Wenn ich die angehängte Datei unter Linux mit einem pdf-Viewer öffne,
sieht sie ganz normal aus. Wenn man aber Text daraus in die
Zwischenablage kopiert und in einen Editor pastet, bekommt man nur
Steuerzeichensalat.
Woran liegt das?
Das wird daran liegen, daß die Datei einen eingebetteten Font enthält,
der nur die tatsächlich verwendeten Glyphen enthält. Um aufwendige
Umcodierungstabellen wegzulassen, werden die einfach durchnumeriert und
der Text so umcodiert, daß er diese durchnumerierten Glyphen nutzt.
In dem Fall bestehen die Buchstaben aus Bilddaten, sind also kein
tatsächlicher Text, und die Zuordnungen in der Datei sind falsch.
Kaputtes OCR, oder Absicht – wobei es bei „Absicht” wohl einfacher
gewesen wäre, überhaupt keine Zuordnungen einzubetten …
Ja, das scheint plausibel zu sein: die Datei lässt sich zwar
durchsuchen, aber es wird nichts gefunden, wenn man den Suchbegriff per
Tastatur eingibt. Kopiert man ihn dagegen aus dem Text, dann wird der
Text gefunden.
Eine sinnvolle "Optimierung" ist das wohl eher nicht…
Taucher schrieb:> Das sind die Glyphen, von denen DerEgon schrieb.
Nein. Das sind schlicht Bilddaten. Die Glyphen sind in der Zuordnung.
Sowas produzieren beispielsweise OCR-Programme: angezeigt wird die
gescannte Seite als Bild, man kann augenscheinlich trotzdem markieren –
allerdings werden nicht die Sachen, die man sieht, markiert, sondern die
Sachen, die intern mit der entsprechenden Stelle auf der Seite verknüpft
sind. Und diese Zuordnung ist hier falsch.
Jack V. schrieb:> Nein. Das sind schlicht Bilddaten. Die Glyphen sind in der Zuordnung.
Nein. Glyphen sind eine spezielle, individuelle bildliche Darstellung
eines Schriftzeichens. So kann etwa die Glyphe "Trema" je nachdem einen
Umlaut oder eine Diaerese markieren (auch wenn man das bei Unicode
anscheinend nicht so ganz kapiert hat).
Percy N. schrieb:> Nein. Glyphen sind eine spezielle, individuelle bildliche Darstellung> eines Schriftzeichens.
Ich habe „Glyphen“ in diesem Kontext übernommen, damit dem Adressaten
der Bezug klar ist.
Ist auch nicht der relevante Punkt – der ist, dass die PDF-Datei eben
keinen Text mittels Font darstellt, sondern das, was man im Reader
sieht, Bilder sind, die so in der Datei vorliegen, und man so eben gar
nicht den „Text“ markieren/kopieren kann, den man sieht.
Es stünde dir gut, deine Pedanterie hier unter Kontrolle zu halten, btw.
– oder aber deine Analysen korrekt durchzuführen.
DerEgon schrieb:> Das wird daran liegen, daß die Datei einen eingebetteten Font enthält,> der nur die tatsächlich verwendeten Glyphen enthält. Um aufwendige> Umcodierungstabellen wegzulassen, werden die einfach durchnumeriert und> der Text so umcodiert, daß er diese durchnumerierten Glyphen nutzt.
Ja.
Jack V. schrieb:> In dem Fall bestehen die Buchstaben aus Bilddaten, sind also kein> tatsächlicher Text
Nein.
Jack V. schrieb:> Nein. Das sind schlicht Bilddaten. Die Glyphen sind in der Zuordnung.> Sowas produzieren beispielsweise OCR-Programme:
Nein.
Jack V. schrieb:> Es stünde dir gut, deine Pedanterie hier unter Kontrolle zu halten, btw.> – oder aber deine Analysen korrekt durchzuführen.
So so.
Im offensichtlichen Gegensatz zu dir habe ich solche PDF mit embeddeten
komprimierten Fonts schon erzeugt - das geht völlig anders als ein PDF
von aufgereihten Bildern.
MaWin schrieb:> Jack V. schrieb:>> In dem Fall bestehen die Buchstaben aus Bilddaten, sind also kein>> tatsächlicher Text>> Nein.
Dann öffne diese Datei, und stelle die höchste Zoom-Stufe ein. Mach das
mit einer Datei mit tatsächlichem Text. Vergleiche, und erkläre den
Unterschied.
MaWin schrieb:> Im offensichtlichen Gegensatz zu dir habe ich solche PDF mit embeddeten> komprimierten Fonts schon erzeugt - das geht völlig anders als ein PDF> von aufgereihten Bildern.
Und wie hast du’s gemacht, dass die Markierung nicht das erfasst, was
dargestellt wird?
MaWin schrieb:> So so.
… Bezug war Percys threadzerlegende OT-Spitzfindigkeit.
Der gimagereader braucht ziemlich lange, um nur diese Seite zu erkennen.
Für einen längeren Text wäre das nervenaufreibend.
Anscheinend wurden manche Zeichen durch Unicode ersetzt, hier der
Apostroph, je nach Editor falsch dargestellt:
the user’s requirements (clustered ‘on the fly’)
Jack V. schrieb:> Bezug war Percys threadzerlegende OT-Spitzfindigkeit.
Leider hast Du nun einmal Unsinn erzählt; DerEgon hatte völlig Recht.
Und da Du ja sicherlich nicht dumm genug bist, um im Irrtum beharren zu
wollen, solltest Du Dich über die kleine Hilfe von der Seite eigentlich
nur freuen.
Nun habe ich mal das Taucher-Beispiel zur Analyse auf 200% gezoomt ohne
Probleme und dann etwas markiert. Wie man sieht, macht schon das
Markieren Probleme. Es ist anzunehmen, dass nicht einzelne Buchstaben
als Bilder, sondern, sondern einige Elemente zusammengefasst zu Bildern
verwurstelt wurden.
Taucher schrieb:> Woran liegt das?
Woran das liegt, haben andere ebenso freundliche wie kompetente
Teilnehmer dieses Threads ja schon erklärt. Der Vollständigkeit halber
möchte ich allerdings darauf hinweisen, wie man trotzdem mit relativ
überschaubarem Aufwand an den Inhalt der PDF-Datei als Plaintext kommt:
zuerst wird das PDF mit pdftoppm in ein Netpbm-Bild konvertiert und
dieses dann mit dem OCR-Programm tesseract in Text umgewandelt:
ja so ähnlich hatte ich das oben auch gemacht.
gimagereader ist eine graphische Oberfläche für tesseract und mit dem
PDF-Betrachter Okular konnte ich die Seite als Bild abspeichern.
Die Methode Guttenberg (copy&paste) liefert mir diese Hexcodes eines
Teilausschnitts. Interessant ist vielleicht die geringe Anzahl von
High-Bits, was auch für eine Speicherung als Pixel spricht.
Ein T. schrieb:> Der Vollständigkeit halber> möchte ich allerdings darauf hinweisen, wie man trotzdem mit relativ> überschaubarem Aufwand an den Inhalt der PDF-Datei als Plaintext kommt:> zuerst wird das PDF mit pdftoppm in ein Netpbm-Bild konvertiert und> dieses dann mit dem OCR-Programm tesseract in Text umgewandelt:
Ich habs mit ABBYY Finereader in einem Abwasch hinbekommen – und zwar,
bevor ich hier gefragt habe…