Forum: PC Hard- und Software µSD-Karte unter Windows 10 als non-removable drive mounten


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von Walter T. (nicolas)


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Guten Morgen,

der in meinem aktuellen Laptop eingebaute Speicherkartenleser ist so 
aufgebaut, dass sich die Speicherkarte nur unter zuhilfenahme eines 
nicht immer vorhandenen ausreichend langen Daumennagels auswerfen lässt. 
Aber er ist schnell. Anscheinend sehen die PC-Hersteller also -so wie 
schon lange die Handy-Hersteller- die Speicherkarte jetzt als billige 
Speichererweiterung an. Folerichtig ist jetzt ein 
USB-Speicherkartenleser in meiner Laptop-Tasche und im eingebauten 
Speicherkartenleser steckt dauerhaft eine 512-GB-µSD als digitale 
Grabbelkiste.

Was mich daran nervt, ist dass die µSD-Karte als "removable Device" 
aufgeführt ist. Die Geschwindigkeit ist OK. Aber wenn ich sie 
versehentlich auswerfe, ist einmal Computer herunter- und wieder starten 
fällig. Das passiert mir manchmal unter "Cura" (einem Slicer für den 
3d-Druck). Außerdem bietet "Cura" mir einen Export auf "removable 
Devices" ein, wobei sich besagte Speicherkarte immer vordrängelt, weil 
sie prinzipbedingt immer als erstes da ist.

Gibt es unter Windows 10 einen Weg, diese Speicherkarte als "normalen" 
Datenträger einzubinden?

von Georg (Gast)


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Walter T. schrieb:
> Aber wenn ich sie
> versehentlich auswerfe, ist einmal Computer herunter- und wieder starten
> fällig

Dann ist sie aber gerade nicht "removable"??

Georg

von DerEgon (Gast)


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Gemeint ist, daß er auf "Auswerfen" klickt, weil er sich verklickt. Dann 
muss man, damit die Karte wieder funktioniert, sie rausholen und wieder 
reinstecken.

von Ingo W. (uebrig) Benutzerseite


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Eventuell im Gerägemanager das übergeordnete Gerät (Kartenleser) 
deaktivieren und wieder aktivieren. Kann man eventuell auch mit einer 
Batchdatei automatisieren. Bin zu lange aus Windows raus.

von Rüdiger B. (rbruns)


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Laufwerksbuchstabe ändern.

von ... (Gast)


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Du koenntest evtl. eine winzige und ungenutzte NTFS-Partition
auf der Karte erzeugen.
Ob sie das aber zu einer "Local Disk" macht?
Damit die Karte weiterhin "kompatibel" zum SD-Standard bleibt,
muesste man das Verkleinern aber haendisch im MBR machen,
damit die 1. Partition mit ihren uebrigen Eintraegen erhalten
bleibt.

Ansonsten die Karte als Netzlaufwerk freigeben und auf dem
selber Rechner mounten.

von ... (Gast)


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Ergaenzend noch einen "Link" auf das Netzlaufwerk auf den Desktop legen.
Dadurch ist es "used".

von Walter T. (nicolas)


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Hmm... NTFS formatieren und dann in einem Ordner mounten könnte es 
tatsächlich "used" machen und Auswerfen dauerhaft verhindern. Probiere 
ich mal aus.

Ob es das Laufwerk "local" macht, dass es nicht als "removable device" 
aufgelisted wird? Ich glaube nicht - aber das wäre auch untergeordnet.

Papierkorb wird wahrscheinlich auch nicht gehen.

Nachtrag: Es hat nicht geklappt. Das Laufwerk NTFS formatieren und 
sowohl als Buchstaben als auch in einem Ordner zu mounten beeinträchtigt 
nicht die Möglichkeit, es auszuwerfen. Netzwerkfreigabe auch nicht.

: Bearbeitet durch User
von c-hater (Gast)


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Walter T. schrieb:

> Gibt es unter Windows 10 einen Weg, diese Speicherkarte als "normalen"
> Datenträger einzubinden?

Nein.

Früher(tm) gab es mal einen Treiber, der es ermöglicht hat, 
Wechseldatenträger gegenüber Windows als "fixed" zu verkaufen. Aber das 
hat auch schon damals nicht für den Bootzeitpunkt funktioniert, was 
logisch ist, weil das System ja erstmal laufen muss, bevor es 
irgendwelche Treiber laden kann.

Der Treiber war wohl von Toshiba oder IBM, wenn ich mich richtig 
erinnere. Mir fällt aber nicht mehr ein, für welches Produkt genau. Er 
hat aber eben witzigerweise für alle Wechseldatenträger funktioniert und 
nicht nur für das eine konkrete, für das er eigentlich gedacht war, das 
war das Coole daran.

Aber für Windows10 ist dieser Treiber aber wohl sowieso vollkommen 
nutzlos, weil er sicher nicht von MS signiert ist.

von Manfred (Gast)


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Walter T. schrieb:
> Es hat nicht geklappt.

Windows verweigert das Auswerfen, wenn auf dem Datenträger eine Datei 
geöffnet ist.

Ein möglicher Ansatz könnte sein, aus dem Autostart heraus etwas von der 
SD-Karte laufen zu lassen bzw. eine Textdatei zu schreiben, die aber 
nicht geschlossen wird.

von michael_ (Gast)


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Man kann auch versuchen, den Schreibcache zu aktivieren.
"Bessere Leistung".
Dann wird das Entfernen komplizierter.

Oder auch das "ReadyBoost" versuchen.
Das habe ich aber nicht getestet.

von ... (Gast)


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> Es hat nicht geklappt

Eigenartig. Bei mir reicht der Link auf dem Desktop, damit
z.B. eine SD-Karte nicht bei einer RDP-Session "verschwindet".
Weil sie eben "Removable" wie Floppy/CD ist.
Und nur der lokale Benutzer darauf zugreifen soll.
Fuer Floppy/CD kann man ja fuer RDP eine Policy setzen.

> für welches Produkt
Micro-Drive vermutlich

von ... (Gast)


Angehängte Dateien:

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Ich habe grad nochmal geschaut, bei meinem System kann man
die SD-Card nicht auswerfen. Der Eintrag im Contextmenue fehlt :).

Da musste ich extra den generischen "Auswerfer" in der
Taskleiste bemuehen.
Und da schlaegt dann der Link auf dem Desktop zu.
Siehe Bild.

von Mr. Mini Tool (Gast)


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vielleicht mal mit "MiniTool® Partition Wizard Free" als Festplatte 
formatieren/einrichten

https://www.minitool.com/partition-manager/

von Norbert (Gast)


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Schon erstaunlich was für ein Affenturnen selbst für einfachste 
Aufgabenstellungen erforderlich ist.

Ach ja, nun noch etwas Konstruktives:
Falls(**) Windows eine /etc/fstab hat,
einfach eine einzelne Zeile eintragen. Fertig.

(**) Kenne mich mit den ›modernen‹ Betriebssystemen nicht so aus…

von ... (Gast)


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> Schon erstaunlich was für ein Affenturnen selbst für einfachste
> Aufgabenstellungen erforderlich ist.

Alles oberhalb des Kernels ist halt vermintes Gebiet.
Je weniger man davon benutzen muss, umso besser.
Die Entwicklung der UIs im Linuxbereich stellenweise aber
auch erschreckend.

Schlussendlich will Mann ja eigentlich nur:
- seinen Compiler
- seine IDE
- den Sequenzer
- einen Film ansehen
- etc.
laufen lassen.
Und das ganze andere Bling-Bling laesst Mann links oder rechts liegen.

von michael_ (Gast)


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Das Ansinnen des TO ist ja schon seltsam.
Warum will man das?
Als Datengrab gut.

Aber als Verknüpfung mit installierten Programmen ist keine gute Lösung.

Ich habe gerade mal ReadyBoost unter W7 getestet, sollte reichen.

von Walter T. (nicolas)


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... schrieb:
> Und da schlaegt dann der Link auf dem Desktop zu.

Welche Art von Link? NTFS Hardlink, oder eine einfache Verknüpfung? Bei 
mir verhindert beides kein Auswerfen.

Mr. Mini Tool schrieb:
> vielleicht mal mit "MiniTool® Partition Wizard Free" als Festplatte
> formatieren/einrichten

Welche Möglichkeiten hat man da (in Bezug auf das obengenannte Problem), 
die man in der Datenträgerverwaltung/GParted nicht hat? Ich finde keine 
Feature-Liste, nur ein nichtssagendes Youtube-Video.

: Bearbeitet durch User
von J. S. (jojos)


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afaik wird das removable vom disk Treiber hart kodiert gesetzt. Wie 
C-Hater schrieb gab es mal Hersteller Tools um 'non removable' in den 
Flash Controller zu brennen, das war aber zu Compact Flash Zeiten und 
eine Krücke. Bei SanDisk gab es gleiche CF, aber trotzdem verschiedene 
Controller. Dann brauchte man wieder ein Update des Tools und das gab es 
nicht lange. Andere Lieferanten boten eine 'non removable' Version an, 
gab es aber nur über Distributoren.
Einen Unterschied macht noch der Write Cache, der ist bei den removable 
deaktiviert damit das manuelle Auswerfen nicht nötig ist.
Und die Frage ist wieviele Schreibzyklen diese kleinen Flash aushalten, 
für Video oder Fotospeicher ist da ja nicht viel Dynamik.

von c-hater (Gast)


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c-hater schrieb:

> Der Treiber war wohl von Toshiba oder IBM, wenn ich mich richtig
> erinnere. Mir fällt aber nicht mehr ein, für welches Produkt genau.

Mit ein wenig Googlen habe ich mein Gedächtnis aufgefrischt.

IBM war richtig, denn das eigentliche Target war ein "IBM-Microdrive". 
Der Treiber allerdings war nicht von Toshiba, sondern von Hitachi. Naja, 
nahe dran ist trotzdem noch daneben.

Mehr Details fidet man z.B. hier:

https://www.youtube.com/watch?v=cQc3eKcx6EE

insbesondere auch, wie der Treiber heißt und wie man ihn dann benutzen 
muss.

von ... (Gast)


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> ein wenig Googlen

Lesen haette gereicht:
Beitrag "Re: µSD-Karte unter Windows 10 als non-removable drive mounten"

@ TO:
Wenn das mit einem Link auf dem Desktopf bei dir nicht funktioniert,
dann eben so:

cmd /c "type con: >>D:\MAKEUSED"

In einen Desktoplink packen und nur 1x draufklicken.
Dem Link kannst du gleich ein "minimieren" mitgeben...

von michael_ (Gast)


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Probier es doch mal mit Ready Boost..
Es tut wirklich nicht weh!
Auch unter Eigenschaften einstellbar.

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