Moin,
mein bislang nur sporadisch genutzter Ender 5 pro sollte eine kleinere
Duese verbaut bekommen und bei den Vorbereitungen zu diesem Anlass
musste ich dann feststellen, dass die Gewindestange der
Z-Achsenverstellung in der Tat nicht sauber gerade sein kann:
Beim Herunterfahren des Druckbetts wobbelte das obere Ende der
Gewindestange lustig 1-2mm hin und her.
Da duerfte wohl kein Ausbau noetig sein, um den Befund einer krummen
Gewindestange zu erhaerten.
Nun die Frage:
Es gibt wahrscheinlich quadrillionen Laeden im Netz, bei denen man
solche Ersatzteile erhaelt...gaebe es einen heissen Tipp, wo ich
qualitaetsmaessig - also nicht bereits krumm bei Lieferung - nichts
falsch machen kann?
Erste oberflaechliche Recherche hat mir zumindest schonmal ne Hausnummer
fuer den Preis des Ersatzteils erbracht.
>https://www.3dprima.com/de/parts/spare-parts/creality-3d/creality-3d-ender-5-z-threaded-rod/a-23927
Dort gaebs die Stange fuer 9,90-, da gehe ich erstmal davon aus, das es
egal wo sonst auch nicht viel teurer werden duerfte?!
Danke fuer Eure Tipps!
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Johannes U. schrieb: > Dort gaebs die Stange fuer 9,90-, da gehe ich erstmal davon aus, das es > egal wo sonst auch nicht viel teurer werden duerfte?! Das ist schon die passende Hausnummer. Im Ender 5 sind nicht besonders teure/hochwertige Teile verbaut. Was die Sache einfach macht, ist dass die Enden der Spindel nicht bearbeitet sind. Sie ist einfach übers Gewinde geklemmt.
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> Beim Herunterfahren des Druckbetts wobbelte das obere Ende der > Gewindestange lustig 1-2mm hin und her. Hm..also das finde ich eigentlich ziemlich gut. Viel mehr wird man von einer Gewindestange kaum verlangen koennen. Bei meinem Drucker stammen die Stangen aus dem Baumarkt, wackeln oben so 5mm und das stoert auch nicht weiter. Olaf
Walter T. schrieb: > Was die Sache einfach macht, ist dass die Enden der Spindel nicht > bearbeitet sind. Sie ist einfach übers Gewinde geklemmt. Und alleine das sorgt dann schon für das leichte Eiern des oberen Endes wenn das Druckbett unten ist... Das ist bei der Z Achse aber in der Tat nicht Kritisch. Sonst wäre das auch alles anders gelagert! Die Spindeln dienen ja nur als Antrieb und nicht als Führung. Natürlich kann sich eine starke Unwucht trotzdem negativ auswirken das so ja zusätzliche Kräfte auftreten die man nicht haben will. Jetzt läuft die Z Achse aber mit Abstand am Langsamsten von allen. Beim Druck, also wo es darauf ankommt bewegt die sich überhaupt nicht. Nur bei den Unterbrechungen während des Verfahrens falls Z-Hop eingestellt wurde und da auch nur sehr mäßig. Dadurch sind selbst bei größeren Schlag die Kräfte vernachlässigbar. 1mm oben ist gar nichts... Ohne Z-Hop sind es gar nur ein paar Schritte pro Layer... Bei den X und Y Achsen sähe es freilich anders aus. Da treten ganz andere Umdrehungen auf und vor allem auch genau während des Druckens. ZWar ict hier auch nicht jede kleinste Unwucht sofort ein Problem, aber die grenze was akzeptabel ist liegt sehr sehr sehr viel tiefer als bei der Z-Achse. Gruß Carsten
Johannes U. schrieb: > Beim Herunterfahren des Druckbetts wobbelte das obere Ende der > Gewindestange lustig 1-2mm hin und her. Carsten S. schrieb: > wenn das Druckbett unten ist... Da interpretierten wir beide diesen Satz unterschiedlich. Wenn das Druckbett ganz unten ist (so auf den untersten 2...3 cm), wackeln bei meinen beiden Ender 5 die Z-Spindeln auch im Takt der X-Y-Schlittenbewegung, weil das Gewinde beim Herunterfahren entlastet wird. Das ist normal. Ich hatte die Einleitung so interpretiert, dass die Spindel grundsätzlich beim Herunterfahren schlägt, auch wenn der Z-Schlitten deutlich weiter oben steht. Das sollte sie natürlich nicht tun.
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Walter T. schrieb: > Johannes U. schrieb: >> Beim Herunterfahren des Druckbetts wobbelte das obere Ende der >> Gewindestange lustig 1-2mm hin und her. > > Carsten S. schrieb: >> wenn das Druckbett unten ist... > > Da interpretierten wir beide diesen Satz unterschiedlich. Wenn das > Druckbett ganz unten ist (so auf den untersten 2...3 cm), wackeln bei > meinen beiden Ender 5 die Z-Spindeln auch im Takt der > X-Y-Schlittenbewegung, weil das Gewinde beim Herunterfahren entlastet > wird. Das ist normal. > > Ich hatte die Einleitung so interpretiert, dass die Spindel > grundsätzlich beim Herunterfahren schlägt, auch wenn der Z-Schlitten > deutlich weiter oben steht. Das sollte sie natürlich nicht tun. So weit war ich noch nicht unten mit dem Druckbett, als das Wobbeln sichtbar wurde. Bislang vermutete ich durchaus eine gegebenenfalls krumme Spindel, da periodische Fehler in den (wenigen) Drucken zu erkennen waren. Ist jetzt aber das erste Mal, das ich beim manuellen Herunterfahren des Bettes, um Platz fuer den Duesenwechsel zu schaffen, das Verhalten der Spindel in den Fokus genommen habe. Ich mach gleich mal den Duesenwechsel und danach werde ich mal testen, wie sich das Wobbeln der Spindel je nach Hoehe des Bettes veraendert.. Aber: X-Y Bewegungen koennen bei dem was ich beobachtet habe auf garkeinen Fall beteiligt gewesen sein, denn es gab dort ja keine Bewegung.
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Wen die Spindel wirklich krumm ist, solltest Du dies auch unterhalb des Druckbettes erkennen, wenn dieses oben ist und die Spindel sich dreht. Dies dann auch bei geringen Drehzahlen. So kannst Du sogar die Verformung der Spindel mit einem Lineal, Meßschieber, Meßuhr, Feintaster .... genauer ermitteln. Eine einseitig gelagerte Spindel ab einem Verdältnis von Länge zu Durchmesser von Pi mal Daumen 10:1 hat immer eine Tendenz zum Schwingen auf Grund minimaler Unwucht durch Ferigungstoleranzen und auch dem Einfluß der Schwerkraft. Je höher die Drehzahl desto kleiner wird dieses Verhöltnis. Es ist halt an diesem 3D-Drucker eine billige Konstruktion, bei der man diese Eigenschaft der Z-Spindel in Kauf nimmt. Mario P.
Wenn die von Dir genannten periodischen Fehler auf die krumme Spindel zurückzuführen sind, würde ich diese Fehler in einem Abstand entsprechend der Spindelsteigung erwarten. Entspricht der Fehlerabstand nicht der Spindelsteigung, ist die Annahme der Spindel als Ursache extrem unwahrscheinlich. Mario P.
Ich wuerde eher sagen das man ungenauigkeiten der Gewindestange im Lagenaufbau eines Drucks sieht. Ich sehe bei mir auch immer in bestimmten Hoehen Muster in meinen Drucken. Damit muss man aber halt leben. Eine Gewindestange ist nunmal eine sehr billige Loesung eines Problems. Wer damit nicht leben kann muss etwas tiefer in die Tasche greifen: https://www.kampundkoetter.de/kugelumlaufspindel.html Olaf
Solche Spindeln kann man ganz leicht richten. Auf einer planen Unterlage rollen um die Biegung zu lokalisieren und dann einfach mit den Händen und Geduld richten.
Es gibt keinen Grund, sich an der "Gewindestange" aufzuhalten. Es ist eine Trapezgewindespindel. Wenn man mit Z-Hop arbeitet, muss man wegen des Umkehrspiels ein bischen aufpassen, aber im Großen und Ganzen ist sie von der Genauigkeit in Anbetracht der restlichen Genauigkeit des Systems absolut angemessen.
Johannes U. schrieb: > Bislang vermutete ich durchaus eine gegebenenfalls krumme Spindel, da > periodische Fehler in den (wenigen) Drucken zu erkennen waren. > das Verhalten der Spindel in den Fokus genommen habe. Beim Spindelkauf mußt aufpassen, es gibt ein und mehrgängige Spindeln, sonst paßt die Mutter nicht. Das Verhalten kann ja auch von der Mutter kommen. Deshalb bist immer besser dran einen kompletten Spindelsatz zu kaufen. Gegebenenfalls mußt sogar eine neue Spindel umprogrammieren . Das solltest nicht vergessen. Creality ist so eine Firma: Immer Originalersatzteile. Willst du wenig Spiel und hohe Präzision mußt auf 'Kugelumlaufspindeln' setzen. Hat aber wenig Sinn, wenns auf X-Y dann hapert.
Walter T. schrieb: > Es gibt keinen Grund, sich an der "Gewindestange" aufzuhalten. Es ist > eine Trapezgewindespindel. > > Wenn man mit Z-Hop arbeitet, muss man wegen des Umkehrspiels ein bischen > aufpassen, aber im Großen und Ganzen ist sie von der Genauigkeit in > Anbetracht der restlichen Genauigkeit des Systems absolut angemessen. Hmm, OK, 'Z-Hop' war in meinen Drucken nachher durchaus im Spiel. War mir jetzt nicht bewusst, dass das als problematisch betrachtet werden kann. Bin nun heute erst dazu gekommen, die Duese endgueltig zu wechseln. Danach habe ich dann beim Hochfahren des Bettes ein Lineal hinten an die Fuehrungsstangen gehalten und das Wackeln der Spindel beobachtet. Die eiernde Bewegung der Spindel scheint durchaus abzunehmen, je hoeher das Bett kommt, es ist allerdings auch auf den letzten 4-5cm noch ein Eiern um ca. 0.4-0.5mm erkennbar. Genauer werde ich das wohl nur nach einem Ausbau der Spindel und rollen auf einer planen Oberflaeche bestimmen koennen. Steht also demnaechst an, vorher werde ich mir aber wohl erstmal ein Ersatzteil besorgen, kostet ja nicht die Welt und es liegt dann direkt parat. Eine krumme Spindel geradezubiegen, wie oben vorgeschlagen? Ich kann mir kaum vorstellen, dass man damit etwas im positiven Sinn bewirken wuerde, da bin ich eher ueber diesbezuegliche Anmerkungen gekommen, die von solchen Versuchen deutlich abgeraten haben.
Johannes U. schrieb: > die von solchen Versuchen deutlich abgeraten haben. Probieren kannst ja. Aber solche Ratschläge kommen nicht von ungefähr. Früher mal hat man auch krumme Nägel geradezubiegen versucht. Der Nagel mußte aber bloß bis zum Kopf reingehen. Bei 8mm-Stahl-Spindeln ist das eher "Gewinde zermatschen" , meine Meinung. Bieg mal einen simplen Draht 'gerade' Aber wenn sie hin ist, was schadet ein Versuch ?
Kauf Dir eine geschliffene Trapezspindel mit passender Mutter und ersetze die Gewindestange. Allerdings musst Du die Firmware des Druckers anpassen, denn die Trapezspindel hat eine deutlich größere Steigung als die Gewindestange. Das wurde schon beim ollen k8200 von Velleman so gemacht. https://www.amazon.de/dp/B00TDV4G0W (Keine Kaufempfehlung, sondern nur, damit Du siehst, was ich meine)
Johannes U. schrieb: > es ist allerdings auch auf den letzten 4-5cm noch ein > Eiern um ca. 0.4-0.5mm erkennbar. Das ist ungewöhnlich viel. Johannes U. schrieb: > Eine krumme Spindel geradezubiegen, wie oben vorgeschlagen? Wenn man einen Nagel krummbiegt, wird er länger. Biegt man ihn wieder gerade, wird er wieder länger. Beim Nagel ist das nicht besonders schlimm, zumal das Material nicht gehärtet ist. Bei einer Spindel bedeutet dass, dass es jetzt Stellen gibt, an denen die Gewindesteigung größer ist. Neben dem Genauigkeitsverlust zerstört es auch die Mutter. Der Ender 5 hat je nach Herstellungsdatum eine Trapezspindel TR8x2 oder TR8x4. Der Ersatzteilpreis Spindel + Mutter ist moderat. Da würde ich nicht lange überlegen. Johannes U. schrieb: > Hmm, OK, 'Z-Hop' war in meinen Drucken nachher durchaus im Spiel. > War mir jetzt nicht bewusst, dass das als problematisch betrachtet > werden kann. Ich arbeite fast nie mit Z-Hop, deswegen fehlen mir da langfristige Erfahrungen. Die Theorie sagt: Wichtig ist es, dass die Z-Bewegung immer größer als das Spiel ist, sonst ist die Lage nach der Bewegung undefiniert. Vor allem, wenn die Spindel nicht mehr richtig in der Mutter zentriert ist und die Linearlager noch irgendwie verspannt.
Mir gefällt an vielen Z-Achsen Konstruktionen nicht das der Schrittmotor in axialer Richtung belastet wird, dafür sind die Lager nicht ausgelegt und es fehlt ein Drucklager. Habe ich an zwei Druckern umgebaut und es hat Probleme beseitigt. Die Z-Achse hat Führungen, die Spindel darf geringfügig eiern, die Spindelmutter hat oft extra Spiel in XY Richtung.
Das hat mich anfangs auch gestört. Dann habe ich mir gedacht: Das Problem gehst Du erst dann an, wenn der erste 5-Euro-Motor wegen Lagerschaden ausgetauscht werden muss.
Spätestens beim Z-Hop macht sich das bemerkbar, wobei ich das Gehoppel auch nicht mag und nicht aktiviere. Federkupplung und Federscheibe im Motor machen die Achse recht wackelig in Axialer Richtung, kommt sicher auch auf den Drucker an.
Olaf schrieb: > Ich wuerde eher sagen das man ungenauigkeiten der Gewindestange im > Lagenaufbau eines Drucks sieht. Ich sehe bei mir auch immer in > bestimmten Hoehen Muster in meinen Drucken. Damit muss man aber halt > leben. Eine Gewindestange ist nunmal eine sehr billige Loesung eines > Problems. > > Wer damit nicht leben kann muss etwas tiefer in die Tasche greifen: > > https://www.kampundkoetter.de/kugelumlaufspindel.html > > Olaf Kostet dann auch direkt mal eben 65.- Aber klar, ein Drucker fuer ca. 220.- hat sicherlich nicht die hochwertigste Hardware verbaut, damit kaeme man nicht auf einen solchen Preis. Walter T. schrieb: > Wenn man einen Nagel krummbiegt, wird er länger. Biegt man ihn wieder > gerade, wird er wieder länger. Beim Nagel ist das nicht besonders > schlimm, zumal das Material nicht gehärtet ist. Bei einer Spindel > bedeutet dass, dass es jetzt Stellen gibt, an denen die Gewindesteigung > größer ist. Neben dem Genauigkeitsverlust zerstört es auch die Mutter. Eben, deshalb lasse ich von solchen zum Scheitern verurteilten Versuchen auch gleich die Finger. J. S. schrieb: > Mir gefällt an vielen Z-Achsen Konstruktionen nicht das der Schrittmotor > in axialer Richtung belastet wird, dafür sind die Lager nicht ausgelegt > und es fehlt ein Drucklager. Habe ich an zwei Druckern umgebaut und es > hat Probleme beseitigt. Ja, das ist sicherlich auch nicht unbedingt guenstig. Wenn ich mich mal dauerhaft mit dem Drucker angefreundet habe - wie gesagt, wurde der bis jetzt nur sehr sporadisch genutzt - dann steht sicher auch der eine oder andere Umbau an. Dual-Z waere z.B. eine solche Sache, dabei dann am besten gleich noch ein Umbau, der die Stepper nicht mehr axial belastet. Aber das wuerde dann sicher gleich in Kostenregionen gehen, die den urspruenglichen Preis des Ender verdoppeln.. Zuerst sollte ich mich wohl wirklich um eine neue Trapezspindel fuer kleines Geld kuemmern. Dann stand ja mit der neuen Duese - habe mal 'ne 0.3mm eingesetzt - wieder Bedleveling an..und naja: Es ist nicht so plan, wie man es gerne haette, sondern es ist in der Mitte doch leicht aufgewoelbt. Das Bett ist noch das im Original mitgelieferte, da muss ich mal endlich das Glasbett testen, was ich damals gleich mitbestellt habe. Oder mal 'ne Platte FR4 von 4-5mm Staerke, die kostet auch nicht die Welt. Um die X- und Y-Achsen muss ich mich dann auch mal kuemmern, denn von Hand verschoben sind da 1-2 Stellen, wo ich ganz deutlich merke: da gibt es eine Rastung (besserer Begriff faellt mir gerade nicht ein). Da sollte ich vielleicht mal neue V-Wheels ausprobieren. Achja, bessere Federn fuer die Hoeheneinstellung des Bettes sind sicher auch mal dran. Insofern: Es gibt reichlich Moeglichkeiten, so einen originalen Ender zu verbessern.
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