Forum: PC Hard- und Software Samsung SSD 860 Pro 512 GB: Produktion eingestellt?


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von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Guten Morgen,

in meinem meistgebrauchten privatem Notebook werkelt eine Samsung SSD 
vom Typ 860 Pro mit 512 GB. Es ist diese SSD, nachdem mich ein 
Heise-Artikel vor einigen Jahren mit diversen SSD's beeindruckt hat:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/SSD-Langzeittest-beendet-Exitus-bei-9-1-Petabyte-3755009.html

Die getestete Samsung SSD war der Vorgängertyp 850 Pro mit 256 GB, sie 
stach im Test deutlich hervor.

Die 860 Pro mit 512 GB kostete vor rund einem halben Jahr knapp über 
100,00 Euro. Das Notebook damit auszustatten, fand ich angesichts der 
signifikant und beeindruckend höheren Lebenserwartung nicht overdressed. 
Es war - soweit für mich ersichtlich - die einzige noch erhältliche SSD 
mit MLC-Speicher (von teureren Spezial-Speichern anderer Hersteller mal 
abgesehen).

Die 860 Pro habe ich deshalb einem Freund empfohlen, der mich nach 
meiner SSD fragte. Aber ach Du Schreck, idealo listet sie zur Zeit gar 
nicht. Kein einziger Anbieter aus Deutschland.

https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/5978159_-860-pro-512gb-samsung.html

Unter den ausländischen Anbietern steht dort ein österreichscher Händler 
für 100,90 Euro. Aber von wegen! Wenn ich den Shop aufrufe, soll sie 
343,90 Euro (+ 12,50 Euro Versand) kosten. Versandkosten aus Österreich 
wären okay, aber 343,90 Euro für eine 512 GB SSD sind definitiv zu viel.

Was ist da los? Wird dieses Modell nicht mehr hergestellt?

Einzig die 4TB-Variante scheint problemlos lieferbar:

https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/6186705_-860-pro-4tb-samsung.html

Die Links von idealo sind von soeben, 13.07. 6.50 h. Wäre schade, wenn 
es die kleineren Samsung SSD's mit MLC-Speicher nicht mehr gäbe.

von (prx) A. K. (prx)


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Rainer Z. schrieb:
> Wäre schade, wenn es die kleineren Samsung SSD's mit MLC-Speicher nicht
> mehr gäbe.

Nicht erstaunlich. Ersetzt durch TLC und QLC.

von DerEgon (Gast)


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Da diese SSD mittlerweile vier Jahre alt ist, ist es nicht weiter 
verwunderlich, daß die nicht mehr produziert wird.

(prx) A. K. schrieb:
> Ersetzt durch TLC und QLC.

TLC geht ja noch, aber QLC ist wirklich nur für Consumer-SSDs mit 
geringer Nutzung geeignet.

von (prx) A. K. (prx)


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DerEgon schrieb:
> QLC ist wirklich nur für Consumer-SSDs mit geringer Nutzung geeignet.

Für Systemdisks von Allerwelts-PCs reicht es.

von Norbert (Gast)


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DerEgon schrieb:
> TLC geht ja noch, aber QLC ist wirklich nur für Consumer-SSDs mit
> geringer Nutzung geeignet.

Mit geringer Nutzung, ja das stimmt.
Z.B. die Samsung 870 QVO 1TB, die liest gerade mal mit 560MB/s über SATA 
III. Und schreibt viele zehn GB kontinuierlich mit 540MB/s. Dann 
drosselt sie, obwohl man so etwas doch jeden Tag braucht.
Und sie kann auch nur knapp drei Petabyte schreiben (TBW)
Das Ding ist schon zwei Jahrzehnte nach Anschaffung kaputt…
(Bei ~400GB pro Tag) ;-)

von Karl (Gast)


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Norbert schrieb:
> DerEgon schrieb:
>> TLC geht ja noch, aber QLC ist wirklich nur für Consumer-SSDs mit
>> geringer Nutzung geeignet.
>
> Mit geringer Nutzung, ja das stimmt.
> Z.B. die Samsung 870 QVO 1TB, die liest gerade mal mit 560MB/s über SATA
> III. Und schreibt viele zehn GB kontinuierlich mit 540MB/s. Dann
> drosselt sie, obwohl man so etwas doch jeden Tag braucht.
> Und sie kann auch nur knapp drei Petabyte schreiben (TBW)
> Das Ding ist schon zwei Jahrzehnte nach Anschaffung kaputt…
> (Bei ~400GB pro Tag) ;-)

Entsprechend dem Altersschnitt hier sind Röhren SSDs ein zeitgemäßer 
Ansatz. Der Thread ist typisch für dieses Forum.

von Udo S. (urschmitt)


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Karl schrieb:
> Der Thread ist typisch für dieses Forum.

Eher deine Meckeraussage ohne jegliche technische Info.
Zwingt dich keiner hier rumzuhängen. Kannst auf ein RTL Program schalten 
oder dir "Bauer sucht Kuh" reinziehen wenn das eher deinem Horizont 
entspricht.

von DerEgon (Gast)


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Norbert schrieb:
> Mit geringer Nutzung, ja das stimmt.
> Z.B. die Samsung 870 QVO 1TB, die liest gerade mal mit 560MB/s über SATA
> III. Und schreibt viele zehn GB kontinuierlich mit 540MB/s.

Wenn man so ein langsames Nadelöhr wie SATA davorschaltet, dann fallen 
einem die Beschränkungen von QLC nicht auf.

Wobei das, was Du da beschreibst, auch 'ne anständige SSD von Samsung 
ist -- sieh Dir mal an, wie sich andere QLC-SSDs verhalten. Die drosseln 
beim Schreiben teilweise deutlich unter Festplattengeschwindigkeit.

von Frank K. (fchk)


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Rainer Z. schrieb:

> Was ist da los? Wird dieses Modell nicht mehr hergestellt?

Ersetzt durch die 870'er.

fchk

von Karl (Gast)


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Udo S. schrieb:
> Kannst auf ein RTL Program schalten
> oder dir "Bauer sucht Kuh" reinziehen wenn das eher deinem Horizont
> entspricht.

Nein, dass überfordert mich. Hier ist es besser, das fordert mein Hirn 
nicht so.

von (prx) A. K. (prx)


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DerEgon schrieb:
> Die drosseln
> beim Schreiben teilweise deutlich unter Festplattengeschwindigkeit.

Aber erst, wenn der SLC-Cache voll ist, und der ist mindestens einige GB 
gross. Weshalb es von der Rechnernutzung abhängt, wieviel Einfluss das 
hat. Bei Videoverarbeitung ist das ein Problem, ebenso wenn man 
Disk-Images zieht. Bei Allerwelts-PC-Einsatz eher nicht.

Beitrag #7125412 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Norbert (Gast)


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DerEgon schrieb:
> Wenn man so ein langsames Nadelöhr wie SATA davorschaltet…

Bitte nicht übel nehmen, aber bei so etwas muss ich dann doch immer mal 
schmunzeln. ;-)

von Udo S. (urschmitt)


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(prx) A. K. schrieb:
> Nicht erstaunlich. Ersetzt durch TLC und QLC.

Was kann man denn als Nachfolger für eine Samsung 860pro empfehlen?
Irgendwie hatte ich in den letzten 2-3 Jahren keinen Blick mehr auf SSDs 
und Flash Speichertechnologien.
Ist das jetzt die 980Pro Baureihe?
Schnittstelle für neue Rechner dürfte inzwischen eher m.2 und NVME sein.
Was für eine Platte bietet sich als sehr zuverlässige an wenn ich noch 
eine SATA Schnittstelle brauche?

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Frank K. schrieb:
> Ersetzt durch die 870'er.

Die gibt's schon lange, aber nicht als "Pro"-Version. 870 EVO mit 
TLC-Speicher.

von DerEgon (Gast)


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Norbert schrieb:
> Bitte nicht übel nehmen, aber bei so etwas muss ich dann doch immer mal
> schmunzeln.

Bessere NVMe-SSDs liefern Transferraten von mehreren GByte/sec. Die 
braucht man für den normalen Desktop-PC mit Browser, Office und 
Arduino-Umgebung zwar wirklich nicht, aber es gibt Anwendungen, wo man 
sowas haben will. Beispielsweise in einem Virtualisierungsserver mit 
mehreren VMs, die gleichzeitig auf der SSD herumrödeln.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Udo, Deine Fragen sind nun exakt meine Fragen, wenn es die 860 Pro nicht 
mehr geben sollte, besonders die nach einer sehr zuverlässigen 
Alternative.

Udo S. schrieb:
> Ist das jetzt die 980Pro Baureihe?

Ist leider TLC-Speicher. Quelle z.B. hier:
https://www.hardwareluxx.de/index.php/artikel/hardware/storage/54186-samsung-ssd-980-pro-im-test-mehr-evo-als-pro.html

von Udo S. (urschmitt)


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Rainer Z. schrieb:
> Deine Fragen sind nun exakt meine Fragen, wenn es die 860 Pro nicht
> mehr geben sollte, besonders die nach einer sehr zuverlässigen
> Alternative.

Ja, ich hatte mir durch deine Frage mal angeschaut was es jetzt so gibt 
und war verwundert nicht mehr die klassische Trennung EVO - PRO zu 
finden. ALso hab ich das nochmal als Frage formuliert.
Was nimmt man da jetzt wenn man gerne 10-20% mehr Geld in die Hand 
nehmen möchte um eine sehr zuverlässige und leistungsfähige Platte für 
einen Arbeitsplatzrechner oder auch besseren Notebook zu bekommen. Also 
nicht für Serveranwendung.

von Norbert (Gast)


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DerEgon schrieb:
> Bessere NVMe-SSDs liefern Transferraten von mehreren GByte/sec.
> … aber es gibt Anwendungen, wo man sowas haben will.
> Beispielsweise in einem Virtualisierungsserver mit
> mehreren VMs, die gleichzeitig auf der SSD herumrödeln.

Ja, sicherlich. Aber eher selten auf 'nem Notebook wie im Eingangspost 
beschrieben.

von Onkel Hotte (Gast)


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Wenn es denn unbedingt MLC sein muss:

https://geizhals.de/?cat=hdssd&xf=16325_2&sort=p#productlist

Genauer filtern darfst du selbst.


TLC ist aber, anders als QLC, aus technischer Sicht kein 
Ausschlusskriterium. Achte auf hinreichend DRAM-Cache, dann wird alles 
gut.

von (prx) A. K. (prx)


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Norbert schrieb:
> Ja, sicherlich. Aber eher selten auf 'nem Notebook wie im Eingangspost
> beschrieben.

Auch wenn mein Notebook nicht wirklich ein Virtualisierungsserver ist: 
VM-Images sind ein paar drauf, und die werden ab und zu gesichert. 
VM-Images sind aber i.A. zu gross, um in den SLC-Cache von TLC/QLC-SSDs 
zu passen. Bei der dabei relevanten dauerhaften Schreibleistung kann der 
Unterschied zwischen verschiedenen externen SSDs extrem gross sein. 
Manche werden dabei mit deutlich unter 100 MB/s langsamer als externe 
HDDs. Andere liegen dabei jenseits des 5 Gb/s Limits von USB 3.0.

Im Betrieb des Notebook, mit oder ohne laufenden VMs, ist dieser Effekt 
kaum relevant. Weshalb mir darin eine 970 EVO Plus mit PCIe 3 
ausreichte, obwohl die Kiste PCIe 4 kann. Der Flaschenhals ist der 
externe Speicher beim Backup der Images, nicht der interne.

: Bearbeitet durch User
von Norbert (Gast)


Angehängte Dateien:

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(prx) A. K. schrieb:

> VM-Images sind aber i.A. zu gross, um in den SLC-Cache von TLC/QLC-SSDs
> zu passen. Bei der dabei relevanten dauerhaften Schreibleistung kann der
> Unterschied zwischen verschiedenen externen SSDs extrem gross sein.
> Manche werden dabei mit deutlich unter 100 MB/s langsamer als externe
> HDDs.

Interessant. Habe hier noch eine 850EVO im Einsatz die ich diese Woche 
auf eine weitere 850EVO klonen werde.
Mal sehen wie die Transferraten über die Zeit aussehen. (Beide 
Anschlüsse SATA III)

von Onkel Hotte (Gast)


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Norbert schrieb:
> 850EVO

8 Kanal-Controller, 512MB DRAM-Cache.

> Mal sehen wie die Transferraten über die Zeit aussehen.

Deutlich besser als bei schrottigem SCL-Cache ohne DRAM.

von (prx) A. K. (prx)


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Onkel Hotte schrieb:
> Deutlich besser als bei schrottigem SCL-Cache ohne DRAM.

Wobei DRAM bei sequentiellem Transfer wie meinen Images nicht allzu sehr 
ins Gewicht fallen sollte.

Bei NVMe SSDs ist das nochmal anders als bei SATA SSDs, da die NVMs ohne 
DRAM ersatzweise etwas vom RAM des Rechners klauen, in dem sie stecken. 
Bei NVMe (=PCIe) ist das möglich. bei SATA nicht.

von Onkel Hotte (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wobei DRAM bei sequentiellem Transfer wie meinen Images nicht allzu sehr
> ins Gewicht fallen sollte.

Wenn man "Cache" zu wörtlich nimmt nicht, das stimmt. Allerdings halten 
die meisten "besseren" SSDs auch sämtliche Verwaltungsinformationen und 
die Garbage Collection im Cache. Das macht den Unterschied.

von Udo S. (urschmitt)


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@A. K., Norbert und Onkel Hotte:

Habt ihr Empfehlungen zu meiner (und Rainers) Frage bzgl. Nachfolger von 
860Pro:

Udo S. schrieb:
> Was nimmt man da jetzt wenn man gerne 10-20% mehr Geld in die Hand
> nehmen möchte um eine sehr zuverlässige und leistungsfähige Platte für
> einen Arbeitsplatzrechner oder auch besseren Notebook zu bekommen.

von (prx) A. K. (prx)


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Onkel Hotte schrieb:
> Wenn man "Cache" zu wörtlich nimmt nicht, das stimmt. Allerdings halten
> die meisten "besseren" SSDs auch sämtliche Verwaltungsinformationen und
> die Garbage Collection im Cache. Das macht den Unterschied.

Ja, aber das ist bei Random Access kleinerer Daten relevanter.

von DerEgon (Gast)


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Für Arbeitsplatzrechner auch bei intensiver Nutzung ist eine TLC-SSD 
vollkommen ausreichend und auch langzeitstabil genug. Nimm halt eine von 
einem vernünftigen Hersteller (einem, der die verwendeten 
Flash-Bausteine selbst produziert) und nicht einem der Billigheimer mit 
Phantasienamen.

Schon die EVO-Reihe von Samsung ist vollkommen ausreichend. QVO würde 
ich wegen QLC links liegen lassen, und der Preisvorteil ist 
überschaubar.

Nimm lieber eine größere SSD, dann ist für das "wear leveling" mehr 
Masse verfügbar und die TBW (terabytes written) steigen, und damit die 
Lebensdauer.

Solange nicht jemand ständig Videoschnitt damit betreibt oder irgendwas 
anderes mit extrem hoher Schreiblast betreibt (Datenbankserver, der 
permanent mit neuen Datensätzen vollgemüllt wird, 
Virtualisierungsserver, der sowas gleich mehrfach macht), wird eine 
stinknormale SSD der EVO-Reihe nicht aussteigen. So viele Daten 
produziert man nicht, auch wenn man mehrfach täglich den Linuxkernel 
übersetzen will.

Alternativen zu Samsung sind Intel, Crucial und auch WD/Sandisk, die 
Finger würde ich von Transcend, Intenso, Adata etc. lassen.

von E34 L. (nostalgiker)


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DerEgon schrieb:
> Schon die EVO-Reihe von Samsung ist vollkommen ausreichend. QVO würde
> ich wegen QLC links liegen lassen, und der Preisvorteil ist
> überschaubar.
>
> Nimm lieber eine größere SSD, dann ist für das "wear leveling" mehr
> Masse verfügbar und die TBW (terabytes written) steigen, und damit die
> Lebensdauer.

Gut geschrieben!

Wobei ich sagen muss, für meinen Alltags-PC (von dem ich ohnehin 
regelmäßig ein Backup mache) reicht auch QLC. Viel Platz für wenig(er) 
Geld. Und da die eh am SATA Port hängt (MB kann noch kein M.2.) ist sie 
auch schnell genug. Wobei- wie Egon schrieb- ich 1TB habe aber nur 300GB 
nutze. So ist genug Reserve für "bad blocks". Also alles halb so wild ;)

Beitrag #7125595 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7125598 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Oliver S. (oliverso)


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Udo S. schrieb:
> Habt ihr Empfehlungen zu meiner (und Rainers) Frage bzgl. Nachfolger von
> 860Pro:

Ist doch ganz einfach: 980pro

Da sich die Welt inzwischen weiter gedreht hat, gibt es die halt nur mit 
aktueller Schnittstelle.

Oliver

von Onkel Hotte (Gast)


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Udo S. schrieb:
> Habt ihr Empfehlungen zu meiner (und Rainers) Frage bzgl. Nachfolger von
> 860Pro:

https://geizhals.de/?cat=hdssd&xf=1035_Crucial~1035_Intel~1035_Samsung~1035_SanDisk~16325_2~16325_3~252_480~4643_DRAM-Cache~4832_1#productlist

ABER: Finger weg von den alten Crucial BX! Die MX ist gut abgehangen und 
zuverlässig.

DerEgon schrieb:
> WD

Fällt raus, weil die zu oft bzgl. Cache "mogeln", d.h. undokumentierte 
Änderungen innerhalb einer Bauhreihe vornehmen.

DerEgon schrieb:
> Transcend

Einer der wenigen Anbieter, die auch noch professionell/industry-Grade 
produzieren. Für Endkunden i.d.R. aber nicht zu bekommen.

von Onkel Hotte (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Ja, aber das ist bei Random Access kleinerer Daten relevanter.

Nicht nur, probiers aus.

von Onkel Hotte (Gast)


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Onkel Hotte schrieb:
> ABER: Finger weg von den alten Crucial BX!

...und den MX300.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Onkel Hotte schrieb:
> Wenn es denn unbedingt MLC sein muss:
> https://geizhals.de/?cat=hdssd&xf=16325_2&sort=p#productlist

Danke Dir. Dein Link hat meine eigenen Recherchen bestätigt. SSD's mit 
MLC sind inzwischen teuer. Die interessante SanDisk SSD Plus 480GB hat 
inzwischen offenbar ebenfalls TLC, bei gleicher Produktbezeichnung, 
nachdem sie ursprünglich MLC enthielt:

https://www.computerbase.de/2019-12/sandisk-ssd-plus-2-tb/

DerEgon schrieb:
> Nimm lieber eine größere SSD, dann ist für das "wear leveling" mehr
> Masse verfügbar und die TBW (terabytes written) steigen, und damit die
> Lebensdauer.

War auch schon mein Gedanke, weil die Samsung 870 EVO mit 1TB ähnlich 
viel kostet wie die frühere 860 Pro mit 512 GB.

von (prx) A. K. (prx)


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Udo S. schrieb:
> Habt ihr Empfehlungen zu meiner (und Rainers) Frage bzgl. Nachfolger von
> 860Pro:

Ich würde bei 2,5" SATA die Crucial MX500 in Erwägung ziehen.
https://www.anandtech.com/show/12263/the-crucial-mx500-500gb-review

Beitrag #7125637 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7125644 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Onkel Hotte (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> interessante SanDisk SSD Plus

Die ist nicht interessant, Finger weg von Sandisk Plus! Das ist die 
kreuzlahme Resteecke.

(Ja, die ersten paar tausend 2 TB "Plus" waren verkappte "Ultra", habe 
selber noch welche. Ist aber schon lange nicht mehr so.)

von Norbert (Gast)


Angehängte Dateien:

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Udo S. schrieb:
> Habt ihr Empfehlungen zu meiner (und Rainers) Frage bzgl. Nachfolger von
> 860Pro:

War gerade kurz weg mit dem Rechner. Habe die 850 EVO auf eine weitere 
850 EVO kopiert. Keinerlei (nennenswerter) Einbruch der 
Schreibgeschwindigkeit.
Grafik zeigt die geloggten Werte (X-Achse Sekunden, Y-Achse max auf 
600MB/s limitiert, da dd mit conv=sparse die NULL Blöcke überspringt und 
die Y-Achse astronomische Höhen erreicht hätte)

Freund von mir hat EVOs und auch die 800irgendwas QVO (2 TB) und ist 
sehr zufrieden. Er schreibt viel auf das Laufwerk.
Wenn man hingegen sehr viel schreibt, nun, ich werde weiterhin die EVOs 
einsetzen. Seit Jahren bewährt, die haben mich nie im Stich gelassen.

Wenn man extrem viel UND extrem schnell schreibt UND das Interface 
besser als SATA ist, dann wohl irgendeine PRO nvme.
Muss man aber echt brauchen … oder Geld übrig haben.
Da würde ich eher die Nächstgrößere EVO nehmen, aber das ist 
persönlicher Geschmack.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Onkel Hotte schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> interessante SanDisk SSD Plus
>
> Die ist nicht interessant, Finger weg von Sandisk Plus! Das ist die
> kreuzlahme Resteecke.
>
> (Ja, die ersten paar tausend 2 TB "Plus" waren verkappte "Ultra", habe
> selber noch welche. Ist aber schon lange nicht mehr so.)

Interessant meinte ich bezüglich des Preises, sie war auf Geizhals.de 
mit MLC-SSD's die mit Abstand günstigste SSD. Aber wir wissen 
inzwischen, dass Sandisk zwischenzeitlich auf TLC statt MLC umgestellt 
hat.

Dennoch Danke für Deine Warnung!

von Peter M. (r2d3)


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Onkel Hotte schrieb:
> ABER: Finger weg von den alten Crucial BX! Die MX ist gut abgehangen und
> zuverlässig.

Was spricht gegen SSDs vom Typ Crucial BX?

von Εrnst B. (ernst)


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MLC steht für "Multi Level Cell" und ist damit eigentlich ein 
Überbegriff für alles, was mehr als ein Bit pro Zelle (SLC) speichert.
Insofern wären auch TLC und QLC Varianten von MLC.
Gibt's eine gebräuchliche Abkürzung für "MLC-aber-nur-zwei-Bit"?

Oder hat sich die Bedeutung im allgemeinen Sprachgebrauch soweit an die 
Werbung angepasst, dass das "M" in MLC inzwischen immer für 
"Zwei-Bit/Vier-Level" steht?
Ist für die Nicht-Binärrechner auch verwirrend, weil die TLC nicht mit 
Drei, sondern mit 8 Leveln (2³) arbeitet, die QLC gar mit 16...

von (prx) A. K. (prx)


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Εrnst B. schrieb:
> Gibt's eine gebräuchliche Abkürzung für "MLC-aber-nur-zwei-Bit"?

Ja. MLC. Das hat sich festgefahren und steht für 2 Bits pro Zelle.

von DerEgon (Gast)


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Εrnst B. schrieb:
> MLC steht für "Multi Level Cell" und ist damit eigentlich ein
> Überbegriff für alles, was mehr als ein Bit pro Zelle (SLC) speichert.
> Insofern wären auch TLC und QLC Varianten von MLC.
> Gibt's eine gebräuchliche Abkürzung für "MLC-aber-nur-zwei-Bit"?

Ja, das ist die Seuche des Marketings. Als sie "M" für "Multi" im 
Gegensatz zu "Single" erfanden, hatten sie nicht den geistigen Horizont, 
um erahnen zu können, daß es auch größere Zahlen geben könnte als zwei. 
Und zwei ist ja viel mehr als eins, also nennen wir es "viele" (multi).

Die mit abstand dümmsten Lebensformen arbeiten im Marketing und in der 
Reklame.

von Udo S. (urschmitt)


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Εrnst B. schrieb:
> MLC steht für "Multi Level Cell"

Man mag mich korrigieren falls ich verkehrt bin, aber meines Wissens 
steht MLC in der Praxis für "dual Level" also 4 Zustände. Die nächste 
Stufe wurde dann TLC und eben QLC.
Richtiger wäre natürlich statt MLC "DLC" (dual) gewesen, aber die Namen 
werden halt meist duch das Marketing bestimmt und da ist nicht immer 
alles logisch.

Edit: zu spät :-)

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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DerEgon schrieb:
> Die mit abstand dümmsten Lebensformen arbeiten im Marketing und in der
> Reklame.

Meine persönliche Übersetzung von "Sales und Marketing":
"Lug und Trug"

von Εrnst B. (ernst)



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Udo S. schrieb:
> steht MLC in der Praxis für "dual Level" also 4 Zustände.

ja, hat Wiki auch in der Übersichtsgrafik so... "MLC/DLC" für die 
Zweibitter.

von Norbert (Gast)


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Udo S. schrieb:
> DerEgon schrieb:
>> Die mit abstand dümmsten Lebensformen arbeiten im Marketing und in der
>> Reklame.
>
> Meine persönliche Übersetzung von "Sales und Marketing":
> "Lug und Trug"

In Anlehnung an einen alten Spruch:

›Die primäre Aufgabenstellung der Marketing-Abteilung ist:
Unbedarfte Kunden so schnell über den Tisch zu ziehen das die 
entstehende Reibungshitze als Nestwärme empfunden wird.‹

von Nam H. (zergling)


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von (prx) A. K. (prx)


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Norbert schrieb:
> ›Die primäre Aufgabenstellung der Marketing-Abteilung ist:
> Unbedarfte Kunden so schnell über den Tisch zu ziehen das die
> entstehende Reibungshitze als Nestwärme empfunden wird.‹

Anders ausgedrückt: Gäbe es diese Leute nicht, würden sich die Produkte 
eurer Arbeitgeber schlechter verkaufen und sie könnten sich euer Gehalt 
nicht leisten. ;-)

Aber das würde dann keiner hier mehr mitkriegen, weil dieses Forum ohne 
die Finanzierung durch Leute vom Marketing nicht bestehen würde.

: Bearbeitet durch User
von Haaainz (Gast)


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Nam H. schrieb:
 (Monsterlink)
Was soll der Quatsch ?

https://www.amazon.de/dp/B08PC5DKZQ

Das reicht .

von Haaainz (Gast)


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Peter M. schrieb:
> Was spricht gegen SSDs vom Typ Crucial BX?

IMHO:
Kaputte Firmware und unvorhersehbare unregelmäßige Schreibraten.

von Rote T. (tomate)


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Irgenswann gibs dann die Analog-SSD, die nur dank Fehlerkorrektur-Algo 
die Daten für maximal Garantiedauer behält, das Equivalent zum 
Quantenkomputer, als Festplatte....

Wieso machen die eiegntlich keine SSDs, die man je nach 
Anwendungsfall/Kaputtschreibzustand bei Bedarf auf 
SLC/MLC/TLC/QLC/....konfigurieren kann, den Zellen-Komperator je nach 
Anwendung auf 1/2/4.... Zustände demultiplexen dürfte doch eigentlich 
nich so schwierig sein?

von Norbert (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Anders ausgedrückt: Gäbe es diese Leute nicht, würden sich die Produkte
> eurer Arbeitgeber schlechter verkaufen und sie könnten sich euer Gehalt
> nicht leisten. ;-)

Mag an Produkten und an Kunden liegen. Für die Übermittlung der ersten 
bunten Blättchen vielleicht. Aber gut, das muss auch sein.

Bei vielen Dingen bin ich aber nicht ganz bei dir.
Ich habe es in langen Berufsjahren immer wieder gesehen, das Kunden mehr 
oder weniger deutlich den Wunsch geäußert haben, lieber mit einem 
Techniker oder Ingenieur sprechen zu wollen. Noch nicht einmal besonders 
gerne mit dem Vertrieb.

Um etwas näher an der Realität zu bleiben. Was sie damit eigentlich 
sagen wollten, wir wollen die Wahrheit hören, keine Märchen. Marketing 
brauchen wir nicht, Vertrieb kann zum Verhandeln und Unterschreiben 
kommen.

Und Kunden reagieren auf hemmungslose Schönfärberei durchaus allergisch. 
Das wird dann später hässlich.
Trotzdem kaufen sie zB. Software, von der sie wissen das bestimmte 
Funktionalitäten erst viel später nachgeliefert werden.

Kurz gesagt: Ehrlichkeit gewinnt (oft)

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Nam H. schrieb:
> Hallo auf amazon kriegst du das nachfolger model 870 evo
> .....
> mit 1tb kostet 99€

Ja, ist auch meine Überlegung, habe ich schon bedacht:

Rainer Z. schrieb:
> War auch schon mein Gedanke, weil die Samsung 870 EVO mit 1TB ähnlich
> viel kostet wie die frühere 860 Pro mit 512 GB.

Natürlich Danke für Deinen Vorschlag!

Zum Thema Marketing: Naturgemäß steht dort die Kapazität in GB oder TB 
im Vordergrund, nicht die Technologie. Eher noch der Preis. Und so lässt 
sich im Aldi-Prospekt also ein Notebook mit 1TB-SSD zum Kampfpreis 
anbieten. Mit QLC oder bald PLC-Speicher...

Schade, ich hätte gerne noch eine ewig haltende 860 Pro-SSD genommen, 
aber auch das widerspricht offenbar den Gesetzen des Marktes. Werde 
meinem Kumpel nun die 870 EVO SSD empfehlen.

von Norbert (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> Schade, ich hätte gerne noch eine ewig haltende 860 Pro-SSD genommen,
> aber auch das widerspricht offenbar den Gesetzen des Marktes. Werde
> meinem Kumpel nun die 870 EVO SSD empfehlen.

Hehe, und nach einem Jahr schaut euch den (177) Wear-leveling count bzw. 
verbleibende Lebenszeit an. Die könnte dann schon von 100% auf 99% 
gesunken sein. ;-)

Meine hier haben auch nur noch zwischen ~90 und ~130 Jahre 
Restlebenszeit. Wird knapp, könnte aber reichen…

Beitrag #7125982 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7125987 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Norbert schrieb:
> Hehe, und nach einem Jahr schaut euch den (177) Wear-leveling count bzw.
> verbleibende Lebenszeit an. Die könnte dann schon von 100% auf 99%
> gesunken sein. ;-)

Alles gut. Habe mich damit abgefunden, dass die 860 Pro von Samsung 
ausgelistet ist. Finde es trotzdem schade, denn einen Markt dafür gab es 
definitiv noch. War offenbar nur für Samsung nicht mehr rentabel wie TLC 
und QLC.

Aber Norbert, Du könntest Recht behalten mit der langen Lebenszeit auch 
einer 870 EVO.

An dieser Stelle schon mal einen schönen Dank an alle Beitragsschreiber. 
Die Diskussion darf dennoch weitergehen.

von (prx) A. K. (prx)


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Rainer Z. schrieb:
> denn einen Markt dafür gab es definitiv noch

Bei gegebener Produktionskapazität in Siliziumfläche gerechnet kommt mit 
neuerer Flashtechnik viel mehr Datenkapazität raus als mit alter. Und 
das ist für die Hersteller durchaus relevant. Oder wolltest du für die 
MLC SSD den vielfachen Preis zahlen?

: Bearbeitet durch User
von Onkel Hotte (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> War offenbar nur für Samsung nicht mehr rentabel

Doch, ist es nach wie vor, es gibt die Pros ja noch. Nur eben keine SATA 
mehr, was angesichts der mittlerweile erreichbaren Transferraten und 
IOPS nur zu verständlich ist. 980 Pro:

2GB Cache (LPDDR4), SLC-Cache (6-36GB)
Lesen 7000MB/​s
Schreiben 5100MB/s SLC-Cached (2000MB/s TLC)
IOPS 4K lesen/schreiben 1000k/​1000k

von Onkel Hotte (Gast)


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PS. Leider nur 1.3PB TBW, Lebensdauer könnte also knapp werden ;)

Übrigens gar nicht so viel teuerer als andere.

von Jan L. (ranzcopter)


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Rainer Z. schrieb:

> Alles gut. Habe mich damit abgefunden, dass die 860 Pro von Samsung
> ausgelistet ist. Finde es trotzdem schade, denn einen Markt dafür gab es
> definitiv noch. War offenbar nur für Samsung nicht mehr rentabel wie TLC
> und QLC.
>
> Aber Norbert, Du könntest Recht behalten mit der langen Lebenszeit auch
> einer 870 EVO.

Wir haben in der Firma ganz gute Erfahrungen mit den Samsung PM893 (bzw. 
PM883) gemacht. Kommen zwar nicht an die Pros heran was TBW betrifft 
(sind TLC), im Gegensatz zu den Evos sind uns da aber noch keine 
ausgefallen…


>
> An dieser Stelle schon mal einen schönen Dank an alle Beitragsschreiber.
> Die Diskussion darf dennoch weitergehen.

von (prx) A. K. (prx)


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Jan L. schrieb:
> Wir haben in der Firma ganz gute Erfahrungen mit den Samsung PM893 (bzw.
> PM883) gemacht.

Soweit ich weiss zeichnen sich diese Datacenter-Samsungs durch 
aufwändige power loss protection aus. Da sind genug Caps verbaut, um bei 
Stromausfall noch einen sicheren Zustand herzustellen. Das kostet dann 
allerdings auch ein paar Mäuse.

von Onkel Hotte (Gast)


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Jan L. schrieb:
> Samsung PM893 (bzw. PM883)

Ja, guter Stoff, aber nicht in Endkunden- und/oder Laienhänden zu 
empfehlen:

- Firmwareupdates gibt's nur vom OEM, da kann man noch tricksen.
- Die übliche Software (bei Samsung "Magician") funktioniert nicht.
- Keine Endkundengarantie. Bei bis zu fünf Jahren je nach Modell schon 
ärgerlich.

von Rolf M. (rmagnus)


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Εrnst B. schrieb:
> Ist für die Nicht-Binärrechner auch verwirrend, weil die TLC nicht mit
> Drei, sondern mit 8 Leveln (2³) arbeitet, die QLC gar mit 16...

Das habe ich auch nie verstanden. Warum heißt sie Triple Level, wenn sie 
drei Bits hat, für die natürlich 8 Levels benötigt werden?
Das hatte mich anfangs ziemlich verwirrt, als MLC und TLC rauskamen. Ich 
dachte mir: "Na so viel mehr Kapazität bekommt man mit drei Levels pro 
Zelle statt zwei auch nicht raus".

DerEgon schrieb:
> Ja, das ist die Seuche des Marketings. Als sie "M" für "Multi" im
> Gegensatz zu "Single" erfanden, hatten sie nicht den geistigen Horizont,
> um erahnen zu können, daß es auch größere Zahlen geben könnte als zwei.

Ach, das bekommen andere auch hin. Bei USB1 ist bei der Entscheidung, 
die Bitraten "low-speed" und "full-speed" zu nennen, offenbar auch 
keiner auf die Idee gekommen, dass es irgendwann mal eine 2. Generation 
mit höherer Geschwindigkeit geben könnte.

Rote T. schrieb:
> Wieso machen die eiegntlich keine SSDs, die man je nach
> Anwendungsfall/Kaputtschreibzustand bei Bedarf auf
> SLC/MLC/TLC/QLC/....konfigurieren kann, den Zellen-Komperator je nach
> Anwendung auf 1/2/4.... Zustände demultiplexen dürfte doch eigentlich
> nich so schwierig sein?

Funktioniert so nicht im Prinzip der SLC-Cache?
Soweit ich weiß, gibt es auch SSDs, die den Flash im SLC-Modus benutzen 
und erst wenn mehr Platz benötigt wird, dann Schritt für Schritt auf 
MLC/TLC gewechselt wird.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Rolf M. schrieb:
> Soweit ich weiß, gibt es auch SSDs, die den Flash im SLC-Modus benutzen
> und erst wenn mehr Platz benötigt wird, dann Schritt für Schritt auf
> MLC/TLC gewechselt wird.

Das hat allerdings auch einen Haken, weshalb das nicht uneingeschränkt 
empfehlenswert ist. Wenn die SLC-Kapazität voll ist, müssen Altdaten 
bearbeitet werden. Es kann sich dann evtl ein Zeitfenster ergeben, in 
dem bei Stromausfall nicht nur Neudaten über die Wupper gehen, sondern 
auch Altdaten.

Anno MLC bewarb Crucial die MX200 mit der Eigenschaft, die Altdaten zu 
schützen. Was deren damalige BX wohl nicht zusicherte.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Rolf M. schrieb:
> Das habe ich auch nie verstanden. Warum heißt sie Triple Level, wenn sie
> drei Bits hat, für die natürlich 8 Levels benötigt werden?
> Das hatte mich anfangs ziemlich verwirrt, als MLC und TLC rauskamen. Ich
> dachte mir: "Na so viel mehr Kapazität bekommt man mit drei Levels pro
> Zelle statt zwei auch nicht raus".

Hatte mich auch verwirrt. Als mir klar war, dass in einer TLC acht 
Zustände gespeichert werden, wollte ich möglichst nur MLC-SSD's 
einbauen. Mir fehlte die Vorstellungskraft einer einzelnen Speicherzelle 
mit acht (oder mehr) Zuständen.

Ernst hat es mit der eingebundenen Graphik in seinem Beitrag gut 
veranschaulicht.
Beitrag "Re: Samsung SSD 860 Pro 512 GB: Produktion eingestellt?"

Nun gut, ich werde mich an TLC gewöhnen.

von (prx) A. K. (prx)


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Rolf M. schrieb:
> Ach, das bekommen andere auch hin. Bei USB1 ist bei der Entscheidung,
> die Bitraten "low-speed" und "full-speed" zu nennen, offenbar auch
> keiner auf die Idee gekommen, dass es irgendwann mal eine 2. Generation
> mit höherer Geschwindigkeit geben könnte.

Solche Kurzsichtigkeit begleitet die Technik konsequent von Anbeginn bis 
heute. Egal wohin man blickt.

Aber keine Sorge, bei USB kam die Rettung mit USB 3.1 ;-). Nach 
mehrfacher Um- und Neubenennung blickt nun kaum jemand mehr durch, was 
man in welchem Fall für Raten kriegt. Also was nun USB 3.0, 3.1, 3.1 Gen 
1, 3.2 Gen 1, 3.2 Gen 2, 3.2 Gen2x1 und 3.2 Gen 2x2 ist.

von Rolf M. (rmagnus)


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Rainer Z. schrieb:
> Ernst hat es mit der eingebundenen Graphik in seinem Beitrag gut
> veranschaulicht.

Es muss einem halt erst bewusst werden, was es bedeutet, dass sich mit 
jedem zusätzlichen Bit die nötige Zahl an Zuständen nicht linear erhöht, 
sondern verdoppelt.

(prx) A. K. schrieb:
> Nach mehrfacher Um- und Neubenennung blickt nun kaum jemand mehr durch,
> was man in welchem Fall für Raten kriegt.

Ja, da haben sie wirklich ganze Arbeit geleistet.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Rote T. schrieb:
> Wieso machen die eiegntlich keine SSDs, die man je nach
> Anwendungsfall/Kaputtschreibzustand bei Bedarf auf
> SLC/MLC/TLC/QLC/....konfigurieren kann, den Zellen-Komperator je nach
> Anwendung auf 1/2/4.... Zustände demultiplexen dürfte doch eigentlich
> nich so schwierig sein?

Das ist eine gute Frage, wird in folgendem Zusammenhang auch genannt und 
denke das paßt hier zur Info anzuhängen besser als ein weiterer Thread:

Quelle:
https://www.golem.de/news/klimawandel-ssds-sind-klimaschaedlicher-als-mechanische-festplatten-2208-167452.html

Daraus letzter Absatz:
Damit eine SSD ihren schlechten Start wettmacht, muss sie möglichst 
lange genutzt werden. Dafür schlagen die Forscher einige Mechanismen 
vor, etwa die Nutzung effizienterer Fehlerkorrektur (ECC) oder die 
Umnutzung von Multi-Level- zu Single-Level-Cells (MLC, SLC). Die meisten 
SSDs nutzen MLC-Speicher, der mehrere Bits pro Speicherzelle in Form 
verschiedener Spannungswerte ablegt. Das macht sie allerdings anfälliger 
für Alterungseffekte. Als SLC-Speicher könnten MLC-Laufwerke nach ihrem 
ersten Leben ein zweites, wenn auch mit geringerer Kapazität, bekommen.

von (prx) A. K. (prx)


Angehängte Dateien:

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Rolf M. schrieb:
> Das habe ich auch nie verstanden. Warum heißt sie Triple Level, wenn sie
> drei Bits hat, für die natürlich 8 Levels benötigt werden?
> Das hatte mich anfangs ziemlich verwirrt, als MLC und TLC rauskamen. Ich
> dachte mir: "Na so viel mehr Kapazität bekommt man mit drei Levels pro
> Zelle statt zwei auch nicht raus".

Du bist nicht allein damit. Obzwar der Autor kapiert hat, das PLC nicht 
für 5 Levels steht, hat es ihm dennoch nicht zur Erkenntnis verholfen.

"Nach SLC mit 1 Bit, MLC mit 2 Bit, TLC mit 3 Bit und QLC mit 4 Bit pro 
Speicherzelle ist PLC der nächste logische Schritt, um noch mehr Daten 
in einer Zelle unterzubringen. Allerdings wird das Verhältnis des 
Zugewinns bei der Bitdichte zur Komplexität des Speichervorgangs immer 
schlechter." - siehe Bild.

https://www.computerbase.de/2022-08/penta-level-cell-solidigm-demonstriert-erste-ssd-mit-5-bit-pro-zelle/

: Bearbeitet durch User
von Gerald B. (gerald_b)


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Und damit schließt sich der Kreis wieder. Die ISD Chips, die inzwischen 
bei Nuvoton gelandet sind, begannen als Voice Recorder auf einem Chip 
mit analoger Speicherung im Flash. Dieser Ansatz war damals 
revolutionär.

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