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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Proleten in Deutschland


Autor: Blaubär (Gast)
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SOZIALER VERFALL
Die neuen Proleten
Von Gabor Steingart

Die fortschreitende Deindustrialisierung hat im Westen eine neue
Unterschicht der Unproduktiven und geistig Verwahrlosten geschaffen.
Diese Fremdlinge im eigenen Land werden zur ernsten Gefahr für die
Demokratie.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,436351,00.html

Paßt irgendwie gut ins Forum hier.... höhöhö

Autor: $$$ (Gast)
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@ Blaubär

und hast du deine Koffer schon gepackt :-) ?

Das ist auch lesenswert

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,436345,00.html

Autor: Aufreger (Gast)
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So wie du dich hier äußerst hast du Steingart wohl nicht verstanden. Um
billige Polemik und das Gefühl einer "Randgruppe" gegenüber erhaben
und überlegen zu sein, geht es Steingart bestimmt nicht. Er beklagt
schlicht das System, den blanken Kapitalismus, der sich seit einem
Jahrzehnt und mehr gierig seine Opfer sucht und den zu zügeln oder
zumindest in die richtigen Bahnen zu lenken die Politik nicht willens
oder sogar (was noch schlimmer wäre) nicht in der Lage ist.

Der soziale Verfall ist aber nicht nur am Konsum von Trash-Fernsehen
(wie Steingart meint) zu beobachten, gleiches lässt sich auch immer
mehr in Online-Foren (die Unterhaltung der jungen Leute) buchstäblich
ablesen. Was einem da immer öfter an Textgut ins Gesicht blinkt mit
wüstester billigster Polemik und oft katastrophalem Schreibstil, lässt
ernsthaften Zweifel aufkommen an der Zukunftsfähigkeit dieser Leute. Je
mehr Wissen tagtäglich in die Welt gesetzt wird, umso weniger scheint es
genutzt und verstanden zu werden. Generation Klingelton hat gelernt nur
noch in Fragmenten zu schreiben und zu denken. So wundert es nicht,
dass immer öfter versucht wird sich die Hausaufgaben bis hin zu
praktischen Aufgabenstellungen in schroffer, fordernder Manier von
Forenteilnehmern lösen zu lassen, ohne auch nur ansatzweise selbst an
der Lösung mitzuwirken zu wollen. Auffällig viele Leute verbringen
augenscheinlich viel Zeit damit Kurzkommentare en mass ziellos quer
durch die Themenlandschaft abzusondern, bloß um Zustimmung oder
Ablehnung auf wiederum andere Kurzkommentare in polemischer einfachster
Art und SMS-Manier abgeben zu wollen.

Die gleichen Leute, die auch den Verfall an Bildung breiter Schichten
zumindest wahrnehmen und äußern (Pisa hat inzwischen anscheinend JEDER
mitbekommen) stimmen das Klagelied darüber zwar heftig mit an, auf den
anderen Seite wird aber aus gegebenen Anlass mal schnell die
Abschaffung oder Verschlüsselung der öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten gefordert, so als ob das Privatfernsehen der
allgemeinen Bildungsmiesere mit einem Federstrich den Garaus machen
könnte. Ja, der von allen gehassten GEZ spreche ich gerade. Was glauben
eigentlich diese Leute, was erst mal in unserer Republik los sein wird,
wenn die nachwachsende Generation bei ihren Eltern nicht mal mehr den
heute NOCH um längen informativeren ÖR abendlich mitkonsumiert, sondern
nur noch privates Trashfernsehen am Nachmittag bis in die Nacht sich
reinzieht, wenn es den ÖR nur noch wahlweise gegen Extrakohle gäbe?!
Jetzt werden gleich die Stimmen aufkommen, Fernsehen bräuchte man
überhaupt nicht, da käme nur noch Nonsens. Alle Bildung hole man sich
am besten heutzutage aus dem Internet oder gar aus der Zeitung. Also
die Zahl jugendlicher FAZ- und Handelsblatt-Leser hält sich wohl in
engen Grenzen. Betrachten wir lieber das I-Net. Warum haben wir
eigentlich ein Bildungsproblem, wo doch die Möglichkeit sich alles
Wissen anzueignen jederzeit besteht?

In den 80er Jahren gab es kein Internet. Komischerweise waren die ins
Berufsleben eintretenden Jahrgänge in ihren schulischen Voraussetzungen
(Mathe, Rechtschreibubg, Lernbereitschaft und vielen mehr) um längen
besser als heutige Jahrgänge. Was hat eigentlich diese immense
Möglichkeit auf nahezu beliebige Informationen JEDERZEIT zugreifen zu
können für den Nachwuchs in der Breite betrachtet gebracht? Löst das
Internet unsere Bildungsprobleme, indem wir auf gute Berichterstattung
verzichten? Warum nehmen in einer Gesellschaft mit stetig anwachsenden
Wissen Aberglaube und Verschörungsansichten tendentiell zu? Warum wird
einem altgedienten Journalisten weniger Glauben geschenkt als einem
anonymen Kommentar in einem der unzähligen Foren? Hat sich inzwischen
mehrheitlich die Auffassung verbreitet alles was öffentlich verkündet
wird ist grundsätzlich von zweifelhafter Herkunft, quasi inherent
unglaubwürdig und alles was von  zwei oder drei Mitpostern an Meinung
geteilt wird kommt der Wahrheit schon sehr nahe? Wieviel Toleranz
verkraftet der eigene Wertmaßstab wenn einmal eine Ungereimtheit in
einer Äußerung entdeckt wurde? Persona non grata für alle Zeit? Wie
wäre es, wenn jeder sein eigenes Tun und Handeln, seine täglichen
Äuerungen diesem strengen Maßstab unterziehen müßte? Was würde dann als
wahr übrig bleiben von unserem täglichen Geschwätz?

Zurück zu Steingart. Sein von ihm beobachteter "ökonomischer
Erosionsprozess" geht einher mit einem sozialen Erosionsprozess.
Rot-Grün hat unter Schröder den sozialen Verfall per Handstreich (ohne
die Partei bzw. mit der Pistole auf der Brust "Stimmt ihr liebe
Parteifreunde nicht zu, dann trete ich als Kanzler morgen zurück")
beschlossen und zum Gesetz erkärt, gegen jede Vernunft. Nicht die
Herabsetzung von nicht mehr in diesem Umfang vorhandenen Staatsgeldern
ist das primäre Übel dabei. Die eigentliche Katastrophe, die soziale
Erosion, ist die Bestrafung von Lebensleistung durch die Hartz-IV
Gesetzgebung. Warum soll man sich eigentlich wundern darüber, dass
Unternehmen ältere Arbeitnehmer wie Dreck behandeln, sprich sie
aussortieren, wenn der Staat selber einen nahezu vollständigen
Rückgriff auf Vermögenswerte (Lebensleistung) vornimmt, wenn soziale
Not eintritt?! Dieses erbärmliche Unterfangen, dass einst die unter
Schröder nicht an der Regierung beteiligte CDU/FDP noch toppen wollte,
ist eine der Ursachen für eine tief um sich greifende Verunsicherung,
die teilweise schon pathologische Züge annimmt.

Während die einen noch versuchen, "das Soziale neu zu denken",
empfehlen die anderen lieber so wie es sich gehören würde "das Neue
sozial zu denken" (so letztens Heiner Geißler in einer öffentlichen
Gesprächsrunde). Gabor Steingart sollte die Marginalisierung von
Millionen als verpasste Chance einen sinnvollen Beitrag zur sich
wandelden Industriegesellschaft zu erbringen beklagen und nicht so sehr
sein Gewicht auf das Risiko der Entdemokratisierung breiter Schichten
legen. Es gibt auch beachtliche Teile unserer Gesellschaft die
mindestens ein ebenso großes Demokratierisiko in sich bergen, nämlich
jene, die sich mit gutem Wohlstand in unserem Land eingerichtet haben
und die freiwillig nichts tun würden, um den wachsenden Unterschied
zwischen Arm und Reich wieder etwas zurückzuführen (was für viele
Wohlhabende einen vergleichsweise geringen Verzicht ausmachen würde,
bedeutet für manch anderen Geringverdiener wieder ein Leben in Würde
und dauerhaften Zuspruch zum "System Demokratie").

Dennoch glaube ich, es hätte schlimmer kommen können, es gibt sie
durchaus, die Ansätzte der Vernunft unter den Spitzenpolitikern. Ein
Beispiel dafür ist der hessische Wirtschaftsminister Alois Riel (CDU)
der den Energieversorgern als Einzelkämpfer die Stirn bietet und damit
endlich mal etwas für manch einen von uns erreicht (während andere
seiner Partei unsere Interessen vertreten SOLL und gleichzeitg auf der
Gehaltsliste von RWE stehen).

Autor: Blaubär (Gast)
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So ein langer Text, wer soll das alles lesen. Geht es nicht ein bißchen
kürzer???

Autor: Theoid (Gast)
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Dann setz dich halt mal, sagen wir, 'ne Stunde hin und lies in. Welche
Trashsendungen im Fernsehen würdest du denn verpassen?

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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> So ein langer Text, wer soll das alles lesen. Geht es
> nicht ein bißchen kürzer???

100% FULL ACK!

Autor: Blaubär (Gast)
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Dann sind wir ja einer Meinung :)

Autor: foobar (Gast)
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> Dann setz dich halt mal, sagen wir, 'ne Stunde hin und
> lies in. Welche Trashsendungen im Fernsehen würdest du denn
> verpassen?

100% FULL ACK

PS: in > ihn

Autor: savo (Gast)
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Die unzähligen Probleme sind zum jetztigen Zeitpunkt sicher allen
Schichten der Bevölkerung und Politiker aufgefallen. Nun muss man nicht
länger über die Problemerkennung diskutieren.
Ab jetzt kann man konkrete Verbesserungsvorschläge nennen und durch
Kompromisse den best möglichen Weg suchen.
Ich warte auf Lösungen.

Autor: LC-HC (Gast)
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Oh ja, ein schönes Thema für den Sonntag nachmittag. Ohne mich...
Ich geh jetzt mal vor die Tür und seh mir die ganzen Trottel und
Proleten an, die in Deutschland so rumlaufen.

Cya !

Autor: Aufreger (Gast)
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>So ein langer Text, wer soll das alles lesen. Geht es nicht ein
bißchen
>kürzer???

Wenn der Text für dich zu lang ist, um ihn noch lesen zu können, dann
kannst du den Artikel von Gabor Steingart wohl kaum gelesen haben und
welchen Sinn hätte dann noch dein Posting?

Autor: Mario G. (Gast)
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ein Anfang wäre wohl wenn deutsche Lehrbücher von Pädagogen anstatt von
Proll-Akademikern geschrieben würden .

ich habe mir schon vor ein paar Jahren abgewöhnt Studienmaterial aus
deutschen Büchern zu erarbeiten und les nur noch englisches Material ,
da scheinen die Autoren noch nicht vergessen zu haben wie es war als
sie selber am Anfang standen !


selbst wann man deutsches und englisches Bildungsfernsehen (Dokus ,
Heimwerker/Hobbyzeugs,.. ) vergleicht stellt man bei den deutschen
Versionen doch einen stark primitiven Einschlag fest, der die Leute
garantiert nicht intellektuel stimuliert


das man im deutschen Bildungssystem nicht erlernt selber zu denken
sondern nur fremdes Wissen wiederzugeben brauche ich wohl nicht
erwähnen.

So hält man vielleicht Roboter bei der Stange aber garantiert keine
Menschen, die zusätzlich nach max. 2 Jahren Arbeitslosigkeit
warscheinlich alles vergessen haben und sich auch nicht selber
intellektuell beschäftigen weil sie nur daran gewöhnt sind Wissen
vorgesetzt zu bekommen was sie dann für eine Zensur auswendig lernen
müssen.

Da wird der Klassenstuhl eben durch die Couch ersetzt und die Tafel
durch den Fernseher - in dem in Deutschland nur gleichgeschaltetter
Schrott kommt und Bild-TV aka Frontal-21 sogar nen Preis für
investigativen Journalismus erhält brech


#extra für Lesefaule formatiert , also nicht meckern ;-)

Autor: Aufreger (Gast)
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Frontal 21 hier pauschal abzusemmeln ist ungerecht! Was genau gefällt
dir denn daran nicht? Etwa die Kravatte von Theo Koll? Dass so eine
Sendung sich mal bei den "Killerspielen" vergreift macht die Sendung
pauschal nicht zum Unfernsehen. Viele andere Sendungen und
Zeitungsartikel haben schon ähnlichen Mist verzapt, na und?!

Nach meiner Ansicht hat diese Sendung den
Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ganz zu recht bekommen. Welches Magazin
diese Art ist denn um längen besser?

In England ist also alles besser? Aha! Deswegen ist die aufgeklärte
Bevölkerung dort wohl auch reihenweise zu Millionen auf die Strasse
geeilt, als Tony Blair in die "Koalition der Willigen" eingestimmt
hat?! Diese aufgeklärte Nation hat sich komplett dem Krieg verweigert
und Bush die kalte Schulter gezeigt, dank ihres großartigen
investigativen Journalismus. Gut, dass wenigstens ein Teil der
Antikriegsstimmung von good old England auch nach Schröderland
rübergeschwappt war, Dank dieser aufgeklärten Nation. Toll!

Deutsches Studienmaterial und deutsche Bücher sind also auch Müll! Aha!
Damit sind deutsche Skripte von deutschen Hochschulprofessoren
vermutlich auch Schrott und nicht das Papier wert auf dass sie gedruckt
sind. Und damit taugen praktisch alle Absolventen bundesdeutscher
Hochschulen auch nix mehr (engl. Studienmaterial kann sich der
BAFöG-Empfänger schliesslich nicht leisten).

Am besten gleich den Laden dicht machen und in der Toilette
runterspülen, oder?!

"Proll-Akademikern"???

Schwarz-weißer geht's nicht mehr, oder?

Autor: Smörre (Gast)
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"Ab jetzt kann man konkrete Verbesserungsvorschläge nennen und durch
Kompromisse den best möglichen Weg suchen.
Ich warte auf Lösungen."

Das ist Sache der Politik und von mir aus des Journalismus Lösungswege
aufzuzeigen, denn die verdienen Ihr Geld damit.

Wenn ich Geld dafür sehe, mache ich das sofort!
Ansonsten ist mir das zu blöd, wenn andere meine Lösungen nachplappern.

Autor: Blaubär (Gast)
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Also, ich bin dafür alle Proleten schleunigst auszuweisen und z.B. in
Afrika neu anzusiedeln. Früher ist das doch genauso gemacht worden,
z.B. mit Australien, das als Gefängnis Großbritanniens eingesetzt
worden ist.

Damit könnte man sich eine Menge Geld sparen.

Autor: Mario G. (Gast)
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Aufreger : die Killerspiele episode habe ich nicht gesehen , von daher
bin ich unbelastet was das angeht , allerdings habe ich einige andere
Sendungen gesehen und die Laufen alle nach dem gleichen Schema :

Die Redaktion bekommt nen Hinweis auf irgendwas was Einschaltquoten
bringt , dann gibts nen Interview mit dem der es gemeldet hat und noch
jemandem der es bestätigt , dann sucht man noch 30minuten in google
nach Bestätigungen der Geschichten und das ganze wird dann
veröffentlicht ohne irgendeine erkennbare selbstständige Arbeit der
Journalisten und widersprüchliche Dinge/Abschwächer erhalten höchstens
eine Randnotiz, dadurch ist die ganze Sendung hochgradig manipulierbar
und kratzt immer nur an der Oberfläche von Problemen weil die
Journalisten selber keinen Durchblick haben sondern fast nur fremde
Infos wiedergeben

selbst bei dem Beitrag über den Überwachungswahn in Deutschland , der
als einzigster Medienbeitrag mal nicht nach der Überwachungs-Pfeife
getanzt hat , war die übliche Oberflächlichkeit anzutreffen , es war
zwar alles richtig was gesagt wurde , aber es waren eben nur trockene
Info-Wiedergaben ohne weitergehende Überlegungen die ein tieferes
Verständniss der Thematik gezeigt hätten, da waren Harald Schmidts
bemerkungen danach schon weitaus tiefgehender

Journalismus bedeutet für mich sich selber an einem Thema festzubeißen
um Dinge publik zu machen die sonst nicht so einfach zu erkennen sind
,davon sehe ich aber bei Frontal21 fast nichts teilweise habe ich sogar
den Eindruck das man vor zu heißen Nachvorschungen angst hat , so zum
Beispiel als ein Journalist vom Anwalt Chodokoskis erfuhr das
Chodokowski in den deutschen Gas-Markt einsteigen wollte, eigentlich
hätte dem Journalist das Wasser im Mund zusammenlaufen sollen - aber
nix


traurigerweise ist Frontal21 aber tatsächlich die investigativste
Sendung im deutschen Fernsehen , von daher ist der Preis schon
verdient, allerdings unter traurigen Umständen


was die Uni-Skripte angeht hast du recht - super zum Auswendiglernen
geeignet, zum Verständniss von Dingen aber kaum zu gebrauchen ,
zumindest an meiner Uni


Angesichts der deutschen Medien beim Kosovo-Einsatz würde ich jetzt
nicht so tun als wären wir super politisch investigativ, wo das
kritische Verhalten unserer Medien politisch explizit gewünscht ist

Autor: Aufreger (Gast)
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@Mario G.

Wieso kommt eigentlich regelmäßig der Vorwurf nur nach Einschaltquoten
zu schielen? Ein Magazin wie Frontal 21 hat die Plicht die Themen
aufzugreifen, die die Menschen beschäftigen und das sind nun mal
populäre Themen. Wenn es Skandale um Gammelfleich am laufenden Band
hagelt, dann hat so ein Magazin die verdammte Plicht und Schuldigkeit
sich dieses Themas anzunehmen und genau das geschieht und das ist auch
richtig so. Wenn dann in diesem Magazin Thilo Koch von Foodwatch
ausreichend Zeit gegeben wird seine Stellungnahme zum Thema abzugeben,
oder der von mir geschätzte Udo Pollmer, dann spricht das FÜR Frontal
21. Sendezeit ist nun mal begrenzt! Was erwartest du, was in dieser
kurzen Zeit man dem Zuschauer alles um die Ohren hauen kann? Für die
meisten Themen bräuchte man pro Thema mindestens eine Stunde, nur dann
würde kein Zuschauer mehr hinschauen, weil die Leute Skandale dieser
Tragweite gar nicht so lange ertragen können (und wollen).

(Hier sind ja Leute noch nicht mal bereit ein paar kurze Abschnitte zu
lesen.)

Uni-Skripte haben auch nicht alle die gleiche Qualität. Manche sind
deutlich ausführlicher, andere eher knapp gehalten. Profs wollen oft
auch einfach nicht, dass ihre Skripte zu ausführlich sind. Die Studies
sollen schliesslich auch noch die Vorlesung besuchen und mitschreiben
und nicht denken, "was du schwarz weiß besitzt kannst du getrost nach
hause tragen".

Übrigens, zum Thema schlechtes Fernsehen. Gabor Steingart habe ich
schon oft in diversen Streitgesträchen in diesem "schlechten"
Fernsehen mit großem Interessen mitverfolgt. Es ist absurd auf der
einen Seite seine Artikel im Spiegel zu loben und auf der anderen Seite
gegen den gleichen Autor wenn er im Fernsehen auftritt zu polemisieren.
Gerade der Bildschirm bietet die Chance im schönen Streitgespräch die
gedruckten Thesen zu hinterfragen und gewissermaßen zu sezieren UND
dabei dem Thesensteller auch auf's Maul zu schauen und seine
Ehrlichekeit und Wahrhaftigkeit zu überprüfen (diese Metainformation
gibt kein Papier hier).

Erinnern wir uns an Roland Koch im Bundesrat, als einst Klaus Wowereit
ein der Union nicht passendes Ergebnis verkündete und Koch anfing
dagegen zu brüllen. Kurz vor Ende des damals live gesendeten
Ausschnitts sah man Koch auf einmal grinsen und jeder Zuschauer konnte
am Schirm mitverfolgen, dass Koch geschauspielert hatte. Oder denken
wir an Schröder und seinen Ausfall in der Elefantenrunde kurz nach der
letzten Bundestagswahl. Solch ein Detail kann von einem der Union
nahestehenden Journalisten (die Koch-Sache) schnell unterschlagen
werden und schon bekommt die Szene eine grundlegend andere Bedeutung.

Wen ich wähle, von dem möchte ich nicht nur geschriebenes und von
anderen kommentiertes lesen. Ich möchte sein Gesicht sehen und ich
möchte sehen, wie er mit kritischen Fragen und Nachfragen umgeht
(weicht er aus, erzählt er vom Pferd oder geht er darauf ein). Dafür
bedarf es der Bildinformation. Keine Zeitung ist dafür ein Ersatz. Der
"Journalistenfilter" ist allzu oft von zweifelhaften Einfluss
begleitet.

Autor: Smörre (Gast)
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"Aufreger",

"So wie du dich hier äußerst hast du Steingart wohl nicht verstanden.
Um billige Polemik und das Gefühl einer "Randgruppe" gegenüber
erhaben
und überlegen zu sein, geht es Steingart bestimmt nicht. Er beklagt
schlicht das System, den blanken Kapitalismus, der sich seit einem
Jahrzehnt und mehr gierig seine Opfer sucht und den zu zügeln oder
zumindest in die richtigen Bahnen zu lenken die Politik nicht willens
oder sogar (was noch schlimmer wäre) nicht in der Lage ist."

-> Tja, Spiegel-Leser wissen mehr ...

So wundert es nicht,
dass immer öfter versucht wird sich die Hausaufgaben bis hin zu
praktischen Aufgabenstellungen in schroffer, fordernder Manier von
Forenteilnehmern lösen zu lassen, ohne auch nur ansatzweise selbst an
der Lösung mitzuwirken zu wollen

-> stimmt; dann sollte man allerdings sowas schlicht ignorieren oder
mit einem entsprechenden Hinweis kurz und bündig beantworten.

Auffällig viele Leute verbringen
augenscheinlich viel Zeit damit Kurzkommentare en mass ziellos quer
durch die Themenlandschaft abzusondern, bloß um Zustimmung oder
Ablehnung auf wiederum andere Kurzkommentare in polemischer einfachster
Art und SMS-Manier abgeben zu wollen.

-> es geht ja auch um quasi nichts in den Allgemeinforen, und man kann
ja auch kurz und prägnant antworten; ein gutes altes Sprichwort
sagt:"In der Kürze liegt die Würze".
Diesen Leitspruch befolgst Du allerdings nicht, da Deine Ausführungen
zum Teil ja richtig sind, aber viel zu langatmig sind.
Wir sind nun mal in einer kurzlebigen Zeit, das kann man bedauern oder
nicht, aber es ist nun mal Faktum.

"Die gleichen Leute, die auch den Verfall an Bildung breiter
Schichten
zumindest wahrnehmen und äußern (Pisa hat inzwischen anscheinend JEDER
mitbekommen) stimmen das Klagelied darüber zwar heftig mit an, auf den
anderen Seite wird aber aus gegebenen Anlass mal schnell die
Abschaffung oder Verschlüsselung der öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten gefordert"

->Bei ARD und ZDF bekomme ich Bildung vermittelt, wo denn bitteschön,
beim Eurovision Song Contest, Musikantenstadl, Tatort oder Presseclub,
die pünktlich wie die Maurer Ihre Sendung beenden ?
Wenn schon Bildung per TV, dann möchte ich mir die Sender schon
auswählen könen und nicht umgekehrt, das ist dann eine Form von
Sozialismus!

Ja, der von allen gehassten GEZ spreche ich gerade. Was glauben
eigentlich diese Leute, was erst mal in unserer Republik los sein
wird,
wenn die nachwachsende Generation bei ihren Eltern nicht mal mehr den
heute NOCH um längen informativeren ÖR abendlich mitkonsumiert,
sondern
nur noch privates Trashfernsehen am Nachmittag bis in die Nacht sich
reinzieht, wenn es den ÖR nur noch wahlweise gegen Extrakohle gäbe?!

-> Wenn' s Dich beruhigt, RTL und Co planen auch ne Verschlüsselung.
Aber komm mal runter von Deinem Bildung durch ÖR Fernsehen Trip!
Fachwissen hab ich mir durch Bücher angeeignet.
Im italienischen Auslandsfernsehen z.B. gibt es allerdings ein paar
wenige private Spartensender (noch unverschlüsselt), die Dir 24h am Tag
Bildung vermitteln. Im ÖR höchstens Telekoleg auf primitivem Niveau.

Alle Bildung hole man sich am besten heutzutage aus dem Internet oder
gar aus der Zeitung. Also die Zahl jugendlicher FAZ- und
Handelsblatt-Leser hält sich wohl in engen Grenzen.

-> sicherlich sehr lobenswerte Zeitschriften, die man auch hin und
wieder oder von mir aus im Abo, wenn man das Geld hat, lesen sollte;
aber Du vermengst da verschiedene Bereiche, die sich nicht vergleichen
lassen.
Auch einen PISA Test kann ich so gestalten, daß bestimmte
Gesellschaftgruppen immer durchfallen werden; insofern ein Test mit
begrenzter Aussagekraft.

Betrachten wir lieber das I-Net. Warum haben wir
eigentlich ein Bildungsproblem, wo doch die Möglichkeit sich alles
Wissen anzueignen jederzeit besteht?

-> Ja, stimmt auf türkisch, russisch, etc. oder was meinst Du, warum
die alle bei PISA abschmieren - weil sie in der Schule ja auch kein
deutsch mehr sprechen und deshalb gar nicht in die Schule dürften ...

"In den 80er Jahren gab es kein Internet. Komischerweise waren die
ins
Berufsleben eintretenden Jahrgänge in ihren schulischen Voraussetzungen
(Mathe, Rechtschreibubg, Lernbereitschaft und vielen mehr) um längen
besser als heutige Jahrgänge."

-> Völlig falscher Ansatz: Nicht das Internet ist schuld, sondern die
'laisse faire' Haltung der neuen Lehrergeneration gekoppelt mit den
beschränkten Möglichkeiten der Lehrer heutzutage.
Auf die nachfolgenden nihilistischen Suggestiv-Fragen geh ich nicht
weiter ein, weil das nichts bringt.

Rot-Grün hat unter Schröder den sozialen Verfall per Handstreich (ohne
die Partei bzw. mit der Pistole auf der Brust "Stimmt ihr liebe
Parteifreunde nicht zu, dann trete ich als Kanzler morgen zurück")
beschlossen und zum Gesetz erkärt, gegen jede Vernunft. ...
Die eigentliche Katastrophe, die soziale
Erosion, ist die Bestrafung von Lebensleistung durch die Hartz-IV
Gesetzgebung.

-> da sind wir mal einer Meinung.

"System Demokratie"

-> sag besser "System palamentarische Demokratie" denn im
Parlamentarismus ist der Wurm drin.

"Dennoch glaube ich, es hätte schlimmer kommen können"

-> es wird ja auch noch schlimmer kommen ...

Autor: Aufreger (Gast)
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Ich habe nicht gesagt, dass das Internet an der Bildungsmiesere schuld
ist, sondern das die dort vorhandenen Informationen anscheinend kaum
genutzt werden.

So allgemeine Quatschbuden sind Foren durchaus nicht. Bei Heise werden
schon sehr spezielle Themen durchgekaut und man findet auch immer
einzelne gute Kommentare, allerdings in absoluter Minderzahl.

Ich weiß was RTL plant und bin absolut dageben. Unabhängig vom Inhalt
brauchen wir nicht mehr Gängelung und Einschränkungen durch
Rechteinhaber, sondern mehr Freiheit.

Die Bildungsschlappe den Lehrern zuzuschieben halte ich mit verlaub
gesagt für voll daneben. Die Lehrkräfte sind ganz im Gegenteil Opfer
einer Sparpolitik im Bildungswesen. Wenn man immer schlechteres
"Material" vorgesetzt bekommt mit auffälligen Defiziten aus dem
Elternhaus, dann Bedarf es einer umso stärkeren Zuwendung. Die hohe
Zahl der Schüler pro Klasse ist der Hauptschuldige für schlechte
Leistungen. Sich gegenseitig befruchtendes Störerpotenzial steigt mit
Zunahme der Schüler an, da muss man nicht mal die Kombinatorik
bemühen.

Also nochmal, Lehrer sind NICHT der versagende Teil im deutschen
Bildungssystem.

Dem einen sind Texte zu lang, der andere beklagt zu wenig
Ausführlichkeit und damit Oberflächligkeit. Tja!

Autor: Blaubär (Gast)
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"Auffällig hingegen sind die Symptome der geistigen Verwahrlosung. Der
neue Prolet schaut den halben Tag fern, weshalb die TV-Macher bereits
von "Unterschichtenfernsehen" sprechen. Er isst viel und fettig, er
raucht und trinkt gern. Rund acht Prozent der Deutschen konsumieren 40
Prozent allen im Land verkauften Alkohols. Er ist kinderreich und in
seinen familiären Bindungen eher instabil. Er wählt am Wahltag aus
Protest die Linken oder die Rechten, zuweilen wechselt er schnell
hintereinander."

Die saufen alles weg und vermehren sich wie die Karnickel!!!

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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"Die saufen alles weg und vermehren sich wie die Karnickel!!!"

Blaubär, Du gibts Dir ja echt Mühe, auch in den Kreis der P.
einsortiert zu werden. Ich finde den Artikel von Aufreger nicht zu
lang, denn er birgt ja viel Information. Ich stimme dem im Übrigen voll
zu - ein Heilmittel oder einen Lösungsvorschlag habe ich aber auch
nicht. Nicht für popelige Politiker, nicht für Lernunwillige
Jugendliche der Klingeltongeneration und nicht für Leute, die sich mit
Billigsendungen zudröhnen.

Ich denke, wir sind einfach an der Spitze der Menschlichen Entwicklung
angelangt. Ab Ende der 80er geht es eben wieder bergab!

Autor: Blaubär (Gast)
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So, war draußen auf der Straße, Proleten gucken. Musste fast kotzen.

Autor: Smörre (Gast)
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"Ich weiß was RTL plant und bin absolut dageben. Unabhängig vom Inhalt
brauchen wir nicht mehr Gängelung und Einschränkungen durch
Rechteinhaber, sondern mehr Freiheit."
-> wenn ARD/ZDF Geld in Form von GEZ Gebühren kassieren und die
Privaten eben nicht, ist das ein möglicher Weg. Da darf man dann auch
hier nicht meckern.
Ich hoffe allerdings, daß sie damit scheitern; da das Programm nicht
besser ist als die ÖF Sender, die Zwangsgeld abzocken.
Dann kann man die Flimmerkiste auch gleich verkaufen und abmelden.

Die Bildungsschlappe den Lehrern zuzuschieben halte ich mit verlaub
gesagt für voll daneben. Die Lehrkräfte sind ganz im Gegenteil Opfer
einer Sparpolitik im Bildungswesen.
-> ich sag mal jein - auch mit schlechten Mitteln kann man noch einiges
machen - das liegt dann aber auch am Engagement des jeweiligen Lehrers
und da gibt es leider gewaltige Unterschiede!

Wenn man immer schlechteres
"Material" vorgesetzt bekommt mit auffälligen Defiziten aus dem
Elternhaus, dann Bedarf es einer umso stärkeren Zuwendung. Die hohe
Zahl der Schüler pro Klasse ist der Hauptschuldige für schlechte
Leistungen.
-> stimmt auch nur zum Teil. Die höhere Zuwendung ist zum einem Teil
auch Aufgabe der Eltern (völlig d'accord), aber der Lehrer kann auch
einiges erreichen, so er denn will - das ist aber nicht unbedingt immer
der Fall, weil er ja auch nur noch wenig Sanktionsmöglichkeiten hat.
Desweiteren gilt: Der beste Lehrer ist nur so gut wie sein
schlechtester Schüler.

Die hohe Zahl der Schüler pro Klasse ist der Hauptschuldige für
schlechte Leistungen. Sich gegenseitig befruchtendes Störerpotenzial
steigt mit Zunahme der Schüler an, da muss man nicht mal die
Kombinatorik
bemühen.
-> das ist Unsinn, ich komme auch noch aus einem geburtenstarken
Jahrgang, damals hat es noch funktioniert, heute nicht.
Außerdem heute gibt es doch angeblich zu wenig Kinder, zu wenig
Jugendliche, (Alterspyramide) also kann die Klassengröße ja wohl nicht
das Problem sein!
Die schlechten Leistungen rühren daher, daß viele erst einmal deutsch
lernen müßten, bevor sie mit der Schule anfangen.

Also nochmal, Lehrer sind NICHT der versagende Teil im deutschen
Bildungssystem.
-> ich hab in meinem Leben leider viele nicht so gute Lehrer gehabt (es
gab natürlich auch einige Ausnahmen, sonst wäre ich wohl frühfristig
gescheitert).
Wobei ich Dir recht gebe, was die heutige Generation an Schülern angeht
- die sind rotzfrech, weil sie keinerlei Grenzen mehr aufgezeigt
bekommen und auch nur noch bedingt lernwillig.

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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"Die hohe Zahl der Schüler pro Klasse ist der Hauptschuldige für
schlechte Leistungen."

Hm, ich glaube, dass ist etwas komplizierter: Wir waren in der 5.-7.
Klasse insgesamt 37 Leute und später waren es nicht viel weniger. Die
Leistungen waren trotzdem gut und die Störer wurden von den Lehrern gut
kontrolliert: Bei unserem Klassenlehrer war Ruhe im Karton - da hat
keiner geschwätzt! Der hat sich eben von Anfang an Respekt verschafft
und sich durchgesetzt. Ich kann mich errinnern, daß wir damals die
ersten Digitaluhren mit integrieren Spielen hatten: Hat eine der Uhren
verdächtig gepiept- wurde sie eingesammelt. Kaugummikauen war verboten.
Hat einer während des Unterrichts getrunken oder gegessen, hatte er
automatisch Mülleimerdienst in der folgenden Pause.

Autor: Aufreger (Gast)
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@Jürgen (und Text davor)
Bei uns ging es gerade noch. Dennoch gab es einen großen Unterschied
zwischen Unterricht in Kleingruppen (Wahlpflichtkurse) und dem im
großen Klassenverbund. Ab 30 Schüler war immer konstant Gemurmel und
Sticheleien vorhanden, besonders bei weiblichen Lehrkräften (letztere
sind auch schon mal heulend aus dem Klassenzimmer gelaufen - der
Respekt war dann für alle Zeit futsch). Natürlich gab es den
Ausnahmelehrer, bei dem aus nicht richtig nachvollziehbaren Gründen die
Meute Ruhe gab. Die Kehrseite war dann wiederum die ältere Lehrkraft,
die nicht die geringste Chance hatte sich durchzusetzen (schon die
Stimme dazu fehlte) und Opfer lustiger Lichtschalterspiele im
fensterlosen Physiksaal wurde. Im Unterschied zu heute waren wir unter
dem Strich betrachtet dennoch relativ brav und leicht einzuschüchtern
(es gab aber auch in Parallelklassen Ausnahmen, die, sagen wir mal auch
Konsequenzen nicht scheuten (und dem erst besten der sie schief
anschaute ruckzuck eines auf das  Mäulchen hauten). Meine persönliche
Erfahrung ist einfach je weniger Schüler pro Unterrichtsstunde desto
angenehmer das Unterrichtsklima. Störenfriede finden Gleichgesinnte UND
sie brauchen ein Podium - Leute die sich darüber amüsieren. Gespielte
Coolness klappt nur unter den Augen der Gruppe. Wird die Gruppe
gesprengt, sprich auseinandergerissen  (Polizeitaktik, immer die Leute
separieren, gezielt ansprechen, dann ist Aufklärung möglich), dann kann
man auf einmal auch mit Respektverweigerern arbeiten (einzelne gibt's
immer, bei denen gar nix geht, aber um die geht es erstmal nicht). Es
gibt noch Schulen die aus gewissen Gegebenheiten kleineren Klassen
haben (schon mehrfach hier und da mal mitbekommen; meistens schwach
besiedeltes Umfeld). Die Lehrer dort sind zufriedener und möchten nach
eigenem Bekunden nicht mit ihren städtischen Kollegen tauschen.
Natürlich ist die Problematik nicht Monokausal, aber die Frage ist
halt, an welchen Stellschrauben lässt sich überhaupt was machen?
Appelle an Elternhäuser, an die Eigenverantwortung, bessere Lehrkräfte?
Was ist aus Schülersicht ein guter Lehrer? Einer der ihnen langweilige
Mathe beibringen muss, für die kein Schw... auch nur das geringste
Interesse hat? Lehrkräfte kann man nicht aus dem Hut zaubern und die
Ausbildung zum Pädagogen sieht kein "was muss ich machen, dass mich
der Schüler Cool findet vor". Wenn Schüler heute immer wieder
berichten dass sie kaum oder gar nicht in einer Unterrichtsstunde
drankommen, dann stimmt was mit der Klassengröße nicht. Gruppenarbeit
baut genau auf das Prinzip dass sich der Einzelne darin nicht mehr
verstecken kann und automatisch mit einbezogen wird, während er im 30+
Verbund sich 45 Minuten lang wegducken kann und ihm nix abverlangt
wird. Kleinere Klassen mit ca. 15 Schülern wären praktisch dauerhaft
solche Kleingruppen. Wie gesagt, kein Allheilmittel, aber als
Feldversuch an 10 ausgewählten Schulen wäre es einen Test wert. Ich bin
mir ziemlich sicher, dass dabei unterm Strich bessere Leistungen
rauskommen würden und die Finanzmittel dafür gut angelegt wären.

Autor: gast (Gast)
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@ Jürgen Schuhmacher
> Ich kann mich errinnern, daß wir damals die ersten Digitaluhren mit >
integrieren Spielen hatten: Hat eine der Uhren verdächtig gepiept- >
wurde sie eingesammelt.

Versuch das mal heute als Lehrer. Du hast sofort einen Anwalt am Hals,
falls Vati das Geld dafür hat.

Ist leider traurige Realität und keine Übertreibung.

Gruß

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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>Du hast sofort einen Anwalt am Hals, falls Vati das Geld dafür hat.
Oder ne Rechtschutz-Versicherung hat...
Vielleicht brauchst du auch einen Krankenwagen...

Das Problem an ungezogenen Kindern ist ein Problem der Eltern.
Ich habe zwar (noch) keine Kinder, aber ich sehe in meinem
Bekanntenkreis genug Beweise dafür, dass es Kinder trotz
Berufstätigkeit der Eltern gut erzogen werden können.
Es ist einfach das Desinteresse der Eltern, sich nach der Arbeit noch
mit den Kinder zu beschäftigen. Die kriegen dann lieber einen Fernseher
ins Kinderzimmer gestellt, damit sie ruhiggestellt werden.
Sowas würde bei mir nie passieren. (ich hatte meinen eigenen Fernseher
mit 21, nicht mit 4).

Autor: Blaubär (Gast)
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Ui, ui, ui was ich heute wieder an Proleten erlebt habe. Es ist zum
Kotzen...

Autor: Sigma N (Gast)
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Merkt denn niemand hier, wie er von "Käpt´n Blaubär" auf die Rolle
genommen wird!?

Kopf schüttel.

Sigma N

Autor: Aufreger (Gast)
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Wer schreibt den hier für "Käpt´n Blaubär"?!

Es ging um den Artikel im Spiegel.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Zurück zum eigentlichen Thema.

Dieser Spiegel-Artikel konnte zu keinem geeigneteren Zeitpunkt
erscheinen, denn er erklärt -zumindest in Ansätzen- das Wahlergebnis in
Mecklenburg-Vorpommern.

Autor: Blaubär (Gast)
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> er erklärt -zumindest in Ansätzen- das Wahlergebnis in
Mecklenburg-Vorpommern.

Oho, das werden die Ossis aber nicht gerne hören.

Autor: Aufreger (Gast)
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@Rufus
Da dürfen die Herren "Kameraden" dann man zeigen, was sie außer
Sprüchen auf der Gasse noch parlamentarisch so draufhaben. Wird
bestimmt ein Schauspiel für die anderen Fraktionen. Man darf gespannt
sein und sich schon mal auf Amüsement einstellen (so man es aus einem
anderen Bundesland heraus überhaupt mitbekommt).

Autor: gast (Gast)
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@Aufreger
> Man darf gespannt
> sein und sich schon mal auf Amüsement einstellen (so man es aus
>einem
>anderen Bundesland heraus überhaupt mitbekommt).

Wenn Du nicht gerade in Meck-Pom wohnst, wirst praktisch gar nichts
mitbekommen.

Gruß

Autor: Blaubär (Gast)
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Zurück zum Thema. Was kann man gegen die überhandnehmenden Horden von
Proleten machen? Nach Afrika abschieben oder sonstwohin?

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