Für was braucht man so ein Ding?

Gast #7096090
Lesenswert?

Lothar M. schrieb:
> ngw schrieb:
>> Für was ist der Adapter gut, zur Spannungsmessung?
> Wenn du beim Messen in einer E27-Fassung mit aufgeschalteter Spannung
> mal zufällig den Mittelkontakt mit dem Schraubgewinde verbindest (in 4m
> Höhe an einem uralten Kronleuchter), dann wird dir klar, wofür so ein
> Adapter gut ist...

Willst du in 4m Höhe mit dem Geräte- und Maschinentester rumhantieren?
Halte ich persönlich für sehr gewagt...
Oder hattest du das anders gemeint?
Gast #7096406
Lesenswert?

Stromer schrieb:
> Wie so "Stromdieb"?

Es gab in der vorderen Altsteinzeit in manchen Gegenden Stromzähler nur 
für Steckdosen, nicht aber fürs Licht. Das wurde pauschal nach Anzahl 
der Fassungen abgerechnet. Es war natürlich strengstens! verboten!! am 
Lichtstrom andere Geräte zu betreiben. Das konnte man mit diesem Ding, 
das war dann halt illegal.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stromdieb_(Fassungsadapter)
Gast #7096487
Lesenswert?

So manche ostdeutsche Jugendbeherbergung hatte nur "Licht"
in den Zimmern, aber keine(!) Steckdosen.
Da waere so ein Adapter schon praktisch gewesen, haette aber
Verzicht auf das eine(!) Licht bedeutet.
Aber man hatte ja Klingeldraht dabei und so wurde die Fassung
"angezapft" um dem mitgefuehrten Radiorekorder mit dem guenstigen
Strom zu versorgen.
Gast #7096517
Lesenswert?

DerEinzigeBernd schrieb:
> Stromer schrieb:
>> Wie so "Stromdieb"?
>
> Es gab in der vorderen Altsteinzeit in manchen Gegenden Stromzähler nur
> für Steckdosen, nicht aber fürs Licht. Das wurde pauschal nach Anzahl
> der Fassungen abgerechnet. Es war natürlich strengstens! verboten!! am
> Lichtstrom andere Geräte zu betreiben. Das konnte man mit diesem Ding,
> das war dann halt illegal.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Stromdieb_(Fassungsadapter)

Vertragswidrig passt besser als illegal.

Bin nun nicht dem Wikipedialink nach, aber... In meiner Familie nannte 
man es "Lichtschelm".

Das frühe Elektroinstallationsmaterial wurde halt sparsam (geizig?) 
verbaut und diente zuerst -als Lektrish Schtrom erstmal eingeführt 
wurde- nur um die Beleuchtung per offener Flamme (Kerze, Stallaterne, 
Gasbeleuchtung) der Brandgefahr wegen zu verdrängen. Also bekam der 
Kartoffelbunker im UG halt bloss eine Fassung an die Decke.

Im Haus meines Opas gabs ursprünglich nur einen einzigen Lichtschalter 
OBEN an der Kellertreppe, für Beleuchtung in allen 4 UG-Räume = 4 nackte 
Glühbirnen.

Erst später, als auch el. betrieben Haushaltsgeräte auf den Markt kam, 
wollte man solche ab und an auch im Keller benutzen. Also wo einstecken?

Ein SCHELM wem dabei ein LICHT aufgeht... >:-)
Gast #7096594
Lesenswert?

Cartman schrieb:
> Da waere so ein Adapter schon praktisch gewesen, haette aber
> Verzicht auf das eine(!) Licht bedeutet.

Nein - es gab so ähnliche Adapter mit 2 seitlichen Anschlüssen und vorne 
dran eine E27-Fassung. So hatte man Strom, nur das Licht hing etwa 10 cm 
tiefer. Das waren die eigentlichen Stromdiebe.

Georg
Gast #7096643
Lesenswert?

> Nein - es gab so ähnliche Adapter mit 2 seitlichen Anschlüssen und vorne
> dran eine E27-Fassung.

Not macht wohl erfinderisch. Als ich in einem Alter war, wo einen
Technik und Physik zu interessieren begannen, waren schon genug
Steckdosen in den damaligen Wohnungen. Bis auf Kueche und Bad
in zweipolig und ohne Schutzkontakt ausgefuehrt.

Immerhin hatte ich "Klingeldraht" dabei :).

Und zum Experientieren hatte ein Onkel einen Trafo auf 24 V
auf einem Schnittbandkern gesponsort. Das bei dem oefter die
sekundaerseitige Sicherung ausgeloest wurde, war rasch
(dauerhaft) behoben...
Der Trefo selber steckte natuerlich in einem ordentlichen
Gehaeuse sogar mit einem Griff obendran.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren