnietaste_J-37_III.jpg"
Die Klammer ist schneller an- und abgelegt als die Verschnürung, aber
deutlich wackeliger. Auf den Oberschenkel passt die Klammer nicht, es
sei denn, Du bist ein Winzling kurz vor dem Verhungern.
Durch ein Scharnier kann die Taste in die hufeisenförmige Blechklammer
hineingeklappt werden, zum platzsparenden (und leicht geschütztem)
Transport.
Aus diesen Erfahrungen habe ich dann meine eigene Konstruktion gemacht.
Basis ist ein japanischer Nachbau einer J-37, die man in den 80ern für
kleines Geld kriegen konnte. Der Korpus ist messingfarben lakierter
Zinkdruckguss. Den habe ich auf eine 2mm Aluplatte geschraubt (das grüne
Blech), die an den Seiten mit Schlitzen zum Durchfädeln von 1 Zoll
Gurtband versehen ist. Wichtig war auch, die Grundplatte nach vorne bis
über den Betätigungshebel zu verlängern, damit das Kippmoment gut
abgefangen wird. Das Gurtband beinhaltet Steckschliessen mit einer
Verstellmöglichkeit für die Gurtlänge und als zusätzlich federndes
Element die weissen Gummibänder. Dreifach genommen, damit die etwas
härter sind.
Damit kann man das Bein dann auch mal strecken, ohne das einem die Taste
gleich auf den Knöcheln sitzt. Mit den Steckschliessen lässt sich die
Taste auch schnell anlegen und ablegen, wenn die Gurtlänge einmal
passend eingestellt ist. Ebenso eingefügt ist eine Steckverbindung für
den elektrischen Anschluss in Tastennähe. Das erleichtert das Aufstehen
mit der Taste und auch das Einfädeln der Verbindung in obige
Kälteschutzhülle.
Siehe "JapanJ-37ZuKnietasteUmgebaut.jpg"
Irgendwelcher hochgezüchteter Kram wie Junkers Tasten oder deren NVA
Pendant oder sonstige Luxusausführungen sind als Knietaste oder für
portabel Anwendungen eher ungeeignet. Vor allem sind sie zu schwer.
Besser sind die etwas gröberen, deren Feder sich auch ausreichend stramm
einstellen lässt.
Wenn ich mir dafür eine Weiterentwicklung einfallen lassen würde, wäre
das eine ähnliche Konstruktion, aber die Taste würde ich durch eine noch
weiter auf Robustheit getrimmte Version ersetzten, wo die Lagerung aber
durch eine Feder ersetzt ist, wie bei diesem polnischen Teil:
"PolnMorseTaste_Total_III_bearb.jpg"
Bei genauem Hinsehen ist das zwar eine einzige Feder, aber funktional
ist die Scharnierwirkung und die Gegendruckwirkung auf unterschiedliche
Bereiche verteilt.
Für die Feder(n) einer Eigenkonstruktion würde ich dann ein zerbrochenes
Sägeblatt verwenden, das in Zwingen gehalten wird.
Ausserdem würde ich mir zusätzlich zu der Verschnürung noch Gedanken
über PALS-Streifen machen. Damit könnte man die Taste dann auch sicher
an einer Weste oder einer Tasche befestigen.
Kilo S. schrieb:> Ah, wie ich sehe bin ich nicht der einzige der Notenständer> zweckentfremdet.
Es ist kein Notenständer, sondern der Ständer einer Trockenhaube, die in
meiner Verwandschaft Anfang der 80er Jahre verschrottet wurde.
Eine Trockenhaube ist deutlich schwerer als Notenblätter, und darum ist
auch der Ständer deutlich robuster ausgeführt als ein Notenständer.
Die Höhe und der Rest ist aber vergleichbar. So hoch, das eine sitzende
Person gut unter die Trockenhaube passt, wass einer stehenden Person
entspricht, die die Noten etwas unter Brusthöhe hat.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:>> Ich kann mit>> einer Handtaste nicht geben, habe direkt squeeze-keying mit paddle>> gelernt (entgegen der Empfehlung im Lehrbuch).>> Bei mir ist es umgekehrt. Ich habe Probleme mit Bugs/El-Bugs.
Unter bug verstehe ich diese halbautomatischen Tasten, die automatisch
Punkte geben und irgendwie mit einer Feder funktionieren. Das habe ich
gar nicht erst versucht; ich finde, das klingt immer schrecklich. El-bug
ist, vermute ich, die elektronische Variante davon. Squeezing mit Paddle
ist was anderes, da werden Punkte und Striche automatisch gegeben, und
die Abstände automatisch eingehalten, und Punkt-Strich und Strich-Punkt
Sequenzen ebenfalls automatisch gegeben. Ich finde, das nimmt einem viel
Arbeit ab, und man muss auch nicht selbst den Takt halten.
>Aber eine klassische britische Knietaste aus dem zweiten Weltkrieg und>der Zeit danach ist sowas:
Genau, so ein Teil hatte der Pilot in dem Film. Du benutzt das aber
nicht beim Autofahren oder anderen Tätigkeiten, sondern im Winter vor
allem, weil man da leichter was Warmes drüberziehen kann, ja?
>Wegen Lehrbuch: Ich halte es eher für wichtig, dass man das Hören an>guter Maschinenschrift lernt und übt. Vermutlich wird einem dann selber>eher auffallen, wenn man schmiert.
Ja, sehe ich auch so. Hören ist viel schwieriger als Geben. Oder anders
ausgedrückt: Geben wird überbewertet.
Gruss
OM
OM schrieb:> Ja, sehe ich auch so. Hören ist viel schwieriger als Geben. Oder anders> ausgedrückt: Geben wird überbewertet.
Bis man aber squeezen richtig gelernt hat, ist nochmal eine große Hürde.
diddi schrieb:> Bis man aber squeezen richtig gelernt hat, ist nochmal eine große Hürde.
Ich find's bis 25wpm relativ einfach. Aber man muss ja nicht komplett
squeezen; ich kenne Funkamateure, die die paddle immer nur einzeln
benutzen und nur vom richtigen Timing und ggf. der Wiederholung von
Punkten und Strichen profitieren. Das hilft auch schon.
Gruss
OM
Lehrling schrieb:> Ich finde das nicht schlimm, aber eher amüsant. Da haut jeder sein 5 by> 9 raus als sei es eine Höflichkeitsfloskel :D
Es ist nur eine Höflichkeitsfloskel.
Diese Woche im usenet gesehen:
"Oh, Alta, wie geht's?"
"Muss ja. Selbst?"
"Auch!"
diddi schrieb:> Bis man aber squeezen richtig gelernt hat, ist nochmal eine große Hürde.
Eine Automatiktaste ist aber eine Wohltat dem Hörer gegenüber, wenn man
ansonsten eine schlechte "Handschrift" hat. Ich kenne einige, die sich
mehr vergeblich an ihrer Handtaste zu schaffen machen. (Und das sogar
beim 5er-Gruppen-Geben bei der wöchentlichen 2-m-Übungsrunde.) Wenn man
Punkte nicht mehr von Strichen und kleine von großen Pausen
unterscheiden kann, wäre der Moment schon gekommen, umzusteigen.
Hallo OM.
OM schrieb:>> Bei mir ist es umgekehrt. Ich habe Probleme mit Bugs/El-Bugs.> El-bug ist, vermute ich, die elektronische Variante davon.
Richtig. Du hast zwei Kontakte, die seitlich betätigt werden. Einer nur
für Punkte und der andere nur für Striche. Punkte und Striche werden
dann elektronisch durch die Taste mit gleichbleibenden Rhythmus gegeben.
Die mechanische Variante macht nichts anderes, die verwendet nur einen
mechanischen Schwinger dafür. Und dann gibt es noch so elektronische
Weiterentwicklungen wie einen Punkt- oder Strichspeicher, und dann die
Jambic-Keyer, die abwechselnd Punkte und Striche machen, wenn beide
Kontakte gleichzeitig geschlossen werden. Dass ist das, was Du als
"Squeeze-Technik" bezeichnest.*)
> Squeezing mit Paddle> ist was anderes, da werden Punkte und Striche automatisch gegeben, und> die Abstände automatisch eingehalten, und Punkt-Strich und Strich-Punkt> Sequenzen ebenfalls automatisch gegeben.
Und auch da gibt es wohl feine Unterschiede. Siehe:
https://www.qrpproject.de/Media/pdf/IambicModeA_B.pdf> Ich finde, das nimmt einem viel> Arbeit ab, und man muss auch nicht selbst den Takt halten.
Naja, es stellt aber auch höre Ansprüche an die Feinmotorik. Eine
Hammertaste
ist halt gröber und für mich wesentlich einfacher zu bedienen. Kraft und
Takt sind nicht so das Problem.
>>Aber eine klassische britische Knietaste aus dem zweiten Weltkrieg und>>der Zeit danach ist sowas:> Genau, so ein Teil hatte der Pilot in dem Film. Du benutzt das aber> nicht beim Autofahren oder anderen Tätigkeiten, sondern im Winter vor> allem, weil man da leichter was Warmes drüberziehen kann, ja?
Ich benutze sie grundsätzlich bei Portabelbetrieb, weil wenn ich keinen
Tisch oder nur einen sehr wackeligen habe oder eine andere sinnvolle
Ablage nur schlecht erreichbar ist, so ist mein Oberschenkel doch
meistens in guter Reichweite und bietet eine feste Unterlage. Auch im
Sommer.
Im Auto habe ich meine Umhängetasche mit dem HFG meist hinten auf der
Ladefläche, und meistens aus. Im allgemeinen mache ich mit dem HFG auch
nur FM/DMR.
Vor vielen Jahren in meiner Jugend habe ich aber als Beifahrer aus einem
Auto heraus Telegraphie gemacht. Ich musste den Hub der Junkerstaste
sehr grob einstellen, und die Feder extrastramm, um nicht bei
Kanaldeckeln und Schlaglöchern versehentlich irgendeinen Mist zu geben.
Das, zusammen mit der Tatsache, dass ich zwei Hände brauchte, eine zum
Geben und eine zum festhalten der Taste, haben mich auf die Idee mit der
Knietaste gebracht, weil genau für solche Situationen (wackelige
Umgebung ohne Ablagemöglichkeit) sind sie konzipiert.
Allerdings vermute ich, dass wenn du in einer solchen Umgebung mit einer
Squeeze Taste geben möchtest, könntest Du die Dir genauso auf den
Oberschenkel schnallen und die Kontakte auf größeren Hub und strammere
Feder stellen.
>>Wegen Lehrbuch: Ich halte es eher für wichtig, dass man das Hören an>>guter Maschinenschrift lernt und übt. Vermutlich wird einem dann selber>>eher auffallen, wenn man schmiert.>> Ja, sehe ich auch so. Hören ist viel schwieriger als Geben. Oder anders> ausgedrückt: Geben wird überbewertet.
Das ist zu verkürzt ausgedrückt und irgendwie falsch. Ich versuche es
mal so: Gutes Geben resultiert unter anderem aus im Hören an eine
saubere Schrift gewohnt sein. Wenn Du im Hören super bist und jede noch
so schräge Handschrift klaglos hören kannst und nicht so an
Maschinenschrift gewöhnt bist, gibst Du meistens auch etwas unsauberer.
Muss aber auch nicht zwangsläufig sein.
*) Es existiert noch eine einem Paddel sehr ähnliche Taste, die
"Sidesweeper" genannt wird. Da ist im allgemeinen aber keine Elektronik
oder Gebemechanik eingebunden, sondern die beiden Kontakte sind
unmittelbar parallel geschaltet.
Benutzt wird sie im Prinzip wie eine Hammertaste, man gibt alle Zeichen
komplett manuell. Der Witz dabei ist, dass sie Bewegungen einspart. wenn
Du zum Beispiel eine Reihe Punkte gibst, drückst Du für den ersten Punkt
nach links und für den zweiten nach rechts und für den dritten wieder
nach Links usw. Bu hast also pro Punkt nur eine Bewegung, während Du bei
einer Hammertaste zwi hättest (runter und wieder rauf). Der Unterschied
zwischen Punkten und Strichen wird wie bei einer Hammertaste durch
längeres Drücken erzeugt. Links und rechts sind NICHT für Punkt und
Strich reserviert, sondern ergeben sich aus der Situation. Bei einem "X"
würdest Du für den Anfangstrich z.B. nach Links drücken, für den
folgenden Punkt nach Rechts und den zweiten Punkt nach Links. Der
Abschlussstrich wird dann nach Rechs gedrückt. Würde jetzt noch ein
weiterer Strich oder Punkt folgen, würde der wieder nach Links gedrückt.
Du müsstest Dich an dieses Schema aber nicht halten, Du könntest z.B.
auch den Anfangsstrich nach Rechts drücken, den folgenden Punkt nach
Links usw.
Nachtrag: Es gibt auch (sehr selten) elektronische Zusätze zu
Hammertasten, um dort Punkte und Striche in ein Maschinenschrift Raster
zu bringen, oder um auch bei Hammertasten einen Textspeicher zu
verwenden.
Noch ein Nachtrag:
https://alt.agcw.de/index.php/de/contests-und-cw-betrieb/handtastenparty-htp
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> Und auch da gibt es wohl feine Unterschiede. Siehe:> https://www.qrpproject.de/Media/pdf/IambicModeA_B.pdf
Ja, das weiss ich. Mir hatte damals ein erfahrener Funkamateur gesagt,
dass der Mode A von den meisten Geräten (Icom ist wohl die Ausnahme)
nicht unterstützt wird, und es deswegen sinnvoll ist, Mode B zu lernen -
sonst muss man einen eigenen keyer anschaffen und kann den eingebauten
nicht verwenden. Ich habe diesen Rat befolgt und mode B gelernt. Mein
Yaesu FT-950 kann tatsächlich nur B.
>*) Es existiert noch eine einem Paddel sehr ähnliche Taste, die>"Sidesweeper" genannt wird.
Sind das nicht die Tasten, die von Hochgeschwindigkeits-CWlern verwendet
werden, weil Iambic bei höheren Geschwindigkeiten als 25wpm nicht mehr
beherrschbar ist? Vielleicht verwechsle ich das auch.
73
OM
Hallo OM.
OM schrieb:> Ja, das weiss ich. Mir hatte damals ein erfahrener Funkamateur gesagt,> dass der Mode A von den meisten Geräten (Icom ist wohl die Ausnahme)> nicht unterstützt wird, und es deswegen sinnvoll ist, Mode B zu lernen -> sonst muss man einen eigenen keyer anschaffen und kann den eingebauten> nicht verwenden. Ich habe diesen Rat befolgt und mode B gelernt. Mein> Yaesu FT-950 kann tatsächlich nur B.
Es ist oftmals ein Akt, im Menue oder der Firmware aktueller Geräte die
elektronische Taste zu deaktivieren, wenn man nur mit einer Hammertaste
geben kann. :(
Oftmals ist diese Einstellung dann auch nach Aus- und Wiedereinschalten
des Gerätes zurückgesetzt......:(
>>*) Es existiert noch eine einem Paddel sehr ähnliche Taste, die>>"Sidesweeper" genannt wird.>> Sind das nicht die Tasten, die von Hochgeschwindigkeits-CWlern verwendet> werden, weil Iambic bei höheren Geschwindigkeiten als 25wpm nicht mehr> beherrschbar ist?
Ganz bestimmt nicht. Das waren die ersten Versuche, das ganze
"ergonomisch" und effektiver zu gestalten. Es zeigte sich dann aber
schnell, das es eher sinvoll ist, das ganze mechanisch oder elektronisch
in Form von Bugs/Elbugs weiter zu treiben.
Ein Sidesweeper schont Wegen der geringeren Kräfte und weniger
Bewegungen auch die Gelenke und Sehnen. Wegen der geringeren Kräfte ist
ebenso der Eigenbau auch deutlich einfacher.
Aber ich habe noch niemanden gehört, der von sich selber sagte, dass er
einen Sidesweeper verwendet und der nicht schmierte. Wenn jemand
natürlich nicht sagt, das er einen Sidesweeper verwendet, und nicht
schmiert, bekomme ich das nicht mit. Das mag meine Wahrnehmung
verzerren. ;O)
Aber es könnte sein, das darin der Grund liegt, den Sidesweeper zu einem
mechanischen oder elektronischen Bug weiter zu entwickeln.
> weil Iambic bei höheren Geschwindigkeiten als 25wpm nicht mehr> beherrschbar ist?
Keine Ahnung. Ich bin kein High-Speeder. Aber dann wäre ein einfacher
El-Bug eher die Lösung.
Hören geht bei den Highspeedern deutlich schneller als
manuelles/halbmanuelles geben. Darum wird bei den Wettbewerben dazu
soviel ich weiss auch mit einem Rechner gegeben.
> Vielleicht verwechsle ich das auch.
Das vermute ich auch, aber wirklich genau weiss ich es auch nicht. ;O)
Lesefutter übers Squeezen:
http://cq-cq.eu/DJ5IL_rt007.pdf
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Gerhard H. schrieb:> Es ist nur eine Höflichkeitsfloskel.>> Diese Woche im usenet gesehen:>> "Oh, Alta, wie geht's?"> "Muss ja. Selbst?"> "Auch!"
Erinnert mich an die Anfänge der Mobilfunk-Kommunikation. Als Anfang der
'90er die GSM-Handies bezahlbar wurden. Da liefen die QSO auch so ab:
"Alter, kannst Du mich hören? Ich höre Dich gut. Wo bist Du gerade? Ich
rufe Dich später nochmal an."
Soul E. schrieb:> "Alter, kannst Du mich hören? Ich höre Dich gut. Wo bist Du gerade? Ich> rufe Dich später nochmal an."
Bei uns in der Firma haben wir grottenschlechte Headsets.
Da ist auch immer das erste was man bei einem Anruf fragt "Hallo? Hörst
du mich?".
Soul E. schrieb:> Gerhard H. schrieb:>> Erinnert mich an die Anfänge der Mobilfunk-Kommunikation. Als Anfang der> '90er die GSM-Handies bezahlbar wurden. Da liefen die QSO auch so ab:>> "Alter, kannst Du mich hören? Ich höre Dich gut. Wo bist Du gerade? Ich> rufe Dich später nochmal an."
Das ist hier in OE auch ein vielen Umsetzern so...
A: CQ CQ von ......
B: Hallo, hier ist B
A: Hi, danke für's zurück kommen.. Kommst gut über den Umsetzer
B: Danke, du auch... bin dann wieder weg - danke fürs QSO, 73
A: 73
Bernd W. schrieb:> Aber es könnte sein, das darin der Grund liegt, den Sidesweeper zu einem> mechanischen oder elektronischen Bug weiter zu entwickeln.
Ich hab's begriffen: Ein Sidesweeper (oder cootie) ist im Grunde wie
eine normale Handtaste, bloss um 90° gedreht und mit zwei Kontakten, die
beide verbunden sind. Damit geht man direkt ohne keyer-Elektronik in das
Gerät.
Ein Einhebelpaddle ("single lever" auf englisch) sieht so ähnlich aus,
aber die beiden Kontakte links und rechts sind getrennt, einer für Punkt
und einer für Strich, und ein keyer kümmert sich um timing und
Wiederholung. Squeezen geht natürlich nicht, weil ja nicht beide
Kontakte gleichzeitig gedrückt werden können.
Klingt interessant, aber ich glaube, wenn ich damit anfange, bringe ich
am Ende alles durcheinander, und nichts geht mehr.
>Es ist oftmals ein Akt, im Menue oder der Firmware aktueller Geräte die>elektronische Taste zu deaktivieren, wenn man nur mit einer Hammertaste>geben kann. :(
Also bei meinem Yaesu FT-950 geht das sogar getrennt für die vordere und
hintere Buchse für die Morsetaste. Da könnte man also ein Squeeze-Paddle
mit einer Handtaste kombinieren. Aber ich gebe zu, dass ich den
Menüpunkt ohne Handbuch auch nicht finden würde.
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OM
OE1 schrieb:> A: CQ CQ von ......> B: Hallo, hier ist B> A: Hi, danke für's zurück kommen.. Kommst gut über den Umsetzer> B: Danke, du auch... bin dann wieder weg - danke fürs QSO, 73> A: 73
Ja und?
Hallo
OLf schrieb:> Ja und?
Nichts und.
Obwohl man das gleiche Hobby teilt kennt man den Gesprächspartner doch
nur selten persönlich, hinzu kommt um ehrlich zu sein das auf dn Relais
sich hauptsächlich zwei "Sorten" von Hams treffen:
Die festen Gruppen oder Bekannten die sich kennen - da laufen die
Gespräche dann auch anders ab.
Und vor allem Neulinge (und die wenigen unter 20 Jahren alten) oft in
ihren Antennenaufbaumöglichkeiten sehr eingeschränkte Hams die froh sind
überhaupt Sprechfunkverbindungen innerhalb des Amateurfunks durchführen
zu können.
Tja und da kommt es halt zu den "Standardsprüchen" - nicht jeder ist der
locker flockige Typ der mit einen Wildfremden (nur ein Rufzeichen ändert
da überhaupt nichts) schon mit den ersten Satz bester freund und alter
bekannter ist - was soll man denn auch groß mit einen Wildfremdem
bereden?
Und viele Amateurfunker (ich nehme mich davon gar nicht aus bzw. war da
"früher" sogar fast schon extrem) sind sogar eher recht Kontakt scheu
was Sprechfunk angeht und fühlen sich bei einen (erst mal)
oberflächlichen und distanzierenden, nach ungeschriebenen Regeln,
ablaufenden Kontakt mit Fremden viel wohler.
Klingt erstmal total widersinnig, ist aber tatsächlich oft so.
"Der" Ham ist (meist) nicht der Kumpel- und Feiertyp der mit jeden
sofort kann und der vorrangig jemand zum "Labern" sucht - Ausnahmen gibt
es natürlich immer.
Hallo zusammen,
anzumerken ist noch Folgendes.
In früheren Zeiten hatte jeder noch eine selbstgebaute Station. Der
Austausch über die technischen Gegebenheiten ergab genügend
Gesprächsstoff.
Wer etwas Fertiges von Drake, Hallicrafters oder gar Collins hatte, war
der König. Das war ja nicht nur auf KW so. Als Ende der 60er Jahre das
2m-Band und höhere Frequenzen zugänglich wurden, haben die C-Leute
gefrickelt, was das Zeug hält. Veröffentlichungen (DUBUS, UHF-Unterlage
von K. Weiner u.v.a.m.), UKW-Tagugungen (Weinheim, Dorsten, München...);
die OMs haben den persönlichen Kontakt gesucht, Erfahrungen ausgetauscht
und sich auch mit Bauteilen ausgeholfen. Der 1. wusste, der 2. hatte und
der 3. konnte.
Wie heisst das schöne Wort -> Ham-Spirit.
Heute gibt es eben nix mehr zu erzählen, leider.
Das hat nichts mit 'früher war alles besser' zu tun, es war eben anders.
'Tempora mutantur, nos et mutamur in illis'
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Wilhelm
Ein DL Ham schrieb:> Obwohl man das gleiche Hobby teilt kennt man den Gesprächspartner doch> nur selten persönlich, hinzu kommt um ehrlich zu sein das auf dn Relais> sich hauptsächlich zwei "Sorten" von Hams treffen:> Die festen Gruppen oder Bekannten die sich kennen - da laufen die> Gespräche dann auch anders ab.
Das beschreibt sehr gut die Situation auf den Relais. Aber auf den
KW-Bändern läuft das ganz anders ab. Ich denke, man muss vermitteln,
dass Relaisfunk nur eine zwischenstufe ist - sowas wie CB für
Funkamateure - und dass sich das weite Feld des Amateurfunks erst danach
öffnet.