Bleiakku klar transparent für die Schule

#7230968
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Hallo
ich suche nach einem Bleiakku in einem klaren Gehäuse. Das soll zu 
Schulungszwecken dienen und deshalb maximal so groß wie eine Motorrad 
Batterie sein. Ziel, den Schülern zeigen was passiert, wenn ein Akku auf 
oder entladen wird.

Als ich noch Kind war waren die glasklaren Gehäuse noch relativ 
verbreitet, heut verstecken alle ihren Pfusch in schwarzen Blumentrögen. 
Wisst ihr eventuell einen Hersteller? Ist zufällig mal einer über sowas 
drüber gestolpert? Es gibt zwar eigne OPZS-Akkus die klar sind, aber das 
ist die falsche Gewichtsklasse.
Moderator Persönliche Seite #7231021
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Peter D. schrieb:
> Ein Kollege hat sich dazu gemeldet, die Zuschläge waren allerdings
> weniger, als die nagelneue Jeans, die er sich dabei ruiniert hat.

Das nennt man Lehrgeld. :-/

Wer mit offenen Bleiakkus hantiert und dabei ordentliche Klamotten 
anzieht, ist selbst schuld …

Jack V. schrieb:
> Warum verweisen? Vorführen. Nichts prägt sich besser ein, als eine gute
> Vorführung.

Kann mir allerdings vorstellen, dass das in einer Schule problematisch 
ist, die dafür nötigen Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten.
(Firma: Spezialeinheit) #7231064
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Ich habe in der Garage noch ein Bleiaakku, ist noch aus DDR Zeiten. Der 
Akku hat nur 1 Zelle und ist etwa so groß wie 1...2 Päckchen Zigaretten. 
An der Seite befindet sich eine Anzeige mit Plastekugeln für die Dichte. 
Der Akku ist noch trocken und unbenutzt, Gehäuse ist klar. Allerdings 
hat das Gehäuse einen Sprung im Plastik.
Wenn du willst kannste den haben.
Beitrag #7231077 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7231080
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Christian M. schrieb:
> Ziel, den Schülern zeigen was passiert, wenn ein Akku auf
> oder entladen wird.

Extra für den Lehrbetrieb stellt die Indische Sterling Co

https://sterlingco.com/product/accumulators-transparent-container/

so ein Ding her. Der Versand aus Indien ist oft überraschend günstig 
(Entwicklungsland) wenn der Versender den Auslandsversand im Griff hat. 
Zudem können die Leute englisch, oder was ähnliches.
Beitrag #7231087 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7231092 wurde von einem Moderator gelöscht.
(Firma: Spezialeinheit) #7231260
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Hier mal ein paar Bilder, Radiomuseum sagt Gehäuse ist aus Polystyrol. 
Der Sprung ist genau auf der Kante, also müsste da ein Eckprofil 
drübergeklebt werden. Oder die Innereien in ein Glasgefäss, wäre aber 
schade um die Dichteanzeige.
Hersteller:
Quaiser Dresden
Vermutlich ein PM1 Ladestrom 0,6A, Kap. 6Ah.
Angehängte Dateien:
#7231283
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Christian M. schrieb:
> ich suche nach einem Bleiakku in einem klaren Gehäuse. Das soll zu
> Schulungszwecken dienen und deshalb maximal so groß wie eine Motorrad
> Batterie sein. Ziel, den Schülern zeigen was passiert, wenn ein Akku auf
> oder entladen wird.

Frag mal hier,
diese Firma hat z.b. sowas (evtl. genügt Dir ja eine Einzelzelle):

https://www.gwbatt.de/produkte/stationaere-batterien/bleibatterien
Gast #7231333
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H. H. schrieb:
>>> hast du Akkusäure? Die gibt es auch nicht mehr so einfach zu kaufen
>> Doch, kriegst du ganz regulär in jedem Motorrad-Zubehör Laden.
> Aber nicht mehr zum mitnehmen für private Endkunden.

Das ist ja eine Überraschung. Ich habe gerade gesehen, dass auch keine 
offenen Batterien mehr verkauft werden. Gibt nur noch Gel und Lithium 
Akkus.

Abdul K. schrieb:
> Meine Flasche Schwefelsäure scheint ja immer wertvoller zu werden.

Ich habe auch noch einen halben Liter.

Habe einen Artikel dazu gefunden:
"Seit dem 01.02.2021 ist es per EU Verordnung verboten Batteriesäure an 
Endverbraucher zu verkaufen."
https://www.motorradonline.de/ratgeber/verkaufsverbot-fuer-batteriesaeure/
#7231340
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Exide stellt transparente (gilt scheinbar nur Einzelzellen, Gruppen 
(Packs) sind aus PE, aber ich sehe auch Packs aus SAN) Akkus her:
Einfache Inspektion und Wartung, aufgrund des durchsichtigen 
Zellengefäßes aus SAN-Kunststoff (Styrene AcryloNitrile)
https://www.accu-profi.de/b2b/Bleiakkus-Saeure-Lauge-Exide-Classic-GroE

GNB Industrial Power  A Division of Exide Technologies
https://www.exidegroup.com/eu/sites/default/files/2020-06/GNB_Classic_Solar_EN.pdf
OPzS Solar 190 NVSL020190WC0FB (2V 190Ah)  wiegt gefüllt 13,7 kg

https://www.exidegroup.com/eu/en/document/classic-opzs-brochure
2 OPzS 100 LA NVZS020100WC0FB (2V 105Ah) wiegt gefüllt 13,7 kg

DETA  gehört auch zu Exide
(Firma: Funkenflug Industries) #7269149
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Blöde Frage, aber wieso bekommt man nun schon nicht mal mehr verdünnte 
Schwefelsäure zu kaufen, bzw. nur über Umwege? Ich hab z.B. noch eine 
alte Bleibatterie hier, die ich demnächst ins Recycling geben wollte. 
Soll ich die jetzt anbohren und mir die Säure für schlechte Zeiten 
aufheben, oder was?

Bei Wasserstoffperoxid oder Salpetersäure kann ich es ja noch irgendwie 
verstehen (damit lassen sich halt einfach ein paar Stoffe herstellen, 
die ganz gut Bumm machen), aber einfache Schwefelsäure? Nee.

Irgendwie fängt die EU an, mich immer mehr anzukotzen. Erst diese 
Cookie-Scheiße (da hätte ein scharfes Verbot einer missbräuchlichen 
Nutzung mal Sinn gemacht), dann Datenschutz, dann Wasserstoffperoxid und 
nun auch noch Schwefelsäure... was kommt als nächstes? 
Dihydrogenmonoxid? Das kann einen auch ganz schnell tödlich umbringen.
Gast #7269152
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Ben B. schrieb:
> Irgendwie fängt die EU an, mich immer mehr anzukotzen. Erst diese
> Cookie-Scheiße (da hätte ein scharfes Verbot einer missbräuchlichen
> Nutzung mal Sinn gemacht), dann Datenschutz, dann Wasserstoffperoxid und
> nun auch noch Schwefelsäure... was kommt als nächstes?
> Dihydrogenmonoxid? Das kann einen auch ganz schnell tödlich umbringen.

https://en.wikipedia.org/wiki/Sulfuric_acid#Legal_restrictions
Gast #7269343
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Nein, lief nicht mehr. Wurde Anfang der 60er bestellt, 1965 in Betrieb 
genommen und lief etwa bis 1977, dann wurde irgendwann in den 80ern die 
Säure entfernt. Im gezeigten Zustand (Juni 2009) sind die Behälter schon 
lange leer, sieht man auch an den Glasstäben (kein Knick in der Optik). 
OK, hab mich vertan, ist also "erst" 13 Jahre her mit der Verschrottung. 
Dass so viel Platz ist zwischen Platten und Boden ist wohl wegen dem 
"Schlamm", der sich nach längerer Benutzung absetzt. Bei der ständigen 
Umwandlung von Blei in Bleisulfat und zurück werden die Platten ziemlich 
schwammig und bröseln.

Den Hersteller habe ich grade mal gegoogelt, AFA=VARTA ab 1962
https://www.vde.com/de/geschichte/karte/nordrhein-westfalen/accumulatoren-fabrik
#7269388
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Ben B. schrieb:
> Dihydrogenmonoxid? Das kann einen auch ganz schnell tödlich umbringen.

Oh ja! Lerne schwimmen.

Udo S. schrieb:
> Was für ein Schwachsinn. Wenn ich dran denke dass ich für meinen Kosmos
> C2 95% Schwefelsäure, 60% Salpetersäure, konzentrierte Salzsäure und 95%
> Ameisensäure hatte.

Brauchte dafür keinen Kosmos-Kasten, das Zeugs habe ich als Jugendlicher 
problemlos in der Drogerie bekommen. In einer richtigen Drogerie 
natürlich, nicht in einem Rossmann, dm, Schlecker oder wie sie alle 
heißen und hießen. In der Apotheke gab's das auch zu kaufen, nur etwas 
teurer.

Heute versauen allerdings schon die Helikoptereltern den Forscherdrang 
ihrer wohlbehüteten Kids.
Gast #7269426
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Rainer Z. schrieb:
> In einer richtigen Drogerie natürlich

Da gabs sogar eine Chemikalie die damals noch "Uranylsulfat" hieß und 
zum Verstärken unterbelichteter Negative genutzt wurde. Oder 
metallisches Lithium, Natrium, Kalium, Barium, Strontium, Quecksilber... 
heute undenkbar! Allenfalls in einer Mineralienbörse als Minikristalle 
auf Quarz oder so.

Vermutlich macht man sich heute als Chemielehrer strafbar wenn man mit 
was anderem als Wasser kocht... Und schon das "kochen" an sich!
#7269558
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Hi,

H. H. schrieb:
> https://en.wikipedia.org/wiki/Sulfuric_acid#Legal_restrictions

Nee, das hat damit nichts zu tun!
Bei der Überwachung von SChwefelsäure im Zusammenhang mit 
Drogenherstellung geht es um die reine Exportüberwachung von GROßMENGEN. 
Die Regelung ist dazu auch schon seit ~35 Jahren in Kraft...

Das man mittlerweile als Privatmensch nicht einmal mehr Batteriesäure 
bekommt hängt mit der "VERORDNUNG (EU) 2019/1148 DES EUROPÄISCHEN 
PARLAMENTS UND DES RATES vom 20. Juni 2019 über die Vermarktung und 
Verwendung von Ausgangsstoffen für Explosivstoffe, zur Änderung der 
Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 und zur Aufhebung der Verordnung (EU) Nr. 
98/2013" zusammen.
Salpetersäure und andere "gängige" Grundstoffe waren dagegen schon durch 
die Verordnung 98/2013 für Privat verboten.

Dazu kommt das nicht nur die Abgabe verboten ist, sondern seit Februar 
dieses Jahres bereits der reine Privatbesitz von KNO3 >3% oder H2SO4 
(ausserhalb von Akkumulatoren) >15% strafbar ist!
Das gilt auch für den Inhalt von alten Chemiekästen...
https://www.land.nrw/pressemitteilung/verbot-von-ausgangsstoffen-fuer-explosivstoffe

Über die Sinnhaftigkeit einer Beschränkung auf 15% braucht man glaube 
ich, insbesondere bei H2SO4, nicht weiter Diskutieren wenn man nicht 
wirklich den kompletten NAturwissenschaftlichen Unterricht verschlafen 
hat.
Wo gerade diese doch wohl eine der am leichtesten bis auf (fast, die 
letzten 2% sind ein Problem) 100% aufkonzentrierbare Säure ist. Das 
Azetrop liegt bei ~98% und bis dahin kommt man durch einfaches Auskochen 
des Wassers. Also alles sehr sinnig.
(Auch HNO3 kann man grundsätzlich bis zum Azetro bei 68% durch "kochen" 
Aufkonzentrieren, allerdings hat man da etwas mehr LAst mit Zersetzung 
und reichlich Nitrosen gasen)

Udo S. schrieb:
> Was für ein Schwachsinn. Wenn ich dran denke dass ich für meinen Kosmos
> C2 95% Schwefelsäure, 60% Salpetersäure, konzentrierte Salzsäure und 95%
> Ameisensäure hatte.

MAg sein das du das gehabt hast (Hatte konz. Schwefelsäure und 54% HNO3 
hatte ich als Schüler 6/7 Schuljahr auch schon. Normal über Apo bezogen)
Aber mit dem C2 hatte das nichts zu tun.
Dafür war jeweils 30% HNO3 und 30% H2SO4 vorgesehen. Leerflaschen zum in 
der Apotheke oder Drogerie selbst Auffüllen lassen!
Aber auch diese Konzentrationen sind heute für Privat verboten

Tatsächlich hat die Politik praktisch so gut wie das komplette private 
Chemiehobbyumfeld (abseits der KnallBummChemie) vernichtet.
Für die KnallBummPyrokiddies finden sich hingegen immer noch genug 
möglichkeiten... Etwas mehr Aufwand, aber sonst kein Problem!

Und genau wie viele von "uns" sich lange vor der beruflichen Tätigkeit 
bereits privat intensiv mit Elektronik und oder Programmierung 
beschäftigt haben und dadurch bereits am ersten ARbeitstag ein gutes 
Praktisches Wissen und vor allem so einiges Wissen aus dem Bereichen die 
gerade nicht im Studium oder Ausbildung abgehandelt wurden hatten, gab 
es das genau so auch bei den Chemieinteressierten. Viele berühmte 
Chemiker der Vergangenheit haben schon als Schüler Privat angefangen...

Die meisten Stoffe auf der Explosivstoffliste sind fürs Chemiehobby 
abseits der "Pyrotechnik" verzichtbar bzw. eine mäßige Einschränkung. 
Aber die Beschränkungen bei H2SO4, KNO3 und H2O2 sind für die Chemiker 
so als würde man das private Basteln mit allen Bauteilen verbieten die 
Germanium oder Silizium enthalten sowie allen Elektronenröhren! Mit 
großer gnädiger Ausnahme für BC548 und AA116...

Naturwissenschaftliches Wissen ist halt (aus Sicht der Politik) einfach 
nicht mehr gefragt. Naturgesetze kann man nicht vermurksen (Ähh Ändern), 
also warum sich damit überhaupt befassen.

Gruß
Carsten
Moderator Persönliche Seite #7269740
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Peter D. schrieb:
> Das Verbot ist daher längst überfällig.

Das ist so, wie wenn du einem Mörder den Besitz einer Waffe verbietest. 
Meinst du, das hat bislang jemals einen davon abgehalten, die Tat dann 
doch auszuführen?

Davon abgesehen, hättest du Carstens Beitrag gelesen, spätestens dann 
wüsstest du, dass das Verbot ohnehin nutzlos ist, solange man überhaupt 
an Schwefelsäure irgendeiner Konzentration rankommt.

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