Irgend W. schrieb:
> Lustige Idee:-) interessant wäre die Frage was du für das Verlegen der
> Leitungen alles für Genehmigungen benötigst.
Ist dir entgangen, dass schon seit langer Zeit der Bezug von Strom nicht
nur beim Eigner der Stromleitungen zum Haus möglich ist, sondern
zwischen Stromlieferant und Leitungsbesitzer unterschieden wird? Merkt
man bloss nicht so deutlich, weils in einem einzigen Sammelvertrag für
beides ist, der praktischerweise auch schon alle Abgaben und Steuern
abwickelt.
Und wenn es also schon keine direkte Kopplung mit den Leitungen gibt,
dann ginge es im Prinzip auch, französische oder chinesische Kernkraft
zu buchen. Allerdings könnte es dann vertraglich kompliziert werden,
weil es wahrscheinlich keinen Chinesen gibt, der das alles fix und
fertig anbietet.
> Du müssest vermutlich ein zusammenhängendes Grundstück besitzen, dass in
> beiden Ländern liegt damit die Leitung auf deinem eigenen Grund
> verläuft.
Genau so läuft das hier in der Gegend. Bis 1964 bezog Konstanz den Strom
ausschliesslich aus der angrenzenden Schweiz. Direkt bei Konstanz
befindet sich auf Schweizer Boden ein deutsches Umspannwerk. Wobei
Tägerwilen ein Kuriosum ist, weil ein Teil dieser Schweizer Gemeinde,
das Tägermoos, aus irgendwelchen geschichtlichen Gründen zur Deutschen
Stadt Konstanz gehört und teilweise auch davon verwaltet wird.
NB: Dort zu bauen stelle ich mir spannend vor, denn die Baugenehmigung
erfolgt von Schweizer Seite, das Grundbuch ist jedoch auf Deutscher
Seite. Und während also der Strom von Konstanz aus der Schweiz kommt,
kommt das Wasser im Schweizer Tägermoos aus Deutschland.
Wikipedia: "Auch das Höhensystem unterscheidet sich vom System der
restlichen Schweiz, was dazu führt, dass zwischen dem Tägermoos und dem
Rest der Gemeinde Tägerwilen ein vermessungstechnischer Absatz von 25 cm
verläuft."