Forum: PC Hard- und Software Fritzbox: Dienste im heimnetz per Name erreichen?


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von Bernd S. (b_b304)


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Hallöchen,
ich habe bei mir im heimnetz verschiedene Webserver laufen, die ich 
aktuell per IP + Port aufrufe (z.B. 192.168.178.100:8123).
Da das auf Dauer eher mühselig ist, würde ich gerne sprechende Namen 
verwenden.

Ist das mit der Fritzbox (per DNS) möglich?

von Mike R. (thesealion)


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name.fritz.box wird vom DNS der FritzBox aufgelöst

von dave (Gast)


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Zusätzliche gibt es noch mDNS. D.h. du kannst 192.168.178.100:8123 auch 
über homeassistant.local:8123 erreichen.

von Thorsten S. (thosch)


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Klar geht das.
Wenn dein Rechner mit der IP 192.168.178.100 z.B. WEBSERVER heißt, 
kannst du statt 192.168.178.100:8123 ebenso gut WEBSERVER.fritz.box:8123 
verwenden.

Die Domäne fritz.box ist voreingestellt, kann aber geändert werden. Die 
Domäne fürs Intranet kannste also auch anders nennen, falls gewünscht.
Also z.B. router.intra statt fritz.box
man muß nur darauf achten, keinen Namenskonflikt mit einer real 
existierenden Internet Domain zu verursachen. Die TLD .intra ist in 
dieser Hinsicht sicher.

: Bearbeitet durch User
von Bernd S. (b_b304)


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Den Port würde ich gerne auch "wegabstrahieren", da auf manchen Geräten 
auf verschiedenen Ports verschiedene Dienste laufen.

: Bearbeitet durch User
von Achim M. (minifloat)


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Äh, genau dafür sind Ports doch da?

Anders wäre es wenn du z.B. am Port 80, 4711 und 815 am selben Gerät 
drei verschiedene Webserver laufen hättest...

mfg mf

von (prx) A. K. (prx)


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Bernd S. schrieb:
> Den Port würde ich gerne auch "wegabstrahieren", da auf manchen Geräten
> auf verschiedenen Ports verschiedene Dienste laufen.

Proxy oder simplen Webserver zwischenschalten, der verschiedene DNS 
Namen mit Port 80/443 auf die Zieladressen weiterleitet/redirected. Also
   unsinn.fritz.box(:80)   => sonstwas.fritz.box:8123
   quatsch.fritz.box(:443) => wasanderes.fritz.box:8888

: Bearbeitet durch User
von c-hater (Gast)


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Bernd S. schrieb:

> Den Port würde ich gerne auch "wegabstrahieren", da auf manchen Geräten
> auf verschiedenen Ports verschiedene Dienste laufen.

Das gibt DNS nicht her. Und zwar nicht nur das DNS der Fritzbox nicht, 
sondern ganz generell. Liegt einfach daran, dass für das DNS 
irgendwelche Ports völlig irrelevant sind, seine Aufgabe ist (im 
Wesentlichen) nur die Übersetzung eines Namens in eine IP-Adresse.
Ja klar, im Laufe der Zeit wurden dem DNS auch noch etliche andere 
Aufgaben aufgehuckt, aber nix zusätzliches bezüglich der 
Adressauflösung. Die ist und bleibt protokollneutral und kann damit aus 
rein logischen Gründen nix von irgendwelchen Ports wissen. Es gibt 
schließlich auch reichlich Protokolle, die überhaupt keine Ports 
kennen...

von Ein Kommentar (Gast)


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> Den Port würde ich gerne auch "wegabstrahieren"

Wenn du mehrere HTTP bzw. HTTPS Server laufen lassen willst, kannst du 
es auch umgekehrt machen.

Dem Server im DNS mehrere Namen geben. Und in einem Webserver auf den 
Standardports mehrere virtuelle Server konfigurieren.

(Im HTTP Header wird der Name, den der Client benutzt, mitgeschickt. Der 
Server kann dann die Anfragen auf mehrere virtuelle Server aufteilen. 
Auch an andere Server weiterleiten.)

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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c-hater schrieb:
> Das gibt DNS nicht her. Und zwar nicht nur das DNS der Fritzbox nicht,
> sondern ganz generell.

Oh doch, das gibt DNS mit SRV-Records seit 20 Jahren her (RFC 2782), und 
anständige DNS Server haben mit der Ausgabe von SRV-Records auch keine 
Probleme.

Allerdings gibt es kaum Clients die SRV-Records verwenden, wenn es denn 
nicht direkt im Protokoll vorgesehen ist. HTTP/HTTPS sieht es nicht vor 
und ich kenne keinen Webbrowser der SRV-Records zur Namens- und 
Portauflösung verwendet (allerdings beobachte ich Browserfunktionen 
nicht regelmäßig).

Dazu kommt, dass der DNS-Server in der Fritz-Box meines Wissens nicht 
von Hand mit eigenen SRV-Records konfiguriert werden kann. Allerdings 
kann man einen eigenen DNS-Server im Heimnetz betreiben und einer FB 
sogar sagen diesen DNS-Server per DHCP zu verbreiten. Diesen könnte man 
mit eigenen SRC-Records bestücken.

Nur wird das alles nichts nützen solange sich kein Browser findet der 
SRV-Records unterstützt.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Also meine Fritzbox 7590 löst Netzwerknamen komplett auf, ich komme mit 
http(s)://atomserv im Netzwerk wunderbar auf meinen Testserver.

(Wer sich über den Namen wundert, das ist 'nen Atom N270 und ich benenne 
meine Kisten gerne nach ihren Prozessoren.)

von Manfred (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Also meine Fritzbox 7590 löst Netzwerknamen komplett auf, ich komme mit
> http(s)://atomserv im Netzwerk wunderbar auf meinen Testserver.

Du hast es mal wieder nicht verstanden.

Der TO lässt Dienste auf unüblichen Ports laufen:
Bernd S. schrieb:
> (z.B. 192.168.178.100:8123)

Genau dieses Mapping kann kein Nameserver leisten, c-hater beschrieb es 
bereits!

Mit einem Router aus der Kategorie "für Erwachsene" könnte ich das, 
Anfragen an IP x.x.x.x:80 auf eine andere IP mit beliebigem Port mappen. 
Das sind aber spezielle Dinge, die weit außerhalb der Fritzchen liegen.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Eher Du das hast das nicht verstanden, ich brauche keinen Schrott wie 
atomserv.fritz.box zu schreiben oder was da oben erwähnt wurde.

Aber Hauptsache groß rumtönen und sich dann wundern wenn was 
zurückkommt. Ich werds mir merken.

Mit Manfred ist nichts anzufangen. Mit Manfred ist nichts anzufangen.
Mit Manfred ... ich sollte es 300mal auf Papier schreiben, das tut noch 
mehr weh.

: Bearbeitet durch User
von c-hater (Gast)


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Hannes J. schrieb:

> Oh doch, das gibt DNS mit SRV-Records seit 20 Jahren her (RFC 2782), und
> anständige DNS Server haben mit der Ausgabe von SRV-Records auch keine
> Probleme.

OK, die Tatsache, dass ich noch nie davon gehört habe, dürfte 
hinreichend klarstellen, dass dieser RFC wirklich für immer RFC 
geblieben ist und niemals den Sprung zu einem tatsächlich praktisch 
genutzen "Standard" geschafft hat.

Denn so läuft das mit den RFCs: Die sind eben KEINE Standards. Sie 
werden es allein durch eine breite Nutzung der Sache, die sie 
beschreiben.

Und so ergibt die normative Kraft des Faktischen genau das, was ich 
schrieb: Das DNS gibt das nicht her. Weil eben keine relevante Anwendung 
jemals diesen Kram benutzt hat.

von Georg W. (gewe)


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c-hater schrieb:

> OK, die Tatsache, dass ich noch nie davon gehört habe, dürfte
> hinreichend klarstellen, dass dieser RFC wirklich für immer RFC
> geblieben ist und niemals den Sprung zu einem tatsächlich praktisch
> genutzen "Standard" geschafft hat.

Dann google doch mal nach autodiscover und SRV Record. Das wird zum 
Beispiel in Verbindung mit Office 365 bzw. in Verbindung mit Exchange 
benutzt.

von Bauform B. (bauformb)


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Friedensangebot: lass die Webserver auf einstelligen Ports laufen. 4, 6 
und 8 sind frei.
https://www.iana.org/assignments/service-names-port-numbers

von foobar (Gast)


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> lass die Webserver auf einstelligen Ports laufen. 4, 6 und 8 sind frei.

Als letztens ne Bekannte da war, kam sie auf meinen Server (Port 8) mit 
(iirc) Chrome nicht drauf - sinngemäß: "Das ist ein gefährlicher Port - 
dahin verbinde ich mich nicht!"

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