Forum: PC Hard- und Software Wie viel Energie benötigt das Internet?


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von Kai (Gast)


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Hallo,
gibt es seriöse Schätzungen, wie viel Energie das Internet weltweit 
verbraucht, auch unter Einbeziehung der benötigten Energie für die 
Herstellung der Infrastruktur wie Leitungen, Halbleiter, Satelliten, 
Klimatisierung von Serverräumen usw.?

von Bell (Gast)


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Es wird geschätzt, daß derzeit 20-25% der gesamten Stromerzeugung der 
Welt für IT Zwecke benötigt wird. Habe ich irgendwo mal gelesen. Ob das 
realistisch ist, weiß ich nicht.

von Dieter (Gast)


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Beim Strom einfach mal der Verbrauch der Sektoren Haushalte zur 
Industrie von 1990 mit 2020 vergleichen. Das kommt näherungsweise gut 
hin.

Bei Dir zu Hause früher ein Telefon, das aus der Telefonleitung gespeist 
wurde. Bei 1h Telefonate im Durchschnitt und 40 Mio Haushalte waren das 
rund 4kWh/Jahr*40Mio, aber nicht auf Deiner Stromrechnung.

Dein Telefonrouter benötigt in Ruhe rund 7W im Betrieg moderates surfen 
10W. Da bist Du bei 80kWh/Jahr*40Mio.

Dazu kommt noch der Rechner mit Monitor, rund 80kWh (wenn nur 2h täglich 
genutzt)
Das Smartphone nur täglich einmal wieder nachgeladen, kommen rund 
5kWh/Jahr hinzu.

von Christoph Z. (christophz)


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"Eine kurze  Anleitung zur nachhaltigen Digitalisierung - Was Bits und 
Bytes  mit Ressourcenverbrauch zu tun haben"

https://www.woz.ch/system/files/epaper/woz/pdf/woz_ratgeber_digitale_nachhaltigkeit_nov20.pdf

von Udo K. (udok)


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Bell schrieb:
> Es wird geschätzt, daß derzeit 20-25% der gesamten Stromerzeugung der
> Welt für IT Zwecke benötigt wird. Habe ich irgendwo mal gelesen. Ob das
> realistisch ist, weiß ich nicht.

Das stimmt sicher nicht.

Der Stromverbrauch weltweit liegt ca bei ca. 23845 Terrawattstunden.
Siehe 
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/239764/umfrage/weltweiter-stromverbrauch/

Wenn ich mit meinem Laptop mit geschätzten 10 Watt, 8 Stunden pro Tag, 
300 Tage pro Jahr online bin:

10*8*300 = 24kWh

Wenn das ca. 1 Milliarde Menschen im Jahr machen:

24 kWh*1e9 = 24 Terrawatt.

Gesamter Stromverbrauch ist ca. 24000 Terrawattstunden.

Damit liegt der weltweite Verbrauch bei ca. 1 Promille.

Ok, viele haben einen PC, der mehr verbraucht.  Dafür haben viele ein 
Smartphone, das weniger verbraucht, und die wenigsten haben den PC 8 
Stunden 7 Tage die Woche an.

Ok, die IT Infrastruktur ist da nicht dabei, ich gehe aber davon aus, 
dass die Infrastruktur < 10% des Stromverbrauchs der Benutzer ausmacht.

Mit der groben Abschätzung liege ich also bei ca. 1 Promille.

Gruss,

Udo

: Bearbeitet durch User
von Helmut -. (dc3yc)


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Udo K. schrieb:
> 24 kWh * 1e9 = 24 Terrawatt.

Das hat mit "Erde" nichts zu tun! Die Potenzabkürzung heißt "Tera".

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Ranga Yogeshwar hat mal gesagt, dass bei Nutzung der Suchfunktion im 
Internet, pro Anfrage soviel Energie verbraucht wird, wie eine 8 Watt 
Energiesparlampe pro Stunde verbraucht. Das war allerdings vor 10 
Jahren.

Heute wird das Internet wohl deutlich energieeffizienter aufgebaut sein, 
als noch vor 10 Jahren.

von Wonneproppen (Gast)


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Helmut -. schrieb:
> Das hat mit "Erde" nichts zu tun!

Sondern mit "Ungeheuer" (τέρας).

von Udo K. (udok)


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Michael M. schrieb:
> Ranga Yogeshwar hat mal gesagt, dass bei Nutzung der Suchfunktion im
> Internet, pro Anfrage soviel Energie verbraucht wird, wie eine 8 Watt
> Energiesparlampe pro Stunde verbraucht. Das war allerdings vor 10
> Jahren.
>
> Heute wird das Internet wohl deutlich energieeffizienter aufgebaut sein,
> als noch vor 10 Jahren.

Das war schon damals falsch.  Eine Suchfunktion dauert vielleicht 0.2 
Sekunden.
Wenn die Suche auf einem 1000 Watt Server ausgeführt wird, dann sind das
0.2/(60*60)*1000 = 0.06 Wattstunden.  Eine 8 Watt Lampe braucht in der
Stunde 8 Wattstunden, also das 144 fache.

von Georg M. (g_m)


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> Wie viel Energie benötigt das Internet?

Weltweit beträgt der Stromverbrauch der Informations- und 
Kommunikationstechnik im Jahr 2018 etwa 2300 Terawattstunden (TWh).
Allein das Internet hat damit einen Anteil von 10 Prozent am weltweiten 
Stromverbrauch.

https://de.wikipedia.org/wiki/Digitalisierung

Beitrag #7155119 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Udo K. (udok)


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Georg M. schrieb:
> Weltweit beträgt der Stromverbrauch der Informations- und
> Kommunikationstechnik im Jahr 2018 etwa 2300 Terawattstunden (TWh).
> Allein das Internet hat damit einen Anteil von 10 Prozent am weltweiten
> Stromverbrauch.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Digitalisierung

Darin stehen nur unbewiesene Behauptungen...

von Udo K. (udok)


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Martin schrieb im Beitrag #7155119:
> Tatsache bleibt dass wer wirklich grün denkt, wer den klimawandel ernst
> nimmt, wer zur letzten generation gehört sollte das internet nicht
> nutzen.

Das ist sicher keine Tatsache, sondern eine Behauptung ohne Beweis.

von F104G (Gast)


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Georg M. schrieb:
> Allein das Internet hat damit einen Anteil von 10 Prozent am weltweiten
> Stromverbrauch.

Wenn man mal die *orno-Seiten abschalten würde, wären es vielleicht noch 
0,2% :-)

von MaWin (Gast)


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Udo K. schrieb:
> Darin stehen nur unbewiesene Behauptungen...

Ja nun, Beweise wirst du nicht finden, nur bessere und schlechtere 
Schätzungen.

Aber einen erklecklichen Anteil am Stromverbrauch machen Bitcoin-Miner 
aus und Videostreaming.

Dann die dauerlaufenden Server die meist nichts zu tun haben.

Und ganz zum Schluss kommt dein PC.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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F104G schrieb:
> Wenn man mal die *orno-Seiten abschalten würde, wären es vielleicht noch
> 0,2% :-)

Naja die _orno-Seiten sind nur was für junge Leute. Bei uns alten Säcken 
ist dieses Bedürfnis zum Glück bereits abgestorben. Da hat man wieder 
Zeit für interessantere Dinge :-)

von ... (Gast)


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> Wenn man mal die *orno-Seiten abschalten würde, wären es vielleicht noch
> 0,2% :-)

Das Verbot jeglicher Werbung im Internet würde genauso 90 % der
Energie einsparen. Die wird pikanterweise obendrein noch per
Javascript dem unfreiwilligen Werbeopfer auferlegt.

Weg damit!

von loeti2 (Gast)


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F104G schrieb:
> Wenn man mal die *orno-Seiten abschalten würde, wären es vielleicht noch
> 0,2% :-)

Damit wäre das Internet dann auch tot, es gibt ja ein Video
"The internet is for corn"...

Beitrag #7155141 wurde vom Autor gelöscht.
von ... (Gast)


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> Ein 1-Sockel Server mit einem AMD EPYC liegt bei
> 200-300W, plus Storage, und verarbeitet 128 Threads echt parallel.

Ja, dass Erzeugen von SPAM ist zu billig.

von from Monday to Sunday for Future (Gast)


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Endlich werden richtige Themen angesprochen. Aber auch die 
Energiefresser im Haushalt sollten konsequent per Gesetz verboten 
werden. Bei Kaffeemaschinen, Staubsaugern und Glühbirnen wurde bereits 
vom Gesetzgeben reagiert.

Niemand braucht mehrere Monitore und Rechner mit 500W Netztteilen. Jeder 
muss seinen Beitrag leisten. Auch die Klimaleugner mit drei Monitoren 
und zwei Rechnern (und vielleicht dazu noch mit einem ausfahrbaren 
Tisch!).

PS: Und die Anzahl der Google-Anfragen limitieren (z.B. max 10 pro Tag) 
- das könnte ein guter Anfang sein!

von Kai (Gast)


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Danke für die regen Antworten!

Ich frage mich grade, ob man kollaterale Sachen wie das Cryptomining 
auch dem Internet-Energieverbrauch zuschlagen müsste.


Darüber hinaus hilft das Netz auf die eine oder andere Weise vielleicht 
auch, Energie zu sparen. Hat jemand dazu eine Idee?

... schrieb:
> Das Verbot jeglicher Werbung im Internet würde genauso 90 % der
> Energie einsparen.
Sehr interessanter Gedanke!

von (prx) A. K. (prx)


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MaWin schrieb:
> Aber einen erklecklichen Anteil am Stromverbrauch machen Bitcoin-Miner
> aus und Videostreaming.

Yep, das ist der teurere Anteil. Eine Google-Anfrage ist selbst mit der 
gesamten dafür erforderlichen Infrastruktur vergleichsweise Kleinkram. 
Bei Streaming spielen aber nicht nur bei Clients und Servern mit, 
sondern ganz besonders die Netzwerk-Infrastruktur dazwischen.

von from Monday to Sunday for Future (Gast)


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Kai schrieb:
> Ich frage mich grade, ob man kollaterale Sachen wie das Cryptomining
> auch dem Internet-Energieverbrauch zuschlagen müsste.

Natürlich! Genauso wie Computergaming.

von Udo K. (udok)


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Als erstes sollte man Redbull verbieten:
https://de.globometer.com/recycling-redbull.php

Weltweit werden 68 Millionen Tonnnen Aluminium produziert.
Um ein Kilo zu schmelzen braucht man 700 Wattstunden.

Das sind ca. 0.2 % des weltweiten Stromverbrauchs.

Die 4 Milliarden Redbull Dosen pro Jahr machen zwar nur 0.1%
des Aluverbrauchs aus, aber der Zucker ruiniert unser Gesundheitssystem.

Siehe Robert Lustig, die bittere Wahrheit über Zucker:
https://www.youtube.com/watch?v=dBnniua6-oM

Gruss,

Udo

von J.-u. G. (juwe)


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Udo K. schrieb:
> Wenn das ca. 1 Milliarde Menschen im Jahr machen:

Es gibt ca. 5 Mrd. Internetnutzer weltweit.

https://www.enviam-gruppe.de/energiezukunft-ostdeutschland/verbrauch-und-effizienz/stromverbrauch-internet

Udo K. schrieb:
> Ok, die IT Infrastruktur ist da nicht dabei, ich gehe aber davon aus,
> dass die Infrastruktur < 10% des Stromverbrauchs der Benutzer ausmacht.

Wie ebenfalls obiger Quelle zu entnehmen ist, benötigt die IT 
Infrastruktur in Deutschland bereits bereits 13 TWh/a. Also mehr als 50% 
Deines geschätzten weltweiten Benutzerstromverbrauchs allein durch die 
Infrastruktur in Deutschland.

von Udo K. (udok)


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from Monday to Sunday for Future schrieb:
> Endlich werden richtige Themen angesprochen. Aber auch die
> Energiefresser im Haushalt sollten konsequent per Gesetz verboten
> werden. Bei Kaffeemaschinen, Staubsaugern und Glühbirnen wurde bereits
> vom Gesetzgeben reagiert.

Bevor nicht die (Leuchtreklame) Werbung in der Stadt drastisch 
eingeschränkt wird, mache ich da nichts.  Die braucht nicht nur Energie, 
sondern führt zur Verblödung.

von Helge (Gast)


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Stetes Ärgernis für mich sind Sender mit "Zwangs-HD", die keine 
niedrigeren Auflösungen erlauben. Nachrichten schauen geht auch mit 
640x480, aber bei solchen HD-Kanälen werden mein Modem und auch der 
Laptop recht heiß.

Vermutlich geht auch viel Rechenleistung für Werbung drauf, wenn ich mir 
z.B. Webseiten mit ca. 100 cookies und Einbettung entsprechend vieler 
ad-server ungefiltent anschauen würde. ublock und noscript sind also 
Stromsparprogramme.

von from Monday to Sunday for Future (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Eine Google-Anfrage ist selbst mit der
> gesamten dafür erforderlichen Infrastruktur vergleichsweise Kleinkram.

Auch Kleinvieh macht Mist! Vielleicht ist der Energiebedarf pro Anfrage 
vernachlässigbar klein, aber wieviele Anfragen werden pro Minute 
abgeschickt?

Eben, ohne Regulierung wird auch diese Sache böse ausgehen.

von Udo K. (udok)


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J.-u. G. schrieb:
> Es gibt ca. 5 Mrd. Internetnutzer weltweit.

Die aber nicht alle 8h/Tag ständig online sind.  Schon 1 Mrd. ist hoch 
gegriffen.

>
> 
https://www.enviam-gruppe.de/energiezukunft-ostdeutschland/verbrauch-und-effizienz/stromverbrauch-internet
>
> Udo K. schrieb:
>> Ok, die IT Infrastruktur ist da nicht dabei, ich gehe aber davon aus,
>> dass die Infrastruktur < 10% des Stromverbrauchs der Benutzer ausmacht.
>
> Wie ebenfalls obiger Quelle zu entnehmen ist, benötigt die IT
> Infrastruktur in Deutschland bereits bereits 13 TWh/a. Also mehr als 50%
> Deines geschätzten weltweiten Benutzerstromverbrauchs allein durch die
> Infrastruktur in Deutschland.

Bei einem Stromverbrauch von ca. 100 Watt / 8-Kerne-Intel-CPU sind das 
ca. 352 Millionen Prozessorkerne, die das ganze Jahr über laufen.

Das sind ca. 4 Prozessorkerne für jeden Deutschen, die zu 100% das ganze 
Jahr laufen.

Kommt mir arg übertrieben vor, oder wird in Deutschland so viel 
simuliert?

von J.-u. G. (juwe)


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Udo K. schrieb:
> Bei einem Stromverbrauch von ca. 100 Watt / 8-Kerne-Intel-CPU sind das
> ca. 352 Millionen Prozessorkerne, die das ganze Jahr über laufen.
>
> Das sind ca. 4 Prozessorkerne für jeden Deutschen, die zu 100% das ganze
> Jahr laufen.

Da gibt es schon etwas mehr Verbraucher als nur Prozessoren. Als erstes 
fällt mir da z.B. die Klimatisierung der Rechenzentren etc. ein. Und 
auch der Bedarf von Speichersystemen und Übertragungstechnik (Mobilfunk) 
spielt eine Rolle.

Beitrag #7155185 wurde vom Autor gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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Udo K. schrieb:
> Bei einem Stromverbrauch von ca. 100 Watt / 8-Kerne-Intel-CPU

Wie kommst du auf diesen Wert?

von Udo K. (udok)


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J.-u. G. schrieb:
> Da gibt es schon etwas mehr Verbraucher als nur Prozessoren. Als erstes
> fällt mir da z.B. die Klimatisierung der Rechenzentren etc. ein. Und
> auch der Bedarf von Speichersystemen und Übertragungstechnik (Mobilfunk)
> spielt eine Rolle.

Wird sicher so sein.  Aber ich gehe davon aus, dass die Prozessoren den 
Hauptteil ausmachen.  Die Kühlung in Rechenzentren ist heutzutage dank 
höherer Temperatur recht effizient.  Die Modems brauchen sicher auch 
etliches an Strom, aber davon gibt es viel weniger.

von DANIEL D. (hiege) Benutzerseite


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Was ist mit den Millionen Netzwerkswitchen die verbraten mehr als so 
mancher Desktop Rechner.

von Udo K. (udok)


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(prx) A. K. schrieb:
>> Bei einem Stromverbrauch von ca. 100 Watt / 8-Kerne-Intel-CPU
>
> Wie kommst du auf diesen Wert?

Hier zum Beispiel:
https://www.igorslab.de/amd-ryzen-7-5800x3d-gegen-den-rest-workstation-test-mit-einigen-schatten-aber-auch-etwas-licht/9/

von Udo K. (udok)


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DANIEL D. schrieb:
> Was ist mit den Millionen Netzwerkswitchen die verbraten mehr als so
> mancher Desktop Rechner.

Auf jeden Switch kommen N Rechner/Benutzer, damit spielen die in erster 
Näherung keine grosse Rolle.

: Bearbeitet durch User
von Udo K. (udok)


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from Monday to Sunday for Future schrieb:
> Auch Kleinvieh macht Mist! Vielleicht ist der Energiebedarf pro Anfrage
> vernachlässigbar klein, aber wieviele Anfragen werden pro Minute
> abgeschickt?

Laut google 3.8 Millionen.

von (prx) A. K. (prx)


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Udo K. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>>> Bei einem Stromverbrauch von ca. 100 Watt / 8-Kerne-Intel-CPU
>>
>> Wie kommst du auf diesen Wert?
>
> Hier zum Beispiel:

Das ist der Stromverbrauch während die Benchmarks laufen. Läuft dein 
Heim-PC 24 Stunden 7 Tage die Woche auf Vollast?

"Idle power consumption can be reduced to a mere 5.19W average with the 
default Windows Power Saver plan. Under this power plan, the 12600K 
retained a reasonable degree of system responsiveness and averaged 9.88W 
while in use for simple work tasks like typing and photo editing."
https://www.pcinvasion.com/intel-i5-12600k-gaming-performance-review/2/

: Bearbeitet durch User
von DANIEL D. (hiege) Benutzerseite


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Udo K. schrieb:
> Auf jeden Switch kommen N Rechner/Benutzer, damit spielen die in erster
> Näherung keine grosse Rolle.

Dafür laufen die Tag und Nacht, und alle paar km braucht man wieder 
einen. Dann hängen da noch die Funkmasten und andere Switche dran.

Dann WLAN in jeder Schule, MC Donalds, Rewe Markt, Firma, das läppert 
sich.

: Bearbeitet durch User
von Udo K. (udok)


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(prx) A. K. schrieb:
> Das ist der Stromverbrauch während die Benchmarks laufen. Läuft dein
> Heim-PC 24 Stunden 7 Tage die Woche auf Vollast?

Lies meine Text nochmal.  Ich bezog mich auf eine zu 100% laufende CPU,
und mit den 13 Terrawattstunden die die IT Infrastruktur angeblich 
verbraucht,
kann jeder Deutsche 4 CPU Kerne zu 100% das ganze Jahr betreiben.

Machen die alle Bitcoin-Mining?

von Udo K. (udok)


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DANIEL D. schrieb:
> Dafür laufen die Tag und Nacht, und alle paar km braucht man wieder
> einen. Dann hängen da noch die Funkmasten und andere Switche dran.
>
> Dann WLAN in jeder Schule, MC Donalds, Rewe Markt, Firma, das läppert
> sich.

Wie schon gesagt, kommt trotzdem auf jeden Switch viele Benutzer.
Und auch (moderne) Switches haben einen Standby Modus.

von Udo K. (udok)


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Als Vergleich:

Der Deutsche trink im Durchschnitt 68 Liter Tee:
https://www.teeverband.de/files/bilder/Presse/Marktzahlen/TeeReport_2020_ES.pdf

Der Stromverbrauch zum Tee Kochen liegt ungefähr bei 0.1% des 
Gesamtstromverbrauchs in DE von 556 Terawattstunden.
Das ist ca. so viel wie mein geschätzter (und sicher falscher) 
Stromverbrauch für Laptops/PCs/Smartphones.

Jetzt aber genug davon - sonst können wir uns das nicht mehr leisten.

Udo

von Maxe (Gast)


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Udo K. schrieb:
> Das war schon damals falsch.  Eine Suchfunktion dauert vielleicht 0.2
> Sekunden.
> Wenn die Suche auf einem 1000 Watt Server ausgeführt wird, dann sind das
> 0.2/(60*60)*1000 = 0.06 Wattstunden.  Eine 8 Watt Lampe braucht in der
> Stunde 8 Wattstunden, also das 144 fache.

Bist du Milchmädchen von Beruf? ALLE Seiten müssen zunächst indiziert 
werden, der Index muss ständig aktuell gehalten werden. Dazu müssen 
erstmal die Bots das Internet abgrasen und die Seiten in Suchindexe 
einpflegen. Die Crawler laufen rund um die Uhr, nichts mit 0,2s. Die 
0,2s beziehen sich nur auf die Abfrage des Indexes. Außerdem muss deine 
Suchanfrage noch archiviert werden mit sammt deinen 
Browser-Fingerprints, IP usw. Jeder Seitenlink, den du in der 
Suchmaschine aufrufst, meldet das an die Suchmaschine zurück um die 
Sortierung für die Zukunft anzupassen. Über die aktualisierten Daten 
laufen dann wieder rund um die Uhr Dienste drüber, um die Suchergebnisse 
zu sortieren.
Außerdem müssen alle Daten an Rechenzentren (angemietet bei Amazon, MS 
usw.) der NSA und des FBI (seperat) übermittelt werden. Da laufen dann 
noch auswertende Algorithmen drüber.
Der Energieverbrauch der Paketvermittlung ist da noch gar nicht 
berücksichtigt.

von Helmut H. (helmuth)


Angehängte Dateien:

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Hier die Aufteilung des Stromverbrauchs in deutschen Rechenzentren laut 
https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Rechenzentren-in-Deutschland-2022

von J.-u. G. (juwe)


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Hier mal ein Dokument zum Energieverbrauch von Rechenzentren in 
Deutschland:
https://www.bundestag.de/resource/blob/863850/423c11968fcb5c9995e9ef9090edf9e6/WD-8-070-21-pdf-data.pdf

Auf S. 6 gibt es ein Diagramm mit zeitlicher Entwicklung und grober 
Aufschlüsselung nach verschiedenen Bereichen.

Weiter hinten auch noch in Relation zu anderern Ländern und EU.

: Bearbeitet durch User
von Praktiker (Gast)


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Hallo

Insgesamt wird eine eindeutige Aussage sehr schwer werden da es ja viele 
Definitionen geben kann:

Zählt dir Herstellung der hardware mit dazu? Ist noch ein recht leicht 
zu definirender Punkt, es gibt aber vieles was halt ein wenig aber nicht 
ganz dazu gehört.
Nebenbei:
Was wird denn durch das "Internet" und all seine Dienste eingespart - 
z.B. an Gebäuden in Form von Läden, an Büros, an Fahrten, bezüglich der 
ganz praktischen Geldbeschaffung und  herstellung?

Und vor allem und ganz Fundamental:

Martin schrieb im Beitrag #7155119:
> Tatsache bleibt dass wer wirklich grün denkt, wer den klimawandel ernst
> nimmt, wer zur letzten generation gehört sollte das internet nicht
> nutzen.
>
> Insbesondere energieintesnsives wie video streamen oder google crawlbots
> müssen verboten werden!

Und wofür lebt man dann eigentlich wenn man diesen Grundgedanken 
weiterspinnt?
Krankenhäuser und Backupsyteme bei Feuerwehr, Notstromversorgung, das 
Militär die meist nie gebraucht werden und  der Katastrophenschutz 
ansich sind Energie"vernichter" ohne Ende - warum diese nicht 
abschalten.
Aller Verkehr der nicht mit Biologischer Antriebskraft verrichtet wird 
braucht jede menge Energie.
usw.
Das alles sind aber die Dinge die unser Leben lebenswert, einfacher und 
zum großen Teil angenehm machen - verzichten muss man wenn man nicht 
mehr am Leben ist...
Der neue ironische Titel auch den Grabstein lautet dann nicht mehr:
"Er starb Reich und Gesund, seine Erben danken es ihn"
sondern
"Er starb Reich, Gesund und hat sich nie was gegönnt auch keine Bildung 
und Unterhaltung außer einmal als er zu Fuß seine Wohnhöhle mal 
verlassen hat und die Wohnhöhle seiner Nachbarn in 20km Entfernung 
besuchte"

von Udo K. (udok)


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Maxe schrieb:
> Bist du Milchmädchen von Beruf? ALLE Seiten müssen zunächst indiziert
> werden, der Index muss ständig aktuell gehalten werden.

Das stimmt sicher.  Aber auf eine eine Indizierung kommen Tausende wenn 
nicht sogar Millionen Suchabfragen.  Ich würde daher schätzen, dass die 
Indizierung weniger Energie braucht.

von Udo K. (udok)


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Helmut H. schrieb:
> Hier die Aufteilung des Stromverbrauchs in deutschen Rechenzentren laut
> https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Rechenzentren-in-Deutschland-2022

Das bezweifle ich ja nicht (*).  Trotzdem kann mit der Energie jeder 
Deutsche 4 CPU Kerne zu 100% ein Jahr lang betreiben.  Das kommt mir 
halt viel vor.  Aber was weiss ich schon, welche Simulationen etwa im 
Aktienmarkt tagtäglich laufen.

Interessanterweise wird uns armen Endverbrauchern von den Grünen immer 
das schlechte Gewissen eingeredet...

Jetzt aber wirklich genug davon.
Udo

(*) Ein bischen bezweifle ich es schon - es dürfte ja alles andere als 
einfach sein zu den genauen Daten zu kommen.

: Bearbeitet durch User
von kleiner Admin (Gast)


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Ich kenne auch die Faustformel, dass etwa 10% der Energie für das 
Internet aufgewendet werden müssen und ca. 20% für die IT insgesamt.

Die vielen kleinen und großen Rechenzentren nicht vergessen. Wir haben 
20 Server, von denen nur zwei von außen sichtbar sind (als Teil des 
Internet).

Die Kühlung der Serverräume verursacht nach Faustformel doppelt so hohe 
Kosten wie der Stromverbrauch der Server selbst.

Switche sind auch nicht zu unterschätzen: unser "Core" hatte 3 NT mit 
jeweils 2 kW. Die hat Cisco da sicher zum Spaß eingebaut.

von Percy N. (vox_bovi)


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Udo K. schrieb:
> Das war schon damals falsch.  Eine Suchfunktion dauert vielleicht 0.2
> Sekunden.
> Wenn die Suche auf einem 1000 Watt Server ausgeführt wird, dann sind das
> 0.2/(60*60)*1000 = 0.06 Wattstunden.  Eine 8 Watt Lampe braucht in der
> Stunde 8 Wattstunden, also das 144 fache.

Welch Glück, dass der Anfragende unmittelbaren Zugriff auf den Server 
hat ...

von DANIEL D. (hiege) Benutzerseite


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Also überall wo ich bin als Handwerker ist ein Haufen Ketzwerkgaraffel 
was Tag und Nacht läuft.

von Scheitern ist geil (Gast)


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kleiner Admin schrieb:
> Ich kenne auch die Faustformel, dass etwa 10% der Energie für das
> Internet aufgewendet werden müssen und ca. 20% für die IT insgesamt.

Halte ich für komplett falsch, weil vom Haushaltsanteil abgeleitet, Und 
der berücktsichtigt eben nicht die Stromaufwendungen für Transport 
(Bahn, zunehmend auto, gering Transportbänder). Die Aufwendung für 
prozesswärme (Elektrostahlöfen etc. pp. dürfte auch immens sein). Ich 
tippe da eher auf einstelligen bereich 1% für Internet und co.

Man könnte ja schauen wie sich der Gesamtenergiebedarf für Länder 
verändert wenn sie Internet einführen. beispielsweise Mongolei oder 
Nordkorea. Das dürfte den bedarf nur gering verändern.

von Udo K. (udok)


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Percy N. schrieb:
> Welch Glück, dass der Anfragende unmittelbaren Zugriff auf den Server
> hat ...

Dank Lastverteilung hat er den, oder wie glaubst du managed google 64000 
Anfragen pro Sekunde?

von ... (Gast)


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Mit der Abwaerme eines C7000 Bladeservers kann Mann sich bequem
die Haare foenen...
Und es passt nicht nur einer in ein 19"-Rack.

von ... (Gast)


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> Ich würde daher schätzen, dass die
> Indizierung weniger Energie braucht.

Der Qualitaet der Suchergebnisse legt nahe, dass fuer die
Indizierung ueberhaupt keine Energie aufgewendet wird.
Wozu auch. Als erstes kommen immer die "Werbeeinblendungen".

Das wirklich gesuchte Ergebnis findet sich irgendwo ab Seite 20.
Aber auch nur, wenn Mann mit einem + davor auf die Wichtigkeit
hingewiesen hat.

von Hans H. (loetkolben)


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Udo K. schrieb:
> Bevor nicht die (Leuchtreklame) Werbung in der Stadt drastisch
> eingeschränkt wird, mache ich da nichts.  Die braucht nicht nur Energie,
> sondern führt zur Verblödung.

Vielleicht sollten wir zu rein textbasierten Webseiten zurückkehren als 
ersten Schritt. Dann wäre der Lynx-Browser auch wieder sehr sinnvoll.

von W.S. (Gast)


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Michael M. schrieb:
> Heute wird das Internet wohl deutlich energieeffizienter aufgebaut sein,
> als noch vor 10 Jahren.

"wird wohl" heißt eigentlich "würde mir wünschen".
Aber denke mal an das schiere Datenvolumen für eine poplige 
Durchschnittsseite.
Einmal Google aufgerufen = etwa 1.5 MB
Einmal Ebay aufgerufen = etwa 2.5 MB
Einmal Ali aufgerufen = etwa 6 MB
Das war schon mal deutlich weniger. Und wenn man an die Zeiten von 
Fidonet usw. zurückdenkt, dann war das damals um Größenordnungen 
weniger. Ich denke mal, daß das Internet heutzutage insgesamt keineswegs 
energieeffizienter ist als früher. Alles und jedes ist weitaus 
aufgeblähter und solche Dinge wie Tracker, Textvorschläge während des 
Tippens, Umwege über NSA et.al. und so sind da noch gar nicht 
einbezogen.

W.S.

von Dieter (Gast)


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Udo K. schrieb:
> ... eingeschränkt wird, mache ich da nichts.

Also bevor andere nichts machen, macht er auch nichts. Endlich ist 
Wahrheit es raus. Je nach Threadthema wird die Vorbildfunktion 
herausgehoben, dann würden die meisten nachziehen.

Hans H. schrieb:
> Vielleicht sollten wir zu rein textbasierten Webseiten zurückkehren als
> ersten Schritt.

Das würde viel Aufwand sparen. Was allein an Traffik durch die Skripte, 
Bilder und Videos verursacht werden. Auch frisst das so viel Power, dass 
die Endgeräte immmer mehr Leistung in den Prozessoren brauchen. Der 
DRM-Schutz und die Verschlüsselung treibt das noch zusätzlich in die 
Höhe.

von kleiner Admin (Gast)


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Scheitern ist geil schrieb:
> Halte ich für komplett falsch, weil vom Haushaltsanteil abgeleitet, Und
> der berücktsichtigt eben nicht die Stromaufwendungen für Transport
> (Bahn, zunehmend auto, gering Transportbänder). Die Aufwendung für
> prozesswärme (Elektrostahlöfen etc. pp. dürfte auch immens sein). Ich
> tippe da eher auf einstelligen bereich 1% für Internet und co.

Mit "Energie" meinte ich den reinen Stromverbrauch, nicht die 
Primärenergie, die in der Industrie gerne auch mit Öl und Gas realisiert 
wird.

Hinzu kommt der ganze WAN-Bereich. Alle Anschlüsse enden in den grauen 
Kästen am Straßenrand, die aktive Komponenten haben.

Die VoIP-Telefone werden auch gerne per PoE vom zentralen Switch aus 
versorgt. Bei uns ist wegen Fax/GLT auch noch die analoge Telefonanlage 
in Betrieb. (So viel zum Sparen.)

Spektakulär sind natürlich die Supercomputer: Der neue LEVANTE für die 
Klimaforschung hat 1000kW und läuft natürlich 24/7 (Platz 63 der 
HPC-Top500).

Unsere Racks sind noch auf 4kW ausgelegt, moderne Installationen legen 
inzwischen auf >24kW aus. (Ein Rack ist grob gerechnet etwa 1qm 
Grundfläche in einem RZ).

von Percy N. (vox_bovi)


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Udo K. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>
>> Welch Glück, dass der Anfragende unmittelbaren Zugriff auf den Server
>> hat ...
>
> Dank Lastverteilung hat er den, oder wie glaubst du managed google 64000
> Anfragen pro Sekunde?

Klar, völlig leistungsfrei von meinem smarty zu googles server in 
transatlantien und wieder zurück. Oder hat google alle paar Milchkannen 
entfernt ein mirror-system?

von Percy N. (vox_bovi)


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DANIEL D. schrieb:
> Ketzwerkgaraffel

Das gefällt mir!

von oszi40 (Gast)


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kleiner Admin schrieb:
> Unsere Racks sind noch auf 4kW ausgelegt

Meine hatten bis 16kW beim Virenscanner plus KLIMATIESIERUNG plus USV. 
Man sollte auch die Millionen Fritzboxen die nun 24 h laufen müssen, 
weil kein Strom vom Amt mehr kommt, nicht vergessen. Kleinvieh macht 
auch Mist!

von Irgend W. (Firma: egal) (irgendwer)


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"Im Jahr 2018 machten die Rechenzentren mit 1,3 Terawattstunden etwa ein 
Fünftel des Gesamtstromverbrauchs in Frankfurt aus. Sie verbrauchen 
mittlerweile sogar mehr Strom als der Frankfurter Flughafen und sind 
damit der größte gewerbliche Stromabnehmer in Frankfurt."
- 
https://www.fr.de/frankfurt/rechenzentren-treiben-den-stromverbrauch-in-frankfurt-90027566.html

"Die Branche bemühe sich um mehr Energieeffizienz, die Steigerung könne 
aber mit dem Wachstum nicht mithalten, sagt Hintemann vom Borderstep 
Institut. In Frankfurt könnten theoretisch mit der Abwärme von 
Rechenzentren ganze Stadtteile geheizt werden."
- 
https://www.golem.de/news/de-cix-rechenzentren-boom-im-rhein-main-gebiet-macht-probleme-2201-162333-2.html

"Für Videostreaming in HD-Qualität entstehen je nach Übertragungstechnik 
unterschiedlich viel Treibhausgasemissionen. Der Anteil an den 
CO2-Emissionen durch die Datenverarbeitung im Rechenzentrum ist dabei 
mit jeweils 1,5 Gramm CO2 pro Stunde relativ gering. Entscheidend für 
die Klimaverträglichkeit von Cloud-Diensten wie Videostreaming ist 
hingegen, mit welcher Technik die Daten von dort zu den NutzerInnen 
übertragen werden..." => ganz unten
- 
https://www.funkschau.de/datacenter-netzwerke/die-co2-mission.192400.html


Die Glaskugeln (verschiedener Bauart:-)

"Etwa 80 % des Stromverbrauchs des Internets verursacht das Video-
Streaming."
"Die Experten kamen nach unterschiedlichen Modellierungen zu dem
Schluss, dass das Nutzerverhalten den Energiebedarf von Rechenzentren 
von 292 TWh im Jahr
2016 auf 353 TWh im Jahr 2030 erhöht, wenn die heutigen technologischen 
und verhaltensbezo-
genen Trends gleich bleiben" bla bla bla...
- 
https://www.bundestag.de/resource/blob/863850/423c11968fcb5c9995e9ef9090edf9e6/WD-8-070-21-pdf-data.pdf

"4. Wir wollen Verbraucher*innen dabei unterstützen, ihren Daten- und
Hardwarekonsum zu reduzieren:"
- 
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/politische-handlungsempfehlungen-green-cloud-computing_2020_09_07.pdf

"Wächst das Internet weiter so wie bisher, frisst allein das Web 
rechnerisch in 23 Jahren so viel Strom wie heute die gesamte Welt 
verbraucht. „Um den informationstechnischen Standard der Industrieländer 
auf die ganze Welt auszudehnen, wären bereits 40 Prozent der weltweiten 
Kraftwerksleistung notwendig“, ..."
- 
https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/internet-laeuft-voll-tsunami-im-netz-seite-6/2944390-6.html

von Wolfgang (Gast)


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Udo K. schrieb:
> Wenn ich mit meinem Laptop mit geschätzten 10 Watt, 8 Stunden pro Tag,
> 300 Tage pro Jahr online bin:
>
> 10*8*300 = 24kWh

Davon funktioniert noch keine Google Anfrage oder kein Cloud Speicher. 
Und deine Datenbits kommen damit bestenfalls bis zum nächsten 
Daten-Knoten in der Straße.

von Der böser QuerLeugner (Gast)


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from Monday to Sunday for Future schrieb:
> Niemand braucht mehrere Monitore und Rechner mit 500W Netztteilen. Jeder
> muss seinen Beitrag leisten. Auch die Klimaleugner mit drei Monitoren
> und zwei Rechnern (und vielleicht dazu noch mit einem ausfahrbaren
> Tisch!).

Richtig so! Und alle dürfen nur noch unter einer Decke heizen (max 3m²). 
Autofahren ist auch zu Ende und elektrische Zahnbürste 1x im Monat 
(max.)

Der Endsieg gegen das Klima ist dann sicher. Am deutschen Wesen soll die 
Welt genesen.

von (prx) A. K. (prx)


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Der böser QuerLeugner schrieb:
> Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.

Seit wann ist Joe Biden ein Deutscher?

von Onkel Ted (Gast)


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Kai schrieb:
> wie viel Energie das Internet weltweit verbraucht

Zu viel.

Technologie war ein Fehler.

Wir sollten das Internet und sämtliche Technologie sofort Abschalten!

von oszi40 (Gast)


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Onkel Ted schrieb:
> Internet sofort Abschalten!

Dann züchte ich in Zukunft Brieftauben. https://endedesinternets.de/

von Nano (Gast)


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Bell schrieb:
> Es wird geschätzt, daß derzeit 20-25% der gesamten Stromerzeugung der
> Welt für IT Zwecke benötigt wird. Habe ich irgendwo mal gelesen. Ob das
> realistisch ist, weiß ich nicht.

Wurden die Bitcoinminer da rausgerechnet?

von DANIEL D. (hiege) Benutzerseite


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Es ist ja nicht nur das Internet, wie oft steht irgendwo ein PC der Tag 
und Nacht an ist welcher eine stupide einfache Aufgabe übernimmt, z.b 
ein Zutrittskontrollsystem, oder vergleichbare Dinge. Überall stehen PCs 
welche Tag und Nacht an sind, welche irgendeine primitive Aufgabe 
übernehmen die im Grunde von einem dicken Mikrocontroller übernommen 
werden könnte

von Reinhard S. (rezz)


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Udo K. schrieb:
> DANIEL D. schrieb:
>> Was ist mit den Millionen Netzwerkswitchen die verbraten mehr als so
>> mancher Desktop Rechner.
>
> Auf jeden Switch kommen N Rechner/Benutzer, damit spielen die in erster
> Näherung keine grosse Rolle.

Jede Vermittlungsstelle/Technikstandort braucht, je nach Größe, schon 
mehrere kW. Das macht in Summe auch was aus.

Letztens ist bei einem KDG-Technikstandort für eine 70k-Stadt und deren 
Umland die 80A-Sicherung gefallen, weil die Klimaanlagen so viel zu tun 
hatten und die USV etwas ineffizient war. Nach Tausch der USV und 
Abschaltung einer der 4 Klimaanlagen liegt man jetzt bei ~50A bei 
jeweils allen 3 Phasen. Dauerlast. Und das ist kein großer Standort.

Der Verbrauch der lokal gespeisten Verstärker fürs Koax-Netz ist da noch 
nicht eingerechnet.

: Bearbeitet durch User
von Udo K. (udok)


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Reinhard S. schrieb:
> Jede Vermittlungsstelle/Technikstandort braucht, je nach Größe, schon
> mehrere kW. Das macht in Summe auch was aus.
>
> Letztens ist bei einem KDG-Technikstandort für eine 70k-Stadt und deren
> Umland die 80A-Sicherung gefallen, weil die Klimaanlagen so viel zu tun
> hatten und die USV etwas ineffizient war. Nach Tausch der USV und
> Abschaltung einer der 4 Klimaanlagen liegt man jetzt bei ~50A bei
> jeweils allen 3 Phasen. Dauerlast. Und das ist kein großer Standort.
>
> Der Verbrauch der lokal gespeisten Verstärker fürs Koax-Netz ist da noch
> nicht eingerechnet.

Interesssant, dass sind dann ca. 0.25 Watt pro Einwohner. Das bestätigt 
meine Vermutung, das die meiste Leistung beim Endbenutzer anfällt.

Der Umfang der Rechner im Bereich Grossfinanz, Bitcoin-Mining, 
Überwachung, oder Simulation ist sicher gewaltig.  Das sind aber alles 
eigene "Wirtschaftszeige", die im Bereich Finanzen oder Militär auch ihr 
eigenes Internet verwenden. Bitcoin Mining etwa braucht viel 
Rechenleistung aber wenig Internet.  Und in der Frage des TE ging es ja 
ums Internet.

Jedenfalls müsste der TE mal definieren was genau zum Internet 
dazugehört, weil heute hängt jede Firma irgendwie am Internet,
und daher würde das Internet ca. 24000 Terrawattstunden oder 100% der 
weltweiten Energie verbrauchen.

Video Streaming geht auf einem modernen Laptop/Handy ohne dass viel 
Energie verbraucht wird.  Das läuft in spezieller Hardware, da geht 
nicht mal der Lüfter am Laptop an - braucht also nicht viel Strom auf 
Benutzerseite, und ist in den 0.1% meiner Abschätzung inkludiert.
Auf Seite TCP/IP wird sich da wahrscheinlich auch nicht viel ändern, die 
Geräte senden sowieso immer, wenn nix da ist dann halt Nullen.

von DANIEL D. (hiege) Benutzerseite


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Udo K. schrieb:
> Interesssant, dass sind dann ca. 0.25 Watt pro Einwohner. Das bestätigt
> meine Vermutung, das die meiste Leistung beim Endbenutzer anfällt.

Da fehlen dann aber trotzdem noch hunderte weitere Switche und Umsetzer. 
Weil da sicher kein 70.000 Port Switch verbaut ist, und man ewig lange 
Leitungen zu jedem Haus gelegt hat.

von rbx (Gast)


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Ich hatte mal nach ökologischem Fußabdruck gesucht und das hier 
gefunden:

https://www.umdex.de/klimakiller-internet/#:~:text=Dies%20ergibt%20für%20das%20Jahr,Milliarden%20Kilo%20an%20CO2-Emissionen.

(https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/E/entwicklung-des-ikt-bedingten-strombedarfs-in-deutschland-abschlussbericht.html)

(muss man sich das was man haben will, rausschreiben, und umrechnen.
ca. ein halbes Kilo CO2 pro kwh in D passt wohl einigermaßen 
hinsichtlich standardisierter Schätzwerte. Man braucht auch 
Referenzwerte, wie z.B. den Autoenergieverbrauch.)
(Dann wäre das Internet ein Viertel vom Autoenergieverbrauch)(in D)

von Percy N. (vox_bovi)


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Udo K. schrieb:
> Terrawattstunden

Nenne es doch einfach "Gaiawattstunden", das klingt wenigstens nach 
Absicht (alkerdings auch reichlich prätentiös).

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