News Neue Bauteile: hohe USB-C-Stecker, Google Coral-Board, Analogmultimeter


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von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Auch im September gilt: nach der Bauteilankündigung ist vor der Bauteilankündigung. Hier eine kleine Liste interessanter Komponenten, die im Laufe der letzten Wochen im Handel verfügbar wurden.

Worum geht es hier?

Die Bauteilindustrie ist schnelldrehend: jeden Tag erscheinen dutzende interessante, hilfreiche oder manchmal schlichtweg lustige Komponenten. Einige davon stellt Ihnen dieser Artikel kompakt vor.

GCT: “hohe” USB-C-Stecker bieten Platz für Komponenten

Unter Steckern befindliche Platinenfläche ist verloren - so zumindest die bisherige Erfahrung des Designers. Global Connector Technology bietet Nutzern des USB C-Formats nun eine Gruppe von Steckverbindern an, die dieses Problem zu entschärfen suchen. Mit dem USB4800 Elevated SMT 16-Pin USB Type-C™ Receptacle steht nun ein Stecker zur Verfügung, der auf Pins “reitet” und so ausreichend Platz für bis zu 1.6mm hohe Komponenten bietet.

(Bildquelle: GCT)

In Hunderterstückzahlen kosten die Teile rund 1.3 EUR pro Stück – wichtig ist lediglich, dass die Pins unbedingt als Throughhole auszuführen sind, was beim Ein- und Ausführen von Signalen mitunter Probleme schafft.

TI: Step-Down-Schaltregler im 6-Pin SOT-23

Dass Qorvo seit längerer Zeit wie eine Axt im Wald durch die eigene Halbleiterproduktpalette geht, ist bekannt – einige kompakte und vergleichsweise preiswerte Schaltregler-ICs wie den ACT4065 gibt es nicht mehr. Texas Instruments schickt mit dem LMR51420 nun eine Serie von Reglern ins Rennen, die diese Lücke zu füllen suchen.

(Bildquelle: TI)

Im Bezug auf die Effizienz sind die Komponenten – siehe Abbildung – durchaus in der Lage, mit dem verblichenen Bauteil mitzuhalten. Schade ist nur der vergleichsweise hohe Preis, der in Hunderterstückzahlen rund 1.1 Euro beträgt.

(Bildquelle: TI)

Coral Dev Board Micro – TPU, vergleichsweise kompakt

Dass Google eigene AI-Beschleunigerchips entwickelt, ist nicht neu. Neu ist, dass die als TPU – kurz für Tensor Processing Unit – bezeichneten Prozessoren nun in einem um rund 90 Euro erhältlichen Evaluationsboard für Jedermann ausprobierbar sind.

(Bildquelle: Google)

Das vorliegende Board ist insofern interessant, als es eine Kamera mitbringt und so die Fütterung der auf der Platine lebenden TensorFlow-Algorithmen stark vereinfacht. Andererseits gilt, dass die Signalspannung der GPIO-Pins nur 1.8V beträgt – zur Interaktion mit vielen weit verbreiteten Peripheriegeräten sind Pegelwandler erforderlich.

(Bildquelle: Google)

Interessant ist ausserdem, dass der Distributor Mouser auf seiner Webseite angibt, dass eine PoE-Platine erwartet wird: dabei dürfte es sich um ein Entgegenkommen Googles an all jene handeln, die ihre Coral-Boards zu einer Art Cluster zusammenfassen wollen und sich so das Hantieren mit den Wallwarts sparen.

Simpson kehrt zurück – neues Analogmultimeter um rund 800 EUR

Freunde analoger Messtechnik können ein neues Simpson-Analogmultimeter erwerben – der Kaufpreis im Bereich von rund 800 EUR ist trotz der LED-Beleuchtung durchaus erheblich. Was der Kunde dafür bekommt, zeigt die Abbildung.

(Bildquelle: Simpson)

Wer hier an Unigor 6e und Co erinnernde Genauigkeit erwartet, wird allerdings enttäuscht: die im Gerät zu verbauenden Batterien versorgen lediglich den Widerstandsmesskreislauf. Der niedrigste Strombereich endet schon bei 50 uA.

(Bildquelle: Simpson)

M5Stack: Kombination aus PoE-Stromversorgung und Ethernettransciever

Wer einen Sensor per Power over Ethernet mit Energie versorgen möchte, und dazu auf einen Nachrüstsatz zurückgreift, will oft auch Ethernetverbindung herstellen. Mit dem M5Stack ESP32 Ethernet Unit with PoE kümmert sich M5Stack um diese Kundengruppe.

(Bildquelle: https://docs.m5stack.com/en/unit/poesp32)

Die um rund 25 Euro erhältliche Hardware kombiniert einen ESP32 mit einem PoE-System, das bis zu 6W Energie an die zu versorgende Logik abgeben kann. Auf dem ESP32-WROOM-32U wird von Haus aus ESP_AT ausgeführt, was das Absenden von Ethernet-Paketen mit einfach erlernbaren AT-Kommandos erlaubt.


: Bearbeitet durch NewsPoster
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Sapperlott, ich bin ja schon ein grosser Freund von Analogmultimetern, 
aber ich glaub', ich bleib mal lieber bei meinem MT 250; da kommen mir 
die Daten doch vergleichbar vor und bei dem Preisunterschied koennen 
auch ruhig ein paar von den Dingern runterfallen, vom Auto ueberrollt 
werden, Innenwiderstand des 230V Netzes messen, etc...

Gruss
WK

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Hallo,
danke dir für deine Reaktion.

Simpson war immer eine Nobelmarke...wie Goertz Electro...wenn ich mich 
erinnere hat meine Ex-LZ noch eine Rechnung fuer ein 6E rumfliegen um 
1500Dm. UNd Ganz Mueszer KFT haben 2014 denke ich auch 1k5 oder so 
genommen fuer das Unigor 3e...

Die werden den Teufel tun runter zu kommen. Insbesondere heute, wo das 
ja ein absolutes Nischenprodukt ist.

von Gustl B. (-gb-)


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Die USB Buchse kann leider nur USB2. Der Hersteller bietet zwar auch 
USB-C Buchsen mit USB3 aber keine mit Platz drunter.

von Falk B. (falk)


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Gustl B. schrieb:
> Die USB Buchse kann leider nur USB2. Der Hersteller bietet zwar auch
> USB-C Buchsen mit USB3 aber keine mit Platz drunter.

Baust du jetzt auch Handys, wo jeder mm^2 zählt?

von Falk B. (falk)


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Tam H. schrieb:
> Die werden den Teufel tun runter zu kommen. Insbesondere heute, wo das
> ja ein absolutes Nischenprodukt ist.

Die Rolex unter den Multimetern? Oder die übliche 
Retro/Audiophilenabzocke?
Ein sehr gutes Fluke 87V kostet 600 Euro und kann DEUTLICH mehr.
Naja.

von Gustl B. (-gb-)


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Falk B. schrieb:
> Baust du jetzt auch Handys, wo jeder mm^2 zählt?

Noch nicht. Nein, ich bin auf der Suche nach einer USB-C Buchse mit 
voller Belegung die mechanisch stabil ist. Die Buchsen die ich bisher 
hatte haben allesamt viel Spiel. Man kann den Stecker jeweils ohne viel 
Kraft so hin und her bewegen, dass die Datenverbindung abbricht.
Ich werde in den kommenden Woche eine Platine entwerfen um verschiedene 
USB-C Buchsen zu testen. Gerne würde ich auf Verschraubung verzichten, 
aber ich glaube das geht kaum ohne.

von Falk B. (falk)


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Gustl B. schrieb:
> Noch nicht. Nein, ich bin auf der Suche nach einer USB-C Buchse mit
> voller Belegung die mechanisch stabil ist. Die Buchsen die ich bisher
> hatte haben allesamt viel Spiel. Man kann den Stecker jeweils ohne viel
> Kraft so hin und her bewegen, dass die Datenverbindung abbricht.

Kann ich nicht so recht glauben, denn der wird von MILLIONEN Handys und 
anderen Geräten benutzt.

von Gustl B. (-gb-)


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Ja, das stimmt.
Ganz oft wird aber nur USB-C mit USB2 verbaut und da habe ich auch keine 
Probleme.
Und dann gibt es natürlich auch Buchsen die gut sind. Hier mein Thinkpad 
hat so eine. Auch da kann man den Stecker hin und her wackeln, aber die 
Verbindung bleibt.
Und bei fertigen Geräten hat man ein Gehäuse das den Stecker in Position 
hält, also eine Führung bietet. Das habe ich auf meinen nackten Platinen 
nicht.

von Michael B. (laberkopp)


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von Frank O. (frank_o)


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Falk B. schrieb:
> Kann ich nicht so recht glauben, denn der wird von MILLIONEN Handys und
> anderen Geräten benutzt.

Ich schon, wobei ich die Kabel als das Hauptproblem ansehe.
Hatte vor einiger Zeit hier einen Beitrag über Kabel geschrieben.
Mir wurde da ein sündhaft teures Kabel empfohlen.
Ja was soll ich sagen?
Allein das Laden geschieht mit 2A und das schon eine ganze Weile.
Ist halt unglaublich viel Schrott auf dem Markt.

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