EMV Prüfung RF Signale

Gast #7171661
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Guten Morgen zusammen,

nach bestandener EMI Prüfung einer Platine, wurde die Frage gestellt 
"was passiert, wenn ich anstelle einer Platine z.B. 5 Platinen des 
gleichen Typs, gleichzeitig in der EMI Kammer teste?". Addieren sich 
dann die RF Signale, das man dadurch durch die EMI Prüfung fällt? Hat 
jemand damit Erfahrungen gemacht?
Bin relativ neu in diesem Thema, deshalb die Frage.
Vielen Dank im Voraus !

MfG
Gast #7172021
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Entschuldige bitte, wenn ich nichts zum Thema beitrage.

Aber die Frage erinnert mich an einen unserer Supplier, der uns mit 
ESD-sicheren IC-Verpackungen belieferte. Bei einem Audit stellte sich 
heraus: Zum Prüfen der Verpackungen wurden sie an zwei Metallschienen 
gedrückt und überprüft, ob sich der elektrische Widerstand unter einem 
gewissen Wert befand. Ein schlauer Kopf hatte dann den Prozess 
beschleunigt, indem er veranlasste, immer gleich fünf Verpackungen 
gleichzeitig an die Schienen zu halten...
Gast #7173376
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Beginner schrieb:
> nach bestandener EMI Prüfung einer Platine, wurde die Frage gestellt
> "was passiert, wenn ich anstelle einer Platine z.B. 5 Platinen des
> gleichen Typs, gleichzeitig in der EMI Kammer teste?". Addieren sich
> dann die RF Signale, das man dadurch durch die EMI Prüfung fällt?
Du fällst nur dann durch die Prüfung, wenn die fünf Platinen zusammen 
den Grenzwert überschreiten.

Besorge dir mal die Normen, da steht auch drin, wieviele Geräte einer 
Serie getestet werden müssen und wieweit man jeweils vom Grenzwert weg 
sein darf um die Norm noch zu erfüllen.
Gast #7179372
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Beginner schrieb:
> was passiert, wenn ich anstelle einer Platine z.B. 5 Platinen des
> gleichen Typs, gleichzeitig in der EMI Kammer teste?
Da niemand sich erbarmt auf eine vernünftig gestellte Frage halbwegs 
verständlich zu antworten:

Wäre Frequenz, Amplitude und Phasenlage der Geräte absolut identisch, 
würde theoretisch eine Multiplikation stattfinden.
Aber als solche messen würde man die nicht, weil nicht alle Geräte exakt 
gleich zur Messanordnung auszurichten sind.

Da es aber zwischen den Geräten immer Unterschiede gibt, Frequenz, 
Amplitude und Phasenlage niemals identisch ist, passiert alles mögliche.
Es gibt Auslöschungen bei gegenphasigen Signalen, da ist das Signal 
kleiner.
Es gibt Überlagerungen, da ist es größer.
Es gibt Schwebungen wo Signale sich wechseln abschwächen und verstärken.
Es gibt ganz neue Frequenzanteile, die aus der Mischung verschiedener 
Signale entstehen bzw. alle Geräte beeinflussen sich gegenseitig und 
verändern ihr Spektrum.

Stell Dir einen Verbrennungsmotor mit Lautstärke X vor.
1000 Verbrennungsmotore sind lauter, aber nicht 1000mal lauter.
Der Geräuschteppich ist nur chaotischer und generell erhöht.
Gast #7181855
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Hallo zusammen,

sofern die Taktquellen der Leiterplatten ähnlich aber nicht korreliert 
sind und die Leiterplatten elektromagnetisch zumindest nur schwach 
verkoppelt sind, tun sich die Leistungsspektren addieren. Man muss dabei 
natürlich dran denken, dass der Spektrumanalysator in der Regel dB-Werte 
ausgibt => logarithmisch. Unter den zuvor genannten Bedingungen würden 
zwei Flachbaugruppen die Störaussendungen um 3dB erhöhen, 10 
Flachbaugruppen um 10dB und 100 Flachbaugruppen um 20dB.

Wenn die Flachbaugruppen Taktsynchron sind, wird es aber komplizierter.

Schöne Grüße,
Der Schmied

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