Widerstandsbezeichnung in Schaltplan.

Gast #7203603
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Hallo zusammen
Ich repariere gerade ein Mischpult.
Dabei taucht im Schaltplan die Widerstandsbezeichnung 3E9 auf.  Sind das 
dann 3,9 Ohm ? Ich habe das noch nicht gesehen. Hochohmig kann der 
Widerstand nicht sein, er liegt im Mikrofoneingang.
Den Schaltplanausschnitt habe ich angehängt.
Angehängte Dateien:
Gast #7203647
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Der Stromlauf wurde von einem Russen gezeichnet. Dortzulande war das 
sintemalen so üblich, weil lateinische Buchstaben, im Gegensatz zu 
heute, verpönt waren. E = Еdиницы*/Einheiten. So sind/waren auch die 
Widerstände im Ohmbereich der Sowjets gestempelt.

*das kyrillische D wird von der Forensoftware nicht gern gesehen.
Moderator #7203685
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Naja, wenn
1
  R1  = 6k81 = 6,81 kΩ  = 6810 Ω
2
  C49 = 6n8  = 6,8  nF  = 0.0000000068 F

dann muss man konsequenterweise wohl davon ausgehen, dass
1
  C1  = 47/50 = 47/50 F = 0,94 F
2
  R61 = 3E9   = 3,9 EΩ  = 3900000000000000000 Ω

ist :)

Aus einer praktischeren Perspektive steht "E" wohl nicht für "Exa",
sondern für den leeren Einheitenpräfix (vielleicht die Abkürzung für
"Empty"), wurde das "µ" bei den Elkos weggelassen, weil die
Schaltplansoftware keine griechischen Buchstaben kann, und stellt das
"/" kein Divisionszeichen dar, sondern deklariert die nachfolgende Zahl
als Spannungsfestigkeit.
Gast #7203948
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Jens G. schrieb:
> W.A. schrieb:
>> Wolfgang R. schrieb:
>>> So sicher finde ich das nicht... 3,9 Ohm werden normalerweise mit 3R9
>>> bezeichnet. "E" habe ich noch nie gesehen.
>>
>> Auf vielen 1/8W Widerständen der 80-er Jahre stand das in dieser Form
>> sogar im Klartext drauf.
>
> Ja, auf den russischen ...

Auf den deutschen ebenso. Und auch den vielen anderen. Damals...
Gast #7204051
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carypt schrieb:
> Koennte es auch sein dass es ein anstatt des R  das E als Toleranzencode
> (0,005%) (laut des rkm-docs)?

Eher nicht. Völkner hat früher wohl kaum Widerstandssortimente mit 
0.005% Toleranz zum Spottpreis verkauft. Solche Toleranzen sind eher bei 
Messwiderständen mit ausgewählten Werten vorzufinden, dann aber nicht in 
der E12-Reihe.
Gast #7204897
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Naja, es wären kaum toleranzverursachte Pegelunterschiede zu befürchten, 
ist ja zum Mikrophon, da ist man ja pingelig. War nur eine Vermutung die 
mich aus dem rkm-Dokument angesprungen ist, ich habe eigentlich noch 
keine Ahnung. Aber mein Behringer Mischpult (8Spur hobby) mag ich nicht, 
weil man durch die topfigen Klangfilter kein lineares Signal 
herauskriegt. Vielleicht sind es auch nur Kabelanpassungswiderstände . 
keine Ahnung, bin nicht vom Fach.
#7205441
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Ingos Wikiartikel sagt es ja in Fußnote 3:

Die Verwendung des lateinischen Buchstabens E Anstatt von R ist in IEC 
60062 nicht genormt, wird aber manchmal in der Praxis gesehen. Das liegt 
daran, dass R wird auch in symbolischen Namen für Widerstände verwendet 
und wird auch in ähnlicher Weise, jedoch mit inkompatibler Bedeutung in 
anderen Teilekennzeichnungscodes verwendet. Es kann daher in einigen 
Zusammenhängen zu Verwirrung führen. Optisch ist der Buchstabe E ähnelt 
lose einem kleinen griechischen Buchstaben omega (ω) zur Seite gedreht. 
Historisch (z.B. in Dokumenten aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg), bevor 
Ohm mit dem griechischen Großbuchstaben Omega (Ω) bezeichnet wurden, 
wurde manchmal auch ein kleines Omega (ω) für diesen Zweck verwendet, 
wie in 56ω für 56 . Allerdings ist der Brief E steht im Widerspruch zu 
der ähnlich aussehenden, aber inkompatiblen E-Notation in der Technik 
und kann daher ebenfalls zu erheblicher Verwirrung führen.

("Brief" Wohl von lat. brevis, frz. bref für kurz -  ist das eine 
vollautomatische Übersetzung?)

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