230V Steckdose maximalen Strom regeln

Gast #7093916
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Moin Moin,

Ich bin gerade auf der Suche nach etwas Recht speziellem (und glaube 
auch nicht. Dass es das fertig und bezahlbar gibt, aber manchmal gibt's 
ja Sachen, von denen hat man noch nie gehört).

Ich suche ein Gerät, mit dem ich die Leistung einer Schukodose abregeln 
kann (remote einstellbar).

Wofür?
Elektro Leichtfahrzeug lädt im Hof.
Balkon-PV erzeugt Überschuss.

Das e Fahrzeug lädt von sich aus mit ca 1,8kW

Kommen jetzt 300W Überschuss von Dach, würde ich das Fahrzeug (wenn ich 
Zeit hab) ja lieber längere Zeit mit 300 selbst erzeugten Watt Laden, 
anstatt mit 300 selbst erzeugten und 1500 bezahlten Watters.

Ich hab zwar wenig Hoffnung, dass es das in rentabel gibt, aber man weiß 
ja nie.

Danke und Gruß
Jömmes
Gast #7094014
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Jens Plappert schrieb:
> Ich suche ein Gerät, mit dem ich die Leistung einer Schukodose abregeln
> kann (remote einstellbar).

Gibt es nicht. Zwar könnte ein Dimmer die Leistung reduzieren, aber 
damit lädt dein Autochen nicht mehr.

> Wofür?
> Elektro Leichtfahrzeug lädt im Hof.
> Balkon-PV erzeugt Überschuss.

Elektroautos haben ein Ladekabel mit einer Steuerleitung die sagt, wie 
belastbar die Leitung derzeit ist. Damit lässt sich die Ladeleistung 
regeln.

Aber damit kann man minimal auf 6A regeln, mehr als deine 300W.

https://de.wikipedia.org/wiki/IEC_62196_Typ_2

Dein einziges Glück wäre, wenn dein Autochen herstellerseitig ein 
steuerbares Ladegerät besitzt. Wohl nicht, das wäre wohl teurer als das 
Golfcart selbst.
Gast #7094021
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Das wird kaum funktionieren.
Wenn es die Elektronik des Verbrauchers (hier Ladegerät e-Fahrzeug) 
nicht eingebaut hat,
bleibt nur die Möglichkeit des Ab- und Anschalten.
Also wenn Solarleistung da dann Anschalten,
wenn Solarleistung fehlt (oder unter bestimmten Wert) dann Abschalten 
der Stromzuführung zum Verbraucher.
Dafür mag es geeignete, mehr oder weniger "intelligente" Schaltgeräte 
geben. Ob sich das für den Einsatzzweck Klein-e-Fzg mit 1,8 kW und der 
mikrigen Solarleistung max. 300 W lohnt ist mehr als fraglich.
Auch wäre vorab zu prüfen, ob das Fzg die Ladefunktion wirklich mehrfach 
fortsetzt, wenn Unterbrechungen stattgefunden haben.
Noch was für "grössere" E-Autos: Diese haben i.d.R. eine 
Mindest-Ladeleistung, z.B. 6 A * 230 V , also ca. 1,4 kW. Ausserdem ist 
z.B. unterhalb 10 A oder 14 A (2,3 kW , 3 kW) der Wirkungsgrad der 
Ladeelektronik deutlich schlechter. Optimum Wirkungsgrad bei Renault Zoe 
beispielsweise bei 3x16 A (11 kW).
Beitrag einer "Balkon" Solaranlage (max. 600 W) schier vernachlässigbar, 
leider.
Gruss
Gast #7094077
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Abdul K. schrieb:
> Das noch kein Chinese sowas anbietet, seltsam.

Ganz ähnlich beim normalen e-Auto: Wär doch toll, einfach ein paar 
Panels direkt zum laden herzunehmen, ohne den Umweg über Wechselrichter 
und Ladebox. Schnittstelle ist ja da, aber wie bringt man dem Auto bei, 
daß es am Panel hängt statt an einer Steckdose?
Gast #7094157
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Helge schrieb:
> Ganz ähnlich beim normalen e-Auto: Wär doch toll, einfach ein paar
> Panels direkt zum laden herzunehmen, ohne den Umweg über Wechselrichter
> und Ladebox.
Schnittstelle ist ja da, aber wie bringt man dem Auto bei,
> daß es am Panel hängt statt an einer Steckdose?

Welche Schnittstelle ist da?
Typ2 nur Wechselstrom, ab 6 A.
Für CCS (Gleichstrom) vermutlich dto.

Hauptprobleme der Idee sind
* die stark schwankende Leistung die vom Dach kommt
* eine ausreichend hohe Eingangsspannung

Die Spannung der Solarmodule müsste wohl im Bereich >= 250 Volt sein, 
max. ca. 350 V  ODER 590 V (denn AC 230 gleichgerichtet sind ja ca. 310 
V, dazu kommt +/- Toleranz 10% oder 15%,  bzw. ~400 * sqr(2) ).
Das sind schon etliche Solarmodule, allerdings NICHT so viele wie 
typischerweise an Solar-Wechselrichtern verwendet wird (600 bis 800 
Volt). Fürs Auto wäre das wohl deutlich zuviel (nix genaues weiss man 
nicht).

Hauptproblem ist aber die stark wechselnde Leistung der Solarmodule im 
Tasgesverlauf, Sonne, Wolken, Einstrahlwinkel etc.
Da braucht es MPPT (Maximum Power Point Tracking) Regelung. Also 
permanente Änderung der Ladeleistung. Wäre auch verbunden mit vielfacher 
Unterschreitung der Mindestladeleistung des Fzg. (6 Ampere), was in 
Abschaltung resultieren müsste.

Aus vorgenannten Gründen ist der Umweg über AC praktikabler, gängiger, 
einfacher.

Gruss
Gast #7094407
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Helge schrieb:
> wie bringt man dem Auto bei, daß es am Panel hängt

Ganz einfach: man zeigts ihm! - Aktuelle KFZ haben doch ohnehin für 
irgendwelche Fahrassistenz-Systeme bereits min. eine Kamera verbaut, 
also muß man ihm nur einen Spiegel passend hinhalten, so daß es die 
Panels auf seinem Dach sehen kann - dann wird es schon verstehen! :D
Gast #7095085
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Erich schrieb:
> Welche Schnittstelle ist da?
> Typ2 nur Wechselstrom, ab 6 A.

Das ist ja "nur" die Signaldefinition, die diese Schnittstelle so 
einschränkt. Theoretisch wäre auch -weißich- 100W? als Wert möglich, 
oder "alternative Versorgung".

Ich geh ja noch mit, daß ein externer MPPT sinnvoll ist. der kann dann 1 
Modul oder 20 verwalten, macht Schutzklasse und müßte bei z.B. 300V= 
begrenzen. Die verfügbare Leistung kann sich das Auto so lange nehmen, 
wie diese 300V nicht einbrechen. Einzige Voraussetzung: Über die 
Datenleitung wird "alternative Versorgung" signalisiert und akzeptiert 
statt Stromwert.

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