Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Wieso frisst OPV-Schaltung so viel Strom?


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von Manfred M. (mm_lauf)


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Durch die angehängte Schaltung fließen fast 1 A bei 3V3. Warum?
Ich erwartete weniger als 10 mA
PT1000 wurde durch 0k9 ersetzt
OpAmp ist LM258

Vorab Dank für Änderungsvorschläge.

MM

von Dieter (Gast)


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a) Dein Aufbau hat Fehler gegenueber dem Schaltbild.
b) Schaltung schwingt wie die Seuche

Bist uebrigens bekannt dafuer wegzulassen, was als Beifutter zur 
Schaltung dazu muss.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Mit den gezeigten Werten ist diese hohe Stromaufnahme unmöglich.

Es sei denn, der Strom fließt durch die nicht gezeigten 
Stromversorgungs-Pins des IC. Dann ist das IC aber mit Sicherheit 
defekt. Hasst die Stromversorgung verpolt?

von Hackepeter (Gast)


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OPV verpolt?

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Ungewöhnliche Darstellung, aber okay.

Was hast du denn mit dem zweiten OP in dem Gehäuse gemacht?

Und die 3.3W müssen ja irgendwas aufheizen - Was denn?

Wie sieht die Versorgungsspannung aus?

von Manfred M. (mm_lauf)


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Dieter schrieb:
> a) Dein Aufbau hat Fehler gegenueber dem Schaltbild.
Ist meine Vermutung, finde aber keinen Fehler.
Da ich die Schaltung 5x erstellte, alle durchgemessen habe und alle 4 
gleich reagieren ist Schaltungsfehler nicht unmöglich, aber 
unwahrscheinlich.
> b) Schaltung schwingt wie die Seuche
>
> Bist uebrigens bekannt dafuer wegzulassen, was als Beifutter zur
> Schaltung dazu muss.

dh.?

VG
MM

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Du hast die Anschlüsse 1 und 7 mit 3 und 5 vertauscht. 2 und 6 sind 
richtig.

Sebastian R. schrieb:
> Was hast du denn mit dem zweiten OP in dem Gehäuse gemacht?

Er hat die Schaltung bestimmt zwei mal aufgebaut.

von Opa (Gast)


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Der Schaltplan wirkt merkwürdig verdreht (auf dem Kopf). Jedenfalls wird 
mir schwindlig wenn ich den anschaue. Und ich verstehe nicht was das für 
Zahlen in den unterbrochenen Leiterbahnen sind. 🥴

Es würde definitiv helfen, wenn du den Schaltplan mal ordentlich und 
vollständig zeichnen würdest. Es gibt da tolle online Tools zum 
Zeichnen! Einfach mal googlen 😀

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Manfred M. schrieb:
> fließen fast 1 A bei 3V3

Ist beim gegeben Schaltbild nicht nachvollziehbar. Also - alles in 
Ordnung. Nur ein Messfehler.

mfg

von Manfred M. (mm_lauf)


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Hackepeter schrieb:
> OPV verpolt?

Pin 4: 3V3,
Pin 8: Masse

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Manfred M. schrieb:
> Pin 4: 3V3,
> Pin 8: Masse

Genau falsch rum!

von Opa (Gast)


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Schau mal hier, da kannst du einen Schaltplan ordentlich zeichnen ganz 
einfach im Browser:

https://www.digikey.de/schemeit/project/

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Michael M. schrieb:
> Genau falsch rum!

So isses. Nimm gleich einen neuen, der hier hats hinter sich.

von Manfred M. (mm_lauf)


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Michael M. schrieb:
> Du hast die Anschlüsse 1 und 7 mit 3 und 5 vertauscht. 2 und 6 sind
> richtig.

Das ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit mein Fehler!

Dank!


>
> Sebastian R. schrieb:
>> Was hast du denn mit dem zweiten OP in dem Gehäuse gemacht?
>
> Er hat die Schaltung bestimmt zwei mal aufgebaut.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Manfred M. schrieb:
>> a) Dein Aufbau hat Fehler gegenueber dem Schaltbild.
> Ist meine Vermutung, finde aber keinen Fehler.

Dann lass doch mal andere gucken (Fotos)!

von Manfred M. (mm_lauf)


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Michael M. schrieb:
> Manfred M. schrieb:
>> Pin 4: 3V3,
>> Pin 8: Masse
>
> Genau falsch rum!

Oh das auch noch. So was dummes.
Würde nun gerne wissen warum das so entstand.

Ich hoffe, dass die Schaltung nun richtig ist. (???)

Dank für Eure Hilf incl. den Hinweis womit man Stromlaufpläne leichter 
zeichnen kann als mit CorelDraw

von Wühlhase (Gast)


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...und das ist der Grund, warum ich footprinttreue Symbole im Schaltplan 
so sehr ablehne.

Bei dem was da an Drahtsalat rauskommt, sieht doch keine Sau mehr durch.

von Thomas K. (ek13)


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Manfred M. schrieb:
>
> Ich hoffe, dass die Schaltung nun richtig ist. (???)
> Dank für Eure Hilf incl. den Hinweis womit man Stromlaufpläne leichter
> zeichnen kann als mit CorelDraw

Schaltplan geht noch nicht wirklich 🤯

Beispiel im Anhang
Grüße

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Manfred M. schrieb:
> OpAmp ist LM258
Schon klar, dass der für 3,3V unipolare Versorgung nicht taugt (auch 
wenn er mit 3V..32V beworben wird), weil er am Eingang dann nur mit 
Spannungen zwischen 0..1,8V (input common mode voltage range) zurecht 
kommt?
Und am Ausgang bei dieser Belastung nur 0 bis ca. 1V ausgeben kann (per 
"educated guess" hergeleitet vom output voltage swing im Datenblatt)...
.

von Manfred M. (mm_lauf)


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Hallo Opa,

Ich will mittels Pt1000 Temperaturen messen, wozu ich einen 
Rasperry-Pi-Pico verwende. Durch den Pt1000 sollen nicht mehr als 1 mA 
fließen, mit 3V3 (die liefert der Pico, gemäß meinem Programm nur in der 
kurzen Zeit, in der ich  ich die Spannung über den Pt1000 - mittels 
dessen AD-Wandler - ablesen will) erreiche ich das mittels 3k3 
Vorwiderstand, doch dann nutze ich von den Bereich, in dem der Pico 
AD-Wandler messen kann (ca. 3 V aufgeteilt auf 12 bits), nur einen 
kleinen Bereich. Daher kam ich auf die Idee, diesen kleinen Bereich 
mittels einem OpAmp "aufzuspreitzen".

Da ich nicht Elektroniker bin, habe ich den Stromlaufplan so gezeichnet 
(was für Elektroniker ungewöhnlich ist), dass nur ein Masse-Punkt 
vorhanden ist, denn dann ist es für mich einfacher, die Kirchhoffschen 
Gesetze anzuwenden.

Die kleine Zahlen in den unterbrochene Strompfaden sind die Pin-Nr des 
LM258.

von Manfred M. (mm_lauf)


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Thomas K. schrieb:
> Manfred M. schrieb:
>>
>> Ich hoffe, dass die Schaltung nun richtig ist. (???)
>> Dank für Eure Hilf incl. den Hinweis womit man Stromlaufpläne leichter
>> zeichnen kann als mit CorelDraw
>
> Schaltplan geht noch nicht wirklich 🤯
>
> Beispiel im Anhang

Ich verstehe nicht so richtig und bitte um Erläuterungen.

"im Prinzip" ist der von Thomas gezeichnete Stromlaufplan meinem sehr 
ähnlich außer dass 3k3 Widerstände 10k verwendet werden. Warum?

> Grüße

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Manfred M. schrieb:
> Ich verstehe nicht so richtig und bitte um Erläuterungen.

Man verwendet eigentlich aus Gründen der Übersichtlichkeit keine 
Schaltplan-Symbole, die ein IC so darstellen, wie das physische Bauteil 
verschaltet ist.

Also ein Operationsverstärker wird nicht als Kasten mit 4 Anschlüssen 
links und 4 Anschlüssen rechts dargestellt, sondern in seine Funktionen 
zerschlagen. Dann hat man 2 Dreiecke mit je 3 Pins und meist zwei lose 
Pins für Power.

Dadurch kann man in dem Schaltplan eine schematische Skizze der Funktion 
darstellen und das ganze wird weitaus übersichtlicher und leichter 
verständlich. Wenn man an das physische Pinout im Schaltplan gebunden 
ist, würden sich viele Leitungen kreuzen und man erkennt nicht immer 
sofort z.B. die verwendete Grundschaltung eines Verstärkers.

von Andrew T. (marsufant)


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Manfred M. schrieb:
> Ich hoffe, dass die Schaltung nun richtig ist. (???)

Nö.

Bitte noch den zweiten, bei Dir unbenutzen OPV richtg beschalten (+ 
eingang über 10k nach GND, - Eingang an den OPV Augang)

Steht alles im DaBla, aber das liest man ja selten .)

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Manfred M. schrieb:
> Ich verstehe nicht so richtig und bitte um Erläuterungen.
Sieh dir andere Schaltpläne an. Schau, welcher gut und flüssig "lesbar" 
ist. Mach es ebenso. Es ist wie mit Gemälden: man erkennt recht leicht, 
ob es von einem 6-jährigen Kind oder einem Künstler gemalt wurde. Und 
der Künstler schafft es eben besser, das darzustellen, was gemeint ist.

Am Anfang kann es sein, dass du meinst, ein Schaltplan, der das 
IC-Gehäuse zeigt, wäre gut lesbar. Tatsächlich ist das nicht der Fall, 
wenn man mal 4 OPs in 1 Gehäuse hat und alle 4 unabhängig voneinander in 
unterschiedlichen Schaltungsfunktionen verwendet werden.

So kann man z.B. im angehängten Bild sofort den Differenzverstärker 
erkennen. Mit dem Symbol eines 4-fach-OPs müsste man erst mal 
ausführlich überlegen...

Andrew T. schrieb:
> Steht alles im DaBla, aber das liest man ja selten .)
Man sollte es trotzdem tun und erst dann mit der Bastelei loslegen, wenn 
man alle Parameter grundlegend verstanden und als unkritisch bewertet 
hat.

Man kommt dann auch zum Ergebnis: in der Anwendung hier wird ein R2R OP 
benötigt.
Oder noch besser: falls dahinter ein hinreichend gut auflösender ADC 
kommt, dann kommt man evtl. zum Ergebnis, dass gar kein OP nötig ist.

: Bearbeitet durch Moderator
von Peter D. (peda)


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Thomas K. schrieb:
> Beispiel im Anhang

Endlich mal ein lesbarer Schaltplan.
Warum ist das so schwer?

von MaWin (Gast)


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Manfred M. schrieb:
> Ist meine Vermutung, finde aber keinen Fehler

Opamp Versorgung verpolt angeschlossen...

von M. K. (sylaina)


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MaWin schrieb:
> Manfred M. schrieb:
>> Ist meine Vermutung, finde aber keinen Fehler
>
> Opamp Versorgung verpolt angeschlossen...

Das wurde bereits gestern Abend festgestellt. ;)

von Jochen (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Warum ist das so schwer?

Weil es keiner mehr lernt.
Heute ist alles Modular und selbst eine Schaltung mit einem Ic, 2 
Tastern und 3 LEDs wird in 8 Funktionsblöcke aufgeteilt und die 
Verbindungen nur per Label gekennzeichnet.
Ist halt modern und das ist wichtiger als nutzbar.

von KArl Fred M. (karl_fred)


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Die einfache Frage erstmal lautet, welches Bauteil wird warm?
Und von dort aus arbeitet man sich dann voran.
Also trennt einzelne Verbindungen und schaut ob sich was ändert.
Aber der Fehler wurde nun ja schon gefunden:-)

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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Manfred M. schrieb:
> Ich erwartete weniger als 10 mA

Ein einfacher Trick ist, man nehme ein Labornetzteil und stelle es auf 
50..100mA. Dann überleben die ICs in der Regel einen Schaltungsfehler.

1A ist schon grenzwertig, der IC kann beschädigt sein.
Und ein PC-Netzteil, Akku oder Batterie ist die Garantie, daß der IC das 
nicht überlebt. Frische AA-Zellen schaffen durchaus 10A.

von Manfred M. (mm_lauf)


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Lothar M. schrieb:
Du hast wahrscheinlich Recht: Bevor man etwas malt sollt man erst mal 
Kunst studieren.

Ich habe die Kunst der Elektronik nicht studiert, nahm den 
Tietze-Schenk, suchte und fand eine Beschreibung für einen 
Differenzverstärker, dann habe ich gerechnet ... und einen Schaltplan 
gezeichnet, von dem ich glaubte, dass ich ihn realisieren kann.

Dass ich dabei die Pin-Nummerierung vertauschte war einfach sehr 
ärgerliche Dummheit. Carbage in, carbage out :-((

Dabei muss ich einige Parameter berücksichtigen, weil ich nicht in einem 
gut ausgestatteten Elektronik-Labor (mit einem großem Vorrat an 
Bauteilen, darunter viele Arten von OPAmps) tätig bin.

> Man kommt dann auch zum Ergebnis: in der Anwendung hier wird ein R2R OP
> benötigt.

???  R2R = rail-to-rail? Oder was sonst?

Ist ein solches Ding nötig oder "nur" besser geeignet?

> Oder noch besser: falls dahinter ein hinreichend gut auflösender ADC
> kommt, dann kommt man evtl. zum Ergebnis, dass gar kein OP nötig ist.

Ich kam zu dem Ergebnis, dass der eingesetzte ADC (RP2040) zwar 
verwendbar ist, aber die Schaltung verbessert werden kann. Das wollte 
ich mal versuchen. Dann wurde es (wegen meines Fehlers) komisch.

Fazit: Ein ausgebildeter Elektroniker mit 10 oder mehr Jahren 
Berufserfahrung und dem oben skizzierten Labor könnte es besser. Kein 
Zweifel.

von Andrew T. (marsufant)


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Manfred M. schrieb:
> Carbage in, carbage out :-((

garbage in garbage out

Manfred M. schrieb:
> Ist ein solches Ding nötig oder "nur" besser geeignet?

Aber sicher nötig.

LM358 Familie hat 2 V headroom, d.h. max out (DaBla!!)  Vcc -2V

kunst Studieren mußt Du nicht, aber die Anleitung für den Malkasten 
solltest Du lesen.

: Bearbeitet durch User
von Manfred M. (mm_lauf)


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Kaum macht man's richtig, schon funktioniert's  - so halbwegs, bin noch 
nicht zufrieden.

Strom durch Pt1000 soll kleiner als 1 mA sein. Davor geschalteter 
Widerstand ist 3k3 (könnte ich ändern) Spannung über den beiden: 3,3 V 
(kann ich nicht ändern) ergibt Strom durch Pt1000:  < 0,8 mA und 
Spannung über Pt1000: knapp 0,8 V. Bei 25 °C ist hat der PT1000 1097 
Ohm, als ca. 10 % höheren Widerstand, bei 150 °C knapp 2k , also 
Spannung über Pt1000: 1,25 V

RP2040 misst mit 12 bit Auflösung (also 4095 Schritte) im Bereich 0 ... 
3,3 V, daher ergeben 0,8 V: 4095 /3,3 V * 0,8 V ~= 1000 Schritte, also 
nur 1/4 des verfügbaren Bereichs, daher beschloss ich einen OpAmp 
einzusetzen. Bei 150 °C ist die zu messende Spannung über PT1000 dann 
ungefähr das 1,5-Fache, wären also 1500 Einheiten, die der ADC misst. 
Immer noch ein zu geringer Bereich; man könnte also anstreben, die 
Ausgangsspannung an einem OpAmp auf 3 V zu bringen (wenn Vin an einem 
OpAmp 1,25 V sind) .

Andrew T. schrieb:
> kunst Studieren mußt Du nicht, aber die Anleitung für den Malkasten
> solltest Du lesen.

und geeignete Pinsel haben  ;-)

Andrew T. schrieb:
> Manfred M. schrieb:
>> Ist ein solches Ding nötig oder "nur" besser geeignet?
>
> Aber sicher nötig.
>
> LM358 Familie hat 2 V headroom, d.h. max out (DaBla!!)  Vcc -2V
minus 2V? = VCC?
"headroom" habe ich im DaBla nicht gefunden, jedoch "Output Voltage−High 
Limit" bei 5 V VCC: 3,5 V

Was also statt dessen benutzen?

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Manfred M. schrieb:
> Was also statt dessen benutzen?
Wie ich schon schrieb:
> in der Anwendung hier wird ein R2R OP benötigt.
Nimm z.B. einen TS912, der kann Rail-to-Rail am Eingang und am Ausgang.

: Bearbeitet durch Moderator
von Andrew T. (marsufant)


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Manfred M. schrieb:
> Was also statt dessen benutzen?

Optimistisch: rot.  (= Kompromis)
serienreif: grün.

Da 25 C Wert.

Du wirst nicht immer 25C haben.

: Bearbeitet durch User
von Manfred M. (mm_lauf)


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Lothar M. schrieb:

> Nimm z.B. einen TS912, der kann Rail-to-Rail am Eingang und am Ausgang.

Dank für den Tipp, ABER

TS912 bekomme ich nicht aus D in DIP-8. Aus China mitte August :-(

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Manfred M. schrieb:
> TS912 bekomme ich nicht aus D in DIP-8. Aus China mitte August :-(

Bei Pollin gibts den MAX7642 gerade als Schnäppchen:
https://www.pollin.de/p/max7642cipd-101043
Der ist fast R2R und ist mit 3,3V Speisung zufrieden. Sind zwar 4 Stück 
im Gehäuse aber hey, Buffer kann man immer gebrauchen. Ausserdem hat er 
sehr hohe Eingangsimpedanz, was deinem Wunsch nach wenig Querstrom durch 
den Sensor entgegenkommt.

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Manfred M. schrieb:
> Dank für den Tipp, ABER TS912 bekomme ich nicht
Kein Problem, such einfach selber nach einem Bauteil, du kennst jetzt ja 
die nötigen Begriffe. Wenn du was gefunden hast, das du über die die 
möglichen Vertriebswege bschaffen kannst, kannst du hier ja mal fragen, 
ob der für deine Anwendung taugt.

von Manfred M. (mm_lauf)


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Andrew T. schrieb im Beitrag #7106769

Aha, jetzt verstehe ich, warum ich mit dem LM253 nicht das errechnete 
Vout erreiche (bei 3,5 V VCC) Ich kann auch auf 5 V VCC gehen.

Dank!

Dank auch @ Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)24.06.2022 
12:46 für Hinweis auf das Angebot von MAX7642 bei Pollin. Habe ich 
bereits in den Warenkorb genommen, aber noch nicht bestellt.

Vielleicht schreibt mir jemand ein besser geeignetes Teil ( in DIP, das 
ich einigermaßen bald bekommen könnte)

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Manfred M. schrieb:
> Vielleicht schreibt mir jemand ein besser geeignetes Teil
Lothar M. schrieb:
> such einfach selber
Das war kein Witz. Du wirst dabei Lernen.

Und wenn es nur ist, wie man Google bedient. Das hier bringt auf der 
ersten Seite ganz oben einen, den du sofort beim Reichelt bestellen 
kannst:
https://www.google.com/search?q=dip8+rail-to-rail

von Manfred M. (mm_lauf)


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Lothar M. schrieb:
> Manfred M. schrieb:
>> Vielleicht schreibt mir jemand ein besser geeignetes Teil
> Lothar M. schrieb:
>> such einfach selber
> Das war kein Witz. Du wirst dabei Lernen.
>
> Und wenn es nur ist, wie man Google bedient.

Wenn's kein Witz ist, dann ist es eine Frechheit, die Du Dir sparen 
solltest.
Ich verstehe nicht, wieso in diesem Forum immer wieder unangebrachtes 
geäußert wird.

Ich begann 1969 mich mit IT zu befassen. Danach u.a. Informatik-Studium. 
Hat's Dich damals schon gegeben? Mein erster PC war ein Eigenbau für 
MS-DOS, doch lang, lang ist's her (ca. 1980).


> Das hier bringt auf der
> ersten Seite ganz oben einen, den du sofort beim Reichelt bestellen
> kannst:
> https://www.google.com/search?q=dip8+rail-to-rail

Ja so wär's gegangen

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Manfred M. schrieb:
> TS912 bekomme ich nicht aus D in DIP-8

Das Problem hatte ich auch. Ich habe sie daher in SMD gekauft und auf 
einen Präzisions IC Sockel gelötet. Ist ein bisschen Fummelei, aber 
immerhin muss man dazu nur die äußeren 4 Pins verlängern.

von Peter D. (peda)


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von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Manfred M. schrieb:
> Aha, jetzt verstehe ich, warum ich mit dem LM253 nicht das errechnete
> Vout erreiche (bei 3,5 V VCC) Ich kann auch auf 5 V VCC gehen.

Geh auf jeden Fall auf 5V Vcc, dann bekommst du mit dem LM258 am Ausgang 
mindestens deine gewünschten 3V (max. 3,5V) und du brauchst nix neues zu 
bestellen und hast auch keine lästigen Lieferzeiten.

Wie viele LM258 hast du noch zu Hause? Wie oft soll die Schaltung 
aufgebaut werden? Hast du auch einen LM324 da?

von Werner H. (werner45)


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Nochwas: 1 mA ist für einen Pt-1000 zu viel (Aufheizung), 1 mA ist der 
Maximalwert für einen Pt-100.
Pt-1000: max 0,1 mA.

von Manfred M. (mm_lauf)


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Michael M. schrieb:
> Manfred M. schrieb:
>> Aha, jetzt verstehe ich, warum ich mit dem LM253 nicht das errechnete
>> Vout erreiche (bei 3,5 V VCC) Ich kann auch auf 5 V VCC gehen.
>
> Geh auf jeden Fall auf 5V Vcc, dann bekommst du mit dem LM258 am Ausgang
> mindestens deine gewünschten 3V (max. 3,5V) und du brauchst nix neues zu
> bestellen und hast auch keine lästigen Lieferzeiten.
und keine noch lästigere Versandkosten.
Ja, ich denke es wäre sinnvoll die Schaltung so zu versorgen.
Was ich vielleicht noch einbauen sollte: Ein Zenerdiode am Eingang des 
ADC, die eine Übersteuerung (evtl Zerstörung des ADC) verhindern könnte 
/sollte.

>
> Wie viele LM258 hast du noch zu Hause? Wie oft soll die Schaltung
> aufgebaut werden? Hast du auch einen LM324 da?

Ich habe 3 PT1000 (sind mit Kabel und Hülse ziemlich teuer) und einige 
LM258, keinen LM324

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Manfred M. schrieb:
> Was ich vielleicht noch einbauen sollte: Ein Zenerdiode am Eingang des
> ADC, die eine Übersteuerung (evtl Zerstörung des ADC) verhindern könnte
> /sollte.
Bringt ohne Serienwiderstand nichts ausser Leckströme. Und mit 
Serienwiderstand bekommst du wegen der Leckströme Abweichungen.

Nimm besser eine Klemmschaltung mit je 1 Diode nach GND und Vcc.

von Wolfgang (Gast)


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Manfred M. schrieb:
> Ich hoffe, dass die Schaltung nun richtig ist. (???)

Offene Eingänge sind keine gute Idee

Sebastian R. schrieb:
> Dann hat man 2 Dreiecke mit je 3 Pins und meist zwei lose
> Pins für Power.

Wenn man die zwei losen Pins nicht irgendwo beziehungslos rumfliegen 
haben will, was oft anzuraten ist, kommen die oben und unten an eins der 
Dreiecke ;-)

von W.S. (Gast)


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Manfred M. schrieb:
> TS912 bekomme ich nicht aus D in DIP-8. Aus China mitte August :-(

Mein Rat dazu:  Sei bei IC-Käufen aus China zur Zeit lieber etwas 
vorsichtig. Da stimmen zwar die draufgelaserten Bezeichnungen auf dem 
Gehäuse, aber es muß nicht unbedingt der richtige Chip drin sein.

W.S.

von Manfred M. (mm_lauf)


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W.S. schrieb:
> Manfred M. schrieb:
>> TS912 bekomme ich nicht aus D in DIP-8. Aus China mitte August :-(
>
> Mein Rat dazu:  Sei bei IC-Käufen aus China zur Zeit lieber etwas
> vorsichtig. Da stimmen zwar die draufgelaserten Bezeichnungen auf dem
> Gehäuse, aber es muß nicht unbedingt der richtige Chip drin sein.

Tja, wie mit Medikamente :-(

Dank für den Hinweis. Allerdings kaufe ich so etwas nicht in China, weil 
mir die Lieferzeiten zu lang sind

MM

>
> W.S.

von Wolfgang (Gast)


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Manfred M. schrieb:
> Dank für den Hinweis. Allerdings kaufe ich so etwas nicht in China, weil
> mir die Lieferzeiten zu lang sind

Hast du ne Ahnung, wie bei manchen Chips im Moment die Lieferzeiten sind 
...
Der Transportweg von China ist das der kleinste Teil.

von Manfred M. (mm_lauf)


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Wolfgang schrieb:
> Manfred M. schrieb:
>> Dank für den Hinweis. Allerdings kaufe ich so etwas nicht in China, weil
>> mir die Lieferzeiten zu lang sind
>
> Hast du ne Ahnung, wie bei manchen Chips im Moment die Lieferzeiten sind
> ...
> Der Transportweg von China ist das der kleinste Teil.

Ich suchte nach dem TS912, den Lothar M. nannte. Früheste Lieferung 
Mitte August.

Vor ca. 2 Jahren kaufte ich etwas fürs Fahrrad, was binnen 2 Wochen hier 
war und irgendwas anderes (habe vergessen was es war), was in 4 Tagen 
hier war, was mich sehr wunderte (kam vermutlich per Air-Cargo); ich 
konnte allerdings feststellen, dass der Lieferweg in Europa aus 
Westpolen startete.

Am Dienstag war ich in einem Modellbauladen, wo mir der Besitzer 
berichtete, dass auf der Elektronik, die er verkauft, seit einiger 
längerer Zeit nicht mehr "Made in China" draufsteht, sondern "Made in 
Korea", was er komisch fand und die Frage stellte: Warum?

von Manfred M. (mm_lauf)


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Hallo!

Inzwischen funktioniert meine Schaltung!
Dank für die Tipps, doch einen könnte ich noch gebrauchen:

Zum Schutz des Eingangs in den ADC des P2040 (max 3,3 V) dachte ich mir, 
dass eine Zenerdiode sinnvoll sein könnte und habe mir den rote 
umrandeten Teil ausgedacht, z.B. für den Fall, dass der PT1000 nicht 
vorhanden ist.

Ist diese Ergänzung wirklich sinnvoll?
Wird die LED leuchten wenn die Zenerdiode durchschaltet?
Brauche ich den 330 Ohm Widerstand?

Dank vorab für Hinweise!
MM

von Wolfgang (Gast)


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Manfred M. schrieb:
> Wird die LED leuchten wenn die Zenerdiode durchschaltet?

Allenfalls ganz schwach "glimmen" - die LED braucht 2.2V (oder so 
ähnlich) und die ZD braucht 3.3V (oder so ähnlich). Zusammen sind das 
mehr als 5V, d.h. viel wird da nicht passieren. Und was sollte es 
nützen, wenn die LED glimmt?
Da müsstest du dann reagieren und den Strom abschalten, bevor die 
Schutzdiode an dem ADC-Eingang überlastet ist. Die 5V bekommt der 
Eingang jedenfalls erstmal zu spüren, evtl. der Prozessor auch gleich 
eine Überspannung, falls er weniger Strom aufnimmt, als der LM258 
liefern kann und nicht mit 5V abzgl. V_f der Schutzdiode betrieben 
werden darf.

von W.S. (Gast)


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Manfred M. schrieb:
> Zum Schutz des Eingangs in den ADC des P2040 (max 3,3 V) dachte ich mir,
> dass eine Zenerdiode sinnvoll sein könnte

Schleife lieber einen Widerstand (so etwa 1k) in die Leitung zum ADC 
oder gleich einen Spannungsteiler, der dafür sorgt, daß der ADC niemals 
mehr Spannung abkriegt, als er vertragen kann.

W.S.

von Manfred M. (mm_lauf)


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Wolfgang schrieb:

Hallo Wolfgang,

> Manfred M. schrieb:
>> Wird die LED leuchten wenn die Zenerdiode durchschaltet?
>
> Allenfalls ganz schwach "glimmen" - die LED braucht 2.2V (oder so
> ähnlich) und die ZD braucht 3.3V (oder so ähnlich).

Ich glaubte, dass über der Zenerdiode  ca.0,7 bis 1 V abfallen wenn sie 
durchbricht.

Es geht mir um den Fall, dass der Pt1000 sehr hochohmig wird oder gar 
nicht vorhanden ist (weil er nur mittels Klemmen an der Schaltung 
angeschlossen wird).

Ich sehe aber soeben, dass der Widerstand, der parallel zu dem 1k auf 
Masse geht, nicht angegeben ist. Er hat 10k (zusammen haben diese beiden 
dann ca. 910 Ohm).

> Zusammen sind das
> mehr als 5V, d.h. viel wird da nicht passieren. Und was sollte es
> nützen, wenn die LED glimmt?
> Da müsstest du dann reagieren und den Strom abschalten, bevor die
> Schutzdiode an dem ADC-Eingang überlastet ist

ich habe welche mit 1,3W Belastbarkeit bestellt

> Die 5V bekommt der
> Eingang jedenfalls erstmal zu spüren

Aha, der LM258 würde, wenn an seinem Pin 5 die 3,3 V und Pin 6 ca. 0,3 V 
anliegen, dann fast seine Versorgungsspannung (5V oder mehr) an seinem 
Ausgang haben? Ich muss mal nachsehen, ob ich das ausrechnen kann (habe 
einige Formeln dazu in einer .xlsx.

> , evtl. der Prozessor auch gleich
> eine Überspannung, falls er weniger Strom aufnimmt, als der LM258
> liefern kann und nicht mit 5V abzgl. V_f der Schutzdiode betrieben
> werden darf.

Hmmm

von Manfred M. (mm_lauf)


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W.S. schrieb:
> Manfred M. schrieb:
>> Zum Schutz des Eingangs in den ADC des P2040 (max 3,3 V) dachte ich mir,
>> dass eine Zenerdiode sinnvoll sein könnte
>
> Schleife lieber einen Widerstand (so etwa 1k) in die Leitung zum ADC
> oder gleich einen Spannungsteiler, der dafür sorgt, daß der ADC niemals
> mehr Spannung abkriegt, als er vertragen kann.
>
> W.S.

OK, auch ne Idee. Dank!
Ich erkenne aber, dass nochmal rechnen ggf. messen sollte.

Die ganze Schaltung soll mit einem Akku über einen 
5V-Konstantspannungsregler versorgt werden (wird vermutlich ein LiFe mit 
3 Zellen werden).

Schönes Wochenende!

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Manfred M. schrieb:
> Ich glaubte, dass über der Zenerdiode  ca.0,7 bis 1 V abfallen wenn sie
> durchbricht.

Nein, du verwechselt das mit einer Triggerdiode (Diac). Zenerdioden 
haben keine Fold-Back Eigenschaft. Schau mal in ein Datenblatt!

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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