Kleinster möglicher Transistor?

Gast #7122394
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Hi,

was ist der kleinste, theoretisch mögliche (und praktisch irgendwann 
erreichbare) Transistor in einem Chip?

Vor ein paar Jahren waren noch 14 nm der Standard, mittlerweile sind es 
5 nm und es geht auf 3-4 nm zu. Einfach beeindruckend wie schnell es 
vorangeht... doch wie lange und wie weit kann das noch gehen?

Ich habe zwar was von Einzelatom-Transistoren gehört, aber sowas in ein 
Handy oder Computer zu bauen scheint erstmal unmöglich zu sein. Daher 
die Frage: Wie sähe der kleinste mögliche Transistor auf Halbleiterbasis 
aus?

Was denkt ihr wird noch möglich sein? Wie stellt ihr euch die Zukunft in 
der Richtung vor?

Welche Vorteile bringt das ganze?

Und wie hängt das mit Moores Law zusammen?
Gast #7122396
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Moore schrieb:
> Wie sähe der kleinste mögliche Transistor auf Halbleiterbasis
> aus?

Verdammt klein.

> Was denkt ihr wird noch möglich sein?

Viel.

> Wie stellt ihr euch die Zukunft in der Richtung vor?

Geil.

> Welche Vorteile bringt das ganze?

Noch mehr Rechenleistung.
Gast #7122421
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Moore schrieb:
> Und wie hängt das mit Moores Law zusammen?

Moores Law ist ein empirisches Modell für die Entwicklung der Größe von 
Halbleiterstrukturen. Eine Extrapolation in die Zukunft kann 
funktionieren, muss aber nicht.
Ein Gesetz, wie die 1:1 Übersetzung suggeriert, ist es schon allemal 
nicht.
#7122433
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Wolfgang schrieb:
> Moores Law ist ein empirisches Modell für die Entwicklung der Größe von
> Halbleiterstrukturen.

Nicht ganz: "..., who in 1965 posited a doubling every year in the 
number of components per integrated circuit, ...". Es ist aber nicht nur 
die Integrationsdichte gewachsen, sondern auch die Chipfläche, und die 
steckt in der Kurve mit drin.
Gast #7122440
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Definiere Transistor!

wenn man einen Schalttransistor flach kloppt, heiisst das loch lange 
nicht, das man auch einen NF-Verstärker Transistor so mickrig züchten 
kann ohne das er schon bei der kleinsten ESD verglüht.


> Vor ein paar Jahren waren noch 14 nm der Standard, mittlerweile sind es
> 5 nm und es geht auf 3-4 nm zu.
Nein die Tranistoren sind nicht 3 nm groß, du erzählst Stuss und hast 
keinerlei Ahnung. Die Strukturbreite beschreibt nicht die Gesamtgröße 
des Transistors sondern lediglich den Abstand zwei elektroden.


@Mods: thread sollte wegen irriger Annahmen des TO sofort gelöscht 
werden. Damit wird nur unwissemnschaftlicher Dünnschiss verbreitet.
Beitrag #7122449 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7122462
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Hansimglück schrieb:
>> Welche Vorteile bringt das ganze?
>
> Noch mehr Rechenleistung.

Die Vorteile in der heutigen IT-Infrastruktur gründet aber weniger in 
der schieren Anzahl von 'transfer resitoren' als in der Verbreitung 
leistungsfähiger Übertragungstechnik.

Die Unterhaltungsdaddeltechnik wäre immer noch auf dem Niveau von "Duke 
Nukem" wäre nicht die Diskette durch das mobilfunkbasierte Internet 
abgelöst worden. Also sollte man eher moderne Antennentechniken ins 
Rampenlicht heben, statt den schnöden Transistor.

Achja, mit den Bleiakkus von damals wäre bei den Handianern heutzutage 
auch kein 👍 zu gewinnen.
#7122652
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Es ist schon jetzt so, das man zu allerlei "Handständen" greifen muß, um 
7 oder 5 nm zu realisieren. Reichte früher Wolfram und Aluminium für die 
Metal Layer und Sikliziumoxid für die Isolation, greift man z.B. zu 
Hafniumoxid als Hi-K Dielektrika. Oder man wählt die Materialien gezielt 
so aus, das die Strukturgrößen auf ganzzahlige Atome in der Breite 
kommt. Mit 3D Strukturen kann man Moore ebenfalls ein Schnippchen 
schlagen, indem man nicht nur die Fläche, sondern das Volumen besser 
ausnutzt, indem man mehr als die sonst üblichen 4-6 Lagen nutzt, oder 
Chips dünnschleift, bzw. neuerdings per Laserimpuls und flüssigem 
Stickstoff teilt und die dünnen Chips dann stapelt.
Das Entwicklungstempo wird sich vielleicht etwas verlangsamen, aber da 
geht sicherlich noch was :-)
Gast #7122677
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> Es ist schon jetzt so, das man zu allerlei "Handständen" greifen muß, um
7 oder 5 nm zu realisieren.

Eben. Diese Handstände führen auch zu Monstermaschinen zu Monsterpreisen 
(150Mio €): 
https://www.heise.de/meinung/Bit-Rauschen-der-Prozessor-Podcast-Riesenmaschine-fuer-die-EUV-Lithografie-6533243.html

Dabei sind die 'Brot-und Butter-Transistoren' die in Alltagselektronik 
wie Monitore, Mikrocontroller und Mobilfunkchips stecken deutlich größer 
(350 - 55 nm, siehe Anhang aus 
https://www.heise.de/news/Der-Anfang-vom-Chipmangel-Ende-Hersteller-streichen-massenhaft-Bestellungen-7165116.html).

Wäre nicht das erste Mal, das sich eine überfeinerte Technik als teure 
Sackgasse erweist (wie seinerzeit Cray mit GaAs - 
https://www.bernd-leitenberger.de/blog/2013/11/09/in-memoriam-der-erste-supercomputer/)
Angehängte Dateien:
Beitrag #7122689 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7122691
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Wühlhase schrieb im Beitrag #7122689:
> Think! Not manipulate! schrieb:
>> @Mods: thread sollte wegen irriger Annahmen des TO sofort gelöscht
>> werden. Damit wird nur unwissemnschaftlicher Dünnschiss verbreitet.
>
> Meine Fresse, was glaubst du kleiner Scheisser

Danke, gleichfalls.
#7122860
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Pr. Schnauzbart schrieb:
> "Ein Transistor ist nur dann ein Transistor wenn man ihn mit den
> Fingern
> anfassen kann und mindestens drei Anschlußdrähte zum Anlöten hat. Alles
> andere ist unecht und Scharlatanerie".

Die Transistoren im nm Bereich kannst du auch anfassen wenn du sie 
irgendwie unbeschadet da rausschneiden kannst, du wirst nur nicht viel 
spüren beim "Anfassen".
Und die haben teilweise sogar mehr als 3 "Anschlüsse"!
#7122895
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DPA schrieb:
> 7nm... In der grössenordnung sind das doch geschönte Zahlen fürs
> marketing.

Ist eigentlich schon länger so, daß diese Angaben nicht mehr unbedingt 
die echten Strukturbreiten sind (wobei es ohnehin noch eine 
Definitionssache ist, was man hier als Struktur betrachtet), sondern 
eher eine Art Generations-Nummerierung darstellt. Nennt sich daher 
eigentlich auch nicht mehr Strukturbreite, sondern Technologieknoten -> 
https://de.wikipedia.org/wiki/Technologieknoten
Gast #7123020
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Jens G. schrieb:
> DPA schrieb:
>> 7nm... In der grössenordnung sind das doch geschönte Zahlen fürs
>> marketing.
>

> eigentlich auch nicht mehr Strukturbreite, sondern Technologieknoten ->

Wobei die Wikipedia-Definition auch ne Unmenge Schönfärbebegriffe aus 
dem Halbleitermarketing enthält.
"Meilenstein, Herstellergeneration" klingt gewaltig ist aber in der 
Wirkung eher gering. Sieht man beispielsweise daran, das viele auf 
'mächtig machende' Industrienation wie die Russerei seit Ewigkeiten in 
der Mikroelektronik mehrere 'Fertigungs-Generationen' hinterhinken. 
"Verkleinerung der Schalt-transistoren" ist bestenfalls ein Element in 
der Elektronikentwicklung. Wie bereits gezeigt schreitet der technische 
Fortschritt heute eher wegen andere Entwicklungen (Vernetzung, System on 
a chip, hochenergetische Akkus) voran.
https://www.trendforce.com/presscenter/chart/20210916-34.html# (Anhang)

Je kleiner ein Transistor ist, desto unbrauchbarer wird er. Er taugt 
nicht mehr als Analogverstärker, er kann nur noch mit Spannungen 
unterhalb 1.0V betrieben werden, Leckströme lassen die wenigenen 
gespeicherten ladungen innerhalb v. wenigen sekunden wegfließen, Kosten 
für die Lithography steigen ins Unbezahlbare...

Schon deshalb wird der Trend in der Elektrotechnik von den 'richtigen' 
(Leistungs-)transistooren bestimmt (Antriebstechnik,PV-Anlagen) und auch 
in der Informationstechnik dominieren die 'Brot- und Butter Prozessoren' 
und nicht die überzüchteten Graphicprozessoren für pathologische 
Dauer-Gamer wie dieser: 
https://www.eurogamer.de/cosplay-legende-the-south-park-guy-stirbt-an-corona-wow-community-trauert
Angehängte Dateien:
Gast #7123028
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Andre G. schrieb:
> Und die haben teilweise sogar mehr als 3 "Anschlüsse"!

Das ist ne Fangfrage, in der Halbleiterei haben die Transistoren vier 
"Anschlüße", da kommt 'Bulk' hinzu.

Beitrag "MOSFET Basics"

Ob die Multi-emittertransistoren aus den70ern noch eine Rolle spielen 
ist zu bezweifelen. Anders bei den Mehrfach-Gates FET: 
https://www.itwissen.info/multiple-gate-field-effect-transistor-MuGFET.html
Gast #7123037
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Think! Not manipulate! schrieb:
> Tranistoren sind nicht 3 nm groß,

Tranistoren sind das sicherlich nicht.

> du erzählst Stuss

Der Satz ist daher richtig, wenn Du den Dir vor dem Spiegel vorliest, 
oder modern die Frontkamera des Smartphones als Speigelersatz 
verwendest.

Die 3nm sind die pn-, bzw. np-Zone des Transistors auf dem Wafer.

Übrigens fehlen die kleinen leistungsschwachen Transistoren als 
diskretes Bauteil für effiziente sparsame Schaltungen. Mir fehlt da der 
Transistor mit einer maximalen Strombelastbarkeit von 5mA und 
Verstärkung ab 1000. Der Transistor könnte mit Tricks sogar dazu 
gebracht werden, auch mit niedrigeren BE-Schwellen als 0,7V zu 
funktionieren.
Gast #7123039
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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Think! Not manipulate! schrieb:
>> wenn man einen Schalttransistor flach kloppt
>
> zeigt man nur,
> dass man die physikalischen Eigenschaften von Silizium nicht kennt

Nunja, die Sprachwahl in einem forumsbeitrag zeigt weniger das 
Technische Verständnis des Autors als die Erwartung desselben an das 
Begriffsvermögen der Leserschaft.

Bei dem niedrigen-Niveau das der TO mit seinem Eröffnungpost an den Tag 
lehnt, ist es schon angebracht eine unpräzise Ausdrucksweise wie 'flach 
kloppen' zu verwenden, auch wenn hier Umformschritte wie walzen oder 
hämmern nicht angewandt werden.
Es liegt an dem Leser selbst, ob er sich anhand der gezeigten Links zu 
Lithography schlau macht, wie das Si hier bearbeitet wird.
#7123133
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Dieter schrieb:
> Übrigens fehlen die kleinen leistungsschwachen Transistoren als
> diskretes Bauteil für effiziente sparsame Schaltungen.

Yep, an diese Grenze bin ich auch schon etliche Male gestoßen. Keine 
Ahnung, warum sich kein Hersteller erbarmt, mal einen Transistor mit 
z.B. 1mA Nennstrom in ein Gehäuse zu packen. Stattdessen findet man 1000 
Standardtypen, die alle nur fast dasselbe können.
Die Lage hat sich ja etwas entspannt, seit es kleine GAN-Mosfets gibt. 
Allerdings ist das eine sauteure Alternative. Vor allem mit Blick auf 
15ct-ICs, in denen hunderte der Transistoren sitzen, die man eigentlich 
nur bräuchte.
Bei Z-Dioden sieht es ähnlich aus. Gerade bei kleinen Spannungen haben 
die ja größere Leckströme, man muss sie also mit z.B. 30mA oder mehr 
bestromen, um auf ihre Nennspannung zu kommen. In effizienten 
Schaltungen will man aber eher 50µA. Warum gibt´s da jetzt keine, die 
sowieso nur 0,5mA tragen kann, die würde man doch viel besser 
auslasten?! Hier wird man gezwungen, teure µA-Bandgaps zu nutzen, die 
obendrein noch in unförmigen Gehäusen sitzen.
Kurz gesagt kommt man oft an Bauteil-Grenzen, die es technisch 
eigentlich nicht geben sollte. Stattdessen muss man sich durch einen 
unvorstellbaren Berg an Standard-Müll kämpfen.
Gast #7123167
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Dieter schrieb:
> Die 3nm sind die pn-, bzw. np-Zone des Transistors auf dem Wafer.
> Übrigens fehlen die kleinen leistungsschwachen Transistoren als
> diskretes Bauteil für effiziente sparsame Schaltungen. Mir fehlt da der
> Transistor mit einer maximalen Strombelastbarkeit von 5mA und
> Verstärkung ab 1000. Der Transistor könnte mit Tricks sogar dazu
> gebracht werden, auch mit niedrigeren BE-Schwellen als 0,7V zu
> funktionieren.

Mir fehlt jemand, der nicht hoch integrierte Mosfets mit diskreten 
bipolar Transistoren verwürfelt.

Magst du mir mal die Tricks um Vbe,on zu drücken verraten?

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