Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug ältere Isel C116 CNC lässt sich nicht ansteuern


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von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Hallo Forengemeinde,

Ich habe hier eine ältere C116, die ich gerne wiederbeleben will. Ich 
würde diese auch gerne unverändert weiterbetreiben.

Ich habe eine Doku zu einer nachfolgenden Isel gefunden. Habe damit 
versucht meine C116 anzusteuern. Leider ohne Erfolg.
Was allerdings klappt ist der Selbsttest, '@0?' Darauf antwortet die 
Isel.

Wenn ich aber die I/o' setzen oder abfragen will, klappt das nicht.

Was mache ich falsch?

Bilder habe ich angehängt.

Grüße Tom

von Uwe B. (uwebre)


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Thomas S. schrieb:

> Ich habe hier eine ältere C116, die ich gerne wiederbeleben will. Ich
> würde diese auch gerne unverändert weiterbetreiben.

Das ist vergebene Liebesmühe, du bist viel flexibler z.B. mit Linuxcnc.
(Wenn es um CNC geht)
Für die ISEL-CPU-Karte müsstest du aufwändig Software schreiben.

Ich hatte dafür eine Interfacekarte entwickelt (ein großes Wort..) 
welche statt der CPU-Karte gesteckt wird und einen LPT-Anschluß bietet. 
Ein "Watchdog" ist auch dabei, damit macht die Steuerung keinen Unsinn 
beim Booten des PC.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/489611/isel-interface.pdf

Uwe

von Uli S. (uli12us)


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Wenn da gängige Schrittmotoren und Treiber verbaut sind, brauchts 
lediglich ein Bob, das um höchstens 20€ zu haben ist. LCNC ist 
kostenlos, erfordert aber einigen Aufwand, das zum laufen zu kriegen. 
Sinnvoll wäre ein älterer Computer der noch ne LP Schnittstelle hat.

von Gästle (Gast)


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Ich würde mich meinen Vorpostern anschliessen. Habe selbst vor vielen 
Jahren so eine ISEL Steuerung mit Maschine gebraucht erstanden. Ich hab 
die Steuerung Verkauft und durch ein TripleBeast ersetzt. Kann natürlich 
auch was anderes zeitgemäßes sein. Die zusätzlichen Möglichkeiten (z.B. 
Mikroschritte) sowie der Gewinn an Flexibilität im SW-Bereich ist das 
alle mal wert.

Man kann zwar einzelne Befehle über die serielle Schnittstelle recht 
einfach an die Interfacekarte weitergeben, aber sobald man mal von 
geraden und einfachen Kreisausschnitten (das ging glaube ich noch bei 
den neueren Karten) weggeht und andere Wege fahren will, ist das nur 
noch mit SW machbar, die quasi speziell für die ISEL Steuerungen 
erstellt wurde. Diese SW kenne ich nur von ISEL selbst und die Preise 
sind sicherlich höher als ein Ersetzen der Hardware. Dazu kann ich auch 
nicht sagen, ob ISEL immer noch an deren seriellen Ansatz festhält (ich 
kanns mir nicht vorstellen). Wenn nein, gibt es die SW auch nur noch für 
entsprechend alte Systeme.

Wenn es dir aber nur darum geht, die originale ISEL Steuerung wieder in 
Betrieb zu nehmen, also quasi als Spass-Projekt, gilt das oben 
geschriebene natürlich nicht.

von Marc G. (marcm)


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So wie ich es in Erinnerung hab, hatte das letzte alte Isel Ding was ich 
in der Hand hatte einen Einschub mit Magnetkarte als Programmspeicher 
(um es dauerhaft zu speichern). Hatte man keine Magnetkarte so wie ich 
musste man nach jedem einschalten das "Programm" wieder seriell 
einspielen und starten. Ich hatte auch ein paar Tasten und Leuchtmelder 
an den I/O dran. Ich komme leider dank Covid vor nächster Woche nicht in 
die Firma und kann das als Beispiel raussuchen wenn es wirklich 
interessiert...

von Walter T. (nicolas)


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Gästle schrieb:
> aber sobald man mal von
> geraden und einfachen Kreisausschnitten [...]
> weggeht und andere Wege fahren will, ist das nur
> noch mit SW machbar, die quasi speziell für die ISEL Steuerungen
> erstellt wurde.

Wobei das machbar ist. SheetCAM TNG z.B. ist ein CAM, dessen Post 
Processor etliche G-Code-Dialekte und auch Steuerungen unterstützt. In 
der Liste befindet sich auch: "Isel post processor - Uses Isel 
proprietary code".

Für andere CAMs kann man eigene Postprozessoren schreiben.

: Bearbeitet durch User
von CNC (Gast)


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Ich baue gerade in eine alte Isel CNC eine GRBL Steuerung ein. 
Vielleicht ist das auch was für dich?

von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Also erstmal vielen Dank für Antworten.

Es war halt in meinem Sinn, diese erstmal mit Minimal-Programm zu 
fahren. Ich habe da die nächsten 4 Wochenwas zu tun, wo ich in 10stk. 
Holztüren Ausschnitte fräsen wollte. Und hier zumindest mal mit PC die 
Isel soweit steuern, dass ich die 10 Fräsungen erstellen kann. Also per 
Soft-Tasten positionieren und fräsen in meinem beisein.

Dass man die dann vernünftig mit aktueller Software dann erweitert da 
wäre ich dann auch offen.

CNC schrieb:
> Ich baue gerade in eine alte Isel CNC eine GRBL Steuerung ein.
> Vielleicht ist das auch was für dich?

Dann könnte ich mit einsteigen. Kannst Du mir das näher bringen?
Im Netz der Dinge finde ich da was von OpenSource für Arduino.

Wenn noch jemand diese alte (1990er) Software hätte, und mir zugänglich 
machen könnte, wäre dass recht nett. Zumindest dass ich das Zeug fräsen 
könnte. Isel hat da absolut nichts mehr. Der Herr vom Support war recht 
nett und hilfsbereit. Aber da konnte er mir auch nicht mehr helfen.

Ich wollte ja auch erstmal alles durchtesten auf Funktion, und vor allem 
die Motoren. Und dann eben erweitern.

von michael_ (Gast)


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Thomas S. schrieb:
> Isel_ansteuern.PNG

Wie bist du dahin gekommen?
Sollte doch ausreichen, die Maschine zu steuern und Testen.
Was fehlt, ist dein DIN-Programm.

Thomas S. schrieb:
> Ich habe da die nächsten 4 Wochenwas zu tun, wo ich in 10stk.
> Holztüren Ausschnitte fräsen wollte. Und hier zumindest mal mit PC die
> Isel soweit steuern, dass ich die 10 Fräsungen erstellen kann. Also per
> Soft-Tasten positionieren und fräsen in meinem beisein.

Ist dir das Teil vom Lieben Gott geschenkt worden?
Wer hat das vorher bedient?
Ist der verstorben?

Schau mal bei Filou vorbei.
Hatte ich als Demo for vielen Jahren.
Evtl. können die deine ser. Schnittstelle bedienen.

https://www.filou.de/produkte/filou-nc-cam/

Evtl. kriegst du was kleines mit einem Demo hin.

von michael_ (Gast)


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Sehe gerade, 30 Tage Testversion und 232-Interface Unterstützung.

von Malte M. (malte_m)


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von Uwe B. (uwebre)


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Thomas S. schrieb:
> CNC schrieb:
>> Ich baue gerade in eine alte Isel CNC eine GRBL Steuerung ein.
>> Vielleicht ist das auch was für dich?
>
> Dann könnte ich mit einsteigen. Kannst Du mir das näher bringen?
> Im Netz der Dinge finde ich da was von OpenSource für Arduino.

Das hatte ich auch erst erwogen als mir meine ISEL-Fräse zugeflogen ist. 
GRBL ist einerseits faszinierend, was man so aus einem kleinen 8-bitter 
herausholen kann, andererseits aber doch recht beschränkt. Würde einer 
ISEL nicht gerecht werden. Auch nicht die "aufgebohrten" Varianten mit 
leistungsfähigeren Prozessoren.

Insbesondere braucht man eh einen Rechner zur Bedienung. Da empfielt 
sich, meiner bescheidenen Meinung nach, Linuxcnc. Mit Linuxcnc werden 
amtliche Werkzeugmaschinen modernisiert, da leben ganze Firmen von.

Du benötigst nur einen gebrauchten PC für nen Fuffziger mit Printerport. 
(Kann man auch immernoch als Karte kaufen)
Linuxcnc gibt es als fertige ISO-Abbilder zur Installation, das ist in 
"Minuten" installiert. Mit dem Wizard hat man die Maschine fix am 
schnurren.
Linuxkenntnisse sind dazu nicht erforderlich. Man hat dann eine 
Steuerung welche sehr flexibel ausbaufähig ist. Und im häuslichen Netz 
hängen kann.

Um die ISEL-Steuerung mit dem Printerport zu verbinden braucht es im 
einfachsten Fall nur einen Sub-D, eine VG-Leiste und etwas Draht. Aus 
meinem oben geposteten Schaltplan lassen sich die notwendigen 
Verbindungen herauslesen. Es geht auch ohne die Optokoppler und den 
Watchdog.

Die originalen Endstufen muß man nicht ersetzen. Der einzige 
nennenswerte Nachteil sind die Geräusche der Schrittmotoren weil keine 
Mikroschritte.

Ich habe so eine Scripta Graviermaschine mit Endstufen vom Thorsten 
Ostermann und eine ISEL Portalfräse mit originalen Endstufen am laufen.

Uwe

von Uwe B. (uwebre)


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Uwe B. schrieb:

> Ich hatte dafür eine Interfacekarte entwickelt (ein großes Wort..)
> welche statt der CPU-Karte gesteckt wird und einen LPT-Anschluß bietet.
> Ein "Watchdog" ist auch dabei, damit macht die Steuerung keinen Unsinn
> beim Booten des PC.
>
> https://www.mikrocontroller.net/attachment/489611/isel-interface.pdf

Ich habe noch Leiterplatten dazu. Gegen einen "Unkostenbeitrag" von 
100,- Euro verkaufe ich sie fertig bestückt und getestet.
Optoentkoppelt und mit Watchdog.

Die Frontplatte kannst du dann selber fräsen :-) DXF und NC Daten gibt 
es dazu.

Uwe

von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Uwe B. schrieb:
> Ich habe noch Leiterplatten dazu. Gegen einen "Unkostenbeitrag" von
> 100,- Euro verkaufe ich sie fertig bestückt und getestet.

Hallo Uwe,

vielen Dank für Dein Angebot. Erstmal will ich die Maschine 'irgendwie' 
zum laufen kriegen, und dann entscheiden, was ich dann tue.

Aber Erfolg: Die Kommunikation soweit klappt seit gestern. Es war 
'natürlich' mein Fehler. In der Beschreibung steht irgensdwo was von 
Chr(13). Den muss man an jedes Komando anhängen. Dies war aus den 
Beispielen nicht klar erkennbar.

Nun funktionieren mal die I/O's. Bis auf einen kleinen Fehler. Hier wird 
6 statt Bit 5 am Port 1 gesetzt. Da ist ein TTL-IC drin, der wird ne 
Meise haben.

Nun besorg ich mir erstmal die Kabel zu den Motoren. Die sollten 1:1 
sein ?! Und dann test.

Aber Frage: Welche Genauigkeit lässt sich mit der Isel erreichen?

Grüße Thomas

von Walter T. (nicolas)


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Thomas S. schrieb:
> Aber Frage: Welche Genauigkeit lässt sich mit der Isel erreichen?

Du wirst am Geräusch hören, ob sie Vollschritt oder Halbschritt fährt. 
Bei Isel kannst Du davon ausgehen, dass sie die entsprechende Auflösung 
auch von der Genauigkeit erreicht, wenn sie vernünftig ausgerichtet ist.

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