Hallo ihr fleißigen Helferlein,
mein Ziel ist es eine Drehscheibensteuerung für meine Modellbahn selbst
zu bauen. Ich will durch einen Impuls ein Gleis anwählen, das
selbstständige Drehen in die richtige Richtung und auch das Anhalten
übernimmt die Schaltung. Nun komme ich aber mit der Beschaltung des 4027
nicht weiter. Dass die IC´s noch Versorgungsspannung brauchen weiß ich,
habe es wegen der Übersichtlichkeit weggelassen. Die Taster sind nur
symbolisch, werden durch Hallsensoren ersetzt, auch weggelassen wegen
der Übersichtlichkeit. 4081 sind UND-Gatter die die tatsächliche mit der
gewünschten Bühnenstellung vergleichen. Bei Gleichheit SOLL und IST
(mittlere senkrechte Reihe) werden beide Flip-Flops zurückgesetzt was
den Motor ausschaltet, egal welche Drehrichtung er gerade hat. Die
anderen Gatter lassen den Motor rechts, bzw. links herum laufen. Wenn
möglich soll beim Betriebsbeginn die AUS-Funktion Vorrang haben. Auf der
Suche nach Anschlussmöglichkeiten für den 4027 bin ich zu
widersprüchlichen Ergebnissen gekommen. Das wird sicher
Anwendungsspezifisch sein.
-> Mal werden J, K und Clk über 1M Ohm an Minus gelegt und direkt an
Plus geschaltet, und R und S über 1M Ohm an Minus.
-> Mal sind J und K direkt an Plus, R und S direkt an Minus (alle ganz
ohne Widerstände) und Clk bekommt sein Signal von ? mit einem
Kondensator gegen Minus. Ich komme nicht weiter, was ist richtig?
Ach, die Schaltung soll mit 12 Volt betrieben werden, der Motor zieht so
um die 700 mA. Das sollte für den 6202 aber kein Problem sein.
Vielen Dank im Voraus,
LG Thomas
Keine Ahnung wie du rechts und links unterscheiden willst, aber
zahlreiche Ausgänge von Gattern parallel zu schalten wird nichts: die
arbeiten gegeneinander!
Evtl. solltest du den ganzen Mist tauschen, 74688 z.B. kann das für 8
bit. Dabei kommt dann ein "Ungleich!"-Signal raus, das mit einem
einfachen Transistor für den Motor und einem Drehschalter für die
Sollposition kombiniert und der Kram ist gegessen. Gut, fährt immer nur
in eine Richtung, aber nu.
Wenn die Kiste immer den kürzesten Weg nehmen soll, wäre das vielleicht
mit einem 74885 möglich.
Oder einfach einen Arduino nehmen, das dürfte flexibler sein, einfacher
zu bauen und mit besseren Features.
Gut, muss man ein bissel lernen und programmieren, aber z.B.
Motorsoftstart und -stop via PWM, Tasterflipflops und
Richtungsentscheidung geht in einem "IC".
Im Gatter X1d heist die 2 die Bühne steht auf Gleis 2, die 3 bedeutet,
wenn Gleis 3 angewählt wird ist eine UND-Verknüpfung gegeben und das FF
schaltet den Motor links rum ein bis Gatter X2d erkennt es besteht
Gleichheit, also ausschalten über Reset. Klar, ich muss die richtigen
Eingänge den entsprechenden Gleisen zuordnen, das krieg ich aber hin. Um
das parallel schalten zu umgehen, können da ODER-Gatter helfen? Ich bin
davon ausgegangen das, egal welches Gatter den Impuls gibt (auch mehrere
in die gleiche Drehrichtung), nur ein Startsignal an den 4027
weitergegeben wird.
Den Drehschalter wollte ich ja eben nicht, da kann ich ja den Originalen
verwenden. Ich will durch einen Impuls die ganze Sache in Gang bringen.
Das ein Arduino flexibler ist habe ich schon im Modellbahnforum gelesen,
kenne mich da aber noch weniger aus als mit Logik.
Das sind Gatter, die geben keine Impulse.
Der Ausgang eines Gatters ist so lange H wie die Bedingung (in diesem
Falle UND) wahr ist.
Dumm nur das 1a, 1c, 1d und noch weitere parallel geschaltet sind, d.h.
eins will H, der Rest L, das ergibt einen Kurzschluss, mit Pech mit
anschließendem Defekt, zumindest aber mit nicht-Funktion.
Ja, eine ganze Menge ODER-Gatter könnten zumindest dieses Problem lösen.
Oder eben die oben genannten Digital-Komparatoren, die entweder
"Ungleich" oder auch "Kleiner/Größer" liefern.
Da muss man allerdings für jeden Taster ein Flipflop liefern, mit
"Mutual Exclusive"-Resets, das ist auch ein Chipgrab, so oder so.
Wenigstens den Kram könnte man sich per Drehschalter sparen.
Aber gut wenn es Taster sein sollen geht das auch.
Oder du besorgst dir sog. Radiobuttons, also eine Reihe Schalter wie bei
alten Radios: Wenn du UKW drückst, springen alle anderen raus, es kann
immer nur einer gedrückt sein.
Thomas schrieb:> Das ein Arduino flexibler ist habe ich schon im Modellbahnforum gelesen,> kenne mich da aber noch weniger aus als mit Logik.
Kann man lernen, und der Vorteil ist: wenn die Maschine soweit gebastelt
ist das man per Software den Motor ansteuern kann und die Taster sich
abfragen lassen, ist der Rest eine Frage der Software, die man immer
wieder neu verbessern kann.
Im Modellbahnforum wurde mir zugesichert das das mit den Gattern genau
so funktioniert, angeblich aus Erfahrung, weil der Antwortende es so
seit Jahren im Einsatz hat. Ich habe nur die Motoransteuerung
hinzugefügt. Dort waren es Relais, die ich aber vermeiden wollte. Es war
ein konstruktives hin-und-her-geschreibe. Leider ist der Kontakt dann
abgerissen, absichtlich oder unverschuldet durch z.B. Krankheit, man
weiß es nicht. Nur noch zur Beschaltung des (dort auch verwendeten) 4027
sind wir nicht mehr gekommen. Es geht mir also ausschließlich um dieses
Bauteil. Was muss wie an welchen Pin R, K, Clk, J und S. Wie geschrieben
habe ich mehrere Varianten gefunden und bin mir nicht mehr sicher wie es
für meinen Zweck richtig ist.
Natürlich geben Gatter keinen Impuls, da habe ich mich unglücklich
ausgedrückt. Du hast aber erkannt was ich meinte. Das H wird
durchgereicht bis es am S des 4027 ankommt. Dort wiederum löst es ein H
an In1/In2 aus bis es durch ein H an R(eset) wieder aufgehoben wird. Ich
hatte es so verstanden das H=1 und L=0, also nichts, ist. Wenn H dann
Reaktion, wenn L passiert nichts.
Thomas schrieb:> Im Modellbahnforum wurde mir zugesichert das das mit den Gattern genau> so funktioniert, angeblich aus Erfahrung, weil der Antwortende es so> seit Jahren im Einsatz hat.
Sicher nicht genau so.
Nur eine kurze Erläuterung zum 4027:
Wenn der Takteingang CLK nicht verwendet wird, ist es egal, welche Pegel
(0 oder 1) an CLK, J und K liegen. Hauptsache, sie sind beschaltet.
J und K spielen nur eine Rolle, wenn an CLK Impulse angelegt werden.
Gruß
WIRO
Thomas schrieb:> Im Modellbahnforum wurde mir zugesichert das das mit den Gattern genau> so funktioniert, angeblich aus Erfahrung, weil der Antwortende es so> seit Jahren im Einsatz hat.
Das mag stimmen, aber es gibt eben einfache, unkomplizierte Lösungen
und unnötig komplizierte, die kein Mensch mehr überblicken kann.
Deine Lösung gehört zu den letzteren.
WIRO schrieb:> Wenn der Takteingang CLK nicht verwendet wird, ist es egal, welche Pegel> (0 oder 1) an CLK, J und K liegen. Hauptsache, sie sind beschaltet.
OK, das ist wohl eine Erklärung für die verschiedenen Arten der
Beschaltung.
Danke.
Harald W. schrieb:> Das mag stimmen, aber
Mag es oder mag es nicht, wenn ich raten wollte kaufe ich mir eine
Rätselzeitung. Das geht jetzt nicht persönlich gegen dich. Kompliziert
oder nicht ist eine Sache der Erfahrung, und die habe ich mit Arduino
und Co. eben nicht. Also ist der Lösungsweg für mich der kompliziertere.
Trotzdem Danke
Thomas B. schrieb:> Kompliziert> oder nicht ist eine Sache der Erfahrung, und die habe ich mit Arduino> und Co. eben nicht.
Obige Schaltung hat eigentlich mehr mit "Nichterfahrung"
bei der Entwicklung elektronischer Schaltungen zu tun.
Wenn es um Vergleich zweier Zustände geht, nimmt man dazu
passende Vergleicher-ICs, die weiter oben vorgeschlagen
wurden und die es seit vielen Jahrzehnten gibt. Das hier
speziell µCs vorgeschlagen werden, hat seinen Grund darin,
das dieses Forum nun mal ein Mikrocontrollerforum ist.
Weil es bei der Suche nach 4027 schon Einträge gab, aber für mich
unpassend, wollte ich nochmal nachfragen. Wenn das hier das falsche
Forum ist dann beende ich hiermit meine Hilfesuche. Im Übrigen habe ich
nie behauptet das ich Erfahrungen mit dem Erstellen von Schaltungen
habe. Nur das ich mich mit Arduino gar nicht auskenne. Und was ist so
falsch, wenn 2 Bedingungen Bühnenposition SOLL und IST verknüpft werden?
Danke nochmal, wenn es auch nicht zum Ziel geführt hat.
Gruß Thomas
Hi,
ich würde erst mal eine Wahrheitstabelle zeichnen. Dann die Bausteine
auswählen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Karnaugh-Veitch-Diagramm
Was oben schon gesagt wurde, "Fan out", "Fan in" beachten.
Ausgänge nicht zusammenschalten.
ciao
gustav
Thomas B. schrieb:> Und was ist so falsch, wenn 2 Bedingungen Bühnenposition SOLL und IST> verknüpft werden?Jens M. schrieb:> das ergibt einen Kurzschluss
Was ist daran so schwierig zu verstehen?
Gruss Chregu
Thomas B. schrieb:> Weil es bei der Suche nach 4027 schon Einträge gab, aber für mich> unpassend,
Da Du nur die RS-Funktion des 4027 nutzt, kannst Du auch jedes andere
RS-Flipflop nehmen. Am einfachsten eines aus zwei Gattern.
> Und was ist so falsch, wenn 2 Bedingungen Bühnenposition SOLL und IST> verknüpft werden?
Die Schaltung ist viel zu kompliziert und deshalb unübersichtlich
und fehleranfällig. Alternativen wurden Dir genannt.
Thomas B. schrieb:> Und was ist so> falsch, wenn 2 Bedingungen Bühnenposition SOLL und IST verknüpft werden?
Deine Bühne hat mehrere IST-Positionen.
Harald W. schrieb:> Die Schaltung ist viel zu kompliziert und deshalb unübersichtlich> und fehleranfällig. Alternativen wurden Dir genannt.
Und ziemlich kompliziert zu löten.
Wie viele Positionen sind denn eigentlich geplant?
Dir fehlen da wirklich ein paar Grundlagen. Aber irgendwie hat ja jeder
mal angefangen. Wer weiß, ob ich heute meinen Traumjob machen würde,
wenn nicht ein paar geduldige Menschen mir bei den ersten Schritten
geholfen hätten. Also - besser spät als nie - meine völlig nutzlosen
Bemerkungen zur Fragestellung:
Eingänge von CMOS-Gattern sind extrem hochohmig. Wenn man nichts daran
anschließt, ist der Pegel undefiniert. Du musst alle Eingänge mit z.B. 1
MOhm-Widerständen nach Masse auf einen definierten Pegel legen. Wie WIRO
schon erklärt hat ist der Pegel beim 4027 an Clock, J und K in Deinem
Fall egal, solange er definiert und sich nicht ändert.
Ausgänge parallel zu schalten funktioniert garantiert nicht. Ausgänge
auf L-Pegel sind in den meisten Fällen stärker als solche mit H-Pegel.
Du kannst die Ausgänge mit Oder-Gattern oder Dioden verknüpfen. Bei
Dioden brauchst Du aber an den S/R-Eingängen der JK-Flip-Flops wieder
Widerstände nach Masse (sorry - kann hier im Urlaub schlecht Schaltpläne
zeichnen).
Sinnvoller wäre es aber für Deine Anwendung, einen raspberry pi pico mit
piper make zu programmieren. Kostet fast nix und das Tutorial ist super.
Aber Vorsicht: Die Ein- und Ausgänge sind für 3,3V-Pegel ausgelegt.
Daher wirst Du Pegelwandler brauchen. Für die Eingänge CD4050 (versorgt
mit 3,3V), für die Ausgänge klappt es wahrscheinlich ohne (H-Pegel des
L6202 ist 2V).
Wenn’s fertig ist würde ich gerne mal ein Foto der Anlage sehen.
Eigentlich wollte ich mich hier verabschieden, da ja noch einige
Reaktionen gekommen sin schreib ich halt doch noch was dazu.
Karl B. schrieb:> Ausgänge nicht zusammenschalten.
Dazu hatte ich selbst schon einen Lösungsvorschlag:
Thomas schrieb:> Um das parallel schalten zu umgehen, können da ODER-Gatter helfen?
Der dann auch bestätigt wurde.
Jens M. schrieb:> Ja, eine ganze Menge ODER-Gatter könnten zumindest dieses Problem lösen.
Um es genau zu nehmen sind es 3 IC´s.
Christian M. schrieb:>> das ergibt einen Kurzschluss>> Was ist daran so schwierig zu verstehen?
Das haben wir ja nun inzwischen zur Genüge geklärt.
Nach Jens´s Beitrag mit den ODER-Gattern kommt nun die 2 hilfreiche
Antwort:
WIRO schrieb:> Nur eine kurze Erläuterung zum 4027:> Wenn der Takteingang CLK nicht verwendet wird, ist es egal, welche Pegel> (0 oder 1) an CLK, J und K liegen. Hauptsache, sie sind beschaltet.> J und K spielen nur eine Rolle, wenn an CLK Impulse angelegt werden.STK500-Besitzer schrieb:> Deine Bühne hat mehrere IST-Positionen.
Dabei kann aber immer nur eine zurzeit erreicht sein.
STK500-Besitzer schrieb:> Und ziemlich kompliziert zu löten.>> Wie viele Positionen sind denn eigentlich geplant?
Das löten nehme ich in Kauf, das lass mal meine Sorge sein. Dass es
nicht einfach ist wusste ich von vorne herein. Jeder Taster S1-S5 steht
für die Gleisabgänge 1-5. Also 5 Positionen.
bodensee22 schrieb:> Dir fehlen da wirklich ein paar Grundlagen. Aber irgendwie hat ja jeder> mal angefangen.
Einige scheinbar nicht, die wussten alles schon vor der Geburt. An
Dioden hatte ich auch schon gedacht, werde wohl besser bei den
ODER-Gatern bleiben.
Raspberry pi, Arduino und Co, da sind sie wieder meine 3 Probleme….
Fertig ist die Anlage noch lange nicht, das wird sich wohl noch über
Jahre hinziehen. Die "Platte" mit Gleisen ist fertig und befahrbar. Nur
die Landschaft fehlt noch. Gibt es hier sowas wie PN? Wenn ich deine
Mail-Adressen habe kann ich Bilder schicken.
Gruß Thomas
Thomas B. schrieb:>> Dir fehlen da wirklich ein paar Grundlagen. Aber irgendwie hat ja jeder>> mal angefangen.> Einige scheinbar nicht, die wussten alles schon vor der Geburt.
Ja, aber die meisten "Antworter" hier hatten eine einschlägige
Ausbildung. Und sind nicht so lernresistent wie Du.
> An Dioden hatte ich auch schon gedacht, werde wohl besser bei den> ODER-Gatern bleiben.
Wenn man es richtig macht, gehts auch mit Dioden. Aber dafür braucht
man Grundlagen.
Glücklicherweise geht es bei Dir nur um Spielzeug. Sofern nicht noch
mehr grundlegende Fehler in der Konstruktion Deiner Anlage gemacht
wurden, geht nur eine Spielzeuglok kaputt. Für eine professinelle
Anwendung würde Deine Schaltung gnadenlos durchfallen. Wie bereits
mehrfach erwähnt, gibt es zwischen Deiner Lösung mit kiloweise Gatter
ICs und Computern auch noch bessere Lösungen mit höherintegrierten
Logik-ICs.
Also bevor man schaltungstechnische Einzelheiten diskutiert sehe ich
hier noch Klärungsbedarf beim Lösungsansatz.
Wenn die neue soll-Position durch einen Impuls vorgegeben wird, muss man
sie erstmal speichern, damit die Drehscheibe, solange sie unterwegs ist,
noch weiss, wohin sie eigentlich will; da ist also erstmal eine Reihe
Flipflops nötig, sonst hält die Drehscheibe nie an.
Nosnibor schrieb:> Also bevor man schaltungstechnische Einzelheiten diskutiert sehe ich> hier noch Klärungsbedarf beim Lösungsansatz.>> Wenn die neue soll-Position durch einen Impuls vorgegeben wird, muss man> sie erstmal speichern, damit die Drehscheibe, solange sie unterwegs ist,> noch weiss, wohin sie eigentlich will; da ist also erstmal eine Reihe> Flipflops nötig, sonst hält die Drehscheibe nie an.
Das Konzept der Steuerung des TEs war von Anfang an schlecht. Diese
Schaltung nun noch weiter aufzublähen, macht m.E. wenig Sinn.
Harald W. schrieb:> Das Konzept der Steuerung des TEs war von Anfang an schlecht. Diese> Schaltung nun noch weiter aufzublähen, macht m.E. wenig Sinn.
Es spricht nichts dagegen, die Aufgabe durch einen Gattersalat zu lösen
anstatt per Mikrocontroller. Im Hobby setzt man die Technologie ein,
deren Beherrschung Spaß macht, egal wie veraltet oder ineffizient die
ist.
Aber unabhängig von der konkreten Technik muss man vorher erstmal die
Logik des Problems und der Lösung klären.
Nosnibor schrieb:> Es spricht nichts dagegen, die Aufgabe durch einen Gattersalat zu lösen> anstatt per Mikrocontroller.
Es gibt auch noch "dritte Lösungen"
> Im Hobby setzt man die Technologie ein,> deren Beherrschung Spaß macht, egal wie veraltet oder ineffizient die> ist.
Und bekommt dann irgendwann Probleme, die man mangels Grundlagen-
Wissen nicht mehr selbst lösen kann.
Es ist Sonntag und ich habe mal wieder hier reingeschaut.
Harald W. schrieb:> Ja, aber die meisten "Antworter" hier hatten eine einschlägige> Ausbildung. Und sind nicht so lernresistent wie Du.
Weil ich diese Ausbildung eben nicht habe, habe ich gehofft hier Hilfe
zu bekommen, ist ja auch teilweise gelungen. Übrigens habe ich mir
Literatur bestellt, so lernresistent bin ich also nicht.
> Glücklicherweise geht es bei Dir nur um Spielzeug.
Das hatte ich im Startbeitrag gleich im ersten Satz geschrieben. Schön,
dass du es jetzt auch bemerkt hast.
Nosnibor schrieb:> Wenn die neue soll-Position durch einen Impuls vorgegeben wird, muss man> sie erstmal speichern, damit die Drehscheibe, solange sie unterwegs ist,> noch weiss, wohin sie eigentlich will; da ist also erstmal eine Reihe> Flipflops nötig, sonst hält die Drehscheibe nie an.
Impuls ist wohl wieder mal nicht richtig ausgedrückt. Das war MEINE
Vorstellung, die Sensoren am Wahlschalter (den MEIN SCHREIBEPARTNER vom
Modellbahnforum anfangs vorgesehen hat) geben bei der gewünschten
SOLL-Position aber ein Dauersignal.
Angenommen die Drehscheibe steht auf Gleis 2. Sie soll dann nach Gleis 3
drehen. Sobald der Wahlschalter (Hallsensoren) vom Gleis 2 wegbewegt
wird trifft die Bedingung IST 2 und SOLL 2 nicht mehr zu. Also wird das
Ausschalten des Motors aufgehoben. Wenn dann der Sensor für Gleis 3 mit
dem Wahlschalter erreicht ist erkennt die Steuerung IST 2 und SOLL 3 und
schaltet den Motor "rechts rum" ein. So lange bis der Sensor an der
Drehscheibe erkennt IST 3 und SOLL 3, also wieder ausschalten. Analog
die anderen Gleise.
Harald W. schrieb:> Das Konzept der Steuerung des TEs war von Anfang an schlecht. Diese> Schaltung nun noch weiter aufzublähen, macht m.E. wenig Sinn.
Ich mach trotzdem weiter.
Nosnibor schrieb:> Es spricht nichts dagegen, die Aufgabe durch einen Gattersalat zu lösen> anstatt per Mikrocontroller. Im Hobby setzt man die Technologie ein,> deren Beherrschung Spaß macht, egal wie veraltet oder ineffizient die> ist.
Danke!!
Volker S. schrieb:> Es gibt fertige Steuerungen in großer Vielfalt zu kaufen:> Da Elektronik nicht das Fachgebiet des TE ist, ist sowas fertiges> vielleicht sinnvoller.
Eine fertige Schaltung von einschlägigen Modellbahnherstellern wollte
ich nicht. Auch weil mich der Selbstbau gereizt hat, kaufen kann jeder.
Außerdem entsprachen die größtenteils nicht meinen Vorstellungen. Die
Produkte etwa von mttm oder Staerz schon eher.
> Alternativ kann er seinen nächsten Entwurf hier vorstellen, damit Ihm> jemand erklären kann, was daran nicht funktiniert.
Das wird nicht einfach, Stichwort Urheberrecht. Mein Schreibepartner aus
dem Modellbahnforum hat sich wieder gemeldet, im Grunde war es sein
Entwurf.
STK500-Besitzer schrieb:> Viel Erfolg.> Und stell' bitte Bilder davon hier ein!
Danke.
Die fertige Platine kann ich sicher zeigen, wird aber noch dauern.
bodensee22 schrieb:> Du musst alle Eingänge mit z.B. 1> MOhm-Widerständen nach Masse auf einen definierten Pegel legen.
1M Ohm Widerstände machen in der Nähe von Funkmodulen (WLAN), Motoren
und Spulen oft unerwartete Dinge. Ich empfehle daher maximal 2,2 kΩ.
Stefan ⛄ F. schrieb:> 1M Ohm Widerstände machen in der Nähe von Funkmodulen (WLAN), Motoren> und Spulen oft unerwartete Dinge
Im Grunde sind es nicht die Widerstände, sondern die daran
angeschlossenen CMOS Eingänge ;-)
Mein EMV Spezi sagt: alles über 5 kOhm ist entstörungstechnisch quasi
nicht vorhanden.
Thomas B. schrieb:> Die fertige Platine kann ich sicher zeigen, wird aber noch dauern.
Das ist mir klar.
Was verwendest du als Drehscheibe? Welche Spurweite?
meine sonntägliche Antwort musste mal bis Montag warten, aber sie kommt.
Lothar M. schrieb:> Mein EMV Spezi sagt: alles über 5 kOhm ist entstörungstechnisch quasi> nicht vorhanden.
Ich als Laie habe zwar von EMV gehört, aber natürlich nicht gedacht das
das bei einer Modellbahn wichtig ist. Das 1MOhm genommen werden sollen
hatte ich schon öfters gelesen.
STK500-Besitzer schrieb:> Was verwendest du als Drehscheibe? Welche Spurweite?
Ich habe mir die 9152 von Fleischmann in Spur N gebraucht besorgt.
Theoretisch sollte das funktionieren wie ich es mir gedacht habe. Mal
sehen.
Diese Woche bin ich zu Garnichts gekommen, nächste wahrscheinlich auch
nicht. Ich bleibe dran. Bei erwähnenswerten Fortschritten melde ich mich
hier wieder.
Thomas B. schrieb:> Ich als Laie habe zwar von EMV gehört, aber natürlich nicht gedacht das> das bei einer Modellbahn wichtig ist. Das 1MOhm genommen werden sollen> hatte ich schon öfters gelesen.
Lothar hat aber Recht. Jede Leitung ist auch eine Antenne, die sowohl
sendet als auch empfängt. Jeder Schaltvorgang erzeugt Radiowellen, ganz
besonders stark bei allem was Spulen enthält. Ein laufender DC Motor
erzeugt jede Sekunde tausende Impulse, die als Radiowellen abgestrahlt
werden.
Je geringer die abschließende Widerstandswert am Ende einer Leitung
(=Antenne) ist, umso geringer die Stör-Spannung die sie empfängt. Radio
und Fernsehantennen werden mit 75Ω abgeschlossen. Vergleiche das mal mit
1MΩ.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Je geringer die abschließende Widerstandswert am Ende einer Leitung> (=Antenne) ist, umso geringer die Stör-Spannung die sie empfängt. Radio> und Fernsehantennen werden mit 75Ω abgeschlossen. Vergleiche das mal mit> 1MΩ.
Die 75Ω dienen aber zur Anpassung an den Wellenwiderstand der
Antennenleitung.
Und das Argument "Je geringer der ... Widerstandswert ... umso geringer
die Stör-Spannung die sie empfängt" passt nicht ganz: Das gilt nicht nur
für die Störspannungen, sondern auch für die Nutzspannung: Man will das
Nutzsignal doch bestimmt nicht möglichst gering halten!
D.h.: so einfach ist das Ganze dann doch nicht, allerdings 1MΩ ist
bestimmt nicht so gut...
Dietrich L. schrieb:> Die 75Ω dienen aber zur Anpassung an den Wellenwiderstand der> Antennenleitung.
Ja sicher. Ich wollte nur verdeutlichen, in welcher Größenordnung
Antennen normalerweise belastet werden, damit klar wird warum Lothar
schrieb:
Lothar M. schrieb:> alles über 5 kOhm ist entstörungstechnisch quasi nicht vorhanden.
Jens M. schrieb:> Evtl. solltest du den ganzen Mist tauschen, 74688 z.B. kann das für 8> bit. Dabei kommt dann ein "Ungleich!"-Signal raus, das mit einem> einfachen Transistor für den Motor und einem Drehschalter für die> Sollposition kombiniert und der Kram ist gegessen. Gut, fährt immer nur> in eine Richtung, aber nu.>> Wenn die Kiste immer den kürzesten Weg nehmen soll, wäre das vielleicht> mit einem 74885 möglich.
Statt dieser beiden IC geht es auch mit einem 4063, der liefert >,< und
=
für 4Bit. Dazu braucht man noch 2 40147 Dezimal zu Binär Dekoder und
evtl. den Speicher für die Tasten.