Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Verständnisfrage Netzteil


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von Klaus G. (schorschiii)



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Liebes Forum,

ich versuche gerade die Ausgangssektion eines alten Netzteils (LM317) zu 
verstehen und hoffe auf Eure Hilfe! :-)

Für Folgende Fragen hoffe ich auf Antworten:

- Der C17, den sehe ich so zum ersten mal. Welche Funktionen hat er?

- Die zweifarbige Led leuchtet im Normalbetrieb grün und bei Kurzschluss 
rot. Ich würde gerne die Schaltung genauer verstehen!

-Wofür wird der Schaltkontakt an der Hohlsteckerbuchse verwendet? Nur um 
die LED abzuschalten, wenn kein Gerät angeschlossen ist oder gibts da 
noch weitere Gründe für?

-Das Bauteil auf dem Foto, (im Schaltplan F1) ist das eine autom. 
rückstellende Sicherung? Wie kann ich den Wert herausfinden, ohne 
experimentieren zu müssen?

-Am Eingang liegt eine 63kHz Rechteckspannung an, welche von der 
Sekundärseite eines kleinen Trafos kommt. Die Schaltung hat an keiner 
Stelle eine Verbindung zum PE. Das würde ja bedeuten, dass wenn kein 
Gerät am Ausgang angeschlossen ist, die ganze Schaltung ohne definierte 
Masse ist. Ist das legitim/ordentlich?

Vielleicht seltsame Fragen, aber es interessiert mich einfach!

Viele Grüße,
Schorschiii

von H. H. (hhinz)


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Klaus G. schrieb:
> - Der C17, den sehe ich so zum ersten mal. Welche Funktionen hat er?

C_ADJ is recommended to improve ripple rejection. It prevents 
amplification of the ripple as the output voltage is adjusted higher.


> - Die zweifarbige Led leuchtet im Normalbetrieb grün und bei Kurzschluss
> rot. Ich würde gerne die Schaltung genauer verstehen!

Du hast vergessen einzuzeichnen wo die Emitter von T10/13 angeschlossen 
sind.


> -Wofür wird der Schaltkontakt an der Hohlsteckerbuchse verwendet? Nur um
> die LED abzuschalten, wenn kein Gerät angeschlossen ist oder gibts da
> noch weitere Gründe für?

Ich sehe keinen.


> -Das Bauteil auf dem Foto, (im Schaltplan F1) ist das eine autom.
> rückstellende Sicherung? Wie kann ich den Wert herausfinden, ohne
> experimentieren zu müssen?

Wird drauf stehen, aber dein Bild ist untauglich.


> -Am Eingang liegt eine 63kHz Rechteckspannung an, welche von der
> Sekundärseite eines kleinen Trafos kommt. Die Schaltung hat an keiner
> Stelle eine Verbindung zum PE. Das würde ja bedeuten, dass wenn kein
> Gerät am Ausgang angeschlossen ist, die ganze Schaltung ohne definierte
> Masse ist. Ist das legitim/ordentlich?

Nennt man SELV.

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Klaus G. schrieb:
> Der C17, den sehe ich so zum ersten mal. Welche Funktionen hat er?

Er macht den Regler träge, was meiner Meinung nach keinen Sinn ergibt.

Klaus G. schrieb:
> Die zweifarbige Led leuchtet im Normalbetrieb grün und bei Kurzschluss
> rot. Ich würde gerne die Schaltung genauer verstehen!

Die Emitter von T10 und T13 sollen wohl mit GND verbunden sein, das 
fehlt in deinem Plan.

T17 schaltet die LED an, wenn ein Stecker eingesteckt wird. Solange der 
Schaltkontakt in der Buchse geschlossen ist, liegen Basis und Emitter 
beide auf der gleichen Spannung (9V), dann leitet der Transistor nicht. 
Wenn der Kontakt offen ist, fließt hingegen Strom von der Basis über R14 
und R15 nach GND, so dass die LED eingeschaltet wird.

T10 geht an, wenn am Ausgang Spannung anliegt (also kein Kurzschluss). 
Dann hast du am Pin 1 der LED fast Null Volt und an Pin 2 eine höhere 
Spannung. Es fließt Strom durch die untere (grüne) LED, der Widerstand 
R29 begrenzt den Strom durch die LED.

Wenn T10 keine Spannung bekommt, sperrt der Transistor, so dass an Pin 1 
der LED eine positive Spannung anliegt. Diese steuert auch T13 durch R27 
an, der darauf hin ein schaltet. An Pin 2 der LED hast du dann fast Null 
Volt. Deswegen leuchtet dann die obere (rote) LED.

> Wofür wird der Schaltkontakt an der Hohlsteckerbuchse verwendet? Nur um
> die LED abzuschalten

Ich denke ja.

> Das Bauteil auf dem Foto, (im Schaltplan F1) ist das eine autom.
> rückstellende Sicherung? Wie kann ich den Wert herausfinden, ohne
> experimentieren zu müssen?

Ja, das wird eine "Polyfuse" sein. Das Modell geht aus weder dem 
Schaltplan noch aus dem nutzlosen Foto hervor. Der Wert muss zur 
Anwendung passen. Wenn du z.B. eine Sicherung für 500mA nimmst, dann ist 
garantiert, dass sie 500mA zulässt. Jede Sicherung lässt kurzzeitig aber 
auch deutlich mehr Strom fließen. Da musst du ins Datenblatt der 
Sicherung schauen, was natürlich problematisch ist, solange du 
Hersteller und Modell nicht kennst.

> Am Eingang liegt eine 63kHz Rechteckspannung an, welche von der
> Sekundärseite eines kleinen Trafos kommt. Die Schaltung hat an keiner
> Stelle eine Verbindung zum PE. Das würde ja bedeuten, dass wenn kein
> Gerät am Ausgang angeschlossen ist, die ganze Schaltung ohne definierte
> Masse ist. Ist das legitim/ordentlich?

Das kann gut sein, ist bei sehr vielen Schaltnetzteilen so üblich. Oft 
haben sie einen kleinen Kondensator zwischen dem Ausgang des Trafos und 
Erde oder der Netzspannung, um hochfrequente Störungen dorthin 
abzuleiten.

: Bearbeitet durch User
von Kopfklatsch (Gast)


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Was soll man jetzt an dem Fliegenschiss auf dem einen Bild erkennen? Und 
wie kann man so doof sein, ein Foto als png hochzuladen? Warum machst du 
dir die Arbeit das zu konvertieren? Keine Kamera erzeugt png.

von MaWin (Gast)


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Klaus G. schrieb:
> Das würde ja bedeuten, dass wenn kein Gerät am Ausgang angeschlossen
> ist, die ganze Schaltung ohne definierte Masse ist.

Ja.

> Ist das legitim/ordentlich?

Jein.

Die 63kHz liegen als Störung auf den Leitungen, auch wenn ein Gerät 
angeschlossen ist. Daher haben übliche Netzteile einen Y1 Kondensator 
entweder zum Schutzleiter am Eingang oder zu L oder N )je mach dem wie 
rum der Strcker steckt). Der leitet Störungen ab. Eigentlich fehlt aber 
noch ein Widerstand parallel zu diesem Kondensator vom Ausgang zum 
Eingang in der Grössenordnung 1-10MOhm, um ein Aufladen dieses 
Kondensator bzw. des ganzen sekundären Schaltungsteils über die 
Isolationsspannung des Trafos und Kondensators hinaus zu verhindern, und 
wenn was reinkam, dieses langsam abzuleiten. Ich baue den Widerstand, 
meist als Reihenschaltung von 3 x 3M3 rein, andere hoffen wohl, dass 
weder Kondensator noch Trafo noch Platine so gut isolieren und das schon 
irgendwie ableiten werden.

Die Schaltung am Ausgang hat T10/13 Emitter mit Masse/GND verbunden.

Kommt vom Kontakt 9V weil nichts drinsteckt ist T17 gesperrt und die 
Schaltung bekommt keinen Strom. Ist der Kontakt offen weil was 
drinsteckt, fliesst uber R14 R15 95uA Basisstrom in T17 und der schaltet 
mit Ach und Krach 20mA durch.

Liegen die 9V auch hinter der fuse an, schaltet T10 durch, legt R28 und 
die DuoLED an Masse und über R29 kommen 620uA LED Strom. Recht wenig.

Liegen hinter der fuse keine 9V, schaltet T10 nicht durch, aber T11 
bekommt über R28 und R27 Basisstrom, aber nicht so viel, nur so 14uA, 
und schaltet 900uA durch R29 und 620uA durch die LED.

Die Schaltung ist schlecht. Der LM317 dämpft die 63kHz kaum.

von H. H. (hhinz)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Klaus G. schrieb:
>> Der C17, den sehe ich so zum ersten mal. Welche Funktionen hat er?
>
> Er macht den Regler träge, was meiner Meinung nach keinen Sinn ergibt.

Rechne doch einfach mal nach!


> Der LM317 dämpft die 63kHz kaum.

Mit C17 schon besser, und dank der Siebkondensatoren muss er ja eh nicht 
viel machen.

: Bearbeitet durch User
von Klaus G. (schorschiii)


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Vielen Dank für die schnellen Antworten!

Stimmt, die beiden Emitter sollten auf GND liegen!

Die Fuse ist mit "R3" beschriftet. Da ja der Spannungsregler bei 
Überlast automatisch abschaltet, ist die Sicherung wohl nur zum Schalten 
der LED integriert. Oder macht man das der Ordnung halber trotzdem 
hinter jeden SpannungsreglerIC?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Klaus G. schrieb:
> Oder macht man das der Ordnung halber trotzdem
> hinter jeden SpannungsreglerIC?

Der Spannungsregler würde die Stromstärke auf knapp über 1,5 A begrenzen 
aber nicht abschalten. Offenbar wollte der Designer eine Abschaltung bei 
weniger Strom.

Klaus G. schrieb:
> Die Fuse ist mit "R3" beschriftet.

Nützt nichts, ohne Hersteller und Produkt-Serie zu kennen.

von H. H. (hhinz)


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Klaus G. schrieb:
> Die Fuse ist mit "R3" beschriftet.

Und Schriftart und Größe und Farbe?

Wenn du es wissen willst, dann mach ein taugliches Foto mit Maßen.

von Klaus G. (schorschiii)


Angehängte Dateien:

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Lieben Dank für die Antworten!

Der genaue Wert der Sicherung ist eigentlich nicht wichtig für mich. Ich 
wollte nur verstehen, welche Funktionen Sie innerhalb der Schaltung hat.

Ich hatte mich am Abend auch noch mit der Eingangsschaltung des 
Netzteils beschäftigt und auch da sind einige Fragen aufgekommen. Über 
eure kompetente Hilfe, würde ich mich sehr freuen!

- Die beiden Dioden gleich am Eingang, sollen die nur gegen Verpolung 
schützen oder gibts da noch eine andere, mir verborgene Funktion? Ich 
habe auch schon ähnliche Schaltungen gesehen, bei denen die Diode nicht 
parallel sondern in Reihe geschalten war.

- Der R4 mit 15 Ohm am Eingang des Spannungsreglers macht für mich 
erstmal wenig Sinn. Er verbratet zwar etwas Wärme, die sonst der kleine 
Regler abführen müsste, aber 15Ohm sind ja fast nichts. Geht es hier 
vielleicht ehr um die Filterwirkung als RC - Glied, um die 
Eingangsspannung sauber zu halten?

- Der IC1 ist vermutlich ein ATTiny, es fehlt leider jegliche 
Beschriftung. Pin 1 wäre dann der negierte Reset, logisch also, dass er 
auf Gnd liegt. Pin4 wäre dann lt. Datenblatt Vdd und auch hier stellt 
sich mir die Frage, wozu der R1 mit 10 Ohm. Den Spannungsregler vor zu 
viel Leistung schützen? Irgendeine Filterwirkung?

- R3, R5 und C4 sind mir absolut nicht verständlich. Wenn ich Zugriff 
auf die Firmware hätte, könnte ich mir die Frage sicher leicht selbst 
beantworten, habe ich aber leider nicht. Klar, es ist eine Art 
Spannungsteiler mit 1,2 V am Ausgang. Soll vielleicht Abgeschalten 
werden, wenn die Eingangsspannung unter einen bestimmten Wert sinkt? 
Aber wofür ist dann der C4 da?

Ich freue mich auf eure Antworten, vielen Dank vorab!
Schorsch

von H. H. (hhinz)


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Klaus G. schrieb:
> - Der IC1 ist vermutlich ein ATTiny,

Nein.

von Beobachter (Gast)


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Es ist immer wieder erstaunlich wie gut man an einem Foto auf die 
Intelligenz des Urhebers schließen kann. Hier: Falsches Bildformat, 
unsinniger Bildausschnitt, unbrauchbare Auflösung, nur Belichtung stimmt 
halbwegs,...

von Klaus G. (schorschiii)


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Beobachter schrieb:
> Es ist immer wieder erstaunlich wie gut man an einem Foto auf die
> Intelligenz des Urhebers schließen kann. Hier: Falsches Bildformat,
> unsinniger Bildausschnitt, unbrauchbare Auflösung, nur Belichtung stimmt
> halbwegs,...

Wie intelligent ist es, sich am Samstagmorgen kurz vor 10 in einem 
Elektronikforum über schlechte Bilder zu mokieren?
Nein, dies ist kein Forum für Fotografie!

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Klaus G. schrieb:
> - Der IC1 ist vermutlich ein ATTiny, es fehlt leider jegliche
> Beschriftung.

Nö. Ein Tiny würde nie anlaufen, wenn /RST fest mit GND verbunden ist. 
Das ist also eher ein PIC, Padauk oder Holtek.

Klaus G. schrieb:
> Ich
> habe auch schon ähnliche Schaltungen gesehen, bei denen die Diode nicht
> parallel sondern in Reihe geschalten war.

Unterschied 'Opferdiode', die leitet, wenn man verpolt und Schutzdiode, 
die sperrt wenn man verpolt. Opferdiode kostet keine Uf.

Klaus G. schrieb:
> - R3, R5 und C4 sind mir absolut nicht verständlich.

Dein 'PB2' ist vermutlich ein ADC Eingang und misst die 
Batterie/Netzteilspannung.

von Klaus G. (schorschiii)


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H. H. schrieb:
> Klaus G. schrieb:
>> - Der IC1 ist vermutlich ein ATTiny,
>
> Nein.

Wie kommst du denn zu der Meinung?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Klaus G. schrieb:
> Wie kommst du denn zu der Meinung?

Ganz einfach, die Versorgung liegt auf Pin 1 und 8. Typisch für z.B. 
PIC.

von Klaus G. (schorschiii)


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Matthias S. schrieb:
> Klaus G. schrieb:
>> Wie kommst du denn zu der Meinung?
>
> Ganz einfach, die Versorgung liegt auf Pin 1 und 8. Typisch für z.B.
> PIC.

Das ist sicher plausibel, PIC war mir noch nicht bekannt. Soweit ich 
sehe, ist bei denen der Reset-Pin auf der 4. Warum ist der nicht direkt 
auf Masse gelegt sondern über den 10 Ohm R ?

von Klaus G. (schorschiii)


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> Das ist sicher plausibel, PIC war mir noch nicht bekannt. Soweit ich
> sehe, ist bei denen der Reset-Pin auf der 4. Warum ist der nicht direkt
> auf Masse gelegt sondern über den 10 Ohm R ?

Ok, weil er dann nicht anlaufen würd, verstanden. Aber müsste er dann 
nicht auf Vcc liegen, um einen definierten Zustand zu erhalten?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Klaus G. schrieb:
> Warum ist der nicht direkt
> auf Masse gelegt

Wenns wirklich Reset wäre, würde auch dann der Controller nie anlaufen. 
Oder es ist ein Controller mit positivem Resetpuls, oder die Funktion 
des Resetpins wurde weg programmiert, oder Reset ist ganz woanders - es 
gibt mittlerweile dutzende, wenn nicht hunderte von MC im 8-Pin Gehäuse.

von (prx) A. K. (prx)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
>> Der C17, den sehe ich so zum ersten mal. Welche Funktionen hat er?
>
> Er macht den Regler träge, was meiner Meinung nach keinen Sinn ergibt.

Der LM317 regelt die Spannung über R25, nicht die über R24.

von Klaus G. (schorschiii)


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(prx) A. K. schrieb:
> Stefan ⛄ F. schrieb:
>>> Der C17, den sehe ich so zum ersten mal. Welche Funktionen hat er?
>>
>> Er macht den Regler träge, was meiner Meinung nach keinen Sinn ergibt.
>
> Der LM317 regelt die Spannung über R25, nicht die über R24.

Also tatsächlich ein C gegen Störungen vom Spannungsregler, ohne 
negativen Einfluss auf die Funktion des ICs?

von Klaus G. (schorschiii)


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Matthias S. schrieb:
> Klaus G. schrieb:
>> Warum ist der nicht direkt
>> auf Masse gelegt
>
> Wenns wirklich Reset wäre, würde auch dann der Controller nie anlaufen.
> Oder es ist ein Controller mit positivem Resetpuls, oder die Funktion
> des Resetpins wurde weg programmiert, oder Reset ist ganz woanders - es
> gibt mittlerweile dutzende, wenn nicht hunderte von MC im 8-Pin Gehäuse.

Ok, aber welche Funktion könnte ein 10 Ohm-R gegen Gnd an einem uC-Pin 
haben?

Beitrag #7150721 wurde vom Autor gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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Klaus G. schrieb:
> Also tatsächlich ein C gegen Störungen vom Spannungsregler, ohne
> negativen Einfluss auf die Funktion des ICs?

Vielleicht ist dir aus Gewohnheit entgangen, dass H.H. auf Englisch 
antwortete ;-). Er hatte direkt aus dem Datasheet zitiert, wo dieser 
Kondensator als Option aufgeführt wird. Bei dem von TI sind auch ein 
paar Bilder drin, die den Einfluss deutlich machen. Allerdings sind es 
dort 10µF, nicht 100nF.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Klaus G. schrieb:
> Ok, aber welche Funktion könnte ein 10 Ohm-R gegen Gnd an einem uC-Pin
> haben?

Wir könnten z.B. annehmen, das das ein Controller mit integrierten 
MOSFet Treibern ist und das der 10 Ohm Widerstand im Fusspunkt ist und 
an den ADC angeschlossen ist zur Kurzschlusserkennung.
Aber fragen hilft hier nicht. Hol dein Oszi 'raus und messe es nach.

Es wäre nicht ungewöhnlich, wenn es mittlerweile speziell für 
Lichterketten designte MC mit Treibern gibt, denn die Dinger verkaufen 
sich ja bestens an die Langnasen.

von (prx) A. K. (prx)



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PS: Besonders eindrucksvoll ist allerdings das alte Datasheet von 
NatSemi.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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(prx) A. K. schrieb:
> Besonders eindrucksvoll ist allerdings das alte Datasheet von
> NatSemi.

Das ist oft so. Alte NatSemi Datenbücher sind ein Quell des Wissens - 
habe ich sogar öfter mal als Bettlektüre gelesen. Auch die 
Applikationsbücher sind wunderbar.
Ist schon schade, das die Texaner das alles platt machen.

von (prx) A. K. (prx)


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Matthias S. schrieb:
> Das ist oft so. Alte NatSemi Datenbücher sind ein Quell des Wissens

Kenne ich. Genau deshalb hatte ich nachträglich da reingesehen. Aber die 
renovierten Datasheets von TI sind immerhin in Farbe! ;-)

: Bearbeitet durch User
von Klaus G. (schorschiii)


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Matthias S. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Besonders eindrucksvoll ist allerdings das alte Datasheet von
>> NatSemi.
>
> Das ist oft so. Alte NatSemi Datenbücher sind ein Quell des Wissens -
> habe ich sogar öfter mal als Bettlektüre gelesen. Auch die
> Applikationsbücher sind wunderbar.
> Ist schon schade, das die Texaner das alles platt machen.

Das ist freilich eindeutig! Vielen Dank für die Grafiken!
Nur was bewegt den Designer dazu, ein C zu nutzen, welcher gerade mal 
1/100 der empfohlenen Größe hat?

von Forist (Gast)


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Klaus G. schrieb:
> Nein, dies ist kein Forum für Fotografie!

Niemand erwartet Ergüsse über Bildkomposition und Aussagekraft.
Es geht um elementare Grundlagen, die jeder, der zu einer Kamera greift, 
vorher verinnerlicht haben sollte.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Klaus G. schrieb:
> Nur was bewegt den Designer dazu, ein C zu nutzen, welcher gerade mal
> 1/100 der empfohlenen Größe hat?

Vermutlich ein BWLer, der hinter ihm steht und schon darüber jammert, 
das man Pads bzw. Lötaugen bezahlen muss, um das Bauteil unterzubringen. 
Da bleibt fürs Bauteil nix mehr übrig.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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(prx) A. K. schrieb:
> Der LM317 regelt die Spannung über R25, nicht die über R24.

Ach ja stimmt. So ergibt das nun doch Sinn für mich. Ich hatte einen 
Knoten im Kopf.

Klaus G. schrieb:
> Also tatsächlich ein C gegen Störungen vom Spannungsregler, ohne
> negativen Einfluss auf die Funktion des ICs?

Nein, es geht darum dass hohe Frequenzen in der Ausgangsspannung stärker 
und schneller an den Feedback Eingang des IC geleitet werden, als 
niedrige. Damit wird die Glättung hochfrequenter Störungen verbessert. 
Man muss dabei aber aufpassen, es nicht zu übertreiben, sonst wird aus 
dem Regler ein ungewollter Oszillator.

Klaus G. schrieb:
> Die beiden Dioden gleich am Eingang, sollen die nur gegen Verpolung
> schützen

Vermutlich. Das macht aber nur in Kombination mit einer Sicherung Sinn, 
die dann flink durchbrennt. Oder einer Quelle, die den Strom sonst wie 
begrenzt.

> Ich habe auch schon ähnliche Schaltungen gesehen, bei denen die
> Diode nicht parallel sondern in Reihe geschalten war.

Die Reihenschaltung hat den Vorteil, dass sie keinen Kurzschluss 
auslöst. Andererseits gehen dabei an der Diode knapp unter 1 Volt 
verloren.

> Der R4 mit 15 Ohm am Eingang des Spannungsreglers macht für mich
> erstmal wenig Sinn.

R4 bildet zusammen mit C5 einen Tiefpass, der hochfrequente Störungen 
heraus filtert.

> Der IC1 ist vermutlich ein ATTiny

Nein, ganz sicher nicht.

> R3, R5 und C4 sind mir absolut nicht verständlich.

Dafür bräuchte man das Datenblatt des IC.

: Bearbeitet durch User
von Harald (Gast)


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Kopfklatsch schrieb:
> Was soll man jetzt an dem Fliegenschiss auf dem einen Bild
> erkennen? Und
> wie kann man so doof sein, ein Foto als png hochzuladen? Warum machst du
> dir die Arbeit das zu konvertieren? Keine Kamera erzeugt png.

Manche sind hier eben zu blöde einen Eimer Wasser umzukippen.

von H. H. (hhinz)


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Matthias S. schrieb:
> Das ist also eher ein PIC, Padauk oder Holtek.

Da gar kein Marking zu sehen ist: Padauk.

von Paul (Gast)


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Harald schrieb:
> Kopfklatsch schrieb:
>> Was soll man jetzt an dem Fliegenschiss auf dem einen Bild
>> erkennen? Und
>> wie kann man so doof sein, ein Foto als png hochzuladen? Warum machst du
>> dir die Arbeit das zu konvertieren? Keine Kamera erzeugt png.
>
> Manche sind hier eben zu blöde einen Eimer Wasser umzukippen.

Das ist ja auch gar nicht so einfach. Aber sicherlich gibt es auch 
hierzu ein Youtube-Video.

von H. H. (hhinz)


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Paul schrieb:
> Harald schrieb:
>> Kopfklatsch schrieb:
>>> Was soll man jetzt an dem Fliegenschiss auf dem einen Bild
>>> erkennen? Und
>>> wie kann man so doof sein, ein Foto als png hochzuladen? Warum machst du
>>> dir die Arbeit das zu konvertieren? Keine Kamera erzeugt png.
>>
>> Manche sind hier eben zu blöde einen Eimer Wasser umzukippen.
>
> Das ist ja auch gar nicht so einfach. Aber sicherlich gibt es auch
> hierzu ein Youtube-Video.

https://feisar.de/stuff/breakingnews.jpg

von Roland (Gast)


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Klaus G. schrieb:
> Nein, dies ist kein Forum für Fotografie!

Es verlangt ja auch keiner ein Kunstwerk. Aber wenn auf dem Foto nichts 
erkennbar ist und nur ersichtlich ist, dass sich der "Fotograf" genau 
Null Mühe gegeben hat, ist das schon Dreistheit oder Unverschämtheit 
gegenüber den Lesern von denen er eine kostenlose Antwort auf sein 
Problem erwartet.

von Felix (Gast)


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Ich begreife es halt nicht, warum man solchen Leuten, die sich keine 
Mühe geben ihr Problem zu beschreiben (sei es durch Fotos wo man nichts 
erkennt, Texte ohne Satzzeichen, ohne Benutzung, der Shift-Taste, 25 
Rechtschreibfehler, ...) überhaupt antwortet. Und dann wundert man sich 
noch über Trolle hier.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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H. H. schrieb:
> Da gar kein Marking zu sehen ist: Padauk.

Allerdings ist bei dem mir vorliegenden Datenblatt der SO-8 Padauk VCC 
und VSS genau andersrum.
Der direkte Anschluss der MOSFet Treiber lässt mich fast schon einen 
Customchip mit integrierten Halbbrücken vermuten. Dafür spricht m.M.n. 
auch der 10 Ohm Shunt an Pin 4. Oder ist es mögl. ein selbstschwingender 
H-Brücken Controller? Allerdings würde dann die Spannungsüberwachung an 
Pin 7 keine Sinn machen.

: Bearbeitet durch User
von Armin X. (werweiswas)


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Felix schrieb:
> Ich begreife es halt nicht,

Und ich begreife nicht wieso man, nachdem eigentlich schon alles zu dem 
Thema, und das sogar mehrfach, immer noch welche hinterhergedackelt 
kommen müssen um ihren Erguss anonym dazugeben müssen.
Habt Ihr keine Eier in der Hose oeder was?

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