Hallo,
zur Zeit mache ich ein Praktikum für einen möglichen Ausbildungsplatz
als Fachinformatiker. Ein zweiter Praktikant hatte gestern seinen
letzten Tag nach zwei Wochen und wir stehen quasi in direkter
Konkurrenz, da es nur einen Ausbildungsplatz geben wird und das hat der
Chef auch so gesagt.
Nun hat der Praktikant an seinem letzten Praktikumstag eine riesige Box
mit Snacks und Süßigkeiten da gelassen als Abschiedsgeschenk. Also ich
hatte derartiges nicht vor und möchte dort arbeiten und mich nicht
einschleimen.
Ich weiß nun nicht, ob diese riesige Box oder meine fehlende riesige Box
schlecht ankommt. Oder spielt das eher keine Rolle?
Ich finde das einfach total übertrieben und ich finde auch ein bisschen
daneben.
Wie seht ihr das? Muss ich jetzt n' Kuchen backen ... ?
Kuchen, Süßigkeiten ... das ist doch das Allerletzte.
Ist doch kein Kindergarten oder Muttigruppe!
Was muss ist eine riesige Tasche mit Brötchen, zehn Dosen Böcklunder und
1,5kg Mett vom Metzger.
Zwiebeln und Senf nicht vergessen.
Oder willst du Dir die Zukunft wegen ein paar Kröten versauen?
Da hatte doch mal ein Depp statt Hackepeter sich beim Fleischer
hackfleisch andrehen lassen.
Was ja kein Problem war. Der Depp musste es aber thematisieren.
O.M.G. schrieb:> Hackepeter
Falls Hackepeter Mett ist: nein, dass muss Hackfleisch, Salz und
Pfeffer, Zwiebeln und Butter.
Mett nur, wenn man den Laden und sein Mett kennt und beurteilen kann.
Maik schrieb:> Wie seht ihr das? Muss ich jetzt n' Kuchen backen ... ?
Wie wäre es denn, sich schon von vornherein Gedanken darüber zu machen,
wie man fachlich und persönlich brillieren kann? Ach, ich vergaß, dass
Fachkenntnisse in Eurer Generation völlig überbewertet werden und es nur
noch darum geht, möglichst gefällig auszusehen und coole Sprüche zu
bringen.
Den Entscheidungsträger wird das aber nicht interessieren. Er hat Euch
von vornherein darauf hingewiesen, dass es um eine Leistungsschau geht
und nicht um Euren privaten Zeitvertreib. Es gibt nämlich auch noch eine
dritte Möglichkeit, die er Euch natürlich nicht gesagt oder die Du
lieber überhört hast: keinem von Euch beiden einen Ausbildungsplatz
anzubieten.
Beantworte für Dich selbst mal alle folgenden Fragen:
1. Bist Du an jedem Arbeitstag pünktlich am richtigen Ort erschienen?
2. Hast Du an jedem Arbeitstag frische, saubere Kleidung getragen und
warst auch selbst gewaschen? Zähne geputzt? Schon zum Frühstück einen
Döner mit extra Zwiebeln oder Knoblauchsauce gegessen?
2. Bist Du an jedem Arbeitstag solange geblieben, bis Dein Betreuer
oder Vorgesetzter Dich ausdrücklich in den Feierabend geschickt hat?
Oder bist Du lieber nach Hause gegangen, sobald Du keine Lust mehr
hattest?
3. Hast Du eigeninitiativ nach weiteren Aufgaben gefragt oder einfach
nur Dritten bei der Arbeit zugeschaut und nur auf ausdrückliche
Anweisung hin irgendwelche Tätigkeiten widerwillig ausgeführt?
4. Hast Du an jedem Arbeitstag Deinen Schreibtisch oder sonstigen
Aufenthaltsort zum Feierabend hin wieder fein säuberlich aufgeräumt?
5. Wie häufig hast Du pro Tag zu Deinem Smartphone gegriffen und "nur
mal schnell" ein paar Nachrichten geschrieben oder gar telefoniert?
Häufiger als zweimal mit einer Gesamtdauer von weniger als zwei Minuten
(nicht Stunden!)?
6. Hast Du ältere Personen geduzt, ohne dass diese Dir zuvor
ausdrücklich das Du angeboten haben?
Wenn Du auch nur eine dieser Fragen nachteilig beantworten kannst,
brauchst Du Dir kaum Hoffnung auf den Ausbildungsplatz zu machen.
Kauf lieber mehrere Packungen Eis. Kein billiges sondern Magnum oder
sowas. Kostet auch nicht die Welt.
Bei uns wurden bisher nur die Praktikanten eingestellt die zum Abschied
am meisten ausgegeben haben. Fachkompetenz gibt es bei der heutigen
Generation eh nicht mehr ;-)
Nun ja, bei uns ist Hackepeter mittlerweile verboten. Hatte nen Kollege
mitgebracht, hat damit ne ganze Schicht für drei Tage lahmgelegt!
Also, nimm was anderes ;-)
Und ja, nimm was mit, egal ob Sweets oder Brötchen etc, das zeigt eine
gewisse Sozialkompetenz. Und ja, mach es nicht zu fett, du bist
Praktikant. Wenn der Umfang dann ein Kriterium ist, willst du da eh
nicht wirklich anfangen.
Viel Erfolg!
Andreas S. schrieb:> Beantworte für Dich selbst mal alle folgenden Fragen:>> 1. Bist Du
Schöne Liste - gefällt mir. Sieht die junge Generation aber leider
komplett anders. Gendern ist wichtiger.
Meine Güte... (copyright A.Merkel)
Der Praktikant hat die "riesige Box mit Snacks und Süssigkeiten"
ausdrücklich als Abschiedsgeschenk dagelassen, nie wieder will er diese
Klitsche von innen sehen. Befreit von DIESEM Praktikum ist er nur noch
froh, dort weg zu sein. Die Box ist aus reinem Mitleid so gross gewählt,
für die armen Schweine, "die dableiben müssen!".
Die haben dort auch so einen Chef wie den Schweigstill, der mit
Lagermethoden morgens erst mal die Fingernägel vorzeigen lässt:"Antreten
in einer Reihe, zack-zack, Hände vorstrecken, umdrehen, nächster!"
Reichlich albern.
Dass man sich bei allen Beteiligten persönlich verabschiedet erwarte
ich.
Eine Abschiedsmail mit Dank ist auch nett.
Einen Kuchen oder Butterbrezeln kann man mitbringen. Mehr ist
übertrieben und allerhöchstens angebracht, wenn mehrere Personen
gemeinsam ihren Ausstand geben.
Mal ein sachlicher Beitrag.
Wäre ich der Chef, würde ich die Box bei der Entscheidungsfindung nur
heranziehen, wenn beide Anwärter von den Kompetenzen her (fachlich,
sozial, etc.) exakt gleichauf liegen. Was in den seltensten Fällen der
Fall sein dürfte.
Dann würde ich denjenigen ohne Box vorziehen. Menschen, die
offensichtlich versuchen, sich auf diese Weise anzubiedern, haben bei
mir zumindest keine Chance. Es gibt aber natürlich viele andere, die man
mit dieser Art Psycho-Tricks durchaus beeindrucken und beeinflussen
kann.
Ich würde dazu raten, immer das zu tun, was man selbst für richtig und
angebracht erachtet. Dazu gehört eine gute Portion Selbstvertrauen. Je
eher man sich auf dieser Basis eine gewisse Gelassenheit und Ruhe
aneignet, desto besser. Wenn jemand meint, über so eine Box (oder was
auch immer) etwas ausgleichen zu müssen, weil man von sich selbst und
seinen Fähigkeiten nicht überzeugt ist bzw. meint, jemand anderen auf
diese Weise ausbooten zu können oder zu müssen, bitte. Wenn man am Ende
dann deswegen nicht eingestellt wird, sei es drum. Einen auf dieser
Ebene ausgetragenen, sinnentleerten Konkurrenzkampf nach den Prinzipien
unserer kranken neoliberalen Gesellschaft finde ich nur lächerlich.
Rastloser schrieb:> Wann wird dieser Einstand und Ausstand endlich aufhören?
Wenn alle Menschen vollends abgestumpft sind und jegliche soziale Geste
am Arbeitsplatz tabuisiert ist.
Rastloser schrieb:> Ist doch völlig fehl am Platz.
Weil? Macht man das als Rastloser nicht?
FS schrieb:> Wäre ich der Chef, würde ich die Box bei der Entscheidungsfindung nur> heranziehen, wenn beide Anwärter von den Kompetenzen her (fachlich,> sozial, etc.) exakt gleichauf liegen. Was in den seltensten Fällen der> Fall sein dürfte.
Wenn der Chef das beurteilen kann. Viele Chefs heutzutage (nicht alle,
und ich möchte es dir auch nicht unterstellen, denn du bist ja in diesem
Falle nicht der Chef 😉) verfügen doch selbst gar nicht über die
Fachkenntnis, um die Fachkenntnisse anderer zu bewerten.
Oder was meinst du, warum mittlerweile fast nur noch Selbstdarsteller
und PowerPoint-Künstler weiterkommen, während die, die Wert auf
ordentliche Arbeit legen, hinten runter fallen?
Sicher, schön wäre es, wenn es so liefe, wie du schreibst. Realistisch
gesehen wird es das jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht.
H. schrieb:> Rastloser schrieb:>>> Wann wird dieser Einstand und Ausstand endlich aufhören?>> Wenn alle Menschen vollends abgestumpft sind und jegliche soziale Geste> am Arbeitsplatz tabuisiert ist.> Rastloser schrieb:>>> Ist doch völlig fehl am Platz.>> Weil? Macht man das als Rastloser nicht?
Ja ich finde man sollte den Arbeitsplatz als das sehen was er ist: ein
Arbeitsplatz.
Mehr nicht.
Jetzt wo Corona niemanden mehr interessiert fängt es wieder an.
Sommerfest, Weihnachtsfeier, Betriebsausflug…und überall musst dich ab
einer gewissen Position im Unternehmen zumindest kurz sehen lassen.
Wenigstens die Geburtstagsfeiern haben zumindest bei meinem Arbeitgeber
aufgehört. Das war vor 20 Jahren noch schlimm. War noch eine andere
Generation am Ruder.
Meine Erfahrung ist, die soziale Komponente interessiert eigentlich nur
die Alkoholiker. Die anderen müssen halt mehr oder weniger gern
mitmachen.
Praktikanten sollte man nicht noch ihr spärliches Geld für Kaffee und
Kuchen aus der Tasche ziehen.
Beweise dass du schon erwachsen bist und bring zum Abschied mehrere 5
Liter Partyfässer Bier mit. Damit füllst du den Entscheider ab, säufst
ihn wenn möglich unter den Tisch, dann gibts den Zuschlag.
Rastloser schrieb:> Ja ich finde man sollte den Arbeitsplatz als das sehen was er ist: ein> Arbeitsplatz.> Mehr nicht.
In diesen Satz sind anstelle "Arbeitsplatz" je nach sozialer Abstumpfung
beliebige anderer Wörter einbaubar: Verein, Ehepartner, Kinder, etc.
Rastloser schrieb:> und überall musst dich ab> einer gewissen Position im Unternehmen zumindest kurz sehen lassen.
Das tut mir leid für beide Seiten.
Rastloser schrieb:> Meine Erfahrung ist, die soziale Komponente interessiert eigentlich nur> die Alkoholiker. Die anderen müssen halt mehr oder weniger gern> mitmachen.
Interessanter Einblick in Deine Psyche. Kollegen, die einen sozialen
Umgang miteinander pflegen, sind Alkoholiker. Ich kann in diesem
Denkschema durchaus Parallelen zu real existierenden Kollegen erkennen.
Rastloser schrieb:> Praktikanten sollte man nicht noch ihr spärliches Geld für Kaffee und> Kuchen aus der Tasche ziehen.
Ja ich finde man sollte einen Kuchen als das sehen was er ist: ein
Kuchen.
Mehr nicht.
Es gibt Kollegen, die bringen mal was mit, manche öfter, andere nie.
Gerade bei Auszubildenden dieses Verhalten als Kriterium der Eignung
heranzuziehen, auf diese Idee muss man erstmal kommen.
So, wie versprochen meine Statement:
Als ich damals mein Schulpraktikum (Wochen) gemacht habe, wurde ich
ziemlich schief angeschaut, als ich am letzten Tag keinen Kuchen dabei
hatte. Mir persönlich war das relativ unangenehm. Ob das damals ernst
gemeint oder nicht, kann ich nicht sagen. Denn 14 Jahre (!) Praktikanten
sollte man mit sowas nicht verarschen, man weiß ja nie wie sowas
aufgefasst wird.
Im nächsten Praktikum (anderer Betieb) hatte ich dann zwei Kuchen
mitgebracht (Hatte noch LEDs als zierde in die Schokoglasur gesteckt ;)
). Aber da wurde ich auch schief angeschaut: "Wieso bringst du Kuchen
mit?!" Gegessen haben sie ihn gerne, aber auch da fühlt man sich mit 14
Jahren leicht verwirrt und fragt sich ob man was falsch gemacht hat.
An deiner Stelle würde ich mir da keine Gedanken machen. Egal wie, man
macht es immer falsch ;). Und wer eine Einstellung von Kuchen abhängig
macht, willst du bei dem wirklich arbeiten?
Wenn du etwas machen willst, dann suche dir was ausgefallenes.
Übertrumpfen (mehr Menge oder viele Sachen) würde ich ihn auf keinen
Fall, was einfaches ist auch OK und bringt deine zufriedenheit zum
Ausdruck. Ein gutes Gespräch zum Ende kann deutlich mehr bewirken.
Uns hat mal ein Prakitkant eine Notfallbox geschenkt: Da war z.B. eine
Garnrolle mit Zettel "Ersatzgeduldsfaden" und anderer lustiger Kram drin
;). Oder auch ein Schokoriegel mit lustigen "Anwedungshinweisen".
Das war echt witzig, bleibt im Gedächtnis und ist nicht aufwändig. Mein
Kollege hat das schon seit 15 Jahren im Büro stehen.
Nichtverzweifelnder schrieb:> Die haben dort auch so einen Chef wie den Schweigstill, der mit> Lagermethoden morgens erst mal die Fingernägel vorzeigen lässt:"Antreten> in einer Reihe, zack-zack, Hände vorstrecken, umdrehen, nächster!"
Es geht nicht darum, die Leute entsprechend antreten zu lassen, um ihnen
Anweisungen bezüglich der Körperhygiene zu geben. Vielmehr ist das eine
Selbstverständlichkeit, die auch ohne Anweisungen erfüllt sein muss.
Deswegen ist es um so wichtiger, Praktikanten oder andere zur Probe
Beschäftigten zu beobachten, ob sie selbsttätig die wichtigsten Dinge
einhalten.
Bereits der erste Punkt meiner Liste (zum richtigen Zeitpunkt am
richtigen Ort) stellt für rund die Hälfte der Bewerber um
Ausbildungsplätze eine unüberwindbare Hürde dar. Sehr viele Bewerber
sehen einen festen Vorstellungstermin nur als lockeren Vorschlag, kommen
dann einfach ein paar Stunden oder Tage später und verstehen überhaupt
nicht, warum das ein Problem sein soll. Bei einem befreundeten
Unternehmen, welches gerne in jedem Jahr mehrere Auszubildende
einstellen würde, gab es wegen solcher "Kleinigkeiten" schon mehrere
Jahre, in denen trotz eigentlich ausreichender Bewerberzahlen nicht alle
Ausbildungsplätze besetzt werden konnten.
H. schrieb:> Rastloser schrieb:>>> Ja ich finde man sollte den Arbeitsplatz als das sehen was er ist: ein>> Arbeitsplatz.>> Mehr nicht.>> In diesen Satz sind anstelle "Arbeitsplatz" je nach sozialer Abstumpfung> beliebige anderer Wörter einbaubar: Verein, Ehepartner, Kinder, etc.> Rastloser schrieb:>>> und überall musst dich ab>> einer gewissen Position im Unternehmen zumindest kurz sehen lassen.>> Das tut mir leid für beide Seiten.> Rastloser schrieb:>>> Meine Erfahrung ist, die soziale Komponente interessiert eigentlich nur>> die Alkoholiker. Die anderen müssen halt mehr oder weniger gern>> mitmachen.>> Interessanter Einblick in Deine Psyche. Kollegen, die einen sozialen> Umgang miteinander pflegen, sind Alkoholiker.
Naja das Problem liegt woanders.
Während die weniger sozialen die anderen halt normal leben lassen
versucht die soziale Seite immer die anderen auf ihre Seite zu ziehen.
Mal mit mehr mal mit weniger Zwang. Und das ist eben unverständlich für
mich.
Warum darf nicht jeder Mensch nach seiner Facon leben?
Ich finde diese Bekehrungsversuche unerträglich. Sie fruchten ohnehin
nicht.
Rastloser schrieb:> versucht die soziale Seite immer die anderen auf ihre Seite zu ziehen.> Mal mit mehr mal mit weniger Zwang.
Da hast Du durchaus Recht, schon öfter beobachtet.
Rastloser schrieb:> Warum darf nicht jeder Mensch nach seiner Facon leben?> Ich finde diese Bekehrungsversuche unerträglich.
Doch, das sollte unbedingt so sein. Aber gelegentliche Nachfragen,
besonders zu Anfang einer "Beziehung" sollten ja schon noch erlaubt
sein. Diese Anfragen sollten dann aber immer kürzer und ohne Nachdruck
ausfallen, irgendwann ganz ausbleiben.
Es bleibt halt schwierig. Firmen sind soziale Zwangsgemeinschaften.
Wichtig ist da ganz bestimmt Toleranz gegenüber Leuten, die NUR ihre
Arbeit machen wollen. Toleranz bitte aber auch für sozial aktivere
Leute, ohne diesen gleich Alkoholismus oder versuchte Vorteilnahme durch
Kuchen zu unterstellen.
Ich habe auch nochmal über deine Alkoholismus-These nachgedacht. Ja, dem
Alkohol zugeneigte Personen sind gesellig. Umgekehrt heißt das aber
nicht, das in einer Firma alle geselligen Menschen Alkoholiker sind.
H. schrieb:> Ich habe auch nochmal über deine Alkoholismus-These nachgedacht. Ja, dem> Alkohol zugeneigte Personen sind gesellig. Umgekehrt heißt das aber> nicht, das in einer Firma alle geselligen Menschen Alkoholiker sind.
Nein, man kann auch alleine trinken, z.B. auch weil einem die anderen
Menschen zuwider sind.
Andreas S. schrieb:> Nein, man kann auch alleine trinken, z.B. auch weil einem die anderen> Menschen zuwider sind.
Siehe Bild. Warum der richtige Alkohol bei Frauen gut ankommt. Die
sitzen meistens in der Personalgewinnung.
Oder reicht das Gehalt nun endlich, um soviel Alkohol kaufen zu können,
wie sie schon immer saufen wollten?
(Die Folgen ohne PayGap)
member of the big Johnson community schrieb:> Beweise dass du schon erwachsen bist und bring zum Abschied mehrere 5> Liter Partyfässer Bier mit. Damit füllst du den Entscheider ab, säufst> ihn wenn möglich unter den Tisch, dann gibts den Zuschlag.
Endlich mal einer, der weiß wie's läuft!
member of the big Johnson community schrieb:> Beweise dass du schon erwachsen bist und bring zum Abschied mehrere 5> Liter Partyfässer Bier mit.
Großes Fauxpas, denn in 5l Fässern bekommst nur Plörre.
Also entweder das 20l/50l Fässle oder einfach ein paar Kästen Bier.
Aber niemals diese 5l Fässer, damit äußerst dich als Sangria saufender
Malle Prolet der keine Ahnung von Bier hat. Dann würdest du wenn du Stil
hast aber einfach ein paar Eimer mit Sangria herrichten zzgl. Schnaps
und dazu einen Trichter.
Wenn´s dir wichtig ist gib ein einer angemessenen Runde Feedback über
dein Praktikum. (was gut, was anders, im Umfeld wie auch fachlich wohl
gefühlt blabla normales Abschlußgespräch halt).
Das könnte dein direkter Ansprechpartner sein, oder ein/zwei Kollegen
für die / mit denen du viel gearbeitet hast.
Sowas bleibt dann in der Folge eher im Gedächtniss und diese Kollegen
sind auch die Leute die der ChefChef nach Beurteilung der Praktis fragt.
Maik schrieb:> Oder spielt das eher keine Rolle?
Das ist eine Nettigkeit und spielt für mich keine Rolle. Spielt es in
einem Unternehmen doch eine Rolle, würde ich dort nicht arbeiten wollen.
Entscheidend sehe ich für einen potentiellen Auszubildenden:
Zuverlässigkeit
Lernbereitschaft
und mit niedrigerer Priorität auch Lerntempo.
Mahlzeit,
Dirk Knoblich
Anti Glasses Gang schrieb:> Aber niemals diese 5l Fässer, damit äußerst dich als Sangria saufender> Malle Prolet der keine Ahnung von Bier hat.
Sangria ist mit Abstand der beste Rotwein und herrlich fruchtig süß mit
großartigem Bukett auch noch nach vielen Bechern.
Testuser schrieb:> Sangria ist mit Abstand der beste Rotwein
Sangria ist kein Rotwein, da ist eher "American Beer" als Bier zu
bezeichnen. Nenne es wie du magst, aber das ist kein Rotwein!
das mit dem Ausstand als Praktikant lässt sich leicht berechnen:
Aufwandsvergütung erhalten (für Fahrtkosten) ?
was beigebracht bekommen in der Praktikumszeit ?
andere Azubis reden positiv über die Ausbildungsbemühungen des Betriebs
?
positive schriftliche Beurteilung nach Praktikum erhalten ?
allgemeine Stimmung (Auftragslage) gut ?
allgemeine Stimmung (Vorgesetze vs Angestellte) gut ?
allgemeine Stimmung (Kundenfeedback) gut ?
Arbeitsaustattung und Gebäude in gutem Zustand ?
Bezahlung in der Ausbildung OK/nach Tarif ?
weniger als 50% der Antwort "ja", Finger weg !
50 bis 75% "ja", kann was werden, kleinen Ausstand kann man bei netten
Chefs/Kollgen aus als Praktikant machen.
Mehr als 75% "ja" : hoffendlich hast du dich ins Zeug gelegt damit du
die Azubistelle bekommst. Auch ein guter Betrieb kann aktuell wählerisch
sein.
Andreas S. schrieb:> Wenn Du auch nur eine dieser Fragen nachteilig beantworten kannst,> brauchst Du Dir kaum Hoffnung auf den Ausbildungsplatz zu machen.
Die kompetensten jungen Menschen, die ich kenne, würden bei dieser Liste
im Vorstellungsgespräch sofort wieder gehen, einschließlich mir. Mag bei
einer Ausbildung anders sein, aber wenn die Priorität auf penibles
Auftreten liegt und ähnlichen Dingen (ich dutze nicht jeden, aber jeden
in der gleichen Position - vor allem spielt das Alter dabei keine
Rolle), dann will nicht nur ich bei dieser Firma NICHT arbeiten.
avr schrieb:> Die kompetensten jungen Menschen, die ich kenne, würden bei dieser Liste> im Vorstellungsgespräch sofort wieder gehen, einschließlich mir. Mag bei> einer Ausbildung anders sein, aber wenn die Priorität auf penibles> Auftreten liegt und ähnlichen Dingen (ich dutze nicht jeden, aber jeden> in der gleichen Position - vor allem spielt das Alter dabei keine> Rolle), dann will nicht nur ich bei dieser Firma NICHT arbeiten.
Ich persönlich finde diese Regeln nicht übertrieben.
Ich glaube, wenn solche Grundanstandsregeln für die sog.
"kompetentesten" jungen Leute, die du kennst, einschliesslich dir, schon
ein Problem darstellen, dann würde ich gerne mal wissen, wie du dir bzw.
wie ihr euch später einmal eine gedeihliche Zusammenarbeit im
beruflichen Alltag überhaupt vorstellt.
Ich bin mir auch bewusst, dass in den meisten Schulen in der BRD solche
Regeln des Zusammenlebens und der Zusammenarbeit (wohl) keine Rolle mehr
spielen, und den Schülern weder im Elternhaus noch in der Schule
vermittelt werden.
(Die Kopfnoten, die es früher mal in den Zeugnissen gab, hat man wohl
auch abgeschafft.)
Wenn jemand solche Regeln generell ablehnt, dann muss man halt sehen,
wie weit der Betreffende damit im Leben so kommen wird.
Zero Knowledge schrieb:> Ich glaube, wenn solche Grundanstandsregeln für die sog.> "kompetentesten" jungen Leute, die du kennst, einschliesslich dir, schon> ein Problem darstellen, dann würde ich gerne mal wissen, wie du dir bzw.> wie ihr euch später einmal eine gedeihliche Zusammenarbeit im> beruflichen Alltag überhaupt vorstellt.
Ganz einfach. Eine respektvolle Zusammenarbeit, in der es gegenseitiges
Verständnis gibt und nicht Unfehlbarkeit erwartet wird. Wenn mein Chef
ständig meinen Schreibtisch kontrolliert, mir vorschreiben möchte, was
ich zu tragen habe oder ungleiche Verhältnisse aufgrund
Altersunterschieden fordert, dann fehlt aus meiner Sicht Respekt und
Vertrauen. Ich mache gute Arbeit und möchte dafür Freiheiten haben.
Eigeninitiative bringe ich mit. Hygiene ist selbstverständlich und
ordentliche, aber wetterangepasste Kleidung auch. Hemd kommt aber nicht
in Frage. Lange erwartete Anwesenheit ist genauso inakzeptabel. Es zählt
die geleistete Arbeit und es muss dafür auf der anderen Seite Verständis
für meine Work-Life-Balance da sein.
Und was mich vor allem an der Liste stört ist dieses "jeden Tag". Wer
das erwartet, sollte sich selbst Mal an die Nase fassen und das nicht
von anderen erwartet. Wer war schon immer pünktlich.
avr schrieb:> Ganz einfach. Eine respektvolle Zusammenarbeit, in der es gegenseitiges> Verständnis gibt und nicht Unfehlbarkeit erwartet wird. Wenn mein Chef> ständig meinen Schreibtisch kontrolliert, mir vorschreiben möchte, was> ich zu tragen habe oder ungleiche Verhältnisse aufgrund> Altersunterschieden fordert, dann fehlt aus meiner Sicht Respekt und> Vertrauen. Ich mache gute Arbeit und möchte dafür Freiheiten haben.> Eigeninitiative bringe ich mit. Hygiene ist selbstverständlich und> ordentliche, aber wetterangepasste Kleidung auch. Hemd kommt aber nicht> in Frage. Lange erwartete Anwesenheit ist genauso inakzeptabel. Es zählt> die geleistete Arbeit und es muss dafür auf der anderen Seite Verständis> für meine Work-Life-Balance da sein.>> Und was mich vor allem an der Liste stört ist dieses "jeden Tag". Wer> das erwartet, sollte sich selbst Mal an die Nase fassen und das nicht> von anderen erwartet. Wer war schon immer pünktlich.
Das Leben ist kein Wunschkonzert.
Wenn du nicht mit deinem Chef einverstanden bist, dann hast du ja
jederzeit die Möglichkeit, in der Probezeit zu gehen bzw. zu kündigen.
Das wird dir niemand verübeln.
Die Frage ist auch, ob man woanders unter einem anderen Chef besser
zurechtkommt oder nicht. Der Wechsel der Firma kann gut gehen, kann aber
auch schiefgehen.
Zero Knowledge schrieb:> Das Leben ist kein Wunschkonzert.
Klar ist es das. Du hast heute so viele Möglichkeiten, dass dir nur noch
die Natur etwas vorenthalten kann. Mit 40 wirst du sicherlich kein Arzt
mehr, aber als junger normaler Mensch kannst du (fast) alles
verwirklichen, wenn du willst.
Wenn du das nicht schaffst, lag das einzig und allein daran, dass du
nicht genug Initiative gezeigt hast, z.B. aus zu geringem Interesse.
Ok, Bundeskanzler gab es erst 9 Stück, die Wahrscheinlichkeit ist
äußerst gering. Aber ob du Pilot, Arzt, Physiker wirst, ob du reich,
arm, in München oder Sydney lebst hast alles du selber in der Hand.
Zero Knowledge schrieb:> Wenn du nicht mit deinem Chef einverstanden bist, dann hast du ja> jederzeit die Möglichkeit, in der Probezeit zu gehen bzw. zu kündigen.
Ich hatte keinerlei Probleme einen Job zu finden und bin auch zufrieden
mit meinem Job. Und sollte das ändern, werde ich es ansprechen und
notfalls auch kündigen. Ich sehe mich jedenfalls nicht als
Arbeitssklave, so wie es sich nach Andreas Vorstellungen anhört. Es gibt
zwei Seiten, die sich die Waage halten sollte. Und daher ist der
Mehrwert den ich der Firma bringe, eben auch mit meinen Ansprüchen
verknüpft.
Das Leben ist daher auch kein Wunschkonzert für die Firmen. Ich sehe
allgemein den Trend, dass die Generation Z deutlich mehr Ansprüche als
ältere Generationen an den Job stellt. Manche Firmen werden es
möglicherweise früher oder später auf die harte Tour lernen müssen.
avr schrieb:> Zero Knowledge schrieb:>> Wenn du nicht mit deinem Chef einverstanden bist, dann hast du ja>> jederzeit die Möglichkeit, in der Probezeit zu gehen bzw. zu kündigen.>> Ich hatte keinerlei Probleme einen Job zu finden und bin auch zufrieden> mit meinem Job. Und sollte das ändern, werde ich es ansprechen und> notfalls auch kündigen. Ich sehe mich jedenfalls nicht als> Arbeitssklave, so wie es sich nach Andreas Vorstellungen anhört. Es gibt> zwei Seiten, die sich die Waage halten sollte. Und daher ist der> Mehrwert den ich der Firma bringe, eben auch mit meinen Ansprüchen> verknüpft.>> Das Leben ist daher auch kein Wunschkonzert für die Firmen. Ich sehe> allgemein den Trend, dass die Generation Z deutlich mehr Ansprüche als> ältere Generationen an den Job stellt. Manche Firmen werden es> möglicherweise früher oder später auf die harte Tour lernen müssen.
Über dich kann ich mir kein Urteil erlauben, weil ich dich nicht kenne.
Im Prinzip sollte jeder das machen, was er für richtig hält.
Aber mein Punkt war der, dass jeder, der meint, dass bestimmte
Höflichkeitsformen und überhaupt Regeln vollkommen unnütz sind und
missachtet werden können, auf dem Holzweg ist.
Am Ende trägt jeder die Verantwortung für sein Handeln selbst, und muss
mit den Konsequenzen leben. Wenn man die Regeln allgemein nur als nettes
Beiwerk betrachtet, dann sollte man sich nicht beklagen, wenn der Chef
dann halt auch nicht mehr so freundlich ist.
Andreas S. schrieb:> avr schrieb:>> dann will nicht nur ich bei dieser Firma NICHT arbeiten.>> Dann funktioniert die Selektion doch ganz hervorragend.
Richtig. Sie sortiert die Klugen, Kreativen und Kompetenten aus und
behält die angepaßten Langweiler. Klar, die braucht ein Unternehmen
auch, aber wenn es am Ende nur noch angepaßte Langweiler gibt, lebt die
Firma nicht mehr lange.
Zero Knowledge schrieb:> Aber mein Punkt war der, dass jeder, der meint, dass bestimmte> Höflichkeitsformen und überhaupt Regeln vollkommen unnütz sind und> missachtet werden können, auf dem Holzweg ist.
Die arrogant-patriarchalische Korinthenkackerei von Andreas und "Regeln
für vollkommen unnütz" halten sind zwei Extrema, zwischen denen
unendliche Weiten liegen. Und Vorgesetzte, die die Einhaltung von Regeln
für wichtiger halten als den ökonomischen Mehrwert für das
Unternehmen... mit Beschränkten dieses Schlages kann, will und muß ich
nicht arbeiten, das ist ganz schlecht für mein Herz, meinen Magen und
mein Gemüt. Da suche ich mir lieber einen neuen Vorgesetzten, der mein
Können, meine Leistung, meine Motivation und meine Kreativität zu
schätzen weiß und der mir deswegen die Freiräume läßt, die ich brauche,
um all das dauerhaft auf einem hohen Niveau abliefern zu können, ohne
dabei auszubrennen.
avr schrieb:> Andreas S. schrieb:>> Wenn Du auch nur eine dieser Fragen nachteilig beantworten kannst,>> brauchst Du Dir kaum Hoffnung auf den Ausbildungsplatz zu machen.>> Die kompetensten jungen Menschen, die ich kenne, würden bei dieser Liste> im Vorstellungsgespräch sofort wieder gehen, einschließlich mir. Mag bei> einer Ausbildung anders sein, aber wenn die Priorität auf penibles> Auftreten liegt und ähnlichen Dingen (ich dutze nicht jeden, aber jeden> in der gleichen Position - vor allem spielt das Alter dabei keine> Rolle), dann will nicht nur ich bei dieser Firma NICHT arbeiten.
Sorry aber das sind doch (fast) alles Selbstverständlichkeiten! Kommt
natürlich auch immer drauf an...wenn ich Kundenkontakt hab ist der Döner
in der Früh eher schlecht. Aber ansonsten...
Ich wurde so erzogen, dass mir die Älteren zuerst das Du anbieten, hat
auch was mit Respekt zu tun. Genauso ggü. dem Chef...egal wie alt der
ist.
Andererseits würde es natürlich schon abschrecken, wenn in einer
Stellenausschreibung zuerst die Punkte aufgeführt werden, bevor auf die
fachliche Kompetenz eingegangen wird. Das würde ich dann auch so
verstehen, dass die Fachliche Kompetenz eher nebensächlich ist, was es
nicht sein sollte und die Firma Probleme mit den
Selbstverständlichkeiten seiner Mitarbeiter hat/hatte.
Ein T. schrieb:> Die arrogant-patriarchalische Korinthenkackerei von Andreas und "Regeln> für vollkommen unnütz" halten sind zwei Extrema, zwischen denen> unendliche Weiten liegen. Und Vorgesetzte, die die Einhaltung von Regeln> für wichtiger halten als den ökonomischen Mehrwert für das> Unternehmen... mit Beschränkten dieses Schlages kann, will und muß ich> nicht arbeiten, das ist ganz schlecht für mein Herz, meinen Magen und> mein Gemüt. Da suche ich mir lieber einen neuen Vorgesetzten, der mein> Können, meine Leistung, meine Motivation und meine Kreativität zu> schätzen weiß und der mir deswegen die Freiräume läßt, die ich brauche,> um all das dauerhaft auf einem hohen Niveau abliefern zu können, ohne> dabei auszubrennen.
Ich muss sagen, dass ich weder Andreas noch euch/dich kenne.
Es scheint wohl eine persönliche Sache zwischen dir/euch und Andreas zu
sein.
Mehr möchte ich dazu nicht mehr hinzufügen.
Update: Tatsächlich hat sich die Firma nicht mehr gemeldet und reagiert
nicht mehr auf E-Mails. Scheinbar hätte ich doch einen Kuchen da lassen
sollen 😁
Firmen gibts ...
Maik schrieb:> Update: Tatsächlich hat sich die Firma nicht mehr gemeldet und reagiert> nicht mehr auf E-Mails.
Kopf hoch, nicht persönlich nehmen: Vielleicht war das Zeug von deinem
Kollegen vergiftet und es meldet sich keiner bei dir, weil alle
gestorben sind.