Forum: PC Hard- und Software Autoradio an Netzteil, Verständnis von Dauerplus


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von Ulf P. (bastler2004)


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Leider konnte ich mein konkretes Problem mit der Suchfunktion nicht 
lösen, daher meine Frage.

Ich habe ein Pioneer DEH-6400BT Autoradio an einem alten Monacor 13,8V 
Netzteil. Dauerplus und geschaltenen Plus zusammen, läuft.
Wenn das Netz ausfällt läuft es nicht, klar.
Wenn das Netz wiederkommt sind die Sender weg, auch klar.

Logischerweise brauche ich einen Pufferakku, wird wohl Bleigel mit 
Vorwiderstand und Diode ans Netzteil, soweit vermutlich problemlos.

Damit die Sender erhalten bleiben muss der Pufferakku natürlich an den 
Dauerplus.
Der geschaltene Plus also direkt ans Netzteil.

Aaaaber: Der Dauerplus ist an dem Ding die dicke Leitung mit der 
10A-Sicherung.
Wenn ich das Radio anmache nuckelt es mir doch sofort den Pufferakku 
leer oder habe ich einen Knoten im Hirn?

Kann mich bitte jemand auf meinen Denkfehler hinweisen, ich bin ja nicht 
der Erste der das gebacken bekommen wird...

Die Bedienungsanleitung ist sehr groß weil mehrsprachig, extrahieren 
oder ändern/löschen ist leider nicht zulässig.

Danke im Voraus
Gruß Ulf

von Peter M. (r2d3)


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Der deutsche Teil der Bedienungsanleitung umfasst nur 3 Seiten und 
beantwortet Deine Fragen - Du müsstest sie nur lesen!

Es steht alles explizit da.

von NichtWichtig (Gast)


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Das Netzteil könnte ja auch den Akku laden.

von Udo S. (urschmitt)


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Achtung: Wenn du da einen Pufferakku anschliesst heisst das dass am 
Eingang des Netzteils potente 12,6V anliegen wenn du es ausschaltest.

Nicht jedes Netzteil verträgt so eine Rückspannung!

Prüfen ob das Netzteil das abkann und wenn nicht unbedingt eine 
aureichend bemessene Diode in Reihe zum Netzteilausgang.

Ansonsten verstehe ich die Frage nicht so ganz. Das Radio wird sich den 
Strom für die Endstufe halt vom Kontakt 30 (Dauerplus) holen, mit dem 
Kontakt 15 wird es sich nur an und auschalten.

von Ulf P. (bastler2004)


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NichtWichtig schrieb:
> Das Netzteil könnte ja auch den Akku laden.

Ja danke, das habe ich schon vorgesehen:
"Pufferakku, wird wohl Bleigel mit Vorwiderstand und Diode ans Netzteil"

von Ulf P. (bastler2004)


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Udo S. schrieb:
> und wenn nicht unbedingt eine
> aureichend bemessene Diode in Reihe zum Netzteilausgang

Du meinst also auch:
"Pufferakku, wird wohl Bleigel mit Vorwiderstand und Diode ans Netzteil"

von Ulf P. (bastler2004)


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Udo S. schrieb:
> Strom für die Endstufe halt vom Kontakt 30 (Dauerplus)

Ja, das ist dann der Pufferakku, der nur über den Vorwiderstand wenig 
Strom aus dem Netzteil bekommt. Genau das ist mein Problem...

von Ulf P. (bastler2004)


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Udo S. schrieb:
> am
> Eingang des Netzteils potente 12,6V anliegen

Bei mir liegen da 230V~ an, aber danke für deine Hilfe.

von Ulf P. (bastler2004)


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Peter M. schrieb:
> Du müsstest sie nur lesen!

Ich habe nicht nur das getan, ich habe auch das Ding auf dem Tisch und 
dieses Bildchen unter dem dicken Wort "Netzkabel" mal so und mal anders 
herum ausprobiert.

von Andrew T. (marsufant)


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Ulf P. schrieb:
> Aaaaber: Der Dauerplus ist an dem Ding die dicke Leitung mit der
> 10A-Sicherung.
> Wenn ich das Radio anmache nuckelt es mir doch sofort den Pufferakku
> leer oder habe ich einen Knoten im Hirn?


Vielleicht nur einen kleinen.

Die 10A Sicherung dient dem Leitungsschutz,  d.h .wenn die Leitung eine 
Kurzschluss erfährt.
wenn Du ein Amperemeter in diese Dauerplus Leitung einschleifst, wirst 
Du im Standby  einige hundert Mikroampere bis wenige Milliampere messen.

von Ulf P. (bastler2004)


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Andrew T. schrieb:
> wirst
> Du im Standby  einige hundert Mikroampere bis wenige Milliampere messen.

Das stimmt. Und wenn ich das Autoradio an und laut mache sind es ~3-5A. 
Sicher zuviel für den Pufferakku...

von Udo S. (urschmitt)


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Udo S. schrieb:
> Achtung: Wenn du da einen Pufferakku anschliesst heisst das dass am
> Eingang des Netzteils potente 12,6V anliegen wenn du es ausschaltest.

Das sollte natürlich "am Ausgang des Netzteils" heissen.

Ulf P. schrieb:
> der nur über den Vorwiderstand wenig Strom aus dem Netzteil bekommt.
Der Vorwiderstand ist natürlich falsch. Du brauchst halt ein Netzteil, 
das den Akku auch aufladen kann. Also eins mit Strombegrenzung, falls 
der Akku einen zu hohen Ladestrom will.

von Ulf P. (bastler2004)


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Udo S. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Achtung: Wenn du da einen Pufferakku anschliesst heisst das dass am
>> Eingang des Netzteils potente 12,6V anliegen wenn du es ausschaltest.
>
> Das sollte natürlich "am Ausgang des Netzteils" heissen.
>
> Ulf P. schrieb:
>> der nur über den Vorwiderstand wenig Strom aus dem Netzteil bekommt.
> Der Vorwiderstand ist natürlich falsch. Du brauchst halt ein Netzteil,
> das den Akku auch aufladen kann. Also eins mit Strombegrenzung, falls
> der Akku einen zu hohen Ladestrom will.

Ich würde gerne die Leistung direkt aus dem Netzteil holen, nicht aus 
dem kleinen Pufferakku...

> Der Vorwiderstand ist natürlich falsch. []. Also eins mit Strombegrenzung,
Ich wollte den Strom mit dem Vorwiderstand begrenzen...

von Udo S. (urschmitt)


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Alternativ kannst du natürlich Akku und Netzteil mit je einer Diode in 
Durchlassrichtung von Plus des Netzteils bzw Akku zu Kontakt 30 
entkoppeln. und Kontakt 15 an Plus des Netzteils falls das Radio nur 
laufen soll wenn das Netzteil an ist.
Dann ist aber nicht geklärt wie der Akku geladen wird.

von Udo S. (urschmitt)


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Ulf P. schrieb:
> Ich würde gerne die Leistung direkt aus dem Netzteil holen, nicht aus
> dem kleinen Pufferakku...

Solange der Pufferakku direkt parallel zum Netzteil hängt (und auch wenn 
da die Diode zur Rückflussverhinderung drinhängt) wird der Strom über 
das Netzteil gezogen und nicht vom Akku.
Dafür sorgt die Spannungsdifferenz zwischen Laden und Entladen. Ein 
belasteter Blei-Akku geht schnell auf 12,6V zurück.
Im Auto hängt ja auch alles parallel am Starterakku, trotzdem wird er 
nicht entladen solange die LiMa genügend Strom liefern kann.

: Bearbeitet durch User
von foobar (Gast)


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Ich würde versuchen festzustellen, bei welcher Spannung am Steuereingang 
das Gerät abschaltet und welche Spannung an der Hauptversorgung nötig 
ist, um die Senderliste zu halten.  Dann noch den Strom im Stand-By 
messen.  Ggf reicht ja eine 4-6V-Batterie (nichtmal Akku) und zwei 
Dioden aus ...

von W.S. (Gast)


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Ulf P. schrieb:
> Aaaaber: Der Dauerplus ist an dem Ding die dicke Leitung mit der
> 10A-Sicherung.

Tja, so ein Autoradio hat eben nur einen wirklichen Versorgungseingang - 
und das ist eben derjenige, der auch im ausgeschalteten Zustand mit 
Spannung versorgt sein will. Alles andere sind quasi nur Schalteingänge, 
um die Displaybeleuchtung usw. einzuschalten.

Was du dir ausdenken mußt, ist also eine Schaltung, die sowohl den Akku 
auflädt, als auch die diversen Schalteingänge (Zündung und Beleuchtung) 
richtig bedient. Ich meine, daß der Datenerhalt auch erfolgt, wenn die 
Akkuspannung etwas niedriger ist als eine normale Bordspannung, aus dem 
Blauen heraus geschätzt 9..10 Volt. Da kannst du also mit normalen 
Dioden arbeiten und mit PNP-Transistoren, die erst dann Zündung und 
Beleuchtung auf High ziehen, wenn die Netzteilspannung wenigstens 1..2 
Durchlaßspannungen höher ist als die Akkuspannung.

W.S.

von Soul E. (soul_eye)


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Wenn das Radio seine Sender beim Motorstart im Winter nicht vergessen 
soll, dann sollte der Datenerhalt auch bei 6 V noch klappen.

Die Weckleitung (KL15) geht auf einen Interrupt-Pin des Controllers. Da 
fließt relativ wenig Strom.

Also:
* Netzteil über Ladeschaltung an Akku. Ladeschaltung natürlich so, dass 
bei abgeschaltetem Netzteil dieser nicht entladen wird.
* Akku über Diode an KL30 des Radios
* Netzteil über Diode an KL30 des Radios
* Netzteil an Weckleitung des Radios, ggf über RC-Glied verzögert.

von Walter Tarpan (Gast)


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Mein Autoradio in der Werkstatt hat keine Pufferbatterie und wird beim 
Start einfach per Fernbedienung (Arduino+IR-Diode) frisch konfiguriert.

von Manfred (Gast)


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Ulf P. schrieb:
> Wenn das Netz wiederkommt sind die Sender weg, auch klar.
> Logischerweise brauche ich einen Pufferakku, wird wohl Bleigel

Genau so ist das hier aufgebaut, wenn auch mit anderen Herstellern.

Einen Blei-Gel, neuerdings gerne als "VRLA" bezeichnet, am Radio und ein 
Steckerlader mit 13,8V / 500mA dran, Akku mit 7,2Ah.

Wenn man laut dreht, reichen die 500 mA nicht aus, egal, dann puffert 
der Akku den Strom. Im zeitlichen Durchschnitt liege ich unter 500 mA, 
so dass der am Netz nicht leer wird. Das Gebilde war ursprünglich als 
Baustellenradio zusammengenagelt, kann auch ein paar Stunden ohne 
Netzversorgung.

Den Ruhestrom bei Radio aus musst Du messen, der liegt hoffentlich unter 
1mA. Trotzdem besteht die Gefahr, den Akku zu tief zu entladen, wenn die 
Netzversorgung längere Zeit aus ist.

Soul E. schrieb:
> Also:
> [ .. ]
unnötiges Geschiss, Aufwandsmaximierung.

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