Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Welchen Logic Analyzer kaufen?


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von Addi (Gast)


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Hallo Zusammen,

ich hoffe, dass mir von euch jemand etwas helfen kann. Ich bin auf der 
Suche nach einem Logic Analyzer. Leider weiß ich nicht so recht, was ich 
mir kaufen sollte. Benötigt wird der Logic Analyzer hauptsächlich fürs 
Hardware-Hacking, Firmare Analyse, etc. Also einfach mal an Leitungen 
dran klemmen und dann decodieren, was darüber gesprochen wird. Aber auch 
in Bereiche, die von den normalen Tools (FTDI bei UART) nicht mehr 
unterstützt werden (z.B. 2 MBaud).

Zur Auswahl habe ich aktuell folgende Geräte:
1) für 300€ die Adapter für meinen Rigol MSO5000
2) für 450€ Saleae
3) für 200€ Kingst LA5016
4) für 200€ Hantek 4032L

Wenn Ihr andere Vorschläge habt, gerne.

von J. S. (jojos)


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ich mag die Saleae, schnell aktiviert, brauchen wenig Platz, 
Langzeitanalyse, Daten sind gleich im PC.

von DerEinzigeBernd (Gast)


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Die Saleae haben eine angenehm zu bedienende Software, die auch mit 
einem SDK um eigene Funktionen (z.B. für komplexe Decoder) erweitert 
werden kann.

Um in diese Software 'reinzuschnuppern, genügt ein 10-Euro-8-Kanal-LA 
(Klon des ersten Saleae-LA), die funktionieren i.d.R. mit der 
Originalsoftware.
Diese ganz einfachen LAs haben halt maximal 24 MHz Samplerate und sind 
ohne aufwendige Eingangsbeschaltung aufgebaut, d.h. etwas anderes als 
TTL-Signale (0..5V) können die nicht erfassen.

In der etwa-50-Euro-Klasse gibt es auch 16-Kanal-Klone, die ebenfalls 
mit der Saleae-Software arbeiten, da ist die Samplerate von der Anzahl 
der erfassten Kanäle abhängig. Aber auch die sind hardwaremäßig sehr 
schlicht ausgestattet.

Der Punkt aber ist, daß Du damit schon mal mit der Software herumspielen 
kannst, die auch bei einem echten und sehr viel teureren Modell von 
Saleae die gleiche bleibt.

Die LA-Erweiterung für ein Oszilloskop halte ich nur in Ausnahmefällen 
für sinnvoll; auf dem kleinen niedrigauflösenden Display des 
Oszilloskops lässt sich nur ein Bruchteil der Daten darstellen, die ein 
PC-Programm darstellen kann, der Speicher im Oszilloskop ist beschränkt 
und die Bedienbarkeit des ganzen ist ... bescheiden.

So etwas hat nur einen Sinn, wenn man im echten Mischbetrieb mit 
Analogsignalen arbeiten muss.

Ein weiterer Logikanalysatorkandidat wäre der "Logicport" von Intronix, 
der mit immerhin 34 Kanälen und bis zu 200 MHz Samplerate arbeitet, aber 
der Software merkt man das Alter des Produktes, das seit weit über zehn 
Jahren völlig unverändert produziert wird, doch recht deutlich an.

https://www.pctestinstruments.com/deutsch/

von Sebastian (Gast)


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Addi schrieb:
> für 450€ Saleae

Dafür bekommst du aber nur den Logic 8. Da wäre mir der Abstand zu den 
Billigkästchen aus China zu klein, die auch mit der Saleae-Software 
spielen. Ich habe vor Jahren in den Pro 16 investiert. Da hat man dann 
auch noch die Analogseite bis zum Maximum des PC-Speichers. Aber 
seltsamerweise werden diese Geräte über die Jahre teurer anstatt 
billiger!

LG, Sebastian

von J. S. (jojos)


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Den Pro16 habe ich gebraucht für 550€ bekommen, gehört aber sicher etwas 
Glück dazu. Bei dem Preis heute ist das ja besser als Aktien, liegt 
vermutlich an den Lieferproblemen mit FPGA bzw. irren Preisen für die 
Teile.
Analog ist der nicht sehr schnell und ersetzt kein Oszi.

von Thomas W. (goaty)


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DSLogic Basic, mit Sigrok Pulseview. Upgraded mit RAM Chip. Geht super 
und Pulseview ist gut.

von Markus M. (adrock)


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Es kommt immer auf das Anwendungsgebiet an. Für serielle Protokolle kann 
man sicher mit dem LA eines Oszis schon ganz gut arbeiten.

Für mehr Kanäle und vor allem längere Aufzeichnungszeit wäre wohl ein 
externer aber besser. Ich finde ja den Ansatz sehr gut, wenn der LA über 
USB die Daten zum PC "streamt" - soweit ich verstanden habe, macht 
Saleae das so. Dadurch ist der Speicher quasi unbegrenzt. Natürlich 
setzt das dann Grenzen bei der Abtastrate.

Ist eben die Frage was für Hardware Du hacken / debuggen willst. Eine 
(bezahlbare) Universallösung wird es wohl nicht geben. Z.B. PCI-Express 
arbeitet mit >1GHz :-)

von Alexander S. (alesi)


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Addi schrieb:
> Wenn Ihr andere Vorschläge habt, gerne.

In der Auflistung fehlen u.a. noch die von IKALOGIC:
https://allice.de/ikalogic/ikalogic-sp209i-sp209-logic-analyzer-usb-logikanalysator-can-spi-i2c-rs232/
https://allice.de/ikalogic/ikalogic-sp1000g-sp1018g-sp1036g-sp1054g-logic-analyzer-usb-logikanalysator-and-pattern-generator/
Wobei letztere wohl mindestens eine Preisklasse zu hoch liegen.

von Uwe B. (uwebre)


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DerEinzigeBernd schrieb:
> Um in diese Software 'reinzuschnuppern, genügt ein 10-Euro-8-Kanal-LA
> (Klon des ersten Saleae-LA), die funktionieren i.d.R. mit der
> Originalsoftware.
> Diese ganz einfachen LAs haben halt maximal 24 MHz Samplerate und sind
> ohne aufwendige Eingangsbeschaltung aufgebaut, d.h. etwas anderes als
> TTL-Signale (0..5V) können die nicht erfassen.

Fairerweise sollte man mit dem Klones nicht die Saleae Software nutzen 
sondern Sigrok Pulseview.

Uwe

von DerEinzigeBernd (Gast)


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Uwe B. schrieb:
> Fairerweise sollte man mit dem Klones nicht die Saleae Software nutzen
> sondern Sigrok Pulseview.

Versuch nochmal zu verstehen, was ich mit "in diese Software 
'reinschnuppern" gemeint haben könnte.

von J. S. (jojos)


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zum reinschnuppern braucht man beim Saleae keine Hardware, wenn keine 
gefunden wird dann wird eine Simulation gestartet und man kann trotzdem 
spielen.

von Jester (Gast)


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Addi schrieb:
> ich hoffe, dass mir von euch jemand etwas helfen kann. Ich bin auf der
> Suche nach einem Logic Analyzer. Leider weiß ich nicht so recht, was ich
> mir kaufen sollte

Ich hab mir vor Jahren so'n 10€-Teil mit 8 Kanälen geholt. Hat mir zur 
Protokoll-Analyse bisher immer gereicht. Macht Spass, das Ding zu 
benutzen, auch unter Linux.

Für 3.3V brauchts allerdings einen "Vorverstärker" (bei mir: 74HCT541 
auf Lochraster).

von NeuerSaleaeNutzer (Gast)


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Was beim Saleae Logic noch interessant sein könnte, man kann zumindest 
auf den Logic 8 unter bestimmten Umständen Rabatt bekommen: 
https://blog.saleae.com/saleae-discounts/

Ich habe zumindest jetzt erfolgreich den Student Discount genutzt. 
Interessanterweise hat man mir auch Discountcodes für den Pro 8 und den 
Pro 16 zugeschickt. Die waren mir dann aber doch zu teuer.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Uwe B. schrieb:
> Fairerweise sollte man mit dem Klones nicht die Saleae Software nutzen
> sondern Sigrok Pulseview.

Das läuft (mit Einschränkungen je nach Displayformat) sogar auf dem
Handy, so dass man den LA in der Hosentasche immer mit dabei hat :)

von Addi (Gast)


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Danke erst einmal an alle Beteiligten. Ich habe mal eine Discount 
Anfrage an Saleae geschickt. Mal schauen, was die für einen Rabatt 
anbieten, der Pro8 wäre schon nice bzw. der 16er, wenn die ihn mir unter 
nem Tausender anbieten...

Wie sieht es jetzt noch mit dem Kingst LA5016 aus? Gibt es da 
irgendetwas auszusetzen?

Bzw. noch einmal anders gefragt. Ich schaue mir mal die technischen 
Daten an. Der Kingst LA5016 hat Input Voltage Range von -50V bis 50V. 
Beim Saleae ist die Range beim Pro von -10V bis 10V.

Was bedeutet das? Wenn auf einmal auf dem Eingang 48V anliegen (PoE 
Gerät setzt Enable Pin), geht der LA dann in Luft auf?

von 🍅🍅 🍅. (tomate)


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DSLogic mit Mod und 256Mbit RAM Upgrade, zusammen auf ebay für 70-80€, 
dafür 4/8/16CH mit 400/200/100MHz und kein so Streaming-Schrott wie bei 
Saleae, wo Bandbreite von USB-Schnittstelle abhängig ist.

: Bearbeitet durch User
von Gerald K. (geku)


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Ich verwende seit Anfang des Jahres den **LA2016** und bin sehr 
zufrieden mit diesem Gerät.

InnoMaker LA2016 USB Logik Analysator volle 16-Kanal 200MHz Abtastrate 
mit PC Software Handheld Instrument, Unterstützung Windows 
(32bit/64bit), Mac OS, Linux, (LA2016) https://amzn.eu/d/8Aqw8nc

Es unterstützt sowohl 3,3V als auch für 5V Logigpegel. Die Eingänge sind 
gut geschützt.

Die Software für den PC eignet sich für die Dekodierung der wichtigsten 
seriellen Protokolle, wie RS323, I2C, SPI und viele andere. Es können 
mehrere serielle Schnittstellen gleichzeitig analysiert werden.

Die Speichertiefe reicht für die Darstellung längerer Protokolle.

Auf jeden Fall stimmt der Preis für den Leistungsumfang und für die 
Qualität.

: Bearbeitet durch User
von Markus M. (adrock)


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Rote T. schrieb:
> DSLogic mit Mod und 256Mbit RAM Upgrade, zusammen auf ebay für 70-80€,
> dafür 4/8/16CH mit 400/200/100MHz und kein so Streaming-Schrott wie bei
> Saleae, wo Bandbreite von USB-Schnittstelle abhängig ist.

BTW: Der DSLogic hat auch einen Streaming-Mode. Kann also Beides, finde 
ich nicht schlecht. Für schnelle Sachen den Buffer-Mode, für 
Langzeitaufzeichnung den Streaming-Mode.

Den sollte sich der TO tatsächlich (auch) mal ansehen.

von Andreas B. (bitverdreher)


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Jester schrieb:
> Ich hab mir vor Jahren so'n 10€-Teil mit 8 Kanälen geholt. Hat mir zur
> Protokoll-Analyse bisher immer gereicht. Macht Spass, das Ding zu
> benutzen, auch unter Linux.
>
> Für 3.3V brauchts allerdings einen "Vorverstärker" (bei mir: 74HCT541
> auf Lochraster).

Das habe ich noch nie gebraucht. Die Dinger gehen bei 3,3V einwandfrei.

von Thomas H. (thomash2)


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Cypress/Infineon FX2 EVB (kostet ein paar EUR)
Cypress/Infineon FX3 EVB wenn's schneller sein soll, kostet ein bißchen 
mehr

Beide mit Sigrok/Pulseview

von Gerald K. (geku)


Angehängte Dateien:

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Gerald K. schrieb:
> InnoMaker LA2016 USB Logik Analysator volle 16-Kanal 200MHz Abtastrate
> mit PC Software Handheld Instrument, Unterstützung Windows
> (32bit/64bit), Mac OS, Linux, (LA2016) https://amzn.eu/d/8Aqw8nc

Hier ein paar Beispiele für **Kommunikation zwischen MSP430 und 
ESP8266**.

Das Übersichtsdiagramm wurde aufgezeichnet, die drei weiteren Diagramm 
sind ein Zoom in des erste Diagramm.

*Uebersicht.jpg*:
Der gesamte Sende/Empfangszyklus dauert 3,7s. Erst nach 3s beginnt die 
eigentliche Kommunikation. Vorher wird vom ESP8266 über DHCP die IP 
Adresse ausgehandelt. In den ersten 3 Sekunden wird nur "Mist" vom 
ESP8266 gesendet.

*Start_ESP8266.jpg*:
Der ESP8266 wird noch Öffnen des REED Kontaktes nach 3ms vom MSP430 mit 
Spannung versorgt (Vss wird geschaltet)

*Telegramm_READY.jpg*: "**Ready**" wird vom ESP8266 an den MSP430 
gesendet

WIFI_CONNECT_-_ATE_0.jpg: Beispiel für Aufzeichnung beider Richtungen 
RxD/TxD.
Nachdem der ESP8266 "**WiFi Connect**" gemeldet hat, schaltet der MSP430 
mit "**ATE 0**" das Echo im EP8266 ab.

: Bearbeitet durch User
von Auguste (Gast)


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Markus M. schrieb:
> PCI-Express
> arbeitet mit >1GHz :-)

wirklich so schnell? Ich dachte ISA und PCI-Bus sind out. Oder werden 
sie immer noch gefertigt?

von Mick Gerber (Gast)


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NeuerSaleaeNutzer schrieb:
> Ich habe zumindest jetzt erfolgreich den Student Discount genutzt.
> Interessanterweise hat man mir auch Discountcodes für den Pro 8 und den
> Pro 16 zugeschickt. Die waren mir dann aber doch zu teuer.

Wie teuer waren sie? Mehr als 30 Euro?

von HP (Gast)


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Zu meinem HP Oszi würde am besten ein HP 1600er LA passen.
Falls jamand einen abgeben möchte...

Ansonsten kann man mit vielen FPGA Evalboards sich auch selber
einen LA bauen. Die einfachen Saleas/Klone schaffen ja nur recht
armselige 8 bit breit bei 24 Msps.
Ein Eigenbau auf einem FPGA-Board erlaubt hier bei mir immerhin
32 bit breit bei 200 Msps. Das es nur für Logikpegel bis 3.3 V
taugt, stört mich eher wenig.

von Sebastian (Gast)


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Addi schrieb:
> Beim Saleae ist die Range beim Pro von -10V bis 10V.
> Was bedeutet das? Wenn auf einmal auf dem Eingang 48V anliegen (PoE
> Gerät setzt Enable Pin), geht der LA dann in Luft auf?

Ich meine mich zu erinnern dass beim Pro die Eingänge bis +-50V abkönnen 
aber nur im Bereich +-10V analog messen. Steht aber auch irgendwo in den 
technischen Details.

LG, Sebastian

von Andreas B. (bitverdreher)


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Andreas B. schrieb:
> Jester schrieb:
>>
>> Für 3.3V brauchts allerdings einen "Vorverstärker" (bei mir: 74HCT541
>> auf Lochraster).
>
> Das habe ich noch nie gebraucht. Die Dinger gehen bei 3,3V einwandfrei.

Spasseshalber gerade nochmal in meinen Clone reingeschaut: Die Eingänge 
gehen über 120 Ohm auf einen LVC245 (dazu ein C und 10k parallel), der 
mit 3,3V läuft. High wird also lt. DB des LVC245 ab ca. 2V erkannt.
Ich hatte mir mal überlegt, einen Eingangsschutz zu bauen. Der wäre aber 
teuerer als der Clone gekommen. ;-) Dann lieber einen Ersatz auf Halde 
legen.

Gerald K. schrieb:
> Hier ein paar Beispiele für **Kommunikation zwischen MSP430 und
> ESP8266**.

Dazu braucht man aber keine 200MHz. Für dieses Beipiel (und vermutlich 
99% der Hobbyanwendungen) reicht der billige Clone.
Interessant wäre eine SW, die auf codierte Ereignisse triggern kann, wie 
z.B. Eintreffen eines bestimmten Bytes oder einer Bytefolge.

von Uwe L. (ul5255)


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HP schrieb:
> Zu meinem HP Oszi würde am besten ein HP 1600er LA passen.
> Falls jamand einen abgeben möchte...

ich besitze einen HP 1663CS, den ich aus Platzgruenden abgeben wuerde, 
bei Interesse Kontakt per PN

von Wolfgang (Gast)


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Gerald K. schrieb:
> Das Übersichtsdiagramm wurde aufgezeichnet, die drei weiteren Diagramm
> sind ein Zoom in des erste Diagramm.

Der LA wird wohl kaum das Diagramm aufzeichnen, sondern eher die ggf. 
komprimierten Zeitserien.
Dem Screenshot kannst du entnehmen, dass die Eingänge mit 1MHz 
abgetastet wurden, d.h. dem im Übersichtsdiagramm gezeigten, etwa 4s 
lange Signalbereich  liegen etwa 4000000 Datenpunkte zu Grunde, die in 
dem Übersichtsdiagramm zu einer Darstellung mit etwas 2300 Pixel 
aufbereitet sind. Ein Pixel in der Darstellung basiert also auf fast 
1800 Abtastpunkten.

von HP (Gast)


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Uwe L. schrieb:
> bei Interesse Kontakt per PN

Ist raus. Landet gerne auch im Spamordner.

von HP (Gast)


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@ Uwe L. (ul5255):
Hier noch nueschts?

von Thorsten R. (halogenfan)


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Hat jemand Erfahrung mit dem Logicanalysator von INTRONIX ?

https://www.pctestinstruments.com/deutsch/index.asp

Taugt der was? Wenn man viele Kanäle benötigt und Geschwindigkeit nicht 
Hauptkriterium ist ?

Vielen Dank

von Harald K. (kirnbichler)


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Was "DerEinzigeBernd" zu dem Ding gesagt hat, trifft weiterhin zu.

DerEinzigeBernd schrieb:
> Ein weiterer Logikanalysatorkandidat wäre der "Logicport" von Intronix,
> der mit immerhin 34 Kanälen und bis zu 200 MHz Samplerate arbeitet, aber
> der Software merkt man das Alter des Produktes, das seit weit über zehn
> Jahren völlig unverändert produziert wird, doch recht deutlich an.

von Gerald K. (geku)


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Thorsten R. schrieb:
> Taugt der was? Wenn man viele Kanäle benötigt und Geschwindigkeit nicht
> Hauptkriterium ist ?

Eine Speichertiefe von 2048 Samples ist sehr wenig, speziell wenn man 
Proktokolle analysieren will.

Andreas B. schrieb:
> Gerald K. schrieb:
>> Hier ein paar Beispiele für Kommunikation zwischen MSP430 und
>> ESP8266.
>
> Dazu braucht man aber keine 200MHz. Für dieses Beipiel (und vermutlich
> 99% der Hobbyanwendungen) reicht der billige Clone.
> Interessant wäre eine SW, die auf codierte Ereignisse triggern kann, wie
> z.B. Eintreffen eines bestimmten Bytes oder einer Bytefolge.

Billige Clone haben meist eine geringe Speichertiefe.

Der von mir verwendetete LA2016 speichert 50 Millionen Samples und 
unterstützt über 30 Protokolle.

Eintreffen eines bestimmten Bytes oder einer Bytefolge lassen sich dank 
der aufgezeichneten Datenmenge leicht nachträglich analysieren.

Der Preis liegt auch für "Bastler" in einem vernüftigen Bereich.

: Bearbeitet durch User
von Thorsten R. (halogenfan)


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Ja, die SeeedStudio Familie gefällt mir auch sehr gut, aber irgendwie 
ist davon nix lieferbar.

Nur irgendwelche Clones, zu unattraktiven Preisen.

von Veit D. (devil-elec)


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Thomas H. schrieb:
> Cypress/Infineon FX2 EVB (kostet ein paar EUR)
> Cypress/Infineon FX3 EVB wenn's schneller sein soll, kostet ein bißchen
> mehr
>
> Beide mit Sigrok/Pulseview

Hallo,

weißt du wieviel Kanäle mit dem FX3 mit bis zu welcher Samplerate 
einstellbar sind?

von Gerald K. (geku)


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Andreas B. schrieb:
> Das habe ich noch nie gebraucht. Die Dinger gehen bei 3,3V einwandfrei.

Machmal kommt nicht nicht einen Impedanzwandler (CMOS-Gatter) vorbei 
wenn man z.B an Kontakte mit 1M Pullups messen will. Die Spannungteilung 
1M mit 220k Eingangswiderstand ergibt ein unbrauchbaren Pegel. 
Allerdings kann man die Eingangsschwelle des LA's nach unten setzten, 
dann spart man sich den Puffer.

von Markus K. (markus-)


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Thorsten R. schrieb:
> Hat jemand Erfahrung mit dem Logicanalysator von INTRONIX ?
>
> https://www.pctestinstruments.com/deutsch/index.asp
>
> Taugt der was? Wenn man viele Kanäle benötigt und Geschwindigkeit nicht
> Hauptkriterium ist ?

Das kommt auf Deine Anwendung an. Für mich war er deswegen unbrauchbar:
"Sample-Puffer: 34 x 2048 Samples"

Ich hatte einen Imager an einen Mikrocontroller angebunden und wollte 
zum einen I²C und zum anderen HSYNC/VSYNC/Daten des Bildsensor anschauen 
und für beides war der Puffer zu kurz.

von Tim (timgabinski)


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Ich habe eine HP1630D - ist das von Interesse?

von Hans-Georg L. (h-g-l)


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Veit D. schrieb:
> weißt du wieviel Kanäle mit dem FX3 mit bis zu welcher Samplerate
> einstellbar sind?
16 Kanäle, 100MHz


https://community.infineon.com/t5/Knowledge-Base-Articles/EZ-USB-FX3-Explorer-kit-as-16-channel-100-MHz-logic-analyzer-with-sigrok/ta-p/283993

von Andreas B. (bitverdreher)


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Gerald K. schrieb:
> Machmal kommt nicht nicht einen Impedanzwandler (CMOS-Gatter) vorbei
> wenn man z.B an Kontakte mit 1M Pullups messen will.

Es ging ja eigentlich um einen 3.3V Pegel, der von den China clones 
(zumindest wenn sie so aufgebaut sind wie meiner) einwandfrei (auch 
innerhalb der Specs) erkannt wird.
Logikschaltungen mit Pullups von 1M o.ä. sind mir bis jetzt noch nie 
untergekommen (das wäre dann auch eine recht langsame Logik). Es mag 
Ausnahmen geben. Das sind dann die von mir erwähnten 1% ;-).

von Gerald K. (geku)


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Andreas B. schrieb:
> Logikschaltungen mit Pullups von 1M o.ä. sind mir bis jetzt noch nie
> untergekommen (das wäre dann auch eine recht langsame Logik). Es mag
> Ausnahmen geben. Das sind dann die von mir erwähnten 1% ;-).

Jeder batterie-betriebene Sensor arbeitet mit hochomige Pullups um 
Energie zu sparen. Z.B. Wasserzähler, Einbruchsmelder ... .
Wasserzähler müssen mindestens 5 Jahre durchhalten (von einem 
Eichintervall zum nächsten).

Pullups sind auch dann noch wirksam, wenn der MC sich im Schlafzustand 
befindet. Der MSP430G2553 nimmt in diesem Zustand LPM4 0,1μA auf. Ein 
Pullup mit 10k würde bei 3V 100μA aufnehmen. Selbst ein 1M Pullup nimmt 
noch 3μA, also 30x so viel Strom auf.

Bei einem 5 Jahresbetieb mit einer LS14500 Li-SOCl4-Batterie 3,6V/2,6Ah 
darf der durchschnittliche Stromverbrauch 60μA nicht überschreiten.
Man muss noch eine Sicherheit (für Toleranzen) und die, allerdings sehr 
kurzen Betriebsphasen, für den Zähl- und Ablesevorgang mit einrechnen.
Mit 10k Pullups wäre das nicht realisierbar.

: Bearbeitet durch User
von Andreas B. (bitverdreher)


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Gerald K. schrieb:
> Mit 10k Pullups wäre das nicht realisierbar.

Wenn man die (und alles nicht notwendige) im sleep abschaltet, schon. 
Mir wäre ein so hochohmiger  Betrieb zu wackelig.

von Gerald K. (geku)


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Andreas B. schrieb:
> Gerald K. schrieb:
>> Mit 10k Pullups wäre das nicht realisierbar.
>
> Wenn man die (und alles nicht notwendige) im sleep abschaltet, schon.
> Mir wäre ein so hochohmiger  Betrieb zu wackelig.

Ohne Begrenzung der Bandbreite bzw. Filterung des Signals stimme ich dem 
zu.

von Harald K. (kirnbichler)


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Gerald K. schrieb:
> Jeder batterie-betriebene Sensor arbeitet mit hochomige Pullups um
> Energie zu sparen. Z.B. Wasserzähler, Einbruchsmelder ... .

Sicher. Aber die sind elektrisch sehr langsam. Für einen 
Logikanalysator, der Signale mit zig MHz erfassen können soll, kann man 
diese Erkenntnisse nicht nutzen.

von Gerald K. (geku)


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Harald K. schrieb:
> Gerald K. schrieb:
>> Jeder batterie-betriebene Sensor arbeitet mit hochomige Pullups um
>> Energie zu sparen. Z.B. Wasserzähler, Einbruchsmelder ... .
>
> Sicher. Aber die sind elektrisch sehr langsam. Für einen
> Logikanalysator, der Signale mit zig MHz erfassen können soll, kann man
> diese Erkenntnisse nicht nutzen.

Mir ging es darum ein solches Signal als Trigger für einem Melder zu 
benutzen. Interessiert hat mich die Reaktionszeit vom Öffnen des 
Reedkontakt bis zum Empfang von der Alarmzeintrale. Aber auch das 
Verhalten der Filterung auf Kontaktprellen.

von Andreas B. (bitverdreher)


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Gerald K. schrieb:
> Selbst ein 1M Pullup nimmt noch 3μA, also 30x so viel Strom auf.

Das ist übrigens schon mehr als mein lora Sensor im sleep verbraucht 
(2uA, lpc824).
Und bei einem pull-up bleibt es ja nicht. Bei mir hängen da mehrere 
Sensoren dran (I2C, SPI).

von Gerald K. (geku)


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Andreas B. schrieb:
> Bei mir hängen da mehrere Sensoren dran (I2C, SPI).

Die Frage ist was diese im Ruhestand Strom verbrauchen, wie oft 
Messwerte gepollt werden, wie lange ein Batteriebetrieb möglich sein 
soll.

Auch ist für den Stromverbrauch wichtig ob der Kontakt im Ruhezustand 
geschlossen odrr Offen ist. Bei Einbruchsmelder ist der Kontakt im 
Ruhezustand meist geschlossen.

: Bearbeitet durch User
von Andreas B. (bitverdreher)


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Gerald K. schrieb:
> Die Frage ist was diese im Ruhestand Strom verbrauchen, wie

Gar nichts, weil der ganze Krempel abgeschaltet wird. Ich schrieb ja 
schon: 2uA im sleep (die gesamte Schaltung).

von Alexander S. (alesi)


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Thorsten R. schrieb:
> Hat jemand Erfahrung mit dem Logicanalysator von INTRONIX ?

sigrok hat eine Seite dazu.
  https://sigrok.org/wiki/Intronix_Logicport_LA1034
Auch wenn er (noch) nicht unterstützt wird, gibt es dort ein paar Infos.

von T.U.Darmstadt (Gast)


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Alexander S. schrieb:
> sigrok hat eine Seite dazu.
>   https://sigrok.org/wiki/Intronix_Logicport_LA1034
> Auch wenn er (noch) nicht unterstützt wird, gibt es dort ein paar Infos.

Diese nun 15 Jahre alte Möhre wird schon seit fast 7 Jahren "noch nicht 
unterstützt". Das wird auch niemals mehr passieren.

von Bernd (b_b304)


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Thomas U. schrieb:
> Diese nun 15 Jahre alte Möhre wird schon seit fast 7 Jahren "noch nicht
> unterstützt". Das wird auch niemals mehr passieren.

Zumal Sigrok eh tot ist. Da gab es seit Jahren keine Entwicklung mehr.

von T.U.Darmstadt (Gast)


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tja ...

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