Gute Tag ihr Alle,
von einem "neuzeitigen" (kein Erbstück, Retro, Oldtimer o.ä) Staubsauger
von der grössten Elektrotechnikbank aka Siemens habe ich die Tage den
SchuKoStecker amputieren und ersetzen müssen weil siehe Links im Bild.
Natürlich ist die Zeitung zum Gerät nur 2-polig, weil KS-Gehäuse u.
doppelt Schutzisoliert.
Anschraubbare 2-polige Euro-/SchuKo-Stecker sind ja... Naja: hier
letztlich nicht ganz passend weil Kabelaufrollautomatik und
"Stoppschlag" - also halt ein regulärer und Schutzerde halt nicht
angeschlossen, was auch nicht perfekt Standesgemäß ist... Meh...
Müsste nun das noch funktionierende Gerät schrtottifiziert werden, bloss
weil der Hersteller es geschafft hat twas noch ein wenig billiger, noch
ein wenig schlechter zu bauen?
(oder Grosse Zerlegung zum ersetzen der gesamten Zuleitung, welche in
der hier nötigen Länge, Zugbelastung UND angespritztem 2poligem
SchuKoStecker so gar nicht wirklich beschaffbar ist?)
Wer wundert sich da noch dass unsere Gesellschaft im (Elektro-)Müll
versinkt?
Nein, nicht alle können sich in jeder Phase ihres Lebens den Kauf nur
bestgebauten Geräte leisten.
Aber an einem Motorhaushaltsgerät der XkW-Klasse wurde hier wohl an
unpassender Stelle dünnerer Draht eingebaut. Ja?
Das rechte Teil im Bild zeigt was es sein müsste (hat zwar den nicht
benötigen PE-Kontakt) und ist schon lange bekannt.
Dr. Staub & Saug schrieb:> Das rechte Teil im Bild zeigt was es sein müsste
Nein.
Erstens gibt rs nur 1 Bild.
Zweitens sehe ich dort rechts einen vergammelten Konturenstecker. Da hat
wohl jemand statt ihn auszustecken lieber am Kabel gerissen, bis
innendrin kein guter Kontakt mehr bestand und der erhöhte Widerstand zu
erhöhter Erhitzung führte.
Auf dem Plastik musste die Strombelastbarkeit drauf stehen, oft 6 oder
10A.
Links im Bild ist ein für dieses Gerät unzulässiger Schukostecker. Auch
auf dem sollte drauf stehen, für welchen Strom er gebaut ist, oft 10A
oder 16A. Kann man aber natürlich auf dem miesen Bild nicht lesen.
Die abgewinkelte Kabelzuführung verhindert dass der Stecker ordentlich
im Gerät eingewickelt werden kann, und verhindert dass man durch
einfaches Ziehen am Kabel den Stecker aus der Steckdose ziehen kann.
Wegen Schutzleiter ist aber sein Kabel zu dick, es passen nicht mehr so
viele Meter in die Kabelaufwicklung.
Es gibt übrigens fertige Kabel mit angespritzem Konturenstecker in
vielen Längen für kleines Geld als Ersatzteil - man muss nicht pfuschen.
Es muß nicht unbedingt am Stecker liegen!
Schau dir mal die Steckdose genauer an. Oft sind die Kontakte der Dose
so schlecht/verbogen, daß der Übergangswiderstand eine große Hitze
erzeugt und deshalb der Stecker-Pin so heiß wird, daß sein Plastikbett
schmilzt.
Was für ein Haufen Geschwätz.
Antwort:
Nein, Nachrüst-Konturenstecker gibt es nicht. Schließ einfach deinen
Schukostecker an. Dass das nicht erlaubt sein soll kenne ich nur vom
Hörensagen aber aus keiner Norm.
Achte auf zwei Dinge: benutze Adernhülsen und sieh zu, dass dein Kabel
nicht zu dünn für die Zugenttlastung ist.
Dr. Staub & Saug schrieb:> von einem "neuzeitigen" (kein Erbstück, Retro, Oldtimer o.ä) Staubsauger> von der grössten Elektrotechnikbank aka Siemens
Das wird aber schon ein Modell aus dem letzten Jahrtausend mit
supercoolen 1,x kW gewesen sein.
Neuzeitliche Geräte ziehen so wenig Strom, da schmilzt nichts mehr.
Oliver
Dem Stecker ist zu warm geworden. Wenn man olle ausgeleierte Kontakte in
der Schukosteckdose hat, dann passiert sowas.
Und ja, die leiern aus. Nach ein paar Jahrzehnten sind sie hin, und wenn
sie oft genutzt werden, entsprechend schneller.
Oliver S. schrieb:> Neuzeitliche Geräte ziehen so wenig Strom, da schmilzt nichts mehr.
Da saugt auch nichts mehr richtig.
Diese Geräte haben keine Tiefenwirkung und funktionieren nur
auf glatten Oberflächen.
Einen textilen Fußbodenbelag oder Teppich bekommt man damit nicht
sauber.
Mein "Saugi" hat auch noch weit über 1 kW Leistung.
Da wird der Teppich in der Wohnung unter mir gleich mit sauber.
dave schrieb:> Schließ einfach deinen> Schukostecker an. Dass das nicht erlaubt sein soll kenne ich nur vom> Hörensagen aber aus keiner Norm.
Ich kenn das nur so:
Die Vorschrift besagt, dass kein Schutzleiter "vorgespiegelt" werden
darf, der nicht tatsächlich ans Gerät herangeführt wird.
Also, dreiadriges Kabel, und PE im SK II-Gerät auf "Blind"-Klemme. Dann
ja.
Sonst von vorne herein durch Fehlen der PE Bügel am Konturenstecker
offensichtlich, dass kein Schutzleiter geführt wird und Leitung nur
zweiadrig.
ciao
gustav
Andreas M. schrieb:> Da saugt auch nichts mehr richtig.> Diese Geräte haben keine Tiefenwirkung und funktionieren nur> auf glatten Oberflächen.> Einen textilen Fußbodenbelag oder Teppich bekommt man damit nicht> sauber.
Ach ja, die alte Leier.
Oliver
Das "Problem" hat überhaupt nichts mit billig zu tun, sondern mit ganz
normalem Verschleiß bzw. beschleunigten Verschleiß durch falsche
Benutzung.
Kein Metall hält ewig, wenn es täglich gerieben, gebogen und gedehnt
wird.
Andreas M. schrieb:> Oliver S. schrieb:>> Ach ja, die alte Leier.
Stimmt. Bei moderneren Geräten ist die Saugleistung/Luftleistung genauso
gut oder sogar besser als bei den alten ineffektiven Geräten, die
einfach nur eine große Leistungsaufnahme hatten.
> Genau wie beim Auto.> Drei Zylinder und 0,9 Liter Hubraum.> Da geht auch nix.
In
Stimmt auch. Häng an diesen Mist mal einen Anhänger dran, achte auf die
Fahrleistunen und den Spritverbrach! Dann weisst Du was mit dem Mist
alles nicht mehr geht.
Karl B. schrieb:> Ich kenn das nur so
Genau das meine ich. Mir könnte noch keiner eine Norm zitieren.
Und ganz im Ernst: welchen Unterschied macht ein vorgespielter
Schutzleiter? Andersrum wäre blöd
Rainer D. schrieb:> Bei moderneren Geräten ist die Saugleistung/Luftleistung genauso> gut oder sogar besser als bei den alten ineffektiven Geräten, die> einfach nur eine große Leistungsaufnahme hatten.
stimmt nur teilweise, da Du ja nicht den ganzen Tag am staubsaugen bist
- deshalb spielt die Leistungsaufnahme nur bedingt eine Rolle und
nachhaltiger wäre der Weiterbetrieb des Uralt-Staubsaugers deshalb schon
... aber der TO wird es wohl nicht können?
Stefan ⛄ F. schrieb:> Mach da mal eine Geschäftsidee raus, z.B. bei Kickstarter.> Quecksilber-haltige Kabel, die sich selbst flicken.
Allerdings nur geeignet für die Antarktis im Winter.
dave schrieb:> Genau das meine ich. Mir könnte noch keiner eine Norm zitieren.
Wurde bei der jährlichen el-technischen Betriebsüberprüfung angemäkelt.
Gerät wurde außer Betrieb genommen, weil das Prüfgerät Fehler anzeigt.
Das merkt, ob ein Schutzleiterbügel am Stecker dran ist oder nicht.
Ist der Bügel dran und fehlt dritte Ader, dann wird Unterbrechung des
Schutzleiters signalisiert.
So einfach ist das.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Wurde bei der jährlichen el-technischen Betriebsüberprüfung angemäkelt.> Gerät wurde außer Betrieb genommen, weil das Prüfgerät Fehler anzeigt.> Das merkt, ob ein Schutzleiterbügel am Stecker dran ist oder nicht.> Ist der Bügel dran und fehlt dritte Ader, dann wird Unterbrechung des> Schutzleiters signalisiert.
Kann man den Metallbügel nicht einfach rauskneifen?
Harald W. schrieb:> Karl B. schrieb:>>> Wurde bei der jährlichen el-technischen Betriebsüberprüfung angemäkelt.>> Gerät wurde außer Betrieb genommen, weil das Prüfgerät Fehler anzeigt.>> Das merkt, ob ein Schutzleiterbügel am Stecker dran ist oder nicht.>> Ist der Bügel dran und fehlt dritte Ader, dann wird Unterbrechung des>> Schutzleiters signalisiert.>> Kann man den Metallbügel nicht einfach rauskneifen?
nein, kann man nicht, weil das nicht mehr privat, sondern gewerblich
ist.
Da gibt's dann einen Sicherheitsbeauftragten und der sagt wie es geht -
völlig egal was es kostet.
Nennt sich Planwirtschaft - privat kann man "noch" machen was man will.
Harald W. schrieb:> Kann man den Metallbügel nicht einfach rauskneifen?
Yep,
die Idee hatte ich auch mal.
Nur beim CEE 7/7 ist dann in der Mitte ein gähnend großes Loch.
Geht garnicht.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> dave schrieb:>> Genau das meine ich. Mir könnte noch keiner eine Norm zitieren.>> Wurde bei der jährlichen el-technischen Betriebsüberprüfung angemäkelt.> Gerät wurde außer Betrieb genommen, weil das Prüfgerät Fehler anzeigt.> Das merkt, ob ein Schutzleiterbügel am Stecker dran ist oder nicht.> Ist der Bügel dran und fehlt dritte Ader, dann wird Unterbrechung des> Schutzleiters signalisiert.> So einfach ist das.
Das kommt davon, wenn der Prüfer sein Messgerät nicht bedienen kann. Ja
manche Messgeräte erkennen den Schutzleiterbügel. Aber es ist Aufgabe
des Prüfers in diesem Falle das Messgerät manuell auf Schutzklasse II
umzuschalten wenn der Prüfling ein Schutzklasse II Gerät ist. Dann
besteht auch ein Schutzklasse II Gerät mit Schukostecker die Prüfung.
Deshalb dürfen solche Prüfungen nur von Elektrofachkräften durchgeführt
werden und nicht von Hilfskräften, die von nichts eine Ahnung haben. Die
Elektrofachkraft erkennt (z.B. anhand des Typenschildes) ob der Prüfling
einen Schutzleiter braucht, oder nicht. Fehlt die entsprechende
Kennzeichnung, dann ist der Prüfling durchgefallen.
Harald W. schrieb:> Stefan ⛄ F. schrieb:>>> Mach da mal eine Geschäftsidee raus, z.B. bei Kickstarter.>> Quecksilber-haltige Kabel, die sich selbst flicken.>> Allerdings nur geeignet für die Antarktis im Winter.
Viel zu kalt/wenig Kundschaft. Also wenn schon OT dann richtig:
Sommer wie Winter egal, nur nicht die Lage und Ruhe (dauerhaft exakt
horizontale Ausrichtung und gänzliche Vibrationsfreiheit vonnöten),
hätte man bei "Tauchb(r)ett statt Steckbrett". Leistungselektronische
Anwendung wegen stark verbesserter Kontaktierung und auch (Bett/Fluß)
"Querschnitt"... nicht ausgeschlossen.
DIE Revolution. Wenn es denn veganes Analog-Hg gäbe.
Ich hab letztens eine tolle Kaltgeräteanschlussleitung mit einem
LEDnetzteil mitgeliefert bekommen.
Aufdruck außen 0,5mm² und am Schuko das übliche bezüglich 10A/16A.😎
Drin fand ich, nach dem Abzwicken "natürlich" auch noch CCA vor.
Verbleiben also nur noch ca 0,3mm² wirksamer Querschnitt.
Für das 70W LED-Netzteil reichts. Also hab ich den benötigten 20cm
Stummel mit der Kaltgerätebuchse auch verbaut und den Rest entsorgt.
MfG
Armin X. schrieb:> Aufdruck außen 0,5mm²
Sagt eh schon dass die Leitung unzulässig ist.
EN60950-1 (VDE 0805-1):2011-01, Tabelle 3B
b) 0,75qmm bei abnehmbaren Anschlussleitungen zum Versorgungsstromkreis
mit Gerätesteckdosen für den Nennstrom 10A (Bauarten C13,C15,C15A und
C17) mit max. Länge 2m
MaWin schrieb:>> EN60950-1>> Art/Status: Norm, zurückgezogen> Na ja, da wird es doch wohl einen Nachfolger geben.
Laut einer Info vom TÜV-Nord soll es die EN 62368-1 sein.
H. H. schrieb:> VDE 0100-520> https://www.voltimum.de/artikel/querschnittsbemessung-leitungen-und-0
Da fehlen bzgl. Geräteanschlußkabeln jegliche Details.
Ich hatte vor einiger Zeit mal den Aldi-Li-Akkulader gepostet, wo fest
montiert ein 2x0,5qmm Kabel dran ist. Die Forenantwort war, das sei bis
zu einer gewissen Länge zulässig.
Am Eierkocher (210 Watt) ist ein Schukostecker, die Leitung ebenfalls
mit nur 0,5qmm gekennzeichnet.
Für frei verwendbare Anschlußschnüre mit Stecker - Kupplung gelten
vermutlich andere Anforderungen, da sind ja 0,75qmm üblich.
Manfred schrieb:> Ich hatte vor einiger Zeit mal den Aldi-Li-Akkulader gepostet, wo fest> montiert ein 2x0,5qmm Kabel dran ist. Die Forenantwort war, das sei bis> zu einer gewissen Länge zulässig.>> Am Eierkocher (210 Watt) ist ein Schukostecker, die Leitung ebenfalls> mit nur 0,5qmm gekennzeichnet.
Ja, für so ganz keine Geräte, mit kurzer Schnur, sind auch noch 0,5qmm
zulässig. Kannte man früher unter Rasiererkabel.
H. H. schrieb:> Ja, für so ganz keine Geräte, mit kurzer Schnur, sind auch noch 0,5qmm> zulässig.
Das werden aber eher die Leitungen mit der 8-förmigen Buchse am Ende
sein wie sie an den genannten Rasierapparaten oder Radios zu finden
waren.
Osi schrieb im Beitrag #7109000:
> Dann Nichttroll, zeig doch mal Deinen Fake mit dem genauen Kabelübergang> vom schwarzen 145810 zum grauen 145851 ohne Unterschlagung der Übergänge> oder ists zuviel verlangt?
Au mann... Hab nur die wesentlichen Details fotografiert.
Willst Du vielleicht noch ne notarielle Beglaubigung dass die Stücke
zusammengehören?
Kopfschüttel
Manfred schrieb:> Ich hatte vor einiger Zeit mal den Aldi-Li-Akkulader gepostet, wo fest> montiert ein 2x0,5qmm Kabel dran ist. Die Forenantwort war, das sei bis> zu einer gewissen Länge zulässig
Ka.
Steht in Punkt a) aus jener zurückgezogenen Norm, ich hab nur b) zitiert
wegen Relevanz.
Aber ich bin sicher, das es seit 2019 nicht 'egal' ist sondern dieselben
Anforderungen in einer Nachfolgenorm auftauchen.
H. H. schrieb:> VDE 0100-520
Ist nach meinen Recherchen eh die Falsche.
>Sicherheitsaspekte für xDSL-Signale in Stromkreisen für den Anschluss>an Telekommunikationsnetze –>(DSL: digitale Teilnehmerleitung) –>(IEC/TS 62367:2004);>Deutsche Fassung CLC/TS 62367:2005
Die hab ich eben offen. Deren Titel lautet:
>Einrichtungen für Audio/Video-, Informations- und Kommunikationstechnik –>Teil 1: Sicherheitsanforderungen>(IEC 62368-1:2018); Deutsche Fassung EN IEC 62368-1:2020 + A11:2020
Schau gleich noch die VDE0100-520 an
Edit: Darin geht es nur um das Errichten von elektrischen Anlagen und
das Verlegen und deren mögliche Auswahl von Leitungen in diesem
Zusammenhang.
Nicht aber das Anschließen von Geräten mit tauschbaren Leitungen.
Allenfalls noch das Festanschließen von Beweglichen Geräten.
Armin X. schrieb:> H. H. schrieb:>> Ja, für so ganz keine Geräte, mit kurzer Schnur, sind auch noch 0,5qmm>> zulässig.>> Das werden aber eher die Leitungen mit der 8-förmigen Buchse am Ende> sein wie sie an den genannten Rasierapparaten oder Radios zu finden> waren.
Wurde vor einiger Zeit auf feste Anschlussleitungen erweitert, AFAIR.
H. H. schrieb:> Wurde vor einiger Zeit auf feste Anschlussleitungen erweitert, AFAIR.
Hast Du mir ne Nummer dazu?
Interessiert mich jetzt auch und könnte grad Recherchieren.
Evtl ist es in einer der 60364-X oder 6065-X
Armin X. schrieb:> H. H. schrieb:>> Wurde vor einiger Zeit auf feste Anschlussleitungen erweitert, AFAIR.>> Hast Du mir ne Nummer dazu?
Nein, das ist leider nur so in Erinnerung. Ich meine es gab hier auch
einen Thread, in dem das thematisiert wurde.
Phasenschieber S. schrieb:> Es muß nicht unbedingt am Stecker liegen!>> Schau dir mal die Steckdose genauer an. Oft sind die Kontakte der Dose> so schlecht/verbogen, daß der Übergangswiderstand eine große Hitze> erzeugt und deshalb der Stecker-Pin so heiß wird, daß sein Plastikbett> schmilzt.
Ich schätze mal, dass bei gut 98 % solcher Verschmorungen durch
schlechte Kontakte in den Steckdosen die Ursache war, vor allem
bei Billigststeckdosen...
Die Federkräfte sind oft zu gering, das Material billigst, folglich
ist, wie Phasenschieber schon schrieb, der Kontakt schlecht...
Das wird dann oft so heiß, dass Stecker und Steckdose nicht mehr
zu trennen sind - besonders bei Heizlüftern auf der 2 KW Stufe passieren
solche "Unfälle" dann nach einigen Stunden Betriebszeit...
Darum bin ich heute noch der festen Überzeugung, dass gute
Steckdosen sehr zur Brandvermeidung beitragen - das Billigklump
um 2 Euro aus dem Baumarkt XXX ist definitiv die schlechteste
Wahl, die man treffen kann...
Man kann das auch gut selbst testen, indem man einen Stecker in
ein beliebiges Fabrikat von Steckdosen einsteckt und wieder
abzieht - erst da merkt man dann die Qualitätsunterschiede -
je fester die Haltekraft der Steckdose ist, desto kleiner auch
der Übergangswiderstand...
Markenware von vielen namhaften Herstellern kosten zwar dann
gut 6 Euro, das sollte einem aber mehr wert sein als ein
abgebranntes Haus...
Manfred schrieb:> Vielleicht kommst Du über diesen Umweg zur aktuellen Norm.
Danke für den Tip
Leider würde der Download der genannten Richtlinie 70€ kosten.
Da krieg ich vom Cheffe haue wenn ich das mal so Zwecks
Erkenntnisgewinnung runterlade.
Ein VDE-Büchle,
EG-Niederspannungsrichtlinie
Band SR69 konnte ich runterladen.
Das ist aber von 2008 und "lediglich" ein Pamphlet welches die Abgründe
der CE und GS mit allen ihren einhergehend einzuhaltenden
EU-Verordnungen zusammenzu fassen versucht.
Mani W. schrieb:> Phasenschieber S. schrieb:>> Es muß nicht unbedingt am Stecker liegen!>>>> Schau dir mal die Steckdose genauer an. Oft sind die Kontakte der Dose>> so schlecht/verbogen, daß der Übergangswiderstand eine große Hitze>> erzeugt und deshalb der Stecker-Pin so heiß wird, daß sein Plastikbett>> schmilzt.>> Ich schätze mal, dass bei gut 98 % solcher Verschmorungen durch> schlechte Kontakte in den Steckdosen die Ursache war, vor allem> bei Billigststeckdosen...
Nicht bei diesem Stecker. Wenn es der Steckdosen-Kontakt gewesen wäre,
würde man Schmauchspuren am Metallstift des Steckers sehen. Der ist aber
blank.
Statt dessen scheint der schlechte Kontakt (ergo: die Wärmequelle)
innerhalb des Steckers zu liegen. Es ist sinnvoll, die Verbindung von
Kabel und Steckerstift (gecrimpt?) als Ursache anzusehen. Entweder war
die von Anfang an schlecht (frühzeitiger Ausfall) oder hat der Belastung
durch Ziehen am Kabel nicht standgehalten (späterer Ausfall).
Axel S. schrieb:> Wenn es der Steckdosen-Kontakt gewesen wäre,> würde man Schmauchspuren am Metallstift des Steckers sehen. Der ist aber> blank.
Da irrst du dich!
Da muß nichts schmauchen, alleine die Hitze machts und selbiger gibt als
erstes das Plastik nach.
Armin X. schrieb:> Manfred schrieb:>> Vielleicht kommst Du über diesen Umweg zur aktuellen Norm.> Danke für den Tip>> Leider würde der Download der genannten Richtlinie 70€ kosten.
Schade, dass man an die relevanten Regeln nicht heran kommt, ohne
unmäßig Euros zu verbraten.
> Da krieg ich vom Cheffe haue wenn ich das mal so Zwecks> Erkenntnisgewinnung runterlade.
Das ist es nicht Wert.
--------
Mani W. schrieb:> Ich schätze mal, dass bei gut 98 % solcher Verschmorungen durch> schlechte Kontakte in den Steckdosen die Ursache war, vor allem> bei Billigststeckdosen...
Du schätzt es so, aber es bleibt Glaskugelraterei. Um das qualifiziert
zu beurteilen, braucht man beide Teile auf dem Meßplatz.
Phasenschieber S. schrieb:> Da irrst du dich!> Da muß nichts schmauchen, alleine die Hitze machts und selbiger gibt als> erstes das Plastik nach.
Ja, sowas sowas habe ich sogar schon an einer Handbohrmaschine gesehen,
wo doch der Laststrom recht moderat ist.
--------
Vor einigen Jahren fiel mir auf, dass der Stecker meiner Waschmaschine
warm wurde, dem Gefühl nach zu warm. Erster Verdacht war mein
Schalter-Zwischenstecker, war er aber nicht. Das Problem war mit einem
neuen Schukostecker gelöst.
Meßtechnisch nachweisbar ist, dass am alten, angespritzen Stecker die
Stiftoberfläche korrodiert ist.
Manfred schrieb:> Schade, dass man an die relevanten Regeln nicht heran kommt, ohne> unmäßig Euros zu verbraten.
Ansehen kann man diese Normen oft in UNI-Bibliotheken. Kopieren
ist aber offiziell nicht erlaubt und wird mit lebenslang Zucht-
haus bestraft. :-)
Harald W. schrieb:> Manfred schrieb:>>> Schade, dass man an die relevanten Regeln nicht heran kommt, ohne>> unmäßig Euros zu verbraten.>> Ansehen kann man diese Normen oft in UNI-Bibliotheken. Kopieren> ist aber offiziell nicht erlaubt und wird mit lebenslang Zucht-> haus bestraft. :-)
Da heutzutage jeder ein Smartphone hat, ist es möglich einige Seiten
unauffällig zu scannen.
Manfred schrieb:> Da die ja nicht mehr gültig ist, muß jetzt die DIN EN 62368-1 gekauft> werden: 345,14 €
sowie:
> Laut einer Info vom TÜV-Nord soll es die EN 62368-1 sein.
Finde ich nur etwas über den Schutzleiter, desen Bemessung und
Mindestqurschnitt.
Für: EN 60884 (Plugs and...) finde ich leider nichts zu dem hier vom TE
begonnenen Fall "darf ein Schukosteckeran eien 2-adrige LEitung
geschraubt werden?" (sinngemäß.
So, also ich bin nun 768 Seiten weiter, und schaue gerne nochmals a
bisserl.
Jedoch habe ich bisher KEINE einzige belastbare Norm-Fundstelle das ein
"Baumarkt-Schuko" NICHT an eine 2-adrige Leitung gesetzt werden darf.
Also keine normativ gefestigte Lösung für das "Saugerkabelproblem" .-)
Vielleicht findet ja jemand anders etwas, dann gerne hier ergänzen.
Andrew T. schrieb:> Vielleicht findet ja jemand anders etwas, dann gerne hier ergänzen.https://www.gutefrage.net/frage/schutzleiter-bei-schutzklasse-ii-nicht-am-gehaeuse---was-heisst-das-genau
Um Fehler zwischen aktiven Leitern und
Schutzleitern zu vermeiden, hat man in früheren Jahren in TT-Systemen
auch das Mitführen eines Schutzleiters im gleichen Kabel
bzw. in der gleichen Leitung mit den Außenleitern verboten.
Hierzu gab es in der Ausgabe von DIN
VDE 0100-410:1983-11 folgende Anmer-
kung: »(…) Werden leitfähige Teile innerhalb
der Umhüllung an einen Schutzleiter angeschlossen, so gilt das
Betriebsmittel nicht mehr
als ein Betriebsmittel der Schutzklasse II. Die
Symbole »Doppelquadrat« nach DIN 30600
Reg.-Nr. 154 (siehe auch DIN 40100 Teil 8)
sind unkenntlich zu machen, z.B. durch Entfernen oder Überkleben.
Leitfähige Teile in-
nerhalb der Umhüllung gelten als Körper und
sind in eine Schutzmaßnahme, z. B. nach Ab-
schnitt 6.1, einzubeziehen. Die Anschlussstelle
ist mit dem Schutzleitersymbol nach DIN
30600 Reg.-Nr. 1545 (siehe auch DIN 40100
Teil 3) zu kennzeichnen.
Ob das in neueren noch steht ?
MaWin schrieb:> (siehe auch DIN 40100> Teil 3) zu kennzeichnen.>> Ob das in neueren noch steht ?
Tja, die Nachfolge der 40100 verweist auf die 40101, und diese ist auch
"outdatet".
Danach verliert sich in meiner Quelle der Verweis.
"Werden leitfähige Teile innerhalb
der Umhüllung an einen Schutzleiter angeschlossen"
Damit ist aber die Geräte Umhüllung gemeint.
Die "umhüllung" des Schuko ist da nicht der Fokus.
@ MaWin: er Hinweis auf veralte Darstellung ist zwar schön, bringt aber
keine wirkliche Lösung.
Wie gesagt, falls jemand mehr (und bitte akutelles) weiß, gerne hier
posten.