Was macht man eigentlich mit unbestückten Leiterplatten, die sich so im
Laufe der Jahrzehnte ansammeln, sei es durch im Sturm versunkene
Projekte, abgestürzte Kunden oder schlichte Fehlkonstruktionen?
Gibt es da spezialisierte Sammler, Entsorger oder gar Ankäufer?
Bernd G. schrieb:> Was macht man eigentlich mit unbestückten Leiterplatten, die sich> so im> Laufe der Jahrzehnte ansammeln, sei es durch im Sturm versunkene> Projekte, abgestürzte Kunden oder schlichte Fehlkonstruktionen?> Gibt es da spezialisierte Sammler, Entsorger oder gar Ankäufer?
Unser Recycling-Hof sagt Elektro-Recycling: da ist Kupfer drauf, Zinn,
evtl Gold
Wieviel Kilogramm kommen dabei zusammen?
Wenn das alles ordentlich Gewicht hat,
erstmal bei einem Schrottplatz versuchen.
Falls das Zeugs mit NICHTvergoldetne Pads ist,
wird das wohl die unterste Kategorie in Sachen Platinenschrott sein.
Aber Der Schrotter nimmt das immer noch für Geld an.
so um 30cent Pro Kilo.
Nicht zum Wertstoffhof,
wo man noch nicht einmal ein Dankeschön für seine WERTstoffe bekommt!
●DesIntegrator ●. schrieb:> Leiterplatten.>> Das sind unbestückte Platinen.
Wenn sie bestückt sind sind es immer noch Leiterplatten...
Richtig ist aber dass der TO von unbestückt spricht.
Georg
Zero V. schrieb:> Man macht damit richtig Kohle:
Würd ich mir nicht an die Wand hängen. Man sieht doch auf den ersten
Blick, dass es 2 unterschiedliche Layouts sind, wegen dem streifen in
der Mitte..
Tolle Idee, der Löwenanteil der Platten hat ein Maß von 99,1 x 70,6 mm.
Wer sich eine goldene Nase dran verdienen will, bekommt das kg für 0,2
€, das sind dann ca 40 Stück. Vorsicht: das Porto wird teurer als der
Paketinhalt :-))
Die Kanten sind übrigens wegen Einzelbestückung bereits sauber gefräst.
Bernd G. schrieb:> Die Kanten sind übrigens wegen Einzelbestückung bereits sauber gefräst.
Dann verteilt sie als Eiskratzer fürs Auto.
Mache ich mit meinem einen Projekt auch so.
Besser als die gibt es nicht und die sind nur minimal weicher als Glas.
Hält etwa 2 bis 3 Winter dann die nächsten.
Die dann sammeln und dann ab und weg damit.
Marco K. schrieb:> Hält etwa 2 bis 3 Winter dann die nächsten.
Du meinst die nächsten Glascheiben vom Auto.
Einfach supi wie man sein Auto schneller kaputt kriegt.
Marco K. schrieb:> Dann verteilt sie als Eiskratzer fürs Auto.
Die Idee hatte ich auch mal :-( Nur gut daß die Autos damals nur über
den Winter halten mussten..
(Die Versicherung für das Mopped war dermaßen teuer daß man im Sommer
kein Auto zusätzlich haben wollte)
Uwe
Marco K. schrieb:> Dann verteilt sie als Eiskratzer fürs Auto.
Wer hat den in Zeiten des Klimawandels noch Eis am Auto? Erst recht bei
Eigenwohn mit Garagenstellplatz? Oder bei Standheizung???
Im Rheinland wechseln sie nicht mal auf Winterreifen ...
Nein, ich meine das Ernst!
Das ist glasfaser verstärkt ->
Weicher als die Scheibe aber härter als das Eis.
Die Kante ist CNC gefräst mit 100% rechtem Winkel auf beiden Seiten.
Wenn der erste Frost kommt gehen die Weg wie warme Semmeln.
Pro Jahr um die 50Stück und für die Gärtner ist es die perfekte
Beeteinfassung. Die verrotten nie!
Winter ist ein Auslaufmodell schrieb:> Marco K. schrieb:>> Dann verteilt sie als Eiskratzer fürs Auto.>> Wer hat den in Zeiten des Klimawandels noch Eis am Auto? Erst recht bei> Eigenwohn mit Garagenstellplatz? Oder bei Standheizung???> Im Rheinland wechseln sie nicht mal auf Winterreifen ...
Im Badischen sieht das anders aus.
Ich muss immer Kratzen vor allem den Firmenwagen wenn ich mal wieder weg
muss.
Bernd G. schrieb:> Was macht man eigentlich mit unbestückten Leiterplatten, die sich so im> Laufe der Jahrzehnte ansammeln, sei es durch im Sturm versunkene> Projekte, abgestürzte Kunden oder schlichte Fehlkonstruktionen?
Wegschmeißen.
> Gibt es da spezialisierte Sammler, Entsorger oder gar Ankäufer?
Wir haben einen Standardentsorger, der unseren E-Schrott sortiert
abnimmt. Ein Container sind bestücke Platinen, logischwerweise kommen
dort auch unbestückte rein.
Habe ich gerade heute gehabt. Bestückte Platinen dürfen die normalen
Schrotthändler seit 2018 nicht mehr annehmen. Das besagt die
Altgeräteverordnung. Das zählt als Elektroschrott und darf nur über
Zweckverbände oder kommunale Wertstoffhöfe entsorgt werden. Der
Schrotthändler hat ganz schön geflucht, denn der Staat verdient sich
damit eine goldene Nase.
torstensc schrieb:> Altgeräteverordnung. Das zählt als Elektroschrott und darf nur über> Zweckverbände oder kommunale Wertstoffhöfe entsorgt werden. Der> Schrotthändler hat ganz schön geflucht, denn der Staat verdient sich> damit eine goldene Nase.
Der Staat verdient? Hauptsache das Narrativ wird bedient.
Ist es nicht so daß ich als Inverkehrbringer von "zukünftigem
Elektronikschrott" die "Entsorgung" deiner Plaqtinen bezahlen darf?
Und jetzt diskutieren wir mal wer genau sich die Taschen voll macht..
Uwe
●DesIntegrator ●. schrieb:> Nicht zum Wertstoffhof,> wo man noch nicht einmal ein Dankeschön für seine WERTstoffe bekommt!
Schade, dass das leider der Wahrheit entspricht: Auto voll Zeug, wurde
erstmal nach Herkunft und gewerblich gefragt. Dann geht das los: Die
LS-Röhren bitte hinten in den Container, die Akkus in den anderen, die
Monitore bitte nach da, die Kleinbatterien ... ich soll da also über den
Hof fahren und gemäß Anweisung die Teile exakt passend verteilen. Das
entspricht nicht meinem Verständnis, wie man mit Leuten umgeht und eine
hohe Sammelquote erreichen möchte.
torstensc schrieb:> Habe ich gerade heute gehabt. Bestückte Platinen dürfen die normalen> Schrotthändler seit 2018 nicht mehr annehmen. Das besagt die> Altgeräteverordnung. Das zählt als Elektroschrott und darf nur über> Zweckverbände oder kommunale Wertstoffhöfe entsorgt werden.
Das ist entweder falsch oder nach Bundesland unterschiedlich. In der
benachbarten Kleinstadt ist ein privater Verwerter, der seit ca. 2
Jahren auch für Elektroschrott zertifiziert ist.
Hier im Ort sammelt der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Schrott.
Der verantwortliche Kassenwart hat auch diverse PC-Mainboards,
-Einsteckkarten und -Gehäuse als lohnenswert angesehen. Plastikkram baue
ich zuvor ab, der darf in die gelbe Tonne, wo laut Beschreibung außer
Verpackungen auch stoffähnliche Kunststoffe rein sollen.
Kronkorken, Schraubdeckel und Konservendosen gehören zwar auch in die
gelbe Tonne, aber nicht mehr von mir. Die sammele ich getrennt und
liefere sie bei der FFW ab, selbst wenn es ihr nur ein paar cent bringt,
sind diese dort besser aufgehoben.
Uwe B. schrieb:> Der Staat verdient? Hauptsache das Narrativ wird bedient.
Wer daran verdient, ist erstmal egal, als Normalbürger fühle ich mich
ausgeplündert. Das fängt damit an, dass ich die Müllabfuhr zum
jährlichen Festpreis bezahlen muss, abhängig von der Anzahl Personen im
Haus. Es ist vollkommen egal, ob meine Mülltonne alle 14 Tage voll ist
oder, wie ich, die nur alle drei Monate mal zur Abfuhr stelle.
Schauen wir mal auf WEEE, das ist doch eines der
Verbrauchermelkmaschinen-Systeme: Das sammelt Abgaben, aber tut nichts
dafür, dass der Endkunde seine Altgeräte praxisgerecht einfach in deren
Hände geben kann.
torstensc schrieb:> PS: gilt für privat. Bei Gewerbekunden ist das anders.
Dann splittet man das eben in je 4x 10kg Eikaufstüten/Pappobstkisten und
bringt es innerhalb eines Jahres weg.
Was für Probleme haben hier manche Leute.
michael_ schrieb:> Dann splittet man das eben in je 4x 10kg Eikaufstüten/Pappobstkisten und> bringt es innerhalb eines Jahres weg.> Was für Probleme haben hier manche Leute.
Verstehendes lesen: egal wie du das aufsplittest, von Privat dürfen
Ensorger das hier nicht mehr annehmen. Hier darf nur der kommunale
Zweckverband Elektroschrott annehmen. Es dürfen auch keine
Waschmaschinen oder Geschirrspüler angenommen werden. Mit der
Altgeräteabgabe bezahlt der Zweckverband die Zerlegung. Einmal im Jahr
wird versteigert, wer die getrennten Wertstoffe dann entsorgen darf.
Soviel dazu, dass da keine staatliche Instanz was verdient. Bei unserem
lokalen Entsorger würden die Leute für einen GSP oder eine WaMa
eigentlich noch was bekommen. Aber er darf es halt nicht annehmen.
Winter ist ein Auslaufmodell schrieb:> Wer hat den in Zeiten des Klimawandels noch Eis am Auto?
immer genau dann, wenn man im Winter mal nicht
unterm Carport oder in de rGarage steht.
durchaus auch im Mai
Manfred schrieb:> ich soll da also über den> Hof fahren und gemäß Anweisung die Teile exakt passend verteilen.
Ja, genau das sollst du. So wie die andern 99% der Leute, die das auch
schaffen.
Wenn es dir zu blöd ist, bei jedem Kleinteil zu fragen, dann empfehle
ich die Schilder zu lesen, die bei den Tonnen und Containern dranhängen.
Jetzt mal im Ernst, ganz praktisches Beispiel: Hier in der Nähe hat's
eine Kleinstadt mit ca. 50.000 Hanseln, die sich auf drei
Wertstoffhofhöfe verteilen. Sagen wir mal 5.000 davon haben Müll für den
Wertstoffhof (der Rest sind Familienmitglieder oder wohnt in Wohnsilos).
Pro Wertstoffhof sind drei Menschen anwesend.
5.000 Menschen liefern in 5 Werktagen Müll ab, also 1.000 am Tag bzw.
330 pro Wertstoffhof.
Pro Mitarbeiter sind das 110 Leute am Tag. Wie soll das gehen? Soll der
110 Autos leermachen? Die restliche Arbeit erledigt sich halt auch nicht
von selbst.
Hallo W.i.e.A.
Winter ist ein Auslaufmodell schrieb:> Wer hat den in Zeiten des Klimawandels noch Eis am Auto?
Weil die Durchschnittstemperaturen nur sehr langsam zuhnehmen, aber die
Streung viel größer wird. Trotz Klimaerwärmung musst Du also immer noch
mit Schneestürmen rechnen.
> Erst recht bei> Eigenwohn mit Garagenstellplatz?
Wer denn eins hat.
> Oder bei Standheizung???
Wer denn bereit ist, für so einen Quatsch zu zahlen.
Nebenbei bemerkt: In Finnland siehst Du oft Steckdosen für eine
elektrische Heizung auf Firmenparkplätzen und privat. Die sind aber für
den Motorblock/Kühlwasser und nicht für den Fahrgastraum.
> Im Rheinland wechseln sie nicht mal auf Winterreifen ...
Bei Schnee siehst Du im Bergischen oft Autos am Strassenrand verlassen,
weil der Fahrer aufgegeben hat. Die meisten mit Kölner Kennzeichen.....
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
torstensc schrieb:> Hier darf nur der kommunale> Zweckverband Elektroschrott annehmen. Es dürfen auch keine> Waschmaschinen oder Geschirrspüler angenommen werden.
Das ist so nicht richtig. Auch der Privatmensch hat viele Möglichkeiten
Elektrogeräte zu entsorgen. Beispielsweise bei Aldi oder Lidl. Oder per
Post kostenlos zum Händler.
Früher, also das was manche für die gute alte Zeit halten, war das
komplizierter. Man mußte extra tief in den Wald oder ins Moor fahren um
den Kühlschrank loszuwerden.
Erschreckened viele Mitbürger sind allerdings in dieser Zeit
gefangengeblieben :-(
Es bringen sogar Leute ihren Müll gegenüber dem Wertstoffhoftor in den
Graben zu kippen. Hatte wohl geschlossen.
Bei mir nebenan, Oldtimer im Moor entsorgt:
https://www.youtube.com/watch?v=IKTPDejRIfc
Uwe