Hallo,
mein Vater hat eine kleine Hütte um Wald die nur begrenzte an das
Wassernetz angeschlossen ist: er hat einen Tag im Monat Druck auf der
Trinkwasserleitung.
Nun ist ein ~4m³ großer Stahltank im Boden der Scheune versenkt. Diesen
möchte ich gerne als Zwischenspeicher nutzen und dafür natürlich vor
Korrission schützen. Womit behandel ich den Tank am besten damit er
nicht rostet, aber trotzdem für Trinkwasser geeignet ist? Da der Stahl
"nur" 3mm stark ist gehe ich davon aus, dass er beim füllen und leeren
schon etwas "arbeiten" wird.
Danke und Gruß Jens
Hallo und danke für eure Antworten.
Ich habe jetzt einmal eine entsprechende Blasse angefragt und parallel
auch bei zwei Händlern nach geeignetem Epoxidharz angefragt.
Herzlichen Dank
Jens
Ob eine Opferanode aus Magnesium helfen würde? Ist nur so eine Idee, ich
habe aber k. A. ob diese theoretisch funktionierende Idee auch in der
Praxis zielführend ist.
Übrigens gibt es auch Bitumenfarbe mit Lebensmittel Zulassung.
Wird für die Silos verwendet. Ich hab damit meine Stahlzisterne
ausgestrichen.
Und du solltest deinen Speicher drucklos betreiben.
Epoxy Farbe ist etwa doppelt so teuer wie die Bitumen.
Ist der Tank verzinkt?
Harald W. schrieb:> Martin L. schrieb:>>> Ob eine Opferanode aus Magnesium helfen würde?>> Bei Trinkwasser wäre ich mit solchen Sachen eher vorsichtig
Ist das Warmwasser (Brauchwasser) aus Zentralheizungsanlagen
(wo eine Opferanode aus Mg im Kessel drin ist)
dann kein Trinkwasser mehr
Karl schrieb:> Harald W. schrieb:>> Martin L. schrieb:>>>>> Ob eine Opferanode aus Magnesium helfen würde?>> Bei Trinkwasser wäre ich mit solchen Sachen eher vorsichtig.> Ist bei Warmwasserboilern üblich. Gibt es von der Stange:
Warmwasser ist kein Trinkwasser.
vgl. EN 1717.
Warmwasser ist Medienkategorie 1. Davon wird man nicht krank.
Warmwasser musst du aber am Rückfluss ins Trinkwasser hindern. Ein
billiges Kontraventil EB reicht.
Wer eine Opferanode setzt ist in Kategorie 2. Auch davon wird man nicht
krank. Das Kontraventil muss aber kontrollierbar sein: EA.
Der OT schreibt nicht ob die Hütte im Geltungsbereich der DVGW Regeln
steht. Da wäre ein freier Zulauf (Trennung AA) schon angeraten.
Ryven schrieb:> Bitumenfarbe mit Lebensmittel Zulassung.
Wasser, was lange herumsteht, wird damit nicht besser. Weiterhin würde
ich mal überlegen, ob sich der Behälter bei Füllung recht ausdehnt und
die Farbe dann abfällt. Zum Kaffee kochen scheint mir das Wasser nicht
geeignet.
Vielleicht kommt noch ein Scheibchen Salami.
Ist der Behälter offen oder was fertiges rundes?
Und wie beschichtet?
Unbeschichtetes Eisen kann ich mir nicht vorstellen.
Aber Eisen/Rost ist wohl nicht giftig.
Früher in einem Brunnen war das Saugrohr für die Handpumpe auch nicht
veredelt. Die Pumpe sowieso nicht.
oszi40 schrieb:> Wasser, was lange herumsteht, wird damit nicht besser.
Ein wirkliches Understatement. Der Tank hat 4000 Liter, da fault dir
das Wasser unterm Arsch weg .
Bis der Tank 1-mal geleert ist, dauert es wie lange ?
Sebastian L. schrieb:> Warmwasser ist kein Trinkwasser.> vgl. EN 1717.> Warmwasser ist Medienkategorie 1.
Das ist doch eine völlig dämliche Normendefinition. Trinkwasser, dessen
Temperatur man verändert (auch abkühlt) ist plötzlich kein Trinkwasser
mehr. Gott schmeiß Hirn
Jens schrieb:> er hat einen Tag im Monat Druck auf der Trinkwasserleitung.
Ist seltsam, aber er könnte an einer Verteilerstation eine Pumpe
installieren. Stinknormale Hauswasserpumpen haben einen Steig-Druck für
etwa 40m Höhe. Teurere Mehrstufen-spezialpumpen fördern noch höher .
Wäre sicher die kostengünstigste Lösung , weil die Wasserleitung zur
Hütte ja vorhanden ist. Und man damit immer (recht) frisches Wasser
hätte. In einer Leitung ist pro Laufmeter ja nicht viel Wasser enthalten
. Auch ist kein Luftzutritt für Bakterien. Und sie verläuft in einer
Tiefe (frostfreien!) , die immer 'ausreichende Kühlung' des kostbaren
Nass gewährleistet.
Karl schrieb:> Gott schmeiß Hirn
Mußt halt beten darum, daß er dir eins schmeißt.
In "Warmwasser" ab etwa 35°C Dauertemperatur entstehen Zekarien
die greifen die Atemwege stark an.
Darum sollte man Boiler immer auf gute 70°C aufheizen.
Ich habe meinen 150L-Boiler, da ich nur auf 40°C aufheize, deshalb die
meiste Zeit komplett abgeschalten. Erst beginnst leicht zu husten, dann
kommt "das Fieber" , ungute Viecher .
Karl schrieb:> Sebastian L. schrieb:>> Warmwasser ist kein Trinkwasser.>> vgl. EN 1717.>> Warmwasser ist Medienkategorie 1.>> Das ist doch eine völlig dämliche Normendefinition. Trinkwasser, dessen> Temperatur man verändert (auch abkühlt) ist plötzlich kein Trinkwasser> mehr. Gott schmeiß Hirn
Trinkwasser ist nun mal keine Definition.
Warmes Wasser verwende ich nie für Speisenzubereitung oder sogar zum
Zähneputzen.
Weder privat oder im Hotel.
Und in seinem Fall ist es Brauchwasser.
So wie früher auf dem Land.
Selbst Wasser aus guten Brunnen wurde für die Speisezubereitung
abgekocht.
Hat man doch mal in so einen Brunnen gekuckt, schwamm da mal auch ein
toter Spatz derin herum.
Ja, ich lebe noch!
Rudi Ratlos schrieb:> In "Warmwasser" ab etwa 35°CKarl schrieb:> dessen Temperatur man verändert (auch abkühlt)Rudi Ratlos schrieb:> Mußt halt beten darum, daß er dir eins schmeißt.
Ich bete für dich. Wenn ich Trinkwasser mit 15° durch eine (saubere)
Kühlung Jahre und es mit 5° raus kommt, dann ist es für mich immernoch
Trinkwasser, egal was andere Leute in Normen definiert haben! Die
Definition ist gut gemeint, aber schlecht gemacht.
ich würde solch einen Tank nur für Brauchwasser belassen.
zur möglichst langen Haltbarkeit muss der natürlich dann auch
korrosionsgeschützt sein.
sollte es WIRKLICH mal einen Mangel an Trinkwasser geben,
kann man sich mit dem Brauchwasser besprühen,
dann kühlt das den Körper genauso.
Und so muss man LANGE nicht mehr soviel trinken.
Karl schrieb:> Wenn ich Trinkwasser mit 15° durch eine (saubere)> Kühlung jage und es mit 5° raus kommt, dann ist es für mich immernoch> Trinkwasser, egal was andere Leute in Normen definiert haben!
Man merkt, daß bei dir das Wasser aus der Orts-Leitung kommt... Denn im
Brunnen hats 5°C und im DruckKessel hats im Sommer bis zu 25°C. Ob das
dann bereits "Warmwasser" ist, kann ich nicht sagen.
"Heißwasser" beginnt jedenfalls bei ?37°C ? weil da gibts so
'Temperaturbegrenzer' fürs Badezimmer, damit man sich nicht verbrüht!
Darum gehts ja in diesem Thread. Wie lange kann man Wasser in einem
Speicher unter welchen Bedingungen aufbewahren, ohne daß man sich damit
vergiftet ?
Ich hatte vorher einen 150L- WIND-kessel (~50L) und jetzt einen
24L-Gummiblasentank (~5L) . Stehwasser ist immer schlecht, deutlich
bessere Trink-Wasserqualität. Letzterer ist etwas knapp, aber die
Pumpe ist auf häufiges kurzes Einschalten ausgerichtet. Hab gerade den
defekten Sack getauscht, 8 Jahre bei dreimonatiger Druckkontrolle, wo
folgendes Problem auftaucht:
Mit der Zeit sammelt sich immer mehr Wasser im Tank, das verwest, die
Löcher werden mehr und größer..... bis 'endlich' die Kompressionsluft in
die Leitung entweicht, dan spritzts und flitzts, dann MUSST wechseln.
Diese 'üble Wasser' trinkst vorher immer mit . .
Am Besten ist (hier) , alle zwei Jahre die Anlage einer kompletten
Wartung zu unterziehen, also Tank und Pumpe komplett zu zerlegen ! und
reinigen . Dazu brauchst aber eine Reserve-Anlage.