Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Welchen Mikrosop-Halter würdet ihr kaufen und warum?


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von Olli Z. (z80freak)



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Ich möchte mir nun endlich mal ein Stereo-Mikroskop für meine 
SMD-Arbeiten zulegen. Die Lupenlampe (4x) reicht für viele Arbeiten aus 
aber nicht zur Inspektion/Identifizierung/Beurteilung von Komponenten 
und Lötstellen. Hierzu verwende ich bislang ein Digital-Mikroskop der 
200,- € Klasse mit aufgesetztem 4" Monitor, oder mein gutes altes 
Taschenmikroskop. Aber eine plastischte 3D-Darstellung wie bei einem 
Stereomikroskop ist doch durch nichts zu ersetzen...

Was mich dabei besonders antreibt ist die Art wie ich dieses befestigen 
kann und dabei größtmögliche Bewegungsfreiheit und Aktionsradios am 
Arbeitsplatz habe. Ich habe nicht so viel Platz das ich dafür einen 
extra Tisch bereitstellen kann/will. Das muss also alles zusammen mit 
Lötstation, Lupenlampe und Messinstrumenten passen. Auch sollte ich zum 
Ständer hin möglichst viel Freiheit haben.

Daher dachte ich eher an sowas wie das Bild "Variante 3" zeigt. Der Arm 
ist von Eschenbach und sieht mir sehr robust aus. Wichtig ist ja, bei 
großen Vergrößerungen um die 50-70x das der nicht so übel wackelt wenn 
man reinschaut...

Vielleicht hat ja jemand mit der ein oder anderen Variante Erfahrung 
gesammelt die er mit mir (uns) hier teilen möchte? Pros/Cons gerne 
willkommen :-)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Alternativen:

Mikroskop nur hinstellen, wenn es gebraucht wird (mach ich hier so). Hat 
den Nachteil, dass man allen Krempel erstmal großflächig zur Seite 
schieben muss, wenn man es braucht. ;-)

Normales Mikroskop verkehrt herum montieren, Fuß nach hinten. Den muss 
man dann entweder beschweren (Labor-Netzteil? ;-) oder anschrauben. 
Irgendwer hier hatte mal eine Lösung gezeigt, bei der er den Halter an 
der ersten Laborgeräteebene oberhalb des Tischs montiert hat.

von Axel R. (axlr)


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Variante3 nervt. Mach nich... Ich hatte damals zusätzlich zu Variante 4 
diesen Arm mitbestellt.

Hast Du denn schon ein Mikroskop?
Hadle vorab unbedingt aus, dass du es zurückschicken kannst. Es nützt 
keine Miskroskop, wenn man zum Arbeiten an der Platine nicht mit dem 
Lötkolben drunterkommt, weil nur 60-70mm Platz sind.
Ich habe das, also sowas in der Art, wie Variante 4 und bin relativ 
zufrieden. Jededfalls ist ordentlich Platz drunter. Licht musste eh 
selbst wahrscheinlich was basteln. Vielleicht reicht Dir das ja, was da 
mit bei ist. Der Trafo ist im Fuß integriert, wird gut warm sorgt aber 
andererseits dafür, dass das Mikrosokop nicht nach vorn überkippt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Axel R. schrieb:
> Licht musste eh selbst wahrscheinlich was basteln.

Meine Erfahrung ist, dass bei Elektronikarbeiten eine Ringleuchte gar 
nicht mal so toll ist. Sie macht weitgehend schattenfreies Licht, in dem 
man bspw. Lasergravuren auf Bauteilen nur schwer entziffern kann. Eine 
einseitige Lichtquelle finde ich da praktischer.

Trafo im Fuß hat den Nachteil, dass durch den dicken Fuß die Augenebene 
höher wird. Wenn man nicht so sehr lang ist, kommt man da nicht mehr 
bequem ran.

von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


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Jörg W. schrieb:
> Sie macht weitgehend schattenfreies Licht, in dem
> man bspw. Lasergravuren auf Bauteilen nur schwer entziffern kann. Eine
> einseitige Lichtquelle finde ich da praktischer.

Ich habe für mein Eschenbach eine aus dem Lande des Lächelns 
nachgerüstet. Ist eigentlich gedacht als Rundumbeleuchtung für 
Makroobjektive. Die haben Blendringe dabei, mit denen man die 
Beleuchtung anpassen kann, auf z.B. blau oder gelb. So einen Ring habe 
ich präpariert und halb geschwärzt und kann es drehen um Schattierungen 
zu optimieren. Wenn man ein wenig basteln will, kann man auch Teile der 
LED-Kette lahm legen.

von Axel R. (axlr)


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Jörg W. schrieb:
> Trafo im Fuß hat den Nachteil, dass durch den dicken Fuß die Augenebene
> höher wird. Wenn man nicht so sehr lang ist, kommt man da nicht mehr
> bequem ran.

Ich hab mein Okular etwas angewinkelt. Glücklicherweise gab die 
Konstruktion des "langarms" (Daher wohl auch der Name des Gerätes 
"LangarmMikroskop") das her.
Ich hab die LED-Abeitstischlupe nebenher laufen. macht n super Licht für 
den Zweck. zwei Widerstände hab ich unterhalb der Okulare geklebt und 
nutze den Trafo, mit dieseM das Mikroskop auf ca 30°C zu halten. Man 
bekommt sonst immer einen Schreck, wenn man mit den Jochbeinen ans kalte 
Metall kommt. Den Tubus habe ich entfernt, des Sichtfeldes wegen.

von Rudolph R. (rudolph)


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Jörg W. schrieb:
> Meine Erfahrung ist, dass bei Elektronikarbeiten eine Ringleuchte gar
> nicht mal so toll ist. Sie macht weitgehend schattenfreies Licht, in dem
> man bspw. Lasergravuren auf Bauteilen nur schwer entziffern kann.

Wenn ich unter dem Mikroskop mit Ringlicht die Schrift auf den Chips mal 
nicht lesen kann, dann reicht es die Platine ein wenig zu kippen.

von Uli S. (uli12us)


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Ich nutze die von Jörg W. beschriebene Methode, Die hat auch den Vorteil
dass man riesige Platinen verwenden kann, wenn man den Fuss auf ein 
kleines Bänkchen stellt. Die nicht gebrauchte Platine verschwindet dann 
unterhalb.
Wenn man sich dann noch ne Barlow-Linse drunterklemmt, muss man die 
Säule nicht mal verlängern, was sonst nötig wäre, weil man entsprechend 
höher kommt. Ansonsten gefällt mir, aber ohne Erfahrung damit zu haben, 
die erste Variante am besten.

: Bearbeitet durch User
von Johannes U. (kampfradler)


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Olli Z. schrieb:

> Was mich dabei besonders antreibt ist die Art wie ich dieses befestigen
> kann und dabei größtmögliche Bewegungsfreiheit und Aktionsradios am
> Arbeitsplatz habe. Ich habe nicht so viel Platz das ich dafür einen
> extra Tisch bereitstellen kann/will. Das muss also alles zusammen mit
> Lötstation, Lupenlampe und Messinstrumenten passen. Auch sollte ich zum
> Ständer hin möglichst viel Freiheit haben.

Naja, je ausgreifender, desto stabiler muss das Teil gebaut sein.

Konstruktiv duerfte die Variante in Bild 1 am Besten sein.

Das krasse Gegenteil davon hast Du in Bild 5, Schwanenhals geht 
garnicht.
Das duerfte zittern wie Sau und man will ja nun ein stabiles Bild haben, 
auch bei Kontakt Koerperkontakt mit den Okularen.
Schwanenhaelse halten davon ab auch nicht ewig, irgendwann machen die 
schlapp.

von Jens (Gast)


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Ich habe Variante 2 in Betrieb. Funktioniert, aber wirklich komfortabel 
ist es nicht. Heute würde ich zu Variante 3 oder etwas ähnlichem 
greifen.

von Johannes U. (kampfradler)


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Jörg W. schrieb:
> Axel R. schrieb:
>> Licht musste eh selbst wahrscheinlich was basteln.
>
> Meine Erfahrung ist, dass bei Elektronikarbeiten eine Ringleuchte gar
> nicht mal so toll ist. Sie macht weitgehend schattenfreies Licht, in dem
> man bspw. Lasergravuren auf Bauteilen nur schwer entziffern kann. Eine
> einseitige Lichtquelle finde ich da praktischer.

Stimmt.

Einfach einen je Schwanenhals passender Laenge links und rechts 
befestigen und daran je eine kraeftige LED.
Ich habe dafuer die hier genommen:
>https://www.aliexpress.com/item/32820194944.html

Durch die beiden Schwanenhaelse laesst sich der Lichteinfall jederzeit 
passend gestalten.

Uebrigens:
Solange es erstmal nur um Bauteilidentifikation geht, kann es sich auch 
als hilfreich erweisen, die runde Bodenplatte im Fuss gegen eine 
gebastelte mit Loch in der Mitte auszutauschen.
Das Loch dient dann als Halterung fuer den Einsatz einer Halbkugel 
passender Groesse, deren Schnittflaeche als frei neigbarer Objekttraeger 
dient.
Das zu untersuchende Objekt muss natuerlich immer moeglichst in der 
Mitte des Kreisschnittes gehalten werden, um uebermaessiges 
nachfokussieren der Bildebene vermeisen zu koennen.

von Olli Z. (z80freak)


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Eine Variante hab ich noch gefunden, von AmScope

von Olli Z. (z80freak)


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Axel R. schrieb:
> Variante3 nervt. Mach nich... Ich hatte damals zusätzlich zu Variante 4
> Hast Du denn schon ein Mikroskop?
Nein, würde ich ggf. separat kaufen.

> Es nützt keine Miskroskop, wenn man zum Arbeiten an der Platine nicht mit dem
> Lötkolben drunterkommt, weil nur 60-70mm Platz sind.

Gutes Argument, jedoch verstehe ich nicht was das mit dem Haltearm zu 
tun hat? Die Entfernung vom Objektiv zur Platine wird ja durch nur durch 
die Optik bestimmt und nicht durch die Halterung.

von Uli S. (uli12us)


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Das macht schon was aus. Mit einer Barlow-Linse halbiert oder was auch 
immer als Faktor angegeben ist, sich die Vergrösserung. Im Gegenzug 
vergrössert sich aber der Betrachtungsabstand um den Kehrwert. 
Dummerweise sind die Säulen der einfachen Mikroskope aber zu kurz um 
überhaupt noch ein scharfes Bild zu kriegen. Abhilfe, umdrehen den Fuss 
beschweren und auf ein Bänkchen stellen, das die notwendige Höhe 
ermöglicht. Die Varianten 1 und 2 dürften aber so hoch sein, dass das 
möglich ist.

von Henrik V. (henrik_v)


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Wenn der Tisch nicht super stabil ist, nervt mich die 
Tischklemmverbindung, das wackelt dann gerne.  Abhilfe bei mir war die 
Befestigung an der Wand.
Variante 6 hätte ich gerne, bei mir ist es Variante 3. Da ich die Augen 
nicht auf die Okulare presse, wackelt es dann nicht. Die 
Fokuseinstellung ist aber frickelig, daher wäre Variante 6 netter oder 
ich bastel mir noch eine Lineartrieb an die Wand :)

von Jester (Gast)


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Keine der gezeigten Montagen taugt auch nur annäherd was: selbst "ein 
Zeiss" wäre auf diesen Wackeldingern nicht die Bohne wert.

Wieso schaut ihr auch nicht an, wie die Profis das machen - und holt 
euch da Ideen - z.B. auf 
https://www.olympus-ims.com/de/microscope/mx63l/ ? (Foto in der Anlage 
kommt von dort)

Was da sofort auffällt: Die Monage ist MASSIV - eben damit da nichts 
wackelt! Wir hatten in der 4ma (dort allerdings Nikon ~ 25k€) da noch 
ein 45°-Kopf vorgeschaltet. Damit konnte man schrag auf die Platine 
kucken ...

Zuhause tut's mir ein Geologen-Mikroskop 
(https://www.haufwerk.com/de/eschenbach-auflicht-stereo-mikroskop-mit-metallstativ-und-led-ringleuchte.html 
- allerdings ohne Ringleuchte). Wichtig: AUFLICHT, GROSSER Abstand zum 
Objekt.

Nochwas: Unter'm Mikroskop wird nicht gelötet. Lötdämpfe machen dir in 
Null-Komma-Nichts die Optik zur Sau.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Naja, ein Mikroskop mit 500- oder 1000facher Vergrößerung (wie auf 
deinem Bild) braucht naturgemäß was ganz anderes als Halterung als eins 
mit 5- oder 10facher. Löten unter dem Mikroskop ist für viele hier im 
Forum letztlich die primäre Anwendung, da hilft es nicht viel, das für 
tabu zu erklären. Die Prismen üblicher Stereomikroskope (die 
interessanterweise schneller zusetzen als die Objektive) lassen sich 
wiederum zumindest bei den Exemplaren, die ich bislang in der Hand 
hatte, relativ einfach reinigen.

von Thomas W. (goaty)


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Ich hab einen gebrauchten Monitorarm von Ergotron (LX) umgebaut, daß die 
VESA-Platte an das Stereomikroskop paßt (3D gedruckt).
Funktioniert ausgezeichnet.

(Vergrößerung 50x habe ich da allerdings nicht, und wüßte auch nicht 
wann man so stark vergrößern müßte)

: Bearbeitet durch User
von Olli Z. (z80freak)


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Jester schrieb:
> Nochwas: Unter'm Mikroskop wird nicht gelötet. Lötdämpfe machen dir in
> Null-Komma-Nichts die Optik zur Sau.
Dann bist Du aber hier im falschen Forum :-) denn genau das wollen die 
Elektroniker die ein solches als Hilfe benutzen.

von Olli Z. (z80freak)


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Viele wirklich sehr interessante Meinungen und Aspekte, nur die Qual der 
Wahl.
Die Idee mit einem Brett, so wie man es fürs Frühstück im Bett benutzen 
würde, finde ich bestechend gut. Aber auch die Variante 6 gefällt mir 
sehr gut, egal ob als Wand- oder Tischmontage (es gibt das beides). Ich 
glaube ich werde mir dieses zulegen da es für meine Art Arbeitsplatz am 
besten geeignet scheint. Vor allem auch weil man die seitlich bewegen 
kann und nicht nur auf und ab wie der Gelenkarm von Variante 1.

Dann noch eine passende Stereo-Optik (so bis max. 40 oder 45fache 
Vergrößerung sollte locker ausreichen), am liebsten als Trinocular damit 
man auch mal eine Kamera dran anschließen und Bilder machen kann, und 
ggf. Ringlicht oder sonst eine indirekte Beleuchtung schaffen.

Was muss ich bei der Optik beachten damit ich auch in einem Abstand von 
sagen wir 10-15cm vom Objekt noch scharf stellen kann? Könnte mir 
vorstellen das nicht jede Optik dafür gemacht ist?

: Bearbeitet durch User
von Thomas W. (goaty)


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Eine 0,5x Barlow-Linse davor erhöht den Arbeitsabstand und schützt die 
Optik vor Flußmittelspritzern.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Olli Z. schrieb:
> Könnte mir vorstellen das nicht jede Optik dafür gemacht ist?

Daher ja oben die Empfehlung, irgendwas zu nehmen, was man bei 
Nichtgefallen zurück senden kann.

Zwei oder drei Mikroskope, die ich bisher gesehen habe, schaffen das 
problemlos, aber kann gut sein, dass das nicht jedes kann.

von Olli Z. (z80freak)


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Habe mir jetzt Variante 1 gekauft, als Trinocular, mit ner 0,5er Barlow, 
Ringlicht und eine 5MP Kamera, alles von AmScope. Mal schauen... wird 
wohl nicht die achlechteste Wahl sein.

von Mladen G. (mgira)


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ich mache das so wie andere es hier beschrieben haben, die Halterung 
umdrehen, dann schweres Gerät drauf (Löt- und Heissluftstation), das 
ganze steht auf einem Tischregal, ist halt eng.

Das Mikroskop wackelt nicht so sehr wie an einem Teleskoparm, und es 
kostet weniger.

Nachteil ist halt das alles sehr eng wird, die Heissluftstation ist 
etwas verbaut und daher umständlich wenn ich die mal brauche, der 
Schlauch vom Handstück kommt dem kleinen Monitor in die Quere.

Im Q&D Thread hab ich beschrieben wie man sich eine Polarisationsfilter 
für 10 Euro bastelt.

von Frickel (Gast)


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Moin

Von dem Eschenbach (Version 3) kann ich nur dringend abraten! Das habe 
ich bei mir im Einsatz, totale Katastrophe, das hat mehr als nur eine 
Schwachstelle.

Gruß

von Thomas W. (goaty)


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Hier noch zur Anregung mein Monitorarm.

von Olli Z. (z80freak)


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Thomas W. schrieb:
> Hier noch zur Anregung mein Monitorarm.

Echt ne coole Idee! Ist aber jetzt auch nicht der billigste 
Monitorhalter, nicht wahr?! ;) Sieht schon sehr massiv und stabil aus.

: Bearbeitet durch User
von Thomas W. (goaty)


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Gebraucht mit Kratzern und die Kunststoffabdeckung etwas gebrochen für 
75€ war das jetzt nicht extrem teuer finde ich. Allerdings noch die 6 
Stunden 3D-Druck für den "Adapter"...

von Uli S. (uli12us)


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Es gibt doch so Halterungen für Fernseher um die an die Wand zu nageln.
So ein Teil lässt sich doch vermutlich auch recht simpel so umbauen, 
damit man ein mikroskop befestigen kann.

von Mladen G. (mgira)


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Thomas W. schrieb:
> Gebraucht mit Kratzern und die Kunststoffabdeckung etwas gebrochen für
> 75€ war das jetzt nicht extrem teuer finde ich. Allerdings noch die 6
> Stunden 3D-Druck für den "Adapter"...

Ich habe damit mal geliebäugelt, allerdings hab ich keinen 3D Drucker 
für den VESA auf Mikroskoparm Adapter.

Ergotron Zeugs gibt es ja gebraucht mit Kratzern etc. auf Kleinanzeigen 
von Händlern für faire Preise, das ist nicht das Problem IMO.

Wie sehr wackelt das Ding?

: Bearbeitet durch User
von Thomas W. (goaty)


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Das wackelt nahezu Null. Allerdings verwende ich meist nur bis zur 
halben Vergrößerung maximal. Also irgendwas mit 6-20x.
Das schöne ist ja der Hebearm hält in jeder Position (muss auf das 
Gewicht des Mikroskops eingestellt werden).
Und der lange Standfuss hinten an Tisch macht es möglich mit dem ersten 
Ausleger über den Dingen zu drehen.
Achtung, es gibt auch einen kurzen.
Alternative: Wandmontage.

von Olli Z. (z80freak)


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Wollte mich nur mal zurückmelden da ich mir inzwischen ein gebrauchtes 
Amscope gekauft habe, also "Variante 1", inkl. Ringlicht und 5MP Kamera 
(https://www.amazon.de/3-5X-90X-Circuit-Stereo-Microscope-Digital/dp/B004T3E3WK/ref=sr_1_16)

Ich war wirklich überrascht wie massiv und stabil das ganze ist. Selbst 
mit voll ausgefahrenem Ausleger wackelt oder kippt da nichts.

Etwas aufwändig ist es die richtigen Abstandsverhältnisse einzustellen. 
Das an der Optik befestigte Stellrad dient zur Einstellung der 
Vergrößerung (3,5 - 90 fach) und das an der Kopfhalterung zur 
Feinjustierung der Schärfe. Der daraus resultierende Bereich ist jedoch 
von der Entfernung und damit der Höheneinstellung abhängig. Wenn man 
also mit verschiedenen Vergrößerungen arbeiten will 
(Inspektion/Kontrolle, Lötarbeiten, Haarrißkontrolle) ist man das Scope 
oft mehrere Male am Umbauen bis man die gewünschte Einstellung hat.

Damit die Kamera dasselbe Bild in derselben Schärfe zeigt wie ein Blick 
durch die Linsen muss man mit dem Abstandshalter für die Kamera 
rumjustieren. Hier dient eine einfache Klemmschraube dazu die Kamera 
weiter oder näher in die Optik zu führen. Da hätte ich mir mehr 
Präzision gewünscht, z.B. ein Stellrad, weil das doch ganz schön fummlig 
ist und nie so 100% passt.

Das mit der Beleuchtung ist so ne Sache. Die meisten Dinge sind in Summe 
in reinem Umgebungslicht besser zu erkennen. Das dimmbare Ringlicht 
sorgt jedoch beim lesen von Chip-Gravuren für einen guten Kontrast.

Wo ich noch echte Probleme habe ist darunter zu arbeiten. Wenn man nicht 
im richtigen Winkel in das Mikroskop schaut sieht man entweder garnichts 
(schwarz) oder ein wackelig verschobenes Bild. Längere Lötarbeiten sind 
darunter für mein Empfinden nicht möglich. Evtl. kann man die Situation 
durch eine "Kopfablage" wie im Bild "Variante_7.jpg" verbessern?

Noch empfinde ich nicht den großen Vorteil vom Stereomikroskop im 
Vergleich zum Monomikroskop. Will sagen, der 3D-Effekt ist eher 
bescheiden.

In Summe muss man sagen das Amscope schon echte Profi-Qualität ist, 
alles robust und sauber verarbeitet und gelagert.

: Bearbeitet durch User
von Andre (Gast)


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Olli Z. schrieb:
> Will sagen, der 3D-Effekt ist eher bescheiden.

Das Phänomen hatte/habe ich auch. Inzwischen bin ich aber der Meinung, 
dass es da gar keinen Effekt zu sehen gibt. Das funktioniert einfach und 
sieht natürlich aus.
Wenn ich ein Auge zu halte werden die Lötstellen nur Grütze, das hat 
also definitiv eine Auswirkung. Der große "aha-Effekt" beim rein schauen 
bleibt aber aus.

Hast du alles korrekt auf dich eingestellt, Augenabstand, Fokus usw.? 
Damit tue ich mich auch immer etwas schwer. Je nach Ermüdung muss ich 
auch mal nachstellen.
Den richtigen Augenabstand hast du, wenn alles deckungsgleich 
übereinander liegt und keine dunklen Bereiche übrig bleiben. Wenn das 
gut eingestellt ist habe ich auch etwas Bewegungs-Spielraum, Kopfstütze 
ist hier nicht nötig.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Olli Z. schrieb:
> Wollte mich nur mal zurückmelden da ich mir inzwischen ein gebrauchtes
> Amscope gekauft habe, also "Variante 1", inkl. Ringlicht und 5MP Kamera
> 
(https://www.amazon.de/3-5X-90X-Circuit-Stereo-Microscope-Digital/dp/B004T3E3WK/ref=sr_1_16)
>
> Ich war wirklich überrascht wie massiv und stabil das ganze ist. Selbst
> mit voll ausgefahrenem Ausleger wackelt oder kippt da nichts.

HHMMM...
Das sieht auf den Fotos, bis auf den AMSCOPE Aufkleber und die 
Zubehörringleuchte, exakt so aus wie das "günstig" NoName 
Stereomikroskop das ich mir mit einem anderen (aus Platzgründen, dafür 
nachträglich fest am Arbeitstisch verankert) selbst gekauft habe.
https://de.banggood.com/Camera-Upgraded-to-20MP-Industry-3_5X-90X-Simul-focal-Trinocular-Stereo-Microscope-HD-Video-Camera-For-Phone-PCB-Soldering-Repair-Lab-p-1559085.html?rmmds=detail-left-hotproducts&cur_warehouse=CZ
(Im Mai noch für 319 inkl. MwSt)

Und aufgrund der guten Erfahrungen damit dann im August für meinen 
Laborlötplatz bei meinem AG vom EInkauf habe beschaffen lassen. (Zum 
drunter arbeiten, aber auch zur Dokumentation nach Umwelteinflüssen 
etc.)

Nur da dann in der Ausführung mit dem massiven Standfuss wie auch im 
Amscope Titelbild. Also das selbe oder zumindest sehr ähnliche Modell 
wie du auch hast:
https://de.banggood.com/3_5X-7X-45X-90X-Double-Boom-Stand-Zoom-Simul-Focal-Trinocular-Stereo-Microscope+41MP-Camera-Microscope-For-Industrial-PCB-Repair-p-1605026.html?imageAb=1&rmmds=myorder&cur_warehouse=CZ&DCC=DE&currency=EUR&akmClientCountry=DE
(Damals noch für 459,- inkl MwSt)

Wenn es tatsächlich dasselbe Modell ist und AMSCOPE da nur sein Label 
draufgeklebt hat:
Ja, die korrekte Ersteinstellung ist etwas Tricky und es gibt kleine 
Fallen. Besondere Umsicht ist bei der Okkulareinstellung erforderlich!

Denn es gibt (zumindest bei mir mit meiner Sehschärfe) mehrere 
Einstellpunkte bei denen das Bild erst einmal scharf erscheint.
Aber nur eine davon ist korrekt.

Hat man den "falschen" Punkt erwischt, dann ist zum einen das Blickfeld 
beschränkter. Zum anderen ist das Gerät dann nicht "Fokusstabil", d.h. 
das man bei jedem ändern der Vergrößerung nachjustieren muss!
Egal ob Vergrößerung erhöhen oder verringern.

Ob das Gerät Fokusstabil ist prüft man am besten an dem man bei 
MAXIMALER Vergrößerung scharf stellt. ISt das Bild bei maximalere 
Vergrößerung scharf, dann muss es auch nach mehrmaliger Betätigung des 
Zoom-Rades in jeder Stellung weiter scharf sein!
(WEnn man jedoch bei geringer Vergrößerung scharf stellt und dann die 
Verstärkung erhöht, dann KANN es auch bei perfekt eingestellten Gerät 
jeder Preisklasse unscharf werden.
Je niedriger die Vergrößerung um so weiter kann man vom idealen 
Fokusbereich entfernt sein ohne das das Bild merklich an Schärfe 
verliert. Bei höherer Vergrößerung wird der Einstellfehler aber immer 
deutlicher! Daher eigenet sich für die PRÜFUNG nur der OBEN genannten 
Weg.
Mit der Zeit bekommt man aber ganz automatisch ein Gefühl dafür auch bei 
geringer Vergrößerung ganz automatisch den optimalen Punkt immer besser 
zu treffen. ICh arbeite z.b. meist im Bereich zwischen 4 & 8 und stelle 
natürlich dann bei der normalen Arbeit auch nicht extra dafür auf 
höherer Verstärkung scharf.
Falls es aber doch mal Vorkommt das ich kurz die Vergrößerung deutlich 
erhöhen muss ist ein nachjustieren bei mir mittlerweile nur noch ganz 
selten nötig. Am Anfang war es fast jedes mal...)

Auch ist nur bei dem einen richtigen Einstellpunkt überhaupt daran zu 
denken das Kamerabild UND den Blick durch die Okkulare gleichzeitig 
wirklich scharf zu haben.

Die mangelnde Fokusstabilität und das Kamerabild sowie Okkularblick bei 
den China-Mikroskopen nicht gleichzeitig scharf sind hört man ja öfter 
schon mal. Während andere das Gegenteil behaupten. ICh vermute 
mittlerweile das hier einfach ein Einstellproblem vorliegt.

Allerdings muss ich zum Kamerabild sagen das es ja mehrere Adapter gibt. 
Zum einen den 1x Adapter, wie auf dem obigen AMSCOPE Artikelbild, der 
eigentlich nur ein längeres Rohr ohne Linse ist. Focussiert wird alleine 
durch veränderung des Abstandes Kamera-Mikroskopoptik.
Diesen Adapter habe ich bei meinem Privatgerät auch.

Dann gibt es noch (deutlich kürzere) 1/2 & 1/3 Adapter mit interner 
Linse und Mechanik/Einstellrad zum Fokussieren. Beim "dienstlichen" 
Skope ist ein solcher 1/2 Adapter vorhanden. Richtig gut eingestellt, so 
das Kamerabild und Okkularbild beide gleichzeitig absolut scharf sind, 
bekomme ich das aber nur mit dem Adapter mit interner Linse.
Beim Adapter nur mit Verlängerungsstück habe ich bisher immer einen 
leichten Versatz gehabt. Kann aber auch einfach daran liegen das der 
nicht so gut händisch einstellbar ist und ich dadurch nicht fein genug 
einstellen kann. Ich habe versuchsweise mal den Quertausch 
(Firmenadapter am Privatgerät und Privatadapter am Firmengerät) probiert 
und das bleibt sich genau gleich.
Habe mir zwischenzeitlich aber für mich privat einen 1/3 Adapter bei Ali 
bestellt.

Dazu sei noch erwähnt das die Vergrößerung des Kamerabildes um den 
Faktor 3 höher ist als beim Blick durch das Okkular. Will man nicht nur 
beides gleichzeitig scharf sehen, sondern auch auf dem Monitor genau 
denselben Bildausschnitt wie durch die Okkulare, dann braucht man 
unbedingt einen 1/3 Adapter. (Das ist auch der wirkliche Grund warum ich 
den nachbestellt habe, Gerade bei meinem Privatgerät spielt die 
Gleichzeitigkeit keine Rolle, während in der Firma das zumindest denkbar 
ist das es ausnahmsweise mal Sinn macht -Mehreren Personen gleichzeitig 
etwas zeigen etc.-)

Wobei auch mit dem 1/2 Adapter das schon in Ordnung ist. Hat man diesen 
Bereits kann man es sich in den meisten Fällen sparen den 1/3 Adapter zu 
kaufen.

Für das Korrekte Einstellen hat sich bei mir folgendes Vorgehen bewährt:
1.Prüfen ob alles korrekt zusammengebaut ist (Okkulare sitzen wirklich 
korrekt im Sitz, ggf. Vorhandene Barlow-Linse richtig montiert.

2. Einstellräder an den Okkularen GANZ RAUSDREHEN
3. jetzt mit dem Abstandsrad so schraf wie möglich einstellen.
4. Für jedes Auge getrennt (Anderes geschlossen) an den Okkularen scharf 
stellen
5. Den Abstand der Okkulare zueinander einstellen. Beide Augen offen.
6. Jetzt noch einmal an den Okkularen Feinjustiren das ich klares, 
ermüdungsfreies Bild ohne Doppelbildeffekt habe.
7. Wenn Vorhanden, jetzt die Kamera an der Linse im Adapter (oder durch 
Abstandsveränderung) scharf stellen.

Der Schritt 1. ist wohl in jedem Fall absolut universell.
Die Schritte 2 - 6/7 Führen bei mir mit meinen Vorraussetzungen 
(Sehschärfe, Augenabstand, Körpergröße) schnell zu einem guten ergebnis. 
Auch nach Umbauten, an Geräten von anderen oder wenn ein 
Bekannter/Arbeitskollege mein GErät benutzt und für sich eingestellt 
hatte.

Ob es aber wirklich der universelle und optimale Weg ist kann ich nicht 
garantieren.

Olli Z. schrieb:
> Wo ich noch echte Probleme habe ist darunter zu arbeiten. Wenn man nicht
> im richtigen Winkel in das Mikroskop schaut sieht man entweder garnichts
> (schwarz) oder ein wackelig verschobenes Bild. Längere Lötarbeiten sind
> darunter für mein Empfinden nicht möglich

Dann ist wahrscheinlich die Einstellung einfach nicht gut. ODer du 
schaust im Völlig falschen Winkel! Es ist dabei natürlich etwas 
Gewöhnungssache, aber ich kann mittlerweile auch längere Zeit problemlos 
darunter arbeiten.
Wobei ich bei mir selbst feststellt habe das mein Abstand Auge-Okkular 
bei diesem Gerät unbewusst gefühlt deutlich! größer ist wie bei meinem 
"echten" Mikroskop (Vergrößerung bis >=1000, Zeiss Amplival )

Die Mitgelieferten Gummikappen für die Okkulare des Stereomikroskops 
verwende ich gar nicht. Die finde ich, wohl der Form wegen ohne den 
sonst üblichen asymetrischen Höhenunterschied( Aussen höher, innen zur 
Nase hin niedriger Rand) total unergonomisch.
Geht aber sowieso viel besser ohne.
Diese Kappen verwende ich mit einem eingelegten Kunststoffplättchen als 
Schutzabdeckung für die Okkulare bei Nichtbenutzung.
(Haftfläche "RAFT" von einem 3D Druck, Auf minimal größeren Durchmesser 
geschnitten und ins Gummi eingeklemmt)

Olli Z. schrieb:
> In Summe muss man sagen das Amscope schon echte Profi-Qualität ist,
> alles robust und sauber verarbeitet und gelagert.

Kannst du mal ein paar Detailfotos (vom eigentlichen Mikroskopkopf) 
machen?
Dann könnte man mal vergleichen ob das wirklch alles exakt aus der 
selben Fabrik kommt und AMSCOPE sowie ein paar andere da einfach nur 
ihren Namen drauf schreiben.
Die äussere Ähnlichkeit ist ja schon frappierend. Und nicht nur bei den 
Amscope. Auch bei einigen Mikroskopen vom "Deutschen Markenhersteller 
Krüss" sieht der Kopf und der eigentliche HAlter verdächtig ähnlich aus.
https://kruess-shop.de/produkte/edelstein-mikroskope/stereo-mikroskope/edelstein-mikroskop-zoom/
Nur der Standfuss und natürlich das Preisschild scheinen tatsächlich 
Individuell Krüss zu sein.
(Ob es aber dasselbe Produkt ist oder das eine ein Nachbau des anderen? 
Mein Bauchgefühl sagt ersteres, aber sicher wissen tue ich das nicht)

Und es gibt noch einige mehr wo der Kopf irgendwie genau so aussieht und 
auch von den genannten Daten irgendwie ziemlich ähnlich ist.
https://www.streppel.de/produkte/mikroskope/zoom-stereo-mikroskope.html

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von Olaf (Gast)


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> Wo ich noch echte Probleme habe ist darunter zu arbeiten. Wenn man nicht
> im richtigen Winkel in das Mikroskop schaut sieht man entweder garnichts
> (schwarz) oder ein wackelig verschobenes Bild.

Bist du sicher das du Weitfeldokulare hast? Die sollen genau das 
naemlich verhindern.

> Das mit der Beleuchtung ist so ne Sache. Die meisten Dinge sind in Summe
> in reinem Umgebungslicht besser zu erkennen.

Da stimmt was bei dir nicht. Alleine wegen der Vergroesserung brauchst 
du eine starke Lichtquelle. Ausserdem glaube ich das bei mehr Licht die 
Tiefenschaerfe steigt weil das Auge die eingebaute Blende schliesst.
Manche Mikroskope haben deshalb sogar vorne eine angebaute Sonnenbrille
damit man bei dem notwendig hellen Licht auch mal ohne Mikroskop auf 
seinen
Gegenstand schauen kann.

> Etwas aufwändig ist es die richtigen Abstandsverhältnisse einzustellen.

Das klingt so als wenn bei dir noch etwas nicht stimmt. Falsche 
Barlowlinse? Ich muss zwar auch schon mal bei mir die Hoehe am 
Fuehrungrohr einstellen wenn ich stark unterschiedlich dicke Teile 
auflege. Aber in der Regel, also nur Platinen, muss man da nichts mehr 
verstellen, nur halt scharf stellen wenn man die Vegroesserung aendert.

> durch die Linsen muss man mit dem Abstandshalter für die Kamera
> rumjustieren.

Das sieht, zumindest nach deinem Bild, in der Tat nach eine Murksloesung 
aus. bei mir ist da eine Verstellschraube mit Feingewinde mit der ich 
die Kamera genau passend einstellen kann.

> Dann ist wahrscheinlich die Einstellung einfach nicht gut. ODer du
> schaust im Völlig falschen Winkel! Es ist dabei natürlich etwas
> Gewöhnungssache, aber ich kann mittlerweile auch längere Zeit problemlos
> darunter arbeiten.

Die Kombination aus Tischhoehe, Stuhlhoehe, Augenhoehe und Okularhoehe 
muessen natuerlich passen. Deshalb hab ich drei Barlowlinsen gekauft bis 
ich das einmal richtig einstellen konnte.

Olaf

von Olli Z. (z80freak)


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Andre schrieb:
> Olli Z. schrieb:
>> Will sagen, der 3D-Effekt ist eher bescheiden.
>
> Das Phänomen hatte/habe ich auch. Inzwischen bin ich aber der Meinung,
> dass es da gar keinen Effekt zu sehen gibt. Das funktioniert einfach und
> sieht natürlich aus.

So, habe herausgefunden das ich die ganze Zeit nur Mono geschaut habe. 
Und zwar ist links ein kleiner Schieber und leitet das Bild entweder zum 
linken Auge ODER zur Kamera! Ich dachte beim TRInocular könnte man 
beides parallel... nachdem ich nun auch 3D sehe ist die Sache schon 
wieder ganz anders, wunderbar in der Optik und gut um drunter zu 
arbeiten, sogar bei 40facher Vergrößerung.
Man erkennt auch die Lötstellen an SMD-Beinchen gut.

von Olaf (Gast)


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> Und zwar ist links ein kleiner Schieber und leitet das Bild entweder zum
> linken Auge ODER zur Kamera! Ich dachte beim TRInocular könnte man
> beides parallel...

Das kann man auch. Du hast halt nur ein Binocular mit Umschalter.

Olaf

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Olli Z. schrieb:
> nachdem ich nun auch 3D sehe ist die Sache schon wieder ganz anders

:-)

von Olli Z. (z80freak)


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Zunächst einmal vielen Dank für den ausführlichen Erfahrungsbericht von 
Dir!

Carsten S. schrieb:
> Hat man den "falschen" Punkt erwischt, dann ist zum einen das Blickfeld
> beschränkter. Zum anderen ist das Gerät dann nicht "Fokusstabil", d.h.
> das man bei jedem ändern der Vergrößerung nachjustieren muss!
> Egal ob Vergrößerung erhöhen oder verringern.

Muss man das nicht generell beim ändern der Vergrößerung?
In einem kleinen Einstellbereich kann man eine Größenänderung mit dem 
Fokusregler ausgleichen, bei mehr muss man den gesamten Arm anheben oder 
absenken.

> MAXIMALER Vergrößerung scharf stellt. ISt das Bild bei maximalere
> Vergrößerung scharf, dann muss es auch nach mehrmaliger Betätigung des
> Zoom-Rades in jeder Stellung weiter scharf sein!
Das bekomme ich leider überhaupt nicht so hin.

> Zum einen den 1x Adapter, wie auf dem obigen AMSCOPE Artikelbild, der
> eigentlich nur ein längeres Rohr ohne Linse ist. Focussiert wird alleine
> durch veränderung des Abstandes Kamera-Mikroskopoptik.
Ganz genau dieses hatte ich ja beschrieben.

> Dann gibt es noch (deutlich kürzere) 1/2 & 1/3 Adapter mit interner
> Linse und Mechanik/Einstellrad zum Fokussieren. Beim "dienstlichen"
Ok, da muss ich mal schauen, ist halt wieder extra zu kaufen, wenn es 
das geben sollte.

> Habe mir zwischenzeitlich aber für mich privat einen 1/3 Adapter bei Ali
> bestellt.
Hast Du mal nen Link dazu?

> Dazu sei noch erwähnt das die Vergrößerung des Kamerabildes um den
> Faktor 3 höher ist als beim Blick durch das Okkular. Will man nicht nur
> beides gleichzeitig scharf sehen, sondern auch auf dem Monitor genau
> denselben Bildausschnitt wie durch die Okkulare, dann braucht man
> unbedingt einen 1/3 Adapter. (Das ist auch der wirkliche Grund warum ich
Ganz genau das Problem habe ich auch :-)
Ich will dabei gern von dem was ich durch die Okulare sehe ab und an ein 
Bild machen und festhalten, manchmal auch ein Video und da wäre es toll 
genau zu wissen was die Kamera aufnimmt, da ich nicht ständig hin und 
her wechseln möchte.

> Die Mitgelieferten Gummikappen für die Okkulare des Stereomikroskops
> verwende ich gar nicht. Die finde ich, wohl der Form wegen ohne den
> sonst üblichen asymetrischen Höhenunterschied( Aussen höher, innen zur
> Nase hin niedriger Rand) total unergonomisch.
Stimmt, das ist mir auch aufgefallen, aber für mich als Brillenträger 
sind die Augenumschließenden Gummikappen ohnehin witzlos...

> Kannst du mal ein paar Detailfotos (vom eigentlichen Mikroskopkopf)
> machen?
Sehr gern, was genau möchtest Du sehen?

> Dann könnte man mal vergleichen ob das wirklch alles exakt aus der
> selben Fabrik kommt und AMSCOPE sowie ein paar andere da einfach nur
> ihren Namen drauf schreiben.
Wäre möglich, das machen andere (Bresser, Zeiss) zum Teil genauso und 
verdoppeln/verdreifachen einfach nur den Preis.

> Die äussere Ähnlichkeit ist ja schon frappierend. Und nicht nur bei den
Naja, die Chinesen waren schon immer gut im nachmachen... nur aufs 
Äußere würde ich nicht setzen. Selbst innerhalb der Amscope Reihe gibt 
es etliche exakt gleich aussehende Köpfe mit unterschiedlichen 
Eigenschaften.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Olli Z. schrieb:
> Stimmt, das ist mir auch aufgefallen, aber für mich als Brillenträger
> sind die Augenumschließenden Gummikappen ohnehin witzlos...

Ich setze die Brille am Mikroskop immer ab, dann passen die 
Augenmuscheln wieder. Die Korrektur der Sehschärfe kann man ja am 
Mikroskop selbst vornehmen.

von Olli Z. (z80freak)


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Ok, ich habe es jetzt nochmal genauso gemacht wie von Carsten S. 
beschrieben und tatsächlich funktioniert das nun wie beschrieben :-)
Habe nun also ein schönes 3D Bild und kann die Vergrößerung beliebig 
einstellen ohne den Fokus (Schärfe) zu verlieren. Irgendwas hatte ich 
vorher falsch gemacht...

Auch das Arbeiten mit oder ohne Brille ist, wenn alles korrekt 
eingestellt ist, gut möglich. Die würde ich aber nur ablegen wenn ich 
wirklich lange Zeit darunter arbeiten würde, sonst ist mir das zu 
lästig.

Mit dem Scope kam eine 2.0 Barlow Linse um die durch Okular 10X und Kopf 
0.5-4.5 maximale Vergößerung von 45X auf 90X zu erhöhen. Ist ja 
eigentlich dann Augenwischerei wenn Amscope Mikroskope mit 45X und 90X 
verkauft und das am Ende dann durch eine Zusatzlinse erreicht wird...

Zusätzlich habe ich mir ja aufgrund des Rates hier auch eine 0.5X Barlow 
gekauft, damit aber noch nichts gemacht, muss erstmal den richtigen 
Stellplatz finden.

Da zeigt sich das ich aufgrund meines Platzes (einfacher Arbeitstisch 
160x70 cm an zwei Stellen an der Wand gestellt) eigentlich nur rechts 
oder links aufstellen kann weil nach hinten nicht genug Platz für den 
Ausleger ist. Hier hättenich mir von einet Schwenkarm-Mechanik etwas 
mehr Freiheit erhofft, aber mal schauen wir ich damit nun klar komme.
Auch seitlich darf nichts im Schwenkbereich des Auslegerarms sein. Für 
mit Geräteb vollgestellte, räumlich begrenzte Arbeitsplätzen schon eine 
Herausforderung.

: Bearbeitet durch User
von Olaf (Gast)


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> Zusätzlich habe ich mir ja aufgrund des Rates hier auch eine 0.5X Barlow
> gekauft, damit aber noch nichts gemacht, muss erstmal den richtigen
> Stellplatz finden.

Ich hab bei mir leider feststellen muessen das 0.7 optimal ist.
Aber das haengt von jedem selber ab. Diese Linsen veraendern ja
auch die Arbeithoehe und damit indirekt deine notwendige Halslaenge.
Aber wie immer im Leben, am besten hat man alles und schraubt
bei Bedarf um.

> Für mit Geräteb vollgestellte, räumlich begrenzte Arbeitsplätzen
> schon eine Herausforderung.

Deshalb habe ich auch eine einfachere Montierung gewaehlt. .-)

Das Monster das du da hast ist sicher besser wenn man haeufig
sehr unterschiedlich grosse Sachen unter dem Mikroskop liegen hat.
In meinem Fall liegen da aber halt nur SMD Platinen mit maximal
Euroformat. Aber ja, wenn ich da ein ganzes Radio drunter lege
dann beneide ich dich. Da ist dann der einfache Staender die schlechtere 
Loesung.

Olaf

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Olli Z. schrieb:
> Ok, ich habe es jetzt nochmal genauso gemacht wie von Carsten S.
> beschrieben und tatsächlich funktioniert das nun wie beschrieben :-)
> Habe nun also ein schönes 3D Bild und kann die Vergrößerung beliebig
> einstellen ohne den Fokus (Schärfe) zu verlieren. Irgendwas hatte ich
> vorher falsch gemacht...

Freut mich das ich helfen konnte ;-)

Olli Z. schrieb:
>> Habe mir zwischenzeitlich aber für mich privat einen 1/3 Adapter bei Ali
>> bestellt.
> Hast Du mal nen Link dazu?

Hier:
https://de.aliexpress.com/item/1005001321554459.html

Olaf schrieb:
> Ich hab bei mir leider feststellen muessen das 0.7 optimal ist.
> Aber das haengt von jedem selber ab. Diese Linsen veraendern ja
> auch die Arbeithoehe und damit indirekt deine notwendige Halslaenge.
> Aber wie immer im Leben, am besten hat man alles und schraubt
> bei Bedarf um.

Hier vollste Zustimmung!
Für mich ist z.b. wegen der Kombination 
Platz/Tischhöhe/Körpergröße-Sitzposition die 0,5er Linse am besten. Habe 
auch die 0,3er und 0,7er
Kostet ja kaum etwas.
Zusäzlich habe ich noch eine 1er Linse, die eigentlich nichts weiter ist 
als eine entspiegelte Glasscheibe. Da die 0,5er Linse, anders als z.B. 
die 2er, Ihrerseits unten ebenfalls ein Gewinde hat habe ich die als 
Objektivschutz daruntergeschraubt weil leichter zu reinigen als die 
0,5er.
Die habe ich aber nur gekauft weil die mich nur etwa einen Euro gekostet 
hat. Meist kosten die aber so 6...8 Euro. Da kann man auch gleich 
einfach mehrere 0,5 (oder 0,7er) Linsen für einen 10er kaufen und die 
gleichzeitig als Optikschutz verwenden - austauschen wenn nicht mehr zu 
reinigen bzw. beschädigt.
(Bei arbeiten ohne Barlow-Linse würde ich fürs löten dann aber definitf 
dieses Vorsatz empfehlen ;-) )


>> Für mit Geräteb vollgestellte, räumlich begrenzte Arbeitsplätzen
>> schon eine Herausforderung.
> Deshalb habe ich auch eine einfachere Montierung gewaehlt. .-)
Bei mir dasselbe!
ICh habe erst mit der großen geliebäugelt, einfach weil die stabiler 
wirkt, ein kritischer Blick auf meinem Basteltisch machte aber schnell 
klar das ich da nur Probleme bekomme.
Daher habe ich die billige Schmalspurlösung genommen und etwas 
Nacharbeit in Kauf genommen. Ist zwar immer noch etwas Mühsam 
hineingequetscht und gerade in "Parkposition" auch zum Teil vor anderen 
GEräten, aber insgesamt ist das eigentlich eine für mich brauchbare 
Lösung die sich schon bewährt hat.

Ich Habe aber die Halterung etwas umgebaut. Die Stange auf die Ecke 
versetzt (ein Netzteil sorgt für das nötige Gegengewicht) und da die 
sich noch etwas bewegt hat schnell oben am stabilen Regalbrett mit einem 
3D gedruckten halter gekonntert. Das ist jetzt brauchbar.

Für meinen kleinen Löttisch (neben meinem Arbeitsplatz) bei meinem AG 
hatte ich mir das Gerät mit dem großen Ständer bestellt. Da passt es 
auch sehr gut weil ich da Platz nach hinten und seitlich habe.

Gruß
Carsten

Beitrag #7196168 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Lutz V. (lutz_vieweg)


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Bin überrascht, dass so viele gern in Okulare eines (stereo-)Mikroskops 
schauen, ich finde solche rein ergonomisch ausgesprochen unangenehm im 
Vergleich zu einem Bildschirm am Digitalmikroskop, der mir keine 
bestimmte Kopfposition aufnötigt. Selbst um den Preis des nur-2D-sehens 
finde ich die Bildschirmlösung angenehmer...

von hauspapa (Gast)


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Axel R. schrieb:
> Variante3 nervt.

Ist auch meine Erfahrung. Zumindest bei modernen Arbeitstischen mit 
vorne ohne Beine.
Leicht auf dem Tisch abgestützt, schon aus dem Fokus.
Läuft jemand dran vorbei: zittern und wackeln.
Beim Fokus einstellen leicht Kraft ausgeübt, beim loslassen: aus dem 
Fokus.

Fuss auf Tisch nimmt Platz weg, ziehe ich aber immernoch vor. Wenn man 
nur will lässt sich trotzdem mit allen arbeiten.

viel Erfolg
hauspapa

von Olli Z. (z80freak)


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Jetzt klärt mich mal bitte bezüglich der Barlow-Linsen auf. Ich habe mir 
eine 0.5 Linse vom AmScope (SM05) gekauft und die hat bei Amz*n knapp 
50€ gekostet. Bin ich da unsagbar dumm soviel Geld auszugeben? Sprich, 
sind die anderen Angebotenen Linsen (in China bekommt man unter 20€ ein 
ganzes Set aus 4-5 Linsen) genauso gut?
Oder sollte man hier gar nicht auf teure Optik setzen weil diese durch 
Lötdämpfe ohnehin schnell unbrauchbar werden??

Ich für meinen Teile komme mit der 0.5er nicht so gut zurecht und würde 
nun eher eine 0.7er testen wollen...

: Bearbeitet durch User
von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Olli Z. schrieb:
> Jetzt klärt mich mal bitte bezüglich der Barlow-Linsen auf. Ich habe mir
> eine 0.5 Linse vom AmScope (SM05) gekauft und die hat bei Amz*n knapp
> 50€ gekostet. Bin ich da unsagbar dumm soviel Geld auszugeben?
Um es sicher zu sagen müsste man wirklich zwei Linsen nebeneinander 
legen...
Aber ich würde schon fast GEld darauf setzten das hier die ganze Optik 
(zumindest Mikroskopkopf, Barlow-Linsen, Okkulare etc.) von den ganzen 
gleich aussehenden Dingern auch wirklich aus der selben Fabrik kommt!
Egal ob das ChingChang/Amscope/Krüss oder was auch immer draufsteht.

Aber wirklich sicher Sagen kann ich das nicht. Und für andere 
Dinge/Modelle sagt das nichts aus.

Demzufolge wäre das was du bei Amazon für 50 Euro Bekommst dann dasselbe 
was du bei Ali für ~10 Euro (inkl. MwST und Versand) bekommst.
Aber halt nur Vermutung anhand der Bilder und Erfahrung mit anderen 
Produkten.

Aber sehe es so: WEnn es wirklich alles dasselbe ist, dann hättest du 
auch noch einmal dreimal mehr ausgeben können:
https://kruess-shop.de/produkte/edelstein-mikroskope/zubehoer-fuer-mikroskope/objektivlinse-msz5405-n/

> Sprich,
> sind die anderen Angebotenen Linsen (in China bekommt man unter 20€ ein
> ganzes Set aus 4-5 Linsen) genauso gut?

Wie geschrieben: Ich denke das ist alles dasselbe

Ein ganzes Setz für unter 20 Euro Endpreis habe ich noch nicht gesehen!
Vielleicht wenn man Chinesich kann und den China Inlandspreis auf 
anderen Plattformen bekommt (also plus Versand und Zoll)

Falls du das bei Aliexpress so gesehen hast, dann darfst du dich nicht 
täuschen lassen. Auf dem Bildern ist immer alles lieferbare, auf der 
Artikelseite muss man aber das Modell wählen. Der in der Übersicht 
gezeigte Preis ist dabei immer der für das günstigste Modell.
Eine 0,5er oder 0,7er Barlow Linse kostet einzeln so um die 10 Euro 
inkl. VS und Steuer. Die 0,3er sind erheblich teurer. ich habe für meine 
mit Glück 20Euro bezahlt. Sonst liegen diese über 30...

> Oder sollte man hier gar nicht auf teure Optik setzen weil diese durch
> Lötdämpfe ohnehin schnell unbrauchbar werden??
NAja, auch 50 Euro ist für hochwertige Optik ganz sicher nicht "teuer".
Aber klar, wenn man für 10 Euro dasselbe bekommt...

Wie schnell sich die Optik zusetzt hängt vom Abstand und der Art zu 
löten ab. Ich kenne einige die schon länger so ein Gerät haben und noch 
mit der ersten Linse arbeiten. Aber halt alles nur Hobbynutzung. 
Teilweise schon mehrmals geputzt.
Ich hatte mich ja entshlossen bei dem Preis von um 10 Euro mir zumindest 
von der von mir meistgenutzten Linse (0,5er) noch etwas Reserve zu 
bestellen und die als Verschleissmaterial zu betrachten. Wenn dann bei 
Reger Nutzung alle paar Monate mal geputzt werden muss und nach mehreren 
gründlichen Reinigungen vielleicht die ersten Spuren bemerkbar werden, 
dann kommt die nächste dran (Selbst wenn man eigentlich noch 
weiterarbeiten könnte)

Ich denke aber wir reden da auch bei reger Hobbytätigkeit von mehreren 
JAhren bis ein Tausch notwendig wird.

Wenn ich ganz ohne Vorsatzlinsen arbeiten würde, dann hätte ich aber 
mehr Bedenken. Nicht nur des Preises wegen, sondern auch weil man bei 
den Linsen nur eine Oberfläche hat. Ohne Linsen zieht das aber direkt 
auf die Objektive und wenn es ganz dumm läuft vielleicht sogar auch noch 
etwas in das innere des Kopfes... Viel blöder zu reinigen.
Da würde ich dann auf jeden Fall mir eine 1x Vorsatzlinse besorgen 
(Entspiegeltes Fensterglas halt, 5-6Euro, manchmal auch deutlich 
billiger) ICh habe so ein Glas, für unter 1Euro gekauft, im Moment sogar 
unter der 05er Linse. Die 05er Linse mit WD165 Aufdruck hat oben und 
unten ein Gewinde.

> Ich für meinen Teile komme mit der 0.5er nicht so gut zurecht und würde
> nun eher eine 0.7er testen wollen...

Da liegst du mit dem Olaf ja auf einer Linie. Aber wie geschrieben: Am 
besten hat man alles. Zumindest 2,0 - 0,7 und 0,5... Die 03 kann 
manchmal auch hilfreich sein, der Arbeitsabstand ist aber schon extrem 
groß und die kostet wie gechrieben auch deutlich mehr. Halt etwas für 
ganz spezielle ZWecke. Die muss man sich nicht auf Verdacht kaufen wenn 
man nicht gerade ein wirklich günstiges Angebot bekommt.

Kaufe ruhig bei Ali. Die von mir dort gekauften Linsen sind sind 
vollkommen  in Ordnung! Für unsere Zwecke mehr als ausreichend und 
vermutlich vom selben Band gefallen wie die teureren aus anderen 
Quellen!

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Olli Z. schrieb:
> weil diese durch Lötdämpfe ohnehin schnell unbrauchbar werden?

Nur so: der Lötdampf-Krams lässt sich mit irgendwelchen Alkoholen 
(Ethanol oder Isopropanol) problemlos reinigen. Interessanterweise habe 
ich beobachtet, dass sich das Zeug auch viel stärker innen auf dem 
Prisma als vorn auf dem Objektiv absetzt. Ich habe jedenfalls schon oft 
diese Prismen abgewischt (der 08/15-Leiterplattenreiniger, der sowieso 
im Lab rumsteht, tut's auch) und danach wieder ein gestochen klares Bild 
gehabt.

von Olaf (Gast)


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> Nur so: der Lötdampf-Krams lässt sich mit irgendwelchen Alkoholen
> (Ethanol oder Isopropanol) problemlos reinigen.

Ja, das ist richtig. Ich denke aber wie stark man davon betroffen ist
haengt etwas vom verwendeten Loetzinn ab. Modernes no clean ist was
anderes wie die alte Rolle vom Opa wo jedesmal eine Wolke aufsteigt.
Und es haengt sicher auch vom Arbeitsabstand ab.

Ich erwarte im uebrigens als erstes groesseres Problem das bei meinem
Mikroskop das Schaltnetzteil in der LED-Beleuchtung dahinscheidet.
Aber Schaltnetzteile koennen wird ja. :)

Olaf

von Olaf (Gast)


Angehängte Dateien:

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Ihr koennt ja mal die Kompatibilitaet zwischen verschiedenen
Herstellern testen.

Im Anhang der Deckel den ich auf meine Okulare stecke wenn ich
das Mikroskop nicht brauche. Muesste ja dann auch bei euch passen. .-)

Olaf

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Olaf schrieb:
> Ja, das ist richtig. Ich denke aber wie stark man davon betroffen ist
> haengt etwas vom verwendeten Loetzinn ab.

Ist nicht mein Eindruck. Eher von der Löttemperatur. Meine Kollegen 
tendieren auch irgendwie zu viel zu hoch eingestellten Stationen, da ist 
das Flussmittel dann ratz-batz weg.

Privat habe ich noch einen kleinen Lüfter am Objekttisch des Mikroskops, 
der den Nebel wegpustet. Benutze ich aber nur bei größeren Projekten.

> Und es haengt sicher auch vom Arbeitsabstand ab.

Naja, da spielt die Anatomie des Betrachtenden meiner Erfahrung nach 
eine große Rolle.

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