Warum braucht ein Rotor in einem Motor nur Bleche und keine Wicklungen?

Gast #7105388
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Hallo, in einer Asynchronmaschine sind am Stator viele Drähte gewickelt. 
Am Rotor sind hingegen Metallstreifen - Blechpakete.

https://de.wikipedia.org/wiki/Drehstrom-Asynchronmaschine#/media/Datei:Cut-away_version_of_an_electric_motor_(2).JPG

Hier in diesem Bild sieht man das.

Warum sind dort keine gewickelten Teile aus Lackdraht, sondern massives 
Material?
Gast #7105471
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Es gibt auch ASM mit Lackdrahtwicklung. ;)

Wobei das Maschinchen im von dir verlinkten Bild doch etwas 
wicklungsartiges hat, nämlich eingespritztes Aluminium.

Prinzipiell würde eine ASM auch mit einem einfachen massiven 
Stahlrundstück im Stator funktionieren, dann fließen im Stahl ganz 
normal Wirbelströme. Macht man bei so richtig billigen Billigmotoren.

Al hat halt aber einen deutlich niedrigeren spezifischen Widerstand, 
dann erzeugt die ASM weniger Wärme und mehr Wellenleistung, dann spritzt 
man da noch einen Läuferkäfig auf die Welle.
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Gast #7105524
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Ganz grob kannst du dir die ASM (im Stillstand) wie einen Trafo 
vorstellen. Wie bereits gesagt kann man entweder einen Rotor mit vielen 
Windungen und wenig Strom oder wenigen Windungen und hohem Strom 
erzeugen - Stichwort Strombelag. Da zweiteres günstiger ist und auch 
technisch Vorteile bringt ist eher die Frage warum der Stator so 
aufwendig gebaut wird - hier ist unsere Netzspannung und die notwendige 
Flussdichte im Luftspalt  ausschlaggebend. Hätten wir nur 10V 
Netzspannung wäre auch der Stator einfacher und massiver gebaut zulasten 
höherer Übertragungsverluste im Netz.

Es ist also wie so oft ein Kompromiss verschiedener Sichtweisen.
Gast #7105593
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Wühlhase schrieb im Beitrag #7105517:
> Soll er die Frage besser in A&B einstellen?

Da es hier um magnetische Felder und deren Wechselwirkung mit 
elektrischen und magnetischen Leitern geht, erübrigt sich doch wohl 
jegliche Diskussion - was auch immer du mit "A&B" meinst.
#7105701
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Anfänger schrieb:
> Warum sind dort keine gewickelten Teile aus Lackdraht, sondern massives
> Material?

Für ein Drehmoment muss sowohl im Stator als auch im Anker ein Strom 
fließen, damit sich zwei Magnetfelder gegenseitig anziehen. (für 
Besserwisser: ich schließ mal den Reluktanzmotor aus)

Im Stator muss man viele Windungen haben, weil der ja am Netz 
angeschlossen ist. Und bei einer vorgegebenen Spule mit Eisen muss man 
einen Grenzwert von Windungen /Volt einhalten sonst wird das Eisen 
gesättigt. (bei kleinen Trafos sind das z.B. 20Wdgn/V, bei größeren 
sinds halt nur 1 Wdg/V oder weniger. also 4800 Wdgn oder nur 230 Wdgn 
primär)

Im Anker des Kurzschlussläufers reicht als Wicklung  "eine" Windung, da 
ja nur die Spannung für den notwendigen Ankerstrom erzeugt wird und 
keine Spannung nach außen gebracht wird. Und die gießt man als sog. 
Kuzschlusskäfig
aus Aluminium in die Nuten des Ankers.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7105842
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Peter R. schrieb:
> Für ein Drehmoment muss sowohl im Stator als auch im Anker ein Strom
> fließen, damit sich zwei Magnetfelder gegenseitig anziehen. (für
> Besserwisser: ich schließ mal den Reluktanzmotor aus)

Beim Kurzschlussläufer geht es doch eigentlich nur um die Abstoßung 
zwischen den Magnetfeldern bzw. den sie verursachenden Komponenten.
Beitrag #7105868 wurde von einem Moderator gelöscht.
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#7105950
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Mao schrieb im Beitrag #7105872:
> Echte Selbsterkenntnis ist doch eher selten bei Foristen, oder?

SCNR
Zitat:
"...Was ist ein "Forist"
Einer, der sich in einem Webforum an Diskussionen beteiligt. Ähnlich wie
ein Regular im Usenet. Wobei ich nicht weiß, ob ein Forist sich zwingend
regelmäßig beteiligen muß.
Sind so wie früher bei CoOp die Konsisten auch nur Marktteilnehmer. Die
in der Kirche hingegen waren Konsistoristen und die oben im Bundestag
sind die Präsidisten. Studisten sind übrigens entgegen gängiger Ansicht
nicht ständig nackert..."
/Zitat
Quelle:
https://de.etc.sprache.deutsch.narkive.com/g2Ip96BW/was-ist-ein-forist

ciao
gustav

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