Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik LED Status mit Optokoppler "abgreifen"


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von Max P. (max2004)


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Hallo, ich möchte versuchen mit einem ESP8266 das Blinken einer LED von 
einer Gegensprechanlage (Gira 1250) zu erkennen (um dann eine Nachricht 
abzuschicken, wenn es an der Tür klingelt).

ESP mit tasmota, Nachricht via homeassistant ist kein Problem, aber bei 
der Elektronik bin ich unsicher. Ich habe versucht, einen Optokoppler 
(PC817) parallel zur LED zu schalten und dann auf dessen "anderer Seite" 
den GPIO des ESP geschaltet. Die LED blinkt auch weiter beim Klingeln, 
aber der Optokoppler scheint nicht zu schalten. Ich vermute also, dass 
der Strom nur durch die LED geht.

Also würde ich den Optokoppler nun in Reihe zur LED schalten. Macht das 
Sinn, oder wird das auch nix?

Danke!
M

von Jörg R. (solar77)


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Max P. schrieb:
> Ich habe versucht, einen Optokoppler
> (PC817) parallel zur LED zu schalten und dann auf dessen "anderer Seite"
> den GPIO des ESP geschaltet. Die LED blinkt auch weiter beim Klingeln,
> aber der Optokoppler scheint nicht zu schalten. Ich vermute also, dass
> der Strom nur durch die LED geht.

Mit Sicherheit ist das nicht so. Die LED im OK hat eine geringere Uf als 
die blinkende LED. Keine Ahnung was Du da gemacht hast. Uf deines OK ca. 
1,2V.

Zuviel Prosa, zu wenige wichtige Informationen.

: Bearbeitet durch User
von Hermann Kokoschka (Gast)


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Grundsätzlich sollte es so klappen, wie Du es anfangs plantest.
Aber wie schon zuvor gesagt: Zu wenig Infos.

Polung aller Anschlüsse des OKopplers korrekt?
Korrekte Schaltung an der Transistor-Seite des OKopplers?
OKoppler intakt?

Reihenschaltung könnte kritisch werden, da ev. die Spannung dann nicht 
mehr ausreicht.

von Manfred (Gast)


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Jörg R. schrieb:
> Die LED blinkt auch weiter beim Klingeln,
>> aber der Optokoppler scheint nicht zu schalten. Ich vermute also, dass
>> der Strom nur durch die LED geht.
>
> Mit Sicherheit ist das nicht so. Die LED im OK hat eine geringere Uf als
> die blinkende LED. Keine Ahnung was Du da gemacht hast. Uf deines OK ca.
> 1,2V.

Sehe ich auch so. Der Optokoppler kann in Reihe zur vorhandenen LED 
geschaltet werden - in der Annahme, dass genug Spannung vorhanden ist.

von Max P. (max2004)


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Oh Mann. Ich hab beim Oktokoppler Anode und Kathode vertauscht. Kaum 
macht man es richtig, funktioniert es auch. Danke & schönen Abend :)

von Jörg R. (solar77)


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Max P. schrieb:
> Oh Mann. Ich hab beim Oktokoppler Anode und Kathode vertauscht.
> Kaum macht man es richtig, funktioniert es auch.
> Danke & schönen Abend :)

Und die LED blinkt auch noch?

: Bearbeitet durch User
von Jester (Gast)


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Jörg R. schrieb:
> Und die LED blinkt auch noch?

Ich könnt mir denken, das tut sie nicht oder nur sehr funzelig - aber 
keiner sagt dem Max wieso ...

von Jörg R. (solar77)


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Jester schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Und die LED blinkt auch noch?
>
> Ich könnt mir denken, das tut sie nicht oder nur sehr funzelig - aber
> keiner sagt dem Max wieso ...

Doch, Du musst schon lesen..und verstehen;-)

Wenn sie blinkt ist der OK nicht direkt parallel zur LED geschaltet.

: Bearbeitet durch User
von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Jörg R. schrieb:
> Wenn sie blinkt ist der OK nicht direkt parallel zur LED geschaltet.

...dann hat jede LED ihren eigenen Vorwiderstand und dann klappt das 
auch noch mit 3,3 Volt.

von Wolfgang (Gast)


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Michael M. schrieb:
> ...dann hat jede LED ihren eigenen Vorwiderstand und dann klappt das
> auch noch mit 3,3 Volt.

Da ist wieder die Sache mit der Prosa. Wenn der TO verraten würde, wie 
die LED angesteuert wird (Spannung, Strom, Treiber), könnte man klären, 
ob eine Serienschaltung möglich ist, wie viel Strom durch die 
Original-LED fließt, warum bei direkter Parallelschaltung trotz 
geringerer Vf der IR-LED die Original-LED angeblich noch leuchtet und ob 
der Treiber ausreichend Reserve besitzt, um eine parallele LED 
anzusteuern. Ein paar Messdaten und ein Blick auf die Platine könnte 
helfen.

von Max P. (max2004)


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Moin, die LED blinkt nach meiner Wahrnehmung genauso hell wie vorher. 
Allerdings ist sie hinter der milchigen Schicht Silikon, auf die man 
draufdrückt, wenn man den zugehörigen Taster bedient, von daher kann es 
gut sein, dass ich nur nicht erkennen, dass sie schwächer geworden ist. 
Und ich würde das Teil ungerne nochmal auseinander nehmen, wo jetzt 
alles so klappt wie es soll.

Tut mir Leid, wenn ich nicht alles so gut beschreiben kann, aber ich 
weiß leider nicht, wie ich Spannung, Strom und Treiber auf der Platine 
messen kann, sofern das mit einem einfachen Multimeter überhaupt geht.

In der Schule gab es leider nicht so viel Elektrotechnik und ich 
versuche mir die Dinge irgendwie selbst zu erklären. Gibt ja auch viele 
Infos im Internet, aber leider selten mit Erklärung warum etwas so ist, 
nur wie man es macht.

Aber ich werde mir mal ein Programm raussuchen mit dem ich Schaltkreise 
zeichnen kann, damit ich das beim nächsten Mal besser darstellen kann.

Danke nochmal an alle, ohne die Info, dass mein Ansatz grundsätzlich 
richtig war, wäre ich sicher erstmal in die falsche Richtung gelaufen :)

von HildeK (Gast)


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Max P. schrieb:
> Aber ich werde mir mal ein Programm raussuchen mit dem ich Schaltkreise
> zeichnen kann, damit ich das beim nächsten Mal besser darstellen kann.

Nicht elegant und weniger schöne Ergebnisse, aber möglich (Windows): 
Paint.
Einige Zusatzschritte: Bleistift, Papier, Scannen oder ein Foto machen.
Relativ einfach und schnell: LTSpice und Screenshot.
CAE-Programme: Eagle, KiCad etc.
ASCII Malprogramm für einfachste Schaltungen: aacircuit.
allg. Zeichenprogramm: Inkscape.
Online einschl. Simulation: https://www.falstad.com/circuit/

Jede dieser Möglichkeiten (und es gibt noch weitere) sind besser als 
eine Schaltungsbeschreibung in Prosa.

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