Hab hier so einen Billigsdorfer Ventilator, Marke glaub ich CMI, der
sich nach nicht Gebrauch im Winter im Sommer erst nach paar Minuten los
dreht.
Typisches 0815 ausm Baumarkt mitgenommen, billigste!
Gehäuse schon relativ warm, dann fängt er mal an.
Weiß zwar nicht ob das direkt was mit Wärme zu tun hat, vlt löst sich
das verhärtete Schmierfett, aber wollte fragen was man da nachsehen kann
und kann man das beheben, ohne das Ding zu zerlegen?
Falls es irgendwas mit Schmierung zu tun hat, wäre WD40 zwar gut, aber
dann stinkt das Teil sicher ewig danach.
https://www.obi.at/ventilatoren/cmi-tischventilator-weiss-30-cm/p/6791156
Kann ich da noch was machen?
Cartman schrieb:> Ja nuex. Gleitlager verschlissen.
Vermutlich ja.
Markus schrieb:> Gehäuse schon relativ warm, dann fängt er mal an.
Wärme verbessert eben ein bißchen die Schmierung... aber der Venti
ist praktisch im Eimer, wie's aussieht. Also spar Dir irgendwelche
WD40 Überflutungen, das würde sowieso nur die originale Schmierung
sozusagen "rauswaschen" (auch schon gering dosiert verschlechtern)
und daß sich gar_nichts_mehr dreht wäre die wahrscheinliche Folge.
Markus schrieb:> Kann ich da noch was machen?
Die Dinger sind als Verbrauchsware gebaut. Hier passt der Begriff der
geplanten Obsoleszenz. Aber bessere Technik kostet besseres Geld.
An deiner Stelle würde ich nicht warten, bis im Hochsommer alle ringsum
die Ventilatoren weg gekauft haben und deiner justament dann endgültig
aufgibt.
Das machte mein 40 Jahre alter Heizlüfter auch. Wehe, wenn ich ihn mit
Heizung einschaltete. Richtig erkannt: Das Fett (oder Öl?) in den Lagern
ist ausgehärtet. Wenn es warm (oder heiß) wird, wird es wieder so
"flüssig", dass der Motor drehen kann. Der blockierte Motor wird sehr
warm und sorgt dafür.
Im Prinzip müsste man die Lager säubern. Da kommt man aber kaum dran.
Ich habe mit Fettlöser (Kontakt WL, kein WD40) auf den Lagern, damit
eine Weile laufen lassen, am besten mehrfach, und anschließend Ölen
einigermaßen Erfolg gehabt. Jetzt läuft er wieder (fast) sofort an. Das
wird aber auch nicht lange so bleiben.
Markus schrieb:> Typisches 0815 ausm Baumarkt mitgenommen, billigste!
Diese Billigheimer finde ich sowieso unpraktisch. Die sind viel zu
stark, blasen schon in Mindeststufe alle Blätter vom Tisch. Keine
Ahnung, wozu die Vollstufe gut ist.
Weils mir exakt so ging, wie vorhin beschrieben, musste ich mich
folglich unter jenen umsehen, die der Mediamarkt noch hatte. Unter
jenen, die der deutsche Geizkragen nicht kauft, jedenfalls nicht
freiwillig. Das Ergebnis war viel teurer, aber auch wirklich besser.
Weil im unteren Bereich nur geringer Luftstrom und fast unhörbar.
Fett ausgehärtet. Häufig sind die Motoren geschraubt, das läßt sich easy
zerlegen (10 Minuten vielleicht) und die Gleitlager mit neuem Fett
versehen.
Kleines Töpfchen mit bissel Benzin füllen und Gleitlager rein zum
auswaschen. Nächsten Tag Benzin + Fett 1:1 mixen und Gleitlager paar
Stunden rein. Übernächsten Tag wieder zusammenbauen.
(schnellere Methode: Rest 90er Getriebeöl und Gleitlager drin auskochen.
Wenns raucht, ists zu heiß :-) )
Die Gleitlager sind nur verschlissen, wenns laut jault.
Helge schrieb:> Die Gleitlager sind nur verschlissen, wenns laut jault.
Ok, dann "verbraucht durch schlecht entfernbare Verschmutzung". :-)
Zerlegt man (fast) alles, kann man's wohl wieder (halb) hinkriegen.
(prx) A. K. schrieb:> An deiner Stelle würde ich nicht warten, bis im Hochsommer alle ringsum> die Ventilatoren weg gekauft haben und deiner justament dann endgültig> aufgibt.
Ja, jetzt_noch stehen die Chancen besser.
(prx) A. K. schrieb:> Diese Billigheimer finde ich sowieso unpraktisch. Die sind viel zu> stark, blasen schon in Mindeststufe alle Blätter vom Tisch. Keine> Ahnung, wozu die Vollstufe gut ist.
Naja, bei Tischventis ist es schon echt ungünstig, nicht weit genug
runterzukommen mit der Drehzahl.
(prx) A. K. schrieb:> Die Dinger sind als Verbrauchsware gebaut.
Man könnte auch sagen "gebrauche wenige Sommer und werfe dann weg".
Geht mir oft genug genauso, und schmeckt mir natürlich kaum.
OT:
> Aber bessere Technik kostet besseres Geld.
Erst mal haben. :-)
Weil mir jetzt innerhalb weniger Jahre schon der dritte Turmventi in
"mißbräuchlicher" Anwendung (oberh. Kopfteil Bett, Luftstrom knapp
oberh. Nasenspitze, also waagerecht richtung Fußteil) über'n Jordan
gegangen ist, und ich den auch furchtbar gern stufenlos - und eben
je nach Umständen auch bis hin zu sehr wenig Durchsatz - einstellbar
hätte, schwebt mir nun schon länger ein Umbau auf DC-Motor vor.
Zwei kaputte Ventis hätte ich - aber dieser Umbau erforderte neben
Elektronik-Equipment leider auch ein wenig Mechanik (vom Finden des
passenden DC-Motors mal abgesehen). Und da sieht's bei mir Equipment-
mäßig leider extrem böse aus...
Wird also nun wohl doch "billiger Turmventi Nummer 4"...
Motor zerlegen und reinigen. Das geht bei dieser Art von Ventilatoren
gut. Dann läuft er wieder wie neu. Dass die Lager verschlissen sind, ist
äußerst unwahrscheinlich. Die Dinger sind echt langlebig. Wenn die nicht
vom Tisch fallen und wenn niemand drauftritt, halten die viele Jahre bis
Jahrzehnte.
Markus schrieb:> Gehäuse schon relativ warm, dann fängt er mal an.
Schaltest du ihn direkt auf der niedrigsten Stufe ein?
Bei den Ventilatoren mit Drehschalter ist das besser gelöst, da kommt
nach "Aus" zuerst die höchste Stufe. Dadurch bekommt der Motor einen
kleinen Schubs und läuft dann mit mehr Schwung los. Bei den Geräten mit
einzelnen Druckschaltern muss das der Benutzer übernehmen.
333 schrieb:> Umbau auf DC-Motor
Dürfte mechanisch nicht allzu aufwändig sein. Achse so abschneiden, daß
einer der üblicheren Johnson-Notore (Akkuschrauber) sich montieren läßt.
3,2mm-Loch zentrisch + M3-Gewinde zum fixieren macht dir da jeder
Dreher rein. Der Johnson-Motor müßte in die meisten Blechpakete
reinpassen statt anker.
Helge schrieb:> (schnellere Methode: Rest 90er Getriebeöl und Gleitlager drin auskochen.
Man muß schon recht gestört sein, 90er Getriebeöl in ein Gleitlager
bringen zu wollen.
Helge schrieb:> Dürfte mechanisch nicht allzu aufwändig sein. Achse so abschneiden, daß> einer der üblicheren Johnson-Notore (Akkuschrauber) sich montieren läßt.
Kein guter Rat. Diese Art von Motor ist viel zu grobschlächtig und
stromhungrig und laut und nicht für Dauerlauf geeignet.
Was da gehen würde, wäre ein kleiner Maxon-Motor. Aber die scheinen
innerlich aus Gold gemacht zu sein, wenn man den Preis anschaut.
Was da bleibt, ist also nur Gleitlager reinigen und neu ölen (aber nicht
mit sowas wie WD40) oder wegschmeißen und neukaufen.
Mir käme da die Idee, zum reinigen per Spritze ein paar Tropfen
Petroleum zu applizieren, bis der Motor wieder gut anläuft und dann mit
einem richtigen Öl nachzuschmieren, bis man das Petroleum wieder
ausgetrieben hat.
W.S.
Helge schrieb:> daß> einer der üblicheren Johnson-Notore (Akkuschrauber) sich montieren läßt.
Wie viele Betriebsstunden gibst du einem Akkuschrauber Motor?
333 schrieb:>> Aber bessere Technik kostet besseres Geld.>> Erst mal haben. :-)>> Weil mir jetzt innerhalb weniger Jahre schon der dritte Turmventi in> "mißbräuchlicher" Anwendung (oberh. Kopfteil Bett, Luftstrom knapp> oberh. Nasenspitze, also waagerecht richtung Fußteil) über'n Jordan> gegangen ist,
Da du immer wieder Billigschrott kaufst scheint Geld nicht dein Problem
zu sein.
Udo S. schrieb:> Wie viele Betriebsstunden gibst du einem Akkuschrauber Motor?
Der tut ja kaum was im Vergleich zu den Mißhandlungen im Akkuschrauber.
Also: Bis die Kohlen verbraucht sind.
Udo S. schrieb:> Da du immer wieder Billigschrott kaufst scheint Geld nicht dein Problem> zu sein.
Vorsicht:
Ohne Möglichkeit zu "sparen" sind die Optionen doch arg begrenzt.
Nicht jeder hat diese m.o.w. freie Wahl, die Dir wohl vorschwebt.
W.S. schrieb:> Helge schrieb:>> Dürfte mechanisch nicht allzu aufwändig sein. Achse so abschneiden, daß>> einer der üblicheren Johnson-Notore (Akkuschrauber) sich montieren läßt.
...leider kannte ich nicht mal einen "Dreher" in der Nähe. Und...
> Kein guter Rat. Diese Art von Motor ist viel zu grobschlächtig und> stromhungrig und laut und nicht für Dauerlauf geeignet.
So sehe ich das auch, sonst hätte ich ja evtl. die Achse in einen
mit ausr. großem Bohrfutter gesteckt, und eine Holzverkleidung
drumherum gemacht oder sowas.
> Was da gehen würde, wäre ein kleiner Maxon-Motor. Aber die scheinen> innerlich aus Gold gemacht zu sein, wenn man den Preis anschaut.
Mir wäre nicht mal so wichtig, daß es besonders klein würde - nur
ziemlich leise (@Bett) und natürlich langlebig wäre wünschenswert.
Letzteres kollidiert evtl. ziemlich mit dem kaum vorh. Budget.
Vielleicht finde ich aber auch mal irgendwann in der Bucht wen, der
eine ganze Reihe gleich großer PC-Lüfter los werden will - Dieter
hat mich auf die Idee gebracht, daß das auch so gehen könnte. Noch
eine Startschaltung zum PWM-Dimmer, die anfangs kurz volle U_B
führe, damit sie auch nach längerem sicher anlaufen, vielleicht.
> Was da bleibt, ist also nur Gleitlager reinigen und neu ölen (aber nicht> mit sowas wie WD40)>> Mir käme da die Idee, zum reinigen per Spritze ein paar Tropfen> Petroleum zu applizieren, bis der Motor wieder gut anläuft und dann mit> einem richtigen Öl nachzuschmieren, bis man das Petroleum wieder> ausgetrieben hat.
Evtl. wird's auch so was, hab' Dank für diesen Tipp.
333 schrieb:> Mir wäre nicht mal so wichtig, daß es besonders klein würde - nur> ziemlich leise (@Bett) und natürlich langlebig wäre wünschenswert.> Letzteres kollidiert evtl. ziemlich mit dem kaum vorh. Budget.
Ja, ganz eindeutig, denn es gibt da einen eindeutigen Zusammenhang:
Billig --> laut.
Teuer --> leise.
Harald W. schrieb:> 333 schrieb:>>> Mir wäre nicht mal so wichtig, daß es besonders klein würde - nur>> ziemlich leise (@Bett) und natürlich langlebig wäre wünschenswert.>> Letzteres kollidiert evtl. ziemlich mit dem kaum vorh. Budget.>> Ja, ganz eindeutig, denn es gibt da einen eindeutigen Zusammenhang:> Billig --> laut.> Teuer --> leise.
Auch. Und dann noch billig/schnell kaputt, teuer/langlebig(er).
Einfach wird das nicht, ich mach mir da auch keine Illusionen.