Forum: PC Hard- und Software SSD mit Linux klonen


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von Bernd (Gast)


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Hallo,
an meinem Rechner hängt eine Sata SSD, die mittlerweile zu klein 
geworden ist. Was wäre der einfachste Weg, diese unter Linux auf eine 
neue (größere) Sata SSD zu klonen?

von Jack V. (jackv)


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Muss es denn „klonen“ sein? Das wäre recht umständlich, weil man im 
Anschluss die Partition(en) und das/die Dateisystem(e) entsprechend 
vergrößern müsste, und sich auch um die UUIDs und Labels kümmern sollte, 
um da keine zweideutigen Zuordnungen zu haben.

Der „normale“ Weg wäre schlicht das Kopieren der Daten, damit würde man 
sich das ganze Gehampel ersparen.

von Le X. (lex_91)


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"Klonen" ist hier der falsche Ansatz.
Daran versteht man landläufig das Anfertigen eines Images (z.B. mittels 
dd). Aber dann hast du Ärger mit der Partitionstabelle, du möchtest ja 
auf der neuen SSD eine größere Partition haben.

Ich würde die Daten einfach nur kopieren, rsync mit entsprechenden 
Optionen, als root ausgeführt, kopiert dir die Dateien 1:1 und unter 
Berücksichtigung von Links usw.

Wenn es sich um die Systempartition handelt: den Kopiervorgang am Besten 
von einem Live-Stick aus Starten.
Nicht vergessen die /etc/fstab anzupassen.

: Bearbeitet durch User
von Otto (Gast)


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Ich würde mit DD klonen und dannach mit Gparted die Partitionsgrößen 
ändern

Gruss Bernd

von moin (Gast)


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von Bernd (Gast)


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Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass auf der SSD Windows 
installiert ist. Das muss ich leider von Zeit zu Zeit booten, wenn ich 
mal Spezialsoftware benötige.

Wäre natürlich schön, wenn nach dem Umzug/Klonen auch die neue SSD 
gleich bootfähig wäre... :-)

von Jack V. (jackv)


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Bernd schrieb:
> Vielleicht sollte ich noch erwähnen […]

Vielleicht solltest du mal gleich allen Informationen auf den Tisch 
packen? Das Salamispiel ist nicht mehr so geschätzt, heutzutage.

Wie auch immer – um ein bootbares Windows zu bekommen, wird das Klonen 
der betreffenden Partition(en) nicht ausreichen.

von Oliver S. (phetty)


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Boote das Windows und starte dort das der neuen SSD 
beiliegende/herunterladbare Tool des Herstellers zum klonen.

von oszi40 (Gast)


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Jack V. schrieb:
> Der „normale“ Weg wäre schlicht das Kopieren der Daten, damit würde man
> sich das ganze Gehampel ersparen.

Mit einfachen kopieren änderst Du alle möglichen Dateieigenschaften!
Besser wäre Image sichern und dann später Partition vergrößern, wennn 
das so einfach von der Reihenfolge her wäre. Allerdings merkt Windows 
Veränderungen und fragt dann gelegentlich nach dem richtigen 
Lizenzschlüssel.
Clonezilla ist auch ganz schön, wenn man es gelesen und verstanden hat.
https://www.heise.de/download/product/clonezilla-49483

von DerAndereGast (Gast)


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Bei manchen SSDs liefert der Hersteller auch ein Cloning Tool mit (oder 
man kann es sich bei auf der Herstellerseite kostenlos runterladen). 
Meine Empfehlung ist die Free Version von Macrium Reflect.

von Nop (Gast)


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Nimm Clonezilla, von USB reingebootet. Entweder ein Image auf eine 
externe Platte ziehen und nach SSD-Umbau auf die neue zurückspielen, 
oder wenn beide SSDs gleichzeitig verbaut sein können, direkt clonen. 
Danach mit Gparted die Partitionsgröße anpassen, fertig. Habe ich schon 
mehrfach gemacht.

Anders als DD kann Clonezilla bei bekannten Dateisystemen (ext, NTFS, 
FAT, ...) nur die tatsächlich benutzten Blöcke clonen, und Komporession 
gibt's bei Images auch noch. Geht schneller.

von MaWin (Gast)


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oszi40 schrieb:
> Mit einfachen kopieren änderst Du alle möglichen Dateieigenschaften!

Nicht, wenn man cp -a nutzt.

von Jack V. (jackv)


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oszi40 schrieb:
> Mit einfachen kopieren änderst Du alle möglichen Dateieigenschaften!

Wäre halt bei der Ausgangsfrage vollkommen irrelevant, zumal man die 
Attribute auch mitkopieren kann. Dass es um Windows geht, das dann im 
Anschluss bitte auch noch bootfähig sein soll – die Salamischeibe kam ja 
erst später. Da wird’s mit dem Kopieren halt nichts, mit dem reinen 
Klonen allerdings auch nicht.

: Bearbeitet durch User
von DPA (Gast)


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Ich habe das zwar noch nie versucht, sollte aber eigentlich gehen: Man 
kann mit sfdisk eine Partitionstabelle dumpen, als Textfile, und wieder 
einspielen. Dazwischen kann man auch die grössen anpassen (alle Werte 
sind optional, also offsets raus löschen). Mit dd kann man dann den 
Inhalt der Partitionen kopieren. Danach noch das resize zum vergrössern 
das fs machen und fertig. Für linux partitionen kann man auch das 
Dateisystem anlegen (bei mkfs.* kann man die fs uuid mitgeben, oder 
sonst halt die fstab anpassen), und nur die Dateien kopieren (cp -a oder 
rsync -a, eventuell noch eine Option dran hängen, die anzeigt, wie lange 
es geht). Da kann man auch das verwendete fs wechseln, wenn man will. 
Eventuell am Schluss noch ein fstrim auf alle Partitionen.

von guest (Gast)


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Ich schliesse mich der Meinung von NOP an.

--> Clonezilla <--

kostet nichts und funktioniert gut

von Zeno (Gast)


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Jack V. schrieb:
> Dass es um Windows geht, das dann im
> Anschluss bitte auch noch bootfähig sein soll – die Salamischeibe kam ja
> erst später. Da wird’s mit dem Kopieren halt nichts, mit dem reinen
> Klonen allerdings auch nicht.
Mit Windows funktioniert das Klonen schon - habe ich selbst schon 
mehrfach gemacht. Wenn das nicht funktionieren würde könnte man ja die 
ganzen Imagetools in die Tonne kloppen. Wenn man erstmal die komplette 
Platte klont so wie sie ist sollte das kein Problem sein. Danach kann 
man mit den gängigen Partitionierungstools die Partitionen nach seinem 
Gusto anpassen.

@TO
Was spricht dagegen die neue Platte als zweite PLatte einzubauen und 
dann nur das Linuxgeraffel darauf zu kopieren, z.B. wie vorgeschlagen 
mit rsync. Sobald das läuft kann man Linux auf der ersten Platte löschen 
und den gewonnenen Platz Windows zuschlagen oder auch eine ordenlich 
große Datenpartition anlegen die beiden System zu Gute kommt.

von Jack V. (jackv)


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Zeno schrieb:
> Mit Windows funktioniert das Klonen schon

Interessant. Bei mir nämlich nicht, jedenfalls nicht so, dass ein 
bootbares System rauskam – versucht hatte ich es mit XP, 7 und 10. Die 
Image-Tools, die du ansprichst, klonen hingegen nicht (nur), sondern 
machen noch weiteren Kram.

Wie auch immer – die Salamischeiben „welche Windowsversion“ und „BIOS 
oder UEFI-Firmware“ fehlen beispielsweise auch noch immer. Meinem 
Wunsch, die ganze Wurst serviert zu bekommen, wurde ja leider nicht 
entsprochen.

von Thomas W. (Gast)


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Moin, -

clonezilla ist schon ein gutes Werkzeug. Vielleicht eine kleine 
Anleitung auf Deutsch wuerde helfen:

https://www.thomas-krenn.com/de/wiki/Klonen_einer_Windows-Installation_mit_Clonezilla

Die Anleitung funktioniert (wenn man die Phraseologie von Clonezilla 
akzeptiert) fuer Windows und Linux. Problem ist mehr Windows10 weil 
Win10 eine bestimmte Partition-Reihenfolge haben will.

Gruesse

Th.

von Ein T. (ein_typ)


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oszi40 schrieb:
> Jack V. schrieb:
>> Der „normale“ Weg wäre schlicht das Kopieren der Daten, damit würde man
>> sich das ganze Gehampel ersparen.
>
> Mit einfachen kopieren änderst Du alle möglichen Dateieigenschaften!

...die in 99,999% der Fälle ohnehin irrelevant sind. Aber wenn es Dir 
gar so wichtig ist: man 1 cp/--preserve

von M.M.M (Gast)


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Jack V. schrieb:

> Wie auch immer – um ein bootbares Windows zu bekommen, wird das Klonen
> der betreffenden Partition(en) nicht ausreichen.

Warum nicht?


An einem 2. PC oder mit live-USB- Stick:

cp /dev/quellssd /dev/zielssd wobei Quelle/Ziel die gesamte SSD ist, als 
z.B. sda, sdb, sdc..

Dann mit gparted die gewünschten Partitionen vergrößern, fertig.

Im jedem Fall Backup bereithalten, man hat schnell mal Quelle und Zeil 
verwechselt.

von Jack V. (jackv)


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M.M.M schrieb:
> Warum nicht?

Weil Windows dann schlicht nicht sauber startet. Zumindest bei meinen 
Versuchen, siehe oben. YMMV

von ...-. (Gast)


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zum Klonen von Windows-Platten nehme ich http://www.drivesnapshot.de/de/

von oszi40 (Gast)


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DER TO hat aber Windows + Linux, wenn ich richtig gelesen habe. Ob Dein 
Programm auch alle benötigten Linux-Filesysteme beherrscht???

von Bernd (Gast)


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So, alles erledigt. Der Tipp mit Clonezilla war goldrichtig. 
Anschließend habe ich noch mit dem Windows-Festplattendienstprogramm die 
Partition vergrößert. Hat prima funktioniert.

Danke!

von Reinhard S. (rezz)


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Jack V. schrieb:
> Wie auch immer – um ein bootbares Windows zu bekommen, wird das Klonen
> der betreffenden Partition(en) nicht ausreichen.

Beim Umstieg von einer 500er-SSD auf eine 1000er-SSD hab ich genau das 
(Klonen via Clonezilla) gemacht und sowohl Linux als auch das Win7 waren 
danach bootbar. Als Backup mach ich das ganze auch regelmäßig auf HDD, 
funktioniert auch.

Das Vergrößern der Linux-Partition ging dann aus dem laufenden Linux 
heraus via gparted, aber hier hatte ich auch Glück, das die 
Linux-Partition am "Ende" der alten SSD lag.

: Bearbeitet durch User
von Jack V. (jackv)


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Reinhard S. schrieb:
> Beim Umstieg von einer 500er-SSD auf eine 1000er-SSD hab ich genau das
> (Klonen via Clonezilla) gemacht

Hast du eben nicht, weil Clonezilla entgegen seines Namens nicht 
zwangsweise (nur) klont ;)

Eine „echte“ bitgenaue Kopie ließe sich via etwa ›dd‹ erstellen, und 
damit kopierte Windowssysteme in verschiedenen Versionen kamen bei mir 
reproduzierbar nicht aus eigener Kraft hoch. Zumindest bei Win7 hat’s 
aber gereicht, den Installationsdatenträger zu booten, auf „Reparieren 
einer vorhandenen Installation“ (o.Ä.) zu klicken und etwa eine halbe 
Stunde zu rätseln, was es da wohl gerade macht, und ob es überhaupt noch 
was macht.

von quotendepp (Gast)


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Jack V. schrieb:
> via etwa ›dd‹ erstellen, und damit kopierte Windowssysteme in
> verschiedenen Versionen kamen bei mir reproduzierbar nicht aus eigener
> Kraft hoch.

habe letztes jahr ein dualboot debian/win10 mit dd über einen usb/sata 
adapter einfach geklont und beide systeme haben im neuen rechner ohne 
probleme gestartet.
abgesehen von ein paar treibern unter windows und verschobenen icons 
wegen neuem bildschirm, ...

von Rolf M. (rmagnus)


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Jack V. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Beim Umstieg von einer 500er-SSD auf eine 1000er-SSD hab ich genau das
>> (Klonen via Clonezilla) gemacht
>
> Hast du eben nicht, weil Clonezilla entgegen seines Namens nicht
> zwangsweise (nur) klont ;)

Es klont das Dateisystem. Dazu müssen Sektoren, die vom Dateisystem 
gerade nicht genutzt werden, auch nicht mit kopiert werden.

> Eine „echte“ bitgenaue Kopie ließe sich via etwa ›dd‹ erstellen, und
> damit kopierte Windowssysteme in verschiedenen Versionen kamen bei mir
> reproduzierbar nicht aus eigener Kraft hoch.

Ich hab da schon unterschiedliches erlebt, aber meistens ging es. 
Allerdings ist es schon eine Weile her, dass ich das das letzte mal 
gemacht habe.

von Norbert (Gast)


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Da hätte ich doch gerne mal eine Frage.

Wenn ›dd‹ eine bitgenaue Kopie einer kompletten Festplatte/SSD erstellt 
- und ›dd‹ macht genau DAS und zwar hervorragend um nicht zu sagen 
herausbaumelnd - wieso sollte dann bitte diese bitgenaue Kopie nicht 
funktionieren? Oder nicht booten?

Ich frage nur weil ich schon seit Jahrzehnten ausschließlich mit ›dd‹ 
arbeite und dieses Verhalten niemals feststellen können.

von Jack V. (jackv)


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Norbert schrieb:
> wieso sollte dann bitte diese bitgenaue Kopie nicht
> funktionieren? Oder nicht booten?

Möglicherweise, weil MS die Lizenz z.T. an die Hardware gebunden hat, 
und ein Laufwerkswechsel da einige Punkte zugibt? Oder weil deren 
Bootloader hardwarespezifische Kennungen vom Laufwerk nimmt, und ihm die 
neuen mitgeteilt werden müssten? Ich bin kein nativer Windowsuser, bei 
mir ist das nur zum Starten von Spielen da → ich hab da keine Ahnung 
von, und kann diesbezüglich auch nur raten.

Ich weiß nur, dass meine Versuche nicht auf Anhieb gebootet hatten. Bei 
Win7 hat’s, wie geschrieben, das „vorhandene Installation reparieren“ 
(o.Ä.) behoben, bei Win10 hab ich mich nicht weiter drum gekümmert und 
das Ding schlicht neu installiert, nachdem es nicht direkt starten 
wollte.

von Rolf M. (rmagnus)


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Norbert schrieb:
> Wenn ›dd‹ eine bitgenaue Kopie einer kompletten Festplatte/SSD erstellt
> - und ›dd‹ macht genau DAS und zwar hervorragend um nicht zu sagen
> herausbaumelnd - wieso sollte dann bitte diese bitgenaue Kopie nicht
> funktionieren? Oder nicht booten?

Gute Frage. Andere Festplattengröße? Andere Seriennummer? Andere 
Sektorgröße (512 Bytes vs. 4k)?

Jack V. schrieb:
> Möglicherweise, weil MS die Lizenz z.T. an die Hardware gebunden hat,
> und ein Laufwerkswechsel da einige Punkte zugibt?

Das sollte allerdings meines Wissens eigentlich nicht das Booten 
verhindern sondern höchstens dazu führen, dass die Aktivierung ungültig 
wird und deshalb erneuert werden muss.

> Oder weil deren Bootloader hardwarespezifische Kennungen vom Laufwerk
> nimmt, und ihm die neuen mitgeteilt werden müssten?

Sowas ist mir mal bei einem Suse Linux über den Weg gelaufen. Da waren 
in der fstab die Filesysteme über die Seriennummer der Festplatte 
referenziert.

von Norbert (Gast)


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Jack V. schrieb:
> Ich bin kein nativer Windowsuser … und kann diesbezüglich auch nur raten.

Da geht's dir wie mir. Ich gehe da auch nur dran wenn Freunde mit ihrem 
Gerümpel auf eine größere Platte umziehen wollen.

> Möglicherweise, weil MS die Lizenz z.T. an die Hardware gebunden hat,
> und ein Laufwerkswechsel da einige Punkte zugibt?

Gute Idee, aber ich meine gehört zu haben das es nur kritisch wird wenn 
mehrere Marker geändert werden. (NIC/HDD-ID/…)

Werde mal bei Clonezilla nachsehen ob die etwas in der Richtung machen. 
Aber wenn's so einfach wäre, könnte MS sich den Krampf auch sparen. -)

von Norbert (Gast)


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Rolf M. schrieb:
> Sowas ist mir mal bei einem Suse Linux über den Weg gelaufen. Da waren
> in der fstab die Filesysteme über die Seriennummer der Festplatte
> referenziert.

Habe gerade Kaffee getrunken. Du schuldest mir eine neue Tastatur! ;-)

von usuru (Gast)


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Norbert schrieb:
> Rolf M. schrieb:
>> Sowas ist mir mal bei einem Suse Linux über den Weg gelaufen. Da waren
>> in der fstab die Filesysteme über die Seriennummer der Festplatte
>> referenziert.
>
> Habe gerade Kaffee getrunken. Du schuldest mir eine neue Tastatur! ;-)

Das ist das normale Verhalten bei Linux. Kann man umgehen, wenn man mit 
Hilfe eines  Live-Linux die Partitionen mit Labels versieht und in 
/etc/fstab diese Labels statt der UUID angibt.
1
# /etc/fstab: static file system information.
2
#
3
# Use 'blkid' to print the universally unique identifier for a
4
# device; this may be used with UUID= as a more robust way to name devices
5
# that works even if disks are added and removed. See fstab(5).
6
#
7
# <file system>  <mount point>  <type>  <options>              <dump>  <pass>
8
9
/swapfile        none           swap    sw                           0       0
10
LABEL=sys0815    /              ext4    errors=remount-ro,relatime   0       1
11
LABEL=dat0815    /home          ext4    defaults,relatime            0       2

von Norbert (Gast)


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usuru schrieb:
> Das ist das normale Verhalten bei Linux.

Noch nicht einmal ansatzweise.

UUID= ist der Standardweg, LABEL= ist der alternative Weg, /dev/xxx geht 
aber immer noch genauso gut.

Und die UUID wird aus Zeit,Zufall,… gebildet. Nicht aus der Drive-ID.
Und selbst wenn, dann würde die UUID mit kopiert werden und einen 
Bootvorgang nicht verhindern.


In der Tat ist es jedoch sinnvoll nach einem Klonvorgang neue UUIDs für 
das Drive und die Dateisysteme zu generieren. Nicht notwendig, aber 
besser, damit keine Verwirrung aufkommt wenn das alte Drive im System 
verbleibt.

von Norbert (Gast)


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… und bei tune2fs findet man zB.

-U UUID (man darf sich selbst eine ausdenken)
   clear  clear the filesystem UUID
   random generate a new randomly-generated UUID
   time   generate a new time-based UUID

… und bei mkswap das Gleiche.
-U, --uuid UUID
   gibt die zu verwendende UUID an. Vorgabe ist die Erzeugung einer 
UUID.

von (prx) A. K. (prx)


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Norbert schrieb:
> /dev/xxx geht aber immer noch genauso gut.

Systemabhängig. Bei nur einer Disk ist die Nummerierung sehr 
zuverlässig. Darüber... ;-)

Bei meinem Serverlein hängt die Bootdisk an einem anderen SATA 
Controller als die 4 Datendisks. Der Diskscan dieser Controller erfolgt 
offenbar parallel und das Ergebnis hängt vom Hashwert der Uhrzeit oder 
der Entfernung von Artemis oder was auch immer ab. Zwei 
aufeinanderfolgende Systemstarts:
1
NAME   MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
2
sda      8:0    0   3,6T  0 disk 
3
sdb      8:16   0   3,6T  0 disk 
4
sdc      8:32   0   3,6T  0 disk /work
5
sdd      8:48   0   1,4T  0 disk 
6
└─sdd1   8:49   0   1,4T  0 part /archiv
7
sde      8:64   0 238,5G  0 disk 
8
├─sde1   8:65   0 235,5G  0 part /
9
├─sde2   8:66   0     1K  0 part 
10
└─sde5   8:69   0     3G  0 part [SWAP]
11
sdf      8:80   0   7,3T  0 disk 
12
└─sdf1   8:81   0   7,3T  0 part
1
NAME   MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
2
sda      8:0    0 238.5G  0 disk 
3
├─sda1   8:1    0 235.5G  0 part /
4
├─sda2   8:2    0     1K  0 part 
5
└─sda5   8:5    0     3G  0 part [SWAP]
6
sdb      8:16   0   3.6T  0 disk 
7
sdc      8:32   0   3.6T  0 disk 
8
sdd      8:48   0   3.6T  0 disk /work
9
sde      8:64   0   1.4T  0 disk 
10
└─sde1   8:65   0   1.4T  0 part /archiv
11
sdf      8:80   0   7.3T  0 disk 
12
└─sdf1   8:81   0   7.3T  0 part

: Bearbeitet durch User
von Norbert (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Norbert schrieb:
>> /dev/xxx geht aber immer noch genauso gut.

> Bei meinem Serverlein hängt die Bootdisk an einem anderen SATA
> Controller als die 4 Datendisks. Der Diskscan dieser Controller erfolgt
> offenbar parallel und das Ergebnis hängt vom Hashwert der Uhrzeit oder
> der Entfernung von Artemis oder was auch immer ab.

Das Phänomen ist mir durchaus bekannt. Aus dem gleichen Grund hat man ja 
auch angefangen zB. die Netzwerk-Schnittstellen umzubenennen.

Ich präzisiere dann mal:
/dev/xxx geht aber in den meisten Fällen immer noch genauso gut.
Obschon nicht dazu geraten wird und Linux per default auch mit UUID 
arbeitet.
Einzelne Konfigurationen mögen anders reagieren.
Dem Anwender obliegt es das System daraufhin zu überprüfen.
Der Ersteller dieser Zeilen kann eine Gewährleistung bezüglich 
bestimmter Verhaltensweisen nicht vollumfänglich garantieren.

von Rolf M. (rmagnus)


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Norbert schrieb:
> Und die UUID wird aus Zeit,Zufall,… gebildet. Nicht aus der Drive-ID.
> Und selbst wenn, dann würde die UUID mit kopiert werden und einen
> Bootvorgang nicht verhindern.

Ja, die UUID ist eine Eigenschaft des Dateisystems, nicht der Festplatte 
selbst, daher wird sie einfach mit kopiert. Man kann aber auch die 
Seriennummer der Festplatte nutzen, die dann natürlich nicht mit kopiert 
wird. Die entsprechenden Links findet man z.B. unter /dev/disk/by-id, im 
Gegensatz zu /dev/disk/by-uuid.

Norbert schrieb:
> Das Phänomen ist mir durchaus bekannt. Aus dem gleichen Grund hat man ja
> auch angefangen zB. die Netzwerk-Schnittstellen umzubenennen.

Bei denen gibt's dafür aber eigentlich schon die persistent-net-rules, 
die dafür sorgen, dass ein einmal gefundenes Netzwerkgerät immer den 
selben Namen trägt (gekoppelt über dessen MAC-Adresse). Warum die Namen 
jetzt so kryptisch sein müssen statt einfach sowas wie eth0, hab ich 
noch nicht verstanden.

: Bearbeitet durch User
von Norbert (Gast)


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Rolf M. schrieb:
> Ja, die UUID ist eine Eigenschaft des Dateisystems, nicht der Festplatte
> selbst,

Und die PARTUUIDs sind Eigenschaften des Drives welche mit 
Partition-Nummern hochgezählt werden. Aber wir diskutieren hier sowieso 
schon über Details welche die meisten Linux-_Nutzer_ gar nicht kennen 
und auch nie zu Gesicht bekommen.
Und wer sich darüber unterhält weiß im Allgemeinen recht genau worum es 
geht.

von TotoMitHarry (Gast)


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Es gibt einige Tools die beim installieren die Option haben auf einem 
USB Stick installiert zu werden.

HDCLone (sehr langsam als Free Edition (30MB/s) begrenzt)
Clonezilla
PartitionMagic
easeus Partition Master
Viele mehr..

Ich benutze easeus Partition Master, vorher immer clonezilla 
(gewöhnungsbedürftig).. gabs irgendwann mal als Professional Version für 
5€.

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