Hallo,
Modellbaulader werden meist mit 12V versorgt und können dann 1 bis xx
Zellen laden. Die Ausgangsspannung ist also mal 1.2V und mal 24V ...
Wie wird das intern gelöst? Gibt es Schaltregler, die gleichzeitig
Step-Up und Step-Down können?
Arthur
Arthur E. schrieb:> Gibt es Schaltregler, die gleichzeitig> Step-Up und Step-Down können?
Ja, nennt man Buck-Boost
Abdul K. schrieb:> Entweder mit einem Trafoübertrager
Sepic geht auch mit normalen Spulen, und es gibt auch andere Topologien,
die das auch schaffen, soweit mir bekannt.
Es muss nicht unbedingt ein Trafo sein...
Beides. Je nach dem was geladen werden soll. Da sind zwei Fets drin.
Zuerst "fährt" er den Step Down so weit bis die Spannung(und Strom)
passt. Reicht das nicht bleibt der voll durchgeschaltet und der Step up
Fet wird zugeschaltet. So kann er aus 10-15V die benötigten 1-24V
bereitstellen.
Arthur E. schrieb:> Gibt es Schaltregler, die gleichzeitig> Step-Up und Step-Down können?
Nein, nur eins von beiden zu einer bestimmten Zeit.
Die gleichzeitigen wurden noch nicht erfunden.
mfg
Christian S. schrieb:> Die gleichzeitigen
Wie soll man sich denn gleichzeitig vorstellen? Entweder ist die
Eingangsspanung höher oder tiefer als der Ausgang. Sie kann nicht beides
sein ;-)
Jedoch hat die Schaltung kein Problem damit 12,6 V mit 5A auszugeben
während die Eingangsspannung von 13 auf 11 V fällt (oder von 11 auf 14V
hoch geht).
Ben B. schrieb:> Von welcher Eingangs- und Ausgangsspannung und> von welchen Strömen reden wir?
Wen interessiert das, außer Dich, der die Frage scheinbar nicht
verstanden hat?
ACDC schrieb:> Eingang 12/24/36/48V> Ausgang 1 bis 63V und 0,1 bis 40A
Ball flachhalten.
Bei 12V am Eingang "nur" 500W Ladeleistung.
Mein Junsi 308 kann da 630W.
Jetzt mal im Ernst: 2,5kW Ladeleistung, 40A bei über 60V? Was ist das
für ein Monsterakku, wo hat der gemeine Modellbauer sowas?
Jens M. schrieb:> Bei 12V am Eingang "nur" 500W Ladeleistung.
Ja.
Jens M. schrieb:> wo hat der gemeine Modellbauer sowas?
Der hat nen Junsi.
Echt gemein.
ACDC schrieb:> Eingang 12/24/36/48V> Ausgang 1 bis 63V und 0,1 bis 40A
Solche Eierlegenden Wollmilchsäue haben meist einen sehr schlechten
Wirkungsgrad. Angesichts der Klimakriese sollte man bei so hohen
Leistungen darüber nachdenken.
Xerxes schrieb:> Es gibt z.B. cascaded Buck-Boost ...> Oder so genannte Buck-Boost Wandler ...> Oder die bereits angesprochenen Sepic-Wandler, oder Flyback-Wandler etc.> etc .etc und auch noch verschiedenste Varianten und Ausprägungen davon.
OK, mal wieder was gelernt, vielen Dank an alle!
Arthur E. schrieb:> Gibt es Schaltregler, die gleichzeitig> Step-Up und Step-Down können?
Ja.
Selbst zu dem schon fast Legendären MC34063 gibt es
Applikations-Beispiele,
siehe Bild.
Jens M. schrieb:> Laut Dabla 92-97%
Du hast den Vermerk "je nach Ein- und Ausgangsspannung" verschwiegen.
Genau da ist der Knackpunkt. Oft heißt das nämlich in Wahrheit, dass das
Gerät im optimalen Arbeitsbereich 92-97% erreicht. Wie viel schlechter
es in anderen Arbeitsbereichen ist, wird gerne verschwiegen. Die Firmen
sind sehr erfinderisch im Schönrechnen ihrer Produkte.
Ich habe da schon so viele falsche Angaben erlebt, dass ich ihnen gar
nicht mehr glaube, ohne selbst nachgemessen zu haben. Sorry, dass die
Industrie mich paranoid gemacht hat.
Stefan F. schrieb:> Du hast den Vermerk "je nach Ein- und Ausgangsspannung" verschwiegen.
Naja, mit der Ausgangsleistung isses ja genauso. Die ist ja auch
abhängig von der Eingangsspannung.
Stefan F. schrieb:> Sorry, dass die> Industrie mich paranoid gemacht hat.
Kenn ich.
Mittlerweile kann man besser bei Youtube ein unboxing ansehen als die
Infos des Herstellers auf der Webseite, selbst wenn es große deutsche
Marken sind.
Die Produktfotos sind in jedem Shop die selben, 3x von vorne, 2x von der
Seite, fertig. Packungsinhalt? Steckeransicht? Technische Daten? ach
was, das verwirrt nur...
Von daher: die 92-97% kommen von einem schnellen Blick auf die
Produktkurzseite. Die Anleitung hab ich mir nicht durchgelesen.
Stefan F. schrieb:> Genau da ist der Knackpunkt. Oft heißt das nämlich in Wahrheit, dass das> Gerät im optimalen Arbeitsbereich 92-97% erreicht. Wie viel schlechter> es in anderen Arbeitsbereichen ist, wird gerne verschwiegen.
Wenn die Produkteigenschaften auf Klassifikation Öko AA, A, B oder C
runtergebrochen werden, bleibt eben kein Platz für vollständige
Kennlinien.
Du Industrie liefert, was die Masse der Kunden kauft.
Stefan F. schrieb:> ACDC schrieb:>> Eingang 12/24/36/48V>> Ausgang 1 bis 63V und 0,1 bis 40A>> Solche Eierlegenden Wollmilchsäue haben meist einen sehr schlechten> Wirkungsgrad.
und das ganze auch noch rückspeisefähig.
Christian S. schrieb:> Die gleichzeitigen wurden noch nicht erfunden.
Streng genommen schon - macht aber wenig Sinn.
(Die Quelle rechts kann ausradiert werden, war nur zur Simulation eines
USV-typischen Übergangs)
Jens M. schrieb:> Arthur E. schrieb:>> Gibt es Schaltregler, die gleichzeitig>> Step-Up und Step-Down können?>> Ja, nennt man Buck-Boost>> Abdul K. schrieb:>> Entweder mit einem Trafoübertrager>> Sepic geht auch mit normalen Spulen, und es gibt auch andere Topologien,> die das auch schaffen, soweit mir bekannt.> Es muss nicht unbedingt ein Trafo sein...
Naja, stimmt schon.
Welche der gar nicht so wenigen Schaltungen am besten paßt, wenn
der Eingangsspannungsbereich von niedriger als bis höher als U_aus
reichen soll, hängt von vielen Faktoren ab.
Ist die Polarität (genauer: der GND-Bezug) der U_aus egal, könnte
evtl. wirklich die topologisch simpelste Variante drankommen:
Der Inverswandler. (Geht sowohl mit einem Fet und Diode als auch
mit zwei Fets. Allerdings erhöht dieser Sperrwandler-Betrieb die
Anforderungen an die Bauteile stark, noch stärker für recht hohen
Wirkungsgrad.)
Aus der Step-Down Topologie (auch fertigen Modulen) durch einfache
Umverdrahtung schaffbar, aber die Bauteile müssen den viel höheren
RMS-Strom packen.
Wogegen SEPIC-Konverter Polarität und GND-Bezug erhalten, und mit
Boost-fähigen Controllern baubar sind. (Modulumbau nicht so simpel,
man müßte den nötigen Koppelkondensator (FolKo/MLCC) unterbringen.)
Auch dabei steigt i.A. etwas der I_RMS an, aber weniger stark, und
vor allem besagter Koppelkondensator muß relativ verlustarm sein.
Übrigens:
Es ist nicht so, daß sich Trafos automatisch nicht lohnen würden,
nur weil z.B. die Polarität egal, bzw. keinerlei Isolation gefragt:
So ein Trafo kann (natürlich auch bei Eintakt-Wandlern) die nötigen
Anforderungen an die Leistungshalbleiter verringern, wenn z.B. sich
zwar U_ein und U_aus überschneiden, aber der Ein- und/oder
Ausgangsspannungsbereich relativ breit ist (also das geforderte
maximale Übersetzungsverhältnis relativ hoch).
Am wenigsten Bauteilstreß hat (am bauteileffizientesten ist) halt
die Gegentakttopologie mit Trafo - und dabei speziell die H-Brücke
(Multi-kW geht heute oft mit sog. "Dual Active Bridge / DAB", also
auch mit H-Brücke synchrongleichgerichtet) - aber der Aufwand ist
halt bei geringen Leistungen eher Unsinn.
Abdul K. schrieb:> Die Spule wird für beide Wandler gleichzeitig benutzt.
Diese Topologie heißt als synchrone Variante "4-Switch-Buck-Boost".
Und die Drossel muß je nach Regelung und momentanem Tastgrad auch
dasselbe aushalten wie beim Inverswandler. Diese Variante ist aber
bzgl. Bauteilstreß insgesamt doch besser als cascaded Boost-Buck
(welcher oben schon genannt wurde mit "Spannungszwischenkreis").
Arthur E. schrieb:> Wie wird das intern gelöst? Gibt es...
Falls Dich das mehr als nur im Ansatz interessiert, empfehle ich:
https://www.google.com/search?q=fundamentals+of+power+electronics+robert+w.+erickson+and+dragan+maksimovic
Jens M. schrieb:>> Solche Eierlegenden Wollmilchsäue haben meist einen sehr schlechten>> Wirkungsgrad.>> Laut Dabla 92-97%
Papier ist geduldig. Da kann man viel draufschreiben. Das gleiche
gilt für Computer-Bildschirme.
Harald W. schrieb:> Jens M. schrieb:>>>> Solche Eierlegenden Wollmilchsäue haben meist einen sehr schlechten>>> Wirkungsgrad.>>>> Laut Dabla 92-97%>> Papier ist geduldig. Da kann man viel draufschreiben. Das gleiche> gilt für Computer-Bildschirme.
Welchen Arbeitspunkt möchtest du vermessen haben?