Vom Arduino gibt es Klone, vom Raspberry nicht. Wieso [Endet 14.09.]

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7184538
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Dann versuche doch einfach mal, das auf einem Raspberry Pi befindliche 
Broadcom-SoC zu kaufen. Zum einen werden diese nur an Kunden mit 
wirklich großen Stückzahlen abgegeben, und zum anderen dürften genau 
diese SoC ursächlich für die Lieferprobleme sein.

Auch wenn es sich bei der Raspberry Pi Foundation um eine gemeinnützige 
Stiftung handelt, ist im Gegensatz zum Arduino die RPi-Hardware nicht 
open-source, sondern mit allen möglichen gewerblichen Schutzrechten 
belegt, vermutlich auch auf Druck von Broadcom oder sogar den 
Lizenzgebern der im SoC enthaltenen Funktionsblöcken. Weiterhin gibt es 
ja auch Nachahmungen der RPis, z.B. Orange Pi, aber diese sind eben auch 
nur auf Applikationsebene funktionsähnlich, da sie auf anderen SoC 
basieren.

Die ganze "Szene" von SoC-Herstellern besteht nicht aus irgendwelchen 
Gutmenschen, die das Wohl der Anwender im Sinn haben, sondern dahinter 
stehen meist große Investmentfirmen, die allergrößten Wert darauf legen, 
dass bei solch einer teuren Entwicklung jeder Furz patentiert und mit 
Gebrauchsmustern belegt wird. Die SoC werden für Mobiltelefone und 
ähnliche in riesigen Stückzahlen produzierte Konsumprodukte entwickelt 
und nicht für solche Popelanwendungen wie hier. Und sobald es z.B. eine 
neue Generation von Mobiltelefonen gibt und das SoC veraltet ist, wird 
ggf. auch dessen Produktion sang- und klanglos eingestellt, da die 
Fertigungslinie schon für andere Chips reserviert ist.
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