Merkwürdig codierte pdf-Datei

Gast #7157507
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Wenn ich die angehängte Datei unter Linux mit einem pdf-Viewer öffne, 
sieht sie ganz normal aus. Wenn man aber Text daraus in die 
Zwischenablage kopiert und in einen Editor pastet, bekommt man nur 
Steuerzeichensalat.

Woran liegt das?
Angehängte Dateien:
Gast #7157514
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Das wird daran liegen, daß die Datei einen eingebetteten Font enthält, 
der nur die tatsächlich verwendeten Glyphen enthält. Um aufwendige 
Umcodierungstabellen wegzulassen, werden die einfach durchnumeriert und 
der Text so umcodiert, daß er diese durchnumerierten Glyphen nutzt.
#7157533
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In dem Fall bestehen die Buchstaben aus Bilddaten, sind also kein 
tatsächlicher Text, und die Zuordnungen in der Datei sind falsch. 
Kaputtes OCR, oder Absicht – wobei es bei „Absicht” wohl einfacher 
gewesen wäre, überhaupt keine Zuordnungen einzubetten …
Gast #7157538
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Ja, das scheint plausibel zu sein: die Datei lässt sich zwar 
durchsuchen, aber es wird nichts gefunden, wenn man den Suchbegriff per 
Tastatur eingibt. Kopiert man ihn dagegen aus dem Text, dann wird der 
Text gefunden.

Eine sinnvolle "Optimierung" ist das wohl eher nicht…
#7157565
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Taucher schrieb:
> Das sind die Glyphen, von denen DerEgon schrieb.

Nein. Das sind schlicht Bilddaten. Die Glyphen sind in der Zuordnung. 
Sowas produzieren beispielsweise OCR-Programme: angezeigt wird die 
gescannte Seite als Bild, man kann augenscheinlich trotzdem markieren – 
allerdings werden nicht die Sachen, die man sieht, markiert, sondern die 
Sachen, die intern mit der entsprechenden Stelle auf der Seite verknüpft 
sind. Und diese Zuordnung ist hier falsch.
#7157678
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Percy N. schrieb:
> Nein. Glyphen sind eine spezielle, individuelle bildliche Darstellung
> eines  Schriftzeichens.

Ich habe „Glyphen“ in diesem Kontext übernommen, damit dem Adressaten 
der Bezug klar ist.

Ist auch nicht der relevante Punkt – der ist, dass die PDF-Datei eben 
keinen Text mittels Font darstellt, sondern das, was man im Reader 
sieht, Bilder sind, die so in der Datei vorliegen, und man so eben gar 
nicht den „Text“ markieren/kopieren kann, den man sieht.

Es stünde dir gut, deine Pedanterie hier unter Kontrolle zu halten, btw. 
– oder aber deine Analysen korrekt durchzuführen.
Gast #7157824
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DerEgon schrieb:
> Das wird daran liegen, daß die Datei einen eingebetteten Font enthält,
> der nur die tatsächlich verwendeten Glyphen enthält. Um aufwendige
> Umcodierungstabellen wegzulassen, werden die einfach durchnumeriert und
> der Text so umcodiert, daß er diese durchnumerierten Glyphen nutzt.

Ja.

Jack V. schrieb:
> In dem Fall bestehen die Buchstaben aus Bilddaten, sind also kein
> tatsächlicher Text

Nein.

Jack V. schrieb:
> Nein. Das sind schlicht Bilddaten. Die Glyphen sind in der Zuordnung.
> Sowas produzieren beispielsweise OCR-Programme:

Nein.

Jack V. schrieb:
> Es stünde dir gut, deine Pedanterie hier unter Kontrolle zu halten, btw.
> – oder aber deine Analysen korrekt durchzuführen.

So so.

Im offensichtlichen Gegensatz zu dir habe ich solche PDF mit embeddeten 
komprimierten Fonts schon erzeugt - das geht völlig anders als ein PDF 
von aufgereihten Bildern.
#7157925
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MaWin schrieb:
> Jack V. schrieb:
>> In dem Fall bestehen die Buchstaben aus Bilddaten, sind also kein
>> tatsächlicher Text
>
> Nein.

Dann öffne diese Datei, und stelle die höchste Zoom-Stufe ein. Mach das 
mit einer Datei mit tatsächlichem Text. Vergleiche, und erkläre den 
Unterschied.

MaWin schrieb:
> Im offensichtlichen Gegensatz zu dir habe ich solche PDF mit embeddeten
> komprimierten Fonts schon erzeugt - das geht völlig anders als ein PDF
> von aufgereihten Bildern.

Und wie hast du’s gemacht, dass die Markierung nicht das erfasst, was 
dargestellt wird?

MaWin schrieb:
> So so.

… Bezug war Percys threadzerlegende OT-Spitzfindigkeit.
#7158605
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Taucher schrieb:
> Woran liegt das?

Woran das liegt, haben andere ebenso freundliche wie kompetente 
Teilnehmer dieses Threads ja schon erklärt. Der Vollständigkeit halber 
möchte ich allerdings darauf hinweisen, wie man trotzdem mit relativ 
überschaubarem Aufwand an den Inhalt der PDF-Datei als Plaintext kommt: 
zuerst wird das PDF mit pdftoppm in ein Netpbm-Bild konvertiert und 
dieses dann mit dem OCR-Programm tesseract in Text umgewandelt:
1
ein@typ$ ls
2
pdf-Codierung.pdf
3
ein@typ$ pdftoppm pdf-Codierung.pdf pdf-Codierung
4
ein@typ$ ls
5
pdf-Codierung-1.ppm  pdf-Codierung.pdf
6
ein@typ$ tesseract pdf-Codierung-1.ppm pdf-Codierung
7
Tesseract Open Source OCR Engine v4.1.1 with Leptonica
8
Warning: Invalid resolution 0 dpi. Using 70 instead.
9
Estimating resolution as 193
10
ein@typ$ head pdf-Codierung.txt 
11
(and user-unfriendly) Boolean logic is employed. Web search engines [...]

HTH, YMMV.

Edit: Typo korrigiert.
#7158820
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ja so ähnlich hatte ich das oben auch gemacht.
gimagereader ist eine graphische Oberfläche für tesseract und mit dem 
PDF-Betrachter Okular konnte ich die Seite als Bild abspeichern.

Die Methode Guttenberg (copy&paste) liefert mir diese Hexcodes eines 
Teilausschnitts. Interessant ist vielleicht die geringe Anzahl von 
High-Bits, was auch für eine Speicherung als Pixel spricht.
Angehängte Dateien:
Gast #7163962
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Ein T. schrieb:
> Der Vollständigkeit halber
> möchte ich allerdings darauf hinweisen, wie man trotzdem mit relativ
> überschaubarem Aufwand an den Inhalt der PDF-Datei als Plaintext kommt:
> zuerst wird das PDF mit pdftoppm in ein Netpbm-Bild konvertiert und
> dieses dann mit dem OCR-Programm tesseract in Text umgewandelt:

Ich habs mit ABBYY Finereader in einem Abwasch hinbekommen – und zwar, 
bevor ich hier gefragt habe…

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