Forum: PC Hard- und Software Druckere Netzteil ausbauen und Elkos testen


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Sergio (barbagianni)



Lesenswert?

Guten Tag zusammen,

ich fange schon damit an um klar zu stellen, dass ich weder 
Elektrotechniker noch Elektriker bin, aber bin begeistert und motiviert 
neues zu lernen.

Von dem Forum der Druckerchannel.de würde mir gesagt ich wäre hierbei 
mikrocontroller.net besser ... gut aufgehoben.
Es geht darum dass mein Laser-Drucker sich nicht mehr richtig anschalten 
lässt und alle LEDs blinken.
Es ist ein Samsung Farblaser CLP-680DW der nicht viel gedruckt hat.
Ich habe einiges Probiert und viele Forme besucht. Und jetzt würde mir 
empfohlen das Netzteil zu tauschen oder nachzusehen ob irgendwelche 
Elkos ausgelaufen oder defekt sind.

Ich habe die Schutzabdeckung fast komplett abgebaut. Zwei Kabel 
verhindern mir, dass ich weiter komme und das ich die Abdeckung komplett 
entfernen kann.

Wie kann ich die 2 Kabel abstecken? s. Bilder
Entweder die Kabel vom ersten Foto oder vom zweite.
Worauf muss ich achten damit ich sie nicht beschädige?

Vielen Dank

: Bearbeitet durch User
von Karl B. (gustav)


Lesenswert?


: Bearbeitet durch User
von Sergio (barbagianni)


Lesenswert?

Hallo Gustav,
 danke für den Link und für das Manual.
Der Fehler /das Problem wird nicht angesprochen.
Der Drucker lässt sich leider gar nicht richtig anschalten, Daher kann 
ich ihn nicht per Software nicht testen.
Er blinkt nur die ganze Zeit.

Sergio

von Rüdiger B. (rbruns)


Lesenswert?


von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


Lesenswert?

Die Stecker haben keine Verriegelung und lassen sich daher einfach aus 
ihren Stiftwannen rausziehen. Wenn du da an mehreren Kabeln gleichzeitig 
ziehst, gibts auch keine Gefahr, ein einzelnes abzureissen.
Mach nach dem Ausbau nochmal ein Foto des Netzteils. Für mich sieht der 
2200µF/10V durchaus verdächtig aus.

: Bearbeitet durch User
von Sergio (barbagianni)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Vielen Dank für den Tipp. Ich habe mich getraut die Kabel kräftig zu 
ziehen und es hat doch geklappt :-D.

Anbei weitere Fotos. Mir wurde gesagt, dass das Weiss neben den Elkos 
einen Kleber ist. Stimmt es?

von loeti2 (Gast)


Lesenswert?

Das weiße ist ein Kleber gegen Vibration damit die Elkos sich nicht aus 
den Lötstellen rauswackeln.
Im letzen Bild 20220921_213725.jpg sehen für mich die oberen zwei Elkos 
wie Austauschkandidaten aus, da der Deckel leicht gewölbt ist.
Also die erst mal Tauschen und dann schauen ob es wieder tut.

von loeti2 (Gast)


Lesenswert?

Übrigens der Kleber ist nicht sehr fest, eher wie Gummi.
Vor dem Auslöten der Elkos vorsichtig abkratzen (dabei auf keine 
Beschädigung der Leiterplatte achten).

von Christian S. (roehrenvorheizer)


Lesenswert?

Hallo,

rein optisch betrachtet, sieht alles wie neu aus. Ob da Elkso ihren 
Deckel leicht gewölbt haben, kann man garn icht beurteilen, weil das 
Weitwinkelobjektiv alles verzerrt hat. Mußt Du also selbst sehen.

Das weiße Zeug dürfte die Elkos aneinander Kleben und dazu dienen, bei 
Vibrationen beim Transport ein Abreißen durch Ermüdungsbrüche an den 
Anschlußdrähten zu verhindern.

Also hilft nur noch messen, messen, nochmals messen...  auch ob die 
Spannungen mit der richtigen Rampensteigung hoch gehen. Ja, das mach 
Spaß!

mfg

von Sergio (barbagianni)


Lesenswert?

loeti2 schrieb:
> Übrigens der Kleber ist nicht sehr fest, eher wie Gummi.
> Vor dem Auslöten der Elkos vorsichtig abkratzen (dabei auf keine
> Beschädigung der Leiterplatte achten).

Das ist richtig  der Kleber fühlt is wie Gummi an.

Muss ich etwas aufpassen was die Spannung angeht bevor ich mich daran 
machen das Netzt Teil auszubauen?
Logischerweise ist der Strom-Stecker raus und der Drucker ist auf AUS.
Aber können Stromreste irgendwie drin sein?
Sorry, für die Wortwahl ... bin "noch" einen Lehrling.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


Lesenswert?

Sergio schrieb:
> Muss ich etwas aufpassen was die Spannung angeht bevor ich mich daran
> machen das Netzt Teil auszubauen?

Ja, der dicke 450V 220µF ist Dein Killerkandidat.

mfg

von Sergio (barbagianni)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Ich denke nicht dass es mit der Weitwinkel zu tun hat. Mir scheint 
tatsächlich etwas gewölbt aus. bzw. es sind 2 die etwas gewölbt sind.
Was meint ihr?

von Sergio (barbagianni)


Lesenswert?

Christian S. schrieb:
> Ja, der dicke 450V 220µF ist Dein Killerkandidat.
>
> mfg

D.h. ich muss die Finde davon lassen?
Oder einfach aufpassen?
Irgendwie muss ich die ganze Platine abschrauben um auf die Rückseite zu 
kommen und die Elkos abzulöten.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


Lesenswert?

Hast Recht. Verglichen mit den zwei vorderen Elkos sind die beiden 
scharf abgebildeten hinteren elkos oben gewölbt.

Schon hast Du 100 Punkte und vorläufig den ersten Fehler gefunden.

Aus Deiner gut sortierten Elkokiste kannst Du nun die zwei passenden als 
Ersatz heraus nehmen und einfach an Stelle der alten einbauen.

mfg

von Christian S. (roehrenvorheizer)


Lesenswert?

Sergio schrieb:
> Oder einfach aufpassen?

Mit dem Multimeter die Spannung messen. Wenn sie Dir genehm ist, so 
unter 30 Volt, kannst Du dran. Besser ist es, mit einem dicken 
Widerstand von z.B. 5 kOhm den Elko zu entladen. Einen Haushltsglühbirne 
kann man dazu auch verwenden. Direkt mit dem Schaubendreher kurzschießen 
ist die "rauhe" Methode.

mfg

: Bearbeitet durch User
von Sergio (barbagianni)


Lesenswert?

Also, eine "gute aussortierte Elkos-Kisten habe ich nicht."
Ich habe nicht mal die Kiste;-)
Die einzelne Elkos, sowie ein Lötkolben eine Entlötpumpe und etwas 
Lötdraht.
Aus einem Video hier wird ganz toll erklärt wie das geht.
https://www.youtube.com/watch?v=MJ0WAPsfsYA

Was empfiehlt ihr? Ich will kein Profi werden, aber es macht mir richtig 
spass zu probieren ob es klappt.
Wo kann ich zuverlässige Teilen kaufen?

vielen Dnak

von Sergio (barbagianni)


Lesenswert?

Übrigens ich habe einen Multimeter Voltcraft VC270 im Schrank gefunden. 
Zwar habe ich es seit lange nicht mehr benutzt aber ich denke ich kann 
nachschauen wie das geht.

von Manfred (Gast)


Lesenswert?

loeti2 schrieb:
> Im letzen Bild 20220921_213725.jpg sehen für mich die oberen zwei Elkos
> wie Austauschkandidaten aus, da der Deckel leicht gewölbt ist.

Habe ich auch gedacht. Wenn man pauschal Elkos verdächtigt und auf 
Verdacht tauscht: Nach kleinen Elkos gucken, die sind gerne mal taub, 
ohne äußerlich aufzufallen.

Christian S. schrieb:
>> Muss ich etwas aufpassen was die Spannung angeht bevor ich mich daran
>> machen das Netzt Teil auszubauen?
>
> Ja, der dicke 450V 220µF ist Dein Killerkandidat.

Und das Multimeter sein Freund, die Spannung über den Elkos messen.

Sergio schrieb:
> tatsächlich etwas gewölbt aus

Mit braunem Sabber auf dem Deckel, der ist durch.
(20220921_220958 links)

von Christian S. (roehrenvorheizer)


Lesenswert?

Die Fotos waren diesmal richtig gut. Sogar die Kratzer auf dem 
Kühlkörper sieht man gut.

Bauteile gibt es z.B. bei TME.

https://www.tme.eu/de/katalog/elektrolytische-kondensatoren-tht_112342/

https://www.reichelt.de/elkos-radial-85-c-c3143.html?&nbc=1

mfg

von Sergio (barbagianni)


Lesenswert?

Christian S. schrieb:
> Die Fotos waren diesmal richtig gut. Sogar die Kratzer auf dem
> Kühlkörper sieht man gut.
>
> Bauteile gibt es z.B. bei TME.
>
> https://www.tme.eu/de/katalog/elektrolytische-kondensatoren-tht_112342/
>
> https://www.reichelt.de/elkos-radial-85-c-c3143.html?&nbc=1
>
> mfg


ja, eine Smartphone kann heutzutage wirklich Fotos machen die vor 
einigen Jahren mit Profi-Ausrüstung fast unmöglich zu realisieren waren.
Ich bin Berufsfotograf und Grafikdesigner, aber das hat mit den 
aktuellen Aufnahmen wenig zu tun. Mein Samsung S10e ist einfach spitze 
bei Makrofotografie. Wobei mein smartphone ist ein anderes Gerät von 
Samsung die nicht mehr richtig funktioniert....

Frage: Welcher Lötkolben soll ich nehmen?
Ist so ein Set zu empfehlen oder ist es besser ein Set mit Lötkolben die 
eine Temperatur von 450° erreicht besser?

https://www.reichelt.de/loetkolben-30-w-set-fixpoint-fp-30-p89612.html?&trstct=pos_2&nbc=1

von Gerald B. (gerald_b)


Lesenswert?

Wenn du lange daran Freude haben willst, dann kaufe nicht die 
billigsten, gerade verfürbaren Elkos sondern orientiere dich an Marken 
und hoher Lebensdauer. Es gibt von 1000 Stunden bei Maximaltemperatur 
bis 10.000h su ziemlich alles. Panasonic, Nichicon, Chemicon kannst du 
z.B. kaufen. Die sind aber in Zeiten von Lieferschwierigkeiten oft 
ausverkauft.
Sambwha und so solltest du besser meiden.
Ein einfacher Elkotester ist sehr zu empfehlen. So sieht man 
zweifelsfrei, ob der ausgelötete Kandidat der Übeltäter war, oder ob ein 
guter Gebrauchter in die Tonne, oder in die Ersatzteilschachtel gehört.
Ich habe da was vor über 20 Jahren nach einem Plan in der Elrad gebaut. 
4 CMOS Zähler, 4 LED Anzeigen, ein 4 Fach OPV, 2 Taster. Elko 
anschließen, nullen, Start - und warten, bis er mit Hochzählen fertig 
ist. Das kann bei 4700µ schon mal ca. 1 min dauern.
Aber man sieht sehr schnell ob es nur -10% Fertigungstoleranz sind, oder 
ob nur noch 10% Restkapazität vorhanden sind.

von Sergio (barbagianni)


Lesenswert?

Sehr spannend. Die Kondensatoren haben einen Lebensdauern und die Werte 
sind durch die ....h erkennbar?
Danke für die ausführliche Informationen.

von Sergio (barbagianni)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Wie stecke ich den orangen Stecker ab? Ich will wenn möglich nichts 
kaputt machen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


Lesenswert?

Ich denke, du drückst am orangenen Teil die Plastikfeder etwas zusammen 
und kannst dabei den Stecker abziehen. Wenn du keine Gewalt anwendest, 
machst du aber auch nichts kaputt.

von Gerald B. (gerald_b)


Lesenswert?

Am orangenen Stecker sind 2 Bügel mit Haltenasen, die bei Aufstecken 
einrasten. Ein bisschen Wackeln und probieren. Stecker seitlich biegen, 
um die Nasen freizugeben und dabei ziehen. Oder mit einem kleinen 
Uhrmacherschraubenzieher die Nasen anheben und dann ziehen. Ist ähnlich 
wie beim 20 oder 24 pol. Stecker am Mainboard

von Sergio (barbagianni)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Also, die Leiterplatte ist abgebaut.
Jetzt wollte ich den dickeren Elkos entladen. Wie gehe ich vor wie von 
Christian S. oben beschreiben?
"Direkt mit dem Schraubendreher kurzschließen ist die "rauhe" Methode"

Eigentlich wollte ich mit dem Multimeter lernen wie man das macht.
Ist es möglich, oder gibt es da das Risiko dass ich den Multimeter und 
die Kondensatoren eventuelle beschädigen kann?

von Peter K. (chips)


Lesenswert?

einfach das Multimeter auf Bereich 1000V DC stellen und messen, ob an 
dem dicken Elko noch Spannung über 20V anliegt

von Sergio (barbagianni)


Lesenswert?

Peter K. schrieb:
> einfach das Multimeter auf Bereich 1000V DC stellen und messen, ob an
> dem dicken Elko noch Spannung über 20V anliegt

Leider heute geht es nicht mehr bei mir. Ich werde es morgen 
probieren....

von Dirk J. (dirk-cebu)


Lesenswert?

Und morgen stellst du fest, dass die Batterie des Multimeters leer 
ist...

: Bearbeitet durch User
von Sergio (barbagianni)


Lesenswert?

Peter K. schrieb:
> einfach das Multimeter auf Bereich 1000V DC stellen und messen, ob an
> dem dicken Elko noch Spannung über 20V anliegt

Elkon hat keine spannung drin. Vielen Dnak

Wie kann ich dann die anderen Elkos testen ob sie noch gut sind bevor 
ich sie auslote?

von DerEgon (Gast)


Lesenswert?

Sergio schrieb:
> Wie kann ich dann die anderen Elkos testen ob sie noch gut sind bevor
> ich sie auslote?

Gar nicht sinnvoll, denn wenn Du ihre Kapazität messen willst, 
beeinflusst der Rest der Schaltung die Messung. Wer misst, misst Mist.

Also vorsichtig auslöten (ohne die Platine zu beschädigen, vorsicht 
wegen der umgebogenen und dann verlöteten Anschlussdrähte!) und dann mit 
einem Kapazitätsmessgerät messen. Manche Multimeter können Kapazitäten 
messen, viele aber nicht.

Einfacher ist es vermutlich, prophylaktisch alle Elkos auszutauschen, 
denn die Handvoll Kondensatoren, die Du dafür brauchst, wird weniger 
kosten als das Messgerät zum Testen.

Bei der Neubeschaffung der Kondensatoren unbedingt beachten: Mindestens 
die Spannungsfestigkeit verwenden, die der alte Kondensator hatte, 
mindestens den Temperaturbereich verwenden, den der alte Kondensator 
hatte.

Einen 105°-Typ also nicht durch einen 85°-Typ ersetzen, und einem 
35V-Typ nicht durch einen 25V-Typ ersetzen.

Einen 25V-Typ kannst Du durch einen 35V-Typ ersetzen, sofern er 
mechanisch passt, also nicht größer ist als der alte.

von Sergio (barbagianni)


Lesenswert?

DerEgon schrieb:
> Sergio schrieb:
>> Wie kann ich dann die anderen Elkos testen ob sie noch gut sind bevor
>> ich sie auslote?
>
> .....

Vielen Dank! Ich schaue dann jetzt alle Elkos durch und bestelle ich 
sie.
Übrigens, einen Multimeter habe ich. Es ist ein Voltkraft VC270. Und 
jetzt auch alle anderen Werkzeugen für Löten, Absaugen usw. sind 
vorhanden.

von DerEgon (Gast)


Lesenswert?

Sergio schrieb:
> Übrigens, einen Multimeter habe ich.

Ja, aber nicht jedes Multimeter kann Kapazitäten messen. Deines kann 
das, also: Viel Erfolg.

von Gerald B. (gerald_b)


Lesenswert?

DerEgon schrieb:
> Einen 105°-Typ also nicht durch einen 85°-Typ ersetzen

Im Prinzip ja, aber...
Ich schrieb ja bereits, das es Elkos mit Ausfallwahrscheinlichkeit 1000h 
bis 10.000h gibt. 10° Temperaturerniedrigung bedeuten Verdoppelung der 
Lebensdauer. Wenn du jetzt einen 1000h 105° Kandidaten mit einem 10.000h 
85° Kandidaten vergleichen willst, wird es interessant! ;-)

von Manfred (Gast)


Lesenswert?

DerEgon schrieb:
> Einen 25V-Typ kannst Du durch einen 35V-Typ ersetzen, sofern er
> mechanisch passt, also nicht größer ist als der alte.

Mechanisch den nehmen, der den größtmöglichen Durchmesser hat - die 
Lebensdauer hängt mit dem Durchmesser zusammen.

> Einen 105°-Typ also nicht durch einen 85°-Typ ersetzen
aber gerne umgekehrt, auch da schadet mehr nicht.

Gerald B. schrieb:
> Wenn du jetzt einen 1000h 105° Kandidaten mit einem 10.000h
> 85° Kandidaten vergleichen willst, wird es interessant! ;-)

Welcher 85°-Typ will denn 10.000h halten? Hältst Du den bei 35°C 
Eigentemperatur, lebt er mehrere Jahre, bei 85°C ist der nach wenigen 
Monaten taub.

Interessanter ist das bei den 105°-Typen, ob mit 1000 oder 3000h 
spezifiziert.

Dann schlägt das Bastlerproblem zu: Es gib sie, aber wo bekommt man sie 
in kleiner Menge her?

von Peter K. (chips)


Lesenswert?

Bau mal die Elkos aus, mach ein Bild von allen (Hersteller und Wert 
erkennbar), gib die Maße an -
dann werden dir bestimmt Empfehlungen für gute Ersatztypen gegeben

von Dirk J. (dirk-cebu)


Lesenswert?

Peter K. schrieb:
> Bau mal die Elkos aus...

... und merke Dir, WO (!) Du welche ausgebaut hast, sonst hast Du
nachher in der einen Hand eine "leere" Platine und in der anderen
ein paar Elkos.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


Lesenswert?

... und vorsorglich erwähne ich für den TO schon hier, dass Elkos 
gepolt sind, also "richtig herum" eingesetzt werden müssen. Die 
Polarität ist auf dem Elko aufgedruckt und sollte es auf der Platine 
auch sein.

Auf Foto ... 211 545 z.B. auf der Rückseite der Platine mit dem "+".

Der TO bekennt sich offen dazu, ein absoluter Laie zu sein, er versteht 
es jedoch, beste Fotos zu machen. Spannend, diesen Thread zu verfolgen. 
Das wird schon!

DerEgon schrieb:
> Einfacher ist es vermutlich, prophylaktisch alle Elkos auszutauschen,
> denn die Handvoll Kondensatoren, die Du dafür brauchst, wird weniger
> kosten als das Messgerät zum Testen.

Einen nicht unwesentlichen Teil an der Bestellung / dem Kauf machen die 
Versandkosten aus. Wenn dann ein einzelner Elko nachbestellt werden 
müsste, kostet das nicht nur extra Versand, sondern auch extra Zeit. Ich 
würde alle Elkos im Netzteil bestellen, dann zunächst die beiden 
verdächtigen austauschen und erstmal einschalten/probieren.

Aber das mag jeder halten wie er möchte.

von Sergio (barbagianni)


Lesenswert?

Dass Elkos gepolt sind habe ich auch nicht gewusst. Vielen Dank!

Ich muss aber bestehen dass ich Arbeits- und Familien- ... und auch 
Oktoberfest:-D bedingt, sehen muss wann ich etwas Zeit finde mich heran 
zu machen. Dann nächste Woche ab Mittwoch bin ich für 12 Tage im Urlaub.
Aber vielleicht schaffe ich es doch am WE die Elkos auszubauen.
Heute muss ich aber vorerst ein Lupe kaufen denn die Teilen sind 
microskopisch  und ich könnte schnell alles Schmelzen. Ich wünsche vorab 
ein schönes Wochenende an alle und danke fürs Mitlesen und Mitdenken.

Ach, ich werde übrigens alle Elkos kaufen und die 2 Verdächtige doppelt 
kaufen.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


Lesenswert?

Sergio schrieb:
> und die 2 Verdächtige doppelt
> kaufen.

Naja, das bringt nicht viel. Samsung hat lange Zeit einfach Mist verbaut 
(sieht man auch an den TV der Firma) wie z.B. Elkos der Weltfirma 
CapXon, die man besser gleich recycelt hätte, statt sie in Geräte 
einzubauen.
Wenn du da Qualitätselkos einbaust, hält das länger als der Rest des 
Druckers. Z.B. Rubycon, Nichicon oder Matsushita/Panasonic.
Da du ja gute Fotos der Situation hast, sollte dir das mit der Polung 
auch nicht schwerfallen, das ist ja deine Referenz.

: Bearbeitet durch User
von DerEinzigeBernd (Gast)


Lesenswert?

Sergio schrieb:
> Heute muss ich aber vorerst ein Lupe kaufen denn die Teilen sind
> microskopisch

Oh. Du solltest vielleicht, bevor Du an Deiner Druckerplatine 
herumlötest, erst mal an irgendeinem Stück Elektroschrott üben. Denn 
wenn Du die Teile "mikroskopisch" findest, dann hast Du recht sicher 
keine Erfahrung im Umgang mit Elektronik. Tatsächlich sind diese 
Kondensatoren alles andere als "mikroskopisch", sie sind eher sehr groß 
bis riesig.

Etliche der hier im Forum unterwegs seienden Leute löten vielpolige 
Bauteile mit Beinchenabständen deutlich unter einem Millimeter.

Also: Besorg Dir irgendeine Schrottplatine, auf der ähnliche aussehende 
Bauteile auf ähnliche Weise verarbeitet sind und übe mit der das 
Auslöten.

Wenn Du gar keine Übung im Löten hast, ist die Gefahr, daß Du die 
Platine beschädigst (Ablösen von Leiterbahnen) durchaus ernstzunehmen.

Dazu kommt, daß die Kondensatoren auf Deiner Platine umgebogene 
Anschlüsse haben; um sie aus der Platine herausziehen zu können, genügt 
es nicht, das Lötzinn an beiden Lötstellen zu erhitzen, sondern man muss 
die Anschlüsse auch halbwegs gerade biegen. Mit roher Gewalt kann man 
die Kondensatoren zwar auch so aus der Platine herausrupfen, dann aber 
leidet die Platine darunter.

Und weil die Anschlüsse umgebogen sind, kann man auch nicht mit einer 
Entlötpumpe das Lötzinn von den Lötstellen entfernen; etwas bleibt immer 
zwischen dem umgebogenen Draht und der Platine.

Deswegen: Übe die Prozedur mit einer Schrottplatine.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


Lesenswert?

Da sich das Internet durchgesetzt hat, kann man auch mal auf z.B. 
Youtube nach Anleitungen gucken, wenn man sowas zum ersten Mal macht. 
Auch der Elektronikfreak in der Nachbarschaft kann dir da helfen.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.