Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik I2C TI DAC53401 über ADUM1250


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von Felix F. (felix_f247)


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Hallo zusammen,

ich habe seit einiger Zeit ein Problem, bei dem mir so langsam die Ideen 
ausgehen. Aus diesem Grund hoffe ich auf den ein oder anderen Hinweis 
oder Ideen zur Fehlersuche.

Situation:
Die im Anhang befindliche Schaltung zeigt einen Master (in meinem Fall 
einen Zynq 7000), der über I2C auf 2 Slaves (ADC53401 von TI) zugreifen 
soll. Da die Versorgungsnetze des Masters und der beiden Slaves getrennt 
sein müssen, wurde eine ADUM1250 zur galvanischen Trennung eingesetzt.
Sekundärseitig vom galvanischen Trenner befinden sich dann die SCL und 
SDA Leitung jeweils mit einem 4k7 Pull-Up gegen die geeignete 
Versorgungsspannung.
Die beiden Slaves hängen wie ihr sehen könnt dann wie üblich am I2C Bus.

Problem:
Ich kann mit dem Master immer nur einen der beiden Slaves finden, obwohl 
die Adresse unterschiedlich ist. Da ich mehrere Boards habe, konnte ich 
das auch auf unterschiedlichen Boards verifizieren. Es ist allerdings 
so, dass auf einem Board auch immer nur einer der beiden Slaves - und 
dieser ändert sich nicht - erreichbar ist. Ich habe den Eindruck, einer 
der beiden Slaves unterdrückt den Anderen, und zwar reproduzierbar.
Die I2C Signale auf beiden Seiten des ADUM1250 habe ich mir angesehen, 
sieht alles einwandfrei aus. Wenn ein Slave nicht erkannt wird, geht die 
SDA Leitung über den Pull-Up steil nach oben, der Slave macht keinen 
Anstalten die Leitung nach unten zu ziehen um sein Acknowledge zu geben.

Um die gesamte Schaltung unabhängig von meinem Board zu überprüfen, habe 
ich den Verbund aus Zynq 7000 + ADUM1250 + 2x ADC53401 mit Eval Boards 
aufgebaut. Damit funktioniert alles wunderbar und beide Slaves lassen 
sich ansprechen. Ich gehe daher von einem spezifischen Fehler auf meiner 
Schaltung bzw. meinem Board aus.

Habt ihr irgendwelche Denkanstöße für meine grauen Zellen?
Ich bedanke mich im Voraus für jeglichen Hinweis.

Viele Grüße
Felix

von FPGA NOTFALLSEELSORGE (Gast)


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Warum keine Pullups zwischen Master und Adum? Nutzt du die Pullups in 
den FPGA IOs?

von Felix Fröhlich (Gast)


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Genau, ich nutze die Pull-Ups der FPGA Pins welche ich im constraints 
file definiert habe.
Ich habe es aber auch schon mit/ohne im Vergleich versucht, macht keinen 
Unterschied.

von Felix F. (felix_f247)


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Hat zufällig jemand von Euch weitere Ideen?
Ich bin für jeden Hinweis, jede Frage und jeden Denkanstoß dankbar...

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Felix F. schrieb:
> Um die gesamte Schaltung unabhängig von meinem Board zu überprüfen, habe
> ich den Verbund aus Zynq 7000 + ADUM1250 + 2x ADC53401 mit Eval Boards
> aufgebaut. Damit funktioniert alles wunderbar und beide Slaves lassen
> sich ansprechen. Ich gehe daher von einem spezifischen Fehler auf meiner
> Schaltung bzw. meinem Board aus.
Das bedeutet: mit dem selben Code, den selben Bausteinen und der selben 
Verdrahtung funktioniert es im fliegenden Aufbau? Aber die gleiche 
Schaltung zickt auf deiner Hardware?

Felix F. schrieb:
> Da ich mehrere Boards habe, konnte ich das auch auf unterschiedlichen
> Boards verifizieren.
> Es ist allerdings so, dass auf einem Board auch immer nur einer der
> beiden Slaves - und dieser ändert sich nicht - erreichbar ist.
Der so ansprechnbare DAC funktioniert dann auch wie erwartet?

> Ich habe den Eindruck, einer der beiden Slaves unterdrückt den Anderen,
> und zwar reproduzierbar.
Abhängig vom Board kann der ansprechbare DAC aber auch der andere sein?

Was passiert, wenn du den "ansprechbaren DAC" außer Betrieb setzt oder 
ihm eine andere Adresse gibst?

(das ist dann übrigens auch der Grund, warum ich solche Adressleitungen 
immer über einen Widerstand nach Vcc bzw. GND führe: Widerstand raus und 
ich habe den Pin zur freien Verdrahtung. Du brauchst jetzt halt ein 
Messer. Viel Glück ;-)

von Felix F. (felix_f247)


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Lothar M. schrieb:
> Felix F. schrieb:
>> Um die gesamte Schaltung unabhängig von meinem Board zu überprüfen, habe
>> ich den Verbund aus Zynq 7000 + ADUM1250 + 2x ADC53401 mit Eval Boards
>> aufgebaut. Damit funktioniert alles wunderbar und beide Slaves lassen
>> sich ansprechen. Ich gehe daher von einem spezifischen Fehler auf meiner
>> Schaltung bzw. meinem Board aus.
> Das bedeutet: mit dem selben Code, den selben Bausteinen und der selben
> Verdrahtung funktioniert es im fliegenden Aufbau? Aber die gleiche
> Schaltung zickt auf deiner Hardware?
Genau so ist es...
Alles was auf meinem Board zu dieser Funktion war, konnte ich mit einem 
Eval Board als Träger für den Zynq + 2x ADUM1250 Eval Boards + 2x 
DAC53401 Eval Board nachbasten.

> Felix F. schrieb:
>> Da ich mehrere Boards habe, konnte ich das auch auf unterschiedlichen
>> Boards verifizieren.
>> Es ist allerdings so, dass auf einem Board auch immer nur einer der
>> beiden Slaves - und dieser ändert sich nicht - erreichbar ist.
> Der so ansprechnbare DAC funktioniert dann auch wie erwartet?
Ja, der funktioniert wir erwartet.

>> Ich habe den Eindruck, einer der beiden Slaves unterdrückt den Anderen,
>> und zwar reproduzierbar.
> Abhängig vom Board kann der ansprechbare DAC aber auch der andere sein?
Genau, das hängt vom Board ab, ändert sich dann aber nicht.
Irgendein Effekt bügelt den jeweils anderen DAC zusammen, sodass dieser 
seinen Dienst gar nicht erst aufnimmt.

> Was passiert, wenn du den "ansprechbaren DAC" außer Betrieb setzt oder
> ihm eine andere Adresse gibst?
>
> (das ist dann übrigens auch der Grund, warum ich solche Adressleitungen
> immer über einen Widerstand nach Vcc bzw. GND führe: Widerstand raus und
> ich habe den Pin zur freien Verdrahtung. Du brauchst jetzt halt ein
> Messer. Viel Glück ;-)
Ja, das ist mir leider durch gerutscht und sollte wie du sagt der 
Standard sein. Die Abstände sind dermaßen eng und durch den fehlenden 0R 
Widerstand an den Adress-Pins wird es echt tricky.
Kannst du dir Vorstellen, dass hier ein Problem liegt? Also das über die 
Festlegung der Adresse ich den anderen DAC lahmlegen kann?

Lothar, vielen Dank für deine Ideen!
Ein frischer Blick auf die Sache hilft immer weiter.

von Achim S. (Gast)


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Felix F. schrieb:
> Hat zufällig jemand von Euch weitere Ideen?
> Ich bin für jeden Hinweis, jede Frage und jeden Denkanstoß dankbar...

Oszi ranhängen und messen:
- was machen die isolierten SDA2 und SCL2, wenn der "funktionierende" 
Slave angesprochen wird?
- was machen SDA2 und SCL2, wenn der "nicht funktionierende" Slave 
angesprochen wird?
- diesselben Messungen nochmal für SDA1 und SCL1 durchführen.

Damit sollte sich zumindest unterscheiden lassen, ob wirklich der Slave 
nicht wie gewünscht reagiert, oder ob das Problem in deiner weiteren 
Signalkette liegt.

von Felix F. (felix_f247)


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Achim S. schrieb:
> Felix F. schrieb:
>> Hat zufällig jemand von Euch weitere Ideen?
>> Ich bin für jeden Hinweis, jede Frage und jeden Denkanstoß dankbar...
>
> Oszi ranhängen und messen:
> - was machen die isolierten SDA2 und SCL2, wenn der "funktionierende"
> Slave angesprochen wird?
> - was machen SDA2 und SCL2, wenn der "nicht funktionierende" Slave
> angesprochen wird?
> - diesselben Messungen nochmal für SDA1 und SCL1 durchführen.
>
> Damit sollte sich zumindest unterscheiden lassen, ob wirklich der Slave
> nicht wie gewünscht reagiert, oder ob das Problem in deiner weiteren
> Signalkette liegt.

Hallo Achim,
Oszi Messungen habe ich, hier mal der Fall in dem die Adresse 0x48 ein 
Acknowledge bekommt, die 0x49 nicht.
Fällt euch bei der Messung irgendwas Verdächtiges auf?

von STK500-Besitzer (Gast)


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Wo misst du das?

von Michael M. (Gast)


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Hallo,

kannst du auch mal ein Bild von deiner Platine machen ? Evtl. sieht man 
ja was, was dir gar nicht mehr auffällt.

Schon komisch das es auf n Eval Board funktioniert und auf deiner PCB 
nicht.

jetzt mal wild geraten.. schonmal geguckt ob ein nachfolgender OP defekt 
ist und den Out des ADC kurzschließt und sich dadurch nicht mehr 
ansprechen lässt ?

Gruß

von STK500-Besitzer (Gast)


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STK500-Besitzer schrieb:
> Wo misst du das?

Die Frage ist egal.
Ich hatte mich wegen "ADuM" verguckt.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Felix F. schrieb:
> Kannst du dir Vorstellen, dass hier ein Problem liegt? Also das über die
> Festlegung der Adresse ich den anderen DAC lahmlegen kann?
Du musst "das Problem" vereinfachen und aufteilen. Und es dann Schritt 
für Schritt angehen. Aus diesem Grund wäre es wichtig, herauszufinden, 
was denn sicher geht und ob das reproduzierbar ist.

So was simples wie "Ist Benzin im Tank?", also schlicht die 
Durchgängigkeit und Stabilität der Versorgung hast du sicher schon 
kontrolliert.

von Achim S. (Gast)


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Felix F. schrieb:
> Oszi Messungen habe ich,

das ist auf der isolierten Seite gemessen? und dem Signal voraus ging 
eine korrekte StopCon? dann würde ich auch vorschlagen: am nicht 
funktionierenden DAC messen, ob irgendwas"komisch" ist. 
(Spannungseinbruch, fehlender Kontakt, ...) dazu alle Pins des Baustein 
durchmessen und wirklich auf den Pins messen (nicht auf der Leiterbahn 
neben dem Pin)

von PittyJ (Gast)


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Was ist das mit dem A0 am DAC 53401. Woran ist der angeschlossen?
Wenn der floatet gibt es unterschiedliche Slave Adressen? Oder wie habe 
ich das zu interpretieren?

von Falk B. (falk)


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PittyJ schrieb:
> Was ist das mit dem A0 am DAC 53401. Woran ist der angeschlossen?

Schau mal in den Schaltplan. Jeweils mit +5V und GND.

von Falk B. (falk)


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Lothar M. schrieb:
> So was simples wie "Ist Benzin im Tank?", also schlicht die
> Durchgängigkeit und Stabilität der Versorgung hast du sicher schon
> kontrolliert.

Das Wort SICHER würde ich bei so einer Kommunikation ersatzlos 
streichen! Man sollte JEDE noch so triviale Sache SOLIDE prüfen, DANACH 
kann man vielleicht sicher sein. Siehe Fehlersuche.

von PittyJ (Gast)


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Falk B. schrieb:
> PittyJ schrieb:
>> Was ist das mit dem A0 am DAC 53401. Woran ist der angeschlossen?
>
> Schau mal in den Schaltplan. Jeweils mit +5V und GND.

Im Schaltplan schon. Aber was liegt da wirklich an?

von MaWin (Gast)


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Hast du mal versucht über die Broadcastadresse aus dem Datenblatt beide 
gleichzeitig anzusprechen? Wie verhält sich der nicht funktionierende 
Chip dann? Wenn er funktioniert, scheinst du ein Adressproblem zu haben.

von Falk B. (falk)


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Ein aktuelles Beispiel zum Thema "ich bin sicher" ;-)

Beitrag "Bus-powered FT232RL geht nur manchmal"

" Viel an Aufbau-Hinweisen hat ja das Datenblatt nicht ;), die, die es 
hat, habe
ich eingehalten."

von Felix F. (felix_f247)


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Lothar M. schrieb:
> Felix F. schrieb:
>> Kannst du dir Vorstellen, dass hier ein Problem liegt? Also das über die
>> Festlegung der Adresse ich den anderen DAC lahmlegen kann?
> Du musst "das Problem" vereinfachen und aufteilen. Und es dann Schritt
> für Schritt angehen. Aus diesem Grund wäre es wichtig, herauszufinden,
> was denn sicher geht und ob das reproduzierbar ist.
>
> So was simples wie "Ist Benzin im Tank?", also schlicht die
> Durchgängigkeit und Stabilität der Versorgung hast du sicher schon
> kontrolliert.

Ich bin ehrlich, da ich bisher mit der Versorgung keinerlei Probleme 
hatte, habe ich mir diese noch nicht in diesem Zusammenhang angeschaut. 
Ich werde dazu morgen mal Messungen machen, ob die Versorgung stabil 
ist.
Was ich aber schon mal beisteuern kann, ist ein Screenshot in dem man 
sieht, wie ich mir die Versorgung zusammenbaue, siehe Anhang.
Die +L12V0 speise ich mit einem ordentlichen Netzteil ein mit 
ausreichender Strombegrenzung.

Die Dimensionierung der Widerstände rund um "DC2" habe ich eben nochmal 
kontrolliert, entspricht dem Datenblatt...

von Felix F. (felix_f247)


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Achim S. schrieb:
> Felix F. schrieb:
>> Oszi Messungen habe ich,
>
> das ist auf der isolierten Seite gemessen? und dem Signal voraus ging
> eine korrekte StopCon? dann würde ich auch vorschlagen: am nicht
> funktionierenden DAC messen, ob irgendwas"komisch" ist.
> (Spannungseinbruch, fehlender Kontakt, ...) dazu alle Pins des Baustein
> durchmessen und wirklich auf den Pins messen (nicht auf der Leiterbahn
> neben dem Pin)

Die Messungen habe ich auf der Sekundärseite des ADUM1250 gemacht, da 
dieser noch eine Bauform hat, an die ich Messleitungen anlöten konnte. 
Bei den DAC53401 Teilen kriege ich das nicht mehr hin, die Pins sind so 
klein und kaum zu erreichen.

Aber da du auf fehlenden Kontakt o.Ä. anspielst: Eventuell gibt es ja 
bei der Bestückung dieser DACs ein Problem. Möglicherweise wird die 
Fläche nicht ordentlich erhitzt oder es ist zu wenig Lötzinn vorhanden. 
Viel machen kann ich da selbst nicht, aber ich könnte den Bereich und 
das Bauteile bzw. die beiden Bauteile mal moderat mit dem Heißluftföhn 
bearbeiten.

von Felix F. (felix_f247)


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PittyJ schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> PittyJ schrieb:
>>> Was ist das mit dem A0 am DAC 53401. Woran ist der angeschlossen?
>>
>> Schau mal in den Schaltplan. Jeweils mit +5V und GND.
>
> Im Schaltplan schon. Aber was liegt da wirklich an?

Ja, die A0 Pins der DACs sind ordentlich angeschlossen. Die Verbindung 
zu +E5V0 bzw. EGND habe ich durchgemessen direkt am DAC...

von Felix F. (felix_f247)


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MaWin schrieb:
> Hast du mal versucht über die Broadcastadresse aus dem Datenblatt beide
> gleichzeitig anzusprechen? Wie verhält sich der nicht funktionierende
> Chip dann? Wenn er funktioniert, scheinst du ein Adressproblem zu haben.

Auch über den Broadcast kann ich jeweils nur einen DAC finden. Leider 
habe ich mit dem Broadcast Versuch keine Messungen aufgezeichnet, das 
kann ich aber morgen nachholen und werde dies auch tun. Ist sicher kein 
Fehler sich auch das mal anzuschauen was da auf dem Bus wirklich 
passiert.

von berndl (Gast)


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Hi Felix,

ein Versuch mit der Broadcast-Adresse waere auch meine erste Vermutung 
gewesen, aber das scheint es nicht zu sein... Mehrmals "draufballern" 
duerfte auch nix bringen...
Wenn bei dem Aufbau mit den Evalboards alles funktioniert, dann gibt es 
doch bestimmt groessere Unterschiede bei:

* Spannungsversorgung (der Baustein scheint aber keine besonderen 
Anforderungen zu haben, auch wird die A0-Adresse mit jedem Kommando neu 
gesamplet)

* Layout-Guidelines, das DB gibt da recht konkrete 
Hinweise/Anforderungen

Habt ihr das ueberprueft?

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Felix F. schrieb:
> Auch über den Broadcast kann ich jeweils nur einen DAC finden.
Wie stellst du da fest, dass irgendwas "gefunden" wurde? Denn beim 
Broadcast empfängt der Master ja nichts, es wird laut Datenblatt nur 
gesendet: "Broadcast is supported only in write mode."

Felix F. schrieb:
> Ja, die A0 Pins der DACs sind ordentlich angeschlossen. Die Verbindung
> zu +E5V0 bzw. EGND habe ich durchgemessen direkt am DAC...
Wurden die ICs manuell gelötet?

von Felix F. (felix_f247)


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Lothar M. schrieb:
> Felix F. schrieb:
>> Auch über den Broadcast kann ich jeweils nur einen DAC finden.
> Wie stellst du da fest, dass irgendwas "gefunden" wurde? Denn beim
> Broadcast empfängt der Master ja nichts, es wird laut Datenblatt nur
> gesendet: "Broadcast is supported only in write mode."
Ähm, da hast du mich jetzt. Das muss ich mir nochmal anschauen. Ich 
nehme das mit und gebe dann ein Update. Danke für den Hinweis...

> Felix F. schrieb:
>> Ja, die A0 Pins der DACs sind ordentlich angeschlossen. Die Verbindung
>> zu +E5V0 bzw. EGND habe ich durchgemessen direkt am DAC...
> Wurden die ICs manuell gelötet?
Da ich die Bestückung nicht selbst mache, muss ich mich hier schlau 
machen. Ich gehe aber zu 99% von einer maschinellen Bestückung und 
Verlötung aus. Das Bauteil sitzt einfach zu gerade für eine manuelle 
Arbeit.

von STK500-Besitzer (Gast)


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Felix F. schrieb:
> Das Bauteil sitzt einfach zu gerade für eine manuelle
> Arbeit.

Lass das nicht eine Feinlöterin (typischer Frauenberuf. Bei uns ist die 
LP-Fertigung komplett weiblich) hören. Dann gibt das was auf die Ohren.

von Felix F. (felix_f247)


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Gestern konnte ich einige Euren Anregungen überprüfen mit folgenden 
Ergebnissen:

1) Defekte OPs nach dem DAC? Eventuell Kurzschluss an deren Ausgängen?
R14 + R48 entfernt, somit beide ADCs lastfrei
Keine Auswirkungen auf Problematik

2) +E5V0 Versorgung prüfen und messen, während I2C Zugriff
Es konnten keine Einbrüche auf dem +E5V0 Netz festgestellt werden
Gemessen mit dem Oszi mit segmentiertem Speicher

3) Broadcast senden und mit Oszi aufzeichnen
Broadcast an die Adresse 0x47 wird mit einem ACK bestätigt, vermutlich 
zieht somit mindestens ein Slave SDA auf low, hilft uns also hier nicht 
weiter
Die gesendet Daten können ignoriert werden...
Oszi Aufnahme im Anhang

4) Lötstellen der betroffenen Bauteile kontrollieren
Sieht alles soweit i.O. Ich werde die Platinen dennoch nächste Woche vom 
Zulieferer prüfen lassen.

5) Layout Regeln für DAC53401 eingehalten?
Layout Vorgaben aus Datenblatt dienen als Beispiel
Mit Ausnahme der beiden PU and SLK und SDA wurde Alles weitestgehend 
beachtet
Die beiden fehlenden PU wurden manuell nachgerüstet

Aufgefallen ist mir noch ein weiterer Punkt zu dem ich noch nicht 
herausgefunden habe: Auf meinen Board ist der VFB Pin nicht 
angeschlossen, also n.c.
Dies ist ein Unterschied im Vergleich zu den verwendeten Eval Boards mit 
denen der Zugriff funktioniert hat.
Ich kann mir aber nicht vorstellen warum dies Auswirkungen auf die 
Adressierung bzw. den ACK haben soll.

Soweit mal der aktuelle Stand.
Ich freue mich auf Eure Kommentare in der Hoffnung, dass ich noch nicht 
am Ende bin :-)

: Bearbeitet durch User
von Patrick B. (p51d)


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Felix F. schrieb:
> 3) Broadcast senden und mit Oszi aufzeichnen
> Broadcast an die Adresse 0x47 wird mit einem ACK bestätigt, vermutlich
> zieht somit mindestens ein Slave SDA auf low, hilft uns also hier nicht
> weiter
> Die gesendet Daten können ignoriert werden...
> Oszi Aufnahme im Anhang

Naja, dann wäre hier vielleicht der Ausgang des DAC interessant, ob 
beide einen gleichen Signalverlauf haben, wenn du per Broadcast z.B. ein 
Dreieck/Rechteck simulierst. Weil wie du bereits festgestellt hast, sagt 
das ACK nicht viel aus...

Schon mal die anderen 2 Adressen versucht (0x94, 0x96)? Rein für Fehler 
oder gleiches nACK Verhalten zu simulieren?
Der A0-Pin lässt sich ja auf 4 Varianten anschliessen um 4 Adressen zu 
generieren

: Bearbeitet durch User
von Achim S. (Gast)


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In einem Thread im TI-Forum wird empfohlen, die Spannung an Pin 4 (Cap 
für internen LDO) nachzumessen. Sie muss zwischen 1,55V und 1,6V liegen, 
wenn der Baustein korrekt hochgepowert ist.

Ansonsten würde ich weiter versuchen, die Spannungsverläufe an allen 
Anschlusspins nachzumessen. Mir ist klar, dass man nicht gut rankommt 
und der Pitch ziemlich eng ist. Aber mit der (Nadel-)Spitze des 
Tastkopfs geht an der Seite des Gehäuses ja vielleicht doch was.

von Falk B. (falk)


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Felix F. schrieb:
> Ich freue mich auf Eure Kommentare in der Hoffnung, dass ich noch nicht
> am Ende bin :-)

Was soll das mit dem Broadcast? Sprich ganz normal die korrekte Adresse 
an! Das muss gehen. Im Zweifelsfall jeweils einen der ICs vom I2C 
trennen, entweder die Leitungen unterbrechen oder den IC auslöten.

von Felix F. (felix_f247)


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Falk B. schrieb:
> Felix F. schrieb:
>> Ich freue mich auf Eure Kommentare in der Hoffnung, dass ich noch nicht
>> am Ende bin :-)
>
> Was soll das mit dem Broadcast? Sprich ganz normal die korrekte Adresse
> an! Das muss gehen. Im Zweifelsfall jeweils einen der ICs vom I2C
> trennen, entweder die Leitungen unterbrechen oder den IC auslöten.

Lieber Falk,

ich versuche es mal mit deinen Worten zu sagen:
"Die Wörter DAS MUSS GEHEN würde ich bei so einer Kommunikation 
ersatzlos
streichen! Man sollte JEDE noch so triviale Sache SOLIDE prüfen, DANACH
kann man vielleicht sicher sein. Siehe Fehlersuche."

Ich versuche mir Mühe zu geben in meinem Beiträgen und bin für jede 
KONSTRUKTIVE Hilfe dankbar. Wer das anders sieht, darf gerne still 
mitlesen ;-)

von STK500-Besitzer (Gast)


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Felix F. schrieb:
> Ich versuche mir Mühe zu geben in meinem Beiträgen und bin für jede
> KONSTRUKTIVE Hilfe dankbar. Wer das anders sieht, darf gerne still
> mitlesen ;-)

Das  ist aber nur Rumgestochere.
Fehlersuche sieht so aus, dass eben NUR der "fehlerhafte" Baustein am 
Bus hängt.

von LT8356 (Gast)


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Also ich würde eher beim DAC anfangen zu suchen.

TI hat einem damit viel Schlangenöl eingeträufelt.
1. Man kann die Geschwindigkeit des I2C-Buses in einem Register setzen. 
Dadurch ändern sich aber die erlaubten rise and fall Zeiten für die 
Signalen. Das könnte ein Problem sein. Besonders, falls der Baustein 
doch schon vorkonfiguriert wurde.
2.Der Adresspin für die I2C-Adresse hat leider 4 mögliche Einstellungen. 
Mit Anschluß an SCL hat man eine weitere mögliche Adresse oder auch an 
SDA. Fragt nicht was TI dort gemacht hat.Wenn der Adresspin in der Luft 
hängt, sind auch zwei weitere Adressen möglich.
3. Die Kapazitäten für die Spannungsversorgung mit LDO sind nur mit 
einem Nebensatz erwähnt. Aber gerade dieser Bereich kann zu Schwingen 
anfangen und damit den Baustein außer Funktion. Besonders die 10µF am 
CAP-Pin würde ich näher an die Empfohlenen von 1,5µF bringen.
4.Wenn der FB-Pin nicht angeschlossen ist, gibt es auch nur Ärger.

Natürlich ist der ADUM1250 auch nicht ohne, weil durch die Rückkopplung 
bei Störungen das Signal kippen könnte.

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